DE3701348A1 - Verfahren zum pruefen der qualitaet einer betriebsfluessigkeit von kraftfahrzeugen - Google Patents
Verfahren zum pruefen der qualitaet einer betriebsfluessigkeit von kraftfahrzeugenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei der Betriebsflüssigkeit kann es sich beispielsweise um das
Schmiermittel einer Brennkraftmaschine oder das Hydrauliköl
einer Bremsanlage handeln. In sämtlichen Fällen ist die Qualität
der Betriebsflüssigkeit von entscheidender Bedeutung für ihre
funktionellen Eigenschaften. Aus Sicherheitsgründen wird
häufig ein Austausch der Betriebsflüssigkeit vorgenommen,
noch bevor die Qualität ein kritisches Maß erreicht hat. Die
Qualität der Betriebsflüssigkeit wird häufig nur indirekt
bestimmt. Als Vergleichsmaßstab dient beispielsweise die Zahl
der zurückgelegten Kilometer des Kraftfahrzeugs oder die
Gesamtzahl der Motorumdrehungen. Man ist zwischenzeitlich
auch bereits dazu übergegangen, extreme Betriebsbedingungen
durch entsprechende Verkürzung der Wechselintervalle zu
berücksichtigen. Da diese Intervalle jedoch stets auf die
extremen Beanspruchungen der Betriebsflüssigkeit ausgerichtet
sind, erfolgt der Austausch in der Regel, d. h. für die
Mehrzahl der Fälle, viel zu früh.
Man hat daher auch versucht, die Qualität der
Betriebsflüssigkeit direkt zu bestimmen. Als Maß hierfür bietet
sich die Leitfähigkeit oder die Kapazität an. In beiden Fällen
wird, wie es beispielsweise bei einem Verfahren der eingangs
genannten Art bekannt ist (vgl. EP-OS 80 632), den Wert des
Sensors mit einem vorgegebenen Referenzwert in Beziehung zu
setzen. Dabei bleibt aber unberücksichtigt, daß die
untersuchten und mit dem Sensor festgestellten Eigenschaften
unterschiedlich sein können und beispielsweise vom jeweiligen
Hersteller der Betriebsflüssigkeit abhängen. Somit ist auch die
direkte Bestimmung der Qualität, sofern sie auf einen
vorgegebenen Referenzwert bezogen wird, nicht befriedigend.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der
eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem mit geringem
Aufwand die tatsächliche Qualität bzw. Änderung der Qualität
die Betriebsflüssigkeit bestimmt wird und ein Informationssignal
nur ausgegeben wird, wenn dies tatsächlich erforderlich ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Merkmale, die im
Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegeben sind.
Maßgeblich für die Erfindung ist, daß der Referenzwert
anhand der jeweils vorhandenen Betriebsflüssigkeit bestimmt
wird. Diese Betriebsflüssigkeit ist individuell und in ihren,
durch den Sensor gemessenen Eigenschaften verschieden. Dies
ist von besonderer Bedeutung, da die Aussage über die
Qualität, d. h. die funktionellen Eigenschaften einer
Betriebsflüssigkeit nur indirekt anhand von Meßwerten
bestimmt wird, die häufig nur ein unzureichendes Maß für die
allein maßgebliche Frage der Qualität sind. Bei gleicher
Qualität derselben, jedoch von unterschiedlichen Herstellern
stammenden Betriebsflüssigkeit können die mit dem Sensor
bestimmten Werte unterschiedlich sein. Dies gilt beispielsweise
für die bereits zitierte Bestimmung der Qualität anhand der
elektrischen Eigenschaften der Betriebsflüssigkeit,
beispielsweise ihren elektrischen Widerstand oder ihre
Kapazität. Durch den Bezug des gemessenen Wertes auf den
Wert der bei dieser Betriebsflüssigkeit zu einem definierten
Zeitpunkt vorliegt, wird die relative Ungenauigkeit der nur
indirekt möglichen Qualitätsbestimmung der Betriebsflüssigkeit
weitgehend beseitigt.
Diese Bestimmung des Referenzwerts zu einem definierten
Zeitpunkt kann beispielsweise zu einem Ausgangszeitpunkt
erfolgen, bei dem die Betriebsflüssigkeit noch frisch und in
ihren qualitativen Eigenschaften optimal ist. Es kann sich dabei
um den Ausgangszeitpunkt handeln, bei dem das Kraftfahrzeug
nach seiner Herstellung in Benutzung genommen wird oder die
Betriebsflüssigkeit erneuert wird.
Die Bestimmung des Referenzwerts zu diesem Zeitpunkt kann
manuell durch Eingabe eines entsprechenden Befehls oder aber
auch automatisch erfolgen. Im letzteren Fall kann
beispielsweise eine Veränderung des Referenzwerts in einer
Richtung maßgeblich sein, die zur Änderungsrichtung beim
Gebrauch der Betriebsflüssigkeit entgegengesetzt ist. Eine
derartige Änderung in entgegengesetzter Richtung kann nur
dann eintreten, wenn die Betriebsflüssigkeit erneuert ist. Der
Qualitätssprung der Betriebsflüssigkeit, der bei jeder
Erneuerung durch unverbrauchte Betriebsflüssigkeit eintritt,
kann mit geeigneten elektronischen Mitteln, beispielsweise
einem Differentialglied für das Ausgangssignal des Sensors
bestimmt werden.
Der Referenzwert seinerseits kann mit entsprechenden
elektronischen Speichermitteln festgehalten werden. Daneben
ist es aber auch möglich, den Referenzwert ständig neu
festzulegen. Hierzu kann beispielsweise eine Referenzflüssigkeit
dienen, die bei der Erneuerung der Betriebsflüssigkeit in ein
isoliertes Gehäuse eingefüllt und dort vor
Alterungserscheinungen bewahrt wird. Hierzu kann das
Gehäuse beispielsweise hermetisch abgedichtet und vor
größeren Temperaturschwankungen geschützt vorgehalten
werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt.
Es zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild für eine schaltungstechnische
Realisierung der Erfindung und
Fig. 2 die konstruktive Ausgestaltung einer weiteren
Realisierungsform der Erfindung.
Beim Blockschaltbild von Fig. 1 ist ein Sensor 1 vorgesehen,
mit dem die Qualität einer Betriebsflüssigkeit, beispielsweise
der Bremsflüssigkeit eines Kraftfahrzeugs, indirekt anhand des
elektrischen Widerstands der Betriebsflüssigkeit bestimmt wird.
Dem Sensor 1 ist ein Analog-/Digitalwandler 2 nachgeschaltet,
dessen Ausgang mit einem Speicher 3 sowie einem
Subtrahierglied 4 verbunden ist. Der Ausgang des Speichers 3
ist ebenfalls auf das Subtrahierglied 4 geführt.
Das Ausgangssignal des Subtrahierglieds 4 ist einem weiteren
Subtrahierglied 5 zusammen mit dem Ausgangssignal eines
Festwertspeichers 6 zugeführt. Der Festwertspeicher 6 enthält
einen vorgegebenen Schwellwert, bei dessen Überschreiten das
Subtrahierglied 5 eine schematisch als Leuchte 7 dargestelltes
Warnsignal als Information ausgibt.
Das Ausgangssignal des Sensors 1 wird digitalisiert ständig
dem Subtrahierglied 4 und zu einem definierten Zeitpunkt auch
dem Speicher 3 zugeführt. Der Speicher 3 liefert diesen
gespeicherten Wert als Referenzwert an das Subtrahierglied 4
an dessen Ausgangssignal bei Überschreiten des durch den
Festwertspeicher 6 gelieferten Schwellwert die Warnlampe 7
einschaltet.
Der Referenzwert, der im Speicher 3 vorgehalten wird, ist
anhand der jeweiligen Betriebsflüssigkeit mit Hilfe des Sensors
1 bestimmt. Der Zeitpunkt seinerseits kann auf
unterschiedliche Weise definiert sein. Es ist beispielsweise
möglich, mit dem Austausch der Betriebsflüssigkeit bzw. bei
Inbetriebnahme des Kraftfahrzeugs einen Schalter 8 zu
betätigen und damit den Reset-Eingang des Speichers 3 zu
aktivieren. Der Speicher 3 speichert dann den nächsten, vom
Sensor 1 gelieferten und durch den Analog-/Digitalwandler 2
digitalisierten Wert als Referenzwert ab. Dieser Referenzwert
ist somit ein Maß für die mit Hilfe des Sensors 1 bestimmte
Qualität der Betriebsflüssigkeit. Dabei bestimmt der Sensor 1
eine in der Regel elektrische Größe, die mit der Qualität der
Betriebsflüssigkeit korreliert. Der Wert kann beispielsweise der
Widerstandswert oder die Kapazität der Betriebsflüssigkeit
sein. Weicht dieser Wert vom Referenzwert um ein
vorgegebenes, durch den Festwertspeicher 6 vorgegebenes Maß
vom Referenzwert des Speichers 3 ab, so erfolgt eine
Information, beispielsweise mit Hilfe der Warnlampe 7.
