DE3726760A1 - Arbeitsweise und vorrichtung zur herstellung von schuppenfoermig auf einer unterlage angeordneten karten - Google Patents
Arbeitsweise und vorrichtung zur herstellung von schuppenfoermig auf einer unterlage angeordneten kartenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Arbeitsweise und eine
Vorrichtung zur Herstellung von schuppenförmig auf einer
Unterlage angeordneten Karten, die von Folie umhüllt und
umklappbar befestigt sind, wobei eine von einer Haspel ab
gezogene Folienbahn zunächst um eine, etwa in ihrer Längs
mitte verlaufende Linie zusammengelegt wird, sowie eine
Vorrichtung dafür.
Bekannt ist ein Verfahren und eine Einrichtung zur Herstel
lung eines Vorführelementes für fotografische Abzüge mit
einer relativ starren planaren Basis und einer Anzahl von
offenendigen Hüllen, die in versetzter Anordnung gelenkartig
an der Basis angebracht sind. Es handelt sich dabei um Foto
alben, bei denen spaltenweise untereinander, schuppenförmig
gleichformatige Folieneinstecktaschen angeordnet sind, in
die zwei mit den Rücken gegeneinanderliegende Fotografien
einzustecken sind. Dieses bekannte Verfahren benutzt die
nachfolgenden Verfahrensstufen:
- Es wird eine starre planare Basis bereitgestellt, die wenigstens eine Oberfläche zur Anbringung der Hülle auf weist; es wird eine Bahn aus klarem, durch Erwärmung schmelzbarem, synthetischem Kunststoff von unbegrenzter Länge bereitgestellt; die Bahn wird fortschreitend längs ihrer Hauptlängsachse gefaltet, um eine Hülle zu erhalten, die zwei aneinanderstoßende Längskanten aufweist; diese Kanten werden fortschreitend miteinander verschmolzen, um eine abgeflachte Hülle zu erhalten, die zwei in Längs richtung hervorstehende Kanten aufweist; an einer Ober fläche der Hülle in einem Bereich nahe deren Längskante wird ein Streifen eines Klebebandes mit klebefähiger Oberfläche in der Weise angebracht, daß ein in Längs richtung vorstehender klebefähiger Abschnitt dieses Klebebandes seitlich von der Kante wegsteht; fortlaufend wird diese endlose Hülle abgetrennt und die Klebestreifen in im wesentlichen gleichmäßigen Abständen angebracht, um eine Vielzahl von offenendigen Hüllen zu erhalten; es wird eine Einspannvorrichtung bereitgestellt, um die Hüllen in gegenseitigem Abstand in paralleler Ausrichtung zu halten, wobei die seitlich wegstehenden klebefähigen Bereiche des Klebebandes aus dieser Einrichtung hervor stehen; während sich die Hüllen innerhalb der Einspann vorrichtung befinden, wird diese Einspannvorrichtung gegen eine Oberfläche der Basis gedrückt, um dort jeden der seitlich vorstehenden Abschnitte des Klebebandes anzu kleben; die Hüllen werden aus der Einspannvorrichtung her ausgenommen (DE-OS 27 06 236).
