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Nähmaschine mit einem Fadenabschneidgliede. Die Erfindung bezieht
sich auf eine Nähniaschine und ist im besonderen für eine solche Knopflochnähmaschine
bestimmt, bei der die Stichbildevorrichtungeine Drehbewegung beim Nähen rund um
das Knopflochauge ausführt. Die Erfindung ist jedoch auch für andere Nähn:aschinen
verwendbar, bei denen der Nähvorgang selbsttätig oder halbselbsttätig gesteuert
.wird.
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Die Nähmaschine besitzt ein Fadenabschneidglied, welches außerhalb
des Wirkungsbereiches der Stichbildevorrichtung. angeordnet ist, sowie ein Fadenklemmorgan,
das in einem gewissen Abstand von dem Schneidgliede und der Stichbildevorrichtung
angeordnet ist, und ein Fadenausziehglied.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung -wird das Auszie$glied zu Beginn
und am Ende einer ieden Stichgruppe betätigt, so daß es veranlaßt wird, den Faden
von der Stichbildevorrichtung zu erfassen und ihn in Eingriff mit dein Klemmgliede
bzw. in die Schneidstellung mit Bezug auf das Schneidglied zu bringen.
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Bei einer Knopflochnähmaschine, bei der die Stichbildevorrichtung
Drehbewegungen während des Nähvorganges ausführt, ist es erwünscht, daß das Werkstück
der Beobachtung des Arbeiters soweit als möglich unbehindert
u`gesetzt
ist, lind daß rlie Fadenabschneidvorrichtung demzufolge unterhalb des Werkstückes
angeordnet ist.
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Bei einer vorzugsweise zur Ait«-en(lutig kommenden Ausführungsform
der Erfindung sind das Fadenschneidglied und (las Ausziehglied auf einer umlaufenden
Aufsatzscheibe elelagert, die die unteren Stichbildeorgane trägt. Ein Fadenschneidblatt
ist auf der Aufsatzscheibe all einer Stelle befestigt, die von clean Wirkungsbereich
der Stichbildevorrichtung entfernt liegt, und ein ebenfalls auf der Aufsatzscheibe
befestigtes Klemmblatt ist ;:wischen dem Schneidblatt und der Stichbildeorrichtung
angeordnet. Ein bewegliches Ausziehblatt, «-elches zweckmäßig mit einem hakenförmigen
Ende versehen ist, liegt oberhalb des feststehenden Fadenschneidblattes und bewegt
sich in einer Bahn, die unterhalb des Klemmblattes liegt. Hierbei kommt eine Einrichtung-
zur Verwendung, um dein Auszieliblatte Bewegungen von seiner äußersten zurückgezogenen
Lage durch eine von dem Greifer erfaßte Oberfadenschleife zu erteilen und tun dieses
Ausziehblatt entweder in seine Arbeitslage mit Bezug auf das Klemmblatt bei dein
ersten Stichbildungskreislauf einer Gruppe von Stichen zurückzuziehen, so daß ein
Ausziehen und Festklemmen (1e: 1#adeilanfanges bei der Herstellung des ersten Stiches
stattfindet, oder um das Ausziehblatt in die äuläerste zurückgezogeneLage hinter
dem feststehenden Schneidblatte zurückzuziehen, so daß die Fadenschleife bei dem
letzten Stichbildungskreislauf einer Gruppe ausgezogen und abgeschnitten wird. Ferner
ist Vorkehrung dafür getroffen, daß das Ausziehblatt einen zusätzlichen Bewegungsschritt
in die äußerste zurückgezogene Lage in einem Stichbildungskreislauf derselben Gruppe
ausführen kann, der auf die anfängliche Klemmwirkung folgt.
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In den Zeichnungen ist eine Ausfiihrungsform der Erfindung beispielsweise
dargestellt, lind zwar ist: Abb. i eine Seitenansicht einer Knopflochnähinaschine,
Abb. 2 eine Draufsicht, von der nur so viele Teile dargestellt sind, als zum Verständnis
der vorliegenden Erfindung nötig sind.
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Abb. 2a veranschaulicht in einer Draufsicht gewisse der in der Abb.
2 dargestellten Teile. Die Abb. 3 und .1 stellen in einer Stirnansicht bzw. einer
hinteren Seitenansicht (nie wirksamen Teile der Maschine dar.
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Die Abb. @ und 6 veranschaulichen schaubildliche Darstellungen, und
Abb. 7 in einer Seitenansicht einzelne Teile zur Steuerung des Fadenausziehblattes.
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Abb. 8, g, 1o und i i veranschaulichen in der Draufsicht gewisse Teile
dieser Steuervorrichtung in ihren Stellungen bei verschiedenen Stufen eines Knopflochnähvorganges.
