DE3700755A1 - Filmfuehrungsmechanismus - Google Patents
FilmfuehrungsmechanismusInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kamera, insbesondere
auf eine 35 mm-Kamera, die einen Filmspur- oder Filmführungs
mechanismus hat, der ein mit einem Film in Eingriff bringbares
Führungsglied umfaßt.
Die umfangreichere Verwendbarkeit und überlegene Qualität
eines 35 mm-Kamerafilms über andere Filmtypen wie zum Beispiel
die 110-Kassette hat eine zunehmende Beliebtheit dieses Film
typs erzeugt. Da jedoch der 35 mm-Film nicht in einer form
festen Kassette eingeschlossen ist, sind die in einer 35 mm-Ka
mera erforderlichen Mechanismen komplizierter als diejenigen,
die in einer Kamera enthalten sind, welche 110-Kassetten auf
nimmt. Demgemäß ist die 35 mm-Kamera teurer als eine 110-Kas
settenkamera.
Ein Gegenstand der Erfindung ist es, die Zahl der in einer
Kamera erforderlichen mechanischen Komponenten zu reduzieren,
derart, daß die Herstellungskosten reduziert werden können.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß das
Führungsglied gleitend und drehbar auf einem Zapfen in der
Kamera montiert ist und einen an einer Führungsbahn angreifen
den Führungsstift hat, daß die Führungsbahn einen Vorwärtsab
schnitt und einen Rückwärtsabschnitt hat, derart, daß das Füh
rungsglied mit dem Film in Eingriff steht und sich dadurch nur
während der Bewegung des Führungsstiftes entlang des Vor
wärtsabschnittes bewegt, und daß Mittel zur Bewegung des Füh
rungsstiftes entlang des Rückwärtsabschnittes der Führungsbahn
vorgesehen sind. Mittel zur Freigabe und Betätigung eines Ver
schlußmechanismus und eines Bildzählmechanismus sind vorzugs
weise ebenfalls vorgesehen, dadurch die Durchführung von vier
Arbeitsvorgängen durch einen Mechanismus erlaubend: nämlich
Filmpositionierung, Bildzählung, Verschlußfreigabe und Ver
schlußbetätigung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun mit Bezug
nahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in wel
chen:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht des gesamten Filmfüh
rungsmechanismus zeigt;
Fig. 2 schematisch einen Teil des Filmführungsmechanismus
der Fig. 1 zeigt;
Fig. 3 eine vergrößerte Draufsicht auf die Klaue des Füh
rungsgliedes zeigt, welches einen Bestandteil des
Filmführungsmechanismus der Fig. 1 bildet;
Fig. 4 eine schematische Draufsicht ähnlich wie Fig. 1
ist, die den Bildzählmechanismus in Verbindung mit
dem in Fig. 2 gezeigten Teil des Filmführungsme
chanismus zeigt;
Fig. 5 eine schematische Draufsicht ähnlich wie Fig. 1
ist, die den in Fig. 2 dargestellten Teil des Film
führungsmechanismus und die Verschlußfreigabemittel
zeigt; und
Fig. 6 eine schematische Vorderansicht der Verschlußbetäti
gungsmittel zeigt.
Fig. 1 zeigt ein Film-Spur- oder Führungsglied 1, daß
einen Führungsstift 2 hat, welcher mit einer Führungsbahn 3 in
Eingriff steht. Ein Ende 4 des Führungsgliedes 1 greift in
eine von einer Reihe von Perforationen 5 am Rand eines Filmes
6 während einer Bewegung des Führungsstiftes 2 entlang eines
Abschnittes der Führungsbahn 3 ein.
Ein Bildzählmechanismus umfaßt einen Bildzählhebel 7, der
mit Federn 8 und 8′ verbunden ist, zusammen mit einem Bildzähl
rad 9 und einer Ratsche 10. Ein drehbarer Verschlußfreigabehe
bel 11 verhindert eine Bewegung des Führungsgliedes 1 unter
der Einwirkung einer ersten Zugfeder 12 und einer Blattfeder A
bis eine solche Bewegung gewünscht ist.
Verschlußbetätigungsmittel und ein Verschlußmechanismus
sind hier nicht gezeigt, aber unten im Detail beschrieben.
Die Führungsbahn 3 ist derart geformt, daß die Bewegung
des Führungsstiftes 2 entlang der Führungsbahn 3 zyklisch ist.
Wie in Fig. 2 erkennbar ist, hat die Führungsbahn 3 einen Vor
wärtsbereich 3 a und einen Rückwärtsbereich 3 b. Die Richtung
der Arbeitsbewegung des Führungsstiftes 2 in der Führungsbahn
3 wird durch Pfeile angezeigt. Das Führungsglied 1 hat ein
Langloch 14 und ist so montiert, daß es an einem Zapfen 15 in
der Kamera verschiebbar und drehbar ist, derart, daß der Füh
rungsstift 2 in allen Abschnitten der Führungsbahn 3 bewegbar
ist.
Nachdem eine Fotografie durch den Kameramann aufgenommen
worden ist, ist das Führungsglied 1 in der Position 1′, die in
strichpunktierter Linie gezeigt ist. Die Klaue 4 am Ende des
Führungsgliedes 1 ragt durch eine Perforation 5 in dem Film 6,
und beide Zugfedern 12 und 13 sind weitgehend entspannt. Wäh
rend der Film 6 durch einen manuellen oder motorisierten Pro
zeß vorwärts bewegt wird (nicht gezeigt), wird die Klaue 4
ebenfalls vorwärts bewegt und daher wird das Führungsglied 1
in die Position 1′′ bewegt, die ebenfalls mit strichpunktier
ter Linie gezeigt ist. Während dieses Prozesses bewegt sich
der Führungsstift 2 entlang des Vorwärtsabschnittes 3 a der
Führungsbahn 3, welche derart geformt ist, daß die Klaue 4
sich in einer geraden Linie bewegt. Der Film 6 wird entlang
derselben geraden Linie geführt und dabei von der Klaue 4 zu
rückgehalten. Die Bewegung des Führungsgliedes 1 von der
Position 1′ zur Position 1′′ veranlaßt die erste Zugfeder 12
sich auszudehnen, während die zweite Zugfeder 14 nur um ein
geringes Ausmaß verlagert wird und weitgehend entspannt
bleibt. Während der Führungsstift 2 sich dem Ende des Vor
wärtsabschnittes 3 a der Führungsbahn 3 nähert, kommt der
Führungsstift 2 in Kontakt mit der Blattfeder A und verursacht
eine Verlagerung und Anspannung der Blattfeder A.
Das Führungsglied 1 verläßt die Position 1′′ nur wenn der
Verschlußfreigabehebel 11 (Fig. 1) betätigt ist. Die An
spannung in der ersten Zugfeder 12 und der Blattfeder A veran
laßt dann das Führungsglied 1 sich schnell entlang des Rück
wärtsabschnittes 3 b der Führungsbahn 3 zu bewegen. Die Form
des Rückwärtsabschnittes 3 b ist derart, daß die Klaue 4
erstens aus der Perforation 5 in dem Film 6 herausgezogen
wird, und zweitens die Zugfeder 13 angespannt wird. Der Füh
rungsstift 2 bewegt sich dann schnell weiter entlang des
Rückwärtsabschnittes 3 b, die zweite Zugfeder 13 in Anspannung
haltend. Das Führungsglied 1 wird unter Einwirkung der zweiten
Zugfeder 13 schnell in die Position 1′ zurückgeführt, derart,
daß die Klaue 4 in eine weitere Perforation 5 in dem Film 6
eingreift. Während die Bewegung des Führungsstiftes 2 entlang
des Rückwärtsabschnittes 3 b vollendet wird, wird der Verschluß
mechanismus (nicht gezeigt) betätigt und automatisch eine Foto
grafie aufgenommen.
Die Klaue 4, die eine Aussparung 16 hat, ist als Einzel
heit in Fig. 3 gezeigt. Eine Eindringung der Klaue 4 durch
eine Perforation ist derart, daß der Film mit der Aussparung
16 in Eingriff steht. Der Film wird dann durch die Klaue 4 zu
rückgehalten und dadurch während einer Vorwärtsbewegung des
Films zwangsgeführt.
