DE3709429A1 - Hub- oder rotationskolbenpumpenanlage fuer niedrige druecke, insbesondere schmieroelpumpenanlage - Google Patents
Hub- oder rotationskolbenpumpenanlage fuer niedrige druecke, insbesondere schmieroelpumpenanlageInfo
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Hub- oder Rotationskolbenpumpenanlage
für niedrige Drücke, insbesondere auf eine Schmierölpumpenanlage.
Schmierölpumpen sind in der Regel Kolbenpumpen mit einem unveränder
lichen Fördervolumen pro Umdrehung und einem konstanten Drehzahlver
hältnis der Drehzahl der zu schmierenden Maschine und der Drehzahl der
Pumpenwelle.
Schmierölpumpen von Motoren fördern daher bei hohen Motordrehzahlen
ein Vielfaches an Schmieröl wie im Leerlauf. Der Schmierölbedarf und
der benötigte Schmieröldruck sind aber im Leerlauf kaum geringer als
bei voller Motordrehzahl. Das Fördervolumen der Schmierölpumpe pro
Umdrehung muß daher so groß sein, daß auch im Leerlauf eine ausreichen
de Versorgung des Motors mit Schmieröl garantiert wird. Bei hohen
Motor- und Pumpendrehzahlen steigt der von der Pumpe geförderte Volu
menstrom auf ein Vielfaches der vom Motor verbrauchten Schmierölmenge.
Der Überschußstrom wird heute über ein Druckbegrenzungsventil in die
Ölwanne zurückgeleitet, sein Energieinhalt geht ungenutzt verloren.
Wegen der relativen Größe der Pumpe steigt auch die Reibleistung linear
mit der Pumpendrehzahl zu relativ hohen Größenordnungen an. Ebenso
nimmt bei Rotationskolbenmaschinen die Beschleunigungsleistung der ro
tierenden Kolben, die das relativ langsam zuströmende Fluid auf Kolben
geschwindigkeit beschleunigen, quadratisch mit der Pumpendrehzahl zu.
Bekannte Schmierölpumpen haben aufgrund der genannten Verluste insbe
sondere bei hohen Motordrehzahlen extrem schlechte Pumpenwirkungsgrade
von 15-40%, wie Meßdiagramme beweisen.
Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie gekennzeich
net ist, ermöglicht bei mittleren bis hohen Motor- bzw. Pumpendrehzahlen
den Leistungsbedarf an der Pumpenwelle drastisch abzusenken und dennoch
eine ausreichende Versorgung des Motors mit Schmieröl zu garantieren.
Dies wird dadurch erreicht, daß der Förderstrom einer Pumpe mit einem
Fördervolumen, das unter der vom Motor verbrauchten Schmierölmenge
liegt und einem Förderdruck, der über dem benötigten Schmieröldruck
liegt, in einem speziellen Ventil mit einem direkt aus der Ölwanne kommen
den Saugstrom so gemischt wird, daß der Mischungsdruck und der Ölstrom
hinter dem Ventil gleich sind dem benötigten Schmieröldruck und der vom
Motor verbrauchten Schmierölmenge.
Es ist ein Ventil bekannt, welches nach dem Injektorprinzip zwei Ströme
unterschiedlichen Druckes so mischt, daß hinter dem Ventil ein Strom
mit Mischungsdruck auftritt und durch Steuerung des Ventils das Volumen
verhältnis der beiden Ströme und der Druck des Mischungsstromes fest
gelegt werden können.
Weiterhin sind Anordnungen solcher Ventile in Verbindung mit Schmieröl
pumpen bekannt, bei denen der Überschußstrom im Ventil mit einem Strom
aus der Ölwanne gemischt wird und mit diesem gemeinsamen Druck auf die
Saugseite der Pumpe geführt wird und so die an der Pumpe zu überwindende
Druckdifferenz verringert. Weiterhin ist eine Anordnung bekannt, bei der
mit Hilfe von zwei oder mehr Ventilen, welche separat geregelt werden
können, der Förderstrom einer Pumpe in zwei Ströme unterschiedlichen
Druckes und Volumenverhältnisses geteilt werden kann (Deutsche
Patentoffenlegungsschriften DE 33 17 089 A1 und 34 18 384).
