DE3702730A1 - Schliesseinrichtung mit grosser schliesskombinationsanzahl - Google Patents
Schliesseinrichtung mit grosser schliesskombinationsanzahlInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine aus Schloß und Schlüssel bestehende Schließ
einrichtung, die mittels des Schlüssels in Freigabestellung überführbare
Zuhaltungen aufweist.
Derartige Schließeinrichtungen sind bekannt. Sie können beispielsweise
von mit Flachschlüsseln schließbaren Schließzylinder oder aber auch von
mit Magnetschlüsseln arbeitenden Schließeinrichtungen gebildet sein.
Allen diesen Schließeinrichtungen ist es gemeinsam, daß die Anzahl der
Schließkombinationen oftmals zwar eine beträchtliche Größe aufweist, die
jedoch zur Erhöhung der Sicherheit noch vergrößert werden könnte.
Insbesondere im Hinblick auf Schließanlagen mit über- und untergeord
neten Schlüsseln besteht der Bedarf, innerhalb einer Schließanlage eine
Vielzahl von Schlüsseln zur Verfügung zu stellen, die unterschiedliche
Zugangsberechtigungen besitzen. Häufig besteht bei derartigen Schließ
anlagen der Nachteil, daß gerade der Generalschlüssel, der für sämtliche
Schlösser der Schließanlage benutzbar ist, nur eine relativ einfache
Codierung besitzt. Handelt es sich um Schließeinrichtungen, die von
ständig wechselnden Benutzern benutzt werden (z. B. im Hotelbetrieb),
so ist überdies sicherzustellen, daß sich der Vorbenutzer nicht auf ein
fachem Wege eine Schlüsselkopie beschaffen kann, die ihm unberechtigten
Zugang in den vom Nachbenutzer bewohnten Raum verschafft.
Bei vielen bekannten Schließeinrichtungen geht mit einer Erhöhung der
Anzahl der Schließkombinationen auch eine bauliche Vergrößerung des
Schlüssels einher, was sich nachteilig auf den Komfort auswirkt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schließeinrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der die Anzahl der Schließ
kombinationen erhöht ist, ohne daß sich dabei die Bauform des Schlüssels
vergrößert. Insbesondere soll auch ein Notschlüssel geschaffen werden,
der in Notsituationen ein Öffnen des Schlosses gestattet und überdies ist
bei Anlagen mit ständig wechselnden Benutzern sicherzustellen, daß nicht
auf einfache Weise eine unberechtigte Schloßbetätigung erfolgen kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mindestens eine
der Zuhaltungen zusätzlich oder alternativ zu ihrer direkten Steuerung
von dem Grundcode des entsprechenden Schlüssels mittels einer Magnet
spule in Freigabestellung bringbar ist, die von einer mindestens einen
Ergänzungscode des Schlüssels erfassenden Leseeinrichtung erregbar ist.
Grundsätzlich läßt sich somit die erfindungsgemäße Schließeinrichtung
durch den Schlüssel betätigen, der eine bestimmte Anzahl von Zuhal
tungen in üblicher Weise (z. B. mechanisch oder permanent magnetisch),
insbesondere bei codierten Magnetkarten, betätigt. Mindestens eine Zuhal
tung ist jedoch erfindungsgemäß von bestimmten Schlüsseln ausschließlich
mittels der Magnetspule in Freigabestellung bringbar, wobei die Erregung
der Magnetspule durch die Leseeinrichtung erfolgt, welche den Ergän
zungscode des Schlüssels beim Einschieben in die Schließeinrichtung
erfaßt. Entspricht dieser Ergänzungscode der Schloßcodierung, so wird
die entsprechende Zuhaltung freigegeben. Erfindungsgemäß wird somit
die vorhandene Schlüsselcodierung, das heißt der Grundcode (z. B.
Schließkerben, bestimmt angeordnete Permanentmagnete) mit einer Ergän
zungscodierung (Ergänzungscode) versehen, wodurch eine zusätzliche
Sicherheit geschaffen wird. Ein derartiger Ergänzungscode, der als
Strichcode und/oder als den Schlüssel durchsetzendes Lochmuster und/
oder als durch einen Induktions-Lesekopf erfaßbarer Magnetcode (insbe
sondere Magnetbandcode) ausgebildet sein kann, vergrößert nicht die
Bauform des Schlüssels. Bevorzugt kann der Schlüssel als Karte ausge
bildet sein. Der Ergänzungscode schafft jedoch im Zusammenhang mit dem
normalen Schlüsselcode eine beträchtliche Erhöhung der Anzahl der Codie
rungskombinationen. Überdies kann der Strichcode auf einfache Weise
dann geändert werden, wenn er als Aufkleber auf den Schlüssel aufge
bracht ist. Der Lochcode kann durch Zusatzlöcher verändert werden. Eine
Veränderung des Magnetcodes erfolgt durch zusätzliche Permanentmagnete
oder beim Magnetbandcode durch die Änderung darauf aufgenommener
lnformation. Bei Anlagen mit ständig wechselnden Benutzern kann somit
der Öffnungscode der Schließeinrichtung bei jedem Benutzerwechsel ver
ändert werden. Dabei ist lediglich sicherzustellen, daß die Leseeinrichtung
den jeweils gültigen Code kennt, was beispielsweise durch ein Fortschrei
beprogramm erfolgen kann, dessen Codierungsfortschreibung bei jedem
Benutzerwechsel erfolgt. Die Anordnung könnte dabei so getroffen sein,
daß die Fortschreibung von der Leseeinrichtung bzw. einer elektronischen
Schaltung des Schlosses selbständig vorgenommen wird, so daß aufwen
dige Kabelverbindungen zu einer Zentraleinheit entfallen können. Die
ausgegebenen Schlüssel werden dabei von einer Schlüsselausgabeeinheit
mit dem jeweils aktuellen Code versehen.
