DE3727059A1 - Elektrochemische zelle - Google Patents
Elektrochemische zelleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft elektrochemische Hochtemperaturener
giespeicherzellen. Sie betrifft insbesondere Zellen, deren
aktive Anodensubstanz im wesentlichen geschmolzenes Natrium
ist, welches von der aktiven Kathodensubstanz und/oder dem
Elektrolyten durch einen Beta-Aluminiumoxid-separator-
Festelektrolyt getrennt ist. Die Erfindung betrifft
weiterhin Anoden-Unteranordnungen für solche Zellen und ein
Verfahren, dem zunehmenden Anstieg des Innenwiderstands
solcher Zellen entgegenzuwirken, der mit der Anode und/oder
der Anoden/Separatorgrenzfläche verbunden ist.
Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird eine elektrochemische
Hochtemperatur-Sekundärenergiespeicherzelle bereitgestellt,
die Natrium als aktive Anodensubstanz, die bei der
Betriebstemperatur der Zelle geschmolzen ist, enthält und
welche elektrochemisch mit einer aktiven Kathodensubstanz
verbunden und davon durch einen Beta-Aluminiumoxid-
Festelektrolytseparator getrennt ist, wobei das geschmolzene
Natrium der Anode Magnesium zur Bildung einer gesättigten
Lösung gelöst enthält, um als Getter für Verunreinigungen im
Natrium zu wirken.
Da das Magnesium als Getter wirkt, beispielsweise für
Verunreinigungen wie Sauerstoff in beliebiger Form, Wasser,
Hydroniumionen oder dgl., die während der
Belade-/Entladezyklen der Zelle an der Natrium/Separator
grenzfläche freiwerden, kann das im Natrium gelöste
Magnesium während der Verwendung der Zelle verbraucht
werden. Das Natrium der Anode ist somit vorzugsweise in
Kontakt mit festem Magnesium. Der Feststoffüberschuß des
Gettermetalls liefert durch Auflösung im Natrium Ersatz für
den Anteil des im Natrium gelösten Magnesiums, welches zum
Gettern der oben erwähnten Verunreinigungen während der
Zellzyklen verbraucht wurde. Dieses Gettern führt zur
Bildung von Verbindungen, die unlöslich sein können und die
hinsichtlich des Getterns inert sind, so daß in Abwesenheit
von überschüssigem Festgettermetall die Konzentration des im
Natrium gelösten Gettermetalls unerwünschterweise unter die
Sättigungsgrenze sinken kann. Es wird nämlich angenommen,
daß die genannten Verunreinigungen den Anoden/Separatorin
nenwiderstand ungünstig beeinflussen können, insbesondere an
der Anoden/Separatorgrenzfläche, und möglicherweise durch
Reaktion mit dem Natrium zur Bildung von Reaktionsprodukten,
die sich an der Grenzfläche anhäufen.
Da das feste Magnesium dazu bestimmt ist, eine gesättigte
Magnesiumlösung im Natrium aufrechtzuerhalten, sollte es
eine relativ große spezifische Oberfläche aufweisen, d.h.
eine relativ große Oberfläche pro Masseneinheit, und somit
gewöhnlich teilchenförmig vorliegen, wie in fein zerteilter
Pulverform mit beispielsweise einer maximalen Teilchengröße
von bis zu 250 µm.
Das teilchenförmige Magnesium wirkt auch als Festgetter, da
es das zusätzliche Magnesium liefert, welches zur
Aufrechterhaltung der Sättigung an gelöstem Magnesium im
Natrium notwendig ist.
Der Anteil an notwendigem überschüssigem Festgettermetall
wird durch Routineversuche bestimmt, so daß die
Sättigungslösung von Magnesium im Natrium der Anode während
der Lebensdauer der Zelle aufrechterhalten wird oder
wenigstens für eine Zeitdauer, die der angenommenen
Betriebsdauer (Standzeit) der Zelle entspricht, wobei an die
Zeit gedacht wird, in der die Zelle in Betrieb sein soll und
insbesondere an die erwartete Anzahl von Beladungs- und
Entladungszyklen, denen man die Zelle in dieser Zeit
auszusetzen gedenkt.
Die Anwendung des gelösten Magnesium-Gettermetalls in der
oben beschriebenen Weise wirkt im wesentlichen einem
zunehmenden Anstieg des inneren Widerstands des in Frage
stehenden Zelltyps entgegen, welcher mit der Anode und/oder
der Anoden/Separatorgrenzfläche zusammenhängt und welcher
aus den wiederholten Zyklen resultiert. Demzufolge betrifft
die Erfindung hauptsächlich die Unteranordnung, die aus der
Anode und dem Separator besteht, und ist unabhängig von der
Art der aktiven Kathodensubstanz, irgendeines verwendeten
flüssigen Elektrolyten auf der der Anode abgewandten Seite
des Separators, oder tatsächlich von irgendeiner der
Zellkomponenten, die durch den Separator von der Anode
getrennt sind. Zahlreiche Kathodenanordnungen, die
voneinander im wesentlichen sowohl im Aufbau als auch
elektrochemisch abweichen, sind dem Fachmann als wirksam
bekannt, um elektrochemisch mit einer Natriumschmelzanode in
einer Zelle über einen Beta- Aluminiumoxidseparator
verbunden zu werden. Die vorliegende Erfindung ist
grundsätzlich für jede dieser Zellen anwendbar.
