DE3726749A1 - Videorecorder mit standard- und langzeitbetrieb - Google Patents
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Description
Bei Videorecordern nach dem VHS-System werden mit einem ro
tierendem Kopfrad mit zwei Videoköpfen nacheinander Halbbilder
jeweils auf Schrägspuren eines Magnetbandes aufgezeichnet.
Die Aufzeichnung erfolgt dabei so, daß jeweils einer
Zeile zugeordnete Spurabschnitte benachbarter Schrägspuren
unmittelbar nebeneinander liegen. Die Zeilensynchronimpulse
des aufgezeichneten Signals liegen also auf dem Magnetband
auf Geraden, die sich quer zur Spurrichtung erstrecken. Diese
Art der Aufzeichnung hat den Vorteil, daß eine Korrelation
zwischen benachbarten Schrägspuren vorliegt und insbesondere
bei einem Suchlauf, bei dem der Kopf während einer
Schrägspurabtastung verschiedene Schrägspuren kreuzt, beim
Übergang von einer Schrägspur zur anderen die Zeilensynchron
impulse an derselben Stelle liegen und praktisch dieselben
Bildpunkte des Bildes abgetastet werden.
Es sind auch Videorecorder bekannt, die zusätzlich zu dem
sogenannten Standardbetrieb einen Langzeitbetrieb ermöglichen.
Bei dem Langzeitbetrieb erfolgt die Aufzeichnung mit
einem zweiten Paar von Videoköpfen, deren Spaltbreite, d. h. Aus
dehnung des Spaltes quer zur Richtung der Feldlinien und
quer zur Spurrichtung entsprechend der Spurbreite (z. B. 20 µ),
etwa die Hälfte der bei Standardbetrieb ist. Außerdem
ist die Längsgeschwindigkeit des Magnetbandes halbiert.
Durch diese Lösung kann die Spieldauer durch Halbierung der
Spurbreite verdoppelt werden. Bei einem derartigen Langzeit
betrieb ist, bedingt durch die Geometrie der Aufzeichnung
und die Konstruktion der Kopftrommel, die genannte Voraussetzung
der Ausrichtung der Zeilensynchronimpulse auf dem Band
nicht mehr gegeben. Vielmehr die jeweils einer Zeile
zugeordneten Spurabschnitte nebeneinanderliegender Schrägspuren
um etwa 0,75 H gegeneinander versetzt, wobei H die Zeilendauer
bezeichnet. Durch diesen Versatz entstehen bei der
Wiedergabe Schwierigkeiten in der Bildsynchronisation bei
Sonderbetriebsarten wie z. B. Suchlauf. Es sind daher bei der
Wiedergabe zusätzliche Schaltungen notwendig, um die durch
den Versatz entstehenden Nachteile ausgleichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bei dem be
schriebenen Langzeitbetrieb durch den Versatz der Spurab
schnitte bei der Wiedergabe an sich auftretenden Nachteile
hinsichtlich der Bildsynchronisation und des Übersprechens
mit vereinfachten Mitteln zu beseitigen.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebenen Erfin
dung gelöst. Vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sind
in den Unteransprüchen beschrieben.
Bei der Erfindung wird also bereits bei der Aufnahme durch
eine elektronische Signalverzögerung erreicht, daß der zu
den Störungen und dem erhöhten Schaltungsaufwand führende
Versatz der Zeilen auf dem Band nicht mehr auftritt und die
den Zeilen zugeordneten Spurabschnitte wie bei Standardbe
trieb unmittelbar nebeneinander liegen. Es hat sich gezeigt,
daß der Schaltungsaufwand dafür wesentlich geringer ist als
der bisher benötigte Schaltungsaufwand bei der Wiedergabe,
der die durch den Versatz auftretenden Nachteile beseitigen
soll. Es werden also die an sich bei Standardbetrieb vorhandene
Verhältnisse hergestellt, so daß die bislang bei der
Wiedergabe auftretenden Schwierigkeiten entfallen. Dadurch
wird bei Langzeitbetrieb ein geringeres Übersprechen für die
Farbsignale erreicht und eine Beseitigung des Übersprechens
durch Kammfilter ermöglicht. Die bislang aufgetretenen
Schwierigkeiten bei der Bildsynchronisierung werden vermieden.