Nach diesem bekannten Stand der Technik werden die genannten
Fotoalben hergestellt. Dieses bekannte Herstellungsverfahren
ist verhältnismäßig kompliziert, insbesondere dadurch, daß
dort die "Einlegetaschen" mit Klebebändern versehen sind und
vor dem Befestigen auf der Unterlage in besonderer Weise ge
stapelt werden müssen, dadurch ergeben sich nicht nur Schwie
rigkeiten bei der Fertigung, sondern es sind auch verhältnis
mäßig geringe Fertigungsgeschwindigkeiten nicht zu übertref
fen. Im übrigen besteht der unter gewissen Bedingungen be
deutenswerte Nachteil, daß einzelne Einschiebetaschen nach
träglich mit ihrer Klebung gelöst werden können, oder bei
spielsweise, bei erhöhten sommerlichen oder tropischen Tempe
raturen der Klebstoff des Klebebandes seine Klebkraft ver
liert.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, gewisse Nach
teile der Herstellung dieser bekannten Fotoalben zu vermeiden und eine
Weiterentwicklung durchzuführen, so daß ein- oder beidseitig
bedruckte Karten, von einer transparenten Folie umhüllt,
vorzugsweise herausnehmbar, schuppenförmig übereinanderlie
gend auf einer Unterlage fest angeordnet sind. Die mindestens
einseitig bedruckten Karten enthalten, beispielsweise Schritt
für Schritt durchzuführende Arbeitsanordnungen, Bedienungs
anweisungen, Programmschritte für Computer oder dergleichen,
und sind dementsprechend in vorgegebener Anordnung und Rei
henfolge auf der Unterlage anzubringen.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine gattungsgemäße Arbeits
weise dadurch gekennzeichnet, daß die mit ihrer Breite die
doppelte Höhe der Karten zumindest etwas überragende Folien
bahn zunächst zu einem V-Profil geführt und geformt wird,
anschließend eine oder mehrere als zusammenhängender, be
grenzter Kartonstreifen vorliegende, bedruckte Karten in
die Öffnung des V-Profils der Folienbahn eingelegt werden,
die Folienbahn dann geschlossen und damit beidseitig auf
die Flächen der eingelegten Kartonstreifen aufgelegt wird,
danach das Frontende des von Folie umhüllten Kartonstreifens
in der Breite zumindest einer Karte auf die Unterlage gelegt
und in Kartenbreite abgeschnitten, wobei der bzw. die, die
Kartenhöhe überragenden Folienränder fest auf die Unter
lage gedrückt und mit dieser verbunden werden.
Eine Vorrichtung zum Durchführen dieser Arbeitsweise ist
gekennzeichnet durch eine Haspel für eine aufgewickelte
Folienbahn, eine Führung, die die von der Haspel abgezogene
Folienbahn etwa in ihrer Längsmittel-Linie faltet und zu
einem offenen V-Profil formt, eine Einlegestation für zu
mindest einseitig bedruckte Karten oder mit Karten bedruckte,
endliche Kartonstreifen, die von Kartonbögen abgeschnitten
sind, eine Führung zum Schließen und Anlegen der gefalteten
Folienbahn auf die Oberfläche der Karten bzw. der endlichen
Kartonstreifen, eine Auflege- und Andrückstation zum Ver
binden der die Karten überragenden Ränder der Folienbahn mit
der Unterlage, verbunden mit einem Formatschneider, der die
mit der Unterlage zu verbindenden, mit einer oder mehreren
Karten gefüllte Folienbahn auf Kartenbreite schneidet sowie
einen Vorschub für die Unterlage, der nach jedem Befestigen
einer Karte auf der Unterlage diese mindestens um die Höhe
des Befestigungsfalzes quer zur Vorschubrichtung der Folien
bahn verschiebt.
Die Arbeitsweise und die Vorrichtung nach der Erfindung
bieten den allgemeinen Vorteil, daß verhältnismäßig hohe
Fertigungsgeschwindigkeiten erreicht werden können und daher
die Fertigungszeiten für das Produkt verhältnismäßig gering
sind. Insbesondere ist nach der Erfindung ermöglicht, be
druckte Karten, die aufeinanderfolgende Arbeitsanweisungen
oder beispielsweise Programmschritte enthalten und hinsicht
lich ihres Informationsinhaltes zusammenhängen, in übersicht
licher Anordnung zueinander fest anzubringen, wobei jeweils
ein besonderer Vorteil darin besteht, daß aufgrund der
schuppenförmigen Überdeckung Randbereiche der Karten in je
der Klapplage ständig sichtbar sind und beispielsweise mit
einer Inhaltsangabe, einem Such-Code, Stichworten oder der
gleichen versehen sein können. Die Arbeitsweise und die Vor
richtung nach der Erfindung stellen dabei sicher, daß die
bedruckten Karten, die schon aus wirtschaftlichen Gründen
nicht einzelweise bedruckt werden können, sondern aus je
weils aus bedruckten Bögen herauszuschneiden sind, in der
richtigen Reihenfolge und Anordnung auf dem fertigen Nach
schlagewerk erscheinen bzw. auf der Unterlage befestigt
sind.
Weitere Merkmale der Erfindung und ihre Vorteile sind in
den Patentansprüchen sowie in der nachfolgenden Beschreibung
aufgeführt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbei
spieles mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. In
den Zeichnungen zeigen
Fig. 1 eine perspektivische, schematische Übersicht
einer Vorrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 einen schematischen Schnitt entlang der Linie
II-II der Fig. 1,
Fig. 3 einen schematischen Schnitt entlang der Linie
III-III der Fig. 1,
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV der
Fig. 1,
Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie V der Fig. 1,
Fig. 6 einen Schnitt entlang der Linie VI der Fig. 1,
Fig. 7 eine Seitenansicht der Unterlage mit darauf
schuppenförmig befestigten folienumhüllten
Karten.
Von einer Haspel 1, die auf einer waagerecht angeordneten
Welle 2 drehbar gelagert ist, wird eine Folienbahn 3 abge
zogen und zwischen oberen Falzen 4 und unteren Falzen 5
über ihre gesamte Breite geführt. Die Breite der Folienbahn,
aus transparentem oder klar durchsichtigem Kunststoff, der
wärmeschweißfähig ist, ist etwas größer als die doppelte
Höhe der Karten.
Die Folienbahn 3 wird nach dem Abziehen und der Planführung,
zwischen den Walzen 4 und 5, zwischen Leitblechen 6 und 7 und
zweckmäßig einer auf ihre Längsmittel-Linie wirkenden Kufe 8,
derart geführt, daß sie im Profil V-Form annimmt. Die Leit
bleche 6 und 7 übergreifen dabei die beiden äußeren Ränder
der Folie mit Einbiegungen 9 und 10, um eine genaue Führung,
insbesondere auch hinsichtlich der Kufe 8 auf der Längsmit
tel-Linie der Folie, sicherzustellen. Zwischen der Kufe 8
und dem Knick 11 der Leitflächen findet eine Knickung bzw.
Faltung der Folie 3 entlang ihrer Längsmittel-Linie statt.
Nach dem Verlassen des Formenbereiches A, der durch eine
gestrichelte Linie angedeutet ist, ist die Folie zu einem
nach oben offenen V-Profil geformt und wird in dieser Pro
filform geführt von außen gegen dieses Folienprofil an
liegenden Rollen 12 und 13 sowie von im Randbereich der Folie
anliegenden Gegenrollen 14 und 15. Dabei können diese Rollen
auch angetrieben sein, um die Folienbahn 3 von der Haspel 1 ab
zuziehen. Die Kufe 8 die auf die Längsmittel-Linie, also
auf die Faltung der Folie wirkt, kann bis in den Bereich B
fortgesetzt sein.
In dem Bereich B befindet sich die Einlegestation. Diese
besteht aus einem seitlich der Folienführung angeordneten
Magazin, in dem bedruckte Kartonbögen, beispielsweise im
Format DIN A2, untergebracht sind. Die Kartonbögen sind mit
den "Karten" bedruckt. Der Ausdruck Karten ist hier und im
folgenden Text derart definiert, daß es sich dabei um einen
Druckblock im Kartenformat handelt, der aus Texten und an
deren grafischen Darstellungen besteht und dem auf der Rück
seite ein hinsichtlich des Kartenformates übereinstimmender
Druckblock entspricht. Damit sind die Kartenformate auf den
großen Druckbögen vorgegeben. Auf einem Druckbogen sind
zweckmäßig so viele Karten untergebracht, wie insgesamt auf
einer Unterlage schuppenförmig übereinanderliegend zu be
festigen sind.
In dem Magazin mit den bedruckten Bögen 16 befindet sich eine
hier nicht im einzelnen dargestellte Vereinzelungs- und Zu
führungsvorrichtung, die als solche bekannt ist und üblicher
weise benutzt wird. Sie besteht beispielsweise aus einer
Hebevorrichtung, die den im Magazin befindlichen Block aus
übereinanderliegenden Kartons gleichen Formats nach und nach
anhebt sowie aus einer oberhalb angeordneten Vorrichtung mit
Saugnäpfen, die das oberste Blatt anheben und seitlich von
dem Stapel abschieben sowie aus einer Fördervorrichtung, die
das oberste, abgeschobene Blatt ergreift und in Verschiebe
richtung weiterfördert.
Am Wege dieses Förderers 17 für die Kartonblätter 18 be
findet sich eine Schneidvorrichtung, die hier durch eine
stark gestrichelte Linie 19 angedeutet ist. Diese Schneid
vorrichtung schneidet die einzelnen Kartonblätter in Strei
fen, die der Höhe der Karten entsprechen. Damit sind Karten
streifen abgetrennt, die von dem Förderer 17 einzeln weiter
gefördert werden bis ihre Unterkante oberhalb der Öffnung
des V-Profils der Folienbahn 3 liegt. Beispielsweise durch
ein Leitblech 20 wird die in Führungsrichtung liegende Vor
derkante der Kartenstreifen 21 über das vordere Ende des
Förderers 17 nach unten abgekippt, so daß beim Weiterfördern
der Kartenstreifen in das V-Profil der darunter geführten
Folienbahn 3 hineinfällt, wie das in Fig. 5 dargestellt ist.
