DE3705165A1 - Mit entladungserregung arbeitende laservorrichtung fuer kurze impulse - Google Patents
Mit entladungserregung arbeitende laservorrichtung fuer kurze impulseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Laservorrichtungen und insbesondere
eine mit Entladungserregung arbeitende Laservorrichtung
für kurze Impulse, in der eine elektrische Entladung
in einer Vielzahl von Gasen, beispielsweise atomaren
Gasen, molekularen Gasen, Ionengasen, Gemischen derartiger
Gase, Metalldämpfen und Dämpfen von leicht flüchtigen
Flüssigkeiten, vorgenommen wird, um eine Erregung
zwecks Erzeugung eines Kurzimpuls-Laserstrahls zu erzeugen.
Eine übliche mit Entladungserregung arbeitende
Laservorrichtung für kurze Impulse ist in Fig. 1 dargestellt.
In Fig. 1 bezeichnet das Bezugszeichen (1) einen
Kondensator zur Speicherung von Energie für eine
Hauptentladung; (2) einen Spitzenwertbildungskondensator;
(3) eine ladende Induktivität; (4) einen
Hochspannungsschalter zum Starten einer elektrischen
Entladung, der ein Thyratron umfasst; (5) eine erste
Hauptelektrode, die in einem Lasermedium (14) angeordnet
ist; (6) eine zweite Hauptelektrode, die ebenfalls in
dem Lasermedium (14) angeordnet ist und von der ersten
Hauptelektrode (5) einen vorgegebenen Abstand aufweist;
(7) eine elektrische Hauptentladung, die zwischen den
beiden Hauptelektroden (5, 6) erfolgt; (8) einen
Entladungsspalt zur zusätzlichen Ionisierung, der mit
dem Spitzenwertbildungs-Kondensator in Reihe liegt;
(9) ultraviolette Strahlen, die im Entladungsspalt (8)
gebildet werden und (10) eine Hochspannungsgeneratoreinheit.
In der auf diese Weise aufgebauten mit Entladungserregung
arbeitenden Laservorrichtung für kurze Impulse wird,
nachdem der Kondensator (1) durch die Hochspannung von
der Hochspannungsgeneratoreinheit (10) über die
Ladeinduktivität (3) geladen wurde, der
Hochspannungsschalter (4) eingeschaltet, um die
Schleife zu schliessen, die aus dem Kondensator (1), dem
Spitzenwertbildungs-Kondensator (2) und dem
Hochspannungsschalter (4) besteht, so dass der
Spitzenwertbildungs-Kondensator (2) durch die
Impulsspannung rasch geladen wird. Wie aus Fig. 1 hervorgeht,
ist der Spitzenwertbildungs-Kondensator (2) parallel
zur ersten und zweiten Hauptelektrode (5, 6) angeschlossen.
Daher wird, wenn das Aufladen des Spitzenwertbildungs-Kondensators (2)
fortschreitet, um die Potentialdifferenz zwischen
den Hauptelektroden (5, 6) zu erhöhen, ein dielektrischer
Durchschlag durch das Lasermedium (14) zwischen den
Hauptelektroden (5, 6) verursacht, so dass die
Hauptentladung (7) zwischen ihnen stattfindet. Diese
Schaltung ist eine sogenannte "Kapazitätsverschiebeschaltung"
und wird häufig als eine Laservorrichtung
für kurze Impulse verwendet, sowie desgleichen als
übliche "LC-Inversionsschaltung".
Andererseits ist in einer Laservorrichtung für einen
kurzen Impuls, beispielsweise in einem üblichen
"TEA CO2-Laser" oder in einem "Excimer-Laser" der
Betriebsdruck hoch, beispielsweise mehrere bar, und
deshalb neigt die vorausgehend beschriebene, elektrische
Entladung zum Konvergieren, d. h. die
Laserausgangsleistung neigt dazu, abzunehmen. Um diese
Schwierigkeit zu vermeiden, indem eine räumlich
gleichförmige Hauptentladung vorgesehen wird, wurde
ein Verfahren verwendet, gemäss welchem eine einleitende
elektrische Entladung erfolgt, um im voraus in dem
Bereich, wo die Hauptentladung erfolgt, gleichmässig
Entladungselektronensaaten zu streuen. In der in Fig. 1
gezeigten Laservorrichtung erfolgt die einleitende
Ionisierung durch die ultravioletten Strahlen (9), die
in dem Entladungsspalt (8) erzeugt werden, der in
Reihe mit dem Spitzenwertbildungs-Kondensator (2) liegt.