Durch die erreichte Ausrichtung der Zeilensynchronimpulse
sind auch Sonderbetriebsarten wie Suchlauf mit Kreuzung
der Spuren ohne die bislang bei Langzeitbetrieb auftretenden
Störungen möglich.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht im wesentlichen aus drei
Schritten.
Durch die Verzögerung des gesamten Signals bei der Auf
nahme wird zunächst erreicht, daß wie bei Standardbetrieb
die Zeilensynchronimpulse nebeneinander liegen,
die Zeilen also ausgerichtet sind. Dadurch ergeben sich
zunächst die Vorteile hinsichtlich Übersprechen, Bild
synchronisierung bei Sonderbetriebsarten und dgl.
Jeweils beim Abtasten einer Zeile entsteht zwangsläufig
ein Übersprechen aus den beiden benachbarten Spuren.
Die Signalverzögerung bei der Aufnahme kann jetzt so
erfolgen, daß dieses Übersprechen weitestgehend symmetrisch
ist. Das bedeutet, daß die beim Lesen einer Zeile
durch Übersprechen gleichzeitig gelesenen beiden
Nachbarzeilen von der gelesenen Zeile möglichst gleichen
Abstand haben. Im Idealfall stammt das Übersprechen
aus den beiden Nachbarzeilen aus etwa derselben
Zeile des gesamten Bildes.
Die Signalverzögerung bei der Aufnahme kann zusätzlich
so erfolgen, daß die aufgezeichneten Farbträger jeweils
in nebeneinanderliegenden Spurabschnitten gleiche PAL-
Schaltphasen haben. Dann findet jeweils ein Kopf beim
Überstreichen verschiedener Schrägspuren wegen der Aus
richtung der Zeilensynchronimpulse und der gleichen
Schaltphase des Farbträgers etwa gleiche Verhätlnisse
vor. Dadurch kann erreicht werden, daß auch ein Such
lauf, bei dem zwangsläufig mehrere Schrägspuren gekreuzt
werden, mit einwandfreier Farbwiedergabe er
folgt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung erläutert.
Darin zeigen
Fig. 1 die Spurabschnitte auf dem Magnetband ohne und
mit Anwendung der Erfindung,
Fig. 2 ein Blockschaltbild zur Erzeugung der
Signalverzögerung bei der Aufnahme,
Fig. 3 ein entsprechendes Blockschaltbild für die
Wiedergabe,
Fig. 4 eine andere Ausführungsform der Schaltung nach
Fig. 2,
Fig. 5 eine anderes Ausführungsform der Schaltung
nach Fig. 3,
Fig. 6 die Lage der Zeilen auf dem Band bei
Langzeitbetrieb ohne Anwendung der Erfindung,
Fig. 7 die Lage der Signale auf dem Band mit Anwendung
der Erfindung und
Fig. 8 eine Weiterbildung der Lösung gemäß Fig. 7.
Fig. 1a zeigt das Magnetband T, auf dem Schrägspuren
Nr. 1-5 geschrieben sind, und zwar für Langzeitbetrieb
bei einem VHS-Videorecorder. Die jeweils eine Zeile enthaltenden
Spurabschnitte S sind von Schrägspur zur Schrägspur
um 0,75 H gegeneinander versetzt, wobei H die Zeilendauer
bzw. Zeilenlänge ist. Die Zeilensynchronimpulse Z sind durch
die quer zur Spurrichtung gerichteten Striche angedeutet. Es
ist ersichtlich, daß die Zeilensynchronimpulse Z der Signale
benachbarter Schrägspuren nicht nebeneinander liegen. Bei
der Aufnahme wird jetzt das Signal für die Spur Nr. 2 um
0,75 H verzögert, so daß sich seine Lage auf dem Magnetband
T entsprechend diesem Betrag verschiebt. Dadurch wird erreicht,
daß nunmehr die Spurabschnitte S genau nebeneinander
liegen. Entsprechend wird das Signal für die Spur Nr. 3 um
0,75 H, das Signal für die Spur Nr. 4 um 0,25 H und das Signal
für die Spur Nr. 5 ebenso wie das für die Spur Nr.1
gar nicht verzögert.
Fig. 1b zeigt das Ergebnis der Signalverzögerung gemäß
Fig. 1. Die Spurabschnitte S liegen jetzt in erwünschter Weise
wie bei Normalbetrieb mit Ausrichtung der Zeilensynchron
impulse nebeneinander.