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Abb. 12 veranschaulicht in einer Ansicht, teilweise im Schnitt, die
Aufsatzscheibe und (nie von ihr getragenen Teile, und Abb. 13 ist eine Draufsicht
hierzu.
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Abb. 1d. veranschaulicht in einer Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
dieselben Teile, und Abb. 15 ist eine Ansicht auf die Aufsatzscheibe von
unten.
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Abb. 16 veranschaulicht in einer Ansicht einen Teil der Greiferantriebsvorrichtung.
Abb. 17 stellt in schaubildlicher Darstellung (1etl Greifer, seinen Träger und einen
Teil seiner Antriebsvorrichtung dar.
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Abb. 18 zeigt in schaubildlicher Darstellung den abgenommenen Greifer.
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Abb. ig stellt in schaubildlicher Darstellung (las Ausziehglied mit
seinem Träger und einem Gliede seiner Antriebsvorrichtung dar.
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Abb.2o veranschaulicht in schaubildlicher Darstellung die mit dein
Faden in Eingriff tretenden Teile des Ausziehgliedes, der Schneid-und Klemmvorrichtung.
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Abb.2i und 22 zeigen in einer Seitenansicht und in einer Draufsicht
diese Teile in ihrer Stellung finit Bezug auf die Stichbilde-(.igane in einer Stufe
des ersten Stichbildungskreislaufes einer Gruppe von Stichen.
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Die Abb. 23, 24 sind entsprechende Ansichteil dieser Teile `in einer
zweiten Stufe desselben Kreislaufes.
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Abb. 25 und 26 sind entsprechende Allsichten dieser Teile in einer
weiteren Stufe des Stichbildungskreislaufes.
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Abb. 27 und 28 sind ähnliche Ansichten wie (nie Abb. 25 und 26, wobei
jedoch die Teile in der Stufe des letzten Stichbildungskreislaufes dargestellt sind,
bei der die Oberfadenschleife altgetrennt wird.
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Abb.2g und 30 stellen schematische Ansichten dar, aus denen
die gegenseitige Lage der ersten und letzten Stiche des Knopfloches hervorgeht.
'Mit a ist hierbei der erste Stich und mit b der letzte Stich bezeichnet.
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Die Maschine besitzt einen ortsfesten Rahnten, der den Fuß i aufweist,
auf dessen oberem Teile die Grundplatte 2 des verschiebbaren Nährahmens aufruht.
In letzterem ist die umlaufende Kurbelwelle 3 gelagert, die eines ihrer Lager in
der durchbohrten Nabe .I hat, von der der senkrechteLagerzapfen 3 nach unten, ragt,
der seinerseits in einer Bohrung des Fußes i (Abb. i) gelagert ist. Der Nährahmen
besitzt einen aufwärtsragendenRollenzapfen 6 (Abb. i), der in eine Kurvennut 7 des
unilaufenden Nutenzylinders 8 eintritt. Letzterer besitzt ferner eine Kurvennut
g (:1b1,. 2), in die ein Rollenzapfen io auf dein einen Arme eines Schwinghebels
i i eintritt, der bei 12 gelagert ist und dessen anderer Arm
mittels
eines Lenkers i 3 schwingbar an einer von dem Nährahmen getragenen Säule 14 (Abb.
.4) angreift. Mittels der beschriebenen `'erbindungen erhält der Nährahmen Bewegungen
längs der Kurbelwelle 3 und seitliche Schwingbewegungen um den Lagerzapfen 5.
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Die Säule 14 sitzt fest an einem Arme 15, der starr an dem Ständer
16 festgelegt ist, welcher von der Grundplatte .2 emporragt. An dem Arm 15 ist der
Lagerklotz 17 befestigt, welcher Naben 18 (Abb. 4) aufweist, die die Lagerbuchse
i9 für die drehbare .Nadelstange aufnehmen. In der Buchse i9 ist die Nadelstange
2o auf und ab beweglich, welche die den Oberfaden a aufweisende Nadel ia trägt.
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' Die Nadelstange ist mit einer Nabe 21 (Abb. i) verbunden, die auf
der Buchse verschiebbar ist und an dem einen Ende eines Armes 22 sitzt. Letzterer
besitzt an seinem anderen Ende die gespaltene Nabe 23, die auf einer Gleitstange
24 befestigt ist, welche in dem Lagerklotz 17 auf und ab beweglich ist. Die Gleitstange
24 ist schwingbar mit dem oberen Ende eines Lenkers 25. (Abb. i und 3) verbunden,
dessen unteres Ende die gespaltene Nabe 26 trägt, welche den Kurbelzapfen 27 zwischen
den Kurbelplatten 28 der Welle 3 umfaßt.