Der Speicher 3 kann für die Aufnahme eines neuen
Referenzwerts nicht nur mit Hilfe eines Schalters 8, sondern
auch selbsttätig vorbereitet werden. Hierzu ist das
Ausgangssignal des Analog-/Digitalwandlers 2 über ein
Differenzierglied 9 geführt, das jede Veränderung des
Sensorsignals 1 analysiert. Ist diese Veränderung
entgegengesetzt zu der Änderung, die das Ausgangssignal des
Sensors 1 bei einer Qualitätsverschlechterung erfährt, so
belegt das Differenzierglied 9 den Reset-Eingang des Speichers
3 und macht diesen für die Eingabe eines neuen
Referenz-Wertes frei. Diese Änderung des
Sensor-Ausgangssignals in der beschriebenen Richtung ist ein
eindeutiges Anzeichen dafür, daß die Qualtität der
Betriebsflüssigkeit verbessert wurde, wie dies in der Regel bei
einem Austausch der Betriebsflüssigkeit geschieht. Somit ergibt
sich ohne manuellen Eingriff auch in diesem Fall die
Möglichkeit, die Qualität der Betriebsflüssigkeit stets auf den
aktuellen Referenzwert zu beziehen und bei einer vorgegebenen
Abweichung von diesem Referenzwert eine Information
auszugeben. Der Referenzwert seinerseits ist Ausdruck für die
optimale Qualität der jeweils vorliegenden Betriebsflüssigkeit.
Beim Ausführungsbeispiel von Fig. 2 ist der Referenzwert mit
Hilfe eines Referenzvolumens 11 bestimmt, das in einem
Vergleichsbehälter 12 angeordnet ist. Der Vergleichsbehälter 12
kann beispielsweise mechanisch mit einem Ausgleichsbehälter 13
für die Betriebsflüssigkeit verbunden sein. Im
Vergleichsbehälter 12 und im Ausgleichsbehälter 13 ist jeweils
ein Sensor 14 bzw. 15 entsprechend dem Sensor 1 vorgesehen.
Die Sensoren 14 und 15 sind über Analog-/Digitalwandler
entsprechend dem Wandler 2 geführt und einem Subtrahierglied
(nicht dargestellt) entsprechend dem Subtrahierglied 4
zugeführt. Die weitere Verarbeitung des Ausgangs dieses
Subtrahierglieds geschieht analog zum Ausführungsbeispiel von
Fig. 1.
Das Vergleichsvolumen 11 ist vor Alterungseinflüssen geschützt
und verändert somit seine Qualität im Gegensatz zur
Betriebsflüssigkeit im Ausgleichsbehälter und den
angeschlossenen Leitungen nicht. Somit kann stets mit Hilfe
des Sensors 14 der Referenzwert für die optimale Qualität der
Betriebsflüssigkeit ausgegeben werden und der aktuelle Wert
für diese Qualität damit in Beziehung gesetzt werden.
Weitere alternative Ausführungsformen der Erfindung können
auch in Form von mehreren Fühlern stehen, die im
Leitungssystem der Betriebsflüssigkeit an unterschiedlichen
Stellen angeordnet sind. Die Ausgangssignale der Fühler
können dann mit statistischen Mitteln ausgewertet werden.
Damit lassen sich Fehlinterpretationen, wie sie bei nur einer
Meßstelle möglich sind, ausschließen.
Schließlich kann der Referenzwert auch mit Hilfe eines
definierten elektronischen Widerstands vorgegeben sein, der
z. B. beim Einfüllen der Betriebsflüssigkeit abgeglichen wird.
Auch dadurch kann, wie beim Ausführungsbeispiel von Fig. 2,
die Speicherung des Referenzwerts entfallen.
Claims (4)
1. Verfahren zum Prüfen der Qualität einer
Betriebsflüssigkeit von Kraftfahrzeugen, mit einem
Sensor, der einen Wert für den qualitativen Zustand der
Betriebsflüssigkeit liefert, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sensorwerte in regelmäßigen Abstände bestimmt und
auf einen Referenzwert bezogen werden, der für eine
optimale Qualität repräsentativ ist und daß bei einer
vorgegebenen relativen Abweichung der Sensorwerte vom
Referenzwert ein Informationssignal ausgegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Referenzwert der Welle in einem
Ausgangszeitpunkt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Referenzwert selbsttätig aufgrund einer
sprunghaften Änderung des Sensorwertes in Richtung
einer Qualitätsverbesserung der Betriebsflüssigkeit
bestimmt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Referenzwert gleich dem Sensorwert für eine in
ihrer Qualität unveränderliche Referenzflüssigkeit ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19873701348 DE3701348A1 (de) | 1987-01-19 | 1987-01-19 | Verfahren zum pruefen der qualitaet einer betriebsfluessigkeit von kraftfahrzeugen |
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|---|---|---|---|
| DE19873701348 DE3701348A1 (de) | 1987-01-19 | 1987-01-19 | Verfahren zum pruefen der qualitaet einer betriebsfluessigkeit von kraftfahrzeugen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3701348A1 true DE3701348A1 (de) | 1988-07-28 |
| DE3701348C2 DE3701348C2 (de) | 1989-07-27 |
Family
ID=6319049
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873701348 Granted DE3701348A1 (de) | 1987-01-19 | 1987-01-19 | Verfahren zum pruefen der qualitaet einer betriebsfluessigkeit von kraftfahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3701348A1 (de) |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3701348C2 (de) | 1989-07-27 |
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