In Fig. 2 wird das FBAS-Signal dem Signalprozessor 6 zugeführt.
Dieser liefert das Leuchtdichtesignal Y, den Farbträger
F und die Schaltspannung Us. Y wird in der steuerbaren
Verzögerungsstufe 7 verzögert, deren Verzögerungszeit durch
die Schaltpannung Us entsprechend Fig. 1a von Spur zur
Spur, d. h. von Halbbild zu Halbbild, umgeschaltet wird. Das
so zeitlich verschobene Leuchtdichtesignal Y wird in dem FM-
Modulator 8 dem Bildträger BT aufmoduliert. Der dadurch ge
wonnene, mit Y in der Frequenz modulierte Bildträger BT ge
langt auf die Addierstufe 9. Der Farbträger F wird in dem
Frequenzumsetzer 10 von der Frequenz f 1=4,43 MHz auf die
Frequenz f 2=627 kHz umgesetzt. Der dadurch gewonnene, in
der Frequenz herabgesetzte modifizierte Farbträger Fm gelang
auf die Verzögerungsstufe 11, die in der gleichen Weise
wie die Verzögerungsstufe 7 gesteuert ist und von dort
auf die Addierstufe 9. Die Verzögerungsstufe 7 hat eine Band
breite von 3 MHz für das Signal Y und ist vorzugsweise als
CCD-Speicher ausgebildet. Die Verzögerungsstufe 11 kann eine
geringere Bandbreite von 0,5-1 MHz haben und auch als Ul
traschallverzögerungsleitung ausgebildet sein. Das Ausgangs
signal BT+Fm am Ausgang der Addierstufe 9, das als ganzes
entsprechend Fig. 1 verzögert ist, wird über den Verstärker
12 den beiden Videoköpfen 13, 14 für die Aufzeichnung zuge
führt.
Die umgeschaltete Verzögerung der beiden Signale Y und Fm
kann auch mit einer gemeinsamen Verzögerungsstufe 15 erfolgen,
die im Wege des Signals BT+Fm liegt und in der gleichen
Weise durch die Schaltpannung Us gesteuert ist. Es ist auch
möglich, eine gemeinsame Verzögerungsstufe 15 im Wege des
FBAS-Signal vor dem Signalprozessor 6 vorzusehen.
In Fig. 3 wird der Bildträger BT mit dem FM-Demulator 16
wieder in das Leuchtdichtesignal Y umgewandelt, das über die
Verzögerungsstufe 7 auf die Addierstufe 17 gelangt. Der modifizierte
Farbträger Fm gelangt über die Verzögerungsstufe 11
auf den Frequenzumsetzer 18, der die Frequenz von Fm wieder
umsetzt von f2=627 kHz in f1=4,43 MHz. Der so wiederge
wonnene Farbträger F wird ebenfalls der Addierstufe 17 zuge
führt, die die Signale FBA, Y und F liefert. Die Verzöge
rungszeiten der Stufen 7, 11 sind durch die Schaltspannung
Us komplementär zu den Verzögerungszeiten in Fig. 2 gesteuert,
und zwar derart, daß die in Fig. 2 eingeführte Verzögerung
durch entsprechende Verzögerung der nicht oder weniger
verzögerten Signale ausgeglichen wird. Das erfolgt nach folgender
Vorschrift:
Die in den einzelnen Halbbildern HB Nr. 1-9 durch die
Schaltung nach Fig. 2 eingeführte Verzögerung bei der Aufnahme
VA entspricht der Vorschrift von Fig. 1a. Die entsprechende
Verzögerung bei der Wiedergabe VW erfolgt durch die Schaltung
gemäß Fig. 3. Es ist ersichtlich, daß die Gesamtverzöge
rungszeit VA+VW bei Aufnahme und Wiedergabe immer die gleiche
ist, nämlich=H. Dadurch wird also die für die Bildwiedergabe
notwendige ursprüngliche Ordnung der Signale wieder
hergestellt, wobei lediglich das Gesamtsignal um eine Zeilendauer
verzögert ist.
Fig. 4 zeigt in vereinfachter Form die Schaltung zur Verzögerung
bei der Aufnahme, wie sie getrennt in den Wegen für Y
und F oder auch im gemeinsamen Weg von FBAS oder BT+Fm vorge
sehen sein kann. Die Verzögerung erfolgt mit dem getakteten
CCD-Speicher 19, der von dem Taktgenerator 20 mit einer Takt
impulsfolge Ut gesteuert ist. Aus dem Signal wird in dem Generator
21 die Schaltspannung Us gewonnen. Diese ändert von
Halbbild zu Halbbild die Frequenz der Taktimpulsfolge Ut so,
daß in dem CCD-Speicher 19 die erforderlichen Verzögerungs
zeiten V wirksam werden. Dabei gilt folgende Tabelle:
| V | |
| Ut | |
| 0,25 H|17,6 MHz | |
| 0,5 H | 8,8 MHz |
| 0,75 H | 5,866 MHz |
| 1 H | 4,4 MHz |
Die einzelnen notwendigen Verzögerungszeiten V werden also
durch unterschiedliche Frequenzen der Taktimpulsfolge Ut erreicht.
In den Zeiten, in denen das Signal nicht verzögert
werden soll, sind die beiden Schalter 22, 23 in die untere
Stellung umgelegt, so daß das Signal ohne Verzögerung die
Schaltung durchläuft.
Fig. 5 zeigt die entsprechende Schaltung für die Wiedergabe,
mit der die in Fig. 4 eingeführten Verzögerungszeiten durch
komplementäre Verzögerung der Signale wieder rückgängig gemacht
werden. In dem dargestellten Beispiel wird die direkte
Durchschaltung mit den Schaltern 22, 23 nicht benötigt, weil
gemäß der obigen Tabelle für VW bei der Wiedergabe ständig
eine Verzögerung erforderlich ist.
Fig. 6 zeigt die Anordnung der einzelnen Zeilen auf dem Magnetband
während der Vertikalaustastzeit. Die nach oben ge
richteten Pfeile zeigen dabei die positive PAL-Schaltphase
und die nach unten gerichteten Pfeile die negative PAL-
Schaltphase an. Es ist ersichtlich, daß wie in Fig. 1 die
Zeilen von Halbbild zu Halbbild um 0,75 H gegeneinander versetzt
auf dem Magnetband aufgezeichnet sind.
Fig. 7 zeigt Signalanordnung gemäß Fig. 6 nach Einfügung der
Verzögerungszeit V gemeinsam für die Signale Y und F. Die
Signale haben jetzt auf dem Magnetband die ausgerichtete Lage
gemäß Fig. 1b.
Anhand der Fig. 7b wird die genannte Übersprechsymmetrie erläutert.
Fig. 7b zeigt die einzelnen Zeilen eines Bildes,
wie sie entsprechend dem Zeilensprung auf dem Bildschirm ge
schrieben werden. Die Punkte bei einer Zeile deuten jeweils
die gerade gelesene Zeile an. Die von den Punkten ausgehenden
Halbkreise sind mit ihren Pfeilen auf die Zeilen gerichtet,
die beim Lesen der mit dem Punkt markierten Zeile durch
übersprechen gemäß der Anordnung nach Fig. 7a ebenfalls gelesen
werden. Wenn z. B. im Halbbild HB Nr. 8 die Zeile Nr. 326
gelesen wird, so werden durch Übersprechen gleichzeitig die
Zeilen Nr. 12 und 14 gelesen. Damit dieses Übersprechen im
Bild möglichst wenig sichtbar wird, ist es vorteilhaft, daß
die beiden durch Übersprechen gelesenen Zeilen von der
eigentlichen gelesenen Zeile möglichst gleichen Abstand haben.
Die Forderung läßt sich durch eine entsprechende Signalverzögerung
um jeweils ein ganzzahliges Vielfaches einer Zeilen
dauer H erreichen. Fig. 7b zeigt, daß durch das Übersprechen
auch Zeilen gelesen werden, die eine andere PAL-Schaltphase
haben als die an sich gelesene Zeile, wie durch die entgegen
gesetzt gerichteten Pfeile für unmittelbar und durch Über
sprechen gelesenen Zeilen in Fig. 7b dargestellt ist.
Fig. 8 zeigt eine Lösung, bei der für das Übersprechen jeweils
gleiche Schaltphase hergestellt wird. Gemäß Fig. 8a
wird das Farbsignal F jedes zweiten Halbbildes, in Fig. 8a
der Halbbilder Nr. 1, 3, 5, 7, 9, zusätzlich um eine Zeilendauer
H verzögert, dargestellt durch V (F). Dadurch wird erreicht,
daß die PAL-Schaltphase nunmehr in nebeneinanderliegenden
Spurabschnitten immer gleich ist. Dadurch wird eine
weitere Verbesserung bei der Wiedergabe erreicht und insbesondere
ein Suchlauf mit Farbwiedergabe ermöglicht. Fig. 8b
zeigt wieder, welche Zeilen beim Lesen einer Zeile durch
Übersprechen zusätzlich gelesen werden. Wenn z. B. im Halb
bild HB Nr. 3 die Zeile Nr. 11 gelesen wird, werden durch
Übersprechen außerdem die Zeilen Nr. 324 und 325 gelesen. Es
ist ersichtlich, daß in allen Fällen die durch Übersprechen
gelesenen Zeilen gleiche PAL-Schaltphase haben, wie durch
die Pfeile angedeutet. Bei der Wiedergabe muß auch diese Si
gnalverzögerung gemäß Fig. 8a wieder aufgehoben werden, damit
entsprechend der Norm die Umschaltung der PAL-Schaltphase
kontinuierlich über alle Bilder hinweg durchläuft und
kein Sprung in dem Wechsel der PAL-Schaltphase auftritt.
Für die von Halbbild zu Halbbild unterschiedliche Verzögerung
des Signals kann es erforderlich sein, innerhalb eines
Ablaufes von vier Halbbildern, also zwei vollständigen Bildern,
ein bestimmtes Halbbild zu erkennen, um die Verzögerung
des Signals auf die für dieses Halbbild notwendigen Werte
zu steuern. Diese Erkennung kann auf folgende Weise erfolgen.
Beim PAL-Farbfernsehsignal ist das Farbsynchronsignal
während der Vertikalaustastlücke ausgetastet und beginnt danach
immer mit derselben Phase. Das erste Farbsynchronsignal
nach der Vertikalaustastlücke liegt dabei in vier aufeinan
derfolgenden Halbbildern in Zeilen verschiedener Ordnungszahl,
z. B. in den Zeilen Nr. 320, 7, 319, 6 usw. Mit einem
von Vertikalsynchronimpuls gestarteten Zähler für die Zeilen
und einer Selektivschaltung zur Auswertung des Farbsynchron
signals kann nun festgestellt werden, in welcher Zeile, z. B.
Nr. 320 oder 7, das erste Farbsynchronsignal nach der Aus
tastzeit auftritt. Aus dieser Zuordnung zwischen dem ersten
Farbsynchronsignal und der Ordnungszahl der Zeile kann auf
die jeweilige Ordnungszahl des Halbbildes geschlossen werden.
Die in Fig. 8 beschriebene Verzögerung des PAL-Farbträgers
in jedem zweiten Halbbild zur Herstellung übereinstimmender
PAL-Schaltphasen in nebeneinanderliegenden Spurabschnitten
kann auch durch folgende Maßnahme ersetzt werden: In jedem
zweiten Halbbild wird die Phase des PAL-Farbträgers an der
nicht umgeschalteten Modulationsachse U oder B-Y gespiegelt.
Eine derartige Spiegelung bedeutet eine Umkehr der PAL-
Schaltphase, also in Fig. 8 eine Umkehr der Pfeilrichtung.
Wenn so z. B. in Fig. 8 im HB Nr. 2 alle Zeilen umgekehrt werden,
wird in jeder Zeile die Übereinstimmung der Schaltphase
mit den HB Nr. 1 und 3 hergestellt. Eine derartige Spiegelung
der Phase an der nicht umgeschalteten Modulationsachse
ist möglich mit einem sogenannten Farbträgermodifikator, der
einerseits mit dem modulierten PAL-Farbträger und andererseits
mit einer Bezugsschwingung doppelter Farbträgerfrequenz
und konstanter Phase gespeist wird. Ein derartiger
Farbträgermodifikator ist z. B. in der DE-OS 18 14 879.
Bei Standard- und Langzeit-Betrieb werden beim VHS-System in
der praktischen Ausführung bei Aufnahme beide Videoköpfe parallel
geschaltet und gemeinsam mit dem Signal gespeist. Bei
der erfindungsgemäßen Lösung werden bei Langzeit-Aufnahme
wegen der unterschiedlichen Teilbildverzögerungen die Video
köpfe getrennt und einzeln mit dem Signal gespeist.
