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DE3715282A1 - Verfahren und anlage zum entschalen von krustentieren - Google Patents

Verfahren und anlage zum entschalen von krustentieren

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Publication number
DE3715282A1
DE3715282A1 DE19873715282 DE3715282A DE3715282A1 DE 3715282 A1 DE3715282 A1 DE 3715282A1 DE 19873715282 DE19873715282 DE 19873715282 DE 3715282 A DE3715282 A DE 3715282A DE 3715282 A1 DE3715282 A1 DE 3715282A1
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DE
Germany
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animals
vacuum chamber
water
shells
impact member
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DE19873715282
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English (en)
Inventor
Otto Ditlev Hansen
Bent Kronborg Nielsen
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    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C29/00Processing shellfish or bivalves, e.g. oysters, lobsters; Devices therefor, e.g. claw locks, claw crushers, grading devices; Processing lines
    • A22C29/02Processing shrimps, lobsters or the like ; Methods or machines for the shelling of shellfish
    • A22C29/024Opening, shelling or peeling shellfish
    • A22C29/025Mechanically opening and shelling crabs, lobsters or other hard-shelled crustaceans

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)
  • Fertilizers (AREA)
  • Processing Of Meat And Fish (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anlage zum Entschalen von Krustentieren nach dem Prinzip, welches in der DE-OS 32 49 265 beschrieben ist. Im wesentlichen besteht das genannte Verfahren darin, daß die Krustentiere zu­ nächst einer kurzen Erwärmung unterzogen werden, so daß die Scha­ le und der Bereich unmittelbar unterhalb der Schale auf eine Tem­ peratur, die höher als die Temperatur der inneren Fleischteile der Tiere ist, gebracht werden, wonach die Tiere einer so schnel­ len Druckentlastung ausgesetzt werden, daß die Körperflüssigkeit unmittelbar unterhalb der Schale zu heftigem Kochen gebracht wird, ohne daß ein Aufkochen der Flüssigkeit im Innern des Tieres erfolgt. Durch dieses Aufkochen des Außenbereichs entsteht eine weitgehende Lösung der Schale von der Außenfläche des Tier­ fleisches, und unmittelbar danach oder in Verbindung mit der Ent­ stehung des heftigen Kochens am äußeren Teil der Tiere werden diese schnell gegen eine oder in eine Flüssigkeit hineinbewegt, die auf die äußeren Schalenteile bremsend einwirkt, während die inneren Fleischteile aufgrund ihrer Trägheit die Bewegung fort­ setzen, wodurch die durch das erwähnte Kochen gelösten Schalen­ teile weitgehend von den Tierkörpern getrennt werden.
Ohne irgendeine der traditionellen und teilweise zer­ störenden mechanischen Bearbeitungen lassen sich die Krustentiere hierdurch weitgehend entschalen, und es hat sich gezeigt, daß eine vollständige Entschalung durch Rezirkulation der erstbehan­ delten, lediglich teilweise entschalten Tiere erreichbar ist, da noch verbliebene Krustenteile durch erneutes örtliches Kochen der unmittelbar unterhalb der Krustenteile vorhandenen Körperflüssig­ keit und anschließende schnelle Bewegung in einer oder gegen eine Flüssigkeit entfernt werden können, ohne daß die restlichen Teile des Tieres durch das erneute und sehr kurz dauernde Kochen der Oberfläche und die darauffolgende schnelle Bewegung des Tieres in der Flüssigkeit beschädigt werden. Durch den ersten Arbeitszyklus lassen sich z. B. durchschnittlich 50% der Schalen von den Tieren entfernen, und während eines nächsten Arbeitsablaufs lassen sich noch etwa 30% der Schalen entfernen, und durch den dritten Ar­ beitsablauf nochmals 15 bis 18%, so daß das Endergebnis nach einem dreifachen Rezirkulieren eine in der Praxis akzeptable Ent­ schalung der Tiere von 98% ergibt, wobei während der wiederholten Arbeitsabläufe lediglich sehr wenig vom Fleischinhalt der Kru­ stentiere verloren geht, d. h. im Gegensatz zu der konventionellen mechanischen Bearbeitung wird mit einer sehr großen Effektivität gearbeitet.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der genannten Gattung anzugeben, durch das die Effektivität weiter verbessert werden kann. Es hat sich überra­ schend gezeigt, daß es jedenfalls bei vielen Typen von Krusten­ tieren, z. B. bei gewöhnlichen Krabben, möglich ist, durch ledig­ lich einen einzigen Arbeitsablauf eine in der Praxis akzeptable Entschalung zu erreichen, wenn die Tiere nicht nach unten in eine Bremsflüssigkeit, sondern gegen eine mit Wasser bedeckte Schräg­ platte geschleudert werden, wobei jedoch vorzugsweise zwei solche hintereinander angeordnete Schrägplatten vorgesehen werden, so daß die Tiere, nachdem sie auf die erste Platte aufgetroffen sind, ihre Bewegung bis zum Auftreffen auf die andere Platte fortsetzen und von dort zu geeigneten Organen für die Trennung von Fleisch und Schalen geleitet werden.
Es ist dabei von Bedeutung, daß sämtliche Tiere auf die Schrägplatte oder die Schrägplatten auftreffen und nicht auf die­ se in Form eines dicken Stroms prallen, da dann viele Tiere le­ diglich gegeneinanderschlagen und daher einem zu weichen Stoß ausgesetzt werden, so daß die Entschalung nicht ausreichend ef­ fektiv durchgeführt wird. Bei jedem "Schuß" kann bei dem bekann­ ten Verfahren in der Praxis mit einer recht großen Materialmenge gearbeitet werden, und zwar mit einer Menge von z. B. 1 kg Krab­ ben, da alle Tiere beim Schleudern nach unten in die Flüssigkeit hinein einer bremsenden Wirkung ausgesetzt werden. Bei der vor­ liegenden Erfindung dürfen die Tiere zwar nur in Form eines dün­ nen Stahls oder einzeln zugeliefert werden, jedoch ist es mög­ lich, eine sehr große Menge von Tieren zu verarbeiten, da die Tiere von mehreren dicht aneinander angeordneten Zufuhrstellen gegen diePlatte geschleudert werden können, und weiterhin können mit kurzen Zeitintervallen kleine Mengen von Tieren gegen die Platte geschleudert werden, und zwar z. B. eine Kleinmenge pro Sekunde.
Die vorliegende Erfindung hat die zusätzliche Wirkung, daß die entschalten Tiere lediglich in geringer Menge oder für kurze Zeit von Wasser umgeben werden müssen, was von Vorteil ist, da bekanntlich der Geschmack der Tiere durch Aufenthalt im Wasser erheblich beeinträchigt wird. Bei dem vorbekannten Verfahren da­ gegen ist es erforderlich, daß die Tiere erst in ein Wasserbad geschleudert und dann durch das Wasser zu einem besonderen Tren­ nungsgerät geleitet werden, in dem die ganz entschalten Tiere im Wasser von den Schalen und von den lediglich teilweise entschal­ ten Tieren getrennt werden, wobei die teilweise entschalten Tiere zumindest noch einmal durch die Anlage geführt werden müssen, nachdem sie z. B. in einem Windsieb von den losen Schalen befreit worden sind. Bei der vorliegenden Erfindung ist es lediglich not­ wendig, mit einem Windsieb für die Trennung zwischen den ganz entschalten Tieren und den Schalen dieser Tiere zu sorgen, d. h. das Wassersieben kann entfallen, und es wird nur wenig Wasser be­ nötigt, um eine schnelle Überführung der Mischung aus Schalen und Tieren von der Vakuumkammer zu dem Windsieb oder zu einem das Erzeugnis weiterleitenden Förderband zu bewirken, wobei die Tiere sich nur wenige Sekunden im Wasser aufhalten müssen.
Die vorliegende Erfindung wird, wie in den Patentan­ sprüchen angegeben, nachfolgend in weiteren Einzelheiten be­ schrieben, wobei auf die Zeichnung Bezug genommen wird, in welcher
Fig. 1 in perspektivischer Darstellung eine Krabben­ koch- und -entschalungsanlage gemäß der Er­ findung zeigt und
Fig. 2 in Seitenansicht den Entschalungsabschnitt der Anlage schematisch darstellt.
Die in Fig. 1 gezeigte Anlage besteht hauptsächlich aus einem Aufnahmetrichter 2 für frische oder aufgetaute Krabben, einem darunter befindlichen Förderband 4, das die Krabben durch eine Kochwanne 6, eine Kühlwanne 8, eine Erwärmungswanne 10 und von dort zu einem Zuführungstrichter 12 für die in dieser Weise behandelten Krabben leitet. Der Trichter 12 weist drei Bodenaus­ lässe auf, die durch Membranventile 14 mit einer Vakuumkammer 16 verbunden sind, von deren Boden ein Abführungsrohr 18 zu einer Pumpe 20 führt, die das abgesaugte Erzeugnis durch ein Rohr 22 zu einem mit Löchern versehenen Förderband 24 leitet, auf das ein Förderband 26 folgt, das das Erzeugnis einem Windsieb 28 zugeführt, von welchem die entschalten Tiere an ein Förderband 30 abgegeben werden, während die losen Schalen in einen Sammelbehälter 32 ab­ gegeben werden.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist unter den Ventilen 14 in der Vakuumkammer 16 eine Schrägplatte 34 angeordnet, die nach unten gegen eine entgegengesetzt geneigte Schrägplatte 36 führt, und entlang der Oberkante der oberen Schrägplatte 36 ist eine Reihe von Düsen 28 angeordnet, welche von einem Wasserrohr 40 Wasser nach unten gegen die Schrägplatte leiten, so daß diese Platte gleichmäßig mit nach unten laufendem Wasser bedeckt ist. Die Kammer 16 weist eine Absaugleitung 42 auf, die mit einer nicht gezeigten Vakuumpumpe verbunden ist. Im Inneren besitzen die Ventile 14 ein Membranrohr 44, und der dieses Rohr umgebende Raum ist durch Steuerventile 46, 48 mit einer Druckluftquelle bzw. einer Vakuumquelle verbunden. Das Membranrohr 44 ist ein flächiges Gummirohr, das in freiem Zustand eine halboffene Form aufweist, während es unter Einwirkung von durch das Ventil gelei­ tetem Vakuum zur Kreisform aufgeweitet und unter Einwirkung von durch das Ventil 46 geleiteter Druckluft flächig zusammengedrückt wird und dadurch seinen geschlossenen Zustand einnimmt.
Das Förderband 4 ist mit Mitnehmern 50 versehen, die von dem Bodenbereich des Trichters 2 eine ganz dünne Schicht von Krabben mitnehmen, und zwar vorzugsweise eine einzelne Schicht von Krabben, die danach in bekannter Weise nach unten in die Kochwanne 6 hinein und nach oben aus der Kochwanne 6 herausge­ führt werden, in welcher die Krabben einer üblichen Kochbehand­ lung ausgesetzt werden. Hiernach werden die Krabben in ebenfalls bekannter Weise gekühlt, indem sie nach unten in die Kühlwanne 8 hinein und nach oben aus der Kühlwanne 8 wieder herausgeführt werden. Die Kühlwanne 8 wird von kaltem Wasser durchströmt.
Zur Vorbereitung der Entschaltungsbehandlung werden die Krabben danach vom Förderband 4 durch die Erwärmungswanne 10 ge­ führt, in welcher die Krabben lediglich an ihrer Außenseite auf­ gewärmt werden, und zwar bis zu etwas unter die Schale, während der Hauptanteil des Fleischkerns von einer Aufwärmung praktisch unbetroffen bleibt. Unmittelbar danach werden die in dieser Weise vorgewärmten Krabben in den Trichter 12 geladen, in welchem sie in Richtung nach unten mit einer etwa gleichmäßigen Verteilung auf die entsprechenden Ventilauslässe 14 fallen.
Die Ventile 14 oder besser die Membraneinsätze 44 die­ ser Ventile werden in kurzen Zeitintervallen ganz kurz zum Öffnen gebracht, z. B. einmal pro Sekunde, wodurch die wenigen Krabben, die sich im Trichterauslaß gerade über dem entsprechenden Ventil befinden, nach unten in die Vakuumkammer 16 gesaugt werden. Die Öffnungsperiode sollte hierbei so kurz sein, daß der zugehörende Einlaß von Luft in die Vakuumkammer zu keiner nennenswerten Ver­ minderung des Vakuums führt, wobei das Vakuum darin durch Verwen­ dung einer Pumpe mit mäßiger Leistung aufrechterhalten werden kann.
Wie bei dem erwähnten bekannten Verfahren wird dafür gesorgt, daß die vorgewärmten Krustentiere bei der Führung nach unten in die Vakuumkammer einer Druckentlastung ausgesetzt wer­ den, wodurch die Körperflüssigkeit der Tiere unmittelbar unter der Schale zu einem fast explosionsartigen Aufkochen gebracht wird, und wobei gleichzeitig dafür gesorgt wird, daß die Tiere eine kräftige Beschleunigung nach unten in die Vakuumkammer er­ fahren.
Hierdurch werden die Tiere unmittelbar im Anschluß an das kräftige und im Bereich unmittelbar unter den Schalen örtli­ che Aufkochen mit großer Geschwindigkeit auf die Schrägplatte 34 auftreffen, und - wie erwähnt - zeigt es sich, daß hierdurch ein in der Praxis fast totales Abreißen oder endgültiges Loslösen der Schalenteile bewirkt wird, wobei es sich jedoch als wesentlich gezeigt hat, daß die Schrägplatte mit einer Wasserschicht bedeckt ist.
Die Tiere werden beim Auftreffen auf die Schrägplatte 34 etwas gebremst, jedoch setzen sie ihre Bewegung mit großer Geschwindigkeit auf der Schrägplatte entlang nach unten fort, und es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn sie hierdurch gegen die untere Schrägplatte 36 nach unten gesteuert werden, da beim Anschlag gegen diese Schrägplatte eine weitere Lösung der Schalen oder eine weitere Abstoßung der Schalen stattfinden kann, ohne daß durch diese Behandlung den Tieren oder dem Tierfleisch eine Beschädigung zugefügt wird. Durch dieses zweite Auftreffen wird die Bewegung der Tiere weiter gebremst, so daß normalerweise keine zusätzliche Entschalung erreicht werden kann, falls die Tiere noch gegen eine nachfolgende dritte Schrägplatte geleitet werden sollten.
Die hierdurch in der Praxis total entschalten Tiere werden somit nach unten zum Boden der Kammer 16 geführt, und zwar zusammen mit den abgerissenen Schalenteilen und mit dem Wasser, das durch die Düsen 38 hereingeleitet wird, und diese Bodenmi­ schung von Wasser, Tieren und Schalenteilen wird durch die Pumpe 20 aus der Kammer 16 gepumpt. Die Pumpe kann von einem Typ sein, der in der Lage ist, das ausgepumpte Erzeugnis bei Atmosphären­ druck abzuliefern, ohne daß dieser Druck sich zurück in die Va­ kuumkammer fortpflanzt.
Das in dieser Weise ausgepumpte Mischungserzeugnis wird durch das Rohr 22 auf das Förderband 24 geliefert. Das Förderband 24 ist in einer solchen Weise mit Löchern versehen, daß das Was­ ser vom Mischungserzeugnis abgeleitet werden kann, wobei weiter­ hin über dem Förderband 24 ein nach unten blasender Luftdüsenkopf 52 angeordnet ist, der aktiv wirkend anhaftendes Wasser durch das Förderband 24 nach unten bläst. Es ist hierbei wesentlich, daß das Wasser weitgehend von dem restlichen Mischungserzeugnis, d. h. vom Tierfleisch und von den Schalen entfernt wird, bevor dieses Erzeugnis das Windsieb 28 erreicht, da die gewünschte Abtrennung durch das Windsieb sonst erschwert wird. Aus dem gleichen Grunde ist es erwünscht, daß das Erzeugnis eine Strecke mit einer bedeu­ tenden Länge zwischen dem Düsenkopf 52 und dem Windsieb 28 zu­ rücklegt, wenn entlang dieser Strecke nicht besondere Erwärmungs­ mittel zum Reduzieren des restlichen Wassergehalts im Erzeugnis angeordnet werden.
Wenn das Erzeugnis aus Tierfleisch und aus ganz oder fast ganz gelösten Schalenteilen in dieser Weise beim Erreichen des Windsiebes 28 ausreichend trocken ist, läßt sich durch dieses Windsieb leicht eine Abtrennung der gelösten Schalen durchführen, da diese mit Hilfe eines Luftstroms von unten durch das mit Löchern versehene Förderband 26, 30 nach oben geblasen werden, wodurch die Schalenteile in den Sammelbehälter 32 gelangen, wäh­ rend die schwereren Fleischstücke der Tiere ihre Bewegung auf dem Ablieferungs-Förderband 30 fortsetzen. Der Sammelbehälter oder Sammelsack 32 wird nach Bedarf entleert oder ausgetauscht, und die auf dem Förderband 30 liegenden abgelieferten Fleischteile werden abgenommen und in gewünschter Weise verpackt.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Schräg­ platten 34 und 36 so gelagert werden, daß ihre Winkelstellung zur Anpassung an die Art und an die Größe der Krustentiere, die zu behandeln sind, justiert werden kann.
Es ist wichtig, daß die erwähnte Neigung der Platten oder der Prallflächen 34 und 36 in bezug auf die Einführungsrich­ tung der Tiere durch die Ventile 14, 44 abgestimmt ist, da die Tiere abgleiten sollen, ohne daß sie durch Auftreffen auf eine Fläche zum Halten gebracht werden. Absolut gesehen brauchen die Platten nicht schräg zu sein, nämlich wenn die Ventile 14, 44 eine schräge Einführströmung der Tiere bewirken, und wenn - wie durch die gestrichelte Linie a in Fig. 2 angedeutet ist - die Vakuumkammer am Boden schräg ausgebildet ist.
Die Prallplatten oder die Prallflächen sorgen für eine gute Funktion, wenn sie aus glattem Stahl bestehen, jedoch können sie mit gutem Erfolg aus einem weniger festen Material bestehen, und zwar z. B. aus halbhartem Kunststoff oder aus Gummi. Mit einer quer geriffelten Belagplatte aus Gummi derjenigen Qualität, die bei Autoreifen vorliegt, sind gute Erfolge erzielt worden, da die geriffelte Oberfläche dazu beiträgt, die Reibung und die Abbrem­ sung der Tiere entlang der Platte zu vergrößern. Es lassen sich auch verschiedene harte oder halbharte gewebte Beläge verwenden, falls sie die benötigte große Strapazierfähigkeit aufweisen. Die Prallplatten brauchen nicht unbedingt eben zu sein, sondern es ist auch eine gekrümmte Ausbildung möglich.
Das Gerät ist vorzugsweise für das Entschalen recht kleiner Krustentiere, z. B. von Krill bis zu halbgroßen Krabben geeignet. Es wurde festgestellt, daß der Einlaufwinkel bei ver­ hältnismäßig weichschaligen Krabben aus dem ersten Teil des Jah­ res vorzugsweise in bezug auf die Schrägplatte 34 etwa 10° bis 15° betragen kann, während der Winkel für Krabben aus dem späte­ ren Teil des Jahres, wenn die Schalen härter sind, vorteilhaft auf etwa 15° bis 30°, vorzugsweise 20°, erhöht werden kann. Im ersten Fall kann die zweite Prallplatte 36 mit der Zufuhrströmung parallel sein, so daß die Platte unter einem Winkel von 10° bis 15° von den Tieren getroffen wird, während diese Platte in dem zuletzt erwähnten Fall für den Empfang der Tiere von der ersten Platte auf einen Winkel, der etwas steiler als der vorgenannte Winkel von 15° bis 30° ist, also z. B. 40° bis 60° beträgt, einge­ stellt wird.
In der Praxis werden zufriedenstellende Ergebnisse er­ reicht, wenn die Ventile so einjustiert sind, daß sie zweimal pro Sekunde geöffnet werden, und zwar mit einer Öffnungszeitdauer von 0,15 sec, wobei jedesmal etwa 12 bis 18 Krabben in die Vakuum­ kammer geschleudert werden. Die erwähnte Öffnungsdauer sollte nicht wesentlich kürzer sein, da der eingelassene Luftstrom dann unzureichend sein kann, um die Tiere auf die benötigte hohe Ge­ schwindigkeit zu beschleunigen. Andererseits darf die Zeitdauer auch nicht viel länger sein, da sonst ein unnötig großer Luftein­ laß erforderlich wird, der eine unnötig große Vakuum-Pumpenlei­ stung erforderlich macht. Dies sind jedoch lediglich praktische Rücksichten. Prinzipiell liegt keine obere Grenze für die Öff­ nungszeitdauer vor, und die Vakuumpumpe muß lediglich in der Lage sein, das Vakuum in der Vakuumkammer aufrecht zu erhalten. Norma­ lerweise liegt die Öffnungszeitdauer zwischen 0,1 und 0,5 sec, da die schnell zu aktivierenden Ventile in offenem Zustand einen Durchströmungsquerschnitt von 3 bis 10 cm2, vorzugsweise von etwa 5 cm2 aufweisen. Das Vakuum in der Vakuumkammer sollte etwa 70 bis 85%, vorzugsweise 75% bis 80%, betragen. Der Strömungsabstand vom Ventil bis zur ersten Prallplatte kann etwa 20 cm sein und vorzugsweise nicht weniger als 10 cm, wobei der Abstand auch grö­ ßer sein kann, jedoch ist hiermit kein besonderer Vorteil verbun­ den.

Claims (8)

1. Verfahren zum Entschalen von Krustentieren, bei dem die Krustentiere einer kurzzeitigen Erwärmung unterzogen werden, wo­ nach eine Druckentlastung zum Hervorrufen eines Aufkochens der Körperflüssigkeit unmittelbar unterhalb der Schale der Tiere zur Lösung der Schale folgt, worauf die Tiere schnell gegen ein Bremsmedium zum Abreißen der Schale bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß als Bremsmedium eine Oberfläche aus halb- oder vollfestem Material in der Vakuumkammer, in welche die er­ wärmten Krustentiere intermittierend hineingeschleudert werden, verwendet wird, daß die Tiere unter einem so schrägen Winkel ge­ gen die Oberfläche und in einer so kleinen Menge pro Mal oder in einem so dünnen Strom geschleudert werden, daß praktisch sämtli­ che Tiere einem Anschlag auf der Oberfläche ausgesetzt werden, daß die Oberfläche mit Wasser überspült wird, welches die behan­ delten Tiere und die gelösten Schalen zu einem Sammelbereich in der Vakuumkammer mitnimmt, daß dann die entstandene Mischung abgepumpt und danach die entschalten Tiere von den gelösten Scha­ len vorzugsweise durch Ableiten des Wassers und daran anschließen­ de Windsiebung abgetrennt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erwärmten Krustentiere durch ein periodisch arbeitendes Ven­ til aus einer unmittelbar unter Atmosphärendruck stehenden Umge­ bung in die Vakuumkammer eingeschleust werden.
3. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, umfassend eine Vakuumkammer mit einer Zuführungsanordnung für er­ wärmte Krustentiere sowie mit einem Bremsmedium zum Abbremsen der mit großer Geschwindigkeit zugeführten Tiere und mit Orangen zum Abführen des Behandlungserzeugnisses aus der Vakuumkammer zu einer Abtrennanlage zur Trennung des Erzeugnisses in entschalte Tiere und lose Schalen, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsme­ dium aus einer halb- oder vollfesten Oberfläche eines Aufprallor­ gans (34) besteht, das in der Zuführbahn der Tiere schräggestellt angeordnet und mit Wasser überrieselt oder befeuchtet ist, und daß die Zuführungsanordnung ein oder vorzugsweise mehrere paral­ lel angeordnete Einführungsventile (14) für die portionsweise Zufuhr der Tiere gegen das Aufprallorgan in Form eines dünnen Strahls umfaßt, wobei die Vakuumkammer an eine Pumpe (20) ange­ schlossen ist, die zum Abpumpen der Mischung von Wasser, Schalen und entschalten Tieren aus der Vakuumkammer und zur Weiterleitung an die Abtrennanlage dient.
4. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführungsventile (14) Membranventile sind, die periodisch die Verbindung zwischen der Vakuumkammer (16) und einem offenen Zu­ führungsbehälter (12) öffnen und schließen.
5. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein wasserableitendes Band (24), das die abgepumpte Mischung empfängt, das vom Wasser befreite Erzeugnis unmittelbar einer Windsiebanla­ ge (28) zuführt, in der die Schalen von den entschalten Tieren getrennt werden, und daß die entschalten Tiere von dort, ohne weiteren Abtrenn- oder Rezirkulierungs-Vorgängen unterworfen zu werden, einer Ablieferungsstelle zugeführt werden.
6. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar außerhalb der Abführungskante des Aufprallorgans (34) ein weiteres Aufprallorgan (36) angeordnet ist.
7. Anlage nach Anspruch 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkelstellung des Aufprallorgans einstellbar ist.
8. Anlage nach Anspruch 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Aufprallorgans aus einem gummiähnlichen Material besteht und genoppt oder geriffelt ist.
DE19873715282 1986-05-06 1987-05-05 Verfahren und anlage zum entschalen von krustentieren Withdrawn DE3715282A1 (de)

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