DE3741680A1 - Verfahren und vorrichtung zum glaetten der oberflaeche einer papierbahn - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum glaetten der oberflaeche einer papierbahnInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Glätten der Ober
fläche einer Papierbahn durch Kalandrieren und Befeuchten.
Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zum Glät
ten der Oberfläche einer Papierbahn mittels eines Kalander
werkes und einer diesem zugeordneten Befeuchtungseinrich
tung für die Papierbahn.
Bei der Papierherstellung ist es das Produktionsziel, Pa
pierbahnen über ihre Länge und Breite hinsichtlich der ver
schiedenen Qualitätskriterien möglichst gleichmäßig her
zustellen. Qualitätsparameter sind beispielsweise konstan
tes Flächengewicht und konstante Feuchte. Weitere Krite
rien sind die Glätte, das Volumen, die Dicke und aus tech
nologischer Sicht zum Beispiel auch die Bedruckbarkeit.
Man ist bestrebt, Kriterien der genannten Art in-line und
off-line von Papiermaschinen zu verbessern.
Hinsichtlich der Glätte von Papieren, die hier allgemein
verstanden werden soll als die durch das Einebnen der
Bahnoberfläche erzielte Beschaffenheit, und beispielweise
auch den Glanz, die Dicke oder die Transparenz der Papier
bahn umfaßt, haben sich Verfahren und Vorrichtungen der
eingangs bezeichneten Gattung herauskristallisiert. Mit
deren Hilfe sorgt die örtliche Verdichtung des Papiers in
einem Walzenspalt dafür, daß Glätte und Dichte angehoben
werden und durch Variation des Druckes im Walzenspalt auch
während der Produktion beeinflußbar sind, d. h. während
des Prozesses der Papierherstellung bzw. Verarbeitung kann
durch Veränderung nur eines Parameters zum Beispiel die
Glätte eingestellt werden.
Das Ergebnis dieses als Kalandrierung bezeichneten Prozes
ses hängt von vielen Parametern ab, sowohl vom Papier
selbst, als auch von den obengenannten Kriterien.
Ein konstanter Liniendruck in einem Walzenspalt bei einer
konstanten Walzentemperatur ergibt natürlich dann eine
über die Breite und Länge der Papierbahn konstante Glätte,
wenn auch die Einlaufbedingungen des Papiers in den Kalan
der konstant sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Maßnahmen zu
treffen, mit deren Hilfe Ungleichmäßigkeiten der Papiere
vor Einlauf in den Kalander ausgeglichen werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Rauhigkeit (Glätte der Papierbahn) über die Bahnbreite er
mittelt wird und daß bei ungleichförmiger Glätte die Pa
pierbahn über ihre Breite ungleichmäßig befeuchtet wird.
Eine besonders effektive Beeinflussung der Bahneigenschaf
ten wird gemäß einem weiteren Vorschlag dadurch erreicht,
daß die Glätte an definierten Breitenabschnitten der Pa
pierbahn gemessen wird und daß Breitenabschnitte höherer
Rauhigkeit stärker und Breitenabschnitte geringerer Rauhig
keit schwächer befeuchtet werden. Dies bedeutet, je glatter
die Papierbahn hergestellt werden soll, desto mehr Feuchte
wird auf sie aufgebracht.
Das Verfahren wird nach einem weiteren Vorschlag dadurch
noch effektiver und vielseitiger einsetzbar, wenn die
Glätte auf beiden Seiten der Papierbahn gemessen wird,
und daß in Abhängigkeit von den gewonnenen Meßwerten die
Papierbahn an der entsprechenden Bahnseite sektoriell ge
sondert befeuchtet wird.
Es ist darüber hinaus besonders vorteilhaft, wenn zur Be
feuchtung die Papierbahn mit Dampf beaufschlagt wird. Dieses
Befeuchtungsverfahren zeichnet sich neben seiner sehr fein
fühligen Regelbarkeit während der Befeuchtung auch dadurch
aus, daß das Papier in seinem Temperaturniveau angehoben
wird. Der Vorteil einer derart erhöhten Temperatur ist
der damit verbundene geringere Liniendruck bei gleichem
Kalandrageeffekt.