Neben oder alternativ zu dieser Möglichkeit der mittels der Leseeinrich
tung erfolgten Ansteuerung der Magnetspule ist erfindungsgemäß vorge
sehen, daß die der Magnetspule zugeordnete Zuhaltung mittels der "nor
malen" Codierung des Schlüssels - also nicht über den Ergänzungscode -
in Freigabestellung bringbar ist. Hierdurch wird die Möglichkeit eröffnet,
einen Notschlüssel zu schaffen, der bei Ausfall der Leseeinrichtung oder
dergleichen dennoch ein Öffnen der Schließeinrichtung gestattet. Ein
derartiger Ausfall könnte beispielsweise durch Funktionsstörungen oder
aber auch durch Stromausfall hervorgerufen sein. Je nach Art des Er
gänzungscodes ist die Leseeinrichtung als optische oder als mit Induk
tions-Magnetkopf ausgestattete Leseeinrichtung ausgebildet.
Eine Weiterbildung der Erfindung ist gekennzeichnet durch ein Gehäuse,
in dem sich ein mittels des magnetischen Schlüssels bei richtiger Codie
rung verlagerbarer Schieber befindet, der in seiner Verlagerungsstellung
das Schloß in Entriegelungsstellung überführt. Vorzugsweise kann dabei
der magnetische Schlüssel als mit magnetischer Codierung versehene Karte
ausgebildet sein, die vorzugsweise auf mindestens einer Flachseite den
Strichcode trägt.
Nach einer speziellen Ausführungsform ist vorgesehen, daß der Schieber
an seiner auf einer gehäusefesten Lochplatte aufliegenden Auflagefläche
Lagerausnehmungen aufweist, in denen die als Magnetstifte ausgebildeten
Zuhaltungen verschieblich einliegen und daß die Löcher der Lochplatte mit
den Lagerausnehmungen in der Grundstellung des Schiebers fluchten. Der
grundsätzliche Aufbau dieser Anordnung geht aus der europäischen
Patentanmeldung 24 242 hervor, wobei die Schließeinrichtung einen Ein
steckschlitz für die Magnetkarte aufweist, die mit ihrer Flachseite beim
Einschieben parallel zur Lochplatte zu liegen konmt. Durch das Einschie
ben der Magnetkarte wird eine Ankerplatte verdrängt, die vor dem Ein
schieben die in den Lagerausnehmungen einliegenden Magnetstifte angezo
gen und dadurch derart verlagert hat, daß sie nur zum Teil in den
Lagerausnehmungen einliegen und mit einem Abschnitt die gehäusefeste
Lochplatte durchgreifen. In diesem Zustand läßt sich daher der Schieber
nicht in seine Verlagerungsstellung verbringen. Erst wenn die Magnet
karte eingeführt ist, werden die Magnetstifte bei richtiger Kartencodie
rung durch Gegenüberstehen von gleichnamigen Magnetpolen von Karte
und entsprechendem Magnetstift gänzlich in die Lagerausnehmungen zu
rückgedrückt, wodurch der Eingriff in die Lochplatte aufgehoben ist.
Über die Magnetkarte läßt sich dann der Schieber in Verlagerungsstellung
verbringen, wodurch das Schloß in seine Entriegelungsstellung überführt
wird. Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann ein Teil der
Magnetstifte durch Lage, Anzahl und Polarisation den Grundcode bilden,
während ein anderer Teil den Ergänzungscode schafft.
Vorzugsweise kann dabei vorgesehen sein, daß mindestens eine der La
gerausnehmungen in einem am Schieber verdrehbar gelagerten, in be
stimmten Drehpositionen festlegbaren Magnetstift-Träger angeordnet ist.
Die Verlagerung des Magnetstift-Trägers gestattet eine zusätzliche Varia
tion der Codierungskombinationen.
Für einen einfachen Aufbau der Schließeinrichtung und im Hinblick auf
die Nutzung mindestens einer Zuhaltung für den Grundcode und/oder den
Ergänzungscode ist vorgesehen, daß mindestens eine der Lagerausneh
mungen von der Magnetspule umgeben ist. Diese Lagerausnehmung beher
bergt dann die Zuhaltung, die bei Verwendung des Normalschlüssels
mittels der Leseeinrichtung ansteuerbar ist.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird überdies gelöst von
einer aus Schloß und magnetischem Schlüssel bestehenden Schließeinrich
tung mit einem Gehäuse, in dem sich ein mittels des Zuhaltungen in Frei
gabestellung überführenden Schlüssels verlagerbarer Schieber befindet,
der in seiner Verlagerungsstellung das Schloß in Entriegelungsstellung
überführt, wobei eine einen Ergänzungscode des Schlüssels erfassende
Leseeinrichtung vorgesehen ist, die mindestens eine den Schieber freige
bende zusätzliche Zuhaltung steuert.
Dabei kann vorzugsweise die zusätzliche Zuhaltung von einem elektroma
gnetisch verlagerbaren Zuhaltungsstift gebildet sein, der in Sperrstellung
in eine Ausnehmung des Schiebers eingreift.
Besonders einfach läßt sich die erfindungsgemäße Schließeinrichtung unter
Verwendung bereits vorhandener Schlösser realisieren, wenn ein an das
Schloßgehäuse ansetzbares Unterfütterungsgehäuse vorgesehen wird, das
die Leseeinrichtung und gegebenenfalls die zusätzliche Zuhaltung im
wesentlichen aufnimmt. Mithin kann ein bereits bekanntes Schloß mit
einfachen Mitteln in einen erfindungsgemäßen Gegenstand überführt wer
den, wenn das Schloßgehäuse dieses Schlosses auf dem Unterfütterungs
gehäuse befestigt wird, wobei lediglich sicherzustellen ist, daß die im
wesentlichen in dem Unterfütterungsgehäuse vorhandene Leseeinrichtung
mit ihrem Lesesensor Zugang zum Schlüssel erhält. Die mit dem Schieber
zusammenwirkende zusätzliche Zuhaltung ist in geeigneter Weise im Schloß
gehäuse und/oder Unterfütterungsgehäuse unterzubringen. Dieses kann
beispielsweise durch Schaffung eines Zugriffskanals zum Schieber erfol
gen, in dem die Zuhaltung einliegt.