Bei der Weiterförderung passiert die Folienbahn mit dem ein
gelegten Kartenstreifen 21 zunächst eine weitere Rollen-
bzw. Walzenanordnung, die die Führung des nach oben offenen
V-Profils der Folienbahn in der Einlegestation B sicherstellt.
Diese Walzen- bzw. Rollenanordnung ist in gleicher Weise
angeordnet, wie diejenige am Einlauf der Einlegestation ent
sprechend Fig. 4. Danach ist eine Walzenanordnung entspre
chend Fig. 6 angeordnet, so daß zwischen den beiden vorge
nannten Walzenanordnungen durch die Walzen 22 und 23, die zu
einander parallel stehen, die beiden hochgeklappten Seiten
der Folienbahn 3 auf die Flächen des Kartenstreifens aufge
legt und angedrückt werden. Aus Fig. 6 ist erkennbar, daß
dabei oberhalb des oberen Randes des Kartenstreifens 21 die
Folienbahn überragt, so daß hier ein Falz entsteht.
Es kann an dieser Stelle oder unmittelbar hinter der Walzen
anordnung nach der Fig. 6 eine Erwärmung der Folienbahn von
beiden Seiten her erfolgen, mit anschließender weiterer An
pressung der Folie auf die Flächen des Kartenstreifens, bei
spielsweise mittels einer Walzenanordnung entsprechend der
Fig. 6. Dadurch wird eine feste Verbindung zwischen Folie
und Kartenstreifen erreicht, die Folie wird gewissermaßen
auf die Kartenflächen aufgeschweißt.
Es kann jedoch auch unmittelbar oberhalb des Kartenstreifens
ein Paar von gegeneinander wirkenden Perforierungsrollen am
Weg der zusammengefalteten Folienbahn 3 angeordnet sein, um
die zusammengelegte Folienbahn an der genannten Stelle leicht
zu perforieren und damit ihre spätere Biegemöglichkeit zu
verbessern. Statt der Perforierungsrollen können hier auch
erwärmte Rollen verwendet werden, die die beiden unmittelbar
aufeinanderliegenden Teile der Folienbahn nahe der Ränder er
wärmen und mit einer eingedrückten Riefe versehen, um eine
Materialschwächung zu erzeugen, die ein Folienscharnier
bildet. Dabei kann gleichzeitig eine Verschweißung der un
mittelbar aufeinanderliegenden Teile der Folienbahn erfolgen,
so daß die Kartonstreifen 21 fest von der Folie umhüllt sind,
ohne daß sie mit dieser unmittelbar verschweißt sind. Dadurch
ist eine spätere Herausnahme der Karten aus den so gebilde
ten Folientaschen bzw. ein Auswechseln der Karten ermöglicht.
In Verbindung mit den Perforierungs- oder Schweißwalzen kann
auch eine Einrichtung vorhanden sein, die zumindest auf der
Länge einer Karte in deren oberen Randbereich einen Eindruck
mit geringer Verformung in der Folie zumindest von einer
Seite her erzeugt. Dadurch wird erreicht, daß zwischen der
letztlich nur locker in dem "Folienschlauch" steckenden
Karte ein Formschluß erzeugt wird, der ein unbeabsichtigtes
Herausrutschen der Karte aus der umhüllenden Folie verhin
dert, jedoch nicht verhindert, daß die Karte aus der Um
hüllung herausgezogen werden kann - unter etwas größerer
Kraftanwendung.
Im Bereich C wird die auch an ihren oberen Rändern zusammen
hängende und die Karten bzw. den Kartenstreifen umhüllende
Folienbahn zunächst wiederum von einem Walzenpaar 22, 23
entsprechend Fig. 6 geführt, das auch angetrieben sein kann,
um die Folienbahn weiterzufördern. Anschließend an dieses
Förderwalzenpaar ist ein Quersupport 24 angeordnet, der
mittels einer fein steuerbaren Antriebsvorrichtung 25, bei
spielsweise in Form eines Hydraulikzylinders auf der Führung
26 quer zur Vorschubrichtung der Folienbahn 3 verstellt wer
den kann. Auf dem Quersupport 24 ist die Unterlage 27 fest
gelegt. Diese Unterlage kann mehrschichtig ausgebildet sein,
wobei die zu oberst liegende Schicht ein Kunststoff ist, der
sich mit dem Kunststoff aus dem die Folienbahn besteht ver
schweißen läßt, entweder durch Einwirkung von Wärme und Druck
oder mittels Hochfrequenzverschweißung.