Für diese Anodenunteranordnung zur elektrochemischen
Verbindung mit einer aktiven Kathodensubstanz zur Bildung
einer elektrochemischen Hochtemperatursekundärenergie
speicherzelle wird Elementenschutz beansprucht, da der
Gehalt an im schmelzflüssigen Natrium der Anode gelöstem
Magnesium bei vielen Kathodenanordnungen den Anstieg im
Innenwiderstand der Zelle deutlich hemmt. Es ist daher ein
bevorzugtes Mittel zur Durchführung des Verfahrens zur
Hemmung des Anstieges des Innenwiderstandes von
elektrochemischen sekundären Hochtemperaturenergiespei
cherzellen und somit ein bevorzugter Bestandteil solcher
Zellen selbst.
So kann die aktive Kathodensubstanz irgendeine geeignete
Kathodensubstanz sein, wie beispielsweise geschmolzener
Schwefel/Natriumpolysulfid, oder es kann ein
Übergangsmetall/Übergangsmetallchlorid wie Fe/FeCl2,
Ni/NiCl2, Co/CoCl2, Cr/CrCl2 und/oder Mn/MnCl2,
eingetaucht in einem flüssigen Salzschmelzelektrolyten in
Kontakt mit einem Separator, wie beispielsweise
stöchiometrisch genaues NaAlCl4, welches aus einer
äquimolaren Mischung aus NaCl und AlCl3 gebildet wurde und
sich im Kontakt mit festem NaCl befindet, sein, wobei die
aktive Kathodensubstanz vorzugsweise in einer makroskopisch
porösen elektrisch-leitfähigen Matrix verteilt ist, die als
Stromableiter dient und für den flüssigen Elektrolyten in
flüssiger Form durchlässig ist.
Erfährt das Natrium der Anode eine substantielle
Verringerung des Volumens nach der Entladung der Zelle, wie
es im Falle der Natrium/Schwefelzellen möglich ist, können
sich Probleme aus der übermäßigen Abscheidung des Magnesiums
aus dem Natrium ergeben. Um diese Probleme zu verringern,
kann es wünschenswert sein, in der Anode überschüssiges
Natrium anzuwenden, beispielsweise wenigstens 40 Gew.-% mehr
als zur vollständigen Entladung der Zelle notwendig ist. Es
ist ebenfalls wünschenswert, die Zelle innerhalb eines
relativ geringen Temperaturbereichs zu betreiben, so daß die
Minimum- und Maximumbetriebstemperatur nicht mehr als 50°C
auseinanderliegen, d.h. nicht mehr als 25°C von der
mittleren oder Nennbetriebstemperatur.
Da die Erfindung im wesentlichen von einer bestimmten
Elektrodenart unabhängig ist, erstreckt sich die Erfindung
demgemäß auch auf eine Anoden-Unteranordnung einer Zelle des
oben beschriebenen Typs zur elektrochemischen Verbindung mit
einer aktiven Kathodensubstanz unter Bildung einer
elektrochemischen Hochtemperatur-Sekundärenergiespeicher
zelle, deren Unteranordnung als aktive Anodensubstanz
Natrium, welches bei der Betriebstemperatur dieser Zelle
geschmolzen ist, und einen Beta-Aluminiumoxid-Festelek
trolytseparator in Kontakt mit Natrium zur Trennung des
Natriums in einer Zelle von der aktiven Kathodensubstanz,
enthält, wobei das geschmolzene Natrium der Anode Magnesium
gelöst zur Bildung einer gesättigten Lösung enthält.
Der genauere Aufbau und die Zusammensetzung der Unteranord
nung kann so, wie oben unter Berücksichtigung der
erfindungsgemäßen Zelle beschrieben, aussehen, und der
Separator wird typischerweise in Form eines Beta-Aluminium
oxidrohrs vorliegen, welches an einem seiner Enden offen und
an dem anderen verschlossen ist. Die Anode kann sich im
Inneren dieses Rohrs befinden, wobei dann Natrium und
Magnesium einfach im Inneren des Rohrs enthalten sind, oder
die Anode ist auf der Außenseite des Rohrs, wobei die
Unteranordnung in diesem Falle eine Zelle umfaßt, in deren
Inneren die Röhre angeordnet ist, und das Natrium der Anode
und das Magnesium im Gehäuse außerhalb dieser Röhre
bereitgestellt sind.
Sowohl die Zelle als auch die Unteranordnung können, wenn
sie unter ihre Betriebstemperaturen gekühlt werden, auf eine
Temperatur herabsinken, bei der sich das Natrium der Anode
verfestigt. Die Erfindung erstreckt sich auch auf solche
Zellen und Unteranordnungen, in denen das Natrium fest ist,
beispielsweise bei Raumtemperatur.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren, dem
zunehmenden Anstieg des Innenwiderstands einer
Hochtemperatur-Sekundärenergiespeicherzelle entgegenzuwir
ken, die als aktive Anodensubstanz geschmolzenes Natrium,
elektrochemisch verbunden mit einer aktiven Kathodensubstanz
enthält und davon durch einen Beta-Aluminiumoxid-Festelek
trolytseparator getrennt ist, wobei dieses Verfahren durch
im Natriumanodenmaterial gelöstes Magnesium zur Bildung
einer gesättigten Lösung davon im Natrium gekennzeichnet ist.
Dieser Anstieg des Innenwiderstands hängt mit der Anode
und/oder der Anoden/Separatorgrenzfläche zusammen und tritt
während der Beladungs- und Entladungszyklen der Zelle auf.
Das Verfahren kann die Aufrechterhaltung der gesättigten
Lösung während des zyklischen Betriebs der Zelle umfassen,
indem ermöglicht wird, daß weiteres Magnesium sich im
Natrium löst und als Gettermaterial während des Betriebs
verbraucht wird, wobei alle Verunreinigungen, die im Natrium
während des Gebrauchs auftreten, beispielsweise durch den
Separator während des Zyklisierens, gegettert werden. Das
Verfahren kann somit auch das Hinzufügen festen Magnesiums
zu dieser gesättigen Lösung in Teilchenform, vorzugsweise
mit einer hohen spezifischen Oberfläche, wie in einem fein
zerteilten Pulver, um dessen Auflösung im Natrium zu
begünstigen, umfassen.
Um einer Magnesiumabscheidung entgegenzuwirken, kann die
Zelle mit ausreichend Natrium gefüllt werden, so daß sie in
beladenem Zustand mindestens 140 Gew.-% des zur Entladung
der aktiven Kathodensubstanz der Zelle elektrochemisch
notwendigen Natriums enthält.
In Übereinstimmung mit einem wesentlichen Gesichtspunkt
dieser Erfindung ist es wünschenswert, daß das Magnesium
vorzugsweise bei einer erhöhten Temperatur von
beispielsweise 120°C oder mehr bis zu der Betriebstemperatur
der Zelle gelöst wird, um eine gesättigte Lösung im Natrium
zu erhalten, bevor das Natrium in die Zelle oder in die
Anoden/Separatorunteranordnung zum Gebrauch der Zelle
eingefüllt wird. Das überschüssige, feste Gettermetall kann
zum Natrium der Anode leicht hinzugefügt werden, indem es
zusammen mit dem Natrium in die Zelle oder die
Unteranordnung eingefüllt wird.
Das Verfahren umfaßt also das Auflösen des Magnesiums im
Natrium zur Bildung einer gesättigten Lösung, bevor das
Natrium in die Zelle eingefüllt wird, und der Lösungsvorgang
kann bei einer Temperatur von wenigstens 120°C stattfinden.
Demzufolge kann die Zelle bei einer Temperatur betrieben
werden, die höchstens um 25°C von der durchschnittlichen
Betriebstemperatur abweicht, d.h. das Verfahren umfaßt auch
einen Betrieb der Zelle innerhalb eines Temperaturbereichs
von wenigstens 50°C.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Berücksichtigung der
Zeichnungen und der Beispiele näher erläutert:
Fig. 1 zeigt einen schematischen Längsschnitt einer
erfindungsgemäßen Zelle,
Fig. 2 bis 5 zeigen für verschiedene erfindungsgemäße
Zellen und für Kontrollzellen, die zu Vergleichszwecke
angewendet wurden, den Verlauf des minimalen Innenwider
stands der Zelle in Ohm gegen die Lebensdauer der Zelle in
Zyklen, und
Fig. 6 zeigt für eine weitere erfindungsgemäße Zelle den
Verlauf der Zellspannung gegen die Entladungskapazität
ausgewählter Zellzyklen.
In Fig. 1 der Zeichnung betrifft das Bezugszeichen 10
jeweils eine erfindunsgemäße elektrochemische Hochtempe
ratur-Sekundärenergiespeicherzelle. Die Zelle mit der
Umhüllung 12 wird durch einen Beta-Aluminiumoxidseparator 14
in einen Anoden-Raum 16 und einen Kathoden-Raum 18
unterteilt. Im Anoden-Raum liegt eine gesättigte Lösung des
Magnesiums im geschmolzenen Natrium 20, der aktiven
Anodensubstanz, vor und im Kathoden-Raum geschmolzener
Schwefel/Natriumpolysulfid 22 als aktive Kathodensubstanz.
Festes pulverförmiges Magnesium mit einer Teilchengröße von
weniger als 250 µm ist im Anoden-Raum unter 24 dargestellt.
Der Anoden-Raum 16 und der Kathoden-Raum 18 werden jeweils
mit den Stromableitern (Klemmen) (26, 28) gezeigt.
Bei gewissen Versuchen wurden Natrium/Schwefelzellen
hergestellt und getestet. In jedem Fall bestanden die
Separatoren aus an einem Ende offenen und am anderen Ende
geschlossenen Beta-Aluminiumoxidröhren. Schwefel wurde in
das Innere der Röhren eingefüllt und die Röhren konzentrisch
in den Stahlgehäusen angeordnet, wobei Natrium in die Räume
zwischen den Gehäuseumhüllungen und den Röhren eingebracht
wurde. Die Röhren und die Gehäuse wurden in geeigneter Weise
verschlossen und die Schwefelkathoden und die
Natriumanoden mit geeigneten, zu den Zellklemmen führenden
Stromsammlern ausgerüstet.