Um den Kalandrageeffekt beispielsweise bei gemessenen
gleichförmigen Einlaufbedingungen über die gesamte Bahn
breite der Papierbahn zu beeinflussen, wird weiterhin vor
geschlagen, daß in Abhängigkeit von der gemessenen Bahn
rauhigkeit zusätzlich Druck und/oder Temperatur des Kalan
derwerkes gesteuert werden. Dies geschieht ebenso wie bei
der Befeuchtung dadurch, daß Druck und/oder Temperatur
erhöht werden, wenn die Glätte erhöht bzw. die Rauhigkeit
vermindert werden soll.
Es ist weiterhin vorgesehen, daß die Glätte vor und nach
dem Kalandrieren der Papierbahn gemessen wird, so daß eine
Störgrößenaufschaltung der vorher gemessenen Glättewerte
auf die Regelgröße möglich ist.
Die Vorrichtung zur Durchführung des eingangs bezeichneten
Verfahrens besteht darin, daß dem Kalanderwerk eine unter
schiedliche Meßabschnitte quer zur Laufrichtung der Papier
bahn erfassende Glättemeßeinrichtung zugeordnet ist, deren
Meßorgane steuerungsmäßig mit selektiv auf separate Be
feuchtungszonen der Papierbahn einwirkenden Stellorganen
der Befeuchtungseinrichtung verbunden sind.
Zweckmäßigerweise sind jeweils Meßorgane und Stellorgane
derart miteinander verbunden, daß die diesen jeweils zu
geordneten Meßabschnitte und Befeuchtungszonen jeweils
gleichen Breitenabschnitten der Papierbahn entsprechen.
Eine besonders effektive, differenzierte bzw. selektiv
steuerbare Befeuchtungseinrichtung besteht darin, daß sie
eine sich quer zur Laufrichtung der Papierbahn erstreckende
Schlitzdüse aufweist, die mittels der Stellorgane mit ei
nem gasförmigen oder flüssigen Medium über ihre Breite se
lektiv bzw. zonenweise beschickbar ist.
Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Schlitzdüse eine
Dampfzuleitung aufweist, mit deren Hilfe eine besonders
feinfühlige Regelbarkeit während der Befeuchtung gewähr
leistet ist, wobei gleichzeitig wegen des höheren Tempe
raturniveaus des Dampfes der Kalandrageeffekt verbessert
wird.
Die Effektivität der Glättevorrichtung wird noch dadurch
erhöht, daß dem Kalanderwerk zwei jeweils eine Seite der
Papierbahn beaufschlagende Befeuchtungseinrichtungen sowie
darüber hinaus beide Seiten der Papierbahn überwachende
Glättemeßeinrichtungen zugeordnet sind.
Zur Störgrößenaufschaltung auf die Regelgröße ist außerdem
vorgesehen, daß eingangsseitig und ausgangsseitig des Ka
landerwerkes Glättemeßeinrichtungen vorgesehen sind.
Zur gleichmäßigen Beeinflussung der Papierbahn über die
gesamte Bahnbreite, beispielsweise bei über die gesamte
Bahnbreite gemessenen gleichförmigen Einlaufbedingungen,
kann die Vorrichtung vorschlagsgemäß noch dadurch vervoll
kommnet werden, daß die Glättemeßorgane zusätzlich steu
erungsmäßig mit Stellorganen eines Walzendruckantriebes
und/oder eines Walzenheiz- bzw. Kühlsystems des Kalander
werks in Wirkverbindung stehen. Diese Maßnahmen erlauben
es, den Liniendruck bzw. die Temperatur der Walzen des
Kalanderwerks entsprechend zur gleichmäßigen Einwirkung
auf die Papierbahn über ihre gesamte Breite zu erhöhen,
wenn die Papierbahn insgesamt glatter erhalten werden soll.
Der mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht darin, daß
die Feuchtegradienten quer zur Laufrichtung der Papierbahn
ausgeglichen und so hinsichtlich der Feuchte vor dem
Kalander konstante Einlaufbedingungen hergestellt werden.
Auf diese Weise kann die gewünschte Glätte durch einen
über die Breite der Papierbahn gleichmäßig wirkenden Li
niendruck erzielt werden. Die erfindungsgemäßen Maßnahmen
haben eine relativ einfache Anlagentechnik im Bereich des
Kalanders mit reduziertem Energieeinsatz zur Folge, wobei
der gewünschte Effekt an Glättung (Satinage) zuverlässig
erzielt wird.
Die Erfindung wird nachstehend anhand des in den beige
fügten Abbildungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
Hierbei zeigt:
Fig. 1 eine schematisch dargestellte Seitenansicht
eines Kalanderwerkes mit zugeordneten Meß- und
Steuerorganen,
Fig. 2 eine perspektivisch dargestellte Befeuchtungs
einrichtung gemäß Erfindung und
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Befeuchtungsein
richtung gemäß Fig. 2.
Gemäß Fig. 1 ist ein im Zuge einer nicht weiter darge
stellten Papiermaschine im in-line-Betrieb kontinuierlich
arbeitendes Kalanderwerk 1 zum beidseitigen Glätten
(Satinieren) einer Papierbahn 2 dargestellt, die obersei
tig in Richtung eines mit 3 bezeichneten Pfeils in das
Kalanderwerk 1 einläuft und unterseitig in Richtung eines
mit 4 bezeichneten Pfeils aus dem Kalanderwerk austritt.
Zum Zwecke der genannten beidseitigen Satinage der Papier
bahn 1 sind an einem Kalandergestell 6 parallel zueinander
sowie übereinander liegend harte Walzen 7 und elastische
Walzen 8 vertikal verschiebbar gelagert. Die harten und
die elastischen Walzen sind sowohl im oberen als auch im
unteren Teil des Kalanderwerkes 1 im Wechsel aufeinander
folgend angeordnet, damit die Papierbahn 2 jeweils durch
Walzenspalte hindurchgeführt wird, die je durch eine harte
und eine elastische Walze begrenzt werden. Auf diese Weise
liegt in der einen Hälfte der Walzenspalte eine Seite und
in der anderen Hälfte die andere Seite der Papierbahn 2
jeweils an einer elastischen Walze 8 an, so daß beide Bahn
seiten satiniert werden können. Zur Führung und Streckung
quer zur Laufrichtung der Papierbahn 2 sind an Tragwangen 9
gelagerte Leitwalzen 11 vorgesehen.
Die Walzen 7 und 8 werden in ihrer Arbeitsstellung von zwei
am Boden des Kalandergestells 6 angeordneten Hydraulikzy
lindern 12 gehalten, welche an den beiden Lagerwangen der
untersten Walze 13 angreifen, so daß die Walze 13 in einer
vorgegebenen Position gehalten wird. ln den Walzenspalten
wird ein Mindestdruck durch das Eigengewicht der in ver
tikaler Richtung verschiebbar gelagerten Walzen 7 und 8
erzeugt. Dieser Mindestdruck kann mittels eines Walzen
druckantriebes in Form von zwei an den Lagerwangen der
obersten Walze 14 mit einer nach unten gerichteten Kraft
angreifenden Hydraulikzylindern 16 erhöht werden. Zu diesem
Zweck sind in eine zu den Hydraulikzylindern 16 führende
Hydraulikleitung 17 Stellorgane in Form einer durch einen
Motor 18 antreibbaren Pumpe 19 und eines Druckregelven
tils 21 zum Regeln der Belastungskraft der Hydraulikzylin
der 16 installiert, wobei zum Entlasten der Hydraulikzy
linder in einer von der Hydraulikleitung 17 abzweigenden
Ablaßleitung 22 ein Ventil 23 vorgesehen ist.
Zur Beeinflussung der Temperatur, bei der die Satinage er
folgt, sind die harten Walzen 7 mit einem Heiz- bzw. Kühl
system 24 ausgestattet, das beispielsweise aus temperatur
geregelten Wasserkreisläufen besteht und zu dessen unab
hängiger Temperaturregelung für beide Bahnseiten bei der
Satinage Stellorgane in Form eines Temperaturreglers 26
vorgesehen sind.
Zur Beeinflussung der Oberflächenfeuchte der beiden Seiten
der Papierbahn 2 ist je Bahnseite eine Befeuchtungseinrich
tung 27 in Form einer an eine Dampfzuleitung 28 angeschlos
senen Schlitzdüse 29 vorgesehen. Aufbau und Wirkungsweise
dieser Schlitzdüse werden anhand der Fig. 2 und 3 näher
erläutert.
Die Schlitzdüse 29 erstreckt sich quer zur Laufrichtung
(Pfeil 31) über die gesamte Breite der Papierbahn 2. Die
Schlitzdüse 29 weist ein Verteilergehäuse 32 auf, in das
die Dampfzuleitung 28 einmündet, die an eine nicht darge
stellte Druckquelle angeschlossen ist.