An dem Support 24 ist weiterhin eine Schneidvorrichtung 28
auf der Einlaufseite der Folienbahn 3 angeordnet, die durch
eine starke gestrichelte Linie angedeutet ist.
Die Folienbahn bewegt sich in Richtung des Pfeiles a, der
Support bewegt sich in Richtung des Pfeiles b und die
Schneidvorrichtung bewegt sich in Richtung des Pfeiles c.
Bei Beginn der Fertigung ist der Support 24 mit der darauf
befestigten Unterlage 27 soweit verschoben, daß das darüber
geförderte Ende der Folienbahn mit seinem unteren Rand etwas
oberhalb des Unterrandes der Unterlage 27 zu liegen kommt.
Ein der Übersichtlichkeit halber hier nicht dargestellter
Haltestempel in Form einer Andruckleiste von etwa der Breite
des oberen Falzes der Folienbahn 3, also desjenigen Berei
ches der Folienbahn, bei dem oberhalb des Kartenstreifens
und der Perforierung bzw. des Folienscharniers die freien
Randbereiche der Folienbahn aufeinanderliegen, wird in
Richtung des Pfeiles d gegen die Unterlagen 27 und damit den
Support 24 gedrückt, so daß das vorgeschobene Ende der Fo
lienbahn bzw. des "Folienschlauches" mit darin befindlichen
Kartenstreifen fest in der erwünschten Lage auf der Unter
lage gehalten ist, so daß in dem Bereich in dem die An
pressung erfolgt, eine Verschweißung der Folienbahn mit der
Unterlage durchgeführt werden kann. Während dieses Schweiß
vorganges oder auch unmittelbar danach wird das mit der
Unterlage verbundene Ende der Folienbahn von der Schneid
vorrichtung 28 abgetrennt, und zwar auf der Kartenbegrenzung,
so daß damit eine bedruckte Karte, von Folie umhüllt, fest
mit der Unterlage verbunden ist. Daran anschließend wird der
Support 24 mit der darauf fest liegenden Unterlage 27 um etwas
mehr als die "Falzbreite" der Folienbahn verschoben. Während
dessen wird die Folienbahn weitergefördert, so daß wiederum
das Ende der Folienbahn in der Breite einer Karte über die
Unterlage gelegt ist. Daraufhin fährt die Andrückleiste in
Richtung des Pfeiles d vor, drückt das Ende der Folienbahn
gegen die Unterlage und es wiederholt sich das vorbeschrie
bene Arbeitspiel des Anschweißens und Abschneidens in Kar
tenbreite. Auf diese Weise werden auf der Unterlage 27 eine
größere Anzahl von folienumhüllten bedruckten Karten schup
penförmig übereinander befestigt, wie das in Seitenansicht
in Fig. 7 dargestellt ist.
An der Trennvorrichtung 28 für die Folienbahn kann außer
dem Trennmesser noch eine Formdrückvorrichtung angeordnet
sein. Mit dieser Formdrückvorrichtung wird die Folie der
Folienbahn nach vollendetem Schnitt auf einer oder beiden
Seiten des Schnittes zumindest an einer vorzugsweise nop
penförmig ausgebildeten Stelle eingedrückt und verformt,
so daß auch hier eine formschlüssige, jedoch zum Lösen über
windbare Verbindung zwischen Folie und Karte entsteht, damit
verhindert ist, daß die Karte ungewollt aus der entstandenen
Folientasche herausruscht, jedoch unter gewollter Überwin
dung des Formschlusses herausgezogen werden kann, beispiels
weise wenn es erwünscht ist, die Karte auszutauschen oder
den Aufdruck auf der Karte zu verändern.
Vorschub- und Bewegungsspiele der Folienbahn, der bedruckten
Kartonbögen und Kartenstreifen sowie der Trenn- und Schweiß
vorrichtungen, werden zweckmäßig gesteuert durch am Weg der
Folienbahn und der Kartenstreifen angeordnete Lichtschran
ken. Es ist dadurch begünstigt und zweckmäßig, daß zur Um
hüllung der Karten bzw. Kartenstreifen eine transparente
bzw. klar durchsichtige Kunststoffolie verwendet wird. Bei
eingelegten Kartenstreifen oder unter Lichtschranken hin
durch bewegten Kartenstreifen erfolgt eine eindeutige Ab
deckung der Lichtschranken, so daß eindeutige und feinfühli
ge Steuersignale zu erhalten sind.
Nach einer anderen Arbeitsweise und Vorrichtung nach der
Erfindung kann statt des Verschweißens der Kunststoffolien
eine Verklebung stattfinden. Dazu wird doppelseitiges Kle
beband verwendet. Um den Befestigungsfalz über den oberen
Kartenrand auszubilden, können durch endloses Zuführen und
Einlegen von doppelseitigem Klebeband zwischen die oberhalb
des Kartenrandes freien Ränder der Folienbahn 3 diese mit
einander verklebt werden. Die Verklebung erfolgt auch ober
halb der Perforierung, die oberhalb des oberen Kartenrandes
angeordnet ist, um ein Umklappen der auf der Unterlage be
festigten Karten zu begünstigen.
Weiterhin bzw. wahlweise kann unmittelbar vor der Auflege-
und Andruckstation 25 bis 28 und damit unmittelbar vor der
Trennvorrichtung 28 oder dem Formatschneider ein doppel
seitiges Klebeband zugeführt werden. Dieses doppelseitige
Klebeband wird von unten her gegen den den oberen Kartenrand
überragenden Falz der Folienbahn gelegt und angedrückt bzw.
angeheftet. Nach dem Auflegen des Endes der Folienbahn 3
auf die Unterlage 27 erfolgt in schon beschriebener Weise
das Andrücken des Falzes mittels der Andruckschiene oder
auch mittels einer Andruckwalze, die den Falz vorzugsweise
in Längsrichtung des Falzes überrollt, so daß eine sichere
Verklebung und Verbindung des Falzes mit der Unterlage er
reicht wird, wobei die Perforierung oder Materialschwächung
unmittelbar oberhalb des oberen Kartenrandes zum Begünsti
gen des Umlegens der Karte von der Verklebung frei bleibt.
Es ist erkennbar, daß mit einer Arbeitsweise und Vorrichtung
nach der Erfindung nicht nur sehr viel schneller und siche
rer gearbeitet werden kann, als das nach dem bisher bekann
ten Stand der Technik möglich war, sondern es ist auch mög
lich, durch einfaches Verstellen der einzelnen Führungen
usw. an der Vorrichtung diese für die Verarbeitung anderer
Kartenformate einzurichten, ohne daß dabei zusätzliche Maß
nahmen erforderlich sind. Selbstverständlich besteht auch
die Möglichkeit, die Abstände in denen die Falze der
einzelnen Karten auf der Unterlage 27 befestigt sind, in
weiten Grenzen unterschiedlich einzurichten, um so eine
Anpassung an den Aufdruck der Karten und damit den bei
schuppenförmiger Übereinanderlage der Karten sichtbaren
Bereich zu variieren, und so den Überblick im jeweiligen
Verwendungs- oder Einsatzzweck anzupassen.
Claims (22)
1. Arbeitsweise zur Herstellung von schuppenförmig auf einer
Unterlage angeordneten Karten, die von Folie umhüllt und
umklappbar befestigt sind, wobei eine von einer Haspel
abgezogene Folienbahn zunächst um eine, etwa in ihrer
Längsmitte verlaufende Linie zusammengelegt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die mit ihrer Breite die doppelte
Höhe der Karten (21) zumindest etwas überragende Folien
bahn (3) zunächst zu einem V-Profil geführt und geformt
wird, anschließend eine oder mehrere als zusammenhängen
der, begrenzter Kartonstreifen (21) vorliegende, be
druckte Karten in die Öffnung des V-Profils der Folien
bahn (3) eingelegt werden, die Folienbahn (3) dann ge
schlossen und damit beidseitig auf die Flächen der ein
gelegten Kartonstreifen (21) aufgelegt wird, danach das
Frontende des von Folie umhüllten Kartonstreifens (21)
in der Breite zumindest einer Karte auf die Unterlage
(27) gelegt und in Kartenbreite abgeschnitten wird, wobei
der bzw. die, die Kartenhöhe überragenden Folienränder
fest auf die Unterlage (27) gedrückt und mit dieser ver
bunden werden.