Bei dem vorausgehend beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel
einer üblichen, mit Entladungserregung arbeitenden
Laservorrichtung für kurze Impulse gemäss Fig. 1 hängt
die Grösse der einleitenden Ionisierung von der
Schaltung zur Durchführung der Hauptentladung ab, und
es ist daher schwierig die Zeit einzustellen, wenn die
Grösse der einleitenden Ionisierung ihr Maximum erreicht.
Da ferner eine grosse Menge elektrischer Ladungen durch
den Entladungsspalt hindurchtritt, tritt dort eine
intensive Funkenentladung auf. Infolgedessen wird nicht
nur die Energie unwirtschaftlich verbraucht, sondern
auch die Elektroden und es werden weitere unreine Gase
erzeugt.
Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der
üblichen, mit Entladungserregung arbeitenden
Laservorrichtung für kurze Impulse, in der, ähnlich wie
bei der Laservorrichtung nach Fig. 1 die einleitende
Ionisierung erfolgt, um die Hauptentladung gleichförmig
zu machen. In Fig. 2 werden jene Bauelemente, die
vorausgehend in Verbindung mit Fig. 1 beschrieben wurden,
deshalb in gleicher Weise bezeichnet.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Laservorrichtung hat
die zweite Hauptelektrode (6) eine Anzahl Löcher und ein
dielektrischer Werkstoff (15) liegt zwischen der
porösen Hauptelektrode (6) und einer Hilfselektrode (16),
um einen Kondensator zu bilden, der parallel zum
Spitzenwertbildungs-Kondensator (2) angeschlossen ist.
Wird in der Laservorrichtung gemäss Fig. 2 der
Hochspannungsschalter (4) eingeschaltet, so steigt
die Spannung zwischen dem Spitzenwertbildungs-Kondensator (2),
d. h. der zweiten Hauptelektrode (6) und der
Hilfselektrode (16) gemäss Fig. 7A, ähnlich wie im
Fall der Laservorrichtung nach Fig. 1 an.
Andererseits fliesst ein Strom, dessen Wellenform
in Fig. 7B dargestellt ist, vom Kondensator (1) zum
Spitzenwertbildungs-Kondensator (2) und zu dem
Kondensator, der aus der zweiten Elektrode (6) und der
Hilfselektrode (16) besteht, um diese Kondensatoren
aufzuladen. Die Strömungsrate des Stromes hängt von
der zusammengesetzten Kapazität des Kondensators (1),
des Spitzenwertbildungs-Kondensators (2) und des
Kondensators ab, der aus der zweiten Hauptelektrode (6)
und der Hilfselektrode (16) besteht, sowie von der
Streuinduktivität der Schaltung. Der Strom steigt in
jeweils 50 bis 100 ns gemäss Fig. 7C an. In dem porösen
Bereich der zweiten Hauptelektrode (6) wird eine
Kriechentladung durch den vorausgehend beschriebenen
Ladestrom verursacht, die zu einer einleitenden
Ionisierung führt.
Bei der üblichen Laservorrichtung gemäss Fig. 2 hängt,
ähnlich wie bei der üblichen Laservorrichtung nach Fig. 1,
die einleitende Ionisierung hauptsächlich von der
Schaltung der Hauptentladung ab und es ist deshalb
schwierig, die Zeit einzustellen, wenn die Grösse der
einleitenden Ionisierung ihr Maximum erreicht, und die
durch die einleitende Ionisierung gebildeten Elektronen
können verschwinden. Deshalb wird ein kleinerer Teil
der durch die einleitenden Ionisierung gebildeten
Elektronen für die Hauptentladung verwendet. Darüber
hinaus erfolgt die einleitende Ionisierung lediglich
einmal. Daher neigen die bei der einleitenden Ionisierung
gebildeten Elektronen dazu, in ihrer Verteilung
ungleichmässig zu werden. Infolgedessen wird es schwierig,
die Hauptentladung gleichförmig zu gestalten, was
zu einer Verringerung der Laserausgangsleistung führt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die
vorausgehend aufgeführten Schwierigkeiten zu beseitigen,
die bei bekannten, mit Entladungserregung arbeitenden
Laservorrichtungen für kurze Impulse bestehen.
