DE3708582A1 - Magnetische sensor-anordnung - Google Patents
Magnetische sensor-anordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine magnetische Sensor-Anord
nung zur Überwachung der Bewegung eines Fahrzeugs entlang eines
Weges, und sie bezieht sich insbesondere, wenn auch nicht aus
schließlich, auf eine magnetische Sensor-Anordnung für die Ver
wendung in einer Sprengmine.
Normalerweise stellt ein magnetischer Sensor in einer
Sprengmine eine Änderung der vertikalen Komponente der magneti
schen Feldstärke aufgrund der Bewegung eines Fahrzeugs, z. B.
eines Panzers, fest. Dabei ist es typisch, daß eine festgestellte
Feldänderung auf einen maximalen Wert zunimmt, wenn das Fahrzeug
sich der Mine nähert und wieder abnimmt, wenn sich das Fahrzeug
weiterbewegt. Wenn das Fahrzeug nahe an der Mine vorbeifährt,
kann der Sensor mehrere Maxima feststellen, und es sind Techniken
entwickelt worden, die ermitteln, ob ein Detonations-Signal aus
gesendet werden soll. Es hat sich jedoch gezeigt, daß sich hier
bei in der Praxis wirkungslose Detonationen ereignen, wenn sich
das Fahrzeug ausreichend nahe bei der Mine befindet, um eine
Detonation auszulösen, die Entfernung aber zu groß ist, um ernst
hafte Schäden zu erleiden. Dieses Problem ergibt sich insbeson
dere, wenn die Mine mit einer hoch-richtungsempfindlichen Ladung
versehen ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine magneti
sche Sensor-Anordnung zu schaffen, die dieses Problem weitgehend
beseitigt.
Die gestellte Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch
gelöst, daß die Anordnung Mittel enthält, die empfindlich für die
magnetische Feldstärke in drei zueinander orthogonalen Richtungen
sind, um entsprechende elektrische Signale zu erzeugen, die einen
magnetischen Feld-Vektor darstellen, der auf die laufende Posi
tion des Fahrzeugs bezogen ist, und daß Mittel vorgesehen sind,
um die entsprechenden elektrischen Signale zu kombinieren, die
zwei aufeinanderfolgenden Positionen des Fahrzeugs entsprechen,
um einen Parameter zu ermitteln, der auf die Bewegungsbahn des
Fahrzeugs bezogen ist.
Vorzugsweise ist der Parameter auf das Vektor-Produkt
von Magnetfeld-Vektoren bezogen, die von den entsprechenden elek
trischen Signalen dargestellt werden, wobei das Vektor-Produkt
die Form H p =a p î +b p +c p hat, wobei î , , Einheits-Vekto
ren in den drei zueinander orthogonalen Richtungen und a p , b p und
c p die Größen der Komponenten des Vektor-Produkts in diesen Rich
tungen sind. Der Parameter kann dann von der Form
sein, wobei R der Winkel ist, den der Vektor H p und der vertikale
Einheits-Vektor einnehmen und die Nähe der laufenden Bewegungs
bahn des Fahrzeugs zur Sensor-Anordnung anzeigt.
Zusätzlich können Mittel vorgesehen werden, um ein
skalares Produkt der magnetischen Vektoren zu erzeugen, die von
den entsprechenden elektrischen Signalen dargestellt werden. Das
skalare Produkt kann dazu benutzt werden, um eine Schwelle von
minimaler Magnet-Vektor-Rotation anzuzeigen, wodurch dem System
ein Maß an Immunität gegen Störungen in den das Magnetfeld mes
senden Schaltungen gegeben wird.
Die magnetische Sensor-Anordnung kann Mittel enthalten,
um in Abhängigkeit von dem Wert der Parameter ein Auslöse-Signal
zu erzeugen. Das Auslöse-Signal kann beispielsweise erzeugt wer
den, wenn der Wert des Parameters nicht größer als ein vorgege
bener Schwellwert ist, wobei dieser Schwellwert in Einklang mit
Bahnbewegungen ist, von denen angenommen werden kann, daß sie
ausreichend nahe bei dem Magnetometer liegen, um akzeptabel zu
sein.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung enthält eine
Sprengmine eine magnetische Sensor-Anordnung der vorangehend de
finierten Art.