Fig. 4 zeigt das Führungsglied 1 in einer Position nahe
des Endes der Bewegung entlang des Vorwärtsabschnittes 3 a der
Führungsbahn 3 In dieser Position kommt das Führungsglied 1
in Kontakt mit einem Ende des Bildzählhebels 7. Eine weitere
Beförderung des Films 6 verursacht eine Bewegung des Führungs
gliedes 1, und damit des Bildzählhebels 7, in Richtung des
Pfeiles 17 in die Position 1′′, die in Fig. 2 gezeigt ist. Auf
eine Bewegung des Bildzählhebels 7 hin dreht sich das Bildzähl
rad 9 in Richtung des Pfeiles 18. Die Ratsche 10 greift in ei
ne Kerbe des Bildzählrades 9 ein, derart, daß das Bildzählrad
9 durch die Ratsche 10 an einer Drehung in die entgegengesetz
te Richtung gehindert wird, wenn der Bildzählhebel 7 in seine
ursprüngliche Position zurückgeführt wird. Da ein neues Bild
in Position gebracht wird, jedesmal wenn das Führungsglied 1
sich in die Position 1′′ bewegt (Fig. 2), kann die Zahl der ge
brauchten Bilder durch die Position des Bildzählrades 9 aufge
zeichnet werden. Der Bildzählhebel 7 wird durch die Federn 8
und 8′ in seine ursprüngliche Position zurückgeführt, wenn
sich das Führungsglied 1 aus der Position 1′′ (Fig. 2) und ent
lang des Rückwärtsabschnittes 3 b der Führungsbahn 3 bewegt.
Die Fig. 5 und 6 zeigen die Verschlußfreigabe- und Betäti
gungsmittel im Detail. Das Führungsglied 1 wird in der in Fig.
5 gezeigten Position durch das Widerlager eines Anschlages 19
gegen den Verschlußfreigabehebel 11 gehalten. Wenn die Auf
nahme einer Fotografie gewünscht wird, wird der Verschluß
freigabehebel 11 in die durch den Pfeil 20 gezeigte Richtung
gedreht, somit eine schnelle Bewegung des Führungsgliedes 1 in
die Richtung des Pfeiles 21 erlaubend. Diese Bewegung fin
det unter der Einwirkung der ersten Zugfeder 12 und der Blatt
feder A statt. Die Kraft, die auf den Führungsstift 1 ein
wirkt, muß groß genug sein, um eine Spannung in der zweiten
Zugfeder 13 zu erzeugen, darf aber nicht so groß sein, daß ei
ne Betätigung des Verschlußfreigabehebels 11 eine große An
strengung erfordert. Dies kann erreicht werden, durch eine An
ordnung der ersten Zugfeder 12 in einem Winkel zur Richtung
des Pfeiles 21 und durch eine zweckmäßige Auswahl der Blatt
feder A.
Die Freigabe des Führungsgliedes 1 aus der Position 1′′
(Fig. 2) erlaubt dem Führungsstift 2, sich schnell entlang des
Rückwärtsabschnittes 3 b der Führungsbahn 3 zu bewegen, und das
Führungsglied 1 kehrt zur ursprünglichen Position 1′ (Fig. 2)
zurück. Die Ankunft des Führungsstiftes 2 an den Anfang des
Vorwärtsabschnittes der Führungsbahn 3 verursacht eine Betäti
gung des Verschlußmechanismus durch die Mittel, die in Fig. 6
gezeigt sind.
Ein drehbar angebrachter Hebel 22 wird durch das sich in
die durch den Pfeil 23 gezeigte Richtung bewegende Führungs
glied 1 verlagert. Ein Ende 22′ des Hebels 22 bewegt sich
schnell in eine durch einen Pfeil 24 bezeichnete Abwärtsrich
tung. Zwei Verschlußblätter 25 bewegen sich einzeln in durch
Pfeile 26 gezeigte Richtungen. Eine Hebelfeder 27, die auf das
Ende 22′ des Hebels 22 einwirkt, führt dann die Verschluß
blätter 25 in ihre geschlossene Position zurück. Bei diesem
Prozeß wird eine Fotografie aufgenommen. Der Mechanismus hat
dann einen Zyklus vollendet, und der Film kann wieder, wie vor
her beschrieben, befördert werden.
