DE3701519A1 - Verfahren zur herstellung einer gasturbine - Google Patents
Verfahren zur herstellung einer gasturbineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
Gasturbinen und insbesondere von kleinen Gasturbinen zur
Erzeugung von Heißgasen, Preßluft, Energie oder irgendeine
Kombination für industrielle, landwirtschaftliche,
bautechnische oder Noteinsätze.
Gasturbinen gibt es in vielen Formen und für viele Zwecke.
Die am meisten bekannten beiden Arten sind Düsenantriebe
und Turbinen zur Erzeugung von mechanischer Leistung. Diese
Turbinenantriebwerke werden heutzutage hauptsächlich für die
Luftfahrt und für militärische Zwecke gebaut, sind daher auf
einen sehr hohen Standard gebracht und werden nur in relativ
kleinen Serien hergestellt.
Infolge dieser Situation sind Turbinentriebwerke so kostspielig,
daß sie sich für die meisten zivilen und industriellen Märkte
verbieten. Dementsprechend werden heutzutage, abgesehen von
einigen wenigen Reserve- und Notaggregaten in
Kraftwerksbetrieben derartige Turbinen in zivilen Anlagen
nicht in ausgedehntem Maße eingesetzt. Bei Leistungen von
unter 100 PS, für welche das Militär fast keine Verwendung
hat, besteht ein akuter Mangel an Gasturbinen, und in dieser
Größenordnung wäre ein ziviler Einsatz durchaus erwünscht.
Unter diesen Konstruktions- und Verwendungsbedingungen von
Gasturbinen war der Bau und der Einsatz von kleinen Aggregaten
oder Einheiten von vornherein aus wirtschaftlichen Gründen
ausgeschlossen.
Technische Probleme verursachen eine Abnahme der mechanischen
Leistungsfähigkeit von Gasturbinen in Bezug auf ihre Abmessung.
Ganz allgemein kann gesagt werden, daß kleine Turbinen weniger
wirksam sind als große Turbinen der gleichen Type. Neben ihrer
Verwendung als Antriebsmaschinen, für welche sie infolge ihrer
Kleinheit ziemlich uneffizient sind, können Gasturbinen jedoch
eine Reihe anderer Aufgaben erfüllen. So ist beispielsweise
ihr Wirkungsgrad als Heißgasgeneratoren sehr hoch, während
sie auch für andere Zwecke wie beispielsweise Gebläse,
Kompressoren, kombinierte Heizer und Kompressoren sowie viele
andere Einsatzzwecke durchaus geeignet sind. Auf dem Gebiet
dieser Aufgaben können Gasturbinen infolge ihrer Kompaktheit,
ihres hohen Leistungsgrades, ihrer Zuverlässigkeit und ihrer
langen Lebensdauer kombiniert mit ihrer Fähigkeit, mit mehreren
Kraftstoffen angetrieben werden zu können, eine attraktive
alternative Lösung gegenüber bereits bestehenden Anlagen
ergeben.
Aus all′ diesen Gründen wäre es äußerst erwünscht, kleine
Gasturbineneinheiten, insbesondere für die Erzeugung von
Heißgasen für industrielle Zwecke zur Verfügung zu haben,
welche in zweckmäßigen großen Serien zu vertretbaren Kosten
bei jederzeitiger Bereitstellung von Ersatzteilen herstellbar
sein sollten.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein
Verfahren anzugeben, mittels welchem preiswerte Gasturbinen
herstellbar sind, indem eine Konstruktion vorgesehen wird,
welche zur Herstellung einer vielseitig verwendbaren
Zusammensetzung von Gasturbinen aus in großen Mengen
hergestellten Standardbauteilen, sogenannten Modulen,
geeignet ist.
Gekennzeichnet ist das erfindungsgemäße Verfahren im
wesentlichen dadurch, daß die einzelnen Bauteile einer
Gasturbine als Module vorgefertigt werden und dann
entsprechend dem Bedarfsfall und dem Einsatzzweck der
fertigen Turbine durch Verbindungsleitungen entsprechender
Länge und Art miteinander verbunden werden.
