DE3638141A1 - Abwaelzfraesmaschine mit kontrollvorrichtung der zaehne des sich in bearbeitung befindlichen teils - Google Patents
Abwaelzfraesmaschine mit kontrollvorrichtung der zaehne des sich in bearbeitung befindlichen teilsInfo
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Description
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Abwälzfräs
maschine mit Kontrollvorrichtung der Zähne des sich in Bear
beitung befindlichen Teiles.
Wie bekannt ist, wird es bei der Herstellung eines Zahnrades
mit einer Abwälzfräsmaschine ziemlich oft notwendig, wenn der
Zahn erst einmal geformt ist, die Abmessungen des Zahnes
selbst zu kontrollieren, da sich Fehler ergeben können, die
zum Beispiel auf den Werkzeugwechsel und auf den Austausch
des Aufspanntisches zurückzuführen sind, sowie allgemein auch
die Gleichförmigkeit der Bearbeitung zu prüfen. Diese Kon
trolle wird heute durchgeführt, indem das sich in Bearbeitung
befindliche Teil von dem Tisch genommen und auf einem Prüf
stand befestigt wird, der normalerweise in der Nähe der Ma
schine aufgestellt ist.
Die heutigen Kontrollsysteme sehen Prüflehren oder Rollen
vor, die einen Achsabstand messen und keine universellen
Eigenschaften aufweisen.
Das die Abwälzfräsmaschine für verschiedene Zahnarten vorge
sehen ist, d.h. Geradverzahnung, Schrägverzahnung usw., muss
jedes Mal die Prüflehre oder die Rolle je nach den Werten der
eingestellten Verzahnung gewechselt werden.
Die Arbeit des erneuten Aufspannens des Teiles auf der Ab
wälzfräsmaschine erfordert ausserdem einen erheblichen Zeit
verlust.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist der, die Kontrolle der
Zähne des sich in Bearbeitung befindlichen Teiles direkt auf
der Abwälzfräsmaschine durchführen zu können, ohne das Teil
von der Maschine selbst abnehmen zu müssen.
Weiterer Zweck der vorliegenden Erfindung ist der, an einer
Abwälzfräsmaschine eine universelle Vorrichtung vorzusehen,
die jede beliebige zylindrische oder schräge Verzahnungsart
kontrollieren kann.
Diese und weitere Zwecke werden erreicht durch die Abwälz
fräsmaschine, die Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist
und dadurch gekennzeichnet wird, dass sie eine Sonde mit ei
nem Kontaktfühler enthält, die in eine auf dem Wälzfräskopf
montierte Halterung eingesetzt ist, wobei die genannte Halte
rung in der Lage ist, sich aus einer Position, in der sich
die genannte Sonde entfernt von dem Arbeitsbereich des Wälz
fräsers befindet, in eine Position zu verschieben, in der
sich die genannte Sonde entsprechend zu einer Ebene befindet,
auf welcher der Teilkreisdurchmesser der Zähne des sich in
Bearbeitung befindlichen Teiles liegt, und wobei sich die ge
nannte Ebene auf der Höhe der Zähne befindet.
Diese und weitere Eigenschaften gehen deutlicher aus der
nachstehenden Beschreibung einer vorgezogenen, jedoch nicht
ausschliesslichen Verwirklichungsform hervor, die rein als
Beispiel und nicht begrenzend in den beiliegenden Zeichnungen
dargestellt ist, von denen
- - Abb. 1 in perspektivischer Ansicht eine Abwälzfräsmaschine in ihrer Gesamtheit zeigt, und zwar mit der in dem Wälzfräs kopf angeordneten Kontrollvorrichtung der Zähne;
- - Abb. 2 zeigt die Kontrollvorrichtung der Zähne des sich in Bearbeitung befindlichen Teiles in einer seitlichen Ansicht im Schnitt und in Ruhestellung;
- - Abb. 3 zeigt die Kontrollvorrichtung der Zähne des sich in Bearbeitung befindlichen Teiles in der gleichen Darstellung wie in Abbildung 2, aber in der an das zu kontrollierende Teil angenäherten Position;
- - Abb. 4, 5 und 6 zeigen in schematischen Plandarstellungen die Kontrollvorrichtung während der verschiedenen Kontroll phasen an dem Teil.
Unter Bezugnahme auf die Abbildung 1 ist mit 1 eine Verzah
nungsmaschine vom Typ enthaltend ein Wälzfräswerkzeug 2 be
zeichnet, die mit einer Welle 3 versehen ist, welche eine
Drehbewegung ausführt.