Um die erfindungsgemäße Schließeinrichtung gegenüber Manipulationen zu
sichern, ist mindestens eine auf der der Auflagefläche des Schiebers
gegenüberliegenden Schieberseite angeordnete Lagerausnehmung vorgese
hen, deren Magnetstift in Sperrstellung mit einem gehäuseseitigen An
schlag zusammenwirkt. Diese Maßnahme soll ein unberechtigtes Öffnen des
Schlosses verhindern, das beispielsweise dadurch herbeigeführt werden
könnte, daß mittels eines Hammers oder dergleichen auf das Schloßge
häuse geschlagen wird, so daß durch die Erschütterungen die Zuhal
tungs-Magnetstifte aus den Löchern der Lochplatte herausrutschen. Eine
derartige Verlagerung wird möglicherweise bei Schlagbeaufschlagung des
Schlosses bei allen Magnetstiften gleichzeitig und in gleicher Richtung
erfolgen, so daß der zusätzlich vorgesehene Magnetstift auf Grund seiner
Lage auf der der Auflagefläche des Schiebers gegenüberliegenden Schie
berseite aus der zugeordneten Lagerausnehmung zum Teil heraustritt und
im Hintergriff mit dem gehäuseseitigen Anschlag gelangt. Hierdurch ist
somit eine Schieberverlagerung auch dann ausgeschlossen, wenn die
anderen Magnetstifte inre Verriegelungsstellung durch die Schlageinwir
kung verlassen haben.
Als Schlüssel können Schüsselkarten vorgesehen sein, die sich in Normal
schlüsselkarten und Notschlüsselkarten unterteilen lassen. Bei der Nor
malschlüsselkarte, die eine untergeordnete Karte darstellt, ist vorgese
hen, daß die an ihrer der elektromagnetisch gesteuerten Zuhaltung zuge
ordneten Codierungsstelle als unmagnetische Zone ausgebildet ist. Mit
einer derartigen Karte kann mittels des Grundcodes somit die spezielle,
von der Magnetspule umgebene Zuhaltung nicht betätigt werden. Diese
Betätigung muß vielmehr durch den Ergänzungscode erfolgen, der von
der Leseeinrichtung erfaßt wird und über die Erregung der Magnetspule
die entsprechende Zuhaltung in Freigabestellung überführt.
Neben einer derartigen, untergeordneten Normalschlüsselkarte ist die
übergeordnete Notschlüsselkarte vorgesehen, die nur an speziell autori
sierte Personen vergeben wird. Diese Notschlüsselkarte weist an ihrer der
elektromagnetisch gesteuerten Zuhaltung zugeordneten Codierungsstelle
eine magnetische Zone auf. Mithin läßt sich mittels dieser magnetischen
Zone beim Einführen des Notschlüssels in das Schloß auch diejenige Zu
haltung in Freigabestellung überführen, die normalerweise nur mittels
Erregung der Magnetspule verlagerbar ist. Die magnetische Zone ersetzt
somit die Erregung der Magnetspule, beispielsweise für den Fall, daß eine
Erregung der Magnetspule auf Grund eines technischen Defektes oder
eines Stromausfalles nicht möglich ist.
Die erfindungsgemäße Schließeinrichtung kann in einer Anlage zur auf
sichtslosen Kontrolle der Benutzung von Schließeinrichtungen, insbeson
dere von Schließfächern und/oder berechtigungspflichtigen Zugangsbe
reichen oder dergleichen, z. B. in Badeanstalten, Lesesälen, Hotels oder
dergleichen eingesetzt werden. In einem solchen Falle besteht die Schließ
einrichtung aus mehreren Schlössern und einer jedem Benutzer zuge
ordneten individuellen Schlüsselkarte, wobei Schloß und Schlüsselkarte
gemäß der obenstehenden Ausführungen ausgebildet sein können. Dabei
sind erfindungsgemäß mit dem Grundcode der Karte zu schließende,
untergeordnete Schlösser und mit dem Ergänzungscode oder der Kombi
nation aus Grundcode und Ergänzungscode zu schließende, übergeordnete
Schlösser vorgesehen. Die untergeordneten Schlösser können beispiels
weise bei den Schließfächern eingesetzt werden. Für den Eintritt in den
berechtigungspflichtigen Zugangsbereich ist es jedoch erforderlich, mit
dem Ergänzungscode oder der Kombination aus Grundcode und Ergän
zungscode zu schließen. Gleiches gilt für ein entsprechendes Schloß im
Ausgangsbereich des Zugangsbereiches, so daß die Zugangs- und Aus
gangskontrolle in diesem Bereich einer höheren Sicherheit unterworfen ist
als die Benutzung des Schließfaches oder dergleichen.
Ferner kann vorgesehen sein, daß die Betätigung der übergeordneten
Schlösser einer Erfassungseinheit gemeldet wird. Diese Erfassungseinheit
erfaßt vorzugsweise die Anzahl der Schließungen des jeweiligen Schlosses
und/oder den Schließzeitpunkt. Durch die Registrierung dieser Daten ist
es möglich, die Aufenthaltszeit des Benutzers im Zugangsbereich zu kon
trollieren, was beispielsweise bei zeitbegrenzter Schwimmbadbenutzung
erforderlich ist. Überdies bietet die Erfassungsmöglichkeit die Darrei
chung verschiedener Dienstleistungen, so ist es beispielsweise möglich
einen Getränkeautomaten mit Hilfe der erfindungsgemäßen Einrichtung zur
Ausgabe eines Getränkes zu aktivieren. Hierzu wird die Karte in einen
Einsteckschlitz des Getränkeautomaten eingeführt und das Getränk ent
nommen. Der Getränkeautomat ist dabei mit einem übergeordneten Schloß
versehen, so daß die Entnahme des Getränks der Erfassungseinheit ge
meldet wird. Beim Verlassen des Zugangsbereiches wird dann dem Be
nutzer über seine in Anspruch genommenen Dienstleistungen eine Rech
nung präsentiert, was beispielsweise durch Anzeige des Rechnungsbetra
ges auf einem Display erfolgen kann. Die Erstellung der Rechnung wird
dabei durch Einführen der Karte in die Display-Einheit ausgelöst. Erst
wenn der Benutzer eine entsprechende Geldmenge in die Display-Einheit
eingeworfen hat, kann der Zugangsbereich durch eine entsprechende,
schloßbetätigte Absperrung verlassen werden. Eine derartige Handhabung
ist nicht auf die Ausgabe von Getränken beschränkt, sondern kann
selbstverständlich auch für andere Dienstleistungen, z. B. die Benutzung
von Haartrocknern, Solarien, Mietzinsentrichtung für Sonnenschirme usw.
benutzt werden.
