DE3700117A1 - Zarge fuer tueren und dergleichen bauteile - Google Patents
Zarge fuer tueren und dergleichen bauteileInfo
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- E06B7/16—Sealing arrangements on wings or parts co-operating with the wings
- E06B7/22—Sealing arrangements on wings or parts co-operating with the wings by means of elastic edgings, e.g. elastic rubber tubes; by means of resilient edgings, e.g. felt or plush strips, resilient metal strips
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zarge für Türen, Fenster
und dergleichen Bauteile der im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Gattung.
Bei gefälzten Türzargen oder Türrahmen ist es bekannt
eine Türdichtung mit einer Dichtungslippe aus gummi
elastischem Material vorzusehen, gegen die der Rand der
Türfläche oder ein flächenparalleler Türfalz anschlägt.
Türdichtungen dieser Art erfordern bei einer Rundumab
dichtung einen hohen Anpreßdruck. Außerdem besteht nur
eine begrenzte Toleranzaufnahme. Wenn diese Toleranz
beispielsweise durch Verziehen des Türblatts überschritten
wird, treten an einzelnen Stellen Lücken auf, die schall
durchgängig sind. Es wurde schon versucht, diesen Nachteil
durch Verwendung von Doppelfalztüren zu vermeiden, in
denen zwei derartiger Dichtungen angeordnet sind. Der
Anpreßdruck ist hier jedoch noch größer. Außerdem er
fordert diese Konstruktion dickere Türblätter und eine
kompliziertere Falzausbildung. Entsprechendes gilt auch
für Fensterzargen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Zargenabdichtung zu schaffen, die mit geringem Aufwand
eine zuverlässige Rundumabdichtung mit großer Toleranz
aufnahme gewährleistet.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird die im Anspruch 1 ange
gebene Merkmalskombination vorgeschlagen. Weitere vorteil
teilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Er
findung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, daß bei Vor
handensein von zwei elastischen Dichtungslippen, die
für zwei zueinander senkrechte Anschlagflächen, nämlich
für die Türfläche einerseits und für die Türkante anderer
seits, bestimmt sind, auf kleinstem Raum innerhalb eines
einzigen Falzes eine geschlossene Rundumabdichtung mit
ausreichendem Toleranzausgleich erzielbar ist. Dement
sprechend wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß
der Dichtungsprofilstreifen zwei an ihrer Wurzel unter
Einschluß eines rechten Winkels miteinander verbundene
Basisschenkel sowie zwei aufeinanderzu gerichtete, auf
der der Wurzel gegenüberliegenden Seite an je einem der
Basisschenkel unter Einschluß eines spitzen Winkels ange
formte Dichtungslippen aufweist. Von diesen Dichtungs
lippen dient die eine dem Rand der Türfläche oder einem
flächenparallelen Türfalz und die andere der Türkante
als Anschlag. Die Basisschenkel der Dichtungslippen liegen
erfindungsgemäß an zwei zueinander senkrechten Widerlager
flächen im Falzbereich an und sind mit diesen form
und/oder kraftschlüssig verbunden.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung greift
mindestens einer der Basisschenkel mit seinem die Dich
tungslippe tragenden Rand in einen vorzugsweise als Keil
nut ausgebildeten randoffenen Kanal der Zarge ein, und
zwar vorzugsweise so, daß die Dichtungslippe unter einem
spitzen Winkel aus dem Zargenkanal herausragt und in
eine mit der Oberfläche des benachbarten Zargenschenkels
fluchtende Ebene zurückbiegbar ist.
Die Kantenanschlaglippe ist vorzugsweise zwei bis dreimal
länger als die Flächenanschlaglippe und wird von dieser
unter Freilassung eines Luftspalts übergriffen.
Zur Herstellung des Dichtungsprofilsstreifens wird gemäß
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung zunächst
ein Profilschlauch mit einem im wesentlichen die Gestalt
eines stumpfwinkligen Dreiecks aufweisenden Profil ex
trudiert, wobei die Kathetenwände des Dreieckprofils
die Basisschenkel bilden und die Hypotenusenwand min
destens eine Trennkerbe aufweist, die unter Bildung der
beiden durch einen Spalt voneinander getrennten Dichtungs
lippen aufgetrennt werden kann. Vorteilhafterweise sind
zwei Trennkerben vorgesehen, zwischen denen eine Abreiß
schnur eingeformt ist, die unter Bildung der beiden Dich
tungslippen von Hand herausgerissen werden kann.
