DE3740675A1 - Verfahren zur optimierten einduesung von ammoniak in selektiv-katalytische reaktoren - Google Patents
Verfahren zur optimierten einduesung von ammoniak in selektiv-katalytische reaktorenInfo
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- B01D53/00—Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
- B01D53/34—Chemical or biological purification of waste gases
- B01D53/74—General processes for purification of waste gases; Apparatus or devices specially adapted therefor
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Description
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren
zur optimierten Eindüsung von Ammoniak in selektiv-kata
lytische Reaktoren zur Entfernung von NO X aus Rauchga
sen durch mehrere Düsen an mehreren Punkten eines Git
ters.
Bei der Entfernung von NO X aus Rauchgasen durch Eindü
sen von Ammoniak in selektiv-katalytische Reaktoren
besteht das Problem, daß die Ammoniakmenge in Abhängig
keit der NO X -Menge eingedüst werden sollte, da nur bei
einem optimalen Verhältnis zwischen Ammoniak und NO X
eine optimale Reduktion der NO X -Werte möglich ist. Bei
Eindüsung zu hoher Ammoniakwerte entsteht ein zu hoher
Schlupf, der ebenfalls nicht akzeptiert werden kann. Es
hat sich weiterhin gezeigt, daß es notwendig ist, das
eingedüste Ammoniak möglichst gleichmäßig mit den Rauch
gasen zu vermischen. Bei den großen Durchmessern der
Rauchgaskanäle ist dies nur noch möglich, wenn man das
Ammoniak durch mehrere Düsen an mehreren Punkten eines
Gitters eindüst und darüber hinaus durch Leitbleche für
eine ausreichende Gleichverteilung sorgt. Dennoch beob
achtet man anlagenspezifische und lastabhängige Strö
mungsprofile des Rauchgases und der Ammoniakkonzentra
tion im Rauchgas. Auch dies führt zu geringerer Wirk
samkeit der selektiv-katalytischen Reaktoren einerseits
und erhöhtem Schlupf an Ammoniak andererseits.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, die
Eindüsung von Ammoniak in derartige selektiv-katalyti
sche Reaktoren zur Entfernung von NO X aus Rauchgasen zu
optimieren, indem die Ammoniakmenge an jedem einzelnen
Gitterpunkt von Düsen geregelt wird.
Diese Aufgabe kann dadurch gelöst werden, daß die ein
zelnen Düsen quasi-kontinuierlich geregelt werden gemäß
zuvor ermittelter anlagenspezifischer, lastabhängiger
Strömungsprofile des Rauchgases. Anstelle der bisher
üblichen fest eingestellten Dosierventile an den ein
zelnen Gitterpunkten wird erfindungsgemäß jede Düse mit
einem Dosierventil versehen, welches frei wählbar ein
gestellt werden kann. Die Regelung dieser Dosierventile
erfolgt entsprechend der vorliegenden Erfindung gemäß
zuvor ermittelter anlagenspezifischer, lastabhängiger
Strömungsprofile des Rauchgases, so daß zumindest die
Datenunterschiede bezüglich der Vermischung und Beauf
schlagung der selektiv-katalytischen Reaktoren in Ab
hängigkeit der Last weitgehend ausgeglichen werden.
Die Eindüsung von Ammoniak kann darüber hinaus noch
weiter optimiert werden, indem die Regelung zusätzlich
lastabhängige Schwankungen der NO X -Belastung berücksich
tigt. Derartige lastabhängige Schwankungen der NO X -Be
lastung können durch entsprechende Meßreihen analytisch
verfolgt und als weitere feste anlagenspezifische Werte
bei der Regelung berücksichtigt werden.
Schließlich ist es erfindungsgemäß möglich, die während
des Betriebes gemessenen Schwankungen der NO X -Belastung
bei der Regelung zu berücksichtigen. Diese analytisch
ermittelten Schwankungen der NO X -Belastung können der
erfindungsgemäßen Regelung durch einen Prozeßrechner
zugeführt werden und dadurch eine weitere Optimierung
der Eindüsung von Ammoniak herbeiführen. Selbstverständ
lich wird auch bei dem erfindungsgemäßen Verfahren, wie
bei den Verfahren nach dem Stand der Technik, die Ge
samtmenge an Ammoniak abhängig gemacht von der gefor
derten minimalen Konzentration von Ammoniak im gerei
nigten Rauchgas. Der Schlupf an Ammoniak muß somit
stets unterhalb der geforderten Maximalkonzentration
von Ammoniak im gereinigten Rauchgas bleiben. Im Zwei
felsfall wird eher eine zu hohe Menge von NO X im Rauch
gas akzeptiert als eine zu hohe Menge an Ammoniak.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
somit eine Matrix erstellt, wobei in der x-Richtung die
Last und in der y-Richtung eine frei wählbare Stellgrö
ße des Dosierventils gewählt wird. Durch die quasi-kon
tinuierliche Regelung wird somit der Drosselkegel des
Dosierventils entsprechend der Last nachgestellt, je
doch innerhalb der vorgegebenen Hysterese nicht durch
einen Regelvorgang, sondern durch einen Steuervorgang.
Durch dieses Verfahren ist es möglich, Armaturen zu
verwenden, die relativ einfach gebaut sind. Es ist auch
nicht nötig, eine Vielzahl von elektronischen oder pneu
matischen Reglern einzusetzen. Da die Ventile jeweils
auf feste Hubstellungen fahren, ist die Optimierung
sehr einfach. Schwingungsvorgänge wie bei kontinuier
lichen Reglern treten nahezu nicht auf. Schließlich ist
es möglich, auch während der An- und Abfahrphasen und
im späteren Betrieb Anpassungen durchzuführen, durch
die die optimalen Werte ermittelt und festgeschrieben
werden. So können insbesondere die zusätzlichen lastab
hängigen Schwankungen der NO X -Belastung empirisch er
mittelt und berücksichtigt werden.
Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist, daß es mit sehr geringem Aufwand möglich ist, zu
sätzlich tatsächlich gemessene Schwankungen der NO X -Be
lastung bei der Regelung zu berücksichtigen. Die Rege
lung würde aber auch dann noch mit nahezu optimalen
Werten weiterarbeiten, wenn die Analytik der NO X -Bela
stung gestört ist oder ganz ausfällt. Hierbei ist zu
berücksichtigen, daß es im Augenblick möglich ist, den
Restgehalt an NO X im gereinigten Rauchgas mit einer
Verzögerung von 1 bis 3 Minuten zu messen.
Die Schwankungen in der Last einer Anlage liegen hinge
gen maximal bei 3 bis 7% pro Minute. Schwankungen der
NO X -Belastung in Abhängigkeit der Last treten somit nur
so langsam auf, daß die Meßwerte über restliches NO X im
Rauchgas trotz der Verzögerung noch sinnvoll verwertet
werden können.
Dem Prozeßrechner müssen erfindungsgemäß somit im ein
fachsten Fall nur das Lastsignal und das Signal für den
Ammoniakschlupf mitgeteilt werden, um die Gesamtmenge
an Ammoniak und die Drosselkegeleinstellungen der ein
zelnen Düsen an den Gitterpunkten zu regeln. Auch die
Berücksichtigung lastabhängiger Schwankungen der NO X -
Belastung werden als konstante Größen bei der Regelung
berücksichtigt und erfordern somit keine weiteren Maß
nahmen. Nur zur weiteren Optimierung ist es erfindungs
gemäß notwendig, die tatsächlichen Meßwerte der NO X -Be
lastung im ungereinigten und gereinigten Rauchgas der
Regelung zuzuführen. Dies kann im einfachen Fall durch
einen PC, anderenfalls durch handelsübliche Prozeßrech
ner erfolgen, und zwar mit Hilfe von Meßreihen.
Claims (3)
1. Verfahren zur optimierten Eindüsung von Ammoniak in
selektiv-katalytische Reaktoren zur Entfernung von NOX
aus Rauchgasen durch mehrere Düsen an mehreren Punkten
eines Gitters, dadurch gekennzeichnet, daß die einzel
nen Düsen quasi-kontinuierlich geregelt werden gemäß
zuvor ermittelter anlagenspezifischer, lastabhängiger
Strömungsprofile des Rauchgases.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Regelung zusätzlich lastabhängige Schwankungen der
NO X -Belastung berücksichtigt.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Regelung zusätzlich gemessene Schwankungen
der NO X -Belastung berücksichtigt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873740675 DE3740675A1 (de) | 1987-12-01 | 1987-12-01 | Verfahren zur optimierten einduesung von ammoniak in selektiv-katalytische reaktoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19873740675 DE3740675A1 (de) | 1987-12-01 | 1987-12-01 | Verfahren zur optimierten einduesung von ammoniak in selektiv-katalytische reaktoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3740675A1 true DE3740675A1 (de) | 1989-06-15 |
Family
ID=6341640
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19873740675 Withdrawn DE3740675A1 (de) | 1987-12-01 | 1987-12-01 | Verfahren zur optimierten einduesung von ammoniak in selektiv-katalytische reaktoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3740675A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0554766A1 (de) * | 1992-02-05 | 1993-08-11 | BASF Aktiengesellschaft | Verfahren zur Stickoxidminderung in Abgasen durch gesteuerte NH3-Zugabe |
| DE4435103A1 (de) * | 1994-09-30 | 1996-04-04 | Siemens Ag | Verfahren und Anordnung zur Verbesserung der Wirksamkeit von SCR-DeNOx-Anlagen |
| EP2161069A1 (de) * | 2008-09-04 | 2010-03-10 | ALSTOM Technology Ltd | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Zufuhr eines Reduktionsmittels zu einem SCR-System |
-
1987
- 1987-12-01 DE DE19873740675 patent/DE3740675A1/de not_active Withdrawn
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0554766A1 (de) * | 1992-02-05 | 1993-08-11 | BASF Aktiengesellschaft | Verfahren zur Stickoxidminderung in Abgasen durch gesteuerte NH3-Zugabe |
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| WO2010026120A1 (en) * | 2008-09-04 | 2010-03-11 | Alstom Technology Ltd | Method and device for controlling the supply of a reducing agent to an scr system |
| US8268275B2 (en) | 2008-09-04 | 2012-09-18 | Alstom Technology Ltd | Method and device for controlling the supply of a reducing agent to an SCR system |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: NOELL-KRC UMWELTTECHNIK GMBH, 8700 WUERZBURG, DE |
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| 8130 | Withdrawal |