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Mit der oberen Nadel arbeitet unterhalb des Werkstückes der Greifer
l zusammen, der die Fadenschleifen an der oberen Nadel n erfaßt und sie für den
Durchgang der gekrümmten unteren Nadel s gespreizt hält, die ihren Faden b durch
die obere Fadenschleife aufwärts führt und eine Schleife ihres eigenen Fadens oberhalb
des Werkstückes für den Durchgang der oberen Nadel in üblicher Weise bildet.
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Der . Schaft des Greifers t ist an dem aufwärtsragenden Trägerarm
29 (Abb. 12, 14 und 17) befestigt, der mit einem Lagerzapfen 30 versehen
ist, welcher quer zu dem genannten Arme des Greiferschaftes verläuft. Der Lagerzapfen
30 tritt in eine rohrförmige Nabe 31 eines' Klotzes 32, der einen. aufwärtsragenden
Kurbelarm 33 besitzt, der quer zu dem Arme 29 angeordnet und mit einem Zapfen 34
versehen ist, welcher im wesentlichen rechtwinklig zu dem Zapfen 30 verläuft.
Der Zapf en 3.1. tritt in eine Lagerbohrung (in Abb. 15 durch die gestrichelten
Linien dargestellt) eines Klotzes 35, der in dem unteren Teile der drehbaren Aufsatzscheibe
36 befestigt ist.
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Die Arme 29 und 33 tragen auf ihren einander zugekehrten Flächen Rollenzapf
en37, 38, die in Kurvennuten 39 und 40 eintreten, welche auf der Umfangsfläche bzw.
auf der einen Seite eines 1,Tutenzy linders 41 angebracht sind (Abb. i2 und 14).
Der i\Tutenzylinder 41 ist auf einer wagerechten Schwingwelle .42 befestigt, die
in Lagern der Aufsatzscheibe ruht und auf der nahe ihrem einen Ende ein Trieb 43
befestigt ist, der mit einer senkrechten Zahnstange 44 eines Klotzes 45 (Abb.
16) in Eingriff steht. Der Klotz 45 ist auf einem seitlichen Ansatz 46 an dem Kopf
einer Muffe 47 befestigt, die auf der rohrförmigen Stange 48 verschiebbar sitzt,
welche von der Aufsatzscheibe in achsialer Richtung hinabhängt (Abb. 12).
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Der Kopf der Muffe 47 besitzt auf der einen Seite einen Ansatz 49
(Abb. 12), der mittels eines Lenkers 50 mit einem die gekrümmte Nadel tragenden
Arme 51 verbunden ist, der einen in einem schräg verlaufenden Lager der Aufsatzscheibe
ruhenden Lagerzapfen 52 aufweist und an dem der Schaft der gekrümmten Nadel s befestigt
ist. Die Auf- und Abbewegung der Muffe 47 erzeugt mittels der beschriebenen Verbindungen
Hin- und Herbewegungen der gekrümmten Nadel s in einem Kreisbogen innerhalb einer
Ebene, die zu der oberen Nadel n schräg gerichtet ist, und erteilt mittels des Nutenzylinders
41 dem Greifer l zusammengesetzte Bewegungen um die Zapfen 30 und 34 in einer
geeigneten Bahn, zwecks Zusammenarbeitens mit den Nadeln n und s
bei der Herstellung
von Überwendlichstichen.
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Auf der Muffe 47 sitzt zwischen ihremKopf und der Druckmutter 53 eine
Muffe 54 (Abb. 12 und 14), die einen seitlich hervorragenden Zapfen 55 trägt, dessen
Rolle 56 in eine ortsfeste senkrechte Führungsnut 57 des Gehäuses 61 eintritt, so
daß dieMuffe 54 gegen Drehung gesichert ist. Der Zapfen 55 wird von dem durchbohrten
oberen Ende eines Lenkers 58 (Abb. 14) umfaßt, welcher mit den Kurbelzapfen 59 und
6o der benachbarten Kurbelplatte 28 verbunden ist. Mittels dieser Verbindungen erhält
-die Muffe 54 und demzufolge auch die Muffe 47 von der Kurbelwelle geeignete Auf-
und Abbewegungen, um dem Greifer seine Bewegungen für das Zusammenarbeiten mit der
Nadel n zu erteilen.
