Die Erfindung betrifft eine Austragvorrichtung für
fließfähige Medien, insbesondere einen Zerstäuber, mit
einem an einem Gehäuse vorgesehenen Medienspeicher mit
Schubkolbenpumpe, die einen an einer Kolbenlaufbahn
eines Pumpenzylinders zwischen einer Ausgangslage und
einer Pumphub-Endlage verschiebbar geführten Pumpkolben
sowie eine durch den Pumpenzylinder gebildete, mit einer
Austragöffnung der Vorrichtung über einen Auslaßkanal
verbundene Pumpenkammer in Form einer das Austragvolumen
je vollem Pumphub bestimmenden Dosierkammer aufweist.
Bekannte Austragvorrichtungen dieser Art weisen einen
räumlich von der Pumpenkammer getrennten Medienspeicher
auf, der über einen Einlaßkanal mit in der Regel einge
schaltetem Einlaßventil an die Pumpenkammer angeschlos
sen ist und beim Rückhub des Pumpkolbens Medium in die
Pumpenkammer abgibt. Dies macht solche Austragvorrich
tungen ungeeignet für diejenigen Anwendungsfälle, in
welchen, ähnlich wie im Falle einer medizinischen Ein
mal-Spritze, nur eine einzige Charge eines beispiels
weise pharmazeutischen Mediums ausgebracht und danach
die Austragvorrichtung, beispielsweise aus hygienischen,
therapeutischen oder sicherheitstechnischen Gründen
nicht mehr verwendet, sondern weggeworfen werden soll.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Austrag
vorrichtung für fließfähige Medien, insbesondere einen
Zerstäuber zu schaffen, die so ausgelegt ist, daß sie
für nur einen einzigen einmaligen Gebrauch geeignet ist,
daß nach dem Gebrauch möglichst wenig Restmedium in ihr
verbleibt und daß sie im Hinblick auf den nur einmaligen
Gebrauch besonders einfach im Aufbau sowie herzustellen
ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Austragvorrichtung der ein
gangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß der gesamte Medienspeicher der Vorrichtung durch die
Pumpenkammer gebildet ist und daß das Speichervolumen
dieses Medienspeichers etwa einem einzigen Austrag
volumen entspricht. Der die Pumpenkammer umschließende
Pumpenzylinder ist also außer in dem Bereich, in welchem
der Auslaßkanal an ihn angeschlossen ist bzw. in dem der
Pumpkolben einzusetzen ist, dicht geschlossen, so daß er
als sehr einfacher Baukörper aus Kunststoff o.dgl. her
gestellt werden kann. Da die gesamte, in der Austragvor
richtung gespeicherte Menge an Medium von Anfang an in
der Pumpenkammer bzw. im Pumpenzylinder vorgesehen ist,
kann auch auf einfache Weise sicher erreicht werden, daß
bei dem einzigen Pumphub die gesamte gespeicherte Me
dienmenge ausgetragen wird.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ist es möglich,
auf ein Zylindergehäuse mit gesondertem Zylinderdeckel
zu verzichten, da der Pumpenzylinder an seinem offenen
Ende unmittelbar durch das Hauptgehäuse der Austragvor
richtung abgedeckt bzw. verschlossen sein kann. Der Pum
penzylinder kann daher als frei zugänglich liegender
Teil unmittelbar so am beispielsweise bodenseitig offe
nen und ansonsten im wesentlichen einteilig ausgebilde
ten Gehäuse gelagert sein, daß er zur Durchführung des
Pumphubes von Hand aus seiner Ausgangslage weiter über
den Pumpkolben geschoben werden kann und hierbei gleich
zeitig nach Art eines Betätigungs-Druckknopfes wirkt.
Liegt dieser Betätigungs-Druckknopf in Ausgangslage,
also vor der einmaligen Benutzung der Austragvorrich
tung, vollständig innerhalb des Gehäuses, d.h. zweckmä
ßig gegenüber der offenen Seite des Gehäuses wenigstens
geringfügig zurückversetzt, so ist er einerseits für die
Betätigung gut zugänglich und andererseits vor verse
hentlicher Betätigung oder anderen mechanischen Be
lastungen geschützt. Da der geschlossene Pumpenzylinder
nur zum Auslaßkanal hin offen ist, kehrt er nach seiner
Betätigung auch nicht in seine Ausgangslage zurück, son
dern verbleibt in der Pumphub-Endstellung, so daß er
gleichzeitig eine Anzeigevorrichtung bildet, anhand wel
cher der Benutzungszustand der Austragvorrichtung ein
deutig erkannt werden kann. Zum leichteren Erkennen kann
im Mantel des Gehäuses ein Einblick auf den Pumpenzy
linder gebender Fensterausschnitt vorgesehen sein, der
zweckmäßig gleichzeitig als Daumen-Eingriffsöffnung für
die Betätigung der Austragvorrichtung ausgebildet ist.
Die dem Betätigungs-Druckknopf gegenüberliegende Hand
habe zur Gegenhalterung der Austragvorrichtung gegen den
Betätigungsdruck ist zur Erzielung einer Einhand-Bedie
nung zweckmäßig durch ein Fingerschild gebildet, welches
entgegengesetzt ausragende Fingeranlageflächen beider
seits benachbart zur Mittelachse der Schubkolbenpumpe
aufweist, so daß an ihnen der Zeige- und der Mittelfin
ger der Hand abgestützt werden können, deren Daumen am
Druckknopf anliegt. Dadurch kann die Austragvorrichtung
bei der Betätigung sehr sicher gehalten und genau ge
führt werden, was beispielsweise beim Austragen von ent
sprechenden Pharmazeutika in eine Nasenöffnung wichtig
ist. Durch die beschriebene Ausbildung kann die Austrag
vorrichtung extrem klein gestaltet werden, beispiels
weise größte Ausdehnungen von weniger als 5 cm haben.
Bei einer besonders vorteilhaften Weiterbildung des Er
findungsgegenstandes sind die vom Medium gefüllten bzw.
zu durchströmenden Hohlräume der Austragvorrichtung
zweckmäßig luftdicht nach außen verschlossen, wobei die
se Räume zweckmäßig bis zu dem Verschluß vollständig vom
Medium, also ohne jegliche Lufteinschlüsse gefüllt sind.
Der Verschluß kann durch ein nur bei Überdruck in der
Pumpenkammer öffnendes und ansonsten dichtschließendes
Auslaß-Ventil, insbesondere ein Kugelschlauchventil ge
mäß der DE-OS 29 02 624 gebildet sein, auf die hier we
gen weiterer Einzelheiten, insbesondere hinsichtlich des
einfachen und sicher funktionierenden Aufbaues, Bezug
genommen wird. Es ist aber auch denkbar, den Auslaßkanal
bzw. die Austragöffnung durch einen nach dem Öffnen
nicht mehr schließenden Verschluß luftdicht zu ver
schließen, der zweckmäßig so ausgebildet ist, daß er bei
Erreichen eines bestimmten Überdruckes auf seiner der
Pumpenkammer zugehörigen Seite, beispielsweise unter
Zerstörung bzw. Rißbildung, öffnet; ein solcher, ein
Sollbruchglied darstellender bzw. über mindestens ein
Sollbruchglied in Schließlage gehaltener Verschluß
könnte beispielsweise durch eine Membran gebildet sein.
Damit beim einmaligen Pumphub nach Möglichkeit weitest
gehend die gesamte gespeicherte Menge an Medium ausge
tragen wird, ist zweckmäßig in der Pumpenkammer ein Ver
drängungskörper vorgesehen, der in Pumphub-Endstellung
weit, vorzugsweise wenigstens annähernd bis an den Ver
schluß, in den Auslaßkanal ragt und diesen dabei bis auf
Strömungsschlitze bzw. -kanülen nahezu vollständig aus
füllt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann die Austrag
vorrichtung so ausgebildet sein, daß der zugehörige Me
dienspeicher erst unmittelbar vor der Benutzung aufge
setzt wird. Er kann z.B. mit einem Schraubdeckel ver
schlossen sein, der vom Benutzer geöffnet wird. Dieser
die Pumpenkammer bildende Behälter wird dann auf den
Kolben geschoben, führt sich daran, vorzugsweise an meh
reren in Abstand voneinander befindlichen Kolbenlippen,
und kann unmittelbar zur Ausbringung oder Zerstäubung
niedergedrückt werden. Vorteilhaft ist dabei, wenn der
Auslaßkanal ein möglichst geringes Volumen hat, um mög
lichst wenig der Behälterflüssigkeit zu verlieren. Ein
Ventil ist auch bei dieser Ausführung nicht zwingend
nötig. Der Medienspeicher bzw. Behälter kann nach dem
Versprühen seines Inhaltes wieder abgezogen und ggf.
durch einen neuen ersetzt werden.
Eine weitere bevorzugte Ausführung besteht darin, daß
zusätzlich oder vorzugsweise statt eines Auslaßventils
im Auslaßkanal ein Verschlußelement vorgesehen ist, das
beispielsweise durch eine Membran oder Haut gebildet
wird, die z.B. beim Spritzgießen innerhalb des Aus
laßkanals einstückig mit dem entsprechenden Teil, einem
Einsatz oder im Gehäuse erzeugt werden kann. Diese
Membran kann durch den entstehenden Flüssigkeitsdruck
und/oder durch einen mechanischen Stößel beim Betätigen
der Austragvorrichtung zerstört werden und gibt dann den
Auslaßkanal frei. Auf diese Weise ist das im Behälter
befindliche Medium gegen die Atmosphäre abgeschirmt und
kann weder austrocknen noch kontaminiert werden.
