DE3638239A1 - Filteranlage fuer suess- und seewasseraquarien - Google Patents
Filteranlage fuer suess- und seewasseraquarienInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Filteranlage für Süß- und
Seewasseraquarien, bestehend aus einem Filtergehäuse
mit Filtermasse, einem Verteiler einer Klarwasserkam
mer, mit Verbindungsleitungen zwischen Aquarium und
Filteranlage für biologisch zu filterndes und gefil
tertes Wasser und einem Umwälzaggregat.
Filteranlagen dienen bei Aquarien zur Reinigung des
Wassers von Schwebstoffen, die beispielsweise aus
Exkrementen der die Aquarien bevölkernden Lebewesen
bestehen oder aus Futterresten und aus Pflanzenteilen.
Ein Filtern von Süß- oder Seewasser mit Hilfe chemi
scher Flockungsmittel und sonstiger chemischen Zusätze
beeinträchtigt das Gleichgewicht zwischen dem Wasser
und den dort vorhandenen Lebewesen und Pflanzen, so daß
in kürzester Zeit die natürliche Lebensumgebung
zerstört wird.
Durch die europäische Patentanmeldung mit der Ver
öffentlichungsnummer 00 16 999 ist eine biologische
Filtervorrichtung für Aquarien bekannt geworden, bei
der zu filterndes Wasser aus dem Aquarium über ein in
einem Filtergefäß angeordnetes Filtersubstrat geführt
wird und wobei das biologisch gereinigte Wasser an
schließend aus einer Klarwasserkammer über ein End
filter zurück in das Aquarium gebracht wird. Zur Un
terstützung dr Filterwirkung wird Luft in das Filter
substrat eingepreßt, um hiermit die biologische Filte
rung zu verbessern. Falls die Filtervorrichtung unter
halb des Aquariums angeordnet werden soll, ist das Fil
tergefäß mittels Deckel wasserdicht zu verschließen und
mit einem Entlüftungsrohr zusätzlich zu versehen. Bei
Austausch des Filtersubstrats oder bei einer Reinigung
der Luftverteilungsanlage ist die komplette Anlage ab
zuschalten und in aufwendiger Weise zu reinigen. Dies
ist insbesondere dann besonders aufwendig, wenn die
Filtervorrichtung unterhalb des Aquariums angeordnet
ist.
Durch das deutsche Gebrauchsmuster Nr. 72 23 466 ist
ein Aquariumsfilter in Form eines einseitig offenen
Kunststoffkastens zur Aufnahme von Filtermassen wie
Basalt, Torf und Aktivkohle bekannt geworden, wobei in
dem Kasten selbst einseitig offene Einzelbehälter mit
siebartig gelochten Böden übereinander gestapelt wer
den.
Eine derartige Einrichtung ist nicht geeignet, unter
halb einer Aquariumsanlage angeordnet zu werden und
darüber hinaus ist bei einer Reinigung oder Erneuerung
der Filtermassen das komplette Aquariumfilter zu ent
leeren und vom Kreislauf mit dem Aquarium abzutrennen.
Dasselbe gilt für die DE-OS 30 12 572 gemäß der eine
Filtervorrichtung für Aquarien in einem Behälter meh
rere Deckel mit teilgelochten Böden besitzt. Ausgehend
hiervon liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine biologische Filteranlage für Süß- oder
Seewasseraquarien vorzuschlagen, die ohne Zwangsbe
lüftung in beliebiger Höhenlage zum Aquarium angeordnet
werden kann.