2. Arbeitsweise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
nach jeder Befestigung einer Karte (3+21) auf der
Unterlage (27) diese mindestens um die Auflagehöhe des
Befestigungsfalzes quer zur Zuförderrichtung des folien
umhüllten Kartonstreifens verschoben wird.
3. Arbeitsweise nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net; daß die Befestigung der überstehenden Folie des
Falzes auf der Unterlage (21) durch Verschweißen erfolgt.
4. Arbeitsweise nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Befestigung der überstehenden Folie auf der
Unterlage (21) und auch die Verbindung der über die
Kartenhöhe überstehenden Folienbereiche miteinander mit
tels Verkleben erfolgt.
5. Arbeitsweise nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Folie (3) vor dem Zuführen zur Unterlage (27) eine
Schweißstation durchläuft, die die Folie mit der Ober
fläche des dazwischenliegenden Kartonstreifens (21) zu
mindest in einzelnen Bereichen fest miteinander ver
schweißt.
6. Arbeitsweise nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Durchlauf
station, in der die Folie (3) in etwa V-Form zusammenge
legt und geführt ist, von Bögen abgeschnittene Karton
streifen (21) auf denen mindestens einseitig Karten ge
druckt sind, in die V-förmig gefaltete Folienbahnen (3)
eingelegt werden.
7. Arbeitsweise nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeich
net, daß an der Einlegstelle für die Kartenstreifen (21)
ein Stapel von Kartonbögen (16) in einem Magazin ange
ordnet ist, mit einer Abnahme- und Vorschubvorrichtung
(17) für den jeweils obersten Bogen (18) sowie einer
Schneidvorrichtung (19), die zwischen dem Magazin und
der Einlegestelle von dem jeweils obersten Bogen einen
Kartonstreifen (21) abschneidet und in die V-förmig ge
faltete Folienbahn (3) einführt.
8. Arbeitsweise nach einem oder mehrern der vorstehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der die Karton
streifenhöhe überragende Bereich der Folie (3) mit einer
Materialschwächung oder Perforierung unmittelbar oberhalb
der Oberkante der Kartonstreifen (21), jedoch unterhalb
des Befestigungs- und Verbindungsbereiches mit der Unter
lage versehen ist.
9. Arbeitsweise nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach
der Einlegestation für die Kartonstreifen (21) eine Sta
tion vorgesehen ist, an der der Bereich der Folie (3), der
die Kartonstreifenhöhe überragt, zusammengeschweißt oder
-geklebt wird.
10. Arbeitsweise nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vor
dem endgültigen Zuführen der mit den Kartonstreifen (21)
gefüllten und diese umfassenden Folienbahn (3) an min
destens einer der Längsseiten des eingelegten Karton
streifens im Bereich eines späteren Abschnittes mindes
tens eine Einprägung oder ein Schweißpunkt angeordnet
werden, um die in dem Abschnitt liegende Karte gegen ein
unbeabsichtigtes Verschieben zu sichern.
11. Arbeitsweise nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Stelle der Einprägung oder des Schweißpunktes
der Längsrand des Kartonstreifens (21) mit einer freien
Einkerbung versehen ist.
12. Arbeitsweise nach Anspruch 1 und/oder mehreren der vor
stehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim Ab
schneiden des von Folie umhüllten Kartonstreifens (21)
im Kartenformat der Schneidvorgang derart ausgeführt
wird, daß zumindest eine der Folienkanten an der Schnitt
stelle sich nach innen gegen den Kartenrand hin umlegt
oder einbiegt.