Diese und weitere Merkmale von bevorzugten Weiterbildun
gen der Erfindung gehen auch aus der Beschreibung und
den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale
jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von
Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfin
dung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein können.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnun
gen dargestellt und werden im folgenden näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Austragvorrichtung in
Ansicht und natürlicher Größe;
Fig. 2 die Austragvorrichtung gemäß Fig. 1 im
Axialschnitt und in vergrößerter Darstel
lung;
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Austragvorrichtung
gemäß Fig. 1, jedoch bei abgenommener
Schutzkappe;
Fig. 4 eine weitere Ausführungsform in einer aus
schnittsweisen Darstellung entsprechend
Fig. 2,
Fig. 5 einen Schnitt entsprechend Fig. 2 einer
Ausführungsform mit aufsetzbarem Medien
speicher und
Fig. 6 bis 11 entsprechende Schnitte durch weitere Aus
führungsformen, wobei
Fig. 10 ein Querschnitt nach der Linie X in
Fig. 9 ist.
Die Austragvorrichtung 1 gemäß den Fig. 1 bis 3 weist
ein Gehäuse 2 auf, dessen Grundkörper nach Art einer
Kappe im wesentlichen nur an einer einzigen Seite offen
ist und an dieser offenen Stirnseite eine in einer Ebene
liegende Standfläche 3 bildet. Das Gehäuse 2 ist achs
symmetrisch zu einer Mittelachse 4 bzw. symmetrisch zu
zwei zueinander rechtwinkligen Axialebenen ausgebildet,
hat jedoch in Richtung der einen dieser Axialebenen eine
mehrfach größere Erstreckung als in Richtung der anderen
Axialebene. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist
der Grundkörper des Gehäuses 2, welcher im wesentlichen
durch den Gehäusemantel 5 und die der offenen Seite ge
genüberliegende Stirnwand 6 gebildet ist, in Axialan
sicht elliptisch, derart, daß in dieser Ansicht seine
Außenflächen mit unterschiedlichen Krümmungsradien nach
außen konvex gekrümmt sind.
Von der Stirnwand 6 des Gehäuses 2 steht ein einteilig
mit dieser ausgebildeter, in der Mittelachse 4 stehender
Austragstutzen 7 vor, der in Axialansicht kreisförmig
begrenzt ist und über seinen gesamten Außenumfang gegen
über den Außenflächen des Mantels 5 zurücksteht, also
gegenüber dem kleinsten Diagonal-Maß des Gehäuse-Grund
körpers einen kleineren Außendurchmesser hat. Der Aus
tragstutzen 7 ist zu seinem freien Ende spitzwinklig
konisch verjüngt und weist eine von seinem freien Ende
über ihre ganze Länge freiliegend abstehende Innenhülse
auf, die als Hülsenansatz 8 in den Gehäuse-Grundkörper
bis über die Innenfläche der Stirnwand 6 vorsteht.
Über die Innenseite der Stirnwand 6 steht eine einteilig
mit dieser ausgebildete, im wesentlichen zylindrische
Innenhülse 9 nur über einen Teil der Höhe bzw. Länge des
Gehäuse-Grundkörpers vor, deren Außendurchmesser annä
hernd gleich dem kleinsten äußeren Diagonalmaß des Ge
häuse-Grundkörpers sein kann, die also mit ihrem Außen
umfang im Bereich zweier einander diametral gegenüber
liegender Zonen in den Gehäusemantel 5 übergeht bzw.