Diese Aufgabe wird, ausgehend von der zunächst ge
nannten europäischen Patentanmeldung, gelöst durch die
erfinderischen Merkmale des Anspruchs 1. Durch die
Vorsehung einer Öffnung im oberen Bereich mindestens
einer Seitenwand durch die erfindungsgemäß mit Seiten
wänden versehenen Filterschubladen, die einen gelochten
Boden besitzen, schubladenartig einschiebbar und aus
ziehbar vorgesehen sind und durch Abstände zwischen den
einzelnen Schubladen wird zum einen erreicht, daß un
gehindert Luft ohne jede Vorpressung, das aus einer
Schublade austretende Wasser bis zum Eintreten in die
nächste Filterschublade mit Sauerstoff anreichert, daß
weiterhin ohne Abschalten der Filteranlage die einzel
nen Schubladen ausgetauscht und gereinigt werden kön
nen; weiterhin wird durch die Anordnung einer Ventil
steuerung, die von der Klarwasserkammer beaufschlagt
wird, der Zufluß so gesteuert unterbrochen, daß trotz
offenem Filtergehäuse auch bei Anordnung des Filter
gehäuses unterhalb des Aquariums ein Überlaufen der
Filteranlage eindeutig vermieden wird.
Mit Anspruch 2 wird eine Ausgestaltung des Erfindungs
gegenstandes unter Schutz gestellt, bei der die Fil
teranlage auch in beliebiger Höhe oberhalb des Aqua
riums durch den Einsatz einer Rückleitung und durch die
Verwendung einer Pumpe angeordnet sein kann, ohne daß
bei geschlossenem Zuflußventil eine Überschwemmung bzw.
ein Leerpumpen des Aquariums geschieht.
In Anspruch 3 wird die Steuerung des Zuflußventils vom
Aquarium in die Filteranlage mittels Schwimmer unter
Schutz gestellt.
Anspruch 4 stellt den Schaltpunkt für das Öffnen oder
Schließen des Ventils unter Schutz, so daß die Gewähr
dafür gegeben ist, daß die noch leer laufenden Ein
schübe die Klarwasserkammer nicht überschwemmen.
Anspruch 5 stellt eine besondere Ausgestaltung des
geschlossenen Behälterteils in Klarwasserkammer und
letztem Filtrationsbehälter unter Schutz.
Anspruch 6 zeigt eine andere Verschlußanordnung des
Ventils, bei der mittels gelenkig verbundene Doppel
hebel ebenfalls ein eindeutiges Schließen und Öffnen
des Ventils gewährleistet wird.
Die in Anspruch 7 unter Schutz gestellten durchbohrten
Führungsleisten erbringen erfindungsgemäß eine noch
weitere Erhöhung des Sauerstoffangebots an die Filter
anlage.
Durch die Erfindung wird eine Filteranlage unter Schutz
gestellt, die unabhängig vom Standort des Aquariums
aufgestellt werden kann, sowohl unterhalb als auch
oberhalb des Aquariums; ferner eine Filteranlage, bei
der ohne Zwangseinleitung von Luftsauerstoff, das bio
logisch zu filternde Wasser des Aquariums mitaufberei
tet; ferner wird durch die erfindungsgemäße Filteran
lage Teile der Filteranlage austauschen und reinigen zu
können; durch Öffnen mehrerer Seitenwände im oberen Be
reich des oben offenen Behälters wird erfindungsgemäß
eine noch bessere Sauerstoffzufuhr durch entsprechendes
Luftangebot ermöglicht; insbesondere können die Seiten
wände des Behälters und die Rückwand des Behälters im
Bereich der Schubladen erfindungsgemäß Öffnungen tra
gen, so daß im Bereich der vertikalen Abstände der
Schubladen voneinander erfindungsgemäß eine erhöhte
Luftzirkulation und damit eine erhöhte Sauerstoffabgabe
an das biologisch zu reinigende Süß- oder Meerwasser
ermöglicht wird.
Als erfindungsgemäß besonders geeignete Werkstoffe für
die Filteranlage sind Kunststoffe z.B. auf der Basis
von Polyvinylchlorid, Polyäthylen, PTFE, seewasser
festes Aluminium oder Edelstahl zu nennen.
In der nachfolgenden Beschreibung wird die Erfindung
anhand einer Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen in schematischer Darstellung:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Filteranlage in Vor
deransicht,
Fig. 2 dieselbe Filteranlage in Rückansicht,
Fig. 3 einen Schnitt durch die Filteranlage,
Fig. 4 einen Schnitt durch das Zuflußventil,
Fig. 5 schematisch eine Hebelsteuerung für das Zu
flußventil,
Fig. 6 schematisch eine andere Hebelsteuerung.
Gleiche Bauteile werden in den einzelnen Figuren mit
denselben Bezugszeichen bezeichnet.
Gemäß Fig. 1 wird in einen oben offenen Behälter 1 über
einen Einlaß 2 zu filterndes Wasser aus einem nicht
dargestellten Aquarium über eine Zuflußleitung 3 und
ein Zuflußventil 4 einem Lochblech 5 zugeleitet, wel
ches als Verteiler auf einer ersten Schublade 6 mit
gelochtem Boden 7 über Abstandshalter 8 (vgl. Fig. 3)
aufliegt.
Der Einlaß 2 durchdringt abgedichtet die sonst ge
schlossene hintere Schubladenwand 9, so daß ein Aus
tritt von zu filterndem Aquarienwasser, sei es Süß
wasser oder Meerwasser, aus der Schublade nicht er
folgen kann. Die Wassermenge, die durch den Einlaß 2 in
die erste Schublade 6 einfließt, ist so bemessen, daß
bei einer völligen Benetzung von auf dem gelochten Bo
den 7 angeordneten Filtermasse 10 (vgl. Fig. 3) ein
Überschwemmen der ersten Schublade 6 nicht auftreten
kann.
Vom gelochten Boden 7 fällt das grob gefilterte Wasser
im freien Fall auf die in einer zweiten Schublade 6 auf
einem gelochten Boden 7 angeordnete Filtermasse 10. Da
zwischen der Unterkante der ersten Schublade 6 und der
Oberkante der zweiten Schublade 6 ein vertikaler Ab
stand 11 vorhanden ist, wird in diesem Bereich das frei
fallende grob gefilterte Wasser mit Sauerstoff der Luft
angereichert, so daß in der nächsten Filtermasse 10 die
biologische Reinigung verstärkt unter Einsatz von Luft
sauerstoff durchgeführt wird. Wie in Fig. 1 strichpunk
tiert dargestellt, können die Seitenwände 12, 13 im
Bereich der vertikalen Abstände 11 erfindungsgemäß
zusätzliche Öffnungen enthalten, sei es in Form von
Löchern 14 oder in Form von Schlitzen. Hierdurch wird
die Luftzirkulation innerhalb des Bereichs des freifal
lenden Wassers beachtlich erhöht. Auch kann die Rück
wand in diesen vertikalen Bereichen zusätzliche Öff
nungen aufweisen.
Die Schubladen 6 sind auf an den Seitenwänden 12, 13
angeordneten Führungsleisten 16, 16 a, 17, 17 a, 18, 18 a
gelagert und können auf diesen Leisten eingeschoben und
zur Reinigung der Filtermasse 10 unabhängig voneinander
ausgezogen werden. Beim Entfernen einer Schublade 6 zum
Reinigen der Filtermasse 10 muß der Filterbetrieb nicht
unterbrochen werden. Im geschlossenen unteren Teil 19
des Behälters 1 ist ein herausnehmbarer Behälter 20 und
eine Klarwasserkammer 21 (vgl. Fig. 3) vorgesehen.
Eine Öffnung 22 in einer Seitenwand des Behälters 1 wird
von einer Deckleiste 23 nach oben hin abgeschlossen und
unten vom geschlossenen unteren Teil 19 des Behälters 1
begrenzt. Die Schubladen 6 sind, wie oben bereits dar
gelegt, in der Öffnung 22 ein- und ausziehbar angeord
net. Eine weitere Deckleiste 24 begrenzt ebenfalls den
offenen Behälter 1 nach oben hin dient und zusammen mit
der Deckleiste 23 zur Stabilisierung des oben offenen
Behälters 1, wenn auch alle anderen Seitenwände im
Bereich der Öffnung 22 zusätzliche Öffnungen aufweisen,
beispielsweise Lochreihen 14, so daß der obere Teil des
Behälters 1 eine gestellartige Form mit Seitenstreben
25, 26, 27 und 28, gestrichelt dargestellt, annimmt.
Fig. 2 stellt eine Rückansicht des oben offenen Behäl
ters 1 dar, der mindestens in einer Seitenwand eine
Öffnung 22 trägt. An der rückwärtigen Seitenwand 30 ist
ein Rohr 31 vorgesehen, über das das gefilterte Aqua
rienwasser, sei es Süßwasser oder Meerwasser, wieder in
das Aquarium über ein Pumpaggregat 33 zurückgeführt
wird. Das Rohr 31 kann über eine Schlauchleitung 34 mit
dem Pumpaggregat 32 verbunden werden. Hierdurch ist
eine leichte Demontage des Pumpaggregats möglich, wenn
die Schlauchleitung 34 beispielsweise durch eine
Quetschverbindung unterbrochen wird. Steht der Behälter
1 der Filteranlage höher als das nicht dargestellte
Aquarium, kann das gefilterte Wasser über die Schlauch
leitung ohne Einsatz des Pumpaggregats 32 direkt zum
Aquarium zurückfließen.
An der Rückseite 30 des Behälters 1 ist ein Schwimmer
gehäuse 35 mit einem darin angeordneten Schwimmer 36
vorgesehen. Das Schwimmergehäuse ist über eine Durch
trittsöffnung 37 ebenfalls mit dem Innenraum des unte
ren geschlossenen Teils des Behälters 1 verbunden. Da
mit ist das Schwimmergehäuse 35 mit dem geschlossenen
unteren Teil 19 des Behälters 1 komunizierend ver
bunden. Bei Anstieg des Wasserspiegels im Teil 19 wird
ein Steuergestänge 38, welches mit dem Schwimmer 36
verbunden ist, angehoben und es wird hiermit, wie in
Fig. 4 näher dargestellt, die Zuflußleitung 3 mit Hilfe
des Zuflußventils 4 geschlossen. Wird die Filteranlage
oberhalb des Aquariums untergebracht und wird das Zu
flußventil 4 geschlossen, so wird über eine Bypass
leitung 39 das zuviel geförderte unfiltrierte Wasser
drucklos dem Aquarium wieder zugeführt.
In der Schnittdarstellung gemäß Fig. 3 besitzt die
dritte Schublade 6 einen teilgelochten Boden 40, durch
den eindeutig verhindert wird, daß noch zu filtrieren
des Aquariumwasser bereits unter Umgehung des heraus
nehmbaren Behälters 20 bereits in die Klarwasserkammer
21 eintritt. Der herausnehmbare Behälter 20 ist an
seiner Grundfläche ebenfalls gelocht und auf Abstands
halter 41 aufgestellt, so daß nur gefiltertes Wasser
aus dem Schlitz zwischen herausnehmbarem Behälterboden
und umschließenden Behälterboden in die Klarwasserkam
mer 21 austreten kann.
Wie im Schnitt gemäß Fig. 3 zu erkennen ist, besitzen
die dort dargestellten drei Schubladen 6 ringsum ge
schlossene Schubladenwände. Somit ist trotz nach oben
und mindestens nach einer Seite offenem Behälter die
Gewähr dafür gegeben, daß das Wasser nur durch die
Filtermasse 10 hindurchtransportiert werden kann und
hierbei durch freien Zutritt von Sauerstoff aus der
Luft biologisch gereinigt wird.
Das in Fig. 4 dargestellte Zuflußventil besteht aus
einem Gehäuse 42, in dem auf einer Achse 43 eine Ver
schlußplatte 44 drehbeweglich angeordnet ist. Wird der
Schwimmer 36 zufolge steigender Wasserhöhe im geschlos
senen Behälterbereich angehoben, wird über das Steuer
gestänge 38 die Verschlußplatte 44 ebenfalls angehoben
und legt sich mit einer Dichtplatte 45 gegen die Aus
flußöffnung der vom Aquarium kommenden Zuflußleitung 3.