Überdies ist nach einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß bei
einem Benutzerwechsel der Ergänzungscode bei gleichem Grundcode ge
ändert wird. Mithin ist es nicht möglich, daß der Vorbenutzer, dem ein
ganz bestimmter Ergänzungscode zugeordnet war, seinem Nachbenutzer
einen noch nicht bezahlten Rechnungsbetrag hinterläßt, da der nach
folgende Benutzer einen neuen, anderen Ergänzungscode erhält.
Die Anordnung kann auch so getroffen sein, daß der Benutzer vor der
Benutzung der Schließeinrichtungen am Eingang des Zugangsbereiches be
reits einen bestimmten Geldbetrag entrichten muß, von dem dann im Laufe
seines Aufenthaltes bei Inanspruchnahme bestimmter Dienstleistungen der
jeweils entsprechende Betrag abgebucht wird. Beim Verlassen des Zu
gangsbereiches wird dann der nicht in Anspruch genommene Geldbetrag
ausbezahlt bzw. eine Nachzahlung angefordert.
Die gesamte Anlage kann automatisch durch den Einsatz von Automaten
arbeiten, so daß keine mit Mitarbeitern zu besetzenden Kassierstellen oder
dergleichen notwendig sind.
Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung an Hand mehrerer Aus
führungsbeispiele und zwar zeigt:
Fig. 1 eine an eine Tür montierte Schließeinrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Schließeinrichtung mit Magnetkarte,
deren Flachseite einen Strichcode aufweist,
Fig. 3 einen Längsschnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2, wobei sich
das Schloß in Verriegelungsstellung befindet,
Fig. 4 einen Längsschnitt gemäß Fig. 3, jedoch bei in Entriegelungs
stellung befindlichem Schloß,
Fig. 5 ein Schnitt entlang der Linie V-V in Fig. 1 bei Verriegelungs
stellung des Schlosses,
Fig. 6 ein Schnitt gemäß Fig. 5, jedoch bei Entriegelungsstellung,
Fig. 7 einen Längsschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel des
sich in Verriegelungsstellung befindlichen Schlosses,
Fig. 8 einen Längsschnitt gemäß Fig. 7, jedoch in Entriegelungsstel
lung,
Fig. 9 eine Unteransicht des sich in Verriegelungsstellung befindlichen
Schlosses bei abgenommener Bodenwand,
Fig. 10 eine Ansicht gemäß Fig. 9, jedoch bei Entriegelungsstellung des
Schlosses,
Fig. 11 einen Querschnitt entlang der Linie XI-XI in Fig. 9,
Fig. 12 einen Querschnitt entlang der Linie XII-XII in Fig. 10,
Fig. 13 eine schematische Darstellung vom Schieberbereich des Schlosses
bei Schlagmanipulation und ohne eingesteckte Magnetkarte und
Fig. 14 eine schematische Darstellung des Schieberbereiches des Schlos
ses bei eingesteckter Magnetkarte.
Gemäß Fig. 1 ist ein Schloß 1 an einer Tür 2 montiert und besitzt ein
Schloßgehäuse 3, das mit seinem Bodenbereich 4 auf ein Unterfütterungs
gehäuse 5 aufgesetzt ist. Das Unterfütterungsgehäuse 5 ist seinerseits an
der Tür 2 befestigt. Das Schloßgehäuse 3 ist mit einem Drehknauf 6
versehen, mit dessen Hilfe eine Falle 7 oder ein nichtdargestellter Riegel
zurückgezogen werden kann, sofern sich das Schloß 1 in Entriegelungs
stellung befindet.
Der auf der anderen Seite der Tür 2 angeordnete Drehknauf 8 ist direkt
mit der Falle 7 oder dem nicht dargestellten Riegel verbunden, so daß
von dieser Seite der Tür 2 aus stets eine Türöffnung möglich ist. Bei
Hotelzimmern wird auf der zimmerinneren Seite der Tür der Drehknauf 8
installiert, während sich auf der Außenseite (Flurseite) der Tür 2 das
Schloßgehäuse 3, das Unterfütterungsgehäuse 5 sowie der Drehknauf 6
befinden.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß das Schloßgehäuse 3 mit einem Einsteck
schlitz 9 versehen ist, in den ein Schlüssel 10 eingesteckt werden kann.
Der Schlüssel 10 ist als mit magnetischer Codierung versehene Karte 11
ausgebildet, die auf ihrer Flachseite 12 eine Strichcodierung 13 trägt. Die
Strichcodierung 13 kann auf einem auf die Flachseite 12 der Karte 11 ge
klebten Aufkleber 14 aufgebracht sein. Alternativ ist es jedoch auch mög
lich, daß die Strichcodierung 13 fest auf die Flachseite 12 der Karte 11
aufgeschrieben ist.
Gemäß Fig. 3 lagert im Inneren des Schloßgehäuses 3 ein Schieber 15,
der plattenförmig ausgebildet ist und auf dessen Auflagefläche 16 eine
Lochplatte 17 aufliegt. Die Löcher 18 der Lochplatte 17 fluchten in der in
der Fig. 3 dargestellten Verriegelungsstellung des Schlosses 1 mit ent
sprechenden Lagerausnehmungen 19 des Schiebers 15, die von der Auf
lagefläche 16 ausgehen und als Sackbohrungen ausgebildet sind. ln den
Lagerausnehmungen 19 liegen Zuhaltungen 20 ein, die als Magnetstifte 21
ausgebildet sind. Die Abmessungen der Lagerausnehmungen 19 sind dabei
derart gewählt, daß die Magnetstifte 21 senkrecht zur Auflagefläche 16
verschoben werden können. Wie aus der Fig. 3 ersichtlich, liegt nicht
notwendiger Weise in jeder Lagerausnehmung 19 ein Magnetstift 21 ein, da
sich die Anzahl, die Lage und die Polarität der Magnetstifte 21 nach der
jeweiligen Öffnungscodekombination des Schlosses 1 richtet.
