DE3705719A1 - Hochstromschalter - Google Patents
HochstromschalterInfo
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-
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- H01H2009/0083—Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00 using redundant components, e.g. two pressure tubes for pressure switch
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Hochstromschalter mit minde
stens einer, mindestens eine erste Vakuumschaltkammer auf
weisende Strombahn pro Phase. Insbesondere betrifft sie einen
Hochstromschalter, dessen mindestens eine Strombahn von einer
antimagnetischen Metallkapselung umschlossen ist, wobei die
Vakuumschaltkammer mindestens eine mit einem axialen Magnet
feld beaufschlagte Unterbrechungsstelle aufweist.
Aus der Schrift "The new Generator Switch for 8000 A" der
Siemens Aktiengesellschaft (order No.: E 139/2067-101) ist
ein gattungsgemässer Hochstromschalter bekannt. Bei diesem
Hochstromschalter, der für den Einbau in metallgekapselte
Generatorableitungen vorgesehen ist, sind pro Phase drei Vakuum
schaltkammern parallel geschaltet, da nur so der vergleichs
weise hohe Nennstrom von 8000 A dauernd geführt werden kann.
Die Nennstrombelastbarkeit handelsüblicher Vakuumschaltkammern
ist beschränkt, da nur über die aus den Vakuumschaltkammern
herausführenden Anschlussteile Verlustwärme abgeführt werden
kann. Eine Erhöhung der Nennstrombelastbarkeit ist nur mit
vergleichsweise grossem, unwirtschaftlichem Aufwand möglich.
Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie
sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe
einen mit Vakuumschaltkammern ausgerüsteten Hochstromschalter
zu schaffen, bei welchem die Vakuumschaltkammern nicht dauernd
mit Strom beaufschlagt sind, sondern lediglich kurzzeitig
während Ausschalt- und Einschaltvorgängen.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen
darin zu sehen, dass die Vakuumschaltkammern beim Ausschalten
gleichmässig belastet und damit auch besser ausgenutzt werden
können. Auch beim Einschalten wird der Einschaltstrom unmittel
bar nach dem Vorzünden gleichmässig auf die Vakuumschaltkammern
verteilt, so dass auch hier eine Überlastung einzelner Vakuum
schaltkammern ausgeschlossen werden kann. Ein wesentlicher
Vorteil ist ferner, dass die nur für vergleichsweise niedrige
Nennströme geeigneten Vakuumschaltkammern in Hochstromschaltern
so eingesetzt werden können, dass dieser Nachteil vernach
lässigt werden kann, während ihre guten Schalteigenschaften
voll ausgenutzt werden können.
Die weiteren Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstände
der abhängigen Ansprüche.
Die Erfindung, ihre Weiterbildung und die damit erzielbaren
Vorteile werden nachstehend anhand der Zeichnungen, welche
lediglich einen Ausführungsweg darstellen, näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipskizze eines erfindungsgemässen Hochstrom
schalters,
Fig. 2 eine erste Ausführungsform des erfindungsgemässen
Hochstromschalters,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemässen
Hochstromschalters,
Fig. 4 eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemässen
Hochstromschalters und
Fig. 5 eine vierte Ausführungsform des erfindungsgemässen
Hochstromschalters.
Bei allen Figuren sind gleich wirkende Elemente mit gleichen
Bezugszeichen versehen.
In der Fig. 1 ist eine Prinzipskizze eines erfindungsgemässen
Hochstromschalters 1 dargestellt. Dieser Hochstromschalter 1
kann ein- oder mehrphasig ausgebildet sein. Eine Strombahn 2
führt in den Hochstromschalter 1 hinein und teilt sich dort
in eine Nennstrombahn 3 und eine zu ihr parallele Leistungsstrom
bahn 4 auf. Die Nennstrombahn 3 weist eine Hilfsschaltstelle 5
auf, die von der Leistungsstrombahn 4, in welcher eine Vakuum
schaltkammer 6 mit einer Unterbrechungsstelle 7 vorgesehen
ist, überbrückt wird. Der Vakuumschaltkammer 6 sind Spulen
8, 9 vor- und nachgeschaltet, welche die Unterbrechungsstelle
7 mit einem axialen Magnetfeld beaufschlagen. Die Spulen 8, 9
liegen nicht, wie in der Skizze dargestellt, räumlich neben
der Vakuumschaltkammer 6, sondern sie umgeben die Vakuumschalt
kammer 6 im Bereich der Unterbrechungsstelle 7 konzentrisch
und sind mit dieser über isolierende Halterungen mechanisch
verbunden. Die Spulen 8, 9 sind im gleichen Abstand von der
geöffneten Unterbrechungsstelle 7 angeordnet und ihre Längs
achse ist deckungsgleich mit der Längsachse der Vakuumschalt
kammer 6. Ferner ist der Abstand zwischen den beiden Spulen
8, 9 keinesfalls grösser als etwa dem inneren Spulendurchmesser
entsprechend. Jede der beiden Spulen 8, 9 weist die gleiche
Anzahl Windungen auf, und zwar mindestens eine und höchstens
fünf, vorzugsweise jedoch zwei Windungen. Die Spulen 8, 9
können ein- oder mehrlagig gewickelt sein, wobei die Windungs
zahl nicht ganzzahlig zu sein braucht. Eine Eingangsklemme 10
ist mit einem Ende der Spule 8 elektrisch leitend verbunden,
deren anderes Ende über ein elektrisch leitendes Verbindungs
stück mit der Vakuumschaltkammer 6 verbunden ist. Über ein
weiteres Verbindungsstück ist die Vakuumschaltkammer 6 mit
einem Ende der Spule 9 verbunden, deren anderes Ende mit einer
Abgangsklemme 11 verbunden ist.
Bei einer Ausschaltung wird nun zuerst die Hilfsschaltstelle 5
geöffnet und der abzuschaltende Strom kommutiert auf die Lei
stungsstrombahn 4. Erst danach wird die Vakuumschaltkammer 6
geöffnet und in der Unterbrechungsstelle 7 brennt ein Licht
bogen. Die beiden gleich bemessenen und identisch aufgebauten
Spulen 8, 9 werden vom abzuschaltenden Strom gleichsinnig
durchflossen und erzeugen gemeinsam ein auf die Unterbrechungs
stelle 7 und den in dieser beim Ausschaltvorgang bestehenden
Lichtbogen einwirkendes axiales Magnetfeld. Im Bereich der
Unterbrechungsstelle 7 ist dieses Magnetfeld dank der geome
trischen Anordnung der Spulen 8, 9 nahezu homogen, ferner
ist es proportional zum Strom und bewirkt, dass der Lichtbogen
auch bei Stromwerten im Bereich von 50 kA und weit darüber
diffus brennt, so dass der Kontaktabbrand der Unterbrechungs
stelle 7 in beherrschbaren Grenzen bleibt. Derartige Strom
werte können nur dank des, bedingt durch die vergleichsweise
grosse Windungszahl der Spulen 23 und 24, starken axialen
Magnetfeldes beherrscht und abgeschaltet werden.
In Fig. 1, wie auch in den nachfolgenden Fig. 2 bis 5 sind
alle mechanischen Antriebselemente, welche die Hilfsschalt
stelle 5 und die entsprechenden Vakuumschaltkammern 6 betätigen,
nicht angedeutet. Ferner wurde in Fig. 1 eine, jede Phase
des Hochstromschalters 1 einhüllende, antimagnetische Metall
kapselung nicht dargestellt.
In Fig. 2 ist ein weiterer Hochstromschalter 1 dargestellt,
und zwar in der oberen Hälfte der Figur im eingeschalteten
Zustand und in der unteren Hälfte im ausgeschalteten Zustand.
Die Strombahn 2 ist rohrförmig ausgebildet und wird durch
Isolatoren 15 gegen eine koaxial angeordnete Metallkapselung
16 abgestützt. Diese Metallkapselung 16 ist ebenfalls rohr
förmig ausgebildet und besteht aus einem antimagnetischen
Metall. An der Metallkapselung 16 angebrachte Füsse 17 erlauben
die Befestigung des Hochstromschalters 1 auf Fundamenten.
