DE10016950A1 - Verfahren zum Abschalten eines Kurzschlussstroms im generatornahen Bereich - Google Patents
Verfahren zum Abschalten eines Kurzschlussstroms im generatornahen BereichInfo
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Abstract
Das Verfahren für das Abschalten eines Kurzschlussstroms, insbesondere im generatornahen Bereich eines Hochspannungsnetzes, weist folgende Verfahrensschritte auf: DOLLAR A a) Feststellen eines Kurzschlusses und Auslösung eines Leistungsschalters (1) für die Abschaltung des Kurzschlussstroms, DOLLAR A b) Öffnung eines in einer Leistungsstrombahn (9) des Leistungsschalters (1) angeordneten Trenners (3) und Ausbildung eines ersten Lichtbogens in einer Trennstrecke des Trenners (3), DOLLAR A c) zeitlich auf die Öffnung des Trenners (3) abgestimmte Öffnung einer in der Leistungsstrombahn (9) des Leistungsschalters (1) in Reihe zum Trenner (3) geschalteten Vakuumschaltkammer (2) und Ausbildung eines zweiten Lichtbogens in der Vakuumschaltkammer (2), DOLLAR A d) Dämpfung des überwiegenden Anteils der asymmetrischen Komponente des abzuschaltenden Kurzschlussstroms durch die über dem Trenner (3) abfallende Lichtbogenspannung, DOLLAR A e) Untersützung der Dämpfung der asymmetrischen Komponente des abzuschaltenden Kurzschlussstroms durch die über der Vakuumschaltkammer (2) abfallende Lichtbogenspannung, DOLLAR A f) Löschen des zweiten Lichtbogens durch die Vakuumschaltkammer (2) in einem Stromnulldurchgang und gleichzeitiges Erlöschen des ersten Lichtbogens und damit des Kurzschlussstroms.
Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Abschalten
eines Kurzschlussstroms in einem Hochspannungsnetz.
Aus der Patentschrift EP 0 593 902 B1 ist eine Schaltanlage
bekannt, die in einem elektrischen Hochspannungsnetz
eingesetzt werden kann. Diese Schaltanlage weist eine
Reihenschaltung eines Trenners mit einer Vakuumschaltkammer
auf, die in einem isoliergasgefüllten Gehäuse angeordnet ist.
Beim Ausschaltvorgang öffnet stets zuerst die
Vakuumschaltkammer und unterbricht den Strom, und erst danach
öffnet der Trenner stromlos. Beim Einschaltvorgang schaltet
stets zuerst der Trenner stromlos ein und erst danach die
Vakuumschaltkammer. Demnach dient die Vakuumschaltkammer hier
als Leistungsschalter und der Trenner nimmt lediglich die
Aufgabe des Herstellens einer Trennstrecke wahr, welche im
offenen Zustand die anstehende Spannung halten muss.
Für den Einsatz als Generatorschalter ist diese Schaltanlage
nicht vorgesehen und nicht geeignet, da sie keine Mittel
aufweist, um bei generatorgespeisten Kurzschlüssen im
Nahbereich des Generators die fehlenden Stromnulldurchgänge
rasch zu erzwingen.
Die Erfindung, wie sie in den unabhängigen Ansprüchen
gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, ein einfaches Verfahren
zum raschen Abschalten von Kurzschlussströmen im
generatornahen Bereich anzugeben.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind darin zu
sehen, dass der Leistungsschalter selber mit einfachen Mitteln
bei stark asymmetrischen Kurzschlussströmen, die zunächst
keinen Stromnulldurchgang aufweisen, die asymmetrische
Komponente so wirksam dämpft, dass schon nach einer
vergleichsweise kurzen Zeitspanne Stromnulldurchgänge
auftreten, wodurch ein frühzeitiges Löschen der
Kurzschlussströme ermöglicht wird. Der Leistungsschalter weist
eine Vakuumschaltkammer und zu ihr in Reihe geschaltet einen
Trenner auf, der mit besonders abbrandfesten Kontakten
ausgestattet ist, und der dafür ausgelegt ist, eine möglichst
hohe Lichtbogenspannung zu erzeugen, welche beim
Ausschaltvorgang die asymmetrische Komponente des
Kurzschlussstroms dämpft, sodass die Zeit bis zum ersten
Nulldurchgang desselben vorteilhaft verkürzt wird. Je
schneller der Kurzschlussstrom abgeschaltet wird, desto
geringer sind die Sekundärschäden, die der Kurzschluss
verursacht. Nach der erfolgreichen Abschaltung des
Kurzschlusses stellt der Trenner die nötige Trennstrecke her.
