DE3630842A1 - Schaltung fuer die verarbeitung der wellenform eines signals in einer magnetischen wiedergabevorrichtung - Google Patents
Schaltung fuer die verarbeitung der wellenform eines signals in einer magnetischen wiedergabevorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine magnetische Wiedergabevorrichtung
für die Wiedergabe eines auf einem Quermagnetisierungs-
Aufzeichnungsmedium aufgezeichneten digitalen
Signals unter Anwendung eines Ringmagnetkopfes.
Beim Quermagnetisierungs- bzw. Senkrechtmagnetisierungs-
Aufzeichnungsverfahren erfolgt die Aufzeichnung von Information
durch Magnetisieren eines Aufzeichnungsmediums in
Richtung seiner Dicke. Dieses Verfahren soll für einen
digitalen Aufzeichnungsspeicher hoher Dichte Anwendung finden.
Mit einem beim Quermagnetisierungs-Aufzeichnungsverfahren
als magnetischer Aufzeichnungs- und Wiedergabekopf
verwendeten Ringmagnetkopf (im folgenden kurz als "Ringkopf"
bezeichnet) erhält man eine Wellenform entsprechend Fig. 2B,
wenn Information an einem isolierten Magnetisierungsübergang
wiedergegeben wird. Diese Wellenform hat asymmetrische positive
und negative Spitzen (im folgenden als "isolierte Wellenform"
bezeichnet). Für die Diskriminierung einer Stelle des
Magnetisierungsübergangs aus einer derartigen Wellenform
wurde von den Erfindern bereits ein Verfahren für die Verarbeitung
der Wellenform eines wiedergegebenen Signals vorgeschlagen
(offengelegte japanische Patentanmeldung Nr.
60-1 50 316). Danach wird, wie in Fig. 2A gezeigt, ein von
einem Ringkopf abgegebenes reproduziertes Signal 1 durch
eine Verzögerungsleitung 5 verzögert, und das sich ergebende
Signal 2 sowie ein Signal 3, das man durch Einstellung
der Amplitude des reproduzierten Signals 1 mittels eines
Dämpfungsgliedes 6 erhält, werden durch einen Differentialverstärker
23 verstärkt, so daß diese Signale mit einer
gegenseitigen Zeitdifferenz überlagert werden. Diese
Differenz ist gleich dem Zeitintervall zwischen dem positiven
und dem negativen Spitzenwert der isolierten Wellenform.
Dadurch wird ein Signal 4 erzeugt, in dem die Asymmetrie
entfernt ist. Der Punkt des Nulldurchgangs des Signals 4
wird als Magnetisierungsübergang erfaßt.
Um eine hochgenaue Informationswiedergabe zu bewirken,
muß in einem digitalen Aufzeichnungsspeicher in dem beim
Magnetisierungsübergang reproduzierten Impuls ein Zeit-
Jitter minimiert werden. Dies ist jedoch beim Stand der
Technik nicht vollständig gegeben.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin,
eine magnetische Wiedergabevorrichtung anzugeben, mit der
die dem Stand der Technik anhaftenden Nachteile überwunden
werden. Insbesondere soll diese magnetische Wiedergabevorrichtung
eine hochgenaue Informationswiedergabe bewirken
und für ein Quermagnetisierungs-Aufzeichnungssystem geeignet
sein, in dem ein Quermagnetisierungs-Aufzeichnungsmedium
und ein Ringkopf Anwendung finden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß die
Zeitkonstante des Verzögerungselements in der Wellenformverarbeitungsschaltung
so gewählt, daß sie folgender Bedingung
genügt:
τ · v ≦ g
Darin gibt v die Relativgeschwindigkeit des Aufzeichnungsmediums
bezüglich des Ringkopfes, und g die Spaltlänge des
Ringkopfes an. Eine derartige Wahl der Konstante erfolgt
aus den folgenden Gründen:
Das Quermagnetisierungs-Aufzeichnungsverfahren, in
dem ein Ringkopf Anwendung findet, hat im allgemeinen eine
Wiedergabecharakteristik, wie sie mit der durchgezogenen
Kurve B in Fig. 3 dargestellt ist. Danach nimmt die durch
den Ringkopf wiedergegebene Spannung den Minimalwert an,
wenn die Aufzeichnungswellenlänge λ der Bedingung λ g = g
genügt. Da ein der Wiedergabekennlinie zugeordneter Bereich
zwischen einer Linie C und einer Linie D in Fig. 3 für
die Aufzeichnung und Wiedergabe in einer gewöhnlichen
digitalen magnetischen Aufzeichnungs- und Wiedergabevorrichtung
verwendet wird, ist es erstrebenswert, die
Spannung in diesem Bereich auf die maximale Größe zu
erhöhen. Andererseits ergibt sich die Übertragungsfunktion
H(ω) der Wