DE3718386A1 - Verfahren und vorrichtung zum montieren eines elastischen ringes in einer ringnut eines zylindrischen koerpers - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum montieren eines elastischen ringes in einer ringnut eines zylindrischen koerpersInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbe
griff des Anspruches 1 und eine Vorrichtung zur Durch
führung dieses Verfahrens nach dem Oberbegriff des
Anspruches 6.
Die Montage solcher elastischen Ringe, insbesondere
also von O-Dichtungs-Ringen in jeweils einer Ringnut
eines zylindrischen Körpers, wobei es sich bevorzugt
um Kolben, aber auch Kolbenstangenführungen von hydrau
lischen oder pneumatischen Dämpfern, Gasfedern oder
Kolben-Zylinder-Antrieben handelt, erfolgt üblicherweise
so, daß der Ring von innen mittels einer Zange ergrif
fen und aufgespreizt wird. Diese Zange wird über
den zylindrischen Körper geschoben. Anschließend
wird der Ring von dieser Zange unter gleichzeitigem
Zurückziehen der Zange abgestreift und schnappt hierbei
in die Ringnut ein. Ein zentrales Problem dieser
bekannten Verfahren und Vorrichtungen besteht darin,
daß der Ring so weit gedehnt werden muß, daß er mögli
cherweise reißt, oder aber daß zumindest die Gefahr
besteht, daß er überdehnt ist. Außerdem ist die Zahl
der Arbeitsschritte sehr groß, so daß die Taktzeiten
der entsprechenden Vorrichtungen verhältnismäßig
groß sind.
Soweit eine Montage solcher elastischen Ringe von
Hand erfolgt, wird der Ring an einer Seite mit dem
Daumen am Rand der Oberseite des zylindrischen Körpers
festgehalten und dann mit dem Daumen der anderen
Hand entlang dem Rand über diesen gedrückt. Anschließend
wird der gesamte Ring in die Ringnut gerollt oder
verschoben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein mechani
sches bzw. mechanisierbares Verfahren und eine entspre
chende Vorrichtung zu schaffen, mittels derer ein
Ring mit sehr einfachen Arbeitsschritten ohne Überdeh
nung in eine Ringnut eines zylindrischen Körpers
eingebracht werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der gattungsge
mäßen Art durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil
des Anspruches 1 gelöst. Der Kern der Erfindung liegt
darin, daß der Ring seitlich zur Mittelachse des
zylindrischen Körpers versetzt und gegenüber dieser
geneigt auf der Oberseite des zylindrischen Körpers
abgesetzt wird. Er kippt dann so um, daß er mit einem
nicht auf dem zylindrischen Körper befindlichen Abstütz
bereich vor der Ringnut abgestützt wird und mit zwei
symmetrisch hierzu liegenden Abstützstellen auf dem
Rand der Oberseite des zylindrischen Körpers aufliegt.
Dann wird eine Kraft über die Oberseite des zylindri
schen Körpers ausgeübt, die in der Regel an den beiden
Abstützstellen am Rand der Oberseite des zylindrischen
Körpers am Ring angreift, wodurch der Ring zum einen
mit seinem nicht auf der Oberseite befindlichen Abstütz
bereich in die Ringnut hineingezogen und dann fortlau
fend über den Rand geschoben wird. Wenn der dem Abstütz
bereich diametral gegenüberliegende Bereich als letztes
über den Rand geschoben wird, schnappt der Ring aufgrund
seiner Elastizität in die Ringnut ein. Eine Überdeh
nung des Rings findet nicht statt. Die Dehnung ist
vielmehr die überhaupt minimal mögliche. Außerdem
ist nur ein einziger Arbeitsschritt notwendig. Die
Zeitdauer für das Einbringen des Rings in die Ringnut
wird also auf ein Minimum reduziert. Die Ansprüche 2
bis 5 geben vorteilhafte Weiterbildungen des Verfahrens
und bestimmte Grenzmaße des zylindrischen Körpers
an, innerhalb derer das Verfahren zuverlässig ausführbar
ist.
Die nach Anspruch 6 vorgesehene Vorrichtung weist
einen einfachen Schieber auf, der glatt und weitgehend
spielfrei über die Oberseite des zylindrischen Körpers
geschoben wird und hierbei die Kräfte zum Aufziehen
des Rings auf den zylindrischen Körper ausübt. Die
der Ringnut vorgeordnete Auflage stellt sicher, daß
der Ring aus seinem Abstützbereich auf dieser Auflage
glatt in die Ringnut eingezogen wird.
Die Weiterbildung nach Anspruch 7 führt dazu, daß
der Schieber selber dazu eingesetzt werden kann,
den mit einem Ring versehenen zylindrischen Körper
aus der Montage-Station herauszuziehen und dann aus
der Vorrichtung herauszufördern. Wenn diese Weiterbil
dung eingesetzt wird und wenn zwischen der Ringnut
und der der Oberseite entgegengesetzten Seite des
zylindrischen Körpers ein größerer Abstand ist, dann
ist die weitere Ausgestaltung nach Anspruch 8 zweck
mäßig oder sogar notwendig, um einerseits eine Auflage
etwa in Höhe der Ringnut zu schaffen, und um anderer
seits aber das Abfördern des mit einem Ring versehenen
zylindrischen Körpers aus der Montage-Station nicht
zu behindern.
Die Ansprüche 9 bis 11 geben eine besonders vorteilhafte
Ausgestaltung einer Ring-Zuführeinrichtung wieder,
mittels derer ein Ring in einfacher Weise von oben
auf den zylindrischen Körper - seitlich versetzt
zu dessen Mittelachse - abgelegt bzw. abgeworfen
werden kann.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbei
spiels anhand der Zeichnung. Es zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung nach
der Erfindung,
Fig. 2 einen vertikalen Längsschnitt durch die Vorrich
tung entsprechend der Schnittlinie II-II in
Fig. 1,
Fig. 3 einen vertikalen Querschnitt durch die Vorrich
tung gemäß der Schnittlinie III-III in Fig. 1,
Fig. 4 einen weiteren vertikalen Querschnitt durch
die Vorrichtung entsprechend der Schnittlinie
IV-IV in Fig. 1,
Fig. 5 eine schematische Erläuterung zum Verfahren
nach der Erfindung in Draufsicht,
Fig. 6 eine Seitenansicht der Darstellung in Fig. 5
entsprechend dem Sichtpfeil VI in Fig. 5,
Fig. 7 eine Teildarstellung in Seitenansicht, die
das Aufschieben eines elastischen Ringes auf
einen Kolben zeigt und
Fig. 8 einen vertikalen Längsschnitt durch die Vorrich
tung entsprechend der Darstellung in Fig. 2,
wobei die Zuführung eines Ringes zu einer
Montage-Station erkennbar ist.
Auf einem nur angedeuteten Maschinengestell 1 ist
über Standsäulen 2 eine horizontal verlaufende Trag
platte 3 angebracht. Auf der Tragplatte ist eine
Montage-Station 4 zur Montage von elastischen Ringen 5,
beispielsweise O-Dichtungs-Ringen, auf etwa zylindri
schen Körpern, wie beispielsweise Kolben 6 für Gasfedern,
Stoßdämpfer od.dgl., angeordnet. Der Montage-Station 4
ist einerseits eine Ring-Zuführeinrichtung 7 und
andererseits eine Kolben-Zuführeinrichtung 8 vorgeordnet.
Der Kolben-Zuführeinrichtung 8 werden Kolben 6 mittels
einer Führungsschiene 9 zugeführt, die kurz vor ihrer
Einmündung in die Zuführeinrichtung 8 mit Luftdüsen 10
versehen ist, die die Kolben 6 in ihrer Transport
richtung 11 in der Führungsschiene 9 zur Zuführeinrich
tung 8 hin vorwärtstransportieren, so daß eine ordnungs
gemäße Zuführung sichergestellt ist. Die im wesentlichen
in Fig. 3 dargestellte Zuführeinrichtung weist einen
Zuführ-Kanal 12 für die Kolben 6 auf, in den die
Führungsschiene 9 an einem - in den Fig. 1 und 3
rechten - Ende einmündet und der rechtwinklig zur
Führungsschiene 9 verläuft. Dieser Zuführ-Kanal 12
führt zu der Montage-Station 4. Unterhalb der Trag
platte 3 ist auf Führungsstangen 13 ein Mitnehmer-Schlit
ten 14 verschiebbar angeordnet, der mittels eines
parallel zu den Führungsstangen 13 und dem Kanal 12
angeordneten Schlitten-Antriebs 15 über die Länge
des Kanals 12 verschiebbar ist. Bei dem Antrieb 15
handelt es sich um einen Kolben-Zylinder-Antrieb,
dessen Zylinder 16 an der Unterseite der Tragplatte 3
befestigt ist, während seine Kolbenstange 17 an dem
Mitnehmer-Schlitten 14 befestigt ist.
Am Mitnehmer-Schlitten 14 ist ein Mitnehmer-Antrieb
befestigt, bei dem es sich ebenfalls um einen pneumatisch
beaufschlagbaren Kolben-Zylinder-Antrieb handelt,
dessen Zylinder 19 am Mitnehmer-Schlitten 14 befestigt
ist, während die Kolbenstange 20 an ihrem freien
Ende einen auswechselbaren stift- bzw. zapfenartigen
Mitnehmer 21 trägt. Der Mitnehmer 21 kann mittels
des Mitnehmer-Antriebs 18 in eine zentrische Ausneh
mung 22 eines im Kanal 12 befindlichen Kolbens 6
von unten durch eine Öffnung 23 in der Tragplatte 3
hineingefahren werden. Durch entsprechende Beaufschla
gung des Schlitten-Antriebs 15 kann der Mitnehmer-Schlit
ten 14 und damit auch der Mitnehmer 21 samt dem Kolben 6
aus der in Fig. 3 dargestellten Ausgangsstellung 24
längs des Zuführ-Kanals 12 zur Montage-Station 4
verschoben werden. Dort fährt der Mitnehmer-Schlitten
14 gegen einen an der Unterseite der Tragplatte 3
befestigten Dämpfungs-Anschlag 25. Anschließend wird
der Mitnehmer 21 durch entsprechende Beaufschlagung
des Mitnehmer-Antriebs 18 nach unten aus der Ausnehmung
22 des Kolbens 6 herausgezogen. Die Ausgangsstellung 24
befindet sich an der Einmündung der Führungsschiene 9
in den Zuführ-Kanal 12. Um zu verhindern, daß der
in der Ausgangsstellung 24 befindliche Kolben 6 von
den nachwandernden Kolben 6 unter Einfluß der aus
den Luftdüsen 10 austretenden Druckluft bereits in
den Zuführ-Kanal 12 in Richtung auf die Montage-Sta
tion 4 hineingeschoben wird, ist vor der Ausgangsstel
lung 24 im Zuführ-Kanal 12 eine Verrutsch-Sicherung 26
in Form einer elastisch abgestützten Kugel 27 vorge
sehen, die nur bei einer entsprechenden Schiebekraft
aus der Bewegungsbahn des Kolbens 6 ausweicht. Der
Zuführ-Kanal 12 ist dem Querschnitt des Kolbens 6
angepaßt, so daß dessen einwandfreie Führung gewähr
leistet ist. An der Ausgangsstellung 24 des Zuführ-Ka
nals 12 ist ein federbelasteter Taster 28 angeordnet,
der bei Vorhandensein eines Kolbens in der Ausgangs
stellung 24 verschoben wird und hierdurch einen Schal
ter 29 betätigt.
Der Ring-Zuführeinrichtung 7 werden die Ringe 5 über
eine Führungsschiene 30 zugeführt, wobei auch hier
am Ende dieser Führungsschiene 30 Luftdüsen 31 vorge
sehen sind, die eine einwandfreie Zuführung der Ringe 5
in Transportrichtung 32 sicherstellen.
Senkrecht zur Transportrichtung in der Führungsschiene
30 ist eine Klemmeinrichtung 33 verschiebbar angeordnet,
die mittels eines Ring-Transfer-Antriebes 34 linear
verschiebbar ist. Auch dieser Antrieb 34 ist als
pneumatisch beaufschlagbarer Kolben-Zylinder-Antrieb
ausgebildet, dessen Zylinder 35 mit der Tragplatte 3
fest verbunden ist, während seine Kolbenstange 36
mit der Klemmeinrichtung 33 verbunden ist. Diese
Klemmeinrichtung weist eine Grundplatte 37 auf, die
mit der Kolbenstange 36 fest verbunden ist. An der
Grundplatte 37 ist eine Klemmbacke 38 um eine Schwenk
achse 39 schwenkbar angelenkt. Sie wird mittels einer
vorgespannten Schrauben-Druck-Feder 40 so um die
Schwenkachse 39 verschwenkt, daß sie mit einer Anlage
fläche 41 gegen eine entsprechende Anlagefläche 42
der Grundplatte 37 anliegt. In dieser Stellung haben
zwei einander gegenüberliegende Klemmflächen 43, 44,
von denen eine an der Klemmbacke 38 und die andere
an der Grundplatte 42 ausgebildet sind, einen Abstand a
voneinander, der etwas kleiner ist als der Außendurch
messer D des Rings 5. Diese beiden Klemmflächen 43, 44
verlaufen parallel zur Transportrichtung 32 der Ringe
in der Führungsschiene 30 und begrenzen eine zur
Führungsschiene 30 hin offene Aufnahmekammer 45 in
der Klemmeinrichtung 33.
In der in Fig. 1 dargestellten Ausgangsstellung der
Klemmeinrichtung 33, in der sich ihre Aufnahmekammer 45
vor der Führungsschiene 30 befindet, wird die Klemm
backe 38 mittels eines fest mit der Tragplatte 3
verbundenen stabförmigen Anschlags 46 geöffnet. Dieser
stabförmige Anschlag 46 kommt kurz bevor die Klemmein
richtung 33 die geschilderte Endlage einnimmt, gegen
ein Widerlager 47 an der Klemmbacke 38 zur Anlage
und verschwenkt letztere um ein kleines Maß, so daß
die beiden Klemmflächen 43, 44 einen Abstand bekommen,
der etwas größer ist als dem Außendurchmesser D des
Ringes 5 entspricht. Diese Verschwenkbewegung erfolgt
gegen die Kraft der Feder 40. In dieser leicht ver
schwenkten Stellung der Klemmbacke 38 kann also ein
Ring 5 ohne Verformung, d.h. ohne partielle Reduktion
seines Außendurchmessers D zwischen die Klemmflächen
43, 44 der Aufnahmekammer 45 geschoben werden. Wenn
der Ring-Transfer-Antrieb 34 mit Druckluft beaufschlagt
und damit die Klemmeinrichtung 33 senkrecht zur Trans
portrichtung 32 in Richtung zur Montage-Station 4
verschoben wird, dann hebt das Widerlager 47 von
dem Anschlag 46 ab mit der Folge, daß die Klemmbacke 38
durch die Rückstellkraft der Feder 40 wieder in ihre
Ruhelage verschwenkt wird, in der die beiden Anlage
flächen 41, 42 aneinanderliegen. In dieser Stellung
wird der Ring 5 zwischen den Klemmflächen 43, 44,
die nun wieder ihren Abstand a haben, unter leichter
Verformung klemmend gehalten. Beim Transport der
Klemmeinrichtung 33 in Verschieberichtung 48 kommt
die Aufnahmekammer 45, die nach unten offen ist,
in eine Stellung oberhalb des Kolbens 6 in der Mon
tage-Station 4. Kommt eine vorlaufende Widerlager-Flä
che 49 der Klemmbacke 38 zur Anlage an einen durch
einen Gewindezapfen gebildeten einstellbaren Anschlag
50, so wird die Klemmbacke 38 wieder gegen die Kraft
der Feder 40 verschwenkt, was zu einer Abstands
vergrößerung der Klemmflächen 43, 44 voneinander,
d.h. zu einem Öffnen der Aufnahmekammer 45 führt.
Der Ring 5 kann frei nach unten aus der Aufnahmekammer
45 auf den in der Montage-Station 4 wartenden Kolben 6
herunterfallen. Am Grund der Aufnahmekammer 45 ist
ein Sensor 51 angeordnet, der ein Signal abgibt,
wenn ein Ring 5 sich in der Aufnahmekammer 45 befindet,
wenn diese also ordnungsgemäß mit einem Ring 5 beschickt
ist.
Gegenüber der Ring-Zuführeinrichtung 7 ist ein platten
förmiger Schieber 52 mittels eines Schieber-Antriebs
linear verschiebbar. Dieser Antrieb 53 wird wiederum
durch einen pneumatisch beaufschlagbaren Kolben-Zylin
der-Antrieb gebildet, dessen Zylinder 54 an der Trag
platte 3 befestigt ist, während seine Kolbenstange 55
mit dem Schieber 52 verbunden ist. Der Schieber 52
ist so angeordnet und geführt, daß seine Unterseite 56
möglichst spielfrei über die Oberseite 57 des in
der Montage-Station 4 befindlichen Kolbens 6 geschoben
werden kann. Die Verschieberichtung des Schiebers
52, die der Aufschieberichtung 58 entspricht, ist
parallel und entgegengesetzt zur Verschieberichtung 48
der Klemmeinrichtung 33 und parallel und gleichgerichtet
zur Transportrichtung 11 der Kolben 6 in der Führungs
schiene 9. Unterhalb des Schiebers 52 ist eine verschieb
bare Auflage 59 für den auf die Oberseite 57 des
Kolbens 6 in der Montage-Station 4 abgeworfenen Ring 5.
Diese verschiebbare Auflage 59 ist mittels eines
Auflage-Verschiebeantriebs 60 verschiebbar, bei dem
es sich ebenfalls um einen pneumatisch beaufschlagbaren
Kolben-Zylinder-Antrieb handelt, dessen Zylinder 61
an der Tragplatte 3 befestigt ist, während seine
Kolbenstange 62 mit der verschiebbaren Auflage 59
verbunden ist. Diese Auflage 59 weist an ihrer der
Montage-Station 4 zugewandten Seite eine Auflageflä
che 63 auf, die neben den in der Montage-Station 4
befindlichen Kolben 6 gebracht werden kann, wobei
diese Auflagefläche 63 sich etwa in Höhe der unten
liegenden Seitenwand 64 einer im Kolben ausgebildeten
Ringnut 65 befindet, in die ein Ring 5 eingelegt
werden soll. Die Ringnut 65 befindet sich als nach
oben gerade frei oberhalb dieser Auflagefläche 63,
wenn die Auflage 59 durch entsprechende Beaufschlagung
des Auflage-Verschiebeantriebs 60 gegen den Kolben 6
gefahren worden ist. Diese Auflage 59 wird gegen
den Kolben 6 gefahren, bevor der Schieber 52 über
den Kolben gefahren wird. Wenn letzteres geschieht,
wird ein zum Teil auf der Auflagefläche 63 vor der
Ringnut 65 und zum Teil auf der Oberseite 57 des
Kolbens 6 liegender Ring von der voreilenden, die
Unterseite 56 des Schiebers nach vorn abschließenden
Schiebekante über den Kolben geschoben und hierbei
zuerst in den der Auflagefläche 63 benachbarten Bereich
der Ringnut 65 hineingezogen und dann nachfolgend
über die Oberseite 57 des Kolbens 6 und gleichzeitig
nach unten geschoben, da die Unterseite 56 des Schie
bers 52 praktisch spielfrei über die Oberseite 57
des Kolbens 6 bewegt wird. Wenn die Schiebekante 66
vollständig über die Oberseite 57 des Kolbens 6 gescho
ben ist, schnappt der Ring 5 auf der der Auflagefläche
63 gegenüberliegenden Seite nach unten und damit
rundum vollständig in die Ringnut 65 ein. Im Anschluß
daran wird der Schieber 52 zurückgezogen. An diesem
ist eine Mitnahme-Raste 67 ausgebildet, die eine
über dessen Unterseite 56 geringfügig vorstehende
federbelastete Kugel 68 aufweist, die beim Aufschieben
des Rings 5 auf den Kolben 6 in die zentrische Ausneh
mung 22 des Kolbens 6 eingerastet ist. Der Schieber 52
zieht also den mit einem Ring 5 versehenen Kolben 6
aus der Montage-Station 4 heraus. Unmittelbar nach
Verlassen der Montage-Station 4 fällt der Kolben 6
dann durch eine Öffnung 69 auf eine Rutsche 70, über
die er die Vorrichtung verläßt.
Eine Auflage 59 für den Ring 5 muß nur dann vorhanden
sein, wenn - wie bei dem dargestellten und beschriebe
nen Ausführungsbeispiel - der Kolben 6 unterhalb
der Ringnut 65 noch eine nennenswerte Erstreckung
hat. Wenn der Kolben nur als relativ flache Scheibe
ausgebildet ist, wie der obere Teil des in der Zeich
nung dargestellten Kolbens 6, dann kann die untere
Auflage 71 für den Kolben in der Montage-Station 4
gleichzeitig auch als Auflage für den entsprechenden
Teil des Rings 5 verwendet werden, der nicht auf
der Oberseite 57 des Kolbens 6 aufliegt. Diese Auflage
71 muß eben und parallel zur Verschieberichtung 58
zur Öffnung 69 der Rutsche 70 führen, damit das Abför
dern des mit einem Ring 5 bestückten Kolbens 6 aus
der Montage-Station 4 ungehindert abläuft.
Aus den Fig. 5 und 6 ist erkennbar, wie der Ring 5,
nachdem er aus der Aufnahmekammer 45 über der Mon
tage-Station 4 auf den dort wartenden Kolben 6 herunter
gefallen ist, teilweise auf der Oberseite 57 des
Kolbens 6 und teilweise auf der Auflagefläche 63
der Auflage 59 aufliegt. Er ist mit einem solchen
Versatz seiner Mittel-Achse 72 zur Mittel-Achse 73
des Kolbens 6 auf diesen abgeworfen worden, daß seine
Mittel-Achse 72, in der der Schwerpunkt des Rings
liegt, sich zwischen den Abstützstellen 74, 75 des
Rings 5 auf dem Außenrand 76 der Oberseite 57 des
Kolbens 6 und der Auflagefläche 63 befindet. Dadurch
bedingt kippt der Ring über diese Abstützstellen
74, 75 nach unten, so daß er sich mit seinem dazwischen
liegenden Abstützbereich 77 auf der Auflagefläche
63 abstützt. Der diametral gegenüberliegende Bereich
78 des Rings 5 steht in dieser in den Fig. 5 und 6
dargestellten Stellung über die Oberseite 57 des
Kolbens hoch. Beim Übergleiten der Schiebekante 66
des Schiebers 52 wird zuerst der Kolbenring in Aufschie
berichtung 58 verschoben, wodurch der Abstützbereich 77
in die Ringnut 65 gelangt, wie in Fig. 7 dargestellt.
Zuletzt wird der diametral gegenüberliegende Bereich 78
über den Außenrand 76 der Oberseite 57 des Kolbens
6 geschoben und schnappt in die Ringnut 65 ein.
Die Aufnahmekammer 45 fördert den Ring 5 in eine
Stellung über dem Kolben 6, wie es in Fig. 5 wiedergege
ben ist. Der Kolben 6 liegt hierbei in der Montage-Sta
tion 4 gegen zwei Anschläge 79, 80 an, gegen die er
zum einen durch den Mitnehmer 21 geschoben wird und
gegen die er durch die Auflage 69 geschoben wird.
Die Oberseite 57 des Kolbens 6 ist eben ausgebildet,
so daß der Ring 5 beim Überschieben mittels des Schie
bers 52 nicht anhaken oder unter dem Schieber 52
wegrutschen kann. Damit der Schieber 52 den Ring 5
über den vollen Außenrand 76 der Oberseite 57 des
Kolbens 6 schiebt, ist die Breite b dieses Schiebers
52 zumindest gleich groß, bevorzugt aber etwas größer,
als der Durchmesser d des Kolbens 6 im Bereich des
Außenrandes 76. Damit das geschilderte Prinzip zuverläs
sig funktioniert, sollte der Durchmesser d des Kolbens 6
mindestens doppelt so groß sein, wie der axiale Abstand h
der Ringnut 65 vom Außenrand 76 der Oberseite 57
des Kolbens, d.h. es sollte die Beziehung gelten: d/h2
bevorzugt sollte gelten d/h4.
Claims (11)
1. Verfahren zum Montieren eines elastischen Ringes
(5), insbesondere eines O-Dichtungs-Ringes, in einer
Ringnut (65) eines zylindrischen Körpers (Kolben 6),
mit einer etwa senkrecht zur Mittel-Achse (73) des
Körpers (Kolben 6) verlaufenden Oberseite (57), dadurch
gekennzeichnet, daß der Ring (5) seitlich zur Mittel-Ach
se (73) des Körpers (Kolben 6) versetzt und zu dieser
geneigt einerseits auf dessen Oberseite (57) und
andererseits etwa in Höhe der Ringnut (65) vor dieser
abgestützt wird und daß der Ring (5) anschließend
mit einer etwa in Höhe der Oberseite (57) des Körpers
(Kolben 6) auf ihn einwirkenden, von dem Abstützbe
reich (77) vor der Ringnut (65) weg wirkenden Kraft
beaufschlagt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ring (5) auf zwei Abstützstellen (74, 75)
auf dem Außenrand (76) der Oberseite (57) des zylindri
schen Körpers (Kolben 6) aufgelegt wird und daß die
Kraft im wesentlichen im Bereich dieser Abstützstellen
(74, 75) auf den Ring (5) einwirkt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Ring (5) zusätzlich im Bereich
der Abstützstellen (74, 75) mit einer parallel zur
Mittel-Achse (73) des zylindrischen Körpers (Kolben 6)
wirkenden Kraft beaufschlagt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß für das Verhältnis des Durchmes
sers (d) des zylindrischen Körpers (Kolben 6) zum
Abstand (h) der Ringnut (65) von der Oberseite (57)
des Körpers (Kolben 6) gilt d/h2.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß für das Verhältnis des Durchmessers (d) des Körpers
(Kolben 6) zum Abstand (h) der Ringnut (65) von der
Oberseite (57) des Körpers (Kolben 6) gilt d/h4.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einer Zuführeinrichtung
(8) zum Zuführen des zylindrischen Körpers (Kolben 6)
zu einer Montage-Station (4), mit einer Ring-Zuführein
richtung (7) zur Zuführung eines Ringes (5) zur Mon
tage-Station (4) und versetzt auf die Oberseite (57)
des Körpers (Kolben 6) und mit einer Einrichtung
zum Einbringen des Ringes (5) in die Ringnut (65),
dadurch gekennzeichnet, daß die Ring-Zuführeinrichtung
(7) den Ring (5) frei auf die Oberseite (57) des
zylindrischen Körpers (Kolben 6) und seitlich zu
dessen Mittel-Achse (73) auflegend ausgebildet ist,
daß die Einrichtung zur Einbringung des Rings (5)
in die Ringnut (65) durch einen über die Oberseite
(57) des zylindrischen Körpers (Kolben 6) verfahrbarer
Schieber (52) gebildet ist und daß etwa in Höhe der
Ringnut (65) und auf der Seite des Schiebers (52)
eine Auflage (59) zur Abstützung des Rings (5) vorge
sehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schieber (52) mit einer Mitnahme-Raste (67)
versehen ist, die den zylindrischen Körper (Kolben 6)
bei einem Rückhub des Schiebers (52) aus der Montage-Sta
tion (4) zieht.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Auflage (59) verfahrbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ring-Zuführeinrichtung
(7) eine über die Montage-Station (4) verschiebbare
Klemmeinrichtung (33) mit einer nach unten offenen
Aufnahmekammer (45) zur klemmenden Halterung des
Ringes (5) aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufnahmekammer (45) zwei gegeneinander ver
schwenkbare Klemmflächen (43, 44) zur klemmenden Halte
rung eines Ringes (5) aufweist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeich
net, daß einerseits mindestens ein ortsfester Anschlag
(46, 50) und mindestens ein mit einer Klemmfläche
(43) gekoppeltes Widerlager (47, 49) zum Öffnen der
Aufnahmekammer (45) gegen eine vorgegebene Kraft
vorgesehen sind.
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ID=6328847
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| ATA126188A (de) | 1990-04-15 |
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