DE3705683A1 - Dichtring, vorzugsweise fuer kabelkanalrohre oder dergl. - Google Patents
Dichtring, vorzugsweise fuer kabelkanalrohre oder dergl.Info
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Dichtring für Kabelkanal
rohre oder dergl., der ein Luftpolster aufweist und in die um
laufende Rille einer Rohrmuffe eingesetzt ist.
Solche Dichtringe sind an sich bekannt, sie werden normaler
weise nach den Kriterien "drucklos", "druckdicht" und "vakuum
dicht" klassifiziert.
Diese Forderungen können an die Dichtringe jeweils einzeln oder
als Kombination mehrerer Merkmale gestellt sein.
Neben diesen Anforderungen hinsichtlich ihrer Dichtigkeit gegen
inneren und/oder äußeren Über- bzw. Unterdruck gibt es noch weitere
Anforderungen, bspw. hinsichtlich der leichten Steckbarkeit von
Rohren untereinander mit eingelegten Dichtring, Positionssicherheit
derselben während des Transportes der Rohre, bzw. deren Lagerung
und Montage.
Seitens der Rohrverleger besteht in jüngster Zeit mehr und mehr die
Forderung, Rohre mit bereits vom Hersteller eingelegten Dichtringen
geliefert zu bekommen, damit deren Einlegen auf der Baustelle vom
Hilfspersonal nicht übersehen wird, weil bei drucklosen Leitungen,
wie z. B. Kabelkanälen, des öfteren keine Druckprüfungen stattfinden,
anläßlich der das Fehlen eines Dichtringes auf alle Fälle bemerkt
werden würde.
Die bisher bekannten Dichtelemente erfüllen meistens nur einen
Teil dieser Forderungen, jedoch bei weitem nicht sämtliche gleich
zeitig, was baustellenseitig Probleme mit sich bringt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Dichtelement
für Rohrleitungen, vorzugsweise Kabelkanäle zu besitzen, das für
alle Einsatzgebiete gem. der Klassifizierung drucklos, druckdicht,
und vakuumdicht geeignet ist und während des Transportes, bzw.
Lagerung nicht aus seinem Sitz herausfallen kann und Schmutz fern
hält.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß an seinem zum
Muffenende (5) weisenden Körper (6) eine wulstförmige Ausbildung
(10) vorgesehen ist, die in eine Lippe (9) übergeht und an seinem
in den Muffenabschnitt (3) ragenden Teil eine schwalbenschwanzförmige
Doppellippe (11, 12) angeformt ist, während nach außen weisend, zwi
schen seinen Wülsten (7 und 8) und der inneren Wand der Nut (4)
ein Luftpolster gebildet ist.
Vorteilhafterweise ist vor der Lippe (9) am Körper (6) des Dicht
elementes eine Hohlkehle (9 a) vorgesehen.
Vorteilhafterweise ist der Innendurchmesser im Bereich des Wulstes
nur unwesentlich kleiner als der des Einschubrohres.
Vorteilhafterweise ist die Differenz des Innendurchmessers der
schwalbenschwanzförmigen Doppellippe zum Innendurchmesser des
Wulstes mindestens doppelt so groß wie die des Wulstes zum Außen
durchmesser des einzuschiebenden Spitzendes.
Vorteilhafterweise ist der Außendurchmesser des Dichtelements
geringfügig größer als der Innendurchmesser der Ringnut.
Vorteilhafterweise ist das Dichtelement mit einem Stützring ver
sehen.
Vorteilhafterweise besteht der Stützring aus einem härteren
Material als das Dichtelement selbst.
Vorteilhafterweise besteht der Stützring aus einem Thermoplast.
Vorteilhafterweise besteht der Stützring aus Stahl.
Der Vorteil eines solcherart ausgebildeten Dichtelements liegt
darin, daß weder Gas noch Wasser in die Kabelkanalrohrleitung
eindringen kann, was besonders auch bei drucklosen Leitungen
möglich ist, wenn diese in Geländeprofilen mit Gefällstrecken
verlegt sind. Dabei können, je nach Gefälle, ohne weiteres
Drücke von z. B. 3 bar auftreten, wenn die Rohrstrecke an der
untersten Stelle vorschriftsmäßig abgedichtet ist.
Ein weiterer Vorteil liegt darin, daß durch den nach innen weisen
den Wulst evtl. Schmutzansammlungen am einzuschiebenden Rohrende
mit Sicherheit beseitigt werden. Damit die Einschubkraft des Rohres
in akzeptablen Grenzen bleibt, ist gegenüber, zwischen zwei Wülsten
und der Sickenwandung, ein Luftpolster vorgesehen. Die Dichtungs
wirkung des Dichtelements wird mittels der zum Rohr hin angeformten
schwalbenschwanzförmigen Enden erzielt. Die Doppellippe selbst ist
relativ schmal ausgebildet, um auch hier, beim Einschieben des Rohres,
mit geringen Kräften auskommen zu können. Durch diese Ausbildung des
Dichtelementendes wird der Vorteil einer sehr guten Dichtwirkung,
auch bei steigenden Innendrücken, erreicht. Je höher der Innen
druck steigt, desto besser die Dichtwirkung, weil sich dabei das
schwalbenschwanzförmige Ende stärker spreizt, wodurch sich die Dicht
wirkung erhöht.
Tritt dagegen ein höherer Außendruck auf, oder auch bei einem
partiellen Vakuum, so ist die Dichtwirkung ebenfalls gewähr
leistet.
Der Dichtring weist vorteilhafterweise eine gewisse Vorspannung
auf, die sich durch eine größere Ausbildung seines Außendurch
messers gegenüber dem Innendurchmesser der Ringnut, in die er ein
gesetzt ist, ergibt.