Um Ungleichmäßigkeiten der Papierbahn über ihre Breite und
Länge auszugleichen, kann der Massedurchfluß durch die
Schlitzdüse im Hinblick auf die Anpassung des Dampfaustra
ges aus der Schlitzdüse an die Ungleichmäßigkeiten der Pa
pierbahn selektiv über die Bahnbreite gesteuert werden.
Zu diesem Zweck ist der Innenraum des Verteilergehäuses 32
durch einen Steuerkörper 33 in einen ersten Raum 34 und
zweiten Raum 36 getrennt. Der Steuerkörper 33 liegt dabei
unter einem Neigungswinkel α an einer Begrenzungswand 37
an. Im Bereich der Berührungszone 38 zwischen dem
Steuerkörper 33 und der Begrenzungswand 37 sind Durchfluß
öffnungen 39 vorgesehen, die vorzugsweise im Bereich des
Steuerkörpers 33 angeordnet sind. Das flüssige oder gas
förmige Medium, im vorliegenden Fall Dampf strömt unter
Druck durch die Dampfzuleitung 28 in den ersten Raum 34
des Verteilergehäuses 32 und fließt dann durch die Durch
flußöffnungen 39 in den durch den Steuerkörper 33 abge
trennten zweiten Raum 36, von wo es durch die Schlitz
düse 29 zur Papierbahn 2 hin austritt.
Der Steuerkörper 33 ist als reversierbar verformbarer Ma
terialstreifen ausgebildet und dachförmig gestaltet. Beide
Ränder dieses dachartig geformten Steuerkörpers 33 liegen
beidseits der Schlitzdüse 29 und parallel zu ihr auf der
Begrenzungswand 37 des Verteilergehäuses 32 auf. In der
Firstlinie dieses dachartig geformten Steuerkörpers 33
greifen in benachbarten Abschnitten nebeneinander Stell
organe 41 an, die auf den Steuerkörper 33 einen veränder
baren Druck ausüben. Die Stellorgane 41 weisen einen an
der Oberseite des Verteilergehäuses 32 angeordneten Motor
42 auf, der über ein Getriebe 43 die Gewindestange 44 a
eines Gewindetriebes 44 antreibt. Durch Betätigen des Mo
tors 42 wird über das Getriebe 43 die Gewindestange 44 a
in Richtung des Doppelpfeils 46 mehr oder weniger in das
Verteilergehäuse 32 hinein- oder herausgedreht.
Durch diese Veränderung des Druckes auf den reversierbar
verformbaren Steuerkörper 33 ist der Neigungswinkel zwi
schen dem Steuerkörper und der Begrenzungswand 37 einstell
bar. Mit der Veränderung des Neigungswinkels ändert sich
gleichzeitig auch der Querschnitt der Durchflußöffnungen 39
in der Berührungszone 38 zwischen dem Steuerkörper und der
Begrenzungswand. Für drei unterschiedliche Neigungswinkel
sind die Verhältnisse in Fig. 3 dargestellt. Eine mittlere
Größe der Durchflußöffnungen ergibt sich beim Neigungswin
kel α 1, der in Fig. 3 mit ausgezogenen Linien gezeigt
ist. Die Höhe der als Durchflußöffnungen 39 vorgesehenen
Ausnehmungen im Rand des Steuerkörpers 33 beträgt in diesem
Falle h 1. Die Durchflußmenge ist in diesem Fall sowohl nach
oben als auch nach unten hin noch veränderbar. Soll die
Durchflußmenge vergrößert werden, so muß der Steuerkör
per 33 entlastet werden, wobei sich ein größerer Neigungs
winkel α 2 einstellt, der in Fig. 3 mit gestrichelten
Linien gezeigt ist. Die Höhe der Durchflußöffnungen stellt
sich dabei auf h 2 ein, so daß mehr Dampf durch die Durch
flußöffnungen in den zweiten Raum 36 und zur Schlitzdüse 29
strömen kann. Durch Erhöhung des Drucks auf den Steuer
körper 33 bei entsprechender Drehrichtung des Motors 42
wird der Neigungswinkel verkleinert, bis er beispielsweise
die Größe des in Fig. 3 mit strichpunktierten Linien dar
gestellten Neigungswinkels α 3 erreicht. Die Höhe der
Durchflußöffnungen 39 beträgt jetzt nur noch h 3, so daß
nur noch sehr wenig Dampf in den zweiten Raum 36 strömen
kann. Durch weiteres Belasten des Steuerkörpers 33 können
die Durchflußöffnungen sogar ganz geschlossen werden.