13. Vorrichtung zum Durchführen der Arbeitsweise nach einem
oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, gekennzeich
net durch eine Haspel (1) für eine aufgewickelte Folien
bahn (3), eine Führung (6, 7, 8), die die von der Haspel
abgezogene Folienbahn (3) etwa in ihrer Längsmittel-
Linie faltet und zu einem offenen V-Profil formt, eine
Einlegestation (17-20) für zumindest einseitig be
druckte Karten oder mit Karten bedruckte, endliche Kar
tonstreifen (21), die von Kartonbögen (18) abgeschnitten
sind, eine Führung (22, 23) zum Schließen und Anlegen
der gefalteten Folienbahn (3) auf die Oberflächen der
Karten bzw. endlichen Kartonstreifen (21), eine Auflege-
und Andruckstation (25-28) zum Verbinden der die Karten
überragenden Ränder der Folienbahn (21) mit der Unter
lage (27), verbunden mit einem Formatschneider (28),
der die mit der Unterlage (27) zu verbindende, mit
einer oder mehreren Karten gefüllte Folienbahn (3) auf
Kartenbreite schneidet sowie einem Vorschub (24-26) für
die Unterlage (27), der nach jedem Befestigen einer
Karte auf der Unterlage diese mindestens um die Höhe
des Befestigungsfalzes quer zur Vorschubrichtung der
Folienbahn (3) verschiebt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Folienbahn (3) beim Ablauf von der Haspel (1)
durch einen haspelachsparallelen Schlitz (4, 5) hin
durchgleitet, von zumindest einer in ihrer Faltlinie
liegenden inneren Führung (8), der eine äußere und in
nere Faltvorrichtung (6, 7; 9, 10) angeschlossen sein
kann, sowie von äußeren, hochstellenden Führungen (12-15),
die auf die Außenflächen und insbesondere die Längskan
ten wirken, zum V-Profil geformt wird.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die äußeren Faltvorrichtungen aus Formblechen (6, 7)
bestehen.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kantenführungen aus Formschienen (9, 10) und/
oder Rollen (14, 15) bzw. Walzen bestehen.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlegesta
tion ein Stapelmagazin (16) aufweist mit einer Abhebe-
und Vereinzelungsvorrichtung für den jeweils obersten
Kartonbogen (18) im Stapel sowie eine Fördervorrichtung
(17) zwischen Stapelmagazin und der Führung für die
Folienbahn (3) an der ein Streifenschneider (19) mit Vor
schub und Anschlag angeordnet ist sowie eine Abwurf-
Führung (20) für die vom Bogen (18) abgeschnittenen
Kartenstreifen (21) die in dem nach oben offenen V-Pro
fil, gebildet durch die Folienbahn (3), mündet.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß anschließend an
die Einlegestation innere und äußere Führungen (12-15;
22, 23) angeordnet sind, die die Folienbahn (3) um den
Kartenstreifen (21) schließen und an dessen Flächen an
legen.
19. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß anschließend an
die inneren und äußeren Führungen (22, 23) von beiden
Seiten wirkende Perforationsrollen unmittelbar oberhalb
der Oberkante des Kartenstreifens (21) längsweise die
Folienbahn (3) perforieren.
20. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß anschließend an
die inneren und äußeren Führungen (22, 23) von beiden
Seiten wirkende, gegebenenfalls beheizte Rollen unmit
telbar oberhalb der Oberkante des Kartenstreifens (21)
längsweise die Folienbahn (3) mit einer Materialver
dünnung versehen und gegebenenfalls verschweißen.
21. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende der
Folienbahnführung ein Quersupport (24) angeordnet ist
mit Aufnahmehalterung für die Unterlage (27), schritt
weise einstellbarem Quervorschub (25, 26) sowie einer
über dem Weg des den Kartenstreifen (21) überragenden
Folienfalz angeordneten Andruckschiene, die als Schweiß
schiene ausgebildet sein kann.
22. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Quer
support (24) im Wege der Folienbahn (3) eine Schneid-
oder Kappeinrichtung (28) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873726760 DE3726760A1 (de) | 1987-08-12 | 1987-08-12 | Arbeitsweise und vorrichtung zur herstellung von schuppenfoermig auf einer unterlage angeordneten karten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873726760 DE3726760A1 (de) | 1987-08-12 | 1987-08-12 | Arbeitsweise und vorrichtung zur herstellung von schuppenfoermig auf einer unterlage angeordneten karten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3726760A1 true DE3726760A1 (de) | 1989-02-23 |
Family
ID=6333553
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873726760 Withdrawn DE3726760A1 (de) | 1987-08-12 | 1987-08-12 | Arbeitsweise und vorrichtung zur herstellung von schuppenfoermig auf einer unterlage angeordneten karten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3726760A1 (de) |
Citations (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE802564C (de) * | 1949-07-13 | 1951-02-15 | Kurt Koerber & Co K G | Verfahren und Maschine zum Verpacken von Zigaretten und aehnlichem Gut |
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-
1987
- 1987-08-12 DE DE19873726760 patent/DE3726760A1/de not_active Withdrawn
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