Auf diese Weise wurde eine überraschend einfache, jedoch
wie eingehende Untersuchungen gezeigt haben, durchaus
zufriedenstellende Lösung gefunden, um Gasturbinen kleiner
oder mittlerer Leistung in einer Weise herzustellen, welche
die serienmäßige Herstellung der einzelnen Bauteile der
Turbinen ermöglicht und dadurch nicht nur die ursprünglichen
Kosten einer Turbinenanlage beträchtlich herabsetzt, sondern
auch die Möglichkeit ergibt, innerhalb kurzer Zeit nach
Eingang eines Lieferauftrages ab Lager eine Gasturbine in
der jeweils gewünschten Ausführung liefern zu können.
Die Erfindung schlägt also vor, mehrere Module, deren jedes
in einigen Standardabmessungen hergestellt werden kann,
herzustellen und diese Module anschließend bei Bedarf
zusammenzubauen, um eine Gasturbinenanlage zu bilden, welche
den Anforderungen eines individuellen Einsatzfalles
entspricht.
Die Hauptmodule, welche zusammengebaut das gewünschte
Gasturbinenaggregat bilden würden, sind:
- a) das Verbrennungsmodul,
- b) das Turbomodul,
- c) das Versorgungsmodul, und
- d) das Steuermodul.
Diese vier Module werden durch geeignete Verbindungsleitungen
einschließlich der Brennstoffleitungen miteinander verbunden
ebenso wie durch elektrische Leitungen und die erforderlichen
mechanischen Verbindungen und Befestigungsorgane.
Das Verbrennungsmodul soll mit Brennstoff und Luft gespeist
werden und besitzt eine Lufteinlaßöffnung und eine
Luftauslaßöffnung für die Verbrennungsgase, wobei dieses
Modul so weit fertiggestellt wird, daß die für den jeweiligen
Zweck erforderlichen Verbindungsleitungen angeschlossen werden
können.
Das Turbomodul soll die erzeugte Energie an den durch den
Kompressor strömenden Luft- oder Gasstrom übertragen.
Die Grundidee der Erfindung beruht daher darin, die Turbine
nicht länger als eine kompakte, sozusagen in sich geschlossene
Einheit zu bauen, sondern sie aus einzelnen Bauteilen
zusammenzusetzen, welche je nach Bedarf durch geeignete
Verbindungsleitungen verbunden werden.
Auf diese Weise können die Bauteile einer Gasturbine in
einigen Standardabmessungen hergestellt und auf Lager gehalten
werden, um bei Anforderung zusammengebaut und miteinander
verbunden zu werden. Selbstredend würde ein derartiger
Zusammenbau nur einen geringen Bruchteil der Zeit benötigen,
im Vergleich mit dem herkömmlichen Verfahren, die Bauteile
zu bauen und gleichzeitig zusammenzusetzen.
Die Erfindung liefert daher einen Komplex aus Grundmodulen,
welche durch Verbindung mittels standardisierter Leitungen
wie noch zu beschreiben sein wird, in verschiedene Gasturbinen-
Anlagen eingegliedert werden können.
Jedes Modul steht frei und ist in sich abgeschlossen, was
bedeutet, daß es ungeachtet seiner geometrischen oder
physikalischen Stellung gegenüber anderen Teilen der Maschine
seine ihm übertragenen Funktionen durchführen kann, so lange
es durch Verbindungsleitungen mit den anderen Modulen der
Maschine richtig verbunden ist.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der
Zeichnungen erläutert, welche die verschiedenen Module in
rein schematischer Weise darstellen; es zeigt
Fig. 1 das Verbrennungsmodul;
Fig. 2 das Versorgungsmodul;
Fig. 3 das Turbomodul;
Fig. 4 das Steuermodul;
Fig. 5 das turbomechanische Modul;
Fig. 6 das Wärmetauschermodul;
Fig. 7 das zusätzliche Mischmodul;
Fig. 8 das Anlaßmodul;
Fig. 9 eine Aufstellung der grundlegenden Leitungen;
Fig. 10 ein Ausführungsbeispiel eines Heißgasgenerators;
Fig. 11 ein Ausführungsbeispiel eines Turboluftkompressors; und
Fig. 12 eine Gasturbine zur Erzeugung mechanischer Energie.