Die Welle 3 ist mit einem Antriebskopf 3 a verbunden, der sei
nerseits mit einem Wälzfräskopf 4 gekoppelt ist. Der An
triebskopf 3 ist mit den bekannten Führungen für die Ver
schiebungen nach der Achse Y versehen, während sich der Wälz
fräskopf 4 nach der vertikalen Achse X verschieben und sich
um die eigene Mittelachse drehen kann.
Ausserdem wird der Wälzfräskopf durch einen Ständer 30 ge
stützt, der sich nach der Achse X rechtwinklig zu der Ver
schiebeachse Y des Antriebskopfes 3 a verschieben kann.
Unter dem Wälzfräskopf befindet sich ein Tisch 5, auf das zu
verzahnende Teil 6 aufgespannt und während der Bearbeitung
durch einen Reitstock 7 zentriert gehalten wird. Wie bekannt
ist dreht sich der Tisch 5 um seine eigene vertikale Achse.
Alle oben beschriebenen Bewegungen werden durch eine numeri
sche Steuerung, die in einem Schrank 8 angeordnet ist, kon
trolliert, und zwar nach einem bestimmten Programm je nach
der Art der Verzahnung.
Wie deutlicher aus den Abbildungen 2 und 3 hervorgeht, ist
mit 9 eine Kontrollvorrichtung der Zähne des sich in Bearbei
tung befindlichen Teiles 6 bezeichnet.
Die Kontrollvorrichtung 9 besteht aus einer Sonde 10 mit ei
nem Kontaktfühler, wie zum Beispiel das Modell TP5 der Firma
Renishaw. Die Sonde 10 ist an einer Halterung befestigt, die
aus einem Schaft 11 eines Hydraulik- oder Druckluftzylinders
12 besteht, versehen mit einer Öl- oder Luftzufuhr 13 und 14
zum wechselweisen Verschieben eines mit dem Schaft 11 verbun
denen Kolbens 15. Der Schaft 11 weist eine durchgehende axia
le Bohrung 16 auf, durch welche die Kabel 17 laufen, die an
die numerische Steuerung 8 angeschlossen sind.
Der Hydraulik- oder Druckluftzylinder 12 hat an seinem unte
ren Ende eine Führung 18, die sich in eine entsprechende
Schlittenführung 19 einfügt, welche fest mit dem Wälzfräskopf
4 verbunden ist und zur Einstellung der Position der gesamten
Kontrollvorrichtung im Verhältnis zu dem Wälzfräswerkzeug und
im Verhältnis zu dem Tisch 5 dient. An dem Hydraulikzylinder
12 sind ebenfalls zwei Mikroschalter 20 und 21 zur Kontrolle
des Hubes des Schaftes 11 vorgesehen. Um die Umdrehung des
Kolbens 11 zu vermeiden, wird weiter ein Keil 25 vorgesehen,
der in der Vertiefung einer Abdeckung 26 geführt wird. Es
wird nun der Betrieb der Kontollvorrichtung des sich in Bear
beitung befindlichen Teiles beschrieben. In der Arbeitsphase
des Wälzfräswerkzeuges wie in Abb. 2, befindet sich die
Sonde 10 mit dem Kontaktfühler in einer von dem Arbeitsbe
reich entfernten Position, geschützt durch den Zylinder 12
und die Führung 18. Nach Beendigung der Verzahnung des sich
in Bearbeitung befindlichen Teiles verschiebt sich der Wälz
fräser entlang der Achse X, wobei er sich von dem sich in Be
arbeitung befindlichen Teil um einen solchen Abstand ent
fernt, der es dem Schaft 11 ermöglicht, die Sonde 10 in eine
Position zu bringen - dargestellt in Abb. 3 -, die auf der
Ebene liegt, auf der sich auch der Teilkreisdurchmesser der
Zähne des sich in Bearbeitung befindlichen Teiles befindet.
Der Wälzfräskopf und folglich die Sonde 10 werden in Richtung
des sich in Bearbeitung befindlichen Teiles verschoben, wobei
sie sich auf der Achse X bewegen, bis die genannte Sonde 10
den Teilkreisdurchmesser 22 des zu kontrollierenden Teiles
schneidet, wie es in der Abb. 4 dargestellt ist.
An diesem Punkt schaltet sich die Umdrehung des Wälzfräswerk
zeuges ein, wobei auch die Mittel für die Umdrehungssynchro
nisierung des Tisches 5 eingeschaltet sind, die von bekannter
Art und hier nicht dargestellt sind, so dass die Sonde 10 ge
gen die rechte Seite eines Zahnes 23 des zu kontrollierenden
Teiles geführt wird, wie in Abb. 6 dargestellt.
Sobald die Sonde von ausgesprochener Empfindlichkeit auf die
Seite des Zahnes stösst, erfolgt das Anhalten der Umdrehung
des Wälzfräswerkzeuges und gleichzeitig nimmt die numerische
Steuerung die Ablesung und die Speicherung des Wertes des von
der Achse des Wälzfräswerkzeuges ausgeführten Winkels vor. An
diesem Punkt schaltet die Umdrehung des Wälzfräswerkzeuges
um, wobei immer die obengenannten Synchronisiermittel einge
schaltet bleiben, so dass die Sonde 10 gegen die linke Seite
eines anschliessenden Zahnes 24 geführt wird, wie in Abb.
5 gezeigt ist.
Sobald der Kontakt der Sonde mit der Seite des Zahnes statt
findet, erfolgt das unverzügliche Anhalten des Wälzfräsers,
die Ablesung und Speicherung des Wertes des Umdrehungswinkels
des Wälzfräsers, wobei stets die numerische Steuerung verwen
det wird, die automatisch einen Vergleich des eingegebenen
Winkelwertes mit dem gemessenen vornimmt.
Im Falle der Gleichheit zwischen den Werten oder einer Abwei
chung, die innerhalb der eingegebenen Toleranzen liegt, er
folgt das Zurückziehen der Sonde in die Ruhestellung und der
Rücklauf des Wälzfräsers in die Ausgangsposition. Für den
Fall, dass die verglichenen Werte eine Abweichung ergeben,
die ausserhalb der zulässigen Toleranz liegt, kann, wenn die
genannte Abweichung positiv ist, eine automatische Korrektur
der Verzahnungswerte vorgenommen werden, ohne dass das Teil
von dem Tisch abgenommen werden muss. Die genannte Korrektur
kann automatisch durch die numerische Steuerung vorgenommen
werden.
Wie man sich vorstellen kann, kann die Winkelmessung auch
vorgenommen werden, indem die Sonde an die rechte oder linke
Seiter desselben Zahnes herangeführt wird.
Es ist klar, dass es mit der oben beschriebenen Vorrichtung
möglich ist, die Kontrolle jeder beliebigen Verzahnungsart
vorzunehmen, ob Gerad- oder Schrägverzahnung, ohne Teile der
Sonde austauschen zu müssen.
Natürlich kann die Sonde von jeder beliebigen Art sein, die
heute im Handel verfügbar ist, ohne deshalb aus dem Schutzbe
reich der Ansprüche herauszugehen.
Claims (3)
1. Abwälzfräsmaschine mit Kontrollvorrichtung der Zähne des
sich in Bearbeitung befindlichen Teiles, dadurch gekennzeich
net, dass sie eine Sonde 10 mit einem Kontaktfühler enthält,
die in eine auf dem Wälzfräskopf 4 montierte Halterung 11
eingesetzt ist, wobei die genannte Halterung 11 in der Lage
ist, sich aus einer Position, in der sich die genannte Sonde
10 entfernt von dem Arbeitsbereich des Wälzfräsers 2 befin
det, in eine Position zu verschieben, in der sich die genann
te Sonde 10 entsprechend zu einer Ebene befindet, auf welcher
der Teilkreisdurchmesser 22 der Zähne 23, 24 des sich in Be
arbeitung befindlichen Teiles liegt, und wobei sich die ge
nannte Ebene auf der Höhe der Zähne befindet.
2. Abwälzfräsmaschine nach Patentanspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Halterung 11, in die die Sonde 10 ein
gesetzt ist, im wesentlichen aus dem Schaft eines Druckluft-
oder Hydraulikzylinders 12 besteht, der eine axiale Bohrung
16 aufweist, um ein Kabel 17 zur Verbindung der Sonde mit ei
ner numerischen Steuereinheit 8 aufzunehmen, die in den elek
trischen Steuerkreis für die bekannten Verschiebemittel ein
gesetzt ist.
3. Abwälzfräsmaschine nach Patentanspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Halterung 11 eine Führung 18 enthält,
die auf einer entsprechenden, fest an dem Wälzfräskopf 4 an
gebrachten Führung 19 gleitet, und zwar zur Positionierung
der Halterung selbst im Verhältnis zu dem Wälzfräser 2.
Priority Applications (2)
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ID=6313500
Family Applications (1)
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