Auf diese Weise ist eine sehr feinfühlige Einstellung der
Durchflußmenge zur Schlitzdüse 29 hin möglich.
Gemäß Fig. 2 sind in benachbarten Abschnitten entlang der
Länge der Schlitzdüse 29 mehrere Stellorgane 41 zur Ein
stellung des Neigungswinkels des Steuerkörpers 33 zur Be
grenzungswand 37 vorgesehen. Auf diese Weise kann der Nei
gungswinkel a in benachbarten Abschnitten des Steuerkör
pers 33 unterschiedlich eingestellt werden, so daß die
Durchflußmenge vom ersten Raum 34 in den zweiten Raum 36
und die Schlitzdüse 29 über die Breite der Papierbahn 2
entsprechend den von der Papierbahn bzw. von einer noch
zu beschreibenden Meßeinrichtung vorgegebenen Anforderun
gen unterschiedlich eingestellt werden kann. Damit ergeben
sich quer zur Laufrichtung (Pfeil 31) der Papierbahn 2 ver
teilte separate Befeuchtungszonen 47 a bis 47 d, denen
beispielsweise ein in Fig. 2 durch Pfeile P angedeutetes
mögliches Mengenprofil des gegen die Papierbahn 2 gerich
teten Befeuchtungsmittels bzw. Dampfes zugeordnet ist, das
durch unterschiedliche Betätigung der Stellorgane 41 ein
gestellt werden kann.
Zur Überwachung der Eigenschaften, in diesem Fall der
Glätte der Papierbahn 2 sind dem Kalanderwerk 1 jeweils
im Bereich des Papierbahneinlaufes sowie des Papierbahn
austritts Glättemeßeinrichtungen 48 zugeordnet, welche die
Papierbahn 2 beidseitig sektoriell, d. h. im Bereich meh
rerer quer zur Laufrichtung (Pfeil 31) der Papierbahn 2
verteilter Meßabschnitte 49 a bis 49 d überwachen. Die den
einzelnen Meßabschnitten 49 a bis 49 d zugeteilten Meßorgane
51 der Glättemeßeinrichtung 48 sind bekannt beispielsweise
als optisches Glättemeßgerät, System K. L. der Firma Lippke
GmbH & Co. KG.
Die Glättemeßeinrichtungen 48 sind steuerungsmäßig über
einen Rechner 52 mit dem Druckregelventil 21 für die Hy
draulikzylinder 16, mit dem Temperaturregler 26 für das
Heiz- bzw. Kühlsystem 24 und mit Steuergliedern 53 für die
Stellorgane 41 der Befeuchtungseinrichtungen 27 verknüpft.
Dabei sind die Meßorgane 51 der Glättemeßeinrichtung 48
steuerungsmäßig den einzelnen Stellorganen 41 der Befeuch
tungseinrichtung 27 derart zugeteilt, daß die Befeuchtungs
zonen 47 a bis 47 d der Befeuchtungseinrichtung 27 und die
Meßabschnitte 49 a bis 49 d der Glättemeßeinrichtung 48 je
weils gleichen Breitenabschnitten der Papierbahn 2 ent
sprechen.
Die Glättemeßeinrichtungen 48 dienen als Istwertgeber für
die Glätte der Papierbahn 2 nach der bzw. vor der Satinage.
Ihre Meßwerte werden in den Rechner 52 eingegeben, der auch
die zugehörigen Sollwerte von einem Sollwertgeber 54 erhält.
Die Istwerte der einlaufseitigen Glättemeßeinrichtung 48
werden als Störgröße auf die vom Rechner 52 ermittelte
Regelgröße aufgeschaltet. Auf diese Weise werden dem Rech
ner 52 während des Betriebes des Kalanders kontinuierlich
Meßwerte der Glättemeßeinrichtungen 48 zugeführt. Sowie
sich Glätteunterschiede der Papierbahn 2 quer zu deren
Laufrichtung ergeben, was durch die entsprechenden, den
einzelnen Meßabschnitten 49 a bis 49 d zugeordneten Meßor
gane 51 registriert wird, werden die jeweils bezüglich
ihrer Glätte vom Sollwert abweichenden Breitenabschnitte
der Papierbahn im Bereich der den jeweiligen Meßabschnit
ten 49 a bis 49 d zugeordneten Befeuchtungsabschnitte 47 a
bis 47 d entsprechend der Regelabweichung mehr oder weniger
befeuchtet, was durch gezieltes Betätigen der Stellorgane
41 in der einen oder anderen Richtung erreicht wird. Für
den Fall, daß die Glätte erhöht werden soll, was im Aus
führungsbeispiel gemäß Fig. 2 die Meßabschnitte 49 a und
49 c betrifft, wird die Papierbahn 2 in den entsprechenden
Befeuchtungszonen 47 a und 47 c stärker befeuchtet als dies
in den Befeuchtungszonen 47 b und 47 d der Fall ist, was
durch die unterschiedliche Pfeillänge P des dargestellten
Mengenprofils angedeutet ist.