Insbesondere liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine mit Entladungserregung arbeitende Laservorrichtung
für kurze Impulse zu schaffen, die eine hohe Beständigkeit
aufweist und in welcher die Einstellung der Zeit, wenn
die Grösse der einleitenden Ionisierung ihr Maximum
erreicht, genau durchgeführt werden kann, die einleitende
Ionisierung mit hohem Wirkungsgrad erfolgt und die
Hauptentladung stabil durchgeführt wird.
Die erfindungsgemässe, mit Entladungserregung arbeitende
Laservorrichtung für kurze Impulse umfasst eine
Schaltung für einleitende Ionisierung, die durch den
Anschluss einer Reihenschaltung eines Kondensators und
einer Induktivität, die zur Einstellung einer
Zeitkonstanten verwendet werden, zwischen dem
Entladungsspalt und der Hochspannungsseite der Vorrichtung
gebildet wird. Die Zeitkonstante der Schaltung und der
durch diese fliessende Strom können wie erforderlich
gesteuert werden.
Bei der erfindungsgemässen, mit Entladungserregung
arbeitenden Laservorrichtung für kurze Impulse kann
die Zeit, wenn die Anzahl der Elektronen der einleitenden
Ionisierung ihr Maximum erreicht, sowie die
Schwingungsperiode durch die zusätzliche
Eingangsschaltung eingestellt werden. Daher wird bei der
erfindungsgemäßen Laservorrichtung die Anzahl der
Elektronen der einleitenden Ionisierung für die
Hauptentladung erhöht, und die Gleichförmigkeit der
Hauptentladung wird verbessert. Da ferner nur die Anzahl
der Elektronen, die für die Erzeugung der Hauptentladung
erforderlich ist, zugeführt wird, wird der Wirkungsgrad
der einleitenden Ionisierung beträchtlich verbessert.
Ferner wird die Anzahl der Elektronen, die zur einleitenden
Ionisierung durch den Entladungsspalt treten, verringert.
Dies ergibt eine Verlängerung der Lebensdauer der
Laservorrichtung.
Die eingangs genannte Aufgabenstellung wird durch eine
mit Entladungserregung arbeitende Laservorrichtung für
kurze Impulse gelöst, die erfindungsgemäss gekennzeichnet
ist durch:
eine Hauptentladungsschaltung mit einer ersten und
zweiten Hauptelektrode, die einander in einem Lasermedium
gegenüberliegen,
eine Hauptentladungskondensatorvorrichtung zur Speicherung
von Energie für die Hauptentladung, und einen
Hochspannungsschalter zum Starten einer Entladung,
und durch eine Schaltung zur einleitenden Ionisierung,
die mit dem Hochspannungsschalter verbunden ist, und die
einen Entladungsspalt zur einleitenden Ionisierung, einen
Kondensator zur einleitenden Ionisierung und eine
Induktivität enthält.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 ein Schaltbild einer Ausführungsform
einer bekannten, mit
Entladungserregung arbeitenden
Laservorrichtung für kurze Impulse,
Fig. 2 ein Schaltbild einer weiteren
Ausführungsform der bekannten, mit
Entladungserregung arbeitenden
Laservorrichtung für kurze Impulse,
Fig. 3 ein Schaltbild einer ersten
Ausführungsform einer erfindungsgemässen,
mit Entladungserregung arbeitenden
Laservorrichtung für kurze Impulse,
Fig. 4A, 4B und 4C Kurvendarstellungen zur Beschreibung
der Betriebsweise der ersten
Ausführungsform einer mit
Entladungserregung arbeitenden
Laservorrichtung für kurze Impulse
gemäss Fig. 3,
Fig. 5 ein Schaltbild einer zweiten
erfindungsgemässen Ausführungsform
einer mit Entladungserregung arbeitenden
Laservorrichtung für kurze Impulse,
Fig. 6 ein Schaltbild einer dritten
erfindungsgemässen Ausführungsform
einer mit Entladungserregung
arbeitenden Laservorrichtung für
kurze Impulse, und
Fig. 7A, 7B und 7C Kurven zur Beschreibung der
Betriebsweise der bekannten
Laservorrichtung gemäss Fig. 2.
Es werden nunmehr die bevorzugten Ausführungsformen
näher erläutert.
Ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen,
mit Entladungserregung arbeitenden Laservorrichtung
für kurze Impulse ist in Fig. 3 dargestellt, wobei jene
Bauelemente, die vorausgehend in Verbindung mit Fig. 1
beschrieben wurden, durch die gleichen Bezugszeichen
bezeichnet werden.
