DE3741529A1 - Selbsttaetig mechanische nachstellvorrichtung fuer eine kraftfahrzeug-feststellbremse - Google Patents
Selbsttaetig mechanische nachstellvorrichtung fuer eine kraftfahrzeug-feststellbremseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Nachstellvorrichtung für
eine Feststellbremse eines Kraftfahrzeuges mit den
Merkmalen des Oberbegriffes von Patentanspruch 1.
Eine Nachstellvorrichtung dieser Art ist, was druck
schriftlich allerdings nicht belegbar ist, bekannt.
Das Übertragungsglied bildet eine längliche Lasche,
die an einem Zwischenhebel angelenkt ist.
An dem sich an einem aufbaufesten Widerlager ver
schwenkbar abstützenden Zwischenhebel ist das durch
einen Handbremshebel oder durch ein Betätigungspedal
einer Fußfeststellbremse zu betätigende Zugseil ein
gehängt.
Die das Übertragungsglied bildende Lasche ist im
Querschnitt U-förmig ausgebildet. Zwischen ihren in
relativ geringem Abstand voneinander vorgesehenen
U-Schenkeln ist das Ausgleichsjoch in deren Längs
richtung verschiebbar geführt, wozu es mit seit
lichen Lagerzapfen in jeweils einen Längsschlitz
der U-Schenkel eingreift.
Die Spannvorrichtung ist mit einer Sechskantschraube
ausgestattet, die den die U-Schenkel miteinander ver
bindenden Steg durchgreift, mit einer zwischen beiden
U-Schenkeln gehaltenen Gewindemutter in Eingriff ist
und sich an der ihr benachbarten Längskante des
Abstützjoches, entgegen der Zugrichtung der Seil
stränge, abstützt.
Die Nachstellvorrichtung bzw. deren Spannvorrichtung
ist somit durch Verdrehen der Sechskantschraube manuell
zu betätigen. Dies bedeutet, daß sowohl bei der Fahr
zeugmontage als auch bei Kundendienstarbeiten die
beiden Seilstränge der Feststellbremse zeitaufreibend
speziell nachzustellen sind und die Nachstellung zu
überprüfen ist.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine
Nachstellvorrichtung in einer Ausbildung gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruches 1 so zu verbessern,
daß sie eine erforderliche Ein- bzw. Nachstellung der
Bremsenseile selbsttätig ausführt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kenn
zeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
Gegenstand von Unteransprüchen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Er
findung dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht der be
kannten, an einem Zwischen
hebel angelenkten Nachstell
vorrichtung,
Fig. 2 eine Vorderansicht der an
einem Zwischenhebel ange
lenkten erfindungsgemäßen
Nachstellvorrichtung,
Fig. 3 einen Schnitt durch die Nach
stellvorrichtung entlang der
Linie III-III der Fig. 1.
Die bekannte Nachstellvorrichtung gemäß Fig. 1 weist
ein als Ganzes mit 10 bezeichnetes U-förmiges, läng
liches Übertragungsglied in Art einer Lasche auf,
zwischen dessen U-Schenkeln 12 ein als Ganzes mit 14
bezeichnetes Abstützjoch in deren Längsrichtung
verschiebbar und verschwenkbar angeordnet ist.
Hierzu ist das Abstützjoch 14 mittels beidseitig über
stehenden, eine Schwenkachse definierenden Lagerzapfen 16
ausgestattet, die jeweils in einen Längsschlitz 18 der
U-Schenkel 12 eingreifen. Die beidseitig vom Übertragungs
glied 10 abragenden Jochendstücke 14′ und 14′′ bilden Ein
hängehaken, in welche jeweils eine Öse 20 bzw. 22 eines
Seilstranges 24 bzw. 26 eingehängt ist, die zu jeweils
einer der einer Kraftfahrzeugachse zugeordneten Rad
bremsen führen. Die beiden Seilstränge 24 und 26 bilden
jeweils die Seele eines Bowdenzuges 25 bzw. 27.
Mit 28 ist ein auf die Lagerzapfen 16 aufgestecktes
Federeinhängeglied bezeichnet, in dessen Einhängeöse 30
eine Zugfeder 32 einhängbar ist, die ständig versucht,
das Abstützjoch 14 in seiner gemäß Fig. 1 untersten
Stellung bzw. mit einer als Ganzes mit 34 bezeichneten
Spannvorrichtung in Berührung zu halten. Diese ist
manuell zu verstellen und weist hierzu eine Sechskant
schraube 36 auf, die den die beiden U-Schenkel 12 mit
einander verbindenden Steg 38 des Übertragungsgliedes 10
durchsetzt, mit einer sich auf dem Steg 38 abstützenden
Gewindemutter 40 in Eingriff ist und sich am Abstütz
joch 14 abstützt.
