DE3636008A1 - Elektrische maschine mit einer in ganztraenktechnik hergestellten statorwicklung - Google Patents
Elektrische maschine mit einer in ganztraenktechnik hergestellten statorwicklungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Maschine
mit einer in Ganztränktechnik hergestellten Statorwick
lung gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Wicklungen und Verfahren zu deren Herstellung dieser
Art sind z. B. aus dem von H. Sequenz herausgegebenen
Buch "Herstellung der Wicklungen elektrischer Maschinen"
Springer Verlag Wien-New-York 1973, S. 153, aus der Pub
likation "Micadur-Compact Kunstharz-Isolierung für mittle
re Hochspannungsmaschinen" der BBC Aktiengesellschaft
Brown, Boveri & Cie., Baden (Schweiz) - No. 3889, oder
auch der DE-PS 25 38 702 bekannt.
Beim Bekannten werden die aus mehreren isolierten Drähten
(Windungen) aufgebauten Spulen oder die Stäbe auf die
richtige Form gebracht, in ihrem Nutteil verklebt und
mit einem kombinierten Glasseide-Feinglimmer-Band, der
Hauptisolierung, fortlaufend auf der ganzen Länge mehr
fach umwickelt. Dank der Verwendung des gleichen Bandes
für die ganze Spulenlänge entsteht eine gleichmässige
Spulenisolierung. Die fertigen Spulen werden unimprägniert
(trocken), wenn nötig mit einem Glimmschutzbelag versehen,
in das Eisenpaket eingelegt, zusammengeschaltet und die
Nuten mit Keilen verschlossen.
Die Wickelkopfabstützung ist mit endlosen, saugfähigen
Glasfaserbandagen bzw. -dochten ausgeführt. Durch Trocknen
wird der Wicklung die letzte Feuchtigkeit entzogen und
dann das ganze Magnetblechpaket mit Wicklung in ein Im
prägniergefäss eingesetzt und nach einem Vakuumprozess
mit einem Epoxidharz imprägniert. Eine abschliessende
Druckbehandlung unterstützt das Eindringen des Harzes in
alle Isolierungsteile und Abstützelemente. Dann schliesst
sich eine Aushärteperiode bei erhöhter Temperatur an.
Die nach dem oben beschriebenen Verfahren hergestellten
Wicklungen zeichnen sich insbesondere durch folgende
Eigenschaften aus:
Hohe mechanische Festigkeit, gleichmässige Spannungs
festigkeit und gute dielektrische Eigenschaften, hohe
thermische Belastbarkeit, Unempfindlichkeit gegenüber
Feuchtigkeit, Oel, sonstigen Verunreinigungen, Einwir
kung radioaktiver Strahlung und hohe Betriebssicherheit.
Bei Anwendung dieser Technologie auf Maschinen mit grösse
rer Leistung konnten nun einige Nachteile festgestellt
werden, die zu Wicklungsfehlern im Betrieb führen können,
wenn keine entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Mit zunehmender Maschinenleistung bzw. Nennspannung ver
längern sich die Magnetblechkörper- sowie Kupferleiter
längen. Bei Erwärmung/Abkühlung der Maschine entstehen
grosse Dehnungsdifferenzen, die nicht mehr sicher von
den Verklebungsstellen Magnetblechpaket/Isolierung resp.
Isolierung/Kupferleiter aufgenommen werden können. Die
Folgen sind lokale Abrisse und Lockerungen.
Mit steigenden Maschinenleistungen erhöhen sich zudem
die anregenden, hauptsächlich in radialer Richtung wir
kenden Stromkräfte in den Leitern in den Blechpaket-Nuten,
so dass diese nach anfänglicher Lockerung mit doppelter
Netzfrequenz vibrieren können. Die Folge ist eine mecha
nische Zerstörung der Hauptisolierung, die schlussendlich
zum Ausfall der Maschine führen kann.
Der geeigneten Ausbildung der Nutfüllung kommt daher
bei zunehmender Maschinenleistung grösste Bedeutung zu.
Eine mögliche Lösung des Problems ist Gegenstand der
DE-OS 22 01 346, welche eine elektrische Maschine be
trifft, bei der die in Nuten des Blechpaketes angeordne
ten isolierten Wicklungsstäbe durch eine insbesondere
leitfahige Teilchen enthaltende Beilage aus harzgetränk
ten Faserstoffen zwischen den Seitenwänden der Nut und
den Wicklungsstäben, in ihrer Lage festgelegt sind. Eine
axiale Bewegung der Beilage infolge Temperaturwechsel
der Maschine wird dadurch vermieden, dass die den iso
lierten Wicklungsstäben zugewandten Oberfläche der Beilage
einen kleineren Reibungskoeffizienten aufweist als die
der Seitenwand der Nut zugewandte Oberfläche.
Die Reibung der Beilage an der Oberfläche der isolierten
Wicklungsstabe ist also wesentlich geringer als die ge
genüber der an sich bereits durch die Toleranzen der
einzelnen Bleche wesentlich rauheren Seitenwand der Nut.
Man vermeidet somit ein Anhaften der Beilage an der Ober
fläche der isolierten Wicklungsstäbe, insbesondere wenn
diese während der Perioden der grössten Erwärmung erhitzt
sind und gegen die Beilage drücken, was zu einer Mit
nahme der Beilage während der Längenänderung der Wick
lungsstäbe und schliesslich zu einem Austreiben der Bei
lage aus der Nut geführt hatte. Die Beilage behält somit
in der Nut auch während der zahlreichen Wärmewechsel
ihre axiale Lage unverändert bei, während sich die Wick
lungsstäbe axial frei bewegen. Dadurch wird auch eine
Beschädigung der Isolierung der Wicklungsstäbe vermieden.
Dieser Aufbau eignet sich jedoch nicht für ganzgetränkte
Wicklungen, weil beim Imprägnierprozess die gesamte Nut
füllung aus Wicklung und Beilage in der Nut verklebt.
Ausgehend vom geschilderten Stand der Technik liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde eine Statorwicklung zu
schaffen, die eine axiale Ausdehnung der Wicklungsstäbe
ermöglicht, ohne dass Delaminierungen innerhalb der Iso
lierung oder zwischen Isolierung und Leiterbündel auf
treten und bei der alle zur mechanischen Abstützung be
nötigten Teile fest verklebt bleiben.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die in den Patent
ansprüchen gekennzeichnete Erfindung.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung der Wicklung sind
die Wicklungsstäbe in radialer Richtung sicher gehalten,
andererseits können sich die Wicklungsstäbe in axialer
Richtung in der Nut frei ausdehnen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeich
nung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 einen Querschnitt durch die in der Nut eines
Statorblechkörpers liegenden Statorwicklungs
stäbe einer elektrischen Maschine,
Fig. 2 einen Längsschnitt der Nutfüllung gemäss Fig. 1
längs deren Linie AA in der Höhe der Zwischen
lage,
Fig. 3 eine Abwandlung von Fig. 1 mit einer als Mittel
keil ausgebildeten Zwischenlage.
In Fig. 1 ist in Nuten im Statorblechkörper 1 eines gas
gekühlten Turbogenerators ein Unterstab 2 und ein Ober
stab 3 angeordnet, welche durch eine Zwischenlage 4 aus
glasfaserverstarktem Kunstharz getrennt sind. Die Nut
ist durch einen Nutkeil 5 aus glasfaserverstärktem Kunst
stoff verschlossen. Zwischen dem Nutkeil 5 und dem Ober
stab 3 ist eine Keilunterlage 6 aus ebenfalls glasfaser
verstärktem Material angeordnet.
Unter- und Oberstab 2, 3 sind im Prinzip in klassischer
Weise aufgebaut. Jeder Stab besteht aus einer Vielzahl
von gegeneinander isolierten Teilleitern 7, die im Bei
spielsfall nach dem Roebel-Prinzip verdrillt sind. Das
Teilleiterbündel ist von einer für das Tränkharz durch
lässigen Hauptisolierung 8 umgeben, dessen äussere Ober
fläche allseits mit einem Aussen- bzw. Nutglimmschutz
(nicht dargestellt) versehen ist.
Die derart aufgebauten Wicklungsstäbe 2, 3 sind erfin
dungsgemäss im Eisenteil des Stators allseits von einem
Gleitbelag 9 umgeben. Dieser Gleitbelag 9 kann bahnen
förmig in Stablängsrichtung mit oder ohne Ueberlappung
um den mit der Hauptisolierung 8 versehenen Stab herum
geschlagen sein oder in Bandform mit oder ohne Ueber
lappung um den Stab gewickelt sein. Der Gleitbelag 9 be
steht aus Glasfasergewebe oder Glasvlies, das mit einem
leitende Füllstoffe enthaltenden Silikonharz, z. B. Gra
phit-Pulver oder dergl., getränkt ist, welches die elek
trische Leitfähigkeit des Gleitbelages bestimmt, wobei
der Oberflächenwiderstand in der Grössenordnung 1 ... 25
kΩ pro Flächeneinheit betragen soll.
Der Gleitbelag 9 wird im trockenen Zustand also bei aus
gehärtetem Silikonharz appliziert und das so vorbereitete
Unterstabbündel 2 trocken in die Nut eingelegt.
Danach wird die Zwischenlage 4 eingelegt, das in gleicher
Weise aufgebaute Oberstabbündel 3 und die Keilunterlage
6 in die Nut eingelegt. Schliesslich wird die Nut durch
den Nutkeil 5 verschlossen. Nachdem die Wicklung fertig
verschaltet, im Wickelkopf distanziert und verschnürt
ist, wird der Stator als Ganzes mit Tränkharz auf Epoxid
oder Polyesterbasis imprägniert. Einzelheiten dieser
Technologie sind in der einschlägigen Literatur, insbe
sondere in der eingangs genannten Firmenschrift "MICADUR
Compact ..." ausführlich beschrieben. Dabei dringt das
Tränkharz von beiden Statorstirnseiten her in den Stab
verband ein und füllt dabei alle Spalte und Hohlräume,
auch die (mit 10 bezeichneten) Hohlräume an den Kröpfungs
stellen der Teilleiter 7, aus. Bei der Aushärtung des
Tränkharzes verkleben die Nutkeile 5 mit dem Statoreisen,
gleichfalls die Zwischenlagen 4. Eine Verklebung des
Gleitbelages 9 mit der Hauptisolierung 8 wird jedoch
wegen der unterschiedlichen Tränkharzbasis (Silikonharz
im Gleitbelag 9 einerseits - Epoxy- oder Polyesterharz
im übrigen Isoliersystem) jedoch nicht statt. Auf diese
Weise sind die Stäbe 2, 3 in radialer Richtung sicher
gehalten, die fest mit den Nutseitenwänden verklebte
Zwischenlage 4 übernimmt dabei einen Teil dieser Kräfte.
Andererseits können sich die Stäbe in axialer Richtung
in der Nut ausdehnen, ohne dass Delaminierungen inner
halb der Isolierung oder zwischen Isolierung und Teil
leiterbündel auftreten.
Durch eine spezielle Gestaltung der Zwischenlage 4 bzw.
der an sie angrenzenden Nutpartie lässt sich die Abstütz
funktion der Zwischenlage weiter verbessern.
Bei praktisch allen grösseren Maschinentypen ist der
Statorblechkörper 1 in Axialrichtung in Teilblechpakete
(1 a, 1 b, 1 c, 1 d, Fig. 2) unterteilt, die voneinander
distanziert sind. Diese Distanzen bilden radiale Kühl
schlitze 11 zur Zu- und/oder Abfuhr des Kühlgases in
und/oder aus dem Maschinenluftspalt und zur Kühlung der
Statorwicklung. Bei derartigen Maschinentypen ist es
vorteilhaft, die Zwischenlagen mit seitlichen, buckel
oder leistenförmigen Vorsprüngen 12 zu versehen, welche
in die Kühlschlitze 11 eingreifen. Die Zwischenlagen 4
können einstückig, also so lange wie der Statorblech
körper 1 oder, wie in Fig. 2 durch die strichlierte Linie
angedeutet auch in Längsrichtung unterteilt sein, wobei
die Trennstelle vorzugsweise zwischen zwei benachbarten
Kühlschlitzen 11 zu legen ist.