In Fig. 3 bezeichnet das Bezugszeichen (A) eine
Einstellschaltung für eine Schwingungsperiode, die
nur zur einleitenden Ionisierung verwendet wird (und die
anschliessend als "Schaltung für die einleitende Ionisierung"
bezeichnet wird), die aus einem Einstellkondensator (12)
für eine Zeitkonstante, einer Induktivität (11) und
einer Induktivität (13) zur Aufladung des Kondensators (12)
besteht. Diese Schaltungselemente (11, 12, 13)
sind zwischen dem Entladungsspalt (8) und der
Hochspannungsseite der Laservorrichtung angeschlossen.
In der auf diese Weise aufgebauten Laservorrichtung wird
zuerst der Kondensator (1) von der Hochspannung über
die aufladende Induktivität (3) aufgeladen und
anschliessend wird der Hochspannungsschalter (4)
eingeschaltet, um die Schleife zu schliessen, die aus
dem Kondensator (1), dem Spitzenwertbildungs-Kondensator (2)
und dem Hochspannungsschalter (4) besteht, so dass
der Spitzenwertbildungs-Kondensator (2) rasch durch
die Impulsspannung aufgeladen wird. Daher steigt die
Spannung zwischen der ersten und zweiten Hauptelektrode (5,
6) an. Gleichzeitig wird eine Schaltung, die den
Hochspannungsschalter (4), den Kondensator (12), die
Induktivität (11) und den Entladungsspalt (8) umfasst,
als die vorausgehend erwähnte Schaltung (A) zur
einleitenden Ionisierung gebildet. Infolgedessen veranlasst
die Spannung des Kondensators (12) eine elektrische
Entladung im Entladungsspalt (8), so dass ultraviolette
Strahlen erzeugt werden. Damit wurde die einleitende
Ionisierung durchgeführt.
Die Betriebsweise der Laservorrichtung ergibt sich
näher aus den Fig. 4A, 4B und 4C. Fig. 4A zeigt die
Änderung der Spannung zwischen den Hauptelektroden (5, 6).
In Fig. 4A erreicht die Spannung ihren Scheitelwert in
etwa 100 ns und sie fällt durch den dielektrischen
Durchschlag im Lasermedium abrupt ab. Fig. 4B zeigt die
Änderung des Stroms im Spitzenwertbildungs-Kondensator (2).
Insbesondere fliesst gemäss Fig. 4B ein Strom von
10 kA beim Laden des Kondensators und ein Strom von 20
bis 30 kA fliesst während der Entladung in entgegengesetzter
Richtung. Bei der bekannten Laservorrichtung fliesst
der Strom, wie er vorliegt, im Entladungsspalt zur
einleitenden Ionisierung, wodurch die vorausgehend
erwähnten Schwierigkeiten entstehen. Fig. 4B zeigt die
Änderung des im Entladungsspalt (8) fliessenden Stroms.
Durch Verringerung der Kapazität des Kondensators (12)
kann die Schwingungsperiode kleiner als die in Fig. 4A
dargestellte Wellenform gemacht werden, und der
Scheitelwert des Stroms kann klein gemacht werden.
Infolgedessen kann, selbst wenn der Scheitelwert des
Stroms auf ein Drittel oder weniger verkleinert wird,
die einleitende Ionisierung durchgeführt werden, um
eine gleichförmige Hauptentladung zu verursachen.
Bei der vorausgehend beschriebenen Laservorrichtung wird
die intensive elektrische Entladung in der Nachbarschaft
der Hauptentladung vorgenommen, um eine einleitende
Ionisierung zu erzielen. Ist jedoch ein weiterer
Kondensator in Reihe mit dem Entladungsspalt (8)
angeschlossen, so kann der Scheitelwert des Stroms
weiter verkleinert werden. Darüber hinaus ist bei der
vorausgehend beschriebenen Laservorrichtung die Reihenschaltung
des Kondensators (12) und der Induktivität (11) zwischen
dem Entladungsspalt (8) und der Hochspannungsseite der
Vorrichtung angeschlossen. Ist jedoch der
Entladungsspalt (8) über eine Impulsbildungsleitung (20),
beispielsweise ein zur Hochspannungsseite führendes
Koaxialkabel, angeschlossen, so kann der Anstieg des
Stroms steil gemacht werden und kann zu jeder gewünschten
Zeit erfolgen, wodurch die Wirkung der einleitenden
Ionisierung weiter verbessert wird.