Die jeweiligen stirnseitigen Enden der Metallkapselung 16
und der Strombahn 2 weisen Anschlussmöglichkeiten für die
elektrische Verbindung mit bekannten, einphasig metallgekapsel
ten Generatorableitungen auf. In der Metallkapselung 16 sind
Montage- und Inspektionsöffnungen vorgesehen, ebenso Durch
brüche für die mechanischen Antriebselemente. Diese Öffnungen
und Durchbrüche sind bei Hochstromschaltern 1 für höhere Lei
stung in der Regel druckdicht abgeschlossen, da die gesamte
Generatorableitung unter geringem Überdruck steht, um die
Verschmutzungsgefahr für die Isolatoren 15 klein zu halten.
Häufig werden derartige Generatorableitungen auch fremdbelüf
tet, um eine gute Abfuhr der Verlustwärme zu erreichen.
Die Nennstrombahn 3 weist eine Lücke auf, die bei eingeschal
tetem Hochstromschalter 1 durch die Hilfsschaltstelle 5 über
brückt ist. Die Hilfsschaltstelle 5 ist hier durch Fingerkon
takte angedeutet, deren Anzahl entsprechend der Höhe des Nenn
stromes gewählt werden kann. Ein Teil dieser Fingerkontakte
kann beim Ausschalten den übrigen nachlaufen, so dass sich
Kommutierungslichtbögen nur an diesen nachlaufenden Finger
kontakten ausbilden können. Die übrigen Fingerkontakte werden
dadurch geschont und gewährleisten immer eine einwandfreie
Nennstromführung. Beim Einschalten übernehmen diese Finger
kontakte, die dann zuerst schliessen, ebenfalls die Kommutie
rungsbelastungen. Die Fingerkontakte sind in einer nicht darge
stellten Halterung gefasst, welche von einem Antrieb bewegt
wird. Parallel zur Nennstrombahn 3 sind hier lediglich zwei
parallele Leistungsstrombahnen 4 dargestellt. Jede dieser
Leistungsstrombahnen 4 ist entsprechend der bei Fig. 1 beschrie
benen Leistungsstrombahn 4 aufgebaut. Die Leistungsstrombahnen 4
liegen hier innerhalb der hohlen Nennstrombahn 3 und sind
zentrisch symmetrisch angeordnet. Die Leistungsstrombahnen 4
weisen jeweils den gleichen Impedanzwert mit vorwiegend induk
tivem Anteil auf. Dadurch wird bei einer Strombeaufschlagung
der Leistungsstrombahnen 4 eine gleichmässige Stromverteilung
auf alle Leistungsstrombahnen 4 erzielt, was zur Folge hat,
dass keine der Vakuumschaltkammern 6 überlastet wird. Das
Leistungsschaltvermögen jeder einzelnen Vakuumschaltröhre 6
kann damit voll und ohne Sicherheitsmarge ausgenützt werden.
Die Wirkungsweise dieses Hochstromschalters 1 soll kurz erläu
tert werden. Wenn der Hochstromschalter 1 den Nennstrom führt,
ist die Hilfsschaltstelle 5 geschlossen und der gesamte Nenn
strom fliesst von der Strombahn 2 durch die Nennstrombahn 3.
Die Leistungsstrombahnen 4 liegen im feldfreien Raum innerhalb
der Nennstrombahn 3 und führen deshalb keinen Strom. Nach einem
Ausschaltbefehl für eine Manöverierschaltung oder auch für eine
Kurzschlussabschaltung, geht zuerst die Hilfsschaltstelle 5
auf und der gesamte Strom kommutiert, gleichmässig verteilt,
auf die Leistungsstrombahnen 4. Erst danach werden die Vakuum
schaltkammern 6 geöffnet und schalten in der Regel im nächsten
Stromnulldurchgang den Strom ab. Im ausgeschalteten Zustand
bleiben Hilfsschaltstelle 5 und Vakuumschaltkammern 6 geöffnet.