Das Übertragungsglied 10 ist mittels einer Schwenkachse
42 an einem doppelarmigen Zwischenhebel 44 angelenkt,
der sich mit seinem einen, kürzeren Hebelarm 46 an
einem aufbaufesten Widerlager 48 abstützt und an dessen
längerem Hebelarm 50 ein zu einem Handbremshebel oder
zu einem Betätigungspedal einer Fußfeststellbremse
führendes, die Seele eines Bowdenzuges 54 bildendes
Zugseil 52 angelenkt ist.
Bei der Fahrzeugmontage oder nach Setzerscheinungen in
den Seilsträngen 24 und 26, durch welche sich diese
längen, ist eine mittels der Spannvorrichtung 34 manuell
durchzuführende Bremsenein- bzw. -nachstellung notwendig.
Hierzu ist die Sechskantschraube 36 jedes Mal so zu ver
drehen, daß das Abstützjoch 14 im Übertragungsglied 10 ge
mäß Fig. 1 entsprechend nach oben verschoben wird.
Dieses manuelle Nachstellen erübrigt die in den Fig.
2 und 3 gezeigte Ausführungsform einer erfindungsge
gemäßen Nachstellvorrichtung. Hierbei sind der
Zwischenhebel und das Übertragungsglied mit den
diesen Teilen in Fig. 1 zugeordneten Bezugszahlen
bezeichnet.
Dem als Ganzes mit 56 bezeichneten Abstützjoch ist eine
Spannvorrichtung 58 zugeordnet, die zum Spannen der
Seilstränge 60 und 62 ständig versucht, das Abstützjoch
56 gemäß Fig. 2 in Längsrichtung des Übertragungsgliedes
10 nach oben zu verschieben, während eine als Ganzes mit
64 bezeichnete Abstützvorrichtung das Abstützjoch 56
entgegen seiner Verstellrichtung zum Spannen der Seil
stränge 60 und 62 am Übertragungsglied 10 abstützt.
Die Abstützvorrichtung 64 kann dabei so ausgelegt sein,
daß mit ihrer Hilfe eine stufenlose Abstützung des Ab
stützjoches 56 möglich ist. Im vorliegenden Ausführungs
beispiel arbeitet sie hingegen schrittweise. Hierzu ist
das beispielsweise kreisabschnittförmige Abstützjoch 56
durch zwei segmentförmige, um eine Schwenkachse 66 ge
meinsam und relativ zueinander verschwenkbare Joch
glieder 68 und 70 gebildet. Hierzu greift beispiels
weise das Jochglied 70 in eine nutartige Aussparung 71
des Jochgliedes 68 ein, so daß sie beide in einer ge
meinsamen Ebene liegen. Mit der Schwenkachse 66 ist das
Abstützjoch 56 in jeweils einem Längsschlitz 72 bzw. 74
der U-Schenkel 76 und 78 geführt.
Die Spannvorrichtung 58 ist durch eine Druckfeder 80
gebildet, die zwischen den U-Schenkeln 76 und 78 ange
ordnet ist und sich einerseits auf dem Verbindungssteg
82 der U-Schenkel 76 und 78 des Übertragungsgliedes 10
und andererseits an einer gemäß Fig. 2 unteren Ab
stützfläche 84 des Abstützjoches 56 in vorgespanntem
Zustand abstützt.
Die Abstützvorrichtung 64 arbeitet als Rastvorrichtung.
Hierzu sind beispielsweise beide Längskanten 86 und 88
der U-Schenkel 76 und 78 jeweils mit einer Rastver
zahnung 90 bzw. 92 ausgestattet, denen jeweils ein
vorzugsweise an den Jochgliedern 68 und 70 angeformter
Rastzahn 94 bzw. 96 zugeordnet ist.
Um die Rastzähne 94 und 96 mit den Rastverzahnungen 90
und 92 ständig in Berührung bzw. Eingriff zu halten, ist
jedem Jochglied 68 und 70 eine auf der Schwenkachse 66
sitzende Drehfeder 98 und 100 zugeordnet.