durch diesen gebildet ist. Es ist auch denkbar, die In
nenhülse 9 durch zwei annähernd halbzylindrische Schalen
zu bilden, deren in einer Axialebene der Mittelachse 4
liegende Teilungsebene in der Zone geringstens Diagonal
masses des Gehäuse-Grundkörpers liegt und die ggf. ge
genüber der Innenfläche des Gehäusemantels 5 berührungs
frei in das Gehäuseinnere vorstehen. Die in der Mittel
achse 4 liegende Innenhülse 9 weist an ihrem freien Ende
einen über ihren Innenumfang vorstehenden, ringförmigen
Anschlagnocken 10 auf, der eine zur Mittelachse 4 im
wesentlichen rechtwinklige ringförmige Innenschulter 11
bildet. In die Innenhülse 9 greift von dem der Stirn
wand 6 abgekehrten Ende ein Zylinderbehälter 12 ein, der
als einfacher, zylindrischer und napfförmig nur an einem
Ende offener Behälter ausgebildet ist. Der Zylinderbe
hälter 12 bildet den gesamten Medienspeicher 13 der Aus
tragvorrichtung 1 und umschließt eine Pumpenkammer 14,
die an ihrem dem offenen Ende des Zylinderbehälters 12
gegenüberliegenden Ende durch eine im wesentlichen
rechtwinklig zur Mittelachse 4 liegende Wand verschlos
sen ist. Diese Stirnseite 15 ist durch eine Stirnwand 16
verschlossen, welche einteilig mit dem annähernd zylind
rischen Mantel 17 des Zylinderbehälters 12 ausgebildet
ist. Am offenen Ende weist der Mantel 17 einen über sei
nen Außenumfang vorstehenden, ringförmig ununterbrochen
durchgehenden Einsprengflansch 18 auf, welcher bei
eingesetztem Zylinderbehälter 17 die Innenschulter 11
der Innenhülse 9 hintergreift und an dieser anliegt, so
daß der Zylinderbehälter 12 in seiner Ausgangslage axial
genau festgelegt ist.
Der Innenumfang des Zylinderbehälters 12 bzw. des Man
tels 17 bildet eine Kolbenlaufbahn 19 für einen Pumpkol
ben 20, der zwei entgegengesetzt spitzwinklig konvergie
rende und axial hintereinander liegende Kolbenlippen 21,
22 zur Führung an der Kolbenlaufbahn 19 aufweist. Der
Pumpkolben 20 ist als hohler Ringkolben ausgebildet, der
am Ende eines einteilig mit ihm ausgebildeten Schlauch-
Abschnittes 24 eines Kolbenstößels 23 vorgesehen ist,
wobei der andere Abschnitt des Kolbenstößels 23 durch
den Hülsenansatz 8 gebildet ist. Das vom Pumpkolben 20
abgekehrte Ende des Schlauch-Abschnittes 24 ist in einen
erweiterten Bohrungsabschnitt des zugehörigen freien
Endes des Hülsenansatzes 8 sicher haltend und axial an
geschlagen eingesteckt. Der Abschnitt 24 und der Hülsen
ansatz 8 bilden einen vollständig innerhalb des Kolben
stößels in der Mittelachse 4 liegenden Auslaßkanal 25,
der die Pumpenkammer 14 mit einer ins Freie führenden
Austragöffnung 26 am freien Ende des Austragstutzens 7
unter Zwischenschaltung eines Auslaßventiles 27 verbin
det. Das Auslaßventil 27, das in dem in den Hülsenan
satz 8 eingreifenden Bereich des Schlauch-Abschnittes 24
und etwa im selben Axialbereich wie die Stirnwand 6 vor
gesehen ist, ist als Kugel-Schlauchventil ausgebildet.
Der durch eine Kugel gebildete Ventilkörper 28 dieses
Auslaßventiles 27 wird von dem zugehörigen, elastisch
aufweitbaren Längsabschnitt des Schlauchabschnittes 24
dicht umschlossen, wobei dieser Längsabschnitt im Be
reich eines gegenüber seinem Außendurchmesser geringfü
gig erweiterten Abschnittes der Bohrung des Hülsenan
satzes 8 liegt, der beiderseits des Ventilkörpers 28 am
Außenumfang des Schlauch-Abschnittes 24 anliegt und die
sen daher beiderseits des Ventilkörpers 28 abstützt.
Im freien Ende des Austragstutzens 7 ist in eine in der
Mittelachse 4 liegende Ringnut 30 eine napfförmige Dü
senkappe 31 mit ihrem Mantel eingesetzt, die in ihrer
frei liegenden, gegenüber der Endfläche des Austrag
stutzens 7 geringfügig zurückversetzten Stirnwand eine
die Austragöffnung 26 bildende Zerstäuberdüse 32 auf
weist. Durch die Ringnut 30 ist ein frei vorstehender
Stützdorn 33 gebildet, der über den größten Teil an der
Innenfläche des Mantels der Düsenkappe 31 anliegt, je
doch vom übrigen Auslaßkanal 25 bis zur Zerstäuberdüse
32 führende Verbindungskanäle für das Medium aufweist.