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Wie im besonderen aus den Abb. 12 und 14" hervorgeht, ist die Aufsatzscheibe
in Kugellagern an dem oberen Ende eines zylindrischen Gehäuses 61 gelagert, welches
von der Grundplatte 2 emporragt. Auf dem oberen Ende der Buchse 1.9 ist die Nabe
eines Kurbelarmes 62 befestigt, welcher mit einem schräg verlaufenden Kurbelzapfen
63 versehen ist. In entsprechender Weise ist auf dem unteren Ende der rohrförmigen
Aufsatzscheibenstange 48 die Nabe eines Kurbelarmes 64 angebracht, der mit einem
schräg verlaufenden Kurbelzapfen 65 versehen ist. Auf jedem dieser Kurbelzapfen
63 und 65 sitzt eine Muffe 66, die eine querverlaufende Gelenkverbindung mit dem
bügelartigen Ende eines ausschwingbaren Lenkers 67 besitzt, dessen anderes bügelartiges
Ende in entsprechender Weise mit einer Muffe 68 verbunden ist, die ihrerseits
den
schräg verlaufenden Zapfen 69 eines Kurbelarmes 7o an jedem Ende der Schwingwelle
7 1 umfaßt, welche in Lagernaben 72 des Stichbilderahmens gelagert ist.
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Ein Teil der Welle 71 (Abb. q.) ist bei 73 mit Schraubengewinde versehen,
zwecks Aufnahme der einwärts ragenden Rollenzapfen 74 (Abb. 2), die in einer Gleitmuffe
75 radial angeordnet sind, welche auf der Welle 71 geführt wird (Abb. 2 und .I).
Die Gleitmuffe 75 ist an ihrem oberen Ende finit dem einen Ende eines Lenkers 76
(Abb.4) verbunden, dessen anderes Ende an dem äußeren Ende eines Schwinghebels 77
angreift. Letzteres ist auf dem ortsfesten Lagerzapfen 78 gelagert und trägt zwischen
seinen Enden einen Rollenzapfen 79, der in eine Kurvennut 8o des Kurvenzvlinders
8 eintritt. Die senkrechte Bewegung der Gleitmuffe 75 infolge der Wirkung des Nutenzvlinders
verursacht mittels der beschriebenen Verbindungen eine Drehung der Nadelstangenbuchse
und der Aufsatzscheibe und somit eine Drehung der Stichbildevorrichtung und der
Stichplatte t um eine gemeinsame Achse beim Benähen der Enden eines Knopfloches.
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Beim Ausführungsbeispiel sind die Kurvennut So und die Vorschubvorrichtung
so gestaltet, daß das Benähen eines Knopfloches an einer Stelle beginnt, die ungefähr
unter einem Winkel von q.5° zu der Mittellinie an dem schmalen Ende des Knopfloches
liegt, worauf die Anbringung der Stiche quer zu dieser Mittellinie und alsdann längs
der einen geraden Seite und um das Auge des Knopfloches herum in üblicher Weise
fortgesetzt wird, von wo das Benähen längs der gegenüberliegenden Seite und um das
schmalere Ende des Knopfloches bis zu einer Stelle fortschreitet, die jenseits der
erwähnten Mittellinie und gegenüber derjenigen Stelle liegt, än der die Anbringung
der Stiche begann. Bei dieser Arbeitsweise dreht sich somit die Stichbildevorrichtung
uni eine vollständige L'nidi-ehurig, vermehrt uni einen durch einen Ouadranten bestimmten
Kreisbogen, und es ist Vorkehrung getroffen, die Stichbildevorrichtung uni diesen
Kreisbogen nach einem jeden Knopflochnälivorgang zurückzudrehen (Abb. 29 und 30).
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Auf einem Sitz der Aufsatzscheibe 36 sind mittels einer Befestigungsschraube
81 (Abb. 13) die sich überlappenden Füße 82 und 8.4 der mit Bezug aufeinander feststehenden
Klemin- und Schneidblätter 83 bzw. 85 befestigt (Abb.2o und 22). Diese Blätter sind
mit seitlichen Ansätzen 83' und 85' versehen, die in dicht nebeneinander angeordneten
konzentrischen Kreisbögen liegen, welche sich quer zur Nähstelle erstrecken, wobei
der mit einer messerförmigen Schneidkante versehene Ansatz 85' von der Nähstelle
aus weiter entfernt liegt und der Ansatz 83' des Klemniblatten zwischen dem Ansatz
85' und der Näh-
stelle angeordnet ist.
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In einer gekrümmten Bahn zwischen den Blättern 83 und 85 ist ein Ausziehblatt
86 beweglich, dessen verjüngtes äußeres oder oberes Ende mit einem Haken zwecks
Herstellung einer scharfen Spitze 87 (Abb. ig), welche in eine Oberfadenschleife
an dem Greifer l eintritt und mit einer Kehle 88 versehen ist, die einen Schenkel
der Schleife bei der Zurückbewegung dieses Blattes aus der N älistelle aufnimmt.