Im Unterschied zu diesen beiden Anordnungen wird bei der erfindungsge
mäßen Anordnung der Förderstrom der Pumpe mit Hilfe eines ein- oder
mehrstufigen Druckbegrenzungsventiles auf einen konstanten oder stück
weise konstanten Förderdruck gehalten. Die Abströmdrossel des Druckbe
grenzungsventils ist als verstellbare Treibdüse des Injektors ausgebildet
und fördert über den Förderkanal direkt aus dem Ölbehälter Öl in den
Mischungskanal und in den anschließenden Diffusor.
Eine weitere Besonderheit dieser Schaltung ist, daß der von der Raupe
erzeugte Strom vollständig zu dem Verbraucher fließt und nicht wie
bei den bekannten Schaltungen in zwei oder mehr Ströme geteilt wird.
In Patentanspruch 1 wird Schutz für eine derartige Anordnung begehrt. Die
übrigen Ansprüche sind auf weitere Ausformungen dieses ersten Patentan
spruches gerichtet.
Es zeigt
Abb. 1 eine erfindungsgemäße Schaltung mit einem Injektorventil,
bei dem die Drossel der Treibdüse als einstufiges Druckbe
grenzungsventil fungiert,
Abb. 2 ein Injektorventil, bei dem die Treibdüse durch ein zwei
stufiges Druckbegrenzungsventil gedrosselt wird.
Abb. 1 zeigt das Grundprinzip der erfindungsgemäßen Anordnung.
Man gehe von einer Auslegmotordrehzahl n 0 aus bei dem am Motor pro
Zeiteinheit das Schmierölvolumen V 0 mit dem Öldruck p 0 benötigt wird.
Heutige Anordnungen setzen Schmierölpumpen ein, deren Fördervolumen
V P größer oder gleich V 0 ist und ein Druckbegrenzungsventil, welches
den Differenzstrom (V P - V 0) in den Ölbehälter zurückleitet.
Bei der Anordnung nach Abb. 1 ist bei der Auslegmotordrehzahl n 0
das Fördervolumen V P der Pumpe (1) wesentlich kleiner als V 0 (V P < V 0)
und der Druck p L in der Leitung (2) vor dem Druckbegrenzungsventil (3)
größer als p 0 (p L < p 0). Die Drossel (4) des Druckbegrenzungsventils (3)
wirkt als Drossel der Treibdüse (5) eines Injektors (6). Der Förderkanal (7)
des Injektors (6) ist mit dem Ölbehälter (8) verbunden und saugt so aus dem
Ölbehälter Öl an. Im Mischungskanal (9) des Injektors (6) werden die beiden
Ölströme gemischt und im anschließenden Diffusor (10) die kinetische Energie
in potentielle Druckenergie verwandelt.
Bei dieser Anordnung werden Fördervolumen V P und durch das Druckbe
grenzungsventil bestimmter Förderdruck p L , der Pumpe (1) und der Injektor
(6) so ausgelegt, daß der zum Motor strömende Schmierölstrom das ge
wünschte Volumen V 0 und den gewünschten Druck p 0 hat und die an der Pumpe
erforderliche Drehleistung minimal wird.