Auf der Lochplatte 17 liegt ein Leitblech 22, auf dem eine Ankerplatte 23
angeordnet ist. Die Ankerplatte 23 wird von einer Feder 24 in Position
gehalten.
Eine Zugfeder 25 ist mit ihrem einen Ende 26 gehäuseseitig festgelegt und
greift mit ihrem anderen Ende 27 an einem Vorsprung 28 des Schiebers 15
an. Ferner bildet der Schieber 15 an seiner der Auflagefläche gegenüber
liegenden Schieberseite 29 eine Auflaufschräge 30 aus, die mit einem
Steuerblech 31 zusammenwirkt. Das Steuerblech 31 liegt mit seinem gabel
förmigen Ende 32 auf einem Absatz 33 einer längsverschieblichen Kupp
lungshülse 34 auf, die mittels einer Spiraldruckfeder 35 in Richtung des
Pfeiles 36 vorgespannt ist. Der Drehknauf 6 greift mit seiner Achse 37 in
das Innere des Schloßgehäuses 3 ein und weist auf dieser drehfest ein
Zahnrad 38 auf. Dabei ist die Zahnung des Zahnrades 38 einer Innenzah
nung der Kupplungshülse 34 angepaßt. In dem Boden 39 des Schloßge
häuses 3 ist mittels einer Lagerbüchse 40 ein Vierkant 41 drehbar gela
gert, das endseitig ein Zahnrad 42 trägt. Das Vierkant 41 wirkt mit einem
Hebelmechanismus zusammen der zum Zurückziehen der Falle 4 bzw. eines
Riegels vorgesehen ist.
Gemäß Fig. 3 ist eine der Lagerausnehmungen 19 von einer Magnetspule
43 umgeben, die in einer entsprechenden Vertiefung des Schiebers 15
einliegt.
An den Boden 39 des Schloßgehäuses 3 schließt das Unterfütterungsge
häuse 5 an, in dem eine optische Leseeinrichtung 44 sowie eine nicht
näher dargestellte elektronische Schaltung untergebracht ist. Überdies
kann das
Unterfütterungsgehäuse 5 auch eine Stromquelle zur Versorgung der
elektronischen Schaltung sowie der Leseeinrichtung 44 aufnehmen.
In der in der Fig. 3 dargestellten Verriegelungsstellung des Schlosses 1
greift das mit dem Drehknauf 6 gekuppelte Zahnrad 38 nicht in die ent
sprechende Gegenzahnung der Kupplungshülse 34 ein, die auf dem Zahn
rad 42 des Vierkantes 41 längsverschieblich lagert. Insofern besteht keine
Kupplung zwischen dem Drehknauf 6 und dem Vierkant 41, wodurch das
Schloß 1 seine Verriegelungsstellung einnimmt. Durch Drehen am Dreh
knauf 6 lassen sich weder Falle noch Riegel betätigen.
Die Fig. 4 zeigt das Schloß 1 in seiner Entriegelungsstellung, die durch
Einschub der Karte 11 in den Einsteckschlitz 9 bei richtiger Codierungs
kombination der Karte 11 herbeigeführt werden kann. Die Karte 11 wird
dabei zwischen Leitblech 22 und Ankerplatte 23 geschoben, wobei das Ein
führen auf Grund entsprechender Abwinkelungen 45 dieser Elemente sehr
leicht möglich ist. Betrachtet man zunächst nochmal die Fig. 3, so wird
ersichtlich, daß bei nichteingeschobener Karte 11 die Magnetstifte 21 in
die entsprechenden Löcher 18 der Lochplatte 17 eingreifen und mit ihren
Stirnflächen an dem Leitblech 22 anliegen. Diese Stellung der Magnetstifte
21 wird durch die Ankerplatte 23 bewirkt, die im Gegensatz zu den an
deren Bauelementen aus ferromagnetischem Material besteht. Mithin zieht
die Ankerplatte 23 die Magnetstifte 21 an, wodurch sie die beschriebene
Lage einnehmen. In dieser Lage kann der Schieber 15 nicht aus seiner in
der Fig. 3 dargestellten Grundstellung verschoben werden, da der Ein
griff der Magnetstifte 21 in die gehäusefeste Lochplatte 17 dieses verhin
dert.
Betrachtet man nun jedoch demgegenüber die Fig. 4, so ist ersichtlich,
daß die Magnetstifte 21 vollständig in ihren zugehörigen Lagerausneh
mungen 19 einliegen und somit keinen Formschluß mehr zu der Lochplatte
17 bilden. Dieses kommt dadurch zustande, daß die auf der Karte vor
handene magnetische Codierung derart auf die Magnetstifte 21 einwirkt,
daß diese durch Gegenüberstehen einander gleichnamiger Pole in die
Lagerausnehmungen 19 zurückgedrängt werden. Beim Einschieben der
Karte 11 kann die Ankerplatte 23 auf Grund der Feder 24 ausweichen.