Claims (14)
1. Videorecorder mit Standard- und Langzeitbetrieb, bei
dem die Schrägspuren bei Langzeitbetrieb mit verringerter
Bandlängsgeschwindigkeit und Spurbreite geschrieben
werden, dadurch gekennzeichnet, daß bei Langzeitbetrieb
bei der Aufnahme des gesamte Signal um von Halbbild zu
Halbbild derart unterschiedliche Beträge verzögert
wird, daß auf dem Magnetband (T) die Zeilensynchronimpulse
(Z) benachbarter Spuren (S) nebeneinander liegen.
2. Recorder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verzögerung von Halbbild zu Halbbild abwechselnd
0,75 H, 0,5 H, 0,25 H, null, 0,75 H . . . usw. beträgt,
wobei H die Zeilendauer ist.
3. Recorder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
bei der Wiedergabe die bei der Aufnahme vorgenommene
Verzögerung durch eine komplementäre Verzögerung rück
gängig gemacht wird, derart, daß für die Signale aller
Halbbilder die Summe aus der Verzögerung bei der Auf
nahme (VA) und bei der Wiedergabe (VW) konstant (1H)
ist.
4. Recorder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
bei der Wiedergabe das Signal in jedem Halbbild um die
Differenz zwischen einer Zeile und der Verzögerung bei
der Aufnahme verzögert wird.
5. Recorder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das komplette FBAS-Signal verzögert wird.
6. Recorder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Leuchtdichtesignal (Y) und die Farbsignale (F) in
getrennten Wegen (7, 8 bzw. 10, 11) verzögert werden
(Fig. 2).
7. Recorder nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Leuchtdichtesignal (Y) im Basisband vor der FM-
Modulation (8) auf einen Bildträger (BT) verzögert wird
(Fig. 2).
8. Recorder nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der mit dem Leuchtdichtesignal (Y) frequenzmodulierte
Bildträger (BT) verzögert wird.
9. Recorder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verzögerung mit einem CCD-Speicher (19) erfolgt
(Fig. 4, 5).
10. Recorder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verzögerung in allen Halbbildern mit demselben ge
takteten CCD-Speicher (19) erfolgt, dessen wirksame Ver
zögerung durch Umschaltung der Frequenz der steuernden
Taktimpulsfolge (Ut) zwischen den Werten 0, 0,75 H, 0,5
H, 0,25 H, 0 usw. umgeschaltet ist.
11. Recorder nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
Frequenz der Taktimpulsfolge (Ut) derart in Abhän
gigkeit von der Zeilendauer gesteuert ist, daß die
durch den Speicher (19) bewirkte Verzögerung der jeweiligen
tatsächlichen, schwankenden Zeilendauer angepaßt
ist.
12. Recorder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
während jedes zweiten Halbbildes der PAL-Farbträger bei
der Aufnahme um eine Zeilendauer verzögert wird, derart,
daß in nebeneinanderliegenden Spurabschnitten die
aufgezeichneten PAL-Farbträger gleiche Schaltphase haben
(Fig. 8).
13. Recorder nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
anstelle der Verzögerung des PAL-Farbträgers die Phase
des Farbträgers während jedes zweiten Halbbildes mit
einem Farbträgermodifikator an der nicht umgeschalteten
Modulationsachse gespiegelt und somit die PAL-Schalt
phase in jeder Zeile geändert wird.
14. Recorder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Erkennung der Ordnungszahl eines Halbbildes (HB)
innerhalb eines Zyklus von mehreren Halbbildern eine
Schaltung vorgesehen ist, die feststellt, in welcher
Zeile nach der Vertikalaustastzeit das erste Farbsyn
chronsignal nach der Farbsynchronsignal-Austastung er
scheint.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873726749 DE3726749A1 (de) | 1987-08-12 | 1987-08-12 | Videorecorder mit standard- und langzeitbetrieb |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19873726749 DE3726749A1 (de) | 1987-08-12 | 1987-08-12 | Videorecorder mit standard- und langzeitbetrieb |
Publications (1)
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|---|---|
| DE3726749A1 true DE3726749A1 (de) | 1989-02-23 |
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Family Applications (1)
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| DE19873726749 Withdrawn DE3726749A1 (de) | 1987-08-12 | 1987-08-12 | Videorecorder mit standard- und langzeitbetrieb |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE3726749A1 (de) |
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- 1987-08-12 DE DE19873726749 patent/DE3726749A1/de not_active Withdrawn
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