An der Innenseite der Stirnwand 16 des Zylinderbehälters
12 ist ein in der Mittelachse 4 stehender, in Richtung
gegen den Pumpkolben 20 vorstehender Verdrängungskörper
34 in Form eines Verdrängungsdornes vorgesehen, dessen
Außendurchmesser nur geringfügig kleiner als der Innen
durchmesser des Schlauchabschnittes 24 ist und der meh
rere über den Umfang verteilte, über seine gesamte Länge
reichende Längsschlitze 35 aufweist. In Ausgangslage
liegt die Endfläche des Verdrängungskörpers 34 annähernd
in der Ebene der ihm zugekehrten endseitigen Stirnfläche
des Pumpkolbens 20. Die Länge des Verdrängungskörpers 34
entspricht nahezu der Länge des maximalen Pumphubes. In
Ausgangslage steht der Pumpkolben 20 bzw. dessen hintere
Kolbenlippe 22 nahe beim hinteren Ende der Kolbenlauf
bahn 19, die über einen kegelstumpfförmig erweiterten
Einführ-Endabschnitt in die offene Endfläche des Zylin
derbehälters 12 übergeht.
Mit seinem der Stirnwand 16 zugehörigen Ende bildet der
Zylinderbehälter 12 nach Art eines Drückerknopfes eine
Handhabe 36, zu welchem Zweck in der Außenseite der
Stirnwand 16 eine kugelkalottenförmig vertiefte Daumen
kuhle 37 zur sicheren Abstützung der Daumenkuppe einer
Hand vorgesehen ist. Die Außenseite der Stirnwand 6 des
Gehäuses 2 bildet beiderseits des Austragstutzens 7 an
den langen Ellipsenschenkeln jeweils eine Handhabe 38
zur Abstützung jeweils zweier weiterer Finger derselben
Hand, so daß also die Handhaben 36, 38 einen Griff zum
gleichzeitigen Halten und Betätigen der Austragvorrich
tung 1 mit einer einzigen Hand bilden. An der Außenseite
der Stirnwand 6 sind zur besseren Abstützung der Finger
Griffigkeits-Profilierungen in Form beispielsweise von
parallelen vorstehenden Rippen 39 vorgesehen. Im Man
tel 5 des Gehäuses 2 und zwar auf einer von dessen bei
den breiteren Seiten ist symmetrisch zur zugehörigen
axialen Symmetrieebene des Gehäuses 2 ein Ausschnitt 40
vorgesehen, der mit parallelen Seitenbegrenzungen bis an
die Standfläche 3 reicht, dessen konkav bogenförmige
Querbegrenzung jedoch im Abstand von der Stirnfläche 6
liegt, nämlich höchstens etwa bis in Höhe der freien
Endfläche der Innenhülse 9 reicht. Die Breite des für
den Eingriff mit dem Daumen vorgesehenen Ausschnittes 40
ist so groß gewählt, daß der eingreifende Daumen gleich
zeitig an beiden Seitenbegrenzungen geführt ist, daß das
Gehäuse 2 also praktisch selbsthaltend auf den Daumen
aufgesteckt werden kann. Zum Gebrauch der Austragvor
richtung 1 wird mit dem Daumen der Zylinderbehälter 12
bis zum Anschlag seiner zugehörigen Endfläche an der
Innenfläche der Stirnwand 6 des Gehäuses 2 auf den Pump
kolben 20 aufgeschoben, wobei das Medium unter Öffnung
des Auslaßventiles 27 durch die Austragöffnung 26 zer
stäubt ausgetragen wird. Der Austragstutzen 7 ist mit
einer ihn vollständig umschließenden Verschlußkappe 41
abgedeckt, die über eine Federrastung gegenüber dem Aus
tragstutzen 7 gesichert ist und mit ihrer offenen End
fläche an der Außenfläche der Stirnwand 6 anliegt. Vor
dem Gebrauch der Austragvorrichtung 1 wird diese Ver
schlußkappe 41, die in den Fig. 1 und 3 nicht darge
stellt ist, abgezogen.
In Fig. 4 sind für einander entsprechende Teile die
gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 2, jedoch mit dem
Index "a" verwendet. Bei der Ausführungsform nach Fig. 4
ist der Stützdorn 33 a durch einen gesonderten Bauteil 42
gebildet, der benachbart zur Düsenkappe 31 a einen erwei
terten, an einer Seite abgeflachten Bund 43 aufweist.
Dieser, zur Austragöffnung 26 a spitzwinklig konisch er
weiterte Bund 43 greift in eine an ihn angepaßte, gegen
über dem Außendurchmesser der Ringnut 30 a erweiterte
Öffnung 44 im Austragstutzen 7 a ein, die einen Abschnitt
des Auslaßkanals 25 a bildet. Der Bauteil 42 kann unter
elastischer Aufweitung des Austragstutzens 7 a von dessen
freiem Ende her in die Öffnung 44 derart eingesprengt
werden, daß er dann spielfrei axial gesichert und zen
triert festgehalten ist. An seinem vom Stützdorn 33 a
abgekehrten Ende weist der Bauteil 42 im Anschluß an den
Bund 43 einen Führungsdorn 45 auf, dessen Durchmesser
wesentlich kleiner als der Innendurchmesser des zugehö
rigen Abschnittes des Auslaßkanales 25 a ist und der von
einer Ventilfeder 46 des Auslaßventiles 27 a umgeben ist.
Dieses Auslaßventil 27 a weist einen durch eine Kugel
gebildeten, axial gegen die Federkraft der Ventilfeder
46 in Öffnungsstellung bewegbaren Ventilkörper 28 a auf,
dem als Ventilsitz 47 eine Innenschulter im Hülsenansatz
8 a zugeordnet ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist
also das Auslaßventil nicht wie bei der Ausführungsform
nach den Fig. 1 bis 3 ein Bestandteil der Kolbeneinheit,
sondern ein Bestandteil des Gehäuses 2 a bzw. des Aus
tragstutzens 7 a.
Zur Befüllung der Austragvorrichtungen gemäß den Fig. 1
bis 4 wird er Zylinderbehälter 12 zunächst mit dem aus
zutragenden Medium im wesentlichen vollständig gefüllt,
wonach der mit dem Gehäuse 2 und dem Auslaßventil 27
fertig vormontierte Pumpkolben 20 in das offene Ende des
Zylinderbehälters 12 eingeführt wird. Der Zylinderbehäl
ter 12 wird dabei so weit über den Pumpkolben 20 gescho
ben, bis das Auslaßventil 27 öffnet und hierdurch die
eingeschlossene Luft nach außen gelassen wird. Im Ver
lauf dieser Bewegung gleitet der Einsprengflansch 18 mit
einer an seinem Außenumfang vorgesehenen kegelstumpfför
migen Aufweitfläche an einer entsprechenden kegelstumpf
förmigen, am Innenumfang des Anschlagnockens 18 vorgese
henen Gegenfläche, so daß die Innenhülse 9 aufgeweitet
wird, bis der Einsprengflansch 18 hinter die Innenschul
ter 11 springt.
Bei den Ausführungsformen nach den Fig. 5 bis 11 sind
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen wie
bei den vorher beschriebenen Ausführungsformen, wobei
ähnliche Teile gleiche Bezugszeichen, jedoch mit Indi
zes, erhalten. Auf eine nochmalige Beschreibung dieser
Teile wird verzichtet und auf das vorher Gesagte Bezug
genommen.
Die Ausführung nach Fig. 5 hat keine Innenhülse 9. In
die bis zur Zerstäuberdüse 26 durchgehende Bohrung 50
des Hülsenansatzes 8 b ist ein Einsatzkörper 51 einge
preßt, dessen unten aus dem Hülsenansatz 8 b herausragen
der Abschnitt den Pumpenkolben 20 b bildet, der mit meh
reren (drei) in axialem Abstand voneinander angeordneten
Kolbenlippen 21 b versehen ist. Diese ragen nach Art von
in radialer Richtung verlaufenden Flanschen aus dem Kol
benkörper hervor und haben an ihrer Unterseite eine Ab
rundung oder Einführschräge 53. Der Einsatzkörper 51 hat
im unteren, den Pumpkolben 20 b bildenden Bereich eine zu
einem Auslaßkanal 25 b gehörende axiale Bohrung, die über
eine oberhalb der Kolbenlippen 21 radial geführte Boh
rung mit einer Nut im Einsatzkörper verbunden ist, die
bis zur Zerstäuberdüse 26 hoch läuft und zusammen mit
der Bohrungswand 50 den Auslaßkanal 25 b mit geringem
Querschnitt abgrenzt. Somit ist ein Kanal mit geringsten
Querschnitten herstellbar, der anderenfalls schon wegen
der Werkzeuggestaltung schlecht mit so geringen Ab
messungen herstellbar wäre.
Der Medienspeicher 13 b, der die Pumpenkammer 14 enthält,
hat die Form eines tiefen Bechers aus Kunststoff. Im
Bereich seines oberen Randes hat er als Anschlußmittel
ein Schraubgewinde 52, auf das ein nicht dargestellter
Verschlußdeckel geschraubt werden kann. Der Medienspei
cher kann also nach Art einer Ampulle gefüllt und geson
dert von der Austragvorrichtung gelagert und vertrieben
werden. Der Benutzer schraubt dann den Deckel ab und
setzt den Medienspeicher, der dazu im oberen Bereich
seiner Zylinderwandung eine konische Einführschräge 54
besitzt, auf den Kolben auf. Dieser führt wegen der
mehreren Kolbenlippen den Behälter, und die Einheit ist
somit benutzungsbereit. Die Füllung kann bis zu einer
solchen Höhe geschehen, daß die zur Führung notwendige
Eindringtiefe des Pumpkolbens 20 b gewährleistet ist,
bevor eine Zerstäubung beginnt. Es ist auch vorteilhaft
möglich, eine nicht dargestellte Stufe oder eine andere
überwindbare Hemmung an dem Medienspeicher oder einem
damit zusammenwirkenden Teil vorzusehen, beispielsweise
eine Federnoppe, die dem Benutzer signalisiert, daß der
Medienspeicher nun ausreichend weit auf den Kolben
aufgeschoben ist und die Zerstäubung beginnen wird. Die
leicht angeschrägten Kolbenlippen wirken etwas
widerhakenartig und verhindern ein ungewolltes
Wiederabziehen. Trotzdem ist aber der Medienspeicher
bewußt wieder abzuziehen, um die Austragvorrichtung für
das Aufsetzen eines anderen Medienspeichers
bereitzumachen.
