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DE3710590A1 - Verfahren zum herstellen von unterirdischen bauwerken mit bohrpfaehlen - Google Patents

Verfahren zum herstellen von unterirdischen bauwerken mit bohrpfaehlen

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Publication number
DE3710590A1
DE3710590A1 DE19873710590 DE3710590A DE3710590A1 DE 3710590 A1 DE3710590 A1 DE 3710590A1 DE 19873710590 DE19873710590 DE 19873710590 DE 3710590 A DE3710590 A DE 3710590A DE 3710590 A1 DE3710590 A1 DE 3710590A1
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DE
Germany
Prior art keywords
pile
reinforcement
inner shell
bored
bored piles
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19873710590
Other languages
English (en)
Inventor
Volker Von Dipl Ing Gottstein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gottstein volker Von dipl-Ing
Original Assignee
Gottstein volker Von dipl-Ing
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Filing date
Publication date
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Publication of DE3710590A1 publication Critical patent/DE3710590A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D5/00Bulkheads, piles, or other structural elements specially adapted to foundation engineering
    • E02D5/18Bulkheads or similar walls made solely of concrete in situ

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Paleontology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Piles And Underground Anchors (AREA)
  • Bulkheads Adapted To Foundation Construction (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines unterirdischen Bauwerks mit von oben einge­ brachten Wänden, aus überschnittenen, tangierenden oder auf Lücke stehenden Bohrpfählen.
Nach dem derzeitigen Stand der Technik wird im Endzu­ stand die Bohrpfahlwand nur zur Abtragung des Erddrucks herangezogen, während die Aufnahme des Wasserdrucks einer getrennt angeordneten wasserdichten Innenwand zu­ gewiesen wird, da bekanntlich Bohrpfahlwände auf Dauer nicht wasserdicht sind. Auf eine solche wasserdruckhal­ tende Wand kann unterhalb des Wasserspiegels nur bei überschnittenen Bohrpfählen verzichtet werden, wenn ein­ dringendes Wasser abgeführt werden kann.
Oberhalb des Grundwasserspiegels hat man auf eine Innen­ schale gelegentlich auch verzichtet. Man hat aber auch schon an Bohrpfahlwänden Verblendungswände für archi­ tektonische Zwecke angebracht, die keine statische Funktion zu erfüllen hatten.
Wasserdichte Innenwände werden als Trogbauwerke oder geschlossene Rahmen mit großen lotrechten Stützweiten ausgeführt, wobei wegen der großen statischen Bean­ spruchung und der erforderlichen Wasserdichtigkeit stark bewehrte dicke Wände erforderlich sind.
Eine getrennte Errichtung der Bohrpfahlwand und der Innen­ wand bedingt auch eine konstruktive Trennung der Innenwand von der Bohrpfahlwand durch eine glatte Zwischenschicht. Zu deren Herstellung müssen die Pfahlzwickel aufgefüllt werden und dann kann erst nach Aufbringen einer Trenn­ schicht z.B. eines Schwarzanstrichs oder einer Folie, die Innenwand dagegen betoniert werden. Die Trennung der Funktionen der Bohrpfahlwand und der Innenwand erfordert zusätzlichen Platz und ist arbeits- und materialaufwendig.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Wirtschaftlichkeit dadurch zu verbessern, daß die vorhandenen Bohrpfähle auch im Endzustand an der Lastabtragung des Erd- und insbesondere des Wasserdrucks beteiligt werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorge­ schlagen, daß die Bohrpfähle mit einer nachträglich hergestellten tragenden Innenschale zu einem Verbund­ tragwerk verbunden werden, das Einwirkungen aus Wasser und/oder Erddruck aufnehmen kann.
Die Verbindung der Bohrpfähle und der Innenschale kann ins­ besondere eine schubfeste Verbindung sein, welche dazu führt, daß die Pfahlwand und die Innenschale bei der Aufnahme von Vertikalkräften und Biegemomenten zusammenwirken. Dabei ist insbesondere daran gedacht, eine schubfeste Verbindung in vertikaler Richtung zwischen der Pfahlwand und der Innenschale herzustellen, so daß das Biegewider­ standsmoment des Verbundtragwerks um horizontale Achsen erhöht wird. Daneben kann auch eine schubfeste Verbin­ dung in horizontaler Richtung von Nutzen sein, um das Biegewiderstandsmoment des Verbundtragwerks um vertikale Achsen zu erhöhen.
Die schubfeste Verbindung zwischen der Pfahlwand und der Innenschale kann durch Rauhigkeit und Profilierung der Pfahlwand hergestellt werden; die Rauhigkeit der Pfahl­ wand kann sich durch die zwischen aufeinanderfolgenden Pfählen ergebenden Zwickel und die Oberflächenrauhig­ keit der Pfähle ohne weiteres ergeben, wenn man den Beton zur Herstellung der Innenschale unmittelbar im Anschluß an die Pfahlwand verteilt. Die Rauhigkeit der Pfahlwand ergibt sich ohne weiteres durch die Herstellung der Pfähle, bei welcher das angebohrte Erdreich als ent­ sprechend rauhe Schalung dient. Bisher hat man einen Schubverbund zwischen der Pfahlwand und der Innenschale bewußt dadurch unterdrückt, daß man nach Ausfüllung der Zwickel in der so gewonnenen glatten Fläche der Pfahl­ wand, einen Schwarzanstrich oder eine Trennfolie ange­ bracht hat.
Weiterhin ist es auch möglich, in der Pfahlwand gezielt Profilierungen anzubringen, um den Schubverbund noch zu verbessern.
Zwischen den Bohrpfählen und der Innenschale kann auch eine zugfeste Verbindung hergestellt werden, d.h. eine Zugverbindung mit Wirkungsrichtung senkrecht zu der Wand­ ebene. Dadurch wird nicht nur die Ablösegefahr der Innen­ schale von der Pfahlwand reduziert, sondern überdies die Schubverbundwirkung noch verbessert. Die zugfeste Verbin­ dung wird man insbesondere dann vorsehen, wenn von der Erdreichseite her Wasserdruck zu erwarten ist, der sich nach Durchdringen der Pfahlwand voll auf die Innenschale aus­ wirkt und im Sinne einer Ablösung der Innenschale auf die Pfahlwand zu wirken sucht.
Auch eine bewußte Steigerung der Druckfestigkeit in der Verbindung zwischen den Bohrpfählen und der Innenschale kann unter Umständen erwünscht sein, beispielsweise dann, wenn die Innenschale - etwa bei einem Kanalbauwerk - durch Wasserdruck belastet ist und der Wasserdruck auf die Pfahl­ wand zuverlässig abgetragen werden soll.
Die mit den Bohrpfählen verbundene Innenschale kann als Teil des Verbundbauwerks Auflage für eine Decke, Zwischendecke oder einer Sohle sein; dabei werden im Falle einer Decke oder Zwischendecke deren Eigengewicht und deren Belastung durch das Verbundbauwerk aufgenommen, während im Falle einer Sohle der von unten auf die Sohle wirkende Wasserdruck durch das Verbundbauwerk aufge­ nommen werden kann. Es ist dabei vorteilhaft, wenn man die Decke, Zwischendecke oder Sohle nicht mit den Bohr­ pfählen selbst verbindet, sondern nur im Bereich der Innenschale auf das Verbundbauwerk einwirken läßt, weil dann die Pfahlwand nicht eingeschnitten werden muß. Die Krafteinwirkung auf das Verbundbauwerk ist bei Auflage der Decke, Zwischendecke oder Sohle ausschließlich an der Innenschale exzentrisch. Diese Exzentrizität führt zu Biegebelastungen des Verbundbauwerks, welche zum Teil durch das Verbundbauwerk selbst aufgenommen werden, zum Teil aber auch durch den Druck des Erdreichs auf der Erdreichseite der Pfahlwand. Dabei erweist es sich als vorteilhaft, die Decke, Zwischendecke oder Sohle mit der Innenschale an den Verbindungsstellen biegeelastisch zu verbinden, um die statischen Verhältnisse leichter be­ herrschen zu können.
Die Verbindungsmittel zwischen Bohrpfahl und Innenschale können zusammen mit der Pfahlbewehrung in das Bohrloch eingebracht werden, wobei sie in der Regel beim Betonieren des jeweiligen Bohrpfahls mit einbetoniert werden. Nach dem Aushub für die Errichtung der Innenschale können dann die Verbindungsmittel freigelegt werden.
Wenn hier von Innenschale gesprochen wird, so ist mit Innenschale, unabhängig von der Betrachtungsrichtung, eine Schale jeweils auf derjenigen Seite der Pfahlwand gemeint, die nach dem Errichten der Pfahlwand durch Aushub freige­ legt wird.
Die Verbindungsmittel müssen natürlich so angeordnet werden, daß sie das Ziehen der Bohrrohre nach dem Be­ tonieren der Bohrpfähle nicht behindern. Deshalb ist in der Regel damit zu rechnen, daß die Verbindungsmittel beim Betonieren der Bohrpfähle in den Beton eingebettet werden. Um die Verbindungsmittel anschließend trotzdem leicht zugänglich zu machen, empfiehlt es sich, daß die Verbindungsmittel während des Betonierens der Bohrpfähle durch leicht lösbare Abdeckmittel abgedeckt werden, welche nach dem Aushub seitlich der Pfahlwand von der Baugrube aus lösbar sind, gegebenenfalls nach Abschlagen einer sie überdeckenden, dünnwandigen Betonschicht, die beim Betonieren der Bohrpfähle entsteht.
Als Abdeckmittel können z.B. die Verbindungsmittel ein­ schließende Verwahrkästen im Bereich der Verbindungsmittel eingebracht werden. Um die dann im Innenraum dieser Ver­ wahrkästen liegenden Verbindungsmittel leicht zugänglich zu machen, empfiehlt es sich, diese Verwahrkästen mit einem, auf die jeweilige Bohrpfahlachse bezogen, radial außen liegenden, lösbaren Deckel zu versehen. Man braucht dann zur Herstellung des Zugangs zu den Verbindungsmitteln lediglich diesen Deckel zu lösen. Die übrigen Teile des Verwahrkastens können im Betonkörper des jeweiligen Bohr­ pfahls verbleiben und gegebenenfalls als Schubkraft übertragende Elemente wirken, etwa dann, wenn die Wand des Verwahrkastens gewellt oder genoppt ist.
Eine andere Möglichkeit der Abdeckung besteht darin, die in der Bewehrung der Bohrpfähle vormontierten oder zumin­ dest positionierten Verbindungsmittel durch einen Schaum­ kern abzudecken, der vor dem Einbringen der Pfahlbewehrung gebildet und nach dem Aushub auf einer Seite der Pfahlwand, gegebenenfalls wiederum nach vorherigem Abschlagen einer dünnen Betonschicht entfernt werden kann. Das Entfernen eines solchen Schaumkerns kann beispielsweise durch einen Hochdruckwasserstrahl bewirkt werden.
Die Verbindungsmittel können als vorgefertigte Bewehrungs­ anschlüsse ausgebildet sein, so daß nach dem Freilegen die Bewehrung der Innenschale und/oder die Bewehrungen von Zwischendecken oder Sohlen oder Decken angeschlossen werden können.
Als Bewehrungsanschluß können abgewinkelte Bewehrungs­ stäbe verwendet werden, welche integrierte oder be­ festigte Teile der jeweiligen Pfahlbewehrung sind. Abgewinkelt müssen diese Bewehrungsstäbe deshalb sein, weil sie sonst in Kollision mit den beim Betonieren zu ziehenden Bohrrohren aus der Phase der Pfahlherstellung treten würden. Nach Freilegen können diese abgewinkelten Bewehrungsstäbe in eine Verbindungsstellung gebogen werden, in der sie radial von dem jeweiligen Pfahl abstehen und leicht mit einer Anschlußbewehrung der Innenschale und gegebenenfalls einer Decke, Zwischendecke oder Sohle des Bauwerks verbunden werden können.
Weiterhin können als Bewehrungsanschlüsse innerhalb des jeweiligen Pfahls Schraubanschlüsse vorgesehen werden, insbesondere in Form von Schraubmuffen, deren Innengewinde zum Schutz gegen Eindringen von Beton beim Betonieren des jeweiligen Pfahls durch Stöpsel verschlossen werden können. Diese Art der Bewehrungsanschlüsse wird man ins­ besondere dann anwenden, wenn hohe Zugkräfte oder Druck­ kräfte senkrecht zur Wandebene übertragen werden müssen, welche durch biegbare Stäbe nicht mehr ohne weiteres übertragen werden können.
Als Bewehrungsanschlüsse, die an den Pfahlbewehrungen vormontiert oder positioniert werden, kommen auch hinterschnittene Ankerschienen in Frage, in deren Hinterschneidungen Anschlußelemente der Innenschalen­ bewehrungen und/oder der Decken- oder Sohlenbewehrungen einhängbar sind. Solche Ankerschienen können als Längs­ profile ausgebildet sein, z.B. Trapezprofile mit offener, kurzer Trapezseite. Man kann dann allerdings in Profil­ längsrichtung keine Schubkräfte durch die in die Profile eingehängten Anschlußelemente übertragen.
Als Bewehrungsanschlüsse können weiterhin Stahlplatten verwendet werden, die beim Anbringen der Pfahlbewehrung an dieser montiert oder positioniert werden. Diese Stahl­ platten können im Beton des Pfahls durch Verankerungs­ elemente zusätzlich verankert sein. Nach dem Freilegen des jeweiligen Pfahls können an diesen Stahlplatten Anschlußelemente, z.B. Bewehrungseisen oder Kopfbolzen­ dübel befestigt werden, z.B. durch Anschweißen, die dann wieder mit der Bewehrung der Innenschale und/oder eines Deckenelements und/oder einer Sohle verbunden werden oder Teil einer solchen Bewehrung sind.
Es ist grundsätzlich auch denkbar, die Verbindungsmittel an den Bohrpfählen nachträglich anzubringen, etwa durch Einbohren und Eindübeln und/oder Einbetonieren in die Bohrpfähle.
Weiterhin kann man die Verbindungsmittel auch dadurch, nach Fertigstellung der Pfahlwand, an den einzelnen Pfählen anbringen, daß man einen Teil der jeweiligen Pfahlbeweh­ rungen freilegt und die Verbindungsmittel an der jeweiligen Pfahlbewehrung anschließt.
Bei entsprechenden Umgebungsbedingungen empfiehlt es sich, die Verbindungsmittel korrosionsgeschützt auszu­ führen, indem man sie entweder aus korrosionsfestem Material fertigt oder indem man sie verzinkt oder indem man sie mit einem korrosionsfesten Anstrich versieht.
Die beiliegenden Figuren erläutern die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels; es stellen dar:
Fig. 1a einen Horizontalschnitt durch ein erfindungs­ gemäß hergestelltes Verbundbauwerk nach Schnitt­ linie Ia-Ia der Fig. 1b;
Fig. 1b einen Schnitt nach Linie Ib-Ib der Fig. 1a;
Fig. 2a einen Horizontalschnitt nach Linie IIa-IIa der Fig. 2b durch die eben erstellte Pfahlwand;
Fig. 2b einen Schnitt nach Linie IIb-IIb der Fig. 2a; und
Fig. 3 ein erfindungsgemäß hergestelltes Verbundbauwerk mit einer daran angeschlossenen Sohle und einer daran angeschlossenen Decke.
In der Fig. 2a erkennt man einen Bohrpfahl 10, mit einer Pfahlbewehrung 12, welche von vertikal verlaufenden Stäben 12 a und Umfangsstäben 12 b gebildet ist. Der Pfahl 10 ist in einer Bohrung 14 im Erdreich gebildet. Diese Bohrung 14 wurde vorher mittels eines Bohrrohrs unter Entfernung des Kernmaterials innerhalb des Bohrrohrs eingebracht. In der oberen Hälfte der Fig. 2a ist ein solches Bohrrohr 17 zu erkennen. Nach Einbringen des Bohrrohrs 17 wurde die Pfahlbewehrung 12 angebracht. In der Pfahlbewehrung 12 ist eine Verbindungsbewehrung 16 angeschweißt oder auch nur positioniert. Die Verbindungsbewehrung 16 ist von Stäben gebildet, die an ihren in Fig. 2a rechten Enden in achsparalleler Richtung abgewinkelt sind. Die abge­ winkelten Abschnitte sind mit 16 a bezeichnet. Diese ab­ gewinkelten Abschnitte 16 a sind innerhalb des Bohrrohrs 17 untergebracht, wie aus der oberen Hälfte von Fig. 2a zu erkennen ist. Die abgewinkelten Stäbe 16 a sind in Verwahrkästen 18 untergebracht, die durch Deckel 20 ab­ gedeckt sind. Beim Einbringen des Betons für den Pfahl 10, bleibt der Umgebungsbereich der abgewinkelten Stabenden 16 a innerhalb des Verwahrkastens 18 im wesentlichen frei von Beton. Radial außerhalb des Deckels 20 bildet sich eine relativ dünne Betonschicht 22, welche leicht abge­ schlagen werden kann. Nach Abschlagen der Betonschicht 22 kann der Deckel 20 abgenommen werden, so daß die abgewin­ kelten Stabenden 16 a wieder in radialer Richtung gebogen werden können, so wie in Fig. 1a und 1b dargestellt.