Das Verbrennungsmodul 12 soll Luft und Brennstoff aufnehmen
und entsprechend den empfangenen Signalen die Verbrennungsgase
erzeugen.
Das Verbrennungsmodul besteht aus einer Brennkammer 1 in einem
Druckbehälter 1′, mit einem Anschluß 2 für die einströmende
Luft und einem Anschluß 3 für die ausströmenden Verbrennungsgase.
Das Verbrennungsmodul ist mit einer Zündeinrichtung 4, mit
Einrichtungen 5 zum Einblasen oder Einbringen von Brennstoff
und mit Brennstoffsteuerventilen 6 ausgestattet. Das
Brennstoffsteuerventil 6 ist mit geeigneten Brennstoff-
Zuleitungen 7 und mit Brennstoffsignalanschlüssen 8
ausgerüstet. Die Zündeinrichtung besitzt Anschlüsse 9 für
die Versorgung mit Zündstrom. Das Modul kann mit Aufspann-
Vorrichtungen oder Ständern 13 versehen werden, falls dies
erwünscht ist. Anschlüsse 14 zum Messen des Druckes und der
Temperatur sind wahlweise vorgesehen.
Die Aufgabe des Versorgungsmoduls 40 besteht darin, Öl,
Brennstoff und Elektrizität über entsprechende Anschlüsse
aufzunehmen und den anderen Modulen entsprechend den
Betriebsbedingungen zuzuführen.
Das Versorgungsmodul besteht aus folgenden zusammengebauten
Systemen wie der Brennstoffversorgung, der Ölversorgung, der
Zündung und dem Modulantrieb.
Zusätzliche Versorgungssysteme 17 und Verbindungen 18 können
wahlweise vorgesehen werden. Das Brennstoffversorgungssystem
besteht aus einem Brennstoffeinlaß 20, einem Brennstoff-
Filter 21, einer Brennstoffpumpe 22, einem Druckregler 23
für den Brennstoff, der Rücklaufleitung 24, einem Druckmesser
oder Druckwandler 25 und Brennstoffdruckauslässen 26.
Das Ölversorgungssystem besteht aus einem Öleinlaß 27, einer
Ölpumpe 28, einem Filter 29, einem Öldruckregler 30, einem
Ölrücklauf 31, einem Druckmesser oder Druckwandler 32, einem
Ölhochdruckanschluß 33 und einem Ölniederdruckanschluß 34.
Das Zündsystem besteht aus einem Stromanschluß 35, einem
Zündgenerator 36 und einem Zündkabel 37.
Der Modulantrieb 38 liefert mechanische Energie für die Pumpen
22 und 28 und für den Zündgenerator 35. Wahlweise kann das
Versorgungsmodul auch einen Öltank 39 einschließen, was jedoch
nicht unbedingt erforderlich ist. Der Antrieb 38 ist mit einer
Energieverbindung 15 und einer Steuerverbindung 16 ausgestattet.
Das in Fig. 3 dargestellte Turbomodul 55 hat die Aufgabe,
entsprechend dem Bedarf der Maschine einen Teil oder die
Gesamtheit der Turbinengasenergie an die oder das durch
den Kompressor strömende Luft oder Gas zu übertragen. Das
Turbomodul besteht aus dem Kompressorrad 54 und dem
Turbinenrad 41, welche durch eine in Lagern 43 laufende
gemeinsame Welle 42 verbunden sind. Das Gehäuse 51 und das
Turbinengehäuse 52 sind durch ein Lagergehäuse 44 miteinander
verbunden.