Die weiteren Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der
abhängigen Ansprüche.
Die Erfindung, ihre Weiterbildung und die damit erzielbaren
Vorteile werden nachstehend anhand der Zeichnung, welche
lediglich einen möglichen Ausführungsweg darstellt, näher
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Phase einer ersten
Ausführungsform eines Leistungsschalters im ausgeschalteten
Zustand,
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Phase einer zweiten
Ausführungsform eines Leistungsschalters im ausgeschalteten
Zustand,
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Phase einer dritten
Ausführungsform eines Leistungsschalters im ausgeschalteten
Zustand, und
Fig. 4 den zeitlichen Stromverlauf in einer Phase des von
einem Generator gelieferten Kurzschlussstromes.
Bei allen Figuren sind gleich wirkende Elemente mit gleichen
Bezugszeichen versehen. Alle für das unmittelbare Verständnis
der Erfindung nicht erforderlichen Elemente sind nicht
dargestellt bzw. nicht beschrieben.
Die Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Phase
einer ersten Ausführungsform eines Leistungsschalters 1 im
ausgeschalteten Zustand. Der Leistungsschalter 1 weist pro
Phase eine Reihenschaltung einer Vakuumschaltkammer 2 mit
einem Trenner 3 auf. Die Vakuumschaltkammer 2 ist mittels
eines Verbindungsstücks 4 elektrisch leitend mit dem Trenner 3
verbunden. Auf der dem Trenner 3 abgewandten Seite ist die
Vakuumschaltkammer 2 mit einer Anschlussklemme 5 elektrisch
leitend verbunden. Der Trenner 3 ist auf der der
Vakuumschaltkammer 2 abgewandten Seite mit einer
Anschlussklemme 6 elektrisch leitend verbunden. Die
Anschlussklemmen 5 und 6 dienen der Verbindung des
Leistungsschalters 1 mit dem Hochspannungsnetz. Der
Leistungsschalter 1 wird von einem nicht dargestellten Antrieb
angetrieben. Als Antrieb kann beispielsweise ein herkömmlicher
Kraftspeicherantrieb vorgesehen werden. Es ist natürlich auch
möglich, den Trenner 3 und die Vakuumschaltkammer 2 jeweils
mit separaten Antrieben zu betätigen. Dieser Leistungsschalter
1 ist lediglich für vergleichsweise kleine Nennströme
geeignet, da er nur eine Leistungsstrombahn und keine separate
Nennstrombahn aufweist.
Die Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer Phase
einer zweiten Ausführungsform eines Leistungsschalters 1 im
ausgeschalteten Zustand. Diese Ausführungsform unterscheidet
sich von der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform dadurch,
dass eine parallele Nennstrombahn 7 vorgesehen ist, die mit
Nennstromkontakten 8 bestückt ist. Die Nennstrombahn 7 ist
mittels dieser Nennstromkontakte 8 unterbrechbar. Die
Nennstrombahn 7 wird beim Ausschaltvorgang stets zuerst durch
einen nicht dargestellten Antrieb geöffnet, worauf der
abzuschaltende Strom auf die parallel zur Nennstrombahn 7
verlaufende, direkt durch den Trenner 3 und die
Vakuumschaltkammer 2 führende Leistungsstrombahn 9 kommutiert.
Der Antrieb betätigt hier, in zeitlich genau abgestimmter
Folge, alle drei Schaltstellen. Es ist auch möglich, den
Trenner 3 und die Vakuumschaltkammer 2 jeweils mit separaten
Antrieben zu betätigen, und die Bewegung der Nennstromkontakte
8 durch Kopplung mit einem dieser Antriebe zu erreichen.