Nach der Errichtung der Pfahlwand gemäß der unteren Hälfte der Fig. 2a, wird das Erdreich auf der rechten Seite der Pfahlwand ausgehoben. Nunmehr wird gemäß Fig. 1a und 1b eine Innenschale 24 betoniert. Zum Betonieren dieser In­ nenschale 24 kann in Abstand von der Pfahlwand eine Schalung errichtet werden, die an der Pfahlwand, beispiels­ weise durch einen Teil der Stäbe 16, 16 a abgestützt werden kann. Zwischen der Pfahlwand und der Schalung wird eine Bewehrung 26 eingebaut, welche mit den radial abstehenden Stabenden 16 a der Bewehrungsstäbe 16 verbunden wird. Dann wird die Innenschale 24 betoniert, wobei der Beton der Innenschale in unmittelbarem Eingriff mit den Zwickeln 28 der Pfahlwand und mit der Oberflächenrauhigkeit der Pfähle tritt. Die verbleibenden Verwahrkästen 18 können mit Rippen, Noppen oder Wellen versehen sein, so daß die Ver­ bindung zwischen den Pfählen 10 und der Innenschale 24 in vertikaler Richtung noch weiter erhöht wird.
In Fig. 3 erkennt man einen Pfahl 10 und die mit ihm verbundene Innenschale 24. An der Krone der Innenschale 24 liegt auf dieser und nur auf dieser eine Decke 30 auf, die eine Bewehrung 32 aufweist. Die Bewehrung 32 der Decke kann mit den Bewehrungsstäben 16, 16 a der Pfahl­ bewehrung verbunden sein. Die Verbindung zwischen Decke 30 und der Innenschale 24 ist aber nicht biegesteif. Die an der Innenschale 24 angebrachten Nasen 33 dienen le­ diglich der Unterbringung von Fugenbändern und einer Trennschicht 34, welche ein Zusammenwachsen der Innen­ schale 24 mit der Decke 30 außerhalb des Fugenbandes verhindert. In entsprechender Weise ist eine Sohle 36 mit einer Bewehrung 38 eingebracht und mit der Innenschale 24 nicht biegesteif verbunden. Man erkennt, daß die über die Decke 30 und die Sohle 36 vertikal in das Verbund­ bauwerk 10, 24 eingeleiteten Vertikalkräfte exzentrisch zur Mittelebene des Verbundbauwerks 16, 24 liegen. Dies führt zu Biegemomenten in dem Verbundbauwerk 16, 24, denen jedoch der Druck des Erdreichs auf der linken Seite der Pfahlwand entgegen wirkt.
In Fig. 2a ist ein Winkel α eingezeichnet. Dieser Winkel α deutet den Bewegungsspielraum an, innerhalb dessen sich die abgewinkelten Stabenden 16 a beim Ziehen des Bohr­ rohrs 17 in ihrer Lage verändern können. Dies kann da­ durch eintreten, daß die Bohrrohre beim Ziehen einer oszillierenden Winkelbewegung unterworfen werden. Die Bewehrungsstäbe 16 mit ihren abgewinkelten Enden 16 a werden so verteilt, daß auch unter Berücksichtigung des möglichen Winkelspiels α wenigstens ein Teil der Bewehrungsstäbe 16 zur Verbindung mit der Innenschale zur Verfügung steht.
Die Bewehrung 26 der Innenschale 24 wird so dimensio­ niert, daß auch bei Zwangsbeanspruchung infolge des Abfließens der Hydratationswärme die Rißbildung begrenzt bleibt und die Bauwerksdichtigkeit auch bei größeren Fugenabständen sichergestellt ist. Die Arbeitsfugen zwischen der Innenschale 24 einerseits und der Decke 30 sowie der Sohle 36 andererseits können mit Fugen­ bändern abgedichtet sein, nämlich bei 34, wobei die Nasen 33 der Bildung von Schlitzen für die Aufnahme der Fugenbänder dienen.
Während des Aushubs nach Fertigstellung der Bohrpfahlwand, können bauseitige Aussteifungen eingesetzt werden.
In Fig. 2a erkennt man, daß durch das Vorhandensein von mehreren Bewehrungsstäben 16 der Winkelspielraum α unschädlich gemacht ist.

Claims (18)

1. Verfahren zum Herstellen eines unterirdischen Bauwerks mit von oben eingebrachten Wänden, aus überschnittenen, tangie­ renden oder auf Lücke stehenden Bohrpfählen, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Bohrpfähle mit einer nachträglich herge­ stellten tragenden Innenschale zu einem Verbundtragwerk ver­ bunden werden, das Einwirkungen aus Wasser und/oder Erddruck aufnehmen kann.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Bohrpfählen und der Innenschale eine, insbesondere in ver­ tikaler Richtung, schubfeste Verbindung hergestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Bohrpfählen und der Innenschale eine zugfeste Verbindung hergestellt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß zwischen den Bohrpfählen und der Innenschale eine druckfeste Verbindung hergestellt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die mit den Bohrpfählen verbundene Wandschale als Auflager für eine Decke, Zwischendecke und/oder Sohle verwendet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Verbindungsmittel zwischen Bohrpfahl und Innenschale zusammen mit der Pfahlbewehrung in das Bohrloch eingebracht, beim Betonieren des jeweiligen Bohrpfahls gegebenenfalls mit einbetoniert werden und nach dem Aushub freigelegt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsmittel während des Betonierens der Bohrpfähle durch leicht lösbare Abdeckmittel abgedeckt werden, welche nach dem Aushub seitlich der Pfahlwand von der Baugrube aus lösbar sind, gebenenfalls nach Abschlagen einer sie überdeckenden, dünnwandigen Beton­ schicht.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Abdeckmittel ein die Verbindungsmittel einschließen­ der Verwahrkasten gebildet wird, insbesondere mit einem in bezug auf die jeweilige Bohrpfahlachse radial außen liegenden lösbaren Deckel.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Abdeckmittel ein die Verbindungsmittel abdeckender Schaum­ kern verwendet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Verbindungsmittel aus vorgefertigten Bewehrungsanschlüssen bestehen.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Bewehrungsanschlüsse abgewinkelte Bewehrungsstäbe verwendet werden, welche nach Freilegen in Verbindungs­ stellung gebogen werden.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Bewehrungsanschlüsse Schraubanschlüsse, ins­ besondere in Form von Schraubmuffen verwendet werden, deren Innengewinde durch Stöpsel verschließbar sind.
13. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Bewehrungsanschlüsse hinterschnittene Anker­ schienen verwendet werden, in deren Hinterschneidungen Anschlußelemente einhängbar sind.
14. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß als Bewehrungsanschlüsse Stahlplatten verwendet werden, an denen nach dem Freilegen Anschlußelemente z.B. Bewehrungseisen oder Kopfbolzendübel oder der­ gleichen befestigt werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsmittel nachträglich an den Bohrpfählen angebracht werden.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsmittel durch Einbohren und Eindübeln oder Einbetonieren an den Bohrpfählen angebracht werden.
17. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsmittel nach Freilegung eines Teiles der Pfahlbewehrung an dieser angeschlossen werden.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß korrosionsgeschützte Verbindungs­ mittel verwendet werden, z.B. Verbindungsmittel die aus korrosionsfestem Material bestehen oder verzinkt sind oder einen korrosionsfesten Anstrich besitzen.
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