Das Turbomodul ist mit einem Kompressoreinlaß 45, einem
Kompressorauslaß 46, einem Einlaß für die Turbinengase 47,
einem Auslaß 48 für die Turbinengase, einem Öleinlaß 49 und
einem Ölauslauf 50 ausgestattet. Das Lagergehäuse 44 kann
wahlweise mit Ständern 46 versehen sein.
Teilweise können Anschlüsse 53 für einen Drehzahlmeßwertgeber
und Anschlüsse 54 für Meßwertgeber für den Einlaß und Auslaß
der Turbine vorgesehen werden.
Das Steuermodul 57 enthält alle Steuersysteme, welche für den
Betrieb der Maschine erforderlich sind, und ist mit geeigneten
Signal(eingangs)- und Steuer(ausgangs)anschlüssen versehen.
Zusätzlich besitzt das Steuermodul Steuerverbindungen, von
Hand betätigbare Schalter, Potentiometer und Ventile oder
fernbetätigbare geeignete Ein- und Ausgabeinterfaces sowie
die erforderlichen Meß- und Anzeigegeräte. Zusätzlich besitzt
das Steuermodul automatische Sicherheitsschaltungen für die
Übersteuerung, für die Überdrehzahl, Übertemperatur, für
niedrigen Öldruck usw. Die grundlegenden Funktionen des
Steuermoduls sind Start-Stop, Brennstoff- und Energiesteuerung,
Steuerung des Ölsystems, Steuerung des Zündsystems.
Das turbomechanische Modul 72 hat die Funktion, entsprechend
den Anforderungen der Maschine einen Teil oder die Gesamtheit
der Energie der durch die Turbine strömenden Gase an die
mechanische Verbindung 61 zu übertragen. Das turbomechanische
Modul besteht aus der Gasturbine 60 und der mechanischen
Verbindung 61.
Die Gasturbine besteht aus einem Turbinenrad 61, dem
Turbinengehäuse 62, dem Anschluß 63 für den Einlaß der
Turbinengase, dem Anschluß 64 für die ausströmenden
Turbinengase, die Turbinenwelle 65, die Turbinenlager 66
und dem Lagergehäuse 67. Wahlweise können eine mechanische
Übertragung 68 und Aufbauständer 69 vorgesehen werden. Das
Lagergehäuse 67 und die mechanische Übertragung 68 sind mit
Ölzuläufen 71 ausgestattet.
Das veränderbare Wärmetauschermodul 90 hat die Funktion,
entsprechend der Anforderung der Steuermodule, veränderbar
von den Heizmedien Wärme an die erhitzten Medien zu übertragen.
Das Wärmetauschermodul besteht aus einem geeigneten
Wärmetauscher mit einem Ventil 81 und einem Steuerbypaß 82.
Das Modul ist mit geeigneten Anschlüssen 83, 84 für die
erhitzten Medien bzw. für die Heizmedien, mit Auslaßanschlüssen
85, 86 für erhitzte Medien bzw. Heizmedien, mit geeigneten
Anschlüssen für Temperaturmeßwertgeber 87, einem Anschluß 88
für ein Ventilsignal und einem Anschluß 89 für die
Ventilbetätigung ausgestattet.
Das zusätzliche Mischmodul 97 hat die Funktion, den durch das
Modul strömenden Gasen Gase, Flüssigkeiten oder Feststoffe,
welche vom Versorgungsmodul zugeführt werden, in den vom
Steuermodul vorgesehenen Mengen und Zuständen zuzusetzen und
beizumischen.
Das zusätzliche Mischmodul besteht aus der Mischkammer 91
mit einem Gaseinlaß 92, einem Gasauslaß 93 und Einspritz-
Einrichtungen 94. Die Einspritzeinrichtungen besitzen jeweils
eine Zuleitung 95 und eine Steuerleitung 96.