Diese nur aus drei Teilen bestehende einfache Vorrich
tung, die dazu noch mehrfach nutzbar ist, ist somit
kostensparend für eine fortgesetzte Anwendung nutzbar.
Fig. 6 zeigt einen Medienspeicher 13 b entsprechend
Fig. 5, der ebenfalls austauschbar ist, jedoch an dem
Gehäuse 2 in die Innenhülse 9 einschraubbar ist, die mit
einem Innengewinde 55 versehen ist. Auch hier besteht
also der Vorteil der Wiederverwendbarkeit des Adapters
und der Austauschbarkeit des Medienspeichers, der
beispielsweise auch aus Glas oder anderen Materialien
bestehen kann. Er wird in gleicher Weise wie in Fig. 5
auf den Pumpkolben aufgesetzt, dann jedoch zusätzlich
mit seinem Außengewinde 52 in das Innengewinde 55
eingeschraubt, jedoch so weit, daß das Außengewinde 52
vom Innengewinde 55 bereits wieder frei ist und von
diesem nicht mehr in axialer Richtung festgehalten wird,
so daß sich das Außengewinde 52 an der Innenfläche der
Innenhülse 9 geführt verschieben kann und eine axiale
Bewegung des Medienspeichers gegenüber dem Kolben
zuläßt.
Der Pumpkolben 20 c ist mit Kolbenlippen 21, 22 ent
sprechend Fig. 2 versehen, ragt aber mit seinem rohrför
migen Teil weit in den Austragstutzen 7 des Gehäuses 2
hinein. Die den rohrförmigen und elastischen Schlauchab
schnitt 24 c nach oben abschließende Kappe, die gleich
zeitig die untere Begrenzung der als Sprühdüse ausgebil
deten Austragsöffnung 26 bildet, hat einen seitlich in
axialer Richtung verlaufenden Kanal 56, der an seiner
unteren Fläche mit einem membranartigen Verschlußelement
60 verschlossen ist. Dieses ist einstückig mit dem
Kunststoffteil des Körpers 20 c, 24 c und wird bei dessen
Herstellung aus Kunststoffspritzguß dadurch erzeugt, daß
der den Kanal 56 bildende Formstift und der die Innen
bohrung 57 des Schlauchabschnitts 24 bildende Formstift
in geringem Abstand voneinander gehalten werden, so daß
sich dort eine Kunststoffhaut bildet, die zwar den Kanal
56, der dort einen Teil des Auslaßkanals bildet, dicht
verschließt, jedoch leicht zerstörbar bzw. durchstoßbar
ist. Dazu ist in der Innenbohrung 57 ein Stößel 58 axial
verschiebbar gelagert, der bei der Betätigung der Aus
tragvorrichtung durch den entstehenden Flüssigkeits-
Differenzdruck infolge eines im Durchmesser abgesetzten,
abgedichtet durch die Kappe 70 ragenden Abschnittes 71
in Richtung auf die Austragöffnung 26 bewegt wird und
mit einer Stößelspitze 59 das Verschlußelement 60 durch
stößt. Bei dieser Ausführung ist also der Inhalt der
Pumpenkammer 14, d.h. das auszugebende Medium, auch dann
noch luftdicht abgeschlossen, wenn der Medienspeicher
13 b schon mit der übrigen Austragvorrichtung verbunden
ist.