Die Detonation der Mine kann verhindert werden, solange
nicht das Auslöse-Signal erzeugt worden ist, und da das Auslöse-
Signal nur unter der Voraussetzung erzeugt wird, daß das Fahrzeug
die Mine in einem ausreichend geringen Abstand passiert (d. h.
vorausgesetzt, daß sein Bahnverlauf als akzeptabel angesehen
werden kann) wird das Auftreten von nutzlosen Detonationen stark
vermindert.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung nä
her erläutert. Darin zeigt:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer magnetischen Sensor-
Anordnung, die einen Teil des Detektor-
Systems einer Sprengmine bildet,
Fig. 2 eine schematische Darstellung des Betriebs
der Anordnung gemäß Fig. 1 und
Fig. 3 ein Blockschaltbild einer magnetischen Sen
sor-Anordnung, die einen Teil eines Fahr
zeug-Überwachungs-Systems bildet.
Aus Gründen der Veranschaulichung sei angenommen, daß
eine magnetische Sensor-Anordnung, die in Fig. 1 dargestellt ist,
die Bewegung eines Fahrzeugs (z. B. eines Panzers) entlang eines
Weges überwacht. Das Fahrzeug, das aus einem magnetisierbaren
Metall besteht, wird durch das Erd-Magnetfeld leicht magnetisch
gemacht und erzeugt dadurch ein kleines, aber feststellbares Mag
netfeld.
Die magnetische Sensor-Anordnung enthält ein Drei-Ach
sen-Magnetometer 1, das eine magnetische Feldstärke in drei zu
einander orthogonalen Richtungen messen kann, die den î, und
Einheits-Vektoren entspricht. Das Magnetometer erzeugt entspre
chende Ausgangsspannungen V i , V j , V k , die die Feldstärke in den
drei Richtungen darstellen, und bei diesem Ausführungsbeispiel
ist eine zusätzliche Schaltung (nicht dargestellt) vorgesehen, um
geeignete Verlagerungs-Spannungen zuzuführen, die weitgehend Bei
träge von Hintergrundfeldern auslöschen, die von geringem Inte
resse sind. Somit stellen die von dem Magnetometer erzeugten Aus
gangsspannungen gleichzeitig einen Magnetfeld-Vektor dar, der auf
die laufende Position des Fahrzeugs bezogen ist.
Von dem Magnetometer erzeugte Ausgangsspannungen werden
periodisch einer Verarbeitungs-Schaltung 2 unter Steuerung einer
Taktschaltung 3 zugeführt, wobei Spannungen der Schaltung 2 so
wohl direkt als auch über eine Auftast- und Halte-Schaltung 4
zugeführt werden. Die Schaltung 2 empfängt daher gleichzeitig
Ausgangsspannungen, die entsprechende Magnetfeld-Vektoren der
Form
H ₁ = a₁ î + b₁ + c₁ und
H ₂ = a₂ î + b₂ + c₂
darstellen, die auf aufeinanderfolgende Positionen des Fahrzeuges
auf seinem Weg bezogen sind. Die Koeffizienten a₁, a₂; b₁, b₂;
c₁, c₂ stellen jeweils die Komponenten der magnetischen Feldstär
ke in den drei orthogonalen Richtungen î , und dar.
Eine andere Verarbeitungs-Schaltung 8 verarbeitet die
von dem Magnetometer erzeugten Spannungen, um das skalare Produkt
S der Vektoren H ₁ und H ₂ zu ermitteln, wobei S die Form hat
S=a₁a₂+b₁b₂+c₁c₂.
Vorausgesetzt, daß das skalare Produkt S
eine Grenze S t , die von der Schaltung 8 gesetzt wird, überschrei
tet, wird eine Sperre beseitigt.
Die Verarbeitungs-Schaltung 2 kombiniert dann die
empfangenen Spannungen, um drei Kombinations-Signale zu erzeugen,
die die Koeffizienten a p , b p und c p eines Vektor-Produkts H p
der Form
H p = H ₁× H ₂=a p î +b p î +c p
darstellen, worin
a p =b₂c₁-b₁c₂,
b p =c₂a₁-c₁a₂, und
c p =a₂b₁-a₁b₂
und löst die Auftast- und Halte-Schaltung aus, so daß diese die
laufenden Werte der magnetischen Feldstärke speichert.
Die Kombinations-Signale werden dann einer weiteren
Verarbeitungs-Schaltung 5 zugeführt, die einen Parameter P₁ der
Form
ermittelt. Wie schematisch in Fig. 2 dargestellt ist, verläuft
das Vektor-Produkt H p orthogonal zu einer gemeinsamen Ebene (die
teilweise als schraffierter Bereich CP dargestellt ist), die die
Magnetfeld-Vektoren H ₁ und H ₂ und die Bewegungsbahn T enthält,
entlang der sich das magnetische Zentrum M des Fahrzeugs bewegt,
und R ist der Winkel, den das Vektor-Produkt H p und der Einheits-
Vektor einnehmen. Der Parameter P₁ gibt eine Anzeige über die
Nähe der Bewegungsbahn T zum Magnetometer, und vorausgesetzt, daß
dieser Parameter nicht größer als ein vorgegebener Schwellwert 1
ist, wird davon ausgegangen, daß das Fahrzeug sich ausreichend
nahe bei dem Magnetometer befindet, um eine weitere Aktion zu ge
währleisten, und die Schaltung 5 erzeugt ein Auslöse-Signal TRIG.
Bei einer Anwendung der Erfindung bildet die magneti
sche Sensor-Anordnung einen Teil eines Detektor-Systems einer
Sprengmine. In diesem Fall wird der Ausgang der Schaltung 5 mit
der einen Eingangsklemme I₁ eines UND-Tors 6 verbunden, und eine
andere Eingangsklemme I₂ des Tors wird mit einer Annäherungs-
Verarbeitungs-Schaltung 7 verbunden, die Detektor-Signale von
einem oder mehreren konventionellen Sensoren verarbeitet. In die
sem Zusammenhang brauchbare Sensoren bestehen aus einem Störungs-
Sensor, einem akustischen Sensor und einem magnetischen Sensor,
und im Falle des magnetischen Sensors kann ein Ausgang des Magne
tometers, vorzugsweise der Ausgang V k verwendet werden. Fakulta
tiv kann die Fahrzeugsrichtung bestimmt werden, indem in einer
Richtungsfindungs- oder Peil-Schaltung 9 ein weiterer Parameter
P₂ beispielsweise der Form
P₂=tan Ø=b p /a p
ermittelt wird, worin Ø der Winkel ist, den das Vektor-Produkt H p
und der Einheits-Vektor î einnehmen. Dieser Parameter kann nach
geeigneter Schwellwertbildung als ein weiterer Eingang für das
Tor 6 oder statt dessen - wie dargestellt - als weiterer Eingang
für die Annäherungs-Verarbeitungs-Schaltung 7 verwendet werden,
und er kann erforderlichenfalls auf den geomagnetischen Norden
durch Bezugnahme auf die ursprünglichen magnetischen Vektoren be
zogen werden, die von Messungen vor Anwendung der genannten Ver
lagerungs-Spannungen abgeleitet wurden.
Vorausgesetzt daß alle Eingangs-Signale gleichzeitig
hoch sind, erzeugt das Tor 6 ein Feuersignal F, das die Detona
tion der Mine auslöst. Es sei bemerkt, daß ein Feuersignal nicht
erzeugt werden kann, bis die Verarbeitungs-Schaltung 5 ein Auslö
se-Signal erzeugt hat, und da dies nur geschehen kann, wenn die
Fahrzeug-Bewegungsbahn als ausreichend nahe der Mine angenommen
wird, kann das Auftreten von nutzlosen Detonationen beträchtlich
vermindert werden.
Bei einer anderen Anwendung der vorliegenden Erfindung,
die in Fig. 3 dargestellt ist, dient die magnetische Sensor-
Anordnung zur Überwachung des Verkehrsflusses auf einer Straße.
Viele der Komponenten sind die gleichen wie bei der Anordnung in
Fig. 1 und haben daher gleiche Bezugsziffern.
Im Betrieb wird die magnetische Sensor-Anordnung oder
zumindest das Magnetometer 1 am Straßenrand aufgestellt. Die Ver
arbeitungs-Schaltung 5 erzeugt ein Auslöse-Signal TRIG, wenn die
Bewegungsbahn eines festgestellten Fahrzeugs sich ausreichend
nahe am Magnetometer befindet, um die Bewegung eines Fahrzeugs
auf der Straße anzuzeigen, und ein dabei erzeugtes Auslöse-Signal
wird den entsprechenden ersten Eingangs-Stellen I₁, I₁′ von zwei
UND-Toren 10 10′ zugeführt. Die Peil-Schaltung 9 spricht auf
Komponenten a p und b p des Vektor-Produktes H p an und erzeugt
entsprechende Ausgangs-Signale D, D′, die ein Maß für die Bewe
gung eines Fahrzeugs in entgegengesetzten Richtungen sind, und
diese Ausgangs-Signale werden entsprechenden zweiten Eingangs-
Stellen I₂, I₂′ der UND-Tore zugeführt.
Jedes Tor erzeugt ein Ausgangs-Signal OP, OP′, sobald
die entsprechenden Eingangs-Signale (I₁, I₂, I₁′, I₂′) gleichzei
tig hoch sind, wobei jedes Ausgangs-Signal die Bewegung eines
festgestellten Fahrzeugs in einer entsprechenden Richtung entlang
der Straße darstellt. Die Ausgangs-Signale können entsprechenden
Zählern (nicht dargestellt) zugeführt werden, so daß der Verkehr
in jeder Richtung überwacht und gegebenenfalls gesteuert werden
kann.
Claims (9)
1. Magnetische Sensor-Anordnung zur Überwachung der Bewe
gung eines Fahrzeugs entlang eines Weges, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anordnung Mittel enthält, die empfindlich für die magne
tische Feldstärke in drei zueinander orthogonalen Richtungen
sind, um entsprechende elektrische Signale zu erzeugen, die einen
magnetischen Feldvektor darstellen, der auf die laufende Position
des Fahrzeugs bezogen ist, und daß Mittel vorgesehen sind, um
entsprechende elektrische Signale zu kombinieren, die zwei auf
einanderfolgenden Positionen des Fahrzeugs entsprechen, um einen
Parameter zu ermitteln, der auf die Bewegungsbahn des Fahrzeugs
bezogen ist.
2. Magnetische Sensor-Anordnung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Parameter auf das Vektor-Produkt von Mag
netfeld-Vektoren bezogen ist, die von den elektrischen Signalen
dargestellt werden.
3. Magnetische Sensor-Anordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Parameter die Form
hat, worin R der Winkel ist, der von dem Vektor-Produkt und einem
vertikalen Einheits-Vektor eingenommen wird.
4. Magnetische Sensor-Anordnung nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, um das
skalare Produkt der Magnetfeld-Vektoren zu ermitteln, die von den
entsprechenden elektrischen Signalen dargestellt werden.
5. Magnetische Sensor-Anordnung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittel zur Ermittlung des skalaren Pro
dukts bewirken, daß die Kokmbinationsmittel in Abhängigkeit von
dem ermittelten skalaren Produkt gesperrt werden.
6. Magnetische Sensor-Anordnung nach einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Verarbeitungsmittel vorgesehen
sind, um in Abhängigkeit von dem Wert des Parameters ein Ausgangs-
Signal zu erzeugen.
7. Magnetische Sensor-Anordnung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Verarbeitungsmittel so ausgebildet sind,
daß sie das Ausgangs-Signal in Abhängigkeit sowohl von dem Wert
des Parameters als auch von dem Ausgang weiterer Fahrzeug-Sensor
mittel erzeugen.
8. Magnetische Sensor-Anordnung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die weiteren Fahrzeug-Sensormittel auf die
Richtung des Fahrzeugs ansprechen.
9. Sprengmine mit einer magnetischen Sensor-Anordnung nach
Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangs-
Signal als Feuersignal für eine explosive Ladung der Mine dient.
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Representative=s name: BRUEMMERSTEDT, H., DIPL.-ING., PAT.-ANW., 3000 HAN |
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