Das in Fig. 8 dargestellte Anlaßmodul 108 soll beim Anlauf
Luft durch die Maschine hindurchpumpen, um entsprechend den
Befehlen des Steuermoduls 57 die Maschine auf die Betriebs- und
sich selbst erhaltenden Parameter zu bringen.
Das Anlaßmodul ist eine kleine Gasstrahlpumpe mit einem
Lufteinlaß 100, einem Luftauslaß 101, einem Gaseinlaß 102,
einer Gasdüse 103, einer Mischkammer 104, einem Diffusor 105
und einem Gasventil 106 mit einer Steuerleitung 107.
Die grundlegenden Leitungen sind unter Angabe ihrer
schematischen Bezeichnung in Fig. 9 aufgelistet.
Wie bereits erwähnt, werden erfindungsgemäß Gasturbinenanlagen
durch Verbindung von Grundmodulen mit Grundleitungen
hergestellt. Die Abmessung, Länge und Form der Leitungen
sind erfindungsgemäß nicht begrenzt, sobald sich in diesen
Leitungen zwischen ihrem Auslaß und ihrem Einlaß keine
wahrnehmbare Veränderung in den physikalischen Parametern
des Mediums ergibt.
Grundmodule und Grundleitungen werden in wenigen Abmessungen
mit unterschiedlichen Standardleistungen gebaut. Module mit
gleicher Funktion und gleicher oder unterschiedlicher
Abmessung können durch Grundleitungen parallel zueinander
verbunden werden und arbeiten dann als ein größeres Modul
der gleichen Funktion. Auf diese Weise können Gasturbinen-
Anlagen praktisch jeglicher Abmessung und Ausbildung aus
einigen wenigen unterschiedlich bemessenen Grundmodulen
und Leitungen aufgebaut werden. Wie bereits erwähnt, ist
die geometrische Beziehung und die Position zwischen den
einzelnen Modulen für die Funktionsweise der Module nicht
wichtig, so lange die Module durch die richtigen Verbindungen
richtig miteinander verbunden sind.
Diese einzigartige Eigenheit der Erfindung ist von äußerster
Wichtigkeit insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht und
in Bezug auf die Produktion. Es wird auf diese Weise möglich,
Grundmodule in einer begrenzten Anzahl von Abmessungen in
großer Menge, schnell und bei geringsten Kosten herzustellen.
Gleichzeitig ermöglicht es die Erfindung, aus diesen Bauteilen
Gasturbinenanlagen in praktisch unbegrenzter Anzahl von Typen
und Abmessungen auszuwählen.
Die besonderen Vorteile der Erfindung sollen nachstehend anhand
einiger weniger möglicher Ausführungsbeispiele erläutert werden.
Ein erstes Ausführungsbeispiel ist schematisch in Fig. 10
dargestellt.
Fig. 10a zeigt dabei die Module mit den in der vorstehenden
Erläuterung angegebenen Symbolen und ihre Verbindung durch
grundlegende Leitungen.
Die Abmessung, die Länge und Form der Leitungen sind
erfindungsgemäß nicht begrenzt, so lange sich keine
wahrnehmbare Veränderung in den physikalischen Parametern
des durch die Leitung zwischen seinem Eingangs- und
Ausgangsende übertragenen Medium ergibt.
In der nachstehenden Beschreibung sind das Versorgungsmodul
und das Steuermodul fortgelassen, da sie gemäß einer
einzigartigen Möglichkeit der Erfindung an verschiedenen
Stellen eingebaut werden können.
In Fig. 10 tritt die Umgebungsluft in das Turbomodul über den
Moduleinlaß 110 ein und verläßt den Auslaß des Modulkompressors
in 112. Zwischen dem Auslaß 112 und dem Einlaß 113 durchströmt
die Luft das Anlaßmodul 111. Die Luft wird im Verbrennungsmodul
erhitzt, in welchem Brennstoff verbrannt wird, der über den
vom Ventil 114 gesteuerten Injektor zugeführt und durch die
Zündeinrichtung 116 gezündet wird. Heißluft und Verbrennungs-
Produkte verlassen das Verbrennungsmodul über die Auslaßleitung
118 und strömen zum Einlaß des Turbomoduls.
Heißluft und Verbrennungsprodukte treiben das Turbinenrad des
Turbomoduls an, welches seinerseits das Kompressorrad des
Turbomoduls antreibt. Auf diese Weise entsteht durch Verbindung
von fünf Grundmodulen eine als Heißgasgenerator arbeitende
Gasturbinenanlage. Die heiße Luft und die Verbrennungsprodukte
strömen vom Gasgenerator zum zusätzlichen Mischmodul 124 und
werden dort entsprechend den Befehlen des Steuermoduls
konditioniert. Auf diese Weise entsteht ein Generator für
heiße konditionierte Gase.
Wenn das Mischmodul durch ein Turbomodul und seine Ölleitungen
und eine Luftleitung ersetzt wird, wird diese Anlage in
ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung in einen
Turboluftkompressor umgewandelt.
Diese Maschine ist in Fig. 11 schematisch dargestellt und
arbeitet genau wie die vorbeschriebene mit Ausnahme dessen,
daß die Verbrennungsgase geteilt werden und an zwei Turbomodule
statt an ein einziges weitergeleitet werden. Das eine der
Turbokompressormodule arbeitet wie vorher, wobei der
Unterschied darin besteht, daß ein Teil der komprimierten
Luft in den Lufteinlaß des zweiten Turbokompressormoduls über
geeignete Luftleitungen eingeleitet wird. Der von seiner
Turbine angetriebene Kompressor des zweiten Turbomoduls
komprimiert die vom ersten Turbokompressor herkommende Luft
nochmals. Auf diese Weise entsteht durch Zusatz eines
Grundmoduls und einiger weniger Grundleitungen eine andere
Maschine, und zwar ein Turboluftkompressor mit Selbstantrieb.
Durch Zusatz eines turbomechanischen Moduls zu dem in Fig. 10
dargestellten und beschriebenen System, entsteht eine weitere
Maschine, und zwar ein Gasturbinenmotor, welcher mechanische
Leistung abgibt. Dies ist ein drittes mögliches
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Fig. 12 zeigt diese Maschine in schematischer Darstellung, wobei
bei diesem Ausführungsbeispiel ein Teil der Verbrennungsgase,
die in der gleichen Weise wie beim ersten Ausführungsbeispiel
erzeugt werden, durch entsprechende Verbindungsleitungen einem
Gasturbineneinlaß des turbomechanischen Moduls zugeleitet
werden. Die Energie dieser übertragenen Gase wird ihnen vom
Turbinenrad 61 des turbomechanischen Moduls entzogen, in
mechanische Energie umgewandelt und durch die Turbinenwelle
60 an den mechanischen Anschluß 61 übertragen.
In Fig. 12 ist die mechanische Verbindung außerdem an ein
Untersetzungsgetriebe und einen mechanischen Energiekonverter
als weitere Möglichkeit angeschlossen.
Aus vorstehenden Darlegungen zeigt sich, daß durch Einbringen
von Modulen und Verbindungsleitungen sich die Möglichkeit
ergibt, die einzelnen Teile in großen Serien herzustellen und
auf Lager zu legen und dann bei Bedarf entsprechend den
jeweils geforderten Betriebsbedingungen zusammenzubauen.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung einer Gasturbine, dadurch
gekennzeichnet, daß die einzelnen Bauteile einer
Gasturbine als Module vorgefertigt werden und dann entsprechend
dem Bedarfsfall und dem Einsatzzweck der fertigen Turbine durch
Verbindungsleitungen entsprechender Länge und Art miteinander
verbunden werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die einzelnen Module entsprechend dem weiteren Gebrauch der
Turbine zueinander und voneinander entfernt angeordnet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Verbrennungsmodul, ein Turbomodul und ein
Versorgungsmodul miteinander verbunden werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
den drei Modulen noch ein Steuermodul hinzugefügt wird.
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