Für den Fall, daß die Glätte insgesamt, d. h. gleichmäßig
über die Breite der Papierbahn 2 angehoben werden soll,
können durch entsprechende Ansteuerung der Hydraulikzylin
der 16 und/oder der Heiz- bzw. Kühlsysteme 24 Walzendruck
und/oder Walzentemperatur erhöht bzw. im umgekehrten Fall
vermindert werden.
Claims (14)
1. Verfahren zum Glätten der Oberfläche einer Papierbahn
durch Kalandrieren und Befeuchten, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rauhigkeit (Glätte) der Papierbahn über die Bahn
breite ermittelt wird und daß bei ungleichförmiger Glätte
die Papierbahn über ihre Breite ungleichmäßig befeuchtet
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Glätte an definierten Breitenabschnitten der Papier
bshn gemessen wird und daß die Breitenabschnitte höherer
Rauhigkeit stärker und die Breitenabschnitte geringerer
Rauhigkeit schwächer befeuchtet werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und/oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Glätte auf beiden Seiten der Pa
pierbahn gemessen wird, und daß in Abhängigkeit von den
gewonnenen Meßwerten die Papierbahn an der entsprechenden
Bahnseite sektoriell gesondert befeuchtet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Befeuchtung die Papierbahn mit
Dampf beaufschlagt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit von der gemessenen
Bahnrauhigkeit zusätzlich Druck und/oder Temperatur des
Kalanderwerkes gesteuert werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Glätte vor und nach dem Kalandrie
ren der Papierbahn gemessen wird.
7. Vorrichtung zum Glätten der Oberfläche einer Papier
bahn mittels eines Kalanderwerkes und einer diesem zuge
ordneten Befeuchtungseinrichtung für die Papierbahn, da
durch gekennzeichnet, daß dem Kalanderwerk (1) eine unter
schiedliche Meßabschnitte (49 a bis 49 d) quer zur Laufrich
tung (31) der Papierbahn (2) erfassende Glättemeßeinrich
tung (48) zugeordnet ist, deren Meßorgane (51) steuerungs
mäßig mit selektiv auf separate Befeuchtungszonen (47 a bis
47 d) der Papierbahn einwirkenden Stellorganen (41) der Be
feuchtungseinrichtung (27) verbunden sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils Meßorgane (51) und Stellorgane (41) derart
miteinander verbunden sind, daß die diesen jeweils zuge
ordneten Meßabschnitte (49 a bis 49 d) und Befeuchtungszonen
(47 a bis 47 d) jeweils gleichen Breitenabschnitten der Pa
pierbahn (2) entsprechen.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und/oder 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Befeuchtungseinrichtung (27) eine
sich quer zur Laufrichtung (31) der Papierbahn (2) er
streckende Schlitzdüse (29) aufweist, die mittels der
Stellorgane (41) mit einem gasförmigen
oder flüssigen Medium über ihre Breite selektiv bzw. zonen
weise beschickbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitzdüse (29) eine Dampfzuleitung (28) aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß dem Kalanderwerk (1) zwei jeweils eine
Seite der Papierbahn (2) beaufschlagende Befeuchtungsein
richtungen (27) zugeordnet sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß dem Kalanderwerk (1) beide Seiten der
Papierbahn (2) überwachende Glättemeßeinrichtungen (48)
zugeordnet sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß eingangsseitig und ausgangsseitig des
Kalanderwerkes (1) Glättemeßeinrichtungen (48) vorgesehen
sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Glättemeßorgane (51) zusätzlich
steuerungsmäßig mit Stellorganen (21 bzw. 26) eines Wal
zendruckantriebes (16) und/oder eines Walzen-Heiz- bzw.
Kühlsystems (24) des Kalanderwerkes (1) in Wirkverbindung
stehen.
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