DE371087C - Verfahren, Vorrichtung und Schaltungsanordnung zur Nachrichtenuebermittlung in Geheimschrift - Google Patents
Verfahren, Vorrichtung und Schaltungsanordnung zur Nachrichtenuebermittlung in GeheimschriftInfo
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Description
- Verfahren, Vorrichtung und Schaltungsanordnung zur Nachrichtenübermittlung in Geheimschrift. Es ist bekannt, Geheimschrift in der Weise herzustellen, daß mit jedem Buchstaben der Klarschrift ein bestimmter Schlüsselbuchstabe kombiniert wird, indem man beispielsweise über der fortlaufend finit kleinen Buchstaben geschriebenen Klarschrift den Schlüssel setzt, der beispielsweise durch Wiederliolung eines bestimmten Wortes gebildet sein kann. Mittels eines entsprechend dem über dein zu übertragenden Buchstaben der Klarschrift stehenden Schlüsselbuchstaben eingcstellten Schiebers können dann die einzelnen Geheimbuchstaben eingestellt werden. Statt eines Schiebers kann auch eine Drehscheibe oder eine Tritheimsche Tabelle versendet «-erden. In entsprechend tungekehrter Weise erfolgrt schließlich wieder die Uniwandlung der Geheimschrift in Klarschrift. Um diese verhältnismäßig mechanische Arbeit auszuführen, sind Maschinen mit Schreibmaschinentastaturen in verschiedenster Ausbildung vorgeschlagen und ausgebildet worden. Bei derartigen Vorrichtungen beeinflußt beispielsweise der Schlüssel die Nullstellung des Typenrades oder erteilt ihm jeweilig eine bestimmte Zusatzdrehung. Alle diese Maschinen sind äußerst verwickelt und führen deshalb leicht zu Falscheinstellungen; in den meisten Fällen zwingen sie aber dazu, langsam zu arbeiten.
- Gemäß der Erfindung «-erden diese LTl>elstände dadurch vermieden, cl.aß die zu übertragenden Zeichen der Klarschrift und die des Schlüssels nicht unmittelbar miteinander kombiniert, sondern zunächst in einzelne Elemente zerlegt und diese Elemente auf elektromechanischem Wege miteinander zu einer Geheimschrift kombiniert «-erden, die zur Entzifferung durch Einwirkung der Schlüsselelemente auf entsprechendem Wege nacheinander wieder in Klarschrift zurückgeführt «erden. Die Kombination der Klarschrift mit den Schlüsselelementen und deren Loslösung bei der Entzifferung erfolgt selbsttätig in Vorrichtungen, die sich in einfacher Weise an den bestehenden Telegraphenapparaten zusätzlich anbringen lassen. Es ist dabei Gebrauch gemacht von der Zerlegung der Buchstaben, Zahlen oder sonstigen Zeichen in Einzelelemente, wie sie bei diesen Telegraphenapparaten grundsätzlich üblich ist, indem dabei jedem Zeichen eine bestimmte Zusainntensetzung von elektrischen Vorgängen. 5tronistößen gleicher cder ungl: icher Länge oder verschiedenen Vorzeichens usw. zugeordnet sind. Sichtbar verkörpert wird diese Llementenzerlegung beispielsweise durch die Einriclitting der Lochstreifen, die in verschiedener Hinter- o rler Nebeneinanderanordnung die den einzelnen Zeichen zugeordneten Lochungen zeigen. Auch ;die einfache Morseschrift zeigt in etwas anderer Form die Elenientenzerlegung und ist für den vorliegeii!leii "Zweck brauchbar.
- In den Abbildungen sind mehrere Ausfiihrttngsl7@eispiele zur Ausübung des neuen Verfahrens geeigneter Einrichtungen im wesentlichen schematisch dargestellt.
- 3bb. i stellt eine Vorr iclitung zur Herstellung einer Geheimschrift auf einem Lochstreifen dar, der auf derselben Vorrichtung oder einer deichen Vorrichtung an der Empfängerstelle rein mechanisch wieder in einen Klarschriftlocbstreifen umgesetzt werden kann.
- Die Einrichtung h.estelit im wesentlichen aus einer z. B. von eirein Uhrwerk i angetriebenen Walze z, über die gleichzeitig drei Lochstreifen 3, .4 und 7 geführt werden, zwei mit den Streifeir 3 und d. zusammen wirkenden Fühlbebeln E und ;, die Umschaltkontakte beeinflussen, und einem Stanzinagnet B. Der Lochstreifen 3 enthält die Schlüsselzeichen, und zwar ist im dargestellten Beispiel angenommen, daß der Schlüssel aus dein immer wiederkehrenden Wort »I;erlin« besteht. Die Zeichen sind zusammengesetzt aus einzelnen, höchstens fünf Lochelementen, die nach Art der des Murravscben Telegraphen hintereinander in bestimmten Abteilungen 9 des Streifens angeordnet sind. Der zweite Streifen .l enthält die in Gebeiniscbrift zti übersetzende Klarschrift, beispielsweise ttas "-Ort »E inriclitungt<, da:; in ders2llsen Weise wie die Schlüsselworte in Lochelementenschrift aus..e-1rücl~t ist. Die beiden Fühlhebe16 wird ; sind als Doppel:liebel ausgebildet und legen sich mit ihrem freien Ende entweder gegen einen oberen Leerkontakt io oder, wenn sie in ein Loch der Streifen einfallen, gegen Kontakte ii oder 12 an, die mit den beiden äußeren Enden der Differentialwicklungen 13, 14 des .Stanzmagneten 8 verbunden sind. Der Lochstempel 15 ist gegenüber dem dritten Streifen 5 angeordnet, der die Geheimschriftlochungen aufnehmen soll.
- Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Wenn an einem der beiden Lochstreifen 3, d. der Fiihlbebel 6 oder 7 in ein Loch einfällt, so schließt er über den Kontakt i i oder 12 den Stromkreis der Batterie 16 über die Magnetwicklung 13 oder 1d.. In jedem Falle wird der Magnet erregt und ein Loch in den Streifen 5 eingestanzt. Wenn beide Fiihlhebel 6 unid 7 auf d'°r Papieroberfläche ruhen bleiben, verharrt der Stanzma= gnet in Ruhe, und dasselbe ist der Fall, wenn beide Fühlhebel in Löcher einfallen, da dann beide Wicklungen 13, 14 Strom erhalten und ihre Wirkungen sich gnagenseitig aufheben.
- Der erhalten:- Geheimlschriftlochstreifen 5 enthält jetzt eine Schrift, deren Zeichenwerte nach dem hier angenommenen System angedeutet sind und die nicht nurdurch die Vertaus,dhung bestimmter Zeichen gewonnen, sondern @dadurch entstanden sind, daß auf rein selbsttätig mechanische Weise die Einzelelemente jedes Zeichens kombiniert sind. Diese Art der Kombinierung hat den Vorteil, daß der Geheimsehriftlochstreifen mit einer Geschwindigkeit hergestellt werden kann, die nur begrenzt ist durch das Arbeitsvermögen der Stanzvorrichtung.
- Zur Entzifterung des Gieheims,chriftlochstreifens kann dieser z. B. versandt und an der Empfängerstelle in eine Vorridlitung eingeführt werden, 'die derjenigen an der Senderstelle völlig entspricht. Wie in Abb.2 angedeutet, wird dann der Streifen 5 mit einem d'en Schlüssel enthaltenden Lochstreifen 3 unter den Fühlhebieln 6 und 7 hindurchgeführt. Der Stanzmagnet 8 erzeugt dann auf dem dritten Streifen -. eine Lochung in Klarschrift. Die Tätigkeit der Entzifferung der GeJheiinschrift ist also wiederum eine völlig maschinell selbsttätige und vollzieht sich mit einer Geschwindigkeit, die wiederum ausschließlich von 'dem Arbeitsvermögen des-Stanzmagneten abhängig ist.
- In den Abb. 3 und d. ist schematisch eine Anlage dargestellt, bei der die Übermittlung der Geheimschrift ohne besonderen Lochstreifen für diese ;auf rein elektrischiern Wege vor sich geht. Die Abb. 3 zeigt die Sender, Abb. d. die Empfängerstelle. An ;der Senderstelle sind -wieder.im zwei F'ühlhebel 6 und' 7 angeordnet, die sich über einem 'Schlüsselstreifen 3 und einem Kilarschriftstreifen 4 bewegen. Die Batterie 17 ist in, der .Mitte unterteilt; ihre Mitte ist mit dem '\-Zittelpunkt von Wicklungen 18, i9 eines polarisierten Differentialrelais 2o verbunden. Die Außenpole der Batterie liegen an dem Ruhekontakt 2i und dem -Arbeitskontakt 22 des Ffililhebels 6. An entsprechenden Kontakten 23, 24 des Fiihlhebels liegen die freien Enden der Differentialwicklungen. Der Anker 25 des polarisierten Relais 2o ist mit der Linienleitung 26 verbuniden und legt diese über seine Kontakte 27 oder 28 an den einen oder den anderen Pol einer in der Mitte geerdeten Batterie 29.
- Die Wirkungsweise der Sendevorrichtung ist eine derartige, daß 1-ei gleicher Stellung der Fühlhebel 6 und 7 die eine oder die andere der Wicklungen 18, i9 des Differentialrelais Strom erhält und das Relais dabei in demben Sinne erregt wird. Stehen die beiden Fühlhebel aber verschieden, indem der eine oder der andere in ein Loch des Streifens eingefallen ist, so erfolgt eine Erregung durch die eine oder die andere Wicklung in um:gekehrtem Sinne, 'der Anker 25 legt sich uum, und 'die Linienleitung 26 erhält Strom in anderer R;chtung.
- Die Entzifferungsvorriehtung an der Empfängerstelle setzt sich mach Abb. 4 aus einer Fühllhebelkontaktvorrichtung und einem Linienrelais zusamm=en, 'die beide gemeinsam einen Klarschriftlochstreifen d. mittels eines Stanzmagrneten 8 herstellen, der demjenigen nach den Abb. i und 2 gleicht. Unter dem F'ühlhebel 6 wird ein Schlüsselstreifen 3 hindurchgeführt. Die Bewegung dieses Schlüsselstreifens muß hierbei synchron zu derjenigen 'der Lochstreifen an der Geberstelle erfolgen. Es dienen dementspredhend dem Antrieb an beiden Stellen Motoren, ;deren Lauf in irgendeiner der bekannten Weisen synchronisiert wird. Die Kontakte 21, 22 cles Fühlhebels 6 sind in der Einrichtung nach Abib, 3 entsprechenden-,reise mit den äußeren Polen einer Batterie 17 verbunden, deren Mitte an 'den Verbindungspunkt der Wicklungen 13, 1d. des Stanzmagneten 8 angeschlossen ist. Dias einseitig an die Linienleitung angeschlossene, aniderseitig geerdete I inienrelais 3o der Empfängerstelle steuert durch seinen mit dem Fühlhebel 6 elektrisch verbundenen Anker 31 über die Kontakte 32 und 33 die Stromzuführung zu den Differentiialwicklungen 13 und 1.4 des Stanzmagneten. Dieser empfängt daher infolge der eigentümlichen Parall,elwirkurng ödes Schlüssellochstreifens 3 und des Liniaenrelais 30 in einer solchen Weise Strom, als ob in dem Senderrelais 2o der Sernderstelle ein Geheimschriftlochstreifen hergestellt und dieser in dem Linienrelais 3o der Empfängerstelle so
zur Wirkung gekommen wäre, wie es bei der Einrichtung nach Abb.2 !leg Fall ist. Auf dem Streifen .4 wird; daher durch den Stanz- magneten eine Klarschrift hergestellt, die in.it derjenigen auf <lein Streifen .l der Sen- derstelle übereinstimmt. In den Abb. ; und 6 ist eine Einrichtung gezeigt, mittels deren an der Empfänger- stelle die Klarschrift nicht svinbolisch auf einem Lochstreifen, sondern unmittelbar in Typendruck erhalten wer-ien kann. Das Aus- fÜhrungsbeispiel ist auch insofern abweichend, als ztir C"üertragung las Lochsvstein des Sie- e ral)lleii verwondet wird. D- g Chersetzereinrichtting selbst ist nicht dar- gestellt, vielmehr nur durch die Cl)ersetzer- relais gekennzeichnet, da der Übersetzer in beliebiger bekannter Weise, 1>(#ispiels«-eise nach Art derjenigen von Siemens, Batirlot oder fler Western Electric Co. atisgefiilirt sein kann. In der in Abb. ; Klargestellten Geb-reinrich- tun- wird durch einen nicht dargestellten Motor die Trans;rirt« alte 2 für den Schlüs- sellochstreifen 3 un1 #ien Klarschriftln:hstrei- fen 4. bewegt. Gleichzeitig wird von der An- triebsWelle 3.4 mittels eines Schneckentrie- bes 3; eine Dopnell>iirste 36 angetrieben, die sich über benachbarten Kontaktringen' 37, 38 mit. einer solchen Geschwindigkeit bewegt, (Maß ein Bürstenumlauf der Fortsclialtun- der Lochstreifen von einer Lochreihe auf die nächste entspricht. Über den Lochstreifen 3 und d. sind je fünf Fühlhebel 39 und _1o ange- ordnet, deren freie Enden zwischen Kon- takten 41 lind d2 sowie -13 und 4d spielen. Die Kontaktringe 37 und 38 sind in je fünf Kontaktflächen unterteilt, und diejenigen des Ringres 37 stehen finit den Hebeln 39 in lei- tender Verbindung, diejenigen des Ringes 38 mit den Hebeln .Lo. Die Kontakte 41 und 42 sind an die Außenpole einer Batterie f; ange- schlossen, die Kontakte d3, .4d an die freien roden der Wicklungen 18, rd des polarisier- ten Differentialsenderrelais 2o, das mittels seines AnkerS 2; den einen oder den ande- ren Pol der in der -litte geerdeten Batterie 29.an die L inienleittui@11 26 anlegt. Die Mitte der Relaiswicklungen r8, rg und der Batte- rie i - sind verbunden. Die Enden der Fühlhehel 311 u1111- 40 sind etwas schräg angeordnet, so d.aß sie ungefähr nacheinander in die Wirkungsstellung zu il°in Lochstreifen kommen. Durch die umlaufen-den Bürsten .;0 wer- den nacheinander die einzelnen Fühlhebel- Paare eingeschaltet. die zur Übertragung fies betreffenden Zeicherelementes ie«-eilig zur \@'irkting kommen sollen. In dein dar-estell- teii Beispiel ist der zweite Fühlliebel _lo des Schlüsselstreifens 3 in ein Loch eingefallen, gende Einsstellung dieser Übersetzerrelais erfolgt der Abdruck der jeweilig daran eingestelltem Type, und zwar infolge der eigentümlichen Kombination zwischen dem Schlüssellochstreifen 3 und d-om in Geheimschrift übermittelten Zeichen der Linienleitung 26 in Klarschrift.der ztt"elicirige Hebel 39 ruht auf der Pa- pierfläche des Klarschriftstreifens d, es fließt ein positiver Strom ans der rechten Hälfte der Batterie 17, also aus ihrer Mitte, über die Wicklung ig, glas Senrleditterentialrelais 2o, über den zweiten Hebel 4o irr Klen Ring 38 und durch die Bürste 36 in den Rinn 37 von diesem in den zweiten Hebel 39 über den zweiten Kontakt .l1 zum -Minuspol der Bat- terie 17 zurück. je nach der übereinstim,nien- den oder verschiedenen Stellung der zusain- inen arbeitenden Fühihebel wird der Anker 2; des Linienrelais 2o umgelegt und die Linien- leitung 26 an den einen oder anderen Pol der Batterie 29 angeschlossen, genau in rierselben Weise, wie es bei der Einrichtung;- nach Abb. 3 der Fall war. Die Empfängerstelle ist in Abb.6 veran- schaulicht: auch hier ist eine Transporttrom- ine12 vorgesehen, die von einem -Motor aus angetrieben wird, rlaß sie s@-achrnn zti der Trommel e der Geberstelle läuft. C'ber die Trommel wird nun ein Schlüssellochstreifen 3 gelegt, der genau eb.nso gelocht ist wie der nach Abb. 3. Die Einrichtung entspricht ;in übrigen der nach Ahb. d. Auch hier wirkt das an die Linienleituirg 26 ange,;clilossene Relais 30 genau in gleicher Weise. Abwei- cliend hiervon sind aber fünf Fühlhehel.[o vorgesehen, deren Kontakte 43, .4- an eine unterteilte Batterie r; angeschlossen sind. Die Antriebswelle 3.4 der Trommel 2 bewegt zwei Bürsten 43 und 46. die über Kontaktrin- gen 37 und .I7 sich bewegen. Die fünf K#iii- taktfläclien des Ringes 37 sind wiederum mit den Fühlhebeln 3c) leitend verbunden, die entsprechenden Kontaktflächen des Rines 47 i e mit dem einen Wicklun;rsende voll, fünf Übersetzerrelais.1.8, die eine der bereits all- gedeuteten Übersetzereinrichtungen steuern. Schließlich ist an die Ankerkontakte 32, 33 des Linienrelais 3o ein Differentialrelais .Mg angeschlossen, dessen Ankerkontakte 3o, ,i mit den Außenpolen einer Batterie ;2 verbun- den sind, deren Mitte mit den anderen Wick- lungsenden der Übersetzerrelais .l8 v erhun- den ist. Infolge fier '\@-irkun@" der Bürsten 4,5, 46 werden einerseits, wie bei der Gebereinrich- tung nach Ahls. ;, nacheinander die einzelnen Fühlhebel .Mo ausgesucht, anderseits. auch das Entsprechende der Übersetzerrelais .l8 an- geschaltet. Der Stromkreis der Batterie 17 wird je nach rler Stellurg des Ankers 31 über die eine oder die andere oder über beide Wick- lungen das Differentialrelais 49 geschlossen. und dementsprechend erfolgt durch die Wir- kung des Relaisankers ;3 die 'Erre.umr des durch die Bi=rste .t6 ieweils au-s",ewählten Übersetzerrelais 118 in (lern einen oder ande- ren Sinne. Durch die nacheinander erfol- - Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zur Einführung des- Schlüssels in die Vorrichtung Papierstreifen benutzt. Der Schlüssellochstreifen kann dabei an den Enden zu einem Ring vereinigt sein. Die Impulse können auch durch jede andere Art von Schablonen gegeben oder veranl:aßt werden. Als solche kann beispielsweise ein Rad mit Kurven oder Zähnen .dienen, daß sich synchron mit der Bewegung des Klarstreifens oder bei -der Entzifferung mit der des Geheimstreifens dreht. Auch ist es möglich, den Klarstreifen zu ersparen, indem beispielsweise mittels der Tastatur ,eines Siemenslochers elektrische Impulse gegeben und dazu auf elektrischem Wege die Schlüsselimpulse addiert werden, wobei dann die so erzielten Gefheimimpulse an der Empfängerstelle in einer Entzifferungsmaschine wirken, beispielsweise entsprechend der j enigen nach Ab!b. 6; doch kann auch bei :dieser der Schlüssellochstreifen, wie bereits angedeutet, durch ein Schlüsselrad o. dgl. -ersetzt sein.
- Schließlich kann mit der Tastatur einer Gebevorrichtung auch eine damit gekuppelte Schlüssel,gebevorrichtung bewegt werden, während an der Empfängerstelle die Entzifferung mittels einer Vorrichtung erfolgt, deren Synchronismus durch die einzeln übersandten Elementenstrolmstöße gesteuert wird.
- Die Buchstaben auf Odem Schlüssel können auch eine andere Länge (Lochzahl) als die der Klar- oder Geheimschrift haben, oder sie können auch bei gleicher Länge gegen die Buchstaben der Klarschrift usw. versetzt sein, so daß z. B. Loch T :des Schlüssels auf Loch 2 der Klarschrift, Loch 2 des Schlüssels auf Loch 3 der Klarschrift usw. einwirkt.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Nachrichtenüberrnittlung in Geheimschrift, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeichen der Klarschrift in einzelne Elemente zerlegt und diese elektromechanisch an der Senderstelle mit den Elementen von Schlüsselzeichen zu einer Geheimschrift zwecks Übermittlung an die Empfängerstelle kombiniert uhd daß schließlich dort die Geheimschrift durch Einwirkung des Schlüssels elektroanechanisch in Klarschrift zurückgeführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in Elemente zerlegten Schlüsselzeichen auf Lochstreifen dargestellt werden und deren einer an der Senderstelle gleichzeitig mit einem Klarschriftlochstreifen, deren anderer an der Empfängerstelle mit -den Geheimschriftzeichen, id'ie gegebenenfalls auch auf einem Lochstreifen aufgenommen werden können, synchron und :derart betrieben wird, daß die Bewegungsvorgänge der Sender-und der Empfäna rvorrichtungdurch @die beiden Einwirkungen, gemeinsam gesteuert werden.
- 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch Bekenn= zeichnet, daß mit den !beiden zu kombinierenden, synchron laufenden Lochstreifen Fühlhebel zusammen wirken, die gemeinsam die Stromkreise eines Magneten mit Differentialwicklung derart beeinflussen, daß der Magnet bei unterschiedlichen Teilelementen beider Streifen eine andere Wirkung ausübt als bei gleichen. .1.
- Vorrichtung nach Anspruch 3, da-.durch gekennzeichnet, @daß :die Magneten in bekannter Weise als Locher ausgebildet sind, so daß mit derselben Vorrichtung an der Geberstelle ein Geheimschriftlochstreifen, an der Empfängerstelle ein Klarschriftlochstreifen hergestellt 'werden kann.
- Vorrichtung nach Anspruch 3,_ dadurch gekennzeichnet, daß der Schlüsselzeichenlochstreifen als Ring ausgebildet ist.
- 6. Schaltungsanordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet der gemäß Anspruch 3 gearteten Senderstelle als polarisiertes Linienrelais ausgebildet ist und an der synchron betriebenen Empfängervorrichtung die Erregung eines Differentialmagneten gemeinsam von dem Schlüsselzeichenlochstreifen und deni Linienrelais dieser Stelle derart gesteuert wird, daß der Magnet bei unterschiedlichen Kontaktstellungen an den beiden ihn beeinflussenden Vorrichtungen eine andere Wirkung ausübt als bei gleichen Stellungen.
- 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch q., daidurch gekennzeichnet, daß der Differentialmagnet der Empfängerstelle die Stromkreise von Übersetzerrelais für eine Typendruckvorriahtung steuert.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES56963D DE371087C (de) | Verfahren, Vorrichtung und Schaltungsanordnung zur Nachrichtenuebermittlung in Geheimschrift |
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|---|---|---|---|
| DES56963D DE371087C (de) | Verfahren, Vorrichtung und Schaltungsanordnung zur Nachrichtenuebermittlung in Geheimschrift |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE371087C true DE371087C (de) | 1923-03-10 |
Family
ID=7491476
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES56963D Expired DE371087C (de) | Verfahren, Vorrichtung und Schaltungsanordnung zur Nachrichtenuebermittlung in Geheimschrift |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE371087C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2504621A (en) * | 1946-12-03 | 1950-04-18 | Bell Telephone Labor Inc | Enciphering and deciphering device for secret telegraph systems |
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- DE DES56963D patent/DE371087C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2504621A (en) * | 1946-12-03 | 1950-04-18 | Bell Telephone Labor Inc | Enciphering and deciphering device for secret telegraph systems |
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