Die Hauptvorteile des beschriebenen Filmführungsmechanis
mus sind: Reduzierte Herstellungskosten in Folge der Verein
fachung des Filmführungsmechanismus; Durchführung von bis zu
vier Arbeitsvorgängen durch die Bewegung eines einzigen Füh
rungsgliedes; Benutzung der Bewegung des beförderten Films zur
Beschaffung von Energie zum Betätigen des Filmführungsmechanis
mus; und die Beseitigung jeden Risikos einer Doppelbelichtung
eines Bildes ohne die Hinzufügung irgendwelcher weiteren mecha
nischen Komponenten. Die Beseitigung des Risikos einer Doppel
belichtung wohnt dem Aufbau des Filmführungsmechanismus inne,
weil eine Fotografie nur aufgenommen werden kann, nachdem der
Führungsstift einen vollständigen Umlauf der Führungsbahn
durchgeführt hat. Somit muß eine Beförderung des Films zwi
schen zwei Belichtungen stattfinden.
Claims (13)
1. Filmführungsmechanismus zur Verwendung in einer Kamera,
umfassend ein mit einem Film in Eingriff bringbares Führungs
glied,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Führungsglied gleitend und drehbar auf einem Zapfen
(15) in der Kamera montiert ist und einen an einer Führungs
bahn (3) angreifenden Führungsstift (2) hat, daß die Führungs
bahn einen Vorwärtsabschnitt (3 a) und einen Rückwärtsabschnitt
(3 b) hat, derart, daß das Führungsglied (1) mit dem Film (6)
in Eingriff steht und sich dadurch nur während der Bewegung
des Führungsstiftes (2) entlang des Vorwärtsabschnittes be
wegt, und daß Mittel (12, 13, A) zur Bewegung des Führungsstif
tes (2) entlang des Rückwärtsabschnittes (3 b) der Führungsbahn
(3) vorgesehen sind.
2. Filmführungsmechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Mittel (12, 13, A) zur Bewegung des Führungs
stiftes (2) entlang des Rückwärtsabschnittes (3 b) der Führungs
bahn (3) wenigstens zwei federnde Glieder (12, 13) umfassen.
3. Filmführungsmechanismus nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Mittel (12, 13, A) zur Bewegung des Führungs
stiftes (2) entlang des Rückwärtsabschnittes (3 b) der Führungs
bahn (3) zwei Zugfedern (12, 13) und eine Blattfeder (A) umfas
sen.
4. Filmführungsmechanismus nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bewegung des Führungsstif
tes (2) entlang des Rückwärtsabschnittes (3 b) der Führungsbahn
(3) gehindert ist, bis Freigabemittel (11) betätigt sind.
5. Filmführungsmechanismus nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Mechanismus außer
dem einen Verschlußmechanismus (22, 25, 27) umfaßt.
6. Filmführungsmechanismus nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Verschlußmechanismus (22, 25, 27) durch das
Führungsglied (1) betätigt wird.
7. Filmführungsmechanismus nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Verschlußmechanismus (22, 25, 27) durch das
Führungsglied (1) betätigt wird, wenn der Führungsstift (2)
das Ende des Rückwärtsabschnittes (3 b) der Führungsbahn (3) er
reicht.
8. Filmführungsmechanismus nach Anspruch 6 oder 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Betätigung des Verschlußmechanismus
(22, 25, 27) durch das Führungsglied (1) das Öffnen zweier Ver
schlußblätter (25) gegen ein anschließend die Verschlußblätter
(25) in eine geschlossene Position zurückführendes, federndes
Rückstellelement (27) bewirkt.
9. Filmführungsmechanismus nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Mechanismus außer
dem einen Bildzählmechanismus (7, 8, 9, 10) umfaßt.
10. Filmführungsmechanismus nach Anspruch 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Bildzählmechanismus (7, 8, 9, 10) durch das
Führungsglied (1) betätigt wird.
11. Filmführungsmechanismus nach Anspruch 9 oder 10, da
durch gekennzeichnet, daß der Bildzählmechanismus (7, 8, 9, 10)
durch das Führungsglied betätigt wird, wenn der Führungsstift
(2) entlang des Vorwärtsabschnittes (3 a) der Führungsbahn (3)
bewegt wird.
12. Eine Kamera, gekennzeichnet durch einen Filmführungs
mechanismus nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
13. Eine Kamera nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kamera geeignet ist, einen 35 mm-Film aufzunehmen.
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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Legal Events
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