Beim Einschalten schliessen zuerst die Vakuumschaltkammern 6
und der Einschaltstrom fliesst, gleichmässig aufgeteilt, durch
die Leistungsstrombahnen 4. Unmittelbar danach schliesst auch
die Hilfsschaltstelle 5 und der Strom kommutiert von den Lei
stungsstrombahnen 4 auf die Nennstrombahn 3. Bei beiden Schalt
vorgängen sind die Vakuumschaltkammern 6 jeweils nur sehr
kurz mit Strom belastet, so dass keine nennenswerte thermische
Belastung derselben auftritt. Selbst kurz aufeinanderfolgende
Schaltzyklen können die Vakuumschaltkammern 6 deshalb problemlos
aushalten.
Für die meisten Anwendungsbereiche dürfte eine Vakuumschalt
kammer 6 pro Leistungsstrombahn 4 eine genügende Spannungs
festigkeit sicherstellen. Es ist jedoch ohne weiteres möglich
pro Leistungsstrombahn 4 zwei oder mehr Vakuumschaltkammern 6
in Reihe zu schalten, um damit eine höhere Spannungsfestigkeit
zu erreichen.
Wie Fig. 3 zeigt, ist es auch möglich die Leistungsstrombahnen 4
aussen um die Nennstrombahn 3 herum anzuordnen. Diese ebenfalls
zentrisch symmetrische Anordnung weist den Vorteil auf, dass
eine grössere Anzahl Leistungsstrombahnen 4, gleichmässig
auf den Umfang verteilt, angebracht werden kann. Dieser Hoch
stromschalter 1 ist für höhere Nennströme geeignet als der
nach Fig. 2. Im eingeschalteten Zustand werden bei diesem
Hochstromschalter 1 infolge der Stromverdrängung dauernd kleine,
unbedeutende Ströme durch die Leistungsstrombahnen 4 fliessen.
Diese kleinen Ströme werden jedoch durch die Impedanz der
jeweiligen Leistungsstrombahnen 4 auf vernachlässigbare Werte
begrenzt, so dass die thermische Vorbelastung der jeweiligen
Vakuumschaltkammern 6 vernachlässigt werden kann.
In Fig. 4 ist eine Kombination der Anordnungen entsprechend
den Fig. 2 und 3 dargestellt, die für besonders hohe Ströme
geeignet ist. Bei diesem Hochstromschalter 1 ist darauf zu
achten, dass die Impedanzen der innerhalb der Nennstrombahn 3
liegenden Leistungsstrombahnen 4 und die der aussenliegenden
Leistungsstrombahnen 4 gleich sein müssen.
Wenn besonders enge räumliche Einbauverhältnisse für den Hoch
stromschalter 1 vorliegen, so ist es auch möglich, die Isolatoren
15 als druckdichte Scheibenisolatoren auszubilden und auch
die Strombahn 2 innen an beiden Seiten des Hochstromschalters 1
druckdicht abzuschliessen. Der so geschaffene Raum kann mit
einem isolierenden Medium, beispielsweise Druckluft oder SF6-
Gas gefüllt werden. Dadurch lassen sich die Isolationsabstände
und damit die Schalterabmessungen verkleinern, ferner können
auch die Leistungsstrombahnen 4 und die zugehörigen Vakuum
schaltkammern 6 dichter nebeneinander angebracht werden.
In Fig. 5 ist eine weitere modifizierte Ausführungsform eines
Hochstromschalters 1 dargestellt, die der Ausführungsform
entsprechend Fig. 3 ähnlich ist, die jedoch bei allen übrigen
Ausführungsformen ebenfalls möglich ist. In jede der Leistungs
strombahnen 4 ist zusätzlich noch ein I S -Begrenzer 20 und
in Reihe dazu ein Sensor 21 eingebaut. Die von den Sensoren
21 aufgenommenen Signale werden in einer Auswerteeinheit 22
überwacht und verarbeitet. Die Auswerteeinheit 22 kann, wie
durch die gestrichelten Wirkungslinien 23 angedeutet, gleich
zeitig auf die Gesamtheit aller I S -Begrenzer 20 einwirken
und diese gleichzeitig auslösen, sie kann jedoch auch so ausge
legt sein, dass sie lediglich bestimmte I S -Begrenzer 20 auslöst.