Fig. 5 stellt ein zweites Ausführungsbeispiel der
erfindungsgemässen, mit Entladungserregung arbeitenden
Laservorrichtung für kurze Impulse dar, welche die
vorausgehend erwähnte Impulsformungsleitung (20)
verwendet.
Eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemässen,
mit Entladungserregung arbeitenden Laservorrichtung für
kurze Impulse wird nunmehr unter Bezugnahme auf Fig. 6
beschrieben, in welcher jene Bauelemente, die bereits
in Verbindung mit der ersten und zweiten Ausführungsform
beschrieben wurden, durch die gleichen Bezugszeichen
bezeichnet werden.
In Fig. 6 bezeichnet das Bezugszeichen (A) eine Schaltung
zur einleitenden Ionisierung zwecks Steuerung der
Schwingungsperiode, die eine Serienschaltung einer
Induktivität (17) und einen Kondensator (18) umfasst,
die zur Einstellung einer Zeitkonstanten verwendet
werden, und das Bezugszeichen (19) bezeichnet den
Verbindungspunkt des Kondensators (18) und der Hilfselektrode (16).
In der auf diese Weise aufgebauten Laservorrichtung
wird zunächst der Kondensator (1) durch die
Hochspannung über die Induktivität (3) geladen, und
anschliessend wird der Hochspannungsschalter (4)
eingeschaltet, um die Schleife zu schliessen, die aus
dem Kondensator (1), dem Spitzenwertbildungs-Kondensator (2)
und dem Hochspannungsschalter (4) besteht, so dass
der Spitzenwertbildungs-Kondensator (2) rasch durch die
Impulsspannung aufgeladen wird. Während sich die Spannung
zwischen erster und zweiter Hauptelektrode (5, 6)
entwickelte, wird eine Schleife, die aus der Induktivität (17),
dem Kondensator (18), der Hilfselektrode (16),
dem Dielektrikum (15), der zweiten Hauptelektrode (6) und
dem Hochspannungsschalter (4) besteht, geschlossen,
und infolgedessen ist die Schaltung (A) für die einleitende
Ionisierung vervollständigt. Infolgedessen werden der
Einstellkondensator (18) für die Zeitkonstante und der
von der Hauptelektrode (6), dem Dielektrikum (15) und
der Hilfselektrode (16) gebildete Kondensator entladen,
so dass eine elektrische Kriechentladung in allen Poren
der zweiten Hauptelektrode (6) erfolgt, um die einleitende
Ionisierung durchzuführen.
Die Schwingungsperiode der Schaltung (A) für die
einleitende Ionisierung wird durch
2π √L · C
gegeben, wobei L die Induktivität der Schaltung für
die einleitende Ionisierung und C die Kapazität ist.
Im allgemeinen ist die für die einleitende Ionisierung
benötigte Ladungsgrösse in der Grössenordnung von 1%
der für die Hauptentladung erforderlichen Ladungsgrösse.
Daher kann die Kapazität (C) auf einen kleinen Wert
eingestellt werden und die Schwingungsperiode der
Schaltung für die einleitende Ionisierung kann weniger
als 1/10 der Schwingungsperiode der Hauptentladungsschaltung
sein.
Bei dem vorausgehend beschriebenen Ausführungsbeispiel
der Laservorrichtung erfolgt die einleitende Ionisierung
zweimal bevor die Hauptentladung erfolgt, so dass die
Gleichmässigkeit der einleitenden Ionisierung verbessert
wird. Dies führt dazu, dass der Übergang der Hauptentladung
in die Bogenentladung unterdrückt wird und die
Hauptentladung damit gleichmässig beibehalten wird.
Bei dem vorausgehend aufgeführten dritten Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemässen Laservorrichtung werden die
Induktivität (17) und der Kondensator (18), die zur
Einstellung der Zeitkonstanten verwendet werden, in der
Schaltung (A) für die einleitende Ionisierung vorgesehen,
um die Zeit zu steuern, die für die Anzahl der Elektronen
der einleitenden Ionisierung zum Erreichen des
Maximalwertes und der Schwingungsperiode erforderlich
sind. Ist jedoch die Hochspannungsseite des
Hochspannungsschalters (4) mit der Hilfselektrode (16)
über die Impulsformungsgleichung (20), beispielsweise
einem Koaxialkabel, das bei der zweiten Ausführungsform
der Laservorrichtung gemäss Fig. 5 verwendet wird,
verbunden, so kann durch Änderung der Länge der
Impulsformungsleitung die gleiche Steuerung erzielt
werden, d. h. ein Stromimpuls mit steilem Anstieg kann
erzielt werden.
