DE3721272A1 - Geraet zur automatischen zuteilung einer desinfizierenden loesung - Google Patents
Geraet zur automatischen zuteilung einer desinfizierenden loesungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur
automatischen Zuteilung einer desinfizierenden Lösung in die
Ablaufleitung eines sanitären oder ähnlichen Sammelbeckens,
wie etwa Waschbecken, Badewannen, WC-Becken, Brunnenbecken
oder ein beliebiges anderes Becken zur Abführung von Abwäs
sern, insbesondere im Bereich von Krankenhäusern, von Analy
senlabors und anderen Einrichtungen sowie in verschiedenen
industriellen Bereichen.
In den Ablaufeinrichtungen stellen die Ablauföffnung ebenso
wie die Überlauföffnung im allgemeinen Quellen für Infektio
nen und der ständigen raschen Zellvermehrung dar. Der syste
matische Durchgang von flüssigen Substanzen aller Art, die
ebenso sehr bakteriologische Reservoire wie Träger sind,
belastet mit saprophitischen und/oder krankheitserregenden
Mikroorganismen, versorgt einen Bereich, dessen Existenz und
Fortbestand eine Gefahr der Wiederinfektion oder der weite
ren zusätzlichen Infektion darstellt, die beim gegenwärtigen
Stand der Technik im Bereich des sanitären Schutzes unüber
windlich ist.
Die sporadische sowie manuelle Anwendung von desinfizieren
den Substanzen wie z.B. das Chlor erweist sich ganz klar als
ungenügend.
Die in den USA durchgeführten wissenschaftlichen Arbeiten
haben den systematischen wiederinfizierenden nosokomialen
Charakter einer Abflußöffnung im Umkreis von etwa einem
Meter klargestellt, wobei sie aufgrund dieser Tatsache sy
stematisch die sich darüber befindliche Ventilgarnitur infi
ziert und verschmutzt, ebenso wie die übrige Kanalisation
oder den Verteiler der sich im Nahbereich der Abflußöffnung
befindet.
Diese hygienische Lücke hat nach Meinung von Spezialisten
ernste und manchmal nicht wiedergutzumachende Konsequenzen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese
Nachteile abzustellen und eine geeignete Lösung zu liefern,
ohne die vorhandenen sanitären Installationen abzuändern.
Die Aufgabe der Erfindung wird bei einem automatischen Ver
teilgerät für eine desinfizierende Lösung, das an der Ein
richtung für den Ablauf an einer Öffnung, an einem Syphon
oder ähnlichem, an einem sanitären oder ähnlichen Sammel
becken anzubringen ist, dadurch gelöst, daß es sich zusammen
setzt aus einer Dosierkammer, die selektiv einerseits mit
dem unter Druck stehenden Bakterizidtank in Verbindung steht
und andererseits mit dem Rohr zu dem zu desinfizierenden
Ablauf, über ein Verteilorgan, das von einem in den Wasser
kreislauf eingeschalteten Unterdruckerzeuger betätigt ist,
der auf Unterschiede im Druck beim Öffnen oder Schließen des
Versorgungshahnes reagiert, um die desinfizierende Lösung in
die Dosierkammer zu lassen und sie anschließend nach dem
Absperren der Flüssigkeitszufuhr durch das Verteilorgan zur
Ablaufeinrichtung zu leiten.
Die vorliegende Erfindung bietet zahlreiche charakteristi
sche Vorteile, von welchen nachstehend die wichtigstens auf
geführt seien:
- - die Konzentration des Mittels (Produkts) wird durch eine verzögerte Einspritzung beibehalten, d.h. nach dem Ablau fen der benutzten Flüssigkeit, z.B. des Wassers;
- - die Dosierkammer garantiert die systematische Abgabe einer genauen Dosis;
- - es sind keine mechanischen Organe anzutreiben: weder Mo tor, noch Dosierpumpe;
- - die Dosierkammer ist im Volumen durch eine einfache Rege lung leicht zu verändern;
- - Sicherheit und Zuverlässigkeit der Steuerung.
Beispiele von bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
sind nachstehend anhand von Zeichnungen näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Gesamtansicht, die ein Beispiel
für den Einbau im Rahmen einer Sanitäreinheit zeigt,
wobei die Versorgung durch eine austauschbare unter
Druck stehende Kartusche oder Druckflasche am erfin
dungsgemäßen automatischen Verteiler geschieht;
Fig. 2 eine Gesamtansicht der erfindungsgemäßen automati
schen Zuteileinrichtung nach der Version von Fig. 1
im Längsschnitt;
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Steuer- und Verteilkopf;
Fig. 4 eine Folge von Schematas, welche die Hauptphasen der
Funktion zeigt: vom Tank für die bakterizide Lösung
ausgehend, Zuführung und Zuteilung durch die Dosier
kammer;
Fig. 5 eine schematische Ansicht im Schnitt, von einer Ver
sion, die aus einem unter Druck stehenden Faß be
schickt wird, das als Tank für die desinfizierende
Lösung dient;
Fig. 6 eine Vergrößerung aus dem Zentrum der Fig. 3.
Wie insbesondere aus Beispiel Fig. 1 der beigefügten Zeich
nungen zeigt, ist das erfindungsgemäße Gerät zur automati
schen Desinfektion einer Ablaufeinrichtung an einem Wasch
becken 1 oder an einer anderen sanitären Sammeleinheit bzw.
an etwas gleichwertigem oder ähnlichem in der Grundversion
über ein tragbares Reservoir 2 versorgt, welches dazu be
stimmt ist, die desinfizierende Lösung aufzunehmen, zum Bei
spiel eine keimtötende Lösung unter dem schwachen Druck
eines neutralen Gases.
Das erfindungsgemäße Desinfizierungsgerät besteht aus folgen
den Organen und Einzelteilen.
Eine Vorrichtung 3 zur Entnahme und Zuteilung der Lösung ist
von einer Betätigungseinheit 4 über einen Flüssigkeitsdurch
lauf zu schalten, z.B. über die Entnahme von Wasser aus dem
städtischen Netz über eine Zulaufleitung 5, die über das
Gerät mit einer Armatur, z.B. einem Hahn 6, und eine hydrau
lische Versorgungsleitung 7 verbunden ist.
Die von der Zulaufleitung 5 zum Desinfiziergerät geleitete
Flüssigkeit, z.B. Wasser unter Druck, durchströmt zuerst
eine Stelle zur Erzeugung von Unterdruck 8 in der Einheit 4
zur Betätigung der Vorrichtung 3 für die Entnahme und Zutei
lung sowie zur Weiterleitung der desinfizierenden Lösung
oder etwas ähnlichem, z.B. etwas keimtötendem, in die Ablauf
leitung 9, was z.B. eine Ablauföffnung 10, ein Siphon oder
ein beliebiges anderes ähnliches Element sein kann, dann
eine innerhalb und dann außerhalb des Gerätekörpers liegende
hydraulische Verbindung.
Das Reservoir 2 ist vorteilhafterweise eine Einwegdruck
flasche 11, die durch mechanische Mittel nach oben gedrückt
wird, wobei diese Mittel aus einer als Griff ausgebildeten
Grundplatte 12 und Spannfedern 13, die über eine doppelte
mechanische Verbindung 14 an den Griff 12 angesetzt sind,
bestehen.
Jede Spannfeder 13 ist mit ihrem oberen Ende an die Schrau
ben 15 zum Festhalten einer Endkappe 16 angehängt, wobei
letztere den Abschluß für die Sitze 17 der Federn 13 dar
stellt.
Die Abschlußkappe 16 umgibt das Ende eines rohrförmigen Ent
nahmedeckels 18 und ist daran befestigt, wobei die Öffnung
des Entnahmedeckels die Druckflasche 11 aufnimmt und stützt.
Die Sitze 17 der Federn könnten ebensogut in Form einer zur
Druckflasche 11 konzentrischen Buchse oder Manschette
(fourreau) ausgeführt sein.
Der Hauptvorteil dieser Buchse betrifft den Schutz der Druck
flasche gegen Stöße oder Durchlöcherungen um ein Platzen zu
vermeiden, was erhebliche Schäden verursachen könnte.
Die Druckflasche 11 ist somit durch Federwirkung dauernd
nach oben in die Öffnung des Entnahmedeckels 18 gepreßt.
Der auf dem Entnahmekörper 19 angebrachte Entnahmedeckel 18
weist im mittleren Teil ein als Rückschlagventil ausgebilde
tes Absperrorgan 20 auf, welches durch eine Versorgungslei
tung 22 mit dem Verteilraum 23 der Einrichtung 3 zur Zutei
lung und zur Entnahme hydraulisch verbunden ist.
Nun sollen insbesondere die verschiedenen Organe und Elemen
te beschrieben werden, welche die dosierte Zuteilung der des
infizierenden Lösung erlauben.
Das Steuergerät 4 der Verteileinrichtung 3 besteht aus dem
Unterdruckerzeuger 8 mit einer Ansaugkammer 24, die aus
einem konvergierenden Stutzen 25 mit nachfolgendem divergie
rendem Stutzen 26 besteht, am Vereinigungspunkt 28 versehen
mit einer seitlichen Ableitung 27. Die Ansaugkammer 24 er
streckt sich innerhalb eines Blockes 29 zwischen zwei Verbin
dungselementen 30 und 31, wovon das zulaufseitige gekrümmt
und das ablaufseitige gerade ist.
Die seitliche Ableitung 27 mündet in einer Unterdruckkammer
32, die einerseits von einer Vertiefung 33 und andererseits
von einer weichen Dichtungsmembran 34 begrenzt ist, die sich
über den Kopf 35 des beweglichen Elementes legt, welches den
Betätigungsmechanismus 36 der Zuteileinrichtung 3 darstellt.
Dieser Kopf kann sich quer zur Unterdruckkammer 32 bis zum
Anschlag an der gegenüberliegenden Wand bewegen. Die Zuteil
vorrichtung ist ein Wechselventil mit drei Wegen in Form
eines Kolbens 37 der sich in einer zylindrischen Hülse 38
bewegt und ein Mittelteil 39 mit geringerem Durchmesser hat,
welches von den Enden 40 und 41 durch die Dichtungsringe 42
und 43 getrennt ist.
Das Mittelteil 39 ist durch einen Dichtungsring 46 in zwei
ungleich lange Abschnitte 44 und 45 geteilt. Der in eine
Ringnut 47 eingebaute Dichtungsring 46 stützt sich unter
Druck durch ein auf dem Nutgrund liegendes elastisches Ring
element 48 auf die Innenwand der Hülse ab.
Der Dichtungsring 46 begrenzt mit den Dichtungsringen 42 und
43 zwei ringförmige Kammern 49 und 50, die dazu dienen, eine
Verbindung zwischen dem Zulauf bzw. dem Ablauf und einer Do
sierkammer 51 herzustellen. Deren Füllungsvolumen ist durch
die Stellung einer elastischen zusammendrückbaren im Inneren
der Kammer liegenden Membran 52 einstellbar. Die Membran 52
bildet eine der Wände der Dosierkammer 51 bis der Ausstoß
und Zuteilungsdruck für die desinfizierende Lösung aufgebaut
ist.
Die Dosierkammer 51 ist mit der jeweiligen Ringkammer durch
eine Verbindungs- und Zuteilbohrung (Leitung) 53 verbunden
zum Füllen und Entleeren der Dosierkammer über die Zuführlei
tung 22 bzw. die Ablaufleitung 54 über die Zuführringkammer
50 und die Ablaufringkammer 49.
Der Kolben 37 der Verteilkammer 23 ist über eine leicht
zusammengedrückte Druckfeder 55 elastisch montiert, die in
einer Aussparung 56 hinter dem Kolben liegt, der eine Fuß
platte 57 trägt, auf welcher sich die letzte Windung der
Druckfeder 55 abstützt.
Nach einer anderen Ausführungsform kann das Reservoir 2 auch
aus einem unter Druck stehenden unabhängigen Faß 58 bestehen
(Fig. 5).
Nach dieser Ausführungsform weist das Faß eine Öffnung 59
auf, die mit einem Zuteilkopf 60 mit Kartusche 61 ausgerü
stet ist, die ein Treibgas unter einem von außen 62 regulier
baren Druck enthält.
Um jedes Gefahrenrisiko durch Rückstandsdruck beim Austausch
des Fasses 58 zu vermeiden und um die Entleerung zu gewähr
leisten, montiert man am Auslauf des Fasses einen Entlüf
tungstopf 63 mit Luftablaß 64 z.B. vom selben Typ wie er bei
Sanitär- oder Zentralheizungsanlagen verwendet wird.
Das Faß ist mit der Zuteileinrichtung über eine weiche oder
starre hydraulische Leitung 65 bis zu einem Dreiwegehahn 66
für den Zulauf verbunden, der wiederum über eine hydrauli
sche Leitung 67 mit einem gesteuerten Klappenventil 68 am
Eintritt der Wasserzuführleitung verbunden ist.
Bei Druckmangel oder wenn der Druck unter die Mindestdruck
marke des Klappenventils fällt, wird die Zulaufleitung abge
sperrt. Da die Flüssigkeit nicht mehr zum Hahn 6 gelangt,
ist für eine Wiederbenutzung der sanitären Anlage der Aus
tausch der Treibgaskartusche oder die Nachfüllung des Fasses
erforderlich.
Wie beschrieben, wählt man als desinfizierende Lösung vor
zugsweise eine keimtötende Type. Sie wird demnach z.B. ent
weder eine gechlorte alkalische Zusammensetzung oder eine
Zusammensetzung von Formaldehyd, Glutorinaldehyd und quater
närem Ammonium, oder auch jede andere Zusammensetzung sein,
welche auf einem breiten Spektrum von krankheitserregenden
Mikroorganismen keimtötende Eigenschaften aufweist.
Selbstverständlich kann das Faß 58 mehrere Zuteileinrichtun
gen gleichzeitig versorgen. Es genügt, eine geeignete Schal
tung für die Versorgung und Zuteilung von einem oder mehre
ren Fässern vorzusehen, die als Reserve an keimtötender
Lösung dienen. Die Versorgungsschaltung sollte eine program
mierte oder vorprogrammierte Versorgungszentrale aufweisen.
Das Gerät ist entweder mit der Druckflasche 11 vor Ort in
stalliert oder es ist über ein Faß 58 versorgt, welches mit
dem Gerät über die Leitung der keimtötenden Lösung und über
die gesteuerte Klappe 68 des Wasserkreislaufes verbunden
ist.
Der Kolben 37 der Zuteileinrichtung wird in maximal zurückge
zogener Stellung durch den Wasserdruck gehalten, der seinen
Kopf in Anschlag gegen die danebenliegende Wand und gegen
die Wirkung der Anpreßfeder 56 hält. Seine Stellung trennt
die Verbindung zwischen der Zuführleitung und der Zuteilungs
leitung 53 der Dosierkammer 51 und der Versorgungsleitung 22
wenn der Hahn 6 geschlossen ist.
Die Öffnung des Hahnes 6 für die Entnahme der gewünschten
Wassermenge ruft in dem Unterdruckerzeuger 8 einen Wasser
durchsatz und eine Änderung des Druckes hervor. Dieser den
Unterdruckerzeuger durchlaufende Durchsatz bewirkt die Ver
schiebung des Kolbens 37 in Richtung zum Unterdruckerzeuger
8 unter der Wirkung der Druckfeder 55.
Diese Verschiebung bringt die Dosierkammer 51 in Verbindung
mit dem Vorrat 2 der bakteriziden Lösung oder mit dem Faß 58
über die Zuführkammer 50, wobei sie mit einer Menge aufge
füllt wird, die hauptsächlich von der Stellung ihrer Membra
ne abhängig ist. Diese Füllung der Dosierkammer 51 geschieht
bis zu einer von der Regelung vorbestimmten Menge, d.h. bis
zum Ausgleich zwischen dem Druck der desinfizierenden Lösung
in der Druckflasche 11 oder in dem unter Druck stehenden Faß
58 und dem Reaktionsdruck der Membran in der Dosierkammer
51.
Dieser Vorgang geschieht ziemlich rasch und hört von selbst
auf trotz weiterhin geöffnetem Hahn 6. Das Schließen dieses
Hahnes bewirkt den Rückgang des Kolbens 37 bis zum Anschlag
seines Kopfes 35 gegen die angrenzende Wand, wodurch der Kol
ben wieder in seine Ausgangsstellung zurückgeht, in welcher
er die Verbindung der Dosierkammer 51 über die Abflußkammer
49 mit der Ablaufeinrichtung 9, dem Siphon, der Ablauföff
nung 10 oder etwas ähnlichem herstellt.
Die Dosierkammer entläßt ihren Inhalt über die Füll- und
Zuteilleitung 53, sowie über die Abflußleitung 54.
Da dieser Abfluß nach dem Durchgang des Wassers vor sich
geht, entsteht keinerlei Verdünnung des desinfizierenden
Produktes und folglich behält dieses seine volle Wirksamkeit
bei.
Die Fig. 4 zeigt in einfacher und schematischer Weise die
entsprechend den verschiedenen Stellungen des Kolbens 37 der
Zuteileinrichtung sich ergebenden voneinander getrennten
Verbindungen, die Füllung des keimtötenden Produktes in die
Dosierkammer 51 und seine Entleerung in Richtung der Ablauf
einrichtung 9 sobald der Hahn geschlossen ist.
Der Verlauf der Beschickung mit Hilfe eines Fasses oder
einer Verteilzentrale für das keimtötende Produkt erweist
sich als identisch.
Darüberhinaus hat man einige Sicherheitseinrichtungen vorge
sehen, wie eine gesteuerte Klappe 68 am Eintritt des Wassers
in das Gerät und den Entlastungstopf 63 in Höhe des Verteil
kopfes am Faß.
Wenn der Druck im Faß unter einen Minimalwert sinkt, sperrt
die gesteuerte Klappe den Wasserzulauf, wodurch der Benutzer
gezwungen ist, das Faß auszuwechseln.
Die Gefahr bei diesem Vorgang ist stark reduziert durch die
Entspannung des restlichen Druckes mit Hilfe des Luftablas
ses 64 am Entlüftungstopf 63.
Da der Desinfiziervorgang bei jeder Benutzung des Wasserhah
nes ohne äußere Einwirkung automatisch abläuft, ist die Des
infektion vollkommen garantiert, es muß nur vom Dienstperso
nal periodisch die Druckflasche geladen oder das Faß mit
einem keimtötenden oder anderen Produkt neu gefüllt werden.
Darüberhinaus kann die Installation einer solchen Einrich
tung leicht vom Wartungspersonal des Unternehmens oder von
einem Sanitärinstallateur ausgeführt werden.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die beschrie
benen und durch die beigefügten Zeichnungen vorgestellten
Ausführungsformen beschränkt. Es bleiben Abänderungen mög
lich, insbesondere bezüglich der Ausführung verschiedener
Elemente, ohne den Schutz der Erfindung zu verlassen.
Claims (9)
1. Gerät zur automatischen Zuteilung einer desinfizierenden
insbesondere keimtötenden Lösung in die Ablaufeinrichtung
eines Sammelbehälters, der dazu dient, Flüssigkeiten
aufzunehmen und abzulassen, z.B. bei einer sanitären
Einrichtung zum Ablassen von flüssigen Auswürfen, mit
Zuteilung aus einem unter Druck stehenden
Flüssigkeitsvorrat,
dadurch gekennzeichnet, daß
es insgesamt aus folgendem besteht: eine Dosierkammer (51)
mit einer Membran (52), die abwechselnd einerseits mit dem
unter Druck stehenden Vorrat der desinfizierenden Lösung und
andererseits mit dem Ablauf zu der zu desinfizierenden
Entleerleitung (9), über ein Mehrwegezuteilorgan (3), das
von einem in den Wasserkreislauf eingeschalteten
Unterdruckerzeuger (8) betätigt ist, der auf
unterschiedlichen Druck beim Öffnen und Schließen des
Versorgungshahnes reagiert, um die desinfizierende Lösung in
die Dosierkammer (51) und anschließend, nach dem Schließen
der Wasserzuführung zur Ablaufeinrichtung zu leiten.
2. Zuteilungsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verteilorgan ein Kolben (37) ist, mit einem Mittelteil
(39) von kleinerem Durchmesser, der sich in einer
zylindrischen Hülse (38) verschiebt und von einem
Unterdruckerzeuger (8) betätigt hin- und hergehend bewegbar
ist, wobei der Kolben (37) so montiert ist, daß ihn eine
Druckfeder (55) ständig in Richtung zum Unterdruckerzeuger
drückt.
3. Gerät nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Mittelteil (39) mit kleinerem Durchmesser von den Enden
(40 und 41) durch die Dichtungsringe (42 und 43) getrennt
ist und das Mittelteil in zwei ringförmige Kammern geteilt
ist, die dazu dienen, eine separate Verbindung zwischen dem
Zulauf (49) bzw. dem Ablauf (50) mit der Dosierkammer (51)
herzustellen und zwar über die Zulauf- und Ablaufleitungen
(53).
4. Gerät nach den Ansprüchen 1, 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Kopf (35) des Kolbens (37) in einer Unterdruckkammer
(32) untergebracht ist, die mit dem Unterdruckerzeuger (8)
in Verbindung steht, wobei der Kopf mit einer
Dichtungsmembran (34) überdeckt ist.
5. Gerät nach den zusammengefaßten Ansprüchen 1-4,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Unterdruckerzeuger (8) eine konvergierend-divergierende
Düse (25-26) ist, versehen mit einer seitlichen Ableitung
(27), welche in die Unterdruckkammer (32) mündet, in welcher
der Kopf (35) des Kolbens untergebracht ist.
6. Gerät nach den Ansprüchen 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Unterdruckkammer durch eine Vertiefung (33) abgegrenzt
ist, in welche die seitliche Ableitung (27) und die den Kopf
(35) des Kolbens (37) überdeckende und die Unterdruckkammer
(32) abschließende Dichtungsmembran (34) hineinragen.
7. Gerät nach den Ansprüchen 1, 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die desinfizierende Lösung in einer Druckflasche (11)
untergebracht ist, die mit Zugfedern (13) in elastischer
Spannung gegen das Gehäuseunterteil des Zuteilungsgerätes
montiert ist.
8. Gerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Versorgung mit desinfizierender Lösung für ein unter
Druck stehendes separates Faß (58) aus über eine
hydraulische Versorgungsleitung (65) vorgesehen ist.
9. Gerät nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die hydraulische Versorgungsleitung (65) am Eintritt des
Gerätes mit einem Dreiwegezulauforgan (66) endet, das mit
einer am Anschluß der Wasserzuführleitung befindlichen
gesteuerten Klappe (68) verbunden ist.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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Family Cites Families (4)
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|---|---|---|---|---|
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1986
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-
1987
- 1987-06-27 DE DE19873721272 patent/DE3721272A1/de not_active Withdrawn
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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