Der Schaft des Blattes 86 ist auf einem Arme 89 befestigt, welcher einen Lagerzapfen
go aufweist, der in einem wagerechten Lager der Aufsatzscheibe 36 ko117entrisch
zu den Schneid- und Klemmorganen gelagert ist, so daß das hakenförmige Ende dieses
Blattes 86 gezwungen wird, eine gekrümmte Bahn zurückzulegen, in der das Blatt in
Berührung oder Reibung mit den feststehenden Ansätzen 83' und 85' steht.
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Der Arm 89 (Abb. i und 19) besitzt auf der einen Seite eine radiale
Gleitbahn 9i, in die ein Gleitklotz 92 eintritt, der auf einem seitlichen Zapfen
93 eines Hebels 9.1. gelagert ist, der einen seitlichen Lagerzapfen 95 aufweist,
welcher in einer Lagerbohrung der Aufsatzscheibe gelagert ist. Der Hebel 94 wird
gewöhnlich in seine untere Anfangslage durch eine Feder 96 gedrückt, die zwischen
dein Hebel und einer in der Aufsatzscheibe vorgesehenen Ausbohrung 97 eingeschaltet
ist (Abb. i).
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Das freie Ende 9.1.' des Hebels 9.4 besitzt einen Kopf 98 (Abb. 1g),
der gewöhnlich in eine seitliche segnientartige Führung 99 in dein querverlaufenden
Gliede ioo eines der starren Arme ioi (Abb. 5) eines Bügels eintritt, der einen
zweiten starren Arm log aufweist, welcher an seinem unteren Ende einen Ansatz 103
mit einer geraden unteren Kante hat. Dieser Bügel ist auf einem querverlaufenden
Sitz eines Gliedes 104 an dein unteren Ende einer Muffe los befestigt, die verschiebbar
auf der Säule rd. sitzt und an ihrem oberen Ende einen Bund io6 aufweist. Letzterer
besitzt einen seitlichen Zahn 107, der eine scharfe Schulter aufweist.
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Das Glied roq besitzt eine Bohrung 1o8, in die das untere Ende eines
Führungsstiftes rog (Abb. i und 2) eintritt, der von einem seitlichen Ansatz i io
eines Bundes i i r liinahhängt, welcher auf der Säule 1.1 oberhalb der Muffe
105 befestigt ist. Der Bügel ioi, log wird gewöhnlich durch eineFeder i 12
(Abb. r ) niedergedrückt, die den Führungsstift 109 umgibt.
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Von der ortsfesten Stoffplatte i r3 wird ein Klotz r 1q. (Abb. 3 und
6) getragen, an dem ein Lagerbock i 15 befestigt ist. In letzterem
ist
die längs verschiebbare Schwingwelle 116 gelagert, die an dem einen Ende mit einem
aufwärtsragenden Arm 117 versehen ist, der auf der einen Seite zwecks Herstellung
einer Anschlagschulter 118 ausgeschnitten ist. Auf der Schwingwelle i 16 ist zwischen
ihren in einem gewissen Abstande voneinander stehenden Lagern der gespaltene Bund
i i9 befestigt, der sich gegen das eine Lager abstützt. Zwischen diesem Bunde und
dem anderen Lager ist eine Feder i 2o eingeschaltet, deren Enden mit dem Bunde bzw.
demjenigen Lager verbunden sind, mit welchem die Feder in Berührung steht.
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Der obere Teil des Armes 117 wird gewöhnlich durch die Feder i2o in
Berührung mit der bluffe io5 gehalten, ausgenommen, wenn diese Muffe durch die Wirkung
der Vorschubvorrichtung von dem Arme zurückgezogen wird, wobei letzterer im wesentlichen
in aufrechter Lage durch den Eingriff des hervorragenden Teiles des Bundes i i9
mit dem Lagerbock i 15 (Abb. 6) gehalten wird. Zu gewissen Zeiten wird die Muffe
io5 gelüftet und kann alsdann infolge der Wirkung ihrer Feder 112 niedergehen. Zu
derjenigen Zeit, wo der längere Teil des Armes 117 auf der Außenkante des Zahnes
107 aufliegt, kann letzterer unbehindert niedergehen. Wenn jedoch der Arm
117 eine andere seitliche Stellung einnimmt und die Schulter 118 unterhalb des Zahnes
107 liegt, wird die Abwärtsbewegung der Muffe io5 durch die Anschlagschulter so
lange verhindert, bis die in Eingriff stehenden genannten Teile in dem weiteren
Arbeitskreislauf der Maschine voneinander gelöst werden.
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In Lagern 121 der Grundplatte 2 ist eine Schwingwelle 122 (Abb. 2,
2a) gelagert, auf deren einem Ende die Nabe 123 eines Anschlagarmes 124 befestigt
ist, welche mittels der Schrauben 125 an einem Lüftungsarm 126 festgelegt ist (Abb.
3). In der in den Abb. 1, 2 und 3 dargestellten Lage der Teile liegt die untere
und innere schräg verlaufende Kante des Armes 124 in der im wesentlichen elliptischen
Bewegungsbahn eines Rollenzapfens 127 (Abb. 3), der von dem Lenker 25 getragen wird,
so daß bei dessen Aufwärtsbewegung der Zapfen gegen die Kante des Armes 12.1 stößt
und ihn nach oben und außen bewegt, so claß die obere Kante des Lüftungsarmes 126
kräftig mit dem überhängenden Ansatz des Armes 103 in Eingriff kommt, wodurch
letzterer gelüftet und mit ihm die Muffe 105 zwecks Herbeiführung einer wirksamen
Bewegung der Schneidvorrichtung angehoben wird.
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Der Anschlagarm 12.:1 wird gewöhnlich aus seiner Arbeitslage mit Bezug
auf den Zapfen 127 durch eine Feder 128 zurückgezogen gehalten, die die Schwingwelle
t22 umgibt und deren Enden in einem der Lager bzw. in einem Druckringe 129 festgelegt
sind, welcher auf der Schwingwelle befestigt ist. Auf der Schwingwelle r22 ist zwischen
dem Bunde 129 und dem anderen Lager 121 der gespaltene Bund 13o befestigt, der einen
seitlichen Ansatz rar besitzt.
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Die Schwingwelle 122 kann in ihrer Längsrichtung entgegen der Wirkung
der Feder 128 in die Arbeitslage durch einen mehrarmigen Hebel gestoßen werden,
der auf dein Lagerzapfen 132 befestigt ist (Abb. 2, 2a), welcher in dem Nährahmen
gelagert ist. Der genannte Hebel ist mit einem Arm 133 versehen, der eine Nase 134
besitzt, die gewöhnlich gegenüber der benachbarten Kante des :Ansatzes 131 an dem
gespaltenen Bunde 130 liegt. Ferner besitzt der Hebel einen zweiten Arm 135, der
einen Rollenzapfen 136 trägt.
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Der Lagerzapfen 132 trägt an seinem unteren Ende einen kurzen Arm
137, zwischen dem und dem Boden einer Ausnehmung des Nährahmens eine Feder 138 eingeschaltet
ist.
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. Der Zapfen 136 wird gewöhnlich gegen die Umfangsfläche einer Steuerscheibe
139 gedrückt, die von der nach unten ragenden Nabe 8' des Nutenzylinders 8 getragen
wird (Abb. 1, 2). Die Steuerscheibe 139 besitzt zwei in einem gewissen Abstande
voneinander angeordnete Vorsprünge 140 und 14.1, die dazu dienen, den mehrarmigen
Hebel auszuschwingen und demzufolge die Schwingwelle 1.22 entgegen der Wirkung der
Feder 128 in der Längsrichtung vorzustoßen, so daß die Arme 12.f und 126 in ihre
Arbeitslage mit Bezug auf diejenigen Teile gebracht werden, mit denen sie, wie aus
Abb. 2 hervorgeht, in Berührung kommen. Sowie die Schwingwelle r22 durch den Eingriff
des Zapfens 127 finit (lern Arme 124 ausgeschwungen wird, wird der Ansatz 131 unter
die Nase 134 des mehrarmigen Hebels gekippt und schnappt infolge der Wirkung der
Druck- und Drehungsfeder 128 unter erstere, so daß die Arme 12.1 und 126 zurückgezogen
werden können (Abb. 2a). Die weitere Bewegung der Steuerscheibe 139 führt die Vorsprünge
1¢0, 1.11 in eine Lage jenseits des Rollenzapfens 136 und ermöglicht, daß der mehrarmige
Hebel durch die Wirkung der Feder 138 in seine zurückgezogene Lage zurückkehren
kann, die in der Abb. 2a durch die gestrichelten Linien angedeutet ist. Die Schwingwelle
122 kann somit in ihre Anfangslage zurückkehren, in der sie verbleibt, bis ein darauffolgender
kräftiger Eingriff des mehrarmigen Hebels- mit dem Ansatz 131 stattfindet.