Die in Fig. 7 gezeigte Ausführung hat einen der Ausfüh
rung nach Fig. 2 entsprechenden Medienspeicher 13, der
über eine lösbare Schnappverbindung 73 mit der
Innenhülse 9 verbunden ist. Der Pumpkolben 20 entspricht
in seinem unteren Teil ebenfalls dem nach Fig. 1. In
seinem oberen, der Austragsöffnung 26 zugewandten Ende
entspricht er weitgehend der Ausführung nach Fig. 6. Der
seitliche Kanal 56 d endet jedoch nicht, wie bei Fig. 6,
in der Innenbohrung des Kolben-Einsatzkörpers. Vielmehr
verläuft der Kanal mit einem geringfügigen Abstand von
der Innenbohrung an dieser vorbei, so daß sich eine ein
Verschlußelement 60 d bildende Haut auf die gleiche Weise
bildet, wie es in Fig. 6 beschrieben ist. Diese Haut
wird durch den Innendruck direkt, d.h. ohne Vermittlung
eines mechanischen Teils, aufgesprengt, wenn die Aus
tragvorrichtung betätigt wird. Auch hier ist der Behäl
ter vor der Betätigung luftdicht abgeschlossen.
Die Ausführung nach Fig. 8 hat bei gleicher Anbringung
und Führung des Medienspeichers 13 e wie in Fig. 1 an
dessen Boden einen zentralen axial auf seine Öffnung zu
gerichteten Vorsprung 34 e, der einerseits als Verdrän
gungskörper dient, andererseits jedoch zum Durchstoßen
eines im Bereich der Unterseite des Kolbens 20 ausgebil
deten membranartigen Verschlußelementes 60 e mit einer
Stößelspitze 59 e versehen ist. Ein Einsatzkörper 51 e ist
an seiner Unterseite an die Form der Stößelspitze 59 e
angepaßt und hat den anhand von Fig. 5 beschriebenen
nutartigen Auslaßkanal 25 e, so daß diese Pumpe nahezu
totraumfrei ist. Auch sie benötigt kein Auslaßventil.
Fig. 9 zeigt eine Ausführung, bei der der Vorsprung 34 f
von dem Boden des Medienbehälters 13 f weit bis ins Inne
re des Kolbens vorspringt. Kolben, Manschette und Me
dienspeicheranbringung entsprechen Fig. 1. Der Vorsprung
34 f hat, wie aus Fig. 10 zu erkennen ist, einen kreuz
förmigen Querschnitt und läuft in einer entsprechenden
kreuzförmigen Ausnehmung im den Kolben tragenden Ein
satzkörper 51 f. Dies ermöglicht einerseits eine gute
Führung des Medienspeichers 13 f am Kolben und anderer
seits einen geringen Totraum des sich durch den Spalt
zwischen den kreuzförmigen Führungsflächen bildenden
Auslaßkanals 25 f. An einem der kreuzförmigen Arme des
Vorsprunges 34 f ist außermittig, jedoch axial verlau
fend, eine Stößelspitze 59 f in Form eines viereckigen,
länglichen Stiftes vorgesehen, die zum Durchstechen
eines Verschlußelementes 60 dient, das entsprechend Fig.
6 ausgebildet ist. Dieses wird von der Stößelspitze 59 f
am Beginn der Austragbewegung durch Fingerdruck auf den
Medienspeicher durchstoßen. Die Länge der Stößelspitze
59 f entspricht der Länge des nutzbaren Austraghubes. Am
Ende der Hubbewegung liegt gleichzeitig die obere Stirn
fläche 61 an der oberen Kappe des Einsatzkörpers 51 f an
und der Kolben am Boden des Medienspeichers 13 f.
Fig. 11 zeigt eine Ausführung, die ein Auslaßventil auf
weist, das als Schlauchventil ausgebildet ist. Dazu ist
die eine Dichtlippe aufweisende konische Kolbenman
schette 63 am Ende eines rohrförmigen Ansatzes 64 vorge
sehen, der einstückig an dem aus relativ elastischem
Kunststoff bestehenden Gehäuse 12 angeformt ist. Im
Inneren dieses Kolbenteils ist ein Einsatzkörper 51 g
eingesetzt, der die Bohrung 50 bis zur Austragöffnung 26
hin nahezu ausfüllt, mit Ausnahme einer den Auslaßkanal
25 g bildenden Nut, die jedoch mit einigem Abstand vor
dem Ende des rohrförmigen Teils 64 endet. Dort umfaßt
der rohrförmige Abschnitt 64 in Form eines elastischen
Schlauches den stabförmigen, unten konisch aufgeweiteten
Einsatzkörper 51 g abdichtend, so daß die Pumpenkammer 14
gegenüber dem Auslaßkanal 25 g dicht abgeschlossen ist.
Bei Aufbringung eines Druckes in der Pumpenkammer durch
Aufwärtsverschiebung des Medienspeichers 13 weitet sich
der rohrförmige Abschnitt 64 auf, und die Flüssigkeit
kann zwischen ihm und dem Einsatzkörper 51 g in den Aus
laßkanal 25 g und von dort zur Austragsöffnung (Sprüh
düse) 26 gelangen.