Es wurden Beta-Aluminiumoxidröhren, die aus Alpha-Aluminium
oxid hergestellt wurden, verwendet. Die Anoden enthielten
bei der Beladung 140% der Menge Natrium, die zur Entladung
der Kathoden notwendig ist.
In einigen Fällen wurde das Natrium der Anoden erfindungsge
mäß behandelt und in anderen Fällen (Kontrollen) fand eine
solche Behandlung nicht statt oder die Beta-Aluminiumoxid
röhren wurden an der Röhren/Natriumgrenzfläche in bekannter
Weise behandelt, um dem Anstieg des Widerstands
entgegenzuwirken. Alle diese Zellen wurden bei einer
Nenntemperatur von 360°C betrieben, und die Temperatur wurde
im Bereich von 335 bis 395°C gehalten. Diese Tests werden in
den Beispielen 1 bis 4 nachfolgend beschrieben.
22 Beta-Aluminiumoxidröhren wurden unter Verwendung von
Reynolds RC-HPS-DBM Alpha-Aluminiumoxid (Reynolds Chemicals,
Malakoff, Texas, USA) als Ausgangsmaterial hergestellt. Die
Röhren waren 160 mm lang und hatten einen äußeren
Durchmesser von 33 mm mit einer Wanddicke von 1,7 mm. Die
Röhren wurden in Natrium/Schwefelzellen mit Schwefelelek
troden von 90 mm Länge und Kapazitäten von 38 Ah eingebaut.
Der Schwefel wurde an der Innenseite der Röhren und das
Natrium an der Außenseite der Röhren angebracht. 100 g
Natrium wurden in jede Zelle eingefüllt, was 260% der zur
Entladung der Kathode notwendigen Menge entsprach.
Fünf dieser Zellen wurden montiert, ohne daß eine
Behandlung, dem Anstieg des Anode/Separator-Innenwider
stands entgegenzuwirken, erfolgte. Fünf dieser Zellen wurden
mit 1,5 g Magnesiumpulver einer Teilchengröße von weniger
als 250 µm im Anoden-Raum hergerichtet. Sechs Zellen wurden
mit 1,5 g dieses zu den Anoden-Räumen hinzugefügten
Magnesiums montiert, und zusätzlich wurden die Anodenseiten
ihrer Röhren mit Bleiacetat überzogen. Die letzten sechs
Zellen wurden aus mit Bleiacetat auf der Anodenseite
überzogenen Röhren hergestellt, wobei Aluminiumspäne zu den
geschmolzenen Natriumanoden hinzugefügt wurden.
Alle Zellen wurden sukzessiven Beladungs- und Entladungszyk
len bei einer Zyklusgeschwindigkeit von 8 Zyklen pro Tag mit
einer Stromdichte von 50 mA/cm2 bei der Beladung und
250 mA/cm2 bei der Entladung unterworfen.
Die Zellen mit Bleiacetatüberzügen auf ihren Röhren zeigten
Anfälligkeit gegen frühes Versagen. So versagten die Zellen,
die Bleiacetatüberzüge auf ihren Röhren und Magnesiumpulver
in ihren Anoden-Räumen aufwiesen, jeweils nach 7 Zyklen, 15
Zyklen (zwei Zellen), 22 Zyklen und 71 Zyklen: Eine Zelle
versagte nach 111 Zyklen, wobei hier der Zyklus unterbrochen
wurde. Von den Zellen, die einen Bleiacetatüberzug und
Aluminiumspäne in ihren Anoden-Räumen aufwiesen, trat
Versagen jeweils nach 40 Zyklen, 76 Zyklen und 134 Zyklen
auf. Drei Zellen arbeiteten 292 Zyklen, wobei hier der
Betrieb unterbrochen wurde.
An den Zellen ohne Bleiacetatüberzüge auf ihren Röhren wurde
kein frühes Versagen entdeckt. Von denen, die keinerlei
Behandlung einer Anoden/Separatorwiderstandzunahme
entgegenzuwirken aufwiesen, versagte eine Röhre nach 457
Zyklen und bei vier Zellen wurde ihr Betrieb nach 389 Zyklen
abgebrochen. Die erfindungsgemäßen Zellen, deren Behandlung
zur Minderung des Widerstandsanstiegs auf das Hinzufügen von
Magnesium zu dem Anoden-Raum begrenzt war, liefen ohne
Beeinträchtigung und ihr Betrieb wurde nach 259 Zyklen
abgebrochen.
Fig. 2 zeigt den Verlauf des mittleren minimalen Innen
widerstands jeweils für die Zellen, die keinerlei Behandlung
erfahren hatten (weder Magnesium noch mit Bleiacetat
überzogene Röhren, um dem Anstieg des Innenwiderstands
entgegenzuwirken) und die Zellen, deren Behandlung sich auf
Magnesium in dem Anoden-Raum beschränkte (keine
Bleiacetatbeschichtung der Röhre), gegen die Zellzyklen. Aus
Fig. 2 wird deutlich, daß die erfindunsgemäßen Zellen von
einem Zyklus bis zu 260 Zyklen einen weitestgehend
konstanten Innenwiderstand zwischen etwa 18 und etwa 22 mOhm
aufweisen. Demgegenüber zeigten die unbehandelten Zellen
einen Innenwiderstand, der fortschreitend mit der Anzahl der
Zyklen anstieg und nach 320 Zyklen 24,5 mOhm erreichte,
nachdem nach 288 Zyklen ein maximaler inneren Widerstand von
etwa 25,4 mOhm erhalten worden war.
Dieses Beispiel zeigt, daß das Hinzufügen von Magnesium
keinen nachteiligen Effekt auf die Lebensdauer der
Beta-Aluminiumoxidröhren hat und einem zunehmenden Anstieg
des Innenwiderstands, der mit der Anode und dem Separator
zusammenhängt, entgegenzuwirken scheint. In dieser Hinsicht
ist festzustellen, daß Reynolds HPS Alpha-Alumi- niumoxid
ein relativ reines Ausgangsmaterial zur Herstellung von
Beta-Aluminiumoxidröhren ist.
Zehn Zellen wurden hergestellt und in der gleichen Art, wie
oben für Beispiel 1 beschrieben, gefüllt. Fünf dieser Zellen
wurden mit 1,5 g des zuvor genannten Magnesiumpulvers in
ihren Natriumanoden versehen und die verbleibenden fünf
wurden ohne Getter-Magnesium montiert. In diesem Fall wurden
die Zellen mit einer Beladungsstromdichte von 300 mA/cm2
und einer Entladungsstromdichte von 500 mA/cm2 mit 16
Zyklen pro Tag betrieben.
Ein Versagen der Zellröhren in den Zellen ohne Getter
erfolgte jeweils nach 300 Zyklen (zwei Zellen), 423 Zyklen
(zwei Zellen) und nach 452 Zyklen. Von den Zellen, deren
Anoden mit Magnesium behandelt worden waren, versagten drei
Zellröhren jeweils nach 2810 Zyklen, 2907 Zyklen und 2923
Zyklen. Der Betrieb einer Zelle wurde nach 2165 Zyklen
unterbrochen, da sie ein Dichtungsleck aufwies, das aber
nicht auf einen Röhrenschaden zurückzuführen war. Die
Beladungs-/Entladungszyklen der verbleibenden Zellen wurden
nach 3109 Zyklen unterbrochen, wobei sie bis dahin
einwandfrei gearbeitet hatte.
Die Ergebnisse des Beispiels 2 zeigen deutlich, daß
Magnesium tatsächlich einen vorteilhaften Effekt auf die
Röhrenlebensdauer der in Frage stehenden Zellen bei den
verwendeten Stromdichten besitzt.
Fig. 3 zeigt ähnlich wie Fig. 2 den Verlauf des mittleren
minimalen Zellwiderstands in mOhm, aufgetragen gegen die
Zellzyklen für zwei Gruppen von Zellen aus dem vorliegenden
Beispiel. Die erfindunsgemäß behandelten Zellen zeigen einen
langsamen zunehmenden Anstieg des Innenwiderstands während
ihrer Lebensdauer, wohingegen die unbehandelten Zellen,
wenigstens vor ihrem Versagen, einen wesentlich höheren
Innenwiderstand aufweisen.
Vier weitere Zellen, wurden weitestgehend in Übereinstimmung
mit dem Verfahren des Beispiels 1 hergestellt, jedoch mit
der Ausnahme, daß die Beta-Aluminiumoxidröhren eine Länge
von 300 mm anstatt von 160 mm aufwiesen und daß die
Schwefelelektroden Längen von 220 mm anstatt von 90 mm und
Kapazitäten von 88 Ah anstatt 38 Ah aufwiesen.
Zwei dieser Zellen wurden mit 2 g des zuvor genannten
Magnesiumpulvers in den Anoden-Räumen erstellt und die
beiden anderen Zellen wurden ebenfalls mit 2 g Magnesium in
den Anoden-Räumen hergestellt und zusätzlich enthielt das
Natrium, mit dem die Zelle beladen wurde, bereits vorher
gelöstes Magnesium bis zur Sättigung bei einer Temperatur
von 120°C.
150 g Natrium wurden in jede Zelle gefüllt, was mindestens
170% der zur Entladung der Kathode notwendigen Menge
entsprach.
Diese Zellen wurden mit etwa 8 Zyklen pro Tag bei einer
Beladungsstromstärke von 150 mA/cm2 und einer
Entladungsstromstärke von 250 mA/cm2 zyklisch betrieben.
Von den beiden Zellen, die nur Magnesiumpulver in ihren
Anoden-Räumen enthielten, versagte eine Zelle nach 1784
Zyklen, und der Betrieb der anderen Zelle wurde wegen einer
Durchlässigkeit in der Abdichtung (kein Röhrenmangel) nach
2374 Zyklen unterbrochen.
Von den beiden Zellen, die sowohl Magnesiumpulver als auch
im Natrium vorgelöstes Magnesium enthielten, versagte eine
Zelle nach 2206 Zyklen, und der Betrieb der anderen Zelle
wurde nach 2635 Zyklen unterbrochen, wobei sie bis dorthin
einwandfrei arbeitete.
Die Fig. 4 zeigt, ähnlich wie die Fig. 2 und 3, den
Verlauf des mittleren minimalen Zellwiderstands zweier
Gruppen von Zellen gegen die Zellzyklen, d.h. auf der einen
Seite die Zellen mit Magnesiumpulver und auf der anderen
Seite die Zellen, die zuvor in Natrium gelöstes Magnesium
enthalten. In beiden Fällen blieb der Innenwiderstand über
eine große Anzahl von Zyklen weitestgehend konstant zwischen
etwa 7,5 mOhm und etwa 9,8 mOhm, wobei die Zellen mit
vorgelöstem Magnesium einen geringeren Innenwiderstand
aufwiesen.
Die Zellen, die sowohl vorgelöstes Magnesium als auch
Magnesiumpulver enthielten, hatten im wesentlichen einen
geringeren mittleren Innenwiderstand und tatsächlich einen
beständigeren Innenwiderstand.
12 Zellen wurden, wie in Beispiel 1 beschrieben,
hergestellt, mit der Ausnahme, daß ein anderes
Alpha-Aluminiumoxid für die Röhren verwendet wurde und zwar
Alcoa A16 SG Alpha-Aluminiumoxid, erhältlich von Alcoa
(Großbritannien) Ltd., Droitwich, Großbritannien. Dieses
Alpha-Aluminiumoxid hatte jeweils höhere CaO- und
SiO2-Gehalte als das Reynolds HPS Alpha-Aluminiumoxid,
welches in den Beispielen 1 bis 3 verwendet wurde.
Fünf Zellen wurden mit 1,5 g Magnesiumpulver in den
Anoden-Räumen hergestellt, und das Natrium der Anoden
enthielt bereits vorher gelöstes Magnesium bis zur Sättigung
bei 120°C.
Jede Zelle wurde mit 100 g Natrium beladen, was 260% der
zur Entladung der Kathode notwendigen Menge entspricht.
Zwei Zellen wurden ohne Gettermagesium hergestellt und die
verbleibenden fünf Zellen wurden mit 1,5 g dieses
Gettermagnesiums, das pulverförmig in die Anoden-Räume
hineingegeben wurde, zusammengebaut, wobei ihre Röhren mit
Bleiacetat auf der Anodenseite überzogen waren.
Die Zellen wurden Beladungs-/Entladungszyklen bei einem
Beladungsstrom von 300 mA/cm2 und einem Entladungsstrom
von 500 mA/cm2 bei 16 Zyklen pro Tag ausgesetzt.
Von den Zellen, die auf ihren Röhren Bleiacetatüberzuge
enthielten, versagten drei Zellröhren nach etwa 125 Zyklen,
eine Zellröhre nach etwa 300 Zyklen und eine Zelle versagte
sofort, jedoch nicht wegen eines Röhrenversagens, sondern
wegen eines Kurzschlusses ihrer Anschlüsse.
Die Zellen ohne Gettermagnesium versagten beide nach etwa 70
bis 100 Zyklen.
Von den verbleibenden fünf Zellen, d.h. die Zellen, die
sowohl Magnesium als Getterpulver in ihren Anoden-Räumen und
im Natrium ihrer Anoden vorgelöstes Magnesium enthielten,
versagte eine Zellröhre nach etwa 150 Zyklen, und der
Betrieb der übrigen 4 Zellen wurde nach etwa 1425 Zyklen
unterbrochen, ohne daß ein Versagen vorlag.
Diese Ergebnisse zeigen erneut, daß Bleiacetatüberzüge bei
relativ hohen Stromdichten zur Beladung und Entladung einen
ungünstigen Effekt auf die Lebensdauer der Beta-Aluminium
oxidröhren in einer Natrium/Schwefelzelle bewirken, wobei
jedoch die Zellen, die keine noch so geartete Behandlung
aufweisen, ebenfalls gleich geringe Lebensdauern besitzen.
Die Fig. 5 ist eine graphische Darstellung, ähnlich wie die
Fig. 2 bis 4, des mittleren minimalen Zellen-Innenwider
stands für die Gruppe von fünf Zellen, die Magnesiumpulver
in ihren Anoden-Räumen und im Natrium ihrer Anoden
vorgelöstes Magnesium enthält. Die Fig. 5 zeigt, daß
wenigstens während der ersten 1000 Zyklen kein zunehmender
Anstieg des Innenwiderstands der Zelle stattfindet. Wenn die
Beladungs-/Entladungszyklen unterbrochen wurden, war der
Innenwiderstand der Zelle nur geringfügig höher als zu
Beginn des Betriebs.
Vier Zellen wurden in weitestgehend gleicher Art wie in den
Beispielen 1 bis 4 hergestellt, jedoch mit einem
unterschiedlichen Kathodenmaterial, nämlich Ni/NiCl2.
Ni/NiCl2 lag in einer Kathode vor, die aus einer
elektrisch leitfähigen, elektrolytdurchlässigen, porösen
Nickelkathodenmatrix bestand, in der im voll beladenen
Zustand der Zelle NiCl2 zusammen mit festem NaCl2
verteilt war. Die Matrix war auch mit stöchiometrisch
exaktem NaAlCl4 gesättigt, d.h. einem Salzschmelzelektro
lyten aus NaCl und AlCl3 in einem 50:50 Molverhältnis.