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Vor Vollendung eines Knopflochherstellungskreislaufes nimmt der Nutenzylinder
8 eine Stellung ein, in der der Rollenzapfen io
im Begriffe ist,
in die Aasbiegung 9' der Kurv< <-nut 9 (Abb. 2) einzutreten. Die Schwing-«eae
122 utid ihre sie längs verschiebende Vorrichtung befinden sich in den in
Abb.2u durch die gestrichelten Linien angedeuteten Stellungen, und der Anschlagarm
117 111111111t irit Bezug auf die dufte 1o5 (liejenige Lage cia, die in Abb.7 durch
die gestrichelten 1 _inien und in Abb. 8 durch die ausgezogenen Linien angedeutet
ist. Bei der darauffolgen-,len Arbeitsweise der Maschine durchläuft der Zapfen io
die Ausbiegung 9' und verursacht hierdurch eine Verschiebung des \ ähralimens, wie
dies durch die gestrichelte Linie 1- in .1b1>. 8 angedeutet ist, so (1a13 die @@'irlatng
der hnO@pflochschneidglieder in der Nähstellung stattlüi(len kann. Die Muffe los
wird hie r-@iur@.h seitwärts geführt, so da13 die seitliche @clitilter des Zahnes
107 auf die eine Seite Dies !ängeren Gliedes des Anschlagarmes 117 (Alm.
9) gebracht wird, derart, daß bei ihrer Z urückbewegttng in die Atifangsstellttng
die Schu:ter des Zahnes 1o7 finit der benachbarten Kante des Armes 118 in Eingriff
konmit und leiz.c-ren entgegen der Wirkung der Feder 120 finit ;ich führt (Abb.
io). Die Fläche des kürzeren Glieds 118 des Anschlagarmes berührt hierbei infolge
der verdrehenden Wir-I.mag der Feeler 2o die -äußerste Kante des Zahnes 1o7.
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Wenn der NutenzvIInder 8 seine Bewegeiig weiter ausführt, gleitet
der Rollenzapfen 13(i ti;if die schräge Fläche des Ansatzes 14o, u11#1 Jie Schwingwelle
122 wird hierdurch in die in den Abb. 1 und 2 dargestellte Lage vorgestoßen. Die
Stichbildevorrichtung wird ntui durch geeignete Einrichtungen in Wirkung versetzt,
und die zuerst auftretende Emporbewegung des Lenkers 25 führt den Zapfen 12; in
Eingriff mit dem Anschlagarm 12.4, welcher aufwärts geht und den Lüftungsarm 12()
mitnimmt, der seinerseits mit dem Ansalz 103 des Bügels 101, 102 (Abb.
3) in Eingriff tritt und die Muffe 1o5 in ihre höchste Stellung einporbewegt, in
der sie durch die Bewegung des Rollenzapfens 127 über (las EwIe des Armes 124 hinweg
freigegeben wird. Bei dieser Eniporbewegung des Bügels 1o1. log wird die Führung99
gelüftet und nimmt den :@litriebsbebel 94 mit, so daß das Abziehblatt 86 in seine
äußerste vordere Stellung vorbewegt wird, in der es in die erste Oberfadenschleife
eintritt, welche durch den Greifer I erfaßt find gespreizt worden ist (Ahl). 23
uni 2d).
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Die dufte geht nunmehr infolge der Wirkung ihres Eigengewichtes, die
noch durch die Feder 112 unterstützt wird, abwärts, bis sie durch den Eingriff des
Zahnes 107 mit der Anschlagschulter 118 des Armes 117 angehalten wird, so claß die
"Zurückziehung des Abziehblattes 86 infolge der Wirkung der Feder 96 in eine
Stellung geschehen kann, in der das finit einem Haken versehene Ende des Blattes
unter dein Ansatz 83' des Kleininblattes 83 liegt, wodurch die erste Schleife des
Nadel-:a@lens ausgezogen und dessen abgeschnittenes ende festgekleinint wird (Abb.
25 und 2(>).
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Die ersten Stiche «erden alsdann quer zu dein schmalen Ende des Knopflochschlitzes
angebracht, und die Sticlibildevorrichtung f iihrt zuerst eine schrittweise Drehbewegung
aus, tini diese Stiche in der erforderlichen Weise anzubringen. Bei der Drehung
der .Xtifsatzscheibe 36 gleitet der Kopf 98 des Hebels 9.4 aus seiner Führung 99
Heraus, nachdem die ersten wenigen Stiche hergestellt worden sind, so daß der hierdurch
freigegebene Hebel 94 in seine Anfangslage wieder zurück-,ehen kann, wobei (las
Abziehblatt demzufolge ebenfalls, wie in den Abb.21 und 22 dargestellt, in
seine Anfangslage zurückkehrt und hierbei das Fadenende freigibt, so daß ein Widerstand
mit Bezug auf den Vorschub des Stoffes bei der weiteren Atisfiihrung des Nähvorganges
vermieden wird.