Die Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Phase
einer dritten Ausführungsform eines Leistungsschalters 1 im
ausgeschalteten Zustand. Diese Ausführungsform unterscheidet
sich von der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform dadurch,
dass zum Trenner 3 eine parallele Nennstrombahn 10 vorgesehen
ist, die mit Nennstromkontakten 11 bestückt ist, und dass auch
zur Vakuumschaltkammer 2 eine separate parallele Nennstrombahn
12 vorgesehen ist, die mit Nennstromkontakten 13 bestückt ist.
Die Nennstrombahnen 10 und 12 sind mittels dieser
Nennstromkontakte 11 bzw. 13 unterbrechbar. Es sind auch
Ausführungsformen vorstellbar, bei denen entweder zum Trenner
3 allein oder zur Vakuumschaltkammer 2 allein eine parallele
Nennstrombahn vorgesehen ist. In der Fig. 3 ist ein
übergeordneter Anlagenschutz 14 schematisch angedeutet, der
sämtliche nötigen Mess- und Steuereinrichtungen umfasst, die
nötig sind, um einen ordnungsgemässen Betrieb des
Hochspannungsnetzes sicherzustellen, er stellt beispielsweise
u. a. das Auftreten von Kurzschlüssen im Hochspannungsnetz fest
und löst danach den Leistungsschalter 1 im Fehlerfall aus.
Dieses Einwirken des Anlagenschutzes 14 auf den
Leistungsschalter 1 wird durch eine gestrichelt dargestellte
Wirkungslinie 15 symbolisiert.
Bei allen hier beschriebenen Ausführungsformen des
Leistungsschalters 1 ist der nicht dargestellte Antrieb so
ausgelegt, dass beim Ausschalten in der Regel jeweils der
Trenner 3 und die Vakuumschaltkammer 2 zugleich betätigt und
geöffnet werden. Es ist aber durchaus möglich, dass die
Vakuumschaltkammer 2 zeitlich verzögert nach dem Trenner
öffnet, um den Abbrand an den Kontakten der Vakuumschaltkammer
2 möglichst klein zu halten. Wenn der Anlagenschutz so
ausgelegt ist, dass er das Auftreten von grossen
asymmetrischen Kurzschlussströmen detektieren kann, dann ist
es auch möglich, die Vakuumschaltkammer 2 vor dem Trenner 3 zu
öffnen. Beim Einschalten wird in der Regel der Trenner 3
zuerst geschlossen und erst danach schliesst die
Vakuumschaltkammer 2 den Stromkreis definitiv. Es sind aber,
je nach Typ des Trenners 3, auch andere zeitliche Abfolgen
möglich.
Bei den Ausführungsformen des Leistungsschalters 1, die mit
separaten Nennstrombahnen 7, 10 und 12 versehen sind, öffnen
beim Ausschaltvorgang stets zuerst die Nennstromkontakte 8, 11
und 13, sodass der Strom auf die jeweilige Leistungsstrombahn
9 kommutiert, in welcher dann die endgültige Unterbrechung des
Stromes erfolgt. Beim Einschalten wird dagegen stets zuerst
die Leistungsstrombahn 9 geschlossen und erst danach die
jeweiligen Nennstromkontakte 8, 11 und 13.
Der Trenner 3 weist hier besonders abbrandfest ausgebildete
Abbrandkontakte auf, die speziell dafür ausgebildet sind, dem
Ausschaltlichtbogen hinreichend lange standzuhalten. Der
Trenner 3 ist hier schematisch mit einer Trennstelle
dargestellt, es ist jedoch sinnvoll, den Trenner 3 mit
mehreren in Reihe geschalteten Trennstellen zu versehen, denn
so wird auf einfache Art und Weise eine hohe über dem Trenner
3 abfallende Lichtbogenspannung erreicht, da sich die über den
einzelnen Trennstellen abfallenden Lichtbogenspannungen
addieren. Der Trenner 3 kann in einem Isoliergas angeordnet
sein oder in Luft, wobei das entsprechende isolierende Medium
mit oder ohne Druckbeaufschlagung eingesetzt werden kann. Da
an dem Trenner 3 das Auftreten besonders hoher
Lichtbogenspannungen erwünscht ist, ist es durchaus möglich,
auch flüssige oder verflüssigte Isoliermedien für den Trenner
3 vorzusehen. Der Trenner 3 ist nicht für Schaltvorgänge
vorgesehen, die ein Schaltvermögen des Trenners 3 bedingen, er
hat in diesem Leistungsschalter 1 allein die Aufgabe, während
des Ausschaltvorgangs eine hohe Lichtbogenspannung zu
erzeugen, welche für die Dämpfung des überwiegenden Anteils
der asymmetrischen Komponente des abzuschaltenden
Kurzschlussstromes benötigt wird. Durch diese Dämpfung wird
die Zeitkonstante des Abklingens der Asymmetrie des
Kurzschlussstroms wesentlich verkleinert. Im ausgeschalteten
Zustand unterstützt die Trennstrecke des Trenners 3 jedoch
zusätzlich die Spannungsfestigkeit der Vakuumschaltkammer 2
des Leistungsschalters 1.
Die Fig. 4 weist zwei Stromverlaufskurven A und B auf, die
jeweils den zeitlichen Verlauf eines von einem
Wechselstromgenerator gelieferten Kurzschlussstromes in einer
Phase darstellen. Die Stromverlaufskurve A zeigt den
unbeeinflussten Verlauf des Kurzschlussstroms nach dem
Auftreten des Kurzschlusses im Zeitpunkt 10. Es ist deutlich
ersichtlich, dass der Kurzschlussstrom in der dargestellten
Phase stark asymmetrisch verläuft, sodass zunächst keine
Stromnulldurchgänge auftreten können. Der erste
Stromnulldurchgang tritt hier erst nach etwa zweieinhalb
Perioden im Zeitpunkt T1 auf, was bedeutet, dass erst nach
dieser vergleichsweise langen Zeitspanne eine erste
Möglichkeit für das Abschalten des Kurzschlussstroms bestünde.
Wenn durch diesen Kurzschlussstrom ein Störlichtbogen gespeist
wird, so verursacht dieser Sekundärschäden, die mit der
zeitlichen Dauer dieses Lichtbogens zunehmen. Es ist aber auch
möglich, dass ein Kurzschlussstrom durch die
Hochspannungsschaltanlage fliesst, ohne dass dabei ein
Störlichtbogen auftritt, in diesem Fall ist es jedoch
ebenfalls von Vorteil, wenn die zeitliche Dauer der
elektrodynamischen und der thermischen Belastung der
Anlagenkomponenten möglichst klein gehalten wird.
Der Leistungsschalter 1, und zwar insbesondere sein Trenner 3,
ist so ausgelegt, dass beim Ausschalten eine vergleichsweise
hohe an ihm abfallende Lichtbogenspannung generiert wird.
Diese hohe Lichtbogenspannung wirkt nach dem Öffnen des
Leistungsschalters 1 im Zeitpunkt T2 auf den Verlauf des
Kurzschlussstroms ein und dämpft dessen Asymmetrie ab, sodass
statt der theoretischen Stromverlaufskurve A die tatsächliche
Stromverlaufskurve B erreicht wird. Die Zeitspanne bis zum
ersten Nulldurchgang des Kurzschlussstroms, der bei dieser
Stromverlaufskurve B im Zeitpunkt T3 liegt, ist erheblich
verkürzt gegenüber der entsprechenden Zeitspanne bei der
Stromverlaufskurve A. Der Kurzschlussstrom kann demnach viel
früher gelöscht werden, sodass infolgedessen die
unvermeidbaren Sekundärschäden und sonstigen Belastungen
vorteilhaft klein gehalten werden können. Die Löschung des
Kurzschlussstroms wird hier im Zeitpunkt T4 erfolgen.
Das Abschalten von Kurzschlussströmen im generatornahen
Bereich eines Hochspannungsnetzes erfolgt mit Hilfe des
Leistungsschalters 1 in folgenden Schritten:
- a) Feststellen eines Kurzschlusses und Auslösung des Leistungsschalters 1 für die Abschaltung des Kurzschlussstroms durch den übergeordneten Anlagenschutz 14,
- b) Öffnung eines in der Leistungsstrombahn 9 des Leistungsschalters 1 angeordneten Trenners 3 und Ausbildung eines ersten Lichtbogens in einer Trennstrecke des Trenners 3,
- c) zeitlich auf die Öffnung des Trenners 3 abgestimmte Öffnung der in der Leistungsstrombahn 9 des Leistungsschalters 1 in Reihe zum Trenner 3 geschalteten Vakuumschaltkammer 2 und Ausbildung eines zweiten Lichtbogens in der Vakuumschaltkammer 2,
- d) Dämpfung des überwiegenden Anteils der asymmetrischen Komponente des abzuschaltenden Kurzschlussstroms durch die über dem Trenner 3 abfallende Lichtbogenspannung,
- e) Unterstützung der Dämpfung der asymmetrischen Komponente des abzuschaltenden Kurzschlussstroms durch die über der Vakuumschaltkammer 2 abfallende Lichtbogenspannung,
- f) Löschen des zweiten Lichtbogens durch die Vakuumschaltkammer 2 in einem Stromnulldurchgang und gleichzeitiges Erlöschen des ersten Lichtbogens und damit des Kurzschlussstroms.
Der Leistungsschalter 1 ist hier für besonders grosse Ströme,
insbesondere auch grosse Nennströme und Kurzschlussströme,
ausgelegt, wie sie beispielsweise in einem Kraftwerk im
Bereich nach dem Generator auftreten können. Der
Leistungsschalter 1 kann sowohl in herkömmlichen
Hochspannungsschaltanlagen als auch in metallgekapselten
gasisolierten Schaltanlagen eingesetzt werden,
1
Leistungsschalter
2
Vakuumschaltkammer
3
Trenner
4
Verbindungsstück
5
,
6
Anschlussklemme
7
Nennstrombahn
8
Nennstromkontakte
9
Leistungsstrombahn
10
Nennstrombahn
11
Nennstromkontakte
12
Nennstrombahn
13
Nennstromkontakte
14
Anlagenschutz
15
Wirkungslinie
A, B Stromverlaufskurven
T0
A, B Stromverlaufskurven
T0
, T1
, T2
, T3, T4
Zeitpunkte
Claims (5)
1. Verfahren für das Abschalten eines Kurzschlussstroms,
insbesondere im generatornahen Bereich eines
Hochspannungsnetzes, welches die folgenden Verfahrensschritte
aufweist:
- a) Feststellen eines Kurzschlusses und Auslösung eines Leistungsschalters (1) für die Abschaltung des Kurzschlussstroms durch einen übergeordneten Anlagenschutz (14),
- b) Öffnung eines in einer Leistungsstrombahn (9) des Leistungsschalters (1) angeordneten Trenners (3) und Ausbildung eines ersten Lichtbogens in einer Trennstrecke des Trenners (3),
- c) zeitlich auf die Öffnung des Trenners (3) abgestimmte Öffnung einer in der Leistungsstrombahn (9) des Leistungsschalters (1) in Reihe zum Trenner (3) geschalteten Vakuumschaltkammer (2) und Ausbildung eines zweiten Lichtbogens in der Vakuumschaltkammer (2),
- d) Dämpfung des überwiegenden Anteils der asymmetrischen Komponente des abzuschaltenden Kurzschlussstroms durch die über dem Trenner (3) abfallende Lichtbogenspannung,
- e) Unterstützung der Dämpfung der asymmetrischen Komponente des abzuschaltenden Kurzschlussstroms durch die über der Vakuumschaltkammer (2) abfallende Lichtbogenspannung,
- f) Löschen des zweiten Lichtbogens durch die Vakuumschaltkammer (2) in einem Stromnulldurchgang und gleichzeitiges Erlöschen des ersten Lichtbogens und damit des Kurzschlussstroms.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
- - dass der Lichtbogen im Trenner (3) in einem elektronegativen Gas oder Gasgemisch oder in Luft oder in einem flüssigen oder verflüssigten Isoliermedium brennt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
- - dass bei einer zur gesamten oder zu Teilen der Leistungsstrombahn (9) des Leistungsschalters (1) parallel geschalteten Nennstrombahn (7, 10, 12) beim Ausschalten zuerst die jeweilige Nennstrombahn (7, 10, 12) unterbrochen wird, sodass anschliessend der abzuschaltende Kurzschlussstrom auf die Leistungsstrombahn (9) kommutiert.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet,
- - dass die Vakuumschaltkammer (2) zugleich mit oder nach dem Trenner (3) öffnet.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet,
- - dass der im Trenner (3) brennende erste Lichtbogen zwangsweise in mindestens zwei Teillichtbögen aufgetrennt wird.
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