Die Leistungsstrombahnen 4 sind dann unterbrochen. Eine der
artige redundante Schaltungsmöglichkeit erhöht die Sicherheit
beim Ausschalten des Hochstromschalters 1. Sollte beispielsweise
eine Vakuumschaltkammer 6 nicht abschalten, so würde der Sensor
21 der betreffenden fehlerbehafteten Leistungsstrombahn 4
dies anzeigen. In der Auswerteeinheit 22 würde dann beispiels
weise festgestellt, dass in einer der Leistungsstrombahnen 4
der erstlöschenden Phase noch Strom fliesst, und zwar der
gesamte zu unterbrechende Strom, deshalb würde die Auswerte
einheit 22 augenblicklich sämtliche I S -Begrenzer 20 auslösen.
Bei einer dreiphasigen Gruppe von Hochstromschaltern 1 würden
alle I S -Begrenzer 20 in allen drei Phasen ausgelöst. Um nun
nicht in allen Leistungsstrombahnen 4 nach Ursachen für die
Auslösung der I S -Begrenzer 20 suchen zu müssen, ist in der
Auswerteeinheit 22 eine Einrichtung vorgesehen, welche erlaubt,
den Sensor 21, welcher die Auslösung veranlasst hat, und damit
auch die fehlerbehaftete Leistungsstrombahn 4 zu identifizieren.
Die I S -Begrenzer 20 müssen nach einer Auslösung manuell revi
diert werden. Dieser Aufwand ist jedoch vollauf gerechtfertigt,
wenn man bedenkt, welche Folgeschäden am Generator und an
sonstigen Anlageteilen dadurch vermeidbar sind.
Es ist auch denkbar bei dem erwähnten Fehler nur die I S -Begren
zer 20 der erstlöschenden Phase auszulösen oder nur den I S -Be
grenzer 20 der fehlerbehafteten Leistungsstrombahn 4 und die
anderen beiden Phasen der dreiphasigen Gruppe normal abschalten
zu lassen. Für diese Schaltung wird jedoch eine sehr schnell
arbeitende elektronische Auswerteeinheit 22 benötigt. Ebenso
ist es sinnvoll, wenn ein Fehler erst in einer der zweitlöschen
den Phasen auftritt, nur die I S -Begrenzer 20 dieser fehlerbe
hafteten Phase auszulösen oder nur den I S -Begrenzer 20 der
fehlerbehafteten Leistungsstrombahn 4, weil dadurch der Zeit-
und Arbeitsaufwand für die Revision der I S -Begrenzer 20 redu
ziert werden kann. Die Auswerteeinheit 22 muss nach dem Aus
lösen eines I S -Begrenzers 20 jede Einschaltung des Hochstrom
schalters 1 solange blockieren, bis dieser revidiert und wieder
vollständig betriebsbereit ist. Die Auswerteeinheit 22 muss
stets so ausgelegt werden, dass jeweils ein optimaler Einsatz
der I S -Begrenzer 20 gewährleistet ist. Zudem muss sie sicher
stellen, dass bei Einschaltungen keine Fehlauslösungen der
I S -Begrenzer 20 erfolgen können.
Derartig mit Vakuumschaltkammern 6 ausgerüstete Hochstrom
schalter 1 eignen sich, wegen der äusserst geringen Revisions
anfälligkeit der Vakuumschaltkammern 6, besonders für Pump
speicherkraftwerke, deren Generatorschalter für extrem hohe
Schaltzahlen ausgelegt sein müssen.
Für Hochstromschalter 1 mit kleineren Anforderungen an das
Abschaltvermögen, wie dies z.B. bei Hochstromlastschaltern
der Fall sein könnte, würde es genügen nur eine Leistungsstrom
bahn 4 mit mindestens einer Vakuumschaltkammer 6 ohne die
Spulen 8 und 9 vorzusehen. Für das Abschalten von Lastströmen
würde das Abschaltvermögen dieser mindestens einen Vakuumschalt
kammer 6, deren Kontakte so aufgebaut sind, dass ein vergleichs
weise schwaches axiales Magnetfeld entsteht, genügen.