Die erfindungsgemäße Abdichttechnik kann sowohl bei Me
tall- oder Kunststoffzargen als auch bei Holzrahmen ange
wandt werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Zarge mit zweilippigem
Dichtungsprofilstreifen;
Fig. 2 einen Schnitt durch einen halbfertigen Profil
schlauch.
Die in der Zeichnung dargestellte Türzarge 10 ist als
Hohlkammerprofilschiene aus Aluminium ausgebildet. Sie
weist ein im wesentlichen C-förmiges Profil auf, das
mit seiner Profilöffnung 12 auf eine eine Türöffnung
begrenzende Wand 13 so aufsteckbar ist, daß die seitlichen
Flanken 14, 16 die Wandränder auf der Innen- und Außenseite
überlappen und daß die Zarge durch den Boden 18 der Nut
20 hindurch mittels Schrauben 21 an der Wandleibung 22
befestigt werden kann. Die an der Zarge 10 angeformte
Hohlkammer 23 steht nach dem Inneren der Türöffnung über
und bildet einen Anschlagfalz für die Tür 25.
Im Falzbereich befindet sich ein Dichtungsprofilstreifen
30 aus gummielastischem Material, der zwei einen rechten
Winkel miteinander einschließende Basisschenkel 32, 34
sowie zwei an den freien Enden der Basisschenkel ange
formte, aufeinanderzu gerichtete Dichtungslippen 36, 38
aufweist. Der eine Basisschenkel 32 übergreift die Be
festigungsnut 20 der Zarge 10 und stützt sich an den
als Widerlagerflächen 24 dienenden Nutenrändern ab,
während der andere Basisschenkel 34 sich an den Be
grenzungsrippen 26 der Hohlkammer 23 abstützt und mit
einer Rastschnur 40 durch deren Spalt 27 hindurchgreift,
so daß eine formschlüssige Verbindung entsteht. Die Dich
tungslippe 36 ist am freien Ende des Basisschenkels 32
unter Einschluß eines spitzen Winkels angeformt und greift
zusammen mit diesem unter Herstellung einer form
schlüssigen Verbindung in eine Keilnut 28 der Zarge 10
ein. Dadurch wird erreicht, daß die Dichtungslippe 36
nahezu bündig an der benachbarten Zargenfläche 29 an
schließt und durch die Kante 60 einer gegen den Falz
23′ anschlagenden Tür 25 in deren Ebene zurückgebogen
werden kann.
Die andere Dichtungslippe 38 ist an einem senkrecht am
Basisschenkel 34 nach außen überstehenden Steg 42 ange
formt und schließt mit dem Basisschenkel 34 einen spitzen
Winkel ein, so daß sie das freie Ende der Dichtungslippe
36 unter Freilassung eines Luftspalts 44 übergreift.
Die Dichtungslippe 38 bildet einen Anschlag für den Rand
der Breitseitenfläche 62 der Tür 25 oder für einen ent
sprechend ausgerichteten Gegenfalz an der Tür. Der
Steg 42 ist formschlüssig in der hinterschnittenen Nut
31 der Zarge 10 festgehalten, so daß der Basisschenkel
34 beim Anschlagen der Tür 25 nicht aus ihr herausgebogen
wird. Dadurch wird gewährleistet, daß sich die einander
überlappenden Dichtungslippen 36, 38 auch bei geschlossener
Tür an ihren freien Enden nicht miteinander verhaken.
Zur Herstellung des Dichtungsprofilstreifens 30 wird
zunächst ein geschlossener Profilschlauch 30′ extrudiert,
dessen Profil im wesentlichen die Gestalt eines stumpf
winkligen Dreiecks mit zwei Kathetenwänden 32′, 34′ und
einer Hypotenusenwand 36′, 38′ aufweist. In der Hypote
nusenwand ist eine durch zwei Trennkerben 52 begrenzte
Abreißschnur 54 eingeformt, die zwecks Bildung der beiden
Dichtungslippen 36, 38 von Hand herausgerissen werden
kann. Bei der Montage werden die beiden die Basisschenkel
32, 34 des Dichtungsprofilstreifens 30 bildenden Katheten
wände 32′, 34′ so um ihre Wurzel 46 gegeneinander gebogen,
daß sie einen rechten Winkel einschließen und daß die
Dichtungslippen 36, 38 einander überlappen, wie in Fig. 1
dargestellt ist.