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Die Wirkung der Stichbilde- und Vorschtibvorrichtungen greift nun
für das Nähen längs der ersten Seite des Knopfloches, alsrlann um das Knopflochatige
und längs der zweiten Seite des Knopfloches und darauf teilweise ein dessen kleineres
En,le weiter bis zum letzten Stichbildungskreislauf Platz. Wenn der Nährahmen seine
Längsbewegung ausführt, bewegt er die Säule 1.4 und die :Muffe los mit sich, so
lall der Zahn 1o7 außer Fingrif mit den- Anschlagarm 117 kommt und demzufolge die
Schwingwelle 12o in ihre Anfangslage (Abb. 11) zurückschwingt. worauf der Anschlagarm
durch Ineingriftreten finit dem Zahne 107 bei der Zurückbewegung des \ ährahinens
in die Anfangsstelhtng etwas zurückgeschwungen wird, wie dies in Abb. 7 durch die
gestrichelten Linien angedeutet ist. Bei der Freigabe der Muffe von der Anschlagvorrichtung
geht die :Muffe in ihre untere Lage hinab und ist für einen folgenden Arbeitsgang
nunmehr in der richtigen Stellung.
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Sobald die Teile diejenigen Stellungen erreichen, die sie bei dem
letzten Stichbildungskreislauf einnehmen, tritt der Vorsprung 141 finit dem Rollenzapfen
136 in Eingriff, und die Schwingwelle 122 wird von neuem für eine darauffolgende
Betätigung des Ausziehblattes vorgestoßen, wobei die Mette 1o5, wie oben beschrieben,
angehoben wird. Bei der Abwärtsbewgung der -I%lufte los gleitet der Zahn
107 minniehr lediglich über die benachbarte l-' läclie des längeren Gliedes
des Anschlagarmes, ohne mit dessen Schulter in Eingriff zu treten, und führt somit
in einer einzigen Stufe
seinen Niedergang in die untere Anfangslage
aus, so daß das Ausziehblatt eine einzelne Bewegung in seine äußerste zurückgezogene
Stellung ausführen kann. In diesem Stichbildungskreislauf tritt das Ausziehblatt
mit der Schleife des Oberfadens in Eingriff, deren einer Schenkel an dem Stoffe
angebracht ist, während der andere Schenkel mit der Fadenzuleitung verbunden ist,
die durch das Obernadelöhr hindurchgeht, von dem eine Fadenlänge ausgezogen wird,
die ausreicht, damit die Schleife die Schneidkante des Schneidblattes 85 (Abb.27,
28) erreicht. Hinter diese Schneidkante wird die Schleife somit gezogen und infolge
des Eingriffes mit der Schneidkante bei ihrer Bewegung durch einen Scherenschnitt
abgetrennt, so daß eine genügende Fadenlänge übrig bleibt, die durch das Nadelöhr
hindurchgeht und für den Anfang des darauffolgenden Knopflochnähvorganges bestimmt
ist. Die Kehle des Ausziehgliedes kann mit einer scharfen Kante versehen werden,
die mit der scharfen Kante des feststehenden Schneidblattes zusammenwirkt.
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Hieraus geht hervor, daß das Ausziehblatt wiederholte Arbeitsbewegungen
auf die Stichbildevorrichtung zu bzw. von dieser hinweg während der Herstellung
einer jeden Gruppe von Stichen ausführt, die den Nähvorgang bilden. Diese Bewegungen
sind von unterschiedlicher wirksamer Länge in den einzelnen Stichbildungskreisläufen,
bei denen der Faden erfaßt und ausgezogen wird. Auf die den Faden ausziehende und
festklemmende Bewegung in dem ersten Stichbildungskreislauf folgt eine Fortsetzung
dieser anfänglichen oder wirksamen Bewegung bis in die äußerste zurückgezogene Stellung,
nachdem der Faden in dem Stoff durch einen darauffolgenden Stich oder Stiche verankert
ist. Diese Bewegungsfortsetzung ist mit Bezug auf die Wirkung des Ausziehblattes
auf den Faden wirkungslos und hat demzufolge keinen Einfluß auf das Zusammenarbeiten
mit der Stichbildevorrichtung.
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Die beschriebene Vorrichtung ist in der Hauptsache zum Zusammenarbeiten
mit dem Oberfaden bestimmt, sie kann aber auch mit geringen Abweichungen auf den
anderen Faden oder die anderen Fäden einer Stichbildevorrichtung wirken.