Sobald jedoch nach Einschieben der Karte 11 sämtliche Magnetstifte 21 in
Freigabestellung überführt worden sind, kann durch Nachschieben der
Karte 11 der Schieber 15 durch Anlage des Kartenendes 46 an einem
Schieberanschlag 47 in die in der Fig. 4 dargestellte Stellung verbracht
werden, wodurch die Auflaufschräge 30 das Steuerblech 31 derart beauf
schlagt, daß dessen Ende 32 die Kupplungshülse 34 entgegen der Rich
tung des Pfeiles 36 verschiebt, wodurch die Innenzahnung der Kupp
lungshülse 34 in Eingriff mit dem Zahnrad 38 gelangt. In dieser Stellung
ist somit der Drehknauf 6 mit dem Vierkant 41 drehfest gekuppelt, so daß
das Schloß 1 seine Entriegelungsstellung einnimmt und eine Betätigung
der Falle 7 bzw. eines Riegels möglich wird.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die nicht von der Magnetspule 43
umgebenen Magnetstifte 21 mittels des Grundcodes der Karte 11 in Frei
gabestellung verbracht werden. Der mit der Magnetspule 43 umgebene
Magnetstift 21 gelangt durch Erregung der Magnetspule 43 in Freigabe
stellung. Hierzu ist auf der Karte 11 - wie zuvor beschrieben - die
Strichcodierung 13 vorgesehen, die beim Einschieben der Karte 11 in den
Einsteckschlitz 9 mittels eines Sensors 48 optisch abgetastet wird. Der
Sensor 48 steht über eine Leitung 49 mit der Leseeinrichtung 44 in Ver
bindung, wodurch die gelesene Information zu der elektronischen Schal
tung gelangt, die die gelesene Codierung mit dem gespeicherten Öffnungs
code des Schlosses 1 vergleicht. Liegt Übereinstimmung vor, so wird die
Magnetspule 43 aktiviert, wodurch der entsprechende Magnetstift 21 in
Freigabestellung gemäß Fig. 4 überführt wird.
Alternativ kann jedoch auch vorgesehen sein, daß mehrere Magnetstifte 21
mit entsprechenden Magnetspulen 43 umgeben sind.
Zur Schaffung eines Notschlüssels ist erfindungsgemäß nach einer anderen
Ausführungsform vorgesehen, daß dieser Notschlüssel, der ebenfalls als
spezielle Karte 11 augebildet ist an seiner dem mit Magnetspule 43 verse
henen Magnetstift 21 gegenüberliegenden Stelle mit einer magnetischen
Codierung versehen ist, die eine Verlagerung des Magnetstiftes 21 in
Freigabestellung bewirkt. Sollte somit die Verlagerung des Magnetstiftes
21 auf Grund eines technischen Defektes bzw. Stromausfalles nicht mit
Hilfe der Magnetspule 43 möglich sein, so kann dieses auch mit Hilfe des
zuvor beschriebenen Notschlüssels erfolgen.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform des Schlüssels 10 ist vorge
sehen, daß der Strichcode 13 sich aus einer Taktspur und einer Infor
mationsspur zusammensetzt, wobei beide Spuren parallel zueinander ver
laufen. Dabei ist bewerkstelligt, daß beim Einführen der Karte der ent
sprechende Sensor 48 der Leseeinrichtung 44 über die Taktspur einen
Lesetakt für die serielle Abtastung der Informationsspur erhält. Dieses
System geht aus der DE-PS 24 31 497 hervor.
Um die Codierungskombinationsmöglichkeiten noch weiter zu erhöhen ist
gemäß Fig. 5 vorgesehen, daß mindestens eine der Lagerausnehmungen 19
in einem am Schieber 15 verdrehbar gelagerten, in bestimmten Drehposi
tionen festlegbaren Magnetstift-Träger 50 angeordnet ist. Dieser Magnet
stift-Träger 50 kann mittels eines Spezialwerkzeuges durch Öffnungen im
Schloßgehäuse 3 verdreht werden, wodurch sich die Stellungen der La
gerausnehmungen 19 verändern lassen. Auf diese Art und Weise ist eine
sehr schnelle Umprogrammierung des Schlosses 1 vornehmbar. Vorzugs
weise sind - wie in Fig. 5 dargestellt - zwei derartige Magnetstift-Träger
50 an dem Schieber 15 vorhanden.
In der Fig. 7 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Schließeinrichtung dargestellt, die sich gegenüber dem zuvor dargestellten
Ausführungsbeispiel dadurch unterscheidet, daß an dem Schieber 15 keine
Magnetspule 43 vorhanden ist. An deren Stelle wird folgende Maßnahme
getroffen: Ausgehend von der Leseeinrichtung 44 ist ein Kanal 51 gebil
det, der bis an die Schieberseite 29 des Schiebers 15 heranreicht. In
diesem Kanal ist eine Zuhaltung 52 angeordnet, die als Zuhaltungsstift 53
ausgebildet sein kann. Der Zuhaltungsstift 53 kann mittels einer nicht
dargestellten elektromagnetischen Einrichtung verlagert werden, wobei er
in Sperrstellung in eine Ausnehmung 54 an der Schieberseite 29 des
Schiebers 15 eintritt.
Fig. 7 zeigt das Schloß in Verriegelungsstellung, in der zum einen die
Magnetstifte 21 in den entsprechenden Löchern der Lochplatte 17 einliegen
und zum anderen der Zuhaltungsstift 53 in die Ausnehmung 54 eingreift.
Hierdurch ist der Schieber 15 in seiner Grundstellung festgelegt. Soll der
Schieber 15 in die Verlagerungsstellung überführt werden, in der das
Schloß 1 seine Entriegelungsstellung besitzt, so ist - gemäß Fig. 8 - die
Karte 11 in den Einsteckschlitz 9 einzuschieben, wodurch - bei richtiger
Codierung - zum einen die Magnetstifte 21 in Freigabestellung überführt
werden und zum anderen muß der Sensor 48 die richtige Strichcodierung
erfaßt haben, damit die Leseeinrichtung 44 bzw. die damit gekoppelte
elektronische Schaltung über die elektromagnetische Einrichtung den
Zuhaltungsstift 53 nach unten verlagert, so daß er aus der Ausnehmung
54 austritt. In dieser Stellung kann dann - wie schon zuvor beschrie
ben - der Schieber 15 in seine Verlagerungsstellung gemäß Fig. 8 über
führt werden, in der dann die Kupplung des Drehknopfes 6 mit dem
Vierkant 41 erfolgt.
Aus den Fig. 9 und 10 geht hervor, daß der Zuhaltungsstift 53 in dem
einen Seitenbereich des Schiebers 15 und der Sensor 48 in dem anderen
Seitenbereich des Schiebers 15 angeordnet ist. Diese Anordnung ist
jedoch nicht zwingend.