Ist die Filteranlage oberhalb des Aquariums angeordnet,
ist eine zusätzliche Bypassleitung 39 an die Zuflußlei
tung angeschlossen, so daß das durch ein Pumpaggregat
hochgepumpte Wasser wieder in das Aquarium zurückflies
sen kann. Damit entsteht auch bei höher gelegener Fil
teranlage keine Überschwemmung bei Schließen des Zu
flußventils 4.
Die in Fig. 5 schematisch dargestellte Hebelsteuerung
für das Zuflußventil 4 besteht aus einem Schwimmer 36,
der mit einem Steuergestänge 38 verbunden ist. Im Be
reich der Umlenkung des Steuergestänges 38 von der
Vertikalen in die Horizontale ist erfindungsgemäß ein
alterungsbeständiger Silikonkautschukschlauch 62 vor
gesehen, mit dessen Hilfe der vertikale und der hori
zontale Bereich des Steuergestänges 38 gelenkig mitein
ander verbindbar sind, so daß über eine Haltestange 51,
die mit dem horizontalen Teil des Steuergestänges fest
verbunden ist, mittels Verschlußplatte 44 das Zufluß
rohr 3 im Zuflußventil 4 verschlossen werden kann.
Entsprechend der Schwimmerstellung wird die Verschluß
platte 44 um eine Achse 43 so verschwenkt, daß bei tief
stehendem Schwimmer 36 das Zuflußrohr 3 für den Zufluß
von zu filterndem Aquarienwasser geöffnet ist. Erreicht
der Schwimmer 36 zufolge des Wasserstandes im allseits
geschlossenen Filterbehälterbereich 19 eine Höhe von
1/3 der Höhe des Filterbehälterbereichs 19 so wird das
Zuflußrohr 3 durch Verschwenken der Verschlußplatte 44
um die Achse 43 mittels Dichtplatte 45 verschlossen.
Bei der gemäß Fig. 6 dargestellten anderen Hebelsteue
rung für das Zuflußventil 4 wird die um die Achse 43
bewegliche Verschlußplatte 44 mit ihrer Dichtplatte 45
folgendermaßen betätigt. Bei Ansteigen des Schwimmers
36 wird eine Steuerstange 46 nach oben bewegt und ver
anlaßt, einen Hebel 47 über einen ersten festen Dreh
punkt 48 aus seiner Nullage auszuwandern. Da der erste
Hebel 47 mit einem Steuerhebel 49 elastisch, beispiels
weise über eine ausziehbare Feder und gelenkig verbun
den ist, wird der Steuerhebel 49 um einen zweiten
festen Drehpunkt 50 so ausgelenkt, daß das freie Ende
des Steuerhebels 49 nach oben ausweicht. Hierdurch wird
über eine Haltestange 51 die Verschlußplatte 44 gegen
das Zuflußrohr 3 gepreßt und verhindert somit einen
weiteren Zufluß von zu filterndem Aquarienwasser.
Bei einem praktischen Ausführungsbeispiel der Erfindung
besitzt der geschlossene untere Teil des Behälters 1
ein Aufnahmevolumen, das größer als die Summe der Auf
nahmevolumina der einzelnen Filterschubladen ist. Damit
wird eindeutig eine Überschwemmung der Filteranlage
vermieden, wenn bei abgeschlossenem Zufluß gleichzeitig
der Abfluß aus der Klarwasserkammer unterbrochen wird,
obwohl im Gegensatz zu den bisher bekannt gewordenen
Filteranlagen die erfindungsgemäße Filteranlage eine
offene, Luftsauerstoff zugängliche Filteranlage ohne
Zwangsbelüftung ist.