Claims (12)
1. Zarge für Türen und dergleichen Bauteile mit mindestens
einem Falz und einem an dem Falz angeordneten, dem Rand
einer Türfläche oder einem Türfalz als Anschlag dienenden
Dichtungsprofilstreifen aus gummielastischem Dichtungs
material, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungs
profilstreifen (30) zwei an ihrer Wurzel (46) unter
Einschluß eines rechten Winkels miteinander verbundene
Basisschenkel (32, 34) sowie zwei aufeinanderzu ge
richtete, auf der der Wurzel (46) gegenüberliegenden
Seite an je einem der Basisschenkel (32, 34) unter Ein
schluß eines spitzen Winkels angeformte Dichtungslippen
(36, 38) aufweist, von denen die eine Dichtungslippe
(38) dem Rand der Türfläche (62) und die andere Dich
tungslippe (36) der Türkante (60) als Anschlag dient,
und daß die beiden Basisschenkel (32, 34) an zwei zu
einander senkrechten Widerlagerflächen (Rippen 26; 24)
im Falzbereich anliegen und an diesen durch form
schlüssige und/oder kraftschlüssige Verbindungen festge
halten sind.
2. Zarge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß min
destens einer der Basisschenkel (34) auf seiner der
Dichtungslippe (38) gegenüberliegenden Breitseitenfläche
mindestens ein in eine Nut oder randoffene Aussparung
(Spalt 26) der Zarge (10) einrastbares oder einklemm
bares, vorzugsweise als Rastschnur (40) oder als Rast
noppen ausgebildetes Befestigungsorgan aufweist.
3. Zarge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens einer der Basisschenkel (32) mit seinem
die Dichtungslippe (36) tragenden Rand in einen vorzugs
weise als Keilnut (28) ausgebildeten randoffenen Kanal
der Zarge (10) formschlüssig eingreift.
4. Zarge nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dichtungslippe (36) unter einem spitzen Winkel aus dem
Zargenkanal (28) herausragt und in eine mit der Ober
fläche (29) des benachbarten Zargenschenkels fluchtende
Ebene zurückbiegbar ist.
5. Zarge nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine der Dichtungslippen (38) an einem
im wesentlichen senkrecht vom Basisschenkel (34) ab
stehenden Steg (42) angeformt ist.
6. Zarge nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Steg (42) in eine hinterschnittene Nut (31) der Zarge
einrastbar ist.
7. Zarge nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die als Türkantenanschlag dienende Dich
tungslippe (36) vorzugsweise zwei- bis dreimal länger
als die als Türflächenanschlag dienende Dichtungslippe
(38) ist.
8. Zarge nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Flächenanschlaglippe (38) das freie
Ende der Kantenanschlaglippe (36) unter Freilassung
eines Luftspalts (44) übergreift.
9. Zarge nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Basisschenkel (32) der Kantenanschlag
lippe (36) eine Nut (20) zur Aufnahme von Befestigungs
organen (18) für die Zarge (10) überbrückt und sich
auf beiden Seiten an den als Widerlagerflächen (24)
ausgebildeten Nutenrändern abstützt.
10. Verfahren zur Herstellung eines Dichtungsprofilstreifens
für eine Zarge nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Profilschlauch (30′) mit einem
im wesentlichen die Gestalt eines stumpfwinkligen Drei
ecks aufweisenden Profil extrudiert wird, dessen
Kathetenwände (32′, 34′) die Basisschenkel (32, 34) bilden
und dessen Hypotenusenwand (36, 38) mindestens eine Trenn
linie oder -kerbe (52) aufweist, die unter Bildung der
beiden durch einen Spalt (44) voneinander getrennten
Dichtungslippen (32, 34) aufgetrennt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Hypotenusenwand (36′, 38) eine Abreißschnur
(54) eingeformt ist, die unter Bildung der beiden ein
ander überlappenden Dichtungslippen (32, 34) herausge
trennt, vorzugsweise von Hand herausgerissen wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Steg (42) und/oder das Befestigungs
organ (40) im Extrusionsverfahren an den Profilschlauch
(30′) angeformt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873700117 DE3700117A1 (de) | 1987-01-03 | 1987-01-03 | Zarge fuer tueren und dergleichen bauteile |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873700117 DE3700117A1 (de) | 1987-01-03 | 1987-01-03 | Zarge fuer tueren und dergleichen bauteile |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3700117A1 true DE3700117A1 (de) | 1988-07-14 |
Family
ID=6318439
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873700117 Withdrawn DE3700117A1 (de) | 1987-01-03 | 1987-01-03 | Zarge fuer tueren und dergleichen bauteile |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3700117A1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3835501A1 (de) * | 1988-10-19 | 1990-05-03 | Ver Spezialmoebel Verwalt | Trennwandeinheit |
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-
1987
- 1987-01-03 DE DE19873700117 patent/DE3700117A1/de not_active Withdrawn
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