Das Dichtelement gem. der Erfindung kann auch mit einem Stützring
versehen sein, der entweder nach Einsetzen desselben in die Ring
nut der Muffe, oder schon beim Urformprozeß des Dichtringes ein
gelegt wird. Auf diese Weise wird der erfindungsgemäße Dichtring
zum sog. Festring.
Die Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Abbil
dung dargestellten Ausführungsbeispieles näher
erläutert.
Die Abbildung zeigt einen Teilschnitt durch das Rohrende 1 mit den
Muffenabschnitten 2, 3, 4, 5 und dem in deren Ringnut 4 eingesetzten
Dichtelement 6. Die an das Rohr- oder Formstückende 1 angeformte
Muffe besitzt mehrere Abschnitte mit unterschiedlichen Durchmessern,
die sämtlich größer sein müssen, als das Einschubende selbst. Das
in der Abbildung nicht dargestellte Einschubende des zweiten Rohres
oder auch Formstückes dringt bis in das Ende des erweiterten Muffen
halses 2 vor, dabei wird evtl. daran anhaftender Schmutz von der
Lippe 9 eines Wulstes abgestreift und vor derselben abgelagert, kann
also nicht in den eigentlichen Dichtbereich des Dichtelementes 6
vordringen. Die Lippe 9 bewirkt ferner, daß sich beim Einschieben
des Rohrendes in die Muffe ein geringes Luftpolster ergibt und somit
die Einschubkraft gegenüber einem vollen Querschnitt erheblich re
duziert wird.
Die beiden Wülste 7 und 8 des Körper-Dichtelementes 6 liegen an
den Flanken der Ringnut 4 des Rohrendes 1, zwischen dessen Muf
fenabschnitten 3 und 5, an. Zwischen diesen beiden Wülsten 7 und
8 bildet sich somit ein Luftpolster L, das der Reduzierung der
Einschubkraft dient, sowie das eingeschobene Rohrende den Be
reich des nach innen ragenden Wulstes 10 mit seiner Lippe 9
des Dichtelementes erreicht hat.
Der Innendurchmesser (y) der Lippe 9 ist nur unwesentlich kleiner
als der Außendurchmesser des nicht dargestellten Einschubrohres,
während die Differenz des Innendurchmessers der schwalbenschwanz
förmigen Doppellippe (11/12) zum Innendurchmesser der Lippe (9)
mindestens doppelt so groß (y = 2x) ist.
An dem dem Rohrende 1 zugewandten Ende des Dichtelements 6 ist
eine Doppellippe (11/12) in Form eines Schwalbenschwanzes vorge
sehen, der mit seinem oberen Abschnitt 11 an die Innenwand des
Muffenabschnitts 3 anliegt, während dessen Abschnitt 12 sich an
die äußere Wand des eingeschobenen Spitzendes anlegt und zwar umso
stärker, je höher der Innendruck der Rohrleitung ansteigt.
Das erfindungsgemäße Dichtelement ist selbstverständlich nicht auf
die Anwendung in Kabelkanalrohren beschränkt, vielmehr kann dasselbe
auch mit Vorteil in anderen Rohrleitungen und zwar beliebigen,
angewandt werden. Auch ist die Dimensionierung des Dichtelementes
weder hinsichtlich des Durchmessers, noch sonstigen Abmessungen
irgendwelchen Beschränkungen unterworfen.
Claims (8)
1. Dichtelement, vorzugsweise für Kabelkanalrohre oder dergl.
mit einem Luftpolster, das in die umlaufende Nut einer Rohr-
oder Formstücksmuffe eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß an seinem zum Muffenende (5) weisenden Körper (6) eine
wulstförmige Ausbildung (10) vorgesehen ist, die in eine
Lippe (9) übergeht und an seinem in den Muffenabschnitt (3)
ragenden Teil eine schwalbenschwanzförmige Doppellippe (11, 12)
angeformt ist, während nach außen weisend, zwischen seinen
Wülsten (7 und 8) und der inneren Wand der Nut (4) ein Luft
polster (L) gebildet ist.
2. Dichtelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Innendurchmesser der Lippe (9) nur unwesentlich kleiner
(y) als der Außendurchmesser des Einschubrohres ist.
3. Dichtelement nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Differenz des Innendurchmessers der schwalbenschwanz
förmigen Doppellippe (11/12) zum Innendurchmesser der Lippe
(9) mindestens doppelt so groß (y = 2x) ist.
4. Dichtelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
vor der Lippe (9) am Körper (6) des Dichtelementes eine Hohl
kehle (9 a) vorgesehen ist.
5. Dichtelement nach Anspruch 1 und einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet, daß sein Außendurchmesser gering
fügig größer als der Innendurchmesser der Ringut (4) ist.
6. Dichtelement nach Anspruch 1 und einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet, daß in seinem vorderen Bereich
ein Stützring (13) vorgesehen ist.
7. Dichtelement nach Anspruch 1 und einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (13) aus einem
harten Thermoplast besteht.
8. Dichtelement nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Stützring (13) aus Stahl besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873705683 DE3705683A1 (de) | 1987-03-23 | 1987-03-23 | Dichtring, vorzugsweise fuer kabelkanalrohre oder dergl. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19873705683 DE3705683A1 (de) | 1987-03-23 | 1987-03-23 | Dichtring, vorzugsweise fuer kabelkanalrohre oder dergl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3705683A1 true DE3705683A1 (de) | 1988-10-06 |
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ID=6321539
Family Applications (1)
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| DE19873705683 Ceased DE3705683A1 (de) | 1987-03-23 | 1987-03-23 | Dichtring, vorzugsweise fuer kabelkanalrohre oder dergl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3705683A1 (de) |
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- 1987-03-23 DE DE19873705683 patent/DE3705683A1/de not_active Ceased
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