Claims (7)
1. Filteranlage für Süß- und Seewasseraquarien, be
stehend aus einem Filtergehäuse mit Filtermasse
(10), einem Verteiler (5), einer Klarwasserkammer
(21) mit Verbindungsleitungen zwischen Aquarium
und Filteranlage für biologisch zu filterndes und
gefiltertes Wasser und einem Umwälzaggregat (32),
dadurch gekennzeichnet, daß das Filtergehäuse aus
einem oben offenen Behälter (1) mit vier Seiten
wänden, einem Behälterboden (46) besteht, wobei
mindestens eine Seitenwand in ihrem oberen Bereich
eine Öffnung (22) über ihre gesamte Breite auf
weist, daß in diesem Bereich ausziehbare Schub
laden (6) mit gelochten Böden (7 bzw. 40) für die
Filtermasse (10) vorgesehen sind, daß die oberste
Schublade (6) zusätzlich eine Verteilerplatte (5)
trägt, daß zwischen den Schubladen (6) in verti
kaler Richtung des Behälters (1) Abstände (11)
vorgesehen sind, daß im seitlich geschlossenen un
teren Teil des Behälters (1) ein herausnehmbarer
Behälter (20) mit gelochtem Boden im Abstand vom
Behälterboden (46) angeordnet ist, daß die Lochung
(40) des letzten Schubladenbodens der Öffnung des
herausnehmbaren Behälters (20) angepaßt ist, daß
neben dem herausnehmbaren Behälter (20) die Klar
wasserkammer (21) vorgesehen ist, daß die Klarwas
serkammer (21) über ein Rohr (31) mit einem Pump
aggregat (32) und mit einer Durchtrittsöffnung
(37) mit einer wasserstandsabhängigen Ventil
steuerung (35, 36, 38) verbunden ist, die ein, im
Behältereinlaß (2) angeordnetes Zuflußventil (4)
steuert.
2. Filteranlage nach Anspruch 1, deren freie Wasser
oberfläche oberhalb der freien Wasseroberfläche
des Aquariums verläuft, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Aquarium und Zuflußventil (4) eine
Pumpe vorgesehen ist, daß bei geschlossenem Zu
flußventil (4) eine Bypassleitung (39) für den
drucklosen Rücklauf des zuviel geförderten Wassers
vorgesehen ist.
3. Filteranlage nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, da
durch gekennzeichnet, daß das Zuflußventil (4) ab
hängig von der Höhe des Klarwasserspiegels über
einen Schwimmer (36) mit einem Gelenke besitzenden
Steuergestänge (38) über das Verschließen oder
Öffnen eines Zuflußrohres (3) mittels Verschluß
platte (44) geöffnet oder geschlossen wird.
4. Filteranlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß der Schaltpunkt für das Zuflußventil (4)
bei 1/3 der Höhe des allseits geschlossenen Fil
terbehälterbereiches (19) liegt.
5. Filteranlage nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der herausnehmbare
Behälter (20) und die Klarwasserkammer (21)
gleiche Grundfläche besitzen und daß der letzte
Schubladenboden (40) zur Hälfte gelocht ist.
6. Filteranlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Steuerstange (46), die mit
einem Schwimmer (36) verbunden ist mit einem Hebel
(48) beweglich verbunden ist, der in einem orts
festen Drehpunkt (47) gelagert ist, daß der Hebel
(48) elastisch mit einem Steuerhebel (49) ver
bunden ist, der in einem zweiten ortsfesten Dreh
punkt (50) gelagert ist, daß eine Haltestange (51)
beweglich mit dem Steuerhebel (49) verbunden ist,
und daß die Haltestange (51) an ihrem anderen Ende
mit einer Verschlußplatte (44) für das Verschlies
sen eines Zuflußrohres (3) im Zuflußventil (4)
verbunden ist.
7. Filteranlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schubladen (6) auf durch
bohrten Führungsleisten (16, 16 a, 17, 17 a, 18,
18 a) bewegbar sind, die im Behälter (1) angeordnet
sind.
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Publications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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1986
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