Claims (10)
1. Hochstromschalter (1) mit mindestens einer, mindestens
eine erste Vakuumschaltkammer (6) aufweisende, von einer
antimagnetischen Metallkapselung (16) umschlossenen Strombahn
(2) pro Phase, wobei die Vakuumschaltkammer (6) mindestens
eine mit einem axialen Magnetfeld beaufschlagte Unterbre
chungsstelle (7) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
- - dass die mindestens eine Strombahn (2) mindestens eine erste Leistungsstrombahn (4) und mindestens eine, parallel zur mindestens einen ersten Leistungsstrombahn (4) ge schaltete Nennstrombahn (3) aufweist, und
- - dass beim Ausschalten die Unterbrechungsstelle (7) der in der mindestens einen ersten Leistungsstrombahn (4) liegenden mindestens einen ersten Vakuumschaltkammer (6) nach dem Kommutieren des zu unterbrechenden Stromes auf die mindestens eine erste Leistungsstrombahn (4) öffnet.
2. Hochstromschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - dass die mindestens eine Nennstrombahn (3) hohl ausgebil det ist, und
- - dass die mindestens eine erste Vakuumschaltkammer (6) innerhalb der mindestens einen Nennstrombahn (3) ange ordnet ist.
3. Hochstromschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - dass die mindestens eine Nennstrombahn (3) hohl ausgebil det ist, und
- - dass die mindestens eine erste Vakuumschaltkammer (6) ausserhalb der mindestens einen Nennstrombahn (3) ange ordnet ist.
4. Hochstromschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet,
- - dass mindestens eine zweite Vakuumschaltkammer (6) in mindestens einer zweiten, parallel zur mindestens einen ersten geschalteten Leistungsstrombahn (4) vorgesehen ist, und
- - dass jede der mindestens zwei Leistungsstrombahnen (4) jeweils den gleichen Impedanzwert mit vorwiegend induktivem Anteil aufweist.
5. Hochstromschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
- - dass die mindestens eine erste Vakuumschaltkammer (6) innerhalb, und
- - dass die mindestens eine zweite Vakuumschaltkammer (6) ausserhalb der mindestens einen Nennstrombahn (3) ange ordnet ist.
6. Hochstromschalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
- - dass jeder der Vakuumschaltkammern (6) mindestens zwei gleich bemessene und gleichsinnig stromdurchflossene Spulen (8, 9) zugeordnet sind, von denen je eine der jeweiligen Vakuumschaltkammer (6) elektrisch vorgeschaltet und je eine nachgeschaltet ist.
7. Hochstromschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
- - dass die Spulen (8, 9) die jeweilige Vakuumschaltkammer (6) im Bereich ihrer Unterbrechungsstelle konzentrisch umgeben,
- - dass jede der Spulen (8, 9) im gleichen Abstand von der geöffneten Unterbrechungsstelle angeordnet ist,
- - dass jede der Spulen (8, 9) mindestens eine und höchstens fünf, vorzugsweise jedoch zwei Windungen aufweist, und
- - dass diese Spulen (8, 9) keinesfalls weiter voneinander beabstandet sind, als etwa dem inneren Spulendurchmesser entsprechend.
8. Hochstromschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet,
- - dass in der mindestens einen ersten Leistungsstrombahn (4) ein I S -Begrenzer (20) und ein Sensor (21) vorgesehen sind, und
- - dass der Sensor mit einer Auswerteeinheit (22) verbunden ist, welche auf den I S -Begrenzer (20) einwirken kann.
9. Hochstromschalter nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch
gekennzeichnet,
- - dass in jeder der mindestens zwei Leistungsstrombahnen (4) jeweils ein I S -Begrenzer (20) und jeweils ein Sensor (21) vorgesehen ist, und
- - dass die Gesamtheit der Sensoren (21) mit einer Auswerte einheit (22) verbunden ist, welche entweder gleichzeitig auf die Gesamtheit der I S -Begrenzer (20) einwirken kann oder selektiv auf bestimmte I S -Begrenzer (20).
10. Hochstromschalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
- - dass in der Auswerteeinheit (22) eine Einrichtung zur Identifikation des oder der signalgebenden Sensoren (21) vorgesehen ist.
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| FR8801995A FR2611310B1 (fr) | 1987-02-23 | 1988-02-19 | Interrupteur pour courant fort |
| SU4355237A SU1542428A3 (ru) | 1987-02-23 | 1988-02-19 | Выключатель максимального тока |
Applications Claiming Priority (1)
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