Anstelle der Induktivität zur Einstellung der Zeitkonstanten
kann beispielsweise ein Schalter für magnetische
Sättigung verwendet werden. In diesem Falle wird die
zeitliche Steuerung des Beginns der einleitenden
Ionisierung durch die grosse Induktivität eingestellt,
bevor der Schalter die Sättigung erreicht. Wenn ferner
der Kriechentladungsstrom ansteigt, wird die Sättigung
erreicht und die Induktivität wird somit verringert, um
das Ansteigen des Stroms zu beschleunigen. Infolgedessen
kann die maximale Anzahl der Elektronen der einleitenden
Ionisierung erhöht werden.
Wird der Anschlusspunkt (19) des Kondensators (18) und
der Hilfselektrode (16) über einen hohen Widerstand
oder eine hohe Induktivität geerdet, so kann nur die
Spannungsänderung zwischen die Hilfselektrode (16) und
die zweite Elektrode (2) gelegt werden, wobei die
gleiche Wirkung erzielt wird.
Wie vorausgehend beschrieben wurde, umfasst die mit
Entladungserregung arbeitende Laservorrichtung für kurze
Impulse erfindungsgemäss eine Schaltung für eine
einleitende Ionisierung, so dass die Schwingungsperiode
und die Zeit, wo die maximale Anzahl von Elektronen
für die einleitende Ionisierung erzielt wird, eingestellt
werden kann. Daher wird bei der erfindungsgemässen
Laservorrichtung die Anzahl der Elektronen der einleitenden
Ionisierung für die Hauptentladung erhöht und die
Gleichmässigkeit der Hauptentladung wird verbessert. Da
ferner nur eine Mindestzahl von Elektronen zugeführt
wird, die zur Erzeugung der Hauptentladung erforderlich
ist, wird der Wirkungsgrad der einleitenden Ionisierung
beträchtlich verbessert. Da ferner die Anzahl der durch
den Entladungsspalt zwecks einleitender Ionisierung
hindurchtretenden Elektronen verringert wird, ergibt sich
eine höhere Lebensdauer der Laservorrichtung.
Claims (3)
1. Mit Entladungserregung arbeitende Laservorrichtung
für kurze Impulse, gekennzeichnet
durch eine Hauptentladungsschaltung mit einer ersten
und zweiten Hauptelektrode (5, 6), die einander
in einem Lasermedium gegenüberliegen,
eine Hauptentladungskondensatorvorrichtung (1) zur Speicherung von Energie für die Hauptentladung, und einen Hochspannungsschalter (4) zum Starten einer Entladung, und durch eine Schaltung (A) zur einleitenden Ionisierung, die mit dem Hochspannungsschalter verbunden ist, und die einen Entladungsspalt zur einleitenden Ionisierung, einen Kondensator (12) zur einleitenden Ionisierung und eine Induktivität (11, 13) enthält.
eine Hauptentladungskondensatorvorrichtung (1) zur Speicherung von Energie für die Hauptentladung, und einen Hochspannungsschalter (4) zum Starten einer Entladung, und durch eine Schaltung (A) zur einleitenden Ionisierung, die mit dem Hochspannungsschalter verbunden ist, und die einen Entladungsspalt zur einleitenden Ionisierung, einen Kondensator (12) zur einleitenden Ionisierung und eine Induktivität (11, 13) enthält.
2. Mit Entladungserregung arbeitende Laservorrichtung
für kurze Impulse nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Schaltung (A)
zur einleitenden Ionisierung eine
Impulsformungsleitung enthält.
3. Mit Entladungserregung arbeitende Laservorrichtung
für kurze Impulse nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die zweite
Hauptelektrode eine poröse Elektrode ist und dass
der Entladungsspalt durch ein dielektrisches
Element (15) gebildet wird, das zwischen der
porösen Elektrode und einer Hilfselektrode (16)
liegt.
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19873705165 Granted DE3705165A1 (de) | 1986-02-18 | 1987-02-18 | Mit entladungserregung arbeitende laservorrichtung fuer kurze impulse |
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