Besonders deutlich geht die Verriegelungsstellung bzw. die Entriegelungs
stellung aus den Fig. 11 und 12 hervor. Hieraus ist auch ersichtlich, daß
der Zuhaltungsstift 53 mittels einer Spiraldruckfeder 55 in Richtung auf
den Schieber 15 vorgespannt ist. Ferner ist eine Spule 56 der elektro
magnetischen Einrichtung zur Zuhaltungsstiftverlagerung erkennbar.
Deutlich wird ferner, daß der Schieber 15, die Lochplatte 17 und das
Leitblech 22 von einer Schlitzausnehmung 62 durchsetzt sind, damit der
Sensor 48 Zugang zur Strichcodierung 13 der Karte 11 erhält.
Fig. 13 zeigt schematisch einen Ausschnitt des Schieberbereiches des
Schlosses 1. Es wird gezeigt, daß durch Schlagbeaufschlagung des
Schloßgehäuses 3 eine Verlagerung der Magnetstifte 21 derart erfolgen
kann, daß sie kurzfristig in ihre entsprechenden Lagerausnehmungen 19
eintreten (siehe Stellung in Fig. 13). In diesem Moment wäre eine Verla
gerung des Schiebers 15 mittels eines in den Einsteckschlitz eingeführten
Werkzeuges oder dergleichen möglich, so daß das Schloß 1 entriegelt
werden könnte. Um eine derartige unberechtigte Entriegelung zu verhin
dern, ist auf der der Auflagefläche 16 des Schiebers 15 gegenüberlie
genden Schieberseite 29 eine Lagerausnehmung 57 vorgesehen, in der ein
Magnetstift 58 verschieblich einliegt. Da durch Schlagbeaufschlagung des
Schlosses 1 sämtliche Magnetstifte gleichzeitig in die gleiche Richtung
ausgelenkt werden, wird sich der Magnetstift 58 ebenso wie die Magnet
stifte 21 in Richtung des Pfeiles 59 verlagern. Dabei tritt der Magnetstift
58 in Hintergriff zu einem gehäuseseitigen Anschlag 60. Somit ist eine
Verlagerung des Schiebers 15 in Richtung des Pfeiles 61 wirksam unter
bunden.
In der Fig. 14 ist die Situation bei eingeschobener Karte 11 dargestellt.
Hieraus wird deutlich, daß die Magnetstifte 21 aufgrund des Gegenüber
stehens gleichnamiger Pole vollständig in ihre entsprechenden Lager
ausnehmungen 19 eintreten, während der vollständige Eintritt des Mag
netstiftes 58 durch die Anzugwirkung sich gegenüberstehender ungleich
namiger Pole bewerkstelligt ist. In der Freigabestellung gemäß Fig. 14
läßt sich der Schieber 15 in seine Verlagerungsstellung überführen.
Der erfindungsgemäße Gegenstand bietet eine erhöhte Systemsicherheit
durch ein zusätzlich zur Mechanik (Magnetik) arbeitendes elektronisches
System, das durch Lesung eines optischen Codes eine Sperr- oder Ent
riegelungsfunktion bewirkt.
Der optische Code kann durch Aufdruck oder Aufkleber auf den Schlüssel
(auch zeitweise) aufgebracht werden. Ein derart modifizierter Schlüssel
bietet einen höheren Sicherheitsstandard, insbesondere in Bereichen mit
Zugangskontrolle.
Überdies kann ein verhandenes mechanisches System mit Hilfe der erfin
dungsgemäßen optisch-elektronischen Lösung modifiziert werden, wodurch
die eingangs geschilderten Vorteile realisiert sind.
Der erfindungsgemäße, als Karte ausgebildete Schlüssel der Schließvor
richtung weist über seine Flachseite verteilt an unterschiedlichen Stellen
magnetische Zonen auf, die mit den Zuhaltungen zusammenwirken. Hierbei
ist es nach einem Ausführungsbeispiel möglich, daß diese Zonen den
Grundcode bilden. Ferner können eine oder mehrere dieser Zonen für die
oben beschriebene Notschlüsselfunktion Verwendung finden. Der Ergän
zungscode des erfindungsgemäßen Schlüssels wird von einem auf der
Flachseite aufgebrachten Strichcode und/oder die Karte durchsetzende
Löcher und/oder einem auf die Flachseite der Karte aufgebrachten bzw.
eingebetteten Magnetband gebildet. Dabei ist es auch möglich, daß der
Ergänzungscode eine oder mehrere der zuvor beschriebenen magnetischen
Zonen umfaßt. Nach einem speziellen Ausführungsbeispiel kann der Grund
code auch von einem Teil der magnetischen Zonen und der Ergänzungs
code von einem anderen Teil der magnetischen Zonen gebildet sein.
Die magnetischen Zonen können sich hinsichtlich ihrer Polarität (Nordpol
bzw. Südpol) unterscheiden. Dementsprechend müssen die Magnetstifte
der Zuhaltungen ausgebildet sein.
Die Erfassung der die Schlüsselkarte durchsetzenden Löcher, die bei der
entsprechenden Schlüsselversion an verschiedenen Stellen über die Flach
seite der Karte verteilt angeordnet sind, erfolgt über geeignete Sensoren
der Leseeinrichtung. Dabei kann die Lesung - wie auch bei allen anderen
zuvor beschriebenen Codierungsarten - in eine Taktspur sowie eine lnfor
mationsspur unterteilt sein.
Alle in der Beschreibung erwähnten und in der Zeichnung dargestellten
neuen Merkmale sind erfindungswesentlich, auch soweit sie in den An
sprüchen nicht ausdrücklich beansprucht sind.
Claims (21)
1. Aus Schloß und Schlüssel bestehende Schließeinrichtung, die mittels
des Schlüssels in Freigabestellung überführbare Zuhaltungen aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Zuhaltungen (20) zu
sätzlich oder alternativ zu ihrer direkten Steuerung von dem Grundcode
des entsprechenden Schlüssels (10) mittels einer Magnetspule (43) in
Freigabestellung bringbar ist, die von einer mindestens einen Ergän
zungscode des Schlüssels (10) erfassenden Leseeinrichtung (44) erregbar
ist.
2. Aus Schloß und magnetischem Schlüssel bestehende Schließeinrichtung
mit einem Gehäuse, in dem sich ein mittels des Zuhaltungen in Freigabe
stellung überführenden Schlüssels verlagerbarer Schieber befindet, der in
seiner Verlagerungsstellung das Schloß in Entriegelungsstellung über
führt, gekennzeichnet durch eine einen Ergänzungscode (13) des Schlüs
sels (10) erfassende Leseeinrichtung (44), die mindestens eine den Schie
ber (15) freigebende zusätzlichen Zuhaltung (20, Zuhaltungsstift 53)
steuert.
3. Schließeinrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Ergänzungscode ein von der optischen Leseeinrichtung
(44) lesbarer Strichcode (13) ist.
4. Schließeinrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Ergänzungscode von einem von der optischen Leseein
richtung erfaßbaren den Schlüssel durchsetzenden Lochmuster gebildet
ist.
5. Schließeinrichtung nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Ergänzungscode ein von einem Induktions-Lesekopf der
Leseeinrichtung abgetasteter Magnetcode ist, dessen Codestellen verteilt
liegen zwischen den Grundcode darstellenden magnetischen Bereichen.
6. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ergänzungscode einen Informa
tionscode und einen Lesetaktcode umfaßt.
7. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An
sprüche, gekennzeichnet durch ein Schloßgehäuse (3), in dem sich ein
mittels des magnetischen Schlüssels (10) bei richtiger Codierung verlager
barer Schieber (15) befindet, der in seiner Verlagerungsstellung das
Schloß (1) in Entriegelungsstellung überführt.
8. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetische Schlüssel (10) als
Karte (11) ausgebildet ist.
9. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Karte (11) auf mindestens
einer Flachseite (12) den Strichcode (13) trägt.
10. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (15) an seiner auf
einer gehäusefesten Lochplatte (17) aufliegenden Auflagefläche (16) La
gerausnehmungen (19) aufweist, in denen die als Magnetstifte (21) aus
gebildeten Zuhaltungen verschieblich einliegen und daß die Löcher (18)
der Lochplatte (17) mit den Lagerausnehmungen (19) in Grundstellung des
Schiebers (15) fluchten.
11. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Lagerausneh
mungen (19) in einem am Schieber (15) verdrehbar gelagerten, in be
stimmten Drehpositionen festlegbaren Magnetstift-Träger (50) angeordnet
ist.
12. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Lagerausnehmungen (19)
von der Magnetspule (43) umgeben ist.
13. Schließeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zuhaltung von einem elektromagnetisch verlagerbaren, gehäuseseitigen
Zuhaltungsstift (53) gebildet ist, der in Sperrstellung in eine Ausneh
mung (54) des Schiebers (15) eingreift.
14. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An
sprüche, gekennzeichnet durch ein an das Schloßgehäuse (3) ansetzbares
Unterfütterungsgehäuse (5), das die Leseeinrichtung (44) im wesentlichen
aufnimmt.
15. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An
sprüche, gekennzeichnet durch mindestens eine auf der der Auflagefläche
(16) des Schiebers (15) gegenüberliegenden Schieberseite (29) angeord
nete Lagerausnehmung (57), dessen Magnetstift (58) in Sperrstellung mit
einem gehäuseseitigen Anschlag (60) zusammenwirkt.
16. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An
sprüche, gekennzeichnet durch eine untergeordnete Normalschlüsselkarte,
die an ihrer der elektromagnetisch gesteuerten Zuhaltung angeordneten
Codierungsstelle eine unmagnetische Zone aufweist.
17. Schließeinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden An
sprüche, gekennzeichnet durch eine übergeordnete Notschlüsselkarte, die
an ihrer der elektromagnetisch gesteuerten Zuhaltung zugeordneten Co
dierungsstelle eine magnetische Zone aufweist.
18. Anlage zur aufsichtslosen Kontrolle der Benutzung von Schließeinrich
tungen, insbesondere von Schließfächern und/oder berechtigungspflich
tigen Zugangsbereichen oder dergleichen, z. B. in Badeanstalten, Lese
sälen, Hotels oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schließ
einrichtung aus mehreren Schlössern und einer jedem Benutzer zugeordne
ten individuellen Schlüsselkarte nach einem oder mehreren der vorher
gehenden Ansprüche gebildet ist, wobei mit dem Grundcode der Karte zu
schließende, untergeordnete Schlösser und mit dem Ergänzungscode oder
der Kombination aus Grundcode und Ergänzungscode zu schließende,
übergeordnete Schlösser vorgesehen sind.
19. Anlage nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Betäti
gung der übergeordneten Schlösser einer Erfassungseinheit gemeldet
wird.
20. Anlage nach Anspruch 18 und/oder Anspruch 19, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Erfassungseinheit die Anzahl der Schließungen des
jeweiligen Schlosses und/oder den Schließzeitpunkt registriert.
21. Anlage nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
18-20, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Benutzerwechsel der Er
gänzungscode bei gleichem Grundcode geändert wird.
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| DE19873702730 DE3702730A1 (de) | 1987-01-30 | 1987-01-30 | Schliesseinrichtung mit grosser schliesskombinationsanzahl |
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| EP19870118529 EP0276444B1 (de) | 1987-01-30 | 1987-12-15 | Schliesseinrichtung mit grosser Schliesskombinationsanzahl |
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| JP1481388A JPS63194082A (ja) | 1987-01-30 | 1988-01-27 | 旋錠組み合わせ数の大きい旋錠装置 |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873702730 DE3702730A1 (de) | 1987-01-30 | 1987-01-30 | Schliesseinrichtung mit grosser schliesskombinationsanzahl |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3702730A1 true DE3702730A1 (de) | 1988-08-11 |
Family
ID=6319837
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873702730 Withdrawn DE3702730A1 (de) | 1987-01-30 | 1987-01-30 | Schliesseinrichtung mit grosser schliesskombinationsanzahl |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| JP (1) | JPS63194082A (de) |
| DE (1) | DE3702730A1 (de) |
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- 1987-01-30 DE DE19873702730 patent/DE3702730A1/de not_active Withdrawn
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1988
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