In Abb. 2 ist ein zweistufiges Druckbegrenzungsventil (20) so mit einem
Injektor verbunden, daß Teile des Drosselquerschnitts der Treibdüse bei
unterschiedlichen Förderdrücken der Pumpe freigegeben werden. Dies wird
dadurch erreicht, daß die innere Drossel (21) bei einem ersten Förderdruck
p L 1 der Pumpe öffnet und bei steigendem Fördervolumen der Pumpe diesen
Druck p L 1 solange aufrecht erhält, bis der Treibdüsenteilquerschnitt (22)
restlos geöffnet ist und bei weiter ansteigendem Fördervolumen der Pumpe
der Förderdruck p L 2 erreicht wird. Bei diese Druck p L 2 öffnet die äußere
Drossel (23) ihren Teilquerschnitt der Treibdüse und hält damit den Förder
druck p L 2 aufrecht.
Claims (2)
1. Hub- oder Rotationskolbenpumpenanlage für niedrige Drücke, insbesondere
Schmierölpumpenanlage, bei der in mindestens einem Auslegpunkt der
zum Verbraucher strömende Fluidstrom in seinem Volumen V 0 und
seinem Druck p 0 festgelegt sein soll,
dadurch gekennzeichnet,
daß der von der Kolbenpumpe kommende Fluidstrom ein Volumen V P hat, das kleiner ist als V 0,
daß der von der Kolbenpumpe kommende Fluidstrom durch die mit einer Drossel (4) verstellbare Treibdüse (5) eines Injektors (6) ge führt wird und aus dem Förderkanal (7) Fluid des Volumens V F mit sich in den Mischungskanal reißt, so daß in und hinter dem Diffusor (10) pro Zeiteinheit das Volumen V P + V F durch jeden Querschnitt strömt,
daß V P + V F im Auslegpunkt gleich V 0 sind,
und daß die Drossel (4) der Treibdüse (5) gleichzeitig Drossel eines Druckbegrenzungsventils (3) ist, das den Pumpenförderstrom auf dem Förderdruck P P hält, der größer ist als p 0
und daß p P und die Abmessungen des Injektors so gewählt werden, daß im Auslegpunkt hinter dem Diffusor der Druck p 0 gegeben ist.
daß der von der Kolbenpumpe kommende Fluidstrom ein Volumen V P hat, das kleiner ist als V 0,
daß der von der Kolbenpumpe kommende Fluidstrom durch die mit einer Drossel (4) verstellbare Treibdüse (5) eines Injektors (6) ge führt wird und aus dem Förderkanal (7) Fluid des Volumens V F mit sich in den Mischungskanal reißt, so daß in und hinter dem Diffusor (10) pro Zeiteinheit das Volumen V P + V F durch jeden Querschnitt strömt,
daß V P + V F im Auslegpunkt gleich V 0 sind,
und daß die Drossel (4) der Treibdüse (5) gleichzeitig Drossel eines Druckbegrenzungsventils (3) ist, das den Pumpenförderstrom auf dem Förderdruck P P hält, der größer ist als p 0
und daß p P und die Abmessungen des Injektors so gewählt werden, daß im Auslegpunkt hinter dem Diffusor der Druck p 0 gegeben ist.
2. Pumpenanlage unter Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Treibdüse des Injektors durch mehrere Drosselelemente (21, 23)
gedrosselt wird, die durch ein mehrstufiges Druckbegrenzungsventil (20)
verstellt werden, welches stückweise nahezu konstante Förderdrücke p Li
hinter der Kolbenpumpe erreicht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873709429 DE3709429A1 (de) | 1987-03-21 | 1987-03-21 | Hub- oder rotationskolbenpumpenanlage fuer niedrige druecke, insbesondere schmieroelpumpenanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873709429 DE3709429A1 (de) | 1987-03-21 | 1987-03-21 | Hub- oder rotationskolbenpumpenanlage fuer niedrige druecke, insbesondere schmieroelpumpenanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3709429A1 true DE3709429A1 (de) | 1988-10-06 |
Family
ID=6323750
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873709429 Ceased DE3709429A1 (de) | 1987-03-21 | 1987-03-21 | Hub- oder rotationskolbenpumpenanlage fuer niedrige druecke, insbesondere schmieroelpumpenanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3709429A1 (de) |
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