Solche Kathoden reagieren beim Entladen der Zellen mit der
Umsetzung von NiCl2 zu Ni unter Bildung von NaCl.
Die Zellen verfügten über im Inneren ihrer Beta-Aluminium
oxidröhren angeordnete Kathoden, wobei die Röhren aus einem
qualitätsmäßig dem Alcoa Alpha-Aluminiumoxid aus Beispiel 4
entsprechenden Rohmaterial (ähnliche Gehalte an Verunreini
gungen) hergestellt worden waren und eine Länge von 160 mm,
einen äußeren Durchmesser von 33 mm und eine Wanddicke von
1,6 mm aufwiesen. Das Anodennatrium war an der Außenseite
der Röhren angeordnet.
In jedem Fall waren die Natriumanoden mit 1,5 g
Magnesiumpulver des in den Beispielen 1 bis 4 verwendeten
Typs dotiert. Vor der Montage der Zelle enthielt das Natrium
Magnesium bereits bis zur Löslichkeitsgrenze gelöst, d.h.
bis zur Sättigung bei 150°C. Diese Zellen wurden bei einer
Nenntemperatur von 270°C betrieben, d.h. 245 bis 295°C und
enthielten im beladenen Zustand etwa 100 g Natrium in ihren
Anoden. Die Natriummenge im voll beladenen Zustand war 240%
der zur Entladung der Kathode notwendigen Menge.
Die Zellen wurden dann mit 16 Zyklen pro Tag bei einer
Beladungsstromdichte von 300 mA/cm2 und einer
Entladungsstromdichte von 400 mA/cm2 betrieben. Alle
Zellen überlebten 575 Beladungs-/Entladungszyklen und für
Vergleichszwecke wurde der Zellinnenwiderstand bei einer
geringen Stromdichte gemessen, d.h. bei etwa 15 mA/cm2
(1,5 A) Beladungsstrom und bei etwa 50 mA/cm2 (5 A)
Entladungsstrom während des 10. und des 575. Beladungs-/
Entladungszyklus. Diese Messungen, die den Verlauf der
Zellspannung in Volt gegen die Entladungskapazität in Ah für
die besagten Zellzyklen zeigen, sind in Fig. 6 dargestellt.
Aus Fig. 6 wird deutlich, daß kein signifikanter Anstieg
des Innenwiderstands der Zelle zwischen dem 10. und dem 575.
Zyklus und kein frühes Zellversagen stattfindet.
Dieses Beispiel zeigt weiterhin, daß die Verwendung von
Magnesium den Anstieg des Innenwiderstands an der
Natrium/Beta-Aluminiumoxidgrenzfläche verhindert und auch,
daß keine nachteilige Wirkung auf die Lebensdauer des
Beta-Aluminiumoxids bei einer geringeren Betriebstemperatur
vorliegt. Wäre in diesem Fall Bleiacetat als Überzug für das
Beta-Aluminiumoxid verwendet worden, wäre die Lebensdauer
des Beta-Aluminiumoxids typischerweise geringer als 300
Zyklen gewesen, und wäre, wie in Beispiel 2, kein Magnesium
im Natrium der Elektrode verwendet worden, wäre der
Widerstand typischerweise nach 300 Zyklen bis zu 50%
angestiegen. In Beispiel 5 ist jedoch kein signifikanter
Anstieg des Widerstands nach 575 Zyklen zu sehen.
Die Beispiele zeigen also, daß die Verwendung von Magnesium
in Natriumanoden keine nachteilige Wirkung auf die
Lebensdauer der verwendeten Beta-Aluminiumoxidröhren hat und
daß im Gegenteil die Röhrenlebensdauer durch die Verwendung
von im Natrium der Anoden vorgelöstem Magnesium erhöht zu
werden scheint. Weiterhin ist es vorteilhafter, Magnesium im
Natrium der Anode bereits zu lösen, bevor dieses in die
Zelle gefüllt wird, als sich auf das bloße Hinzufügen des
Magnesiumpulvers zu verlassen, um dadurch zu gewährleisten,
daß vom Beginn des Betriebs an eine gesättigte
Magnesiumlösung im Natrium vorliegt.
Bevor die Beladungs-/Entladungszyklen begonnen wurden, wurde
die Zelle etwa 12 Stunden lang bei der Betriebstemperatur
gehalten (äquilibriert). Diese Maßnahme kann zu einer
verlängerten Lebensdauer der Zelle beitragen, indem sie dem
Magnesium ermöglicht, der Getterwirkung bereits vor
Betriebsaufnahme der Zelle nachzukommen.
Demnach sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung ein
Verfahren, dem zunehmenden Anstieg des Innenwiderstandes
einer elektrochemischen Hochtemperatur-Sekundärenergiespei
cherzelle entgegenzuwirken, die als aktive Anodensubstanz
geschmolzenes Natrium, welches elektrochemisch mit einer
aktiven Kathodensubstanz gekoppelt ist, und davon durch
einen Beta-Aluminiumoxidelektrolytseparator getrennt ist,
indem man Magnesium in dem Natriumanodenmaterial zur Bildung
einer, vorzugsweise gesättigten, Lösung davon im Natrium
löst sowie als Mittel zur Durchführung dieses Verfahrens
eine Anoden-Unteranordnung zur elektrochemischen Koppelung
mit einer aktiven Kathodensubstanz unter Bildung einer
elektrochemischen Hochtemperatur-Sekundärenergiespeicher
zelle, deren Unteranordnung Natrium als aktive
Anodensubstanz, die bei der Betriebstemperatur dieser Zelle
geschmolzen ist, und einen Beta-Aluminiumoxid-Festelek
trolytseparator in Kontakt mit dem Natrium zur Trennung des
Natriums in der Zelle von dieser aktiven Kathodensubstanz
enthält, wobei wiederum das geschmolzene Natrium der Anode
Magnesium gelöst unter Bildung einer, vorzugsweise
gesättigten, Lösung enthält sowie als weiteres Mittel zur
Durchführung des Verfahrens eine elektrochemische
Hochtemperatur-Sekundärenergiespeicherzelle, enthaltend
Natrium als aktive Anodensubstanz, die bei der Betriebstem
peratur der Zelle geschmolzen ist und elektrochemisch mit
einer aktiven Kathodensubstanz gekoppelt und davon durch
einen Beta-Aluminiumoxid-Festelektrolytseparator getrennt
ist, wobei wiederum das geschmolzene Natrium der Anode
Magnesium gelöst enthält, um eine, vorzugsweise gesättigte,
Lösung im Natrium bereitzustellen, die als Getter für die
Verunreinigungen im Natrium wirkt.
Claims (13)
1. Elektrochemische Hochtemperatur-Sekundärenergiespeicher
zelle (10), enthaltend Natrium (20) als aktive
Anodensubstanz, die bei der Betriebstemperatur der Zelle
geschmolzen ist und elektrochemisch mit einer aktiven
Kathodensubstanz (22) verbunden und davon durch einen
Beta-Aluminiumoxid-Festelektrolytseparator (14) getrennt
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das
geschmolzene Natrium der Anode Magnesium gelöst enthält,
um eine gesättigte Lösung im Natrium bereitzustellen, die
als Getter für Verunreinigungen im Natrium wirkt.
2. Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich
das Natrium der Anode in Kontakt mit festem Magnesium
(24) befindet.
3. Zelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
feste Magnesium ein fein zerteiltes Pulver einer
maximalen Teilchengröße von bis zu 250 µm ist.
4. Zelle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Natriummenge der Kathode im voll
beladenen Zustand mindestens 140 Gew.-% der zur Entladung
der Kathode notwendigen Natriummenge enthält.
5. Anoden-Unteranordnung zur elektrochemischen Verbindung
einer aktiven Kathodensubstanz unter Bildung einer
elektrochemischen Hochtemperatur-Sekundärenergiespei
cherzelle (10), deren Unteranordnung Natrium als aktive
Anodensubstanz (20), die bei der Betriebstemperatur
dieser Zelle geschmolzen ist, und einen Beta-Aluminium
oxid-Festelektrolytseparator (14) in Kontakt mit dem
Natrium zur Trennung des Natriums in einer Zelle von
dieser aktiven Kathodensubstanz enthält, dadurch
gekennzeichnet, daß das geschmolzene Natrium der Anode
Magnesium gelöst zur Bildung einer gesättigten Lösung
enthält.
6. Unteranordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Natrium sich in Kontakt mit Magnesium (24) in
fein zerteilter Pulverform mit einer maximalen
Teilchengröße von bis zu 250 µm befindet.
7. Verfahren, dem zunehmenden Anstieg des Innenwiderstands
einer elektrochemischen Hochtemperatur-Sekundärenergie
speicherzelle (10) nach Anspruch 1 entgegenzuwirken, die
als aktive Anodensubstanz (20) geschmolzenes Natrium
enthält, welches elektrochemisch mit einer aktiven
Kathodensubstanz (22) verbunden ist und davon durch einen
Beta-Aluminiumoxid-Elektrolytseparator (14) getrennt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß man Magnesium in dem
Natriumanodenmaterial zur Bildung einer gesättigten
Lösung davon im Natrium löst.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
man dieser gesättigten Lösung festes Magnesium (24)
hinzufügt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
man Magnesium in fein zerteilter Pulverform mit einer
maximalen Teilchengröße von bis zu 250 µm verwendet.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Zelle mit ausreichend
Natrium füllt, so daß sie in ihrem voll beladenen
Zustand wenigstens 140 Gew.-% des elektrochemisch zur
Entladung der aktiven Kathodensubstanz der Zelle
notwendigen Natriums enthält.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß man Magnesium im Natrium zur
Bildung einer gesättigten Lösung löst, bevor das
Natrium in die Zelle gefüllt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnt, daß
man Magnesium im Natrium zur Bildung einer gesättigten
Lösung bei einer Temperatur von wenigstens 120°C löst.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Zelle innerhalb eines
Temperaturbereichs bis zu höchstens 50°C betreibt.
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Legal Events
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