Aufgrund der kreisabschnittförmigen Ausbildung des Ab
stützjoches 56 ist es möglich, für die beiden Seil
stränge 60 und 62 ein einziges Bremsseil 102 vorzu
sehen, das das Abstützjoch 56 an seinem kreisbogen
förmigen Umfangsabschnitt umschließt. Damit es an
diesem eng anliegt, ist jeder Seilstrang 60 und 62 vor
zugsweise noch von einer beispielsweise aus Gummi be
stehenden Schlaufe 104 bzw. 106 gehalten, die an einem
Spannhaken 108 bzw. 110 des Abstützjoches 56 mit Vor
spannung eingehängt ist.
Selbstverständlich könnten die Jochglieder 68 und 70
auch hakenartig ausgebildet und die Seilstränge 60 und 62
als einzelne Bremsseile an diesen eingehängt sein.
Des weiteren könnte das Abstützjoch 56 auch einteilig
ausgebildet und beispielsweise in Art eines Schlittens
entlang des laschenartigen Übertragungsgliedes 10 ver
schiebbar vorgesehen sein.
In diesem Falle könnte wenigstens einer Rastverzahnung
des Übertragungsgliedes 10 am Schlitten ein senkrecht
zur Verschieberichtung gegen die Wirkung einer Feder ver
stellbares Rastglied zugeordnet bzw. Rastverzahnungen
und Rastglied auch am jeweils anderen Teil vorgesehen
sein.
Die erläuterte Konstruktion kann schließlich noch so ge
kapselt sein, daß ein Eindringen von Verunreinigungen
in die Rastverzahnungen wirksam verhindert wird.
Claims (4)
1. Nachstellvorrichtung für eine Feststellbremse
eines Kraftfahrzeuges zum selbsttätigen Ausgleich
von Längungen in den Seilsträngen, die ein mit
einem durch eine Betätigungsvorrichtung betätig
baren Zugseil verbundenes, längliches Übertragungs
glied, ein an diesem in dessen Längsrichtung ver
schiebbar geführtes, mit seinen vom Übertragungs
glied seitlich abragenden Endstücken jeweils einen
Seilstrang haltendes Abstützjoch sowie eine das
Abstützjoch verstellende Spannvorrichtung zum
Spannen der Seilstränge aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannvorrichtung (58) das Abstützjoch (56)
ständig in Spannrichtung zu verschieben versucht
und daß das Abstützjoch (56) mittels einer Abstütz
vorrichtung (64) entgegen seiner Verstellrichtung
zum Spannen der Seilstränge (60, 62) am Übertragungs
glied (10) abgestützt ist.
2. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstützjoch (56) mittels der Abstützvor
richtung (64) zumindest entlang einer Längskante (86)
oder (88) des Übertragungsgliedes (10) verrastbar
ist.
3. Nachstellvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstützjoch (56) kreisabschnittförmig aus
gebildet ist und daß die Seilstränge (60, 62)
durch ein Bremsseil (102) gebildet sind, das mit
beiden Enden an jeweils einem Betätigungsglied
einer Radbremse verankert ist und das das Abstütz
joch (56) an seinem kreisbogenförmigen Umfangsab
schnitt umschließt.
4. Nachstellvorrichtung nach einem der vorher
gehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Abstützjoch (56) durch zwei segmentförmige,
um eine gemeinsame Schwenkachse (66) gegen die
Wirkung einer Rückstellkraft relativ zueinander
verschwenkbare Jochglieder (68 und 70) gebildet
und zwischen zwei die durch eine sich am Abstütz
joch (56) abstützende Druckfeder (80) gebildete
Spannvorrichtung (58) aufnehmenden Schenkeln (76
und 78) des Übertragungsgliedes (10) geführt ist,
und daß die segmentförmigen Jochglieder (68 und 70)
mit ihrem vom Übertragungsglied (10) seitlich ab
ragenden Teilstück jeweils mit der benachbarten
Längskante (86 bzw. 88) wenigstens eines Schenkels
(76 oder 78) des Übertragungsgliedes (10) verrast
bar sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19873741529 DE3741529A1 (de) | 1987-12-08 | 1987-12-08 | Selbsttaetig mechanische nachstellvorrichtung fuer eine kraftfahrzeug-feststellbremse |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19873741529 DE3741529A1 (de) | 1987-12-08 | 1987-12-08 | Selbsttaetig mechanische nachstellvorrichtung fuer eine kraftfahrzeug-feststellbremse |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3741529A1 true DE3741529A1 (de) | 1989-06-29 |
| DE3741529C2 DE3741529C2 (de) | 1989-09-28 |
Family
ID=6342106
Family Applications (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE3741529A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1987
- 1987-12-08 DE DE19873741529 patent/DE3741529A1/de active Granted
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3741529C2 (de) | 1989-09-28 |
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