Eine zwar gegenüber der Ausführungsform nach Fig. 2 auf
wendigere, aber noch effektivere radiale Abstützung des
Unterstabes 2 lässt sich erzielen, wenn gemäss Fig. 3
die Zwischenlagen richtiggehend als Mittelkeil 4′ aus
gebildet sind. Zu diesem Zweck sind in beiden Nutseiten
wänden Nuten 13 mit Dreieck-Querschnitt eingebracht,
in welche die Mittelkeile 4′ von den Statorstirnseiten
her eingeschoben sind. Die Keilform kann dabei derjenigen
des Nutkeils 5 entsprechen.
Die Variante gemäss Fig. 3 lässt sich selbstverständlich
sowohl bei Maschinen mit als auch ohne Kühlschlitze an
wenden.
Die Form der Zwischenlage 4 bzw. des Mittelkeils 4′ kann
den jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden, und zwar
hinsichtlich Querschnitt und Anzahl der Vorsprünge 12,
z. B. nur ein Vorsprung in jedem zweiten Kühlschlitz.
Die erfindungsgemässe Ausführung der Statorwicklung be
dingt zwar insbesondere bei grossen Eisenlängen längere
Imprägnierungszeiten, um eine vollständige Imprägnierung
des Stabverbandes im maschinenmittigen Bereich sicher
zustellen, doch wird dies durch die höhere Lebensdauer
der Isolierung weit mehr als wettgemacht. Darüber hinaus
ermöglicht es die Erfindung erstmals, Statorwicklungen
von Maschinen mit Eisenlängen bis zu 6 m überhaupt nach
dem Ganztränkverfahren herzustellen.
Claims (7)
1. Elektrische Maschine mit einer in Ganztränktechnik
hergestellten Statorwicklung, die aus gegeneinander
isolierten Teilleitern (7) besteht, die zu Wicklungs
stäben (2, 3) zusammengefasst und von einer Hauptiso
lierung (8) umgeben in Nuten am Statorblechkörper
(1) angeordnet und von Nutkeilen (5) in radialer Rich
tung fixiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die
Wicklungsstäbe (2, 3) allseitig von einem Gleitbelag
(9) umgeben sind, der nach Imprägnierung und Aushär
tung des Tränkharzes keine Klebeverbindung mit der
Hauptisolierung (8) aufweist, während die Nutkeile
(5) fest mit dem Statorblechkörper (1) verklebt sind.
2. Elektrische Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Gleitbelag (9) aus band- oder bah
nenformigem Vlies oder Gewebe besteht, welches mit
einem Harz getränkt ist, das leitende Füllstoffe zur
Erzielung der erforderlichen elektrischen Leitfähig
keit des Gleitbelages enthält.
3. Elektrische Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Gleitbelag aus Glasfaservlies oder
-gewebe besteht, das mit Silikonharz, dem leitende
Füllstoffe beigemengt sind, getränkt ist.
4. Elektrische Maschine nach einem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer
Unter (2)- und Oberstab (3) umfassenden Statorwick
lung zwischen den beiden Stäben (2, 3) eine mit dem
Magnetblechpaket (1) verklebte Zwischenlage (4; 4′)
aus Isoliermaterial angeordnet ist.
5. Elektrische Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Zwischenlage in Form eines Nutkeils
(4′) ausgebildet ist, der in Nuten (13) in der Nut
seitenwand eingreift und dort verklebt ist (Fig. 3).
6. Elektrische Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Zwischenlage (4) mit seitlichen
Vorsprüngen (12) versehen ist, welche in radiale Kühl
schlitze (11) im Statorblechkörper (1) eingreifen
(Fig. 2).
7. Elektrische Maschine nach einem der Ansprüche 4, 5
oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischen
lagen (4; 4′) elektrisch leitende Oberflächen auf
weisen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH527985 | 1985-12-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3636008A1 true DE3636008A1 (de) | 1987-06-19 |
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ID=4290937
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| DE19863636008 Withdrawn DE3636008A1 (de) | 1985-12-11 | 1986-10-23 | Elektrische maschine mit einer in ganztraenktechnik hergestellten statorwicklung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: BBC BROWN BOVERI AG, BADEN, AARGAU, CH |
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| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: DERZEIT KEIN VERTRETER BESTELLT |
|
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: RUPPRECHT, K., DIPL.-ING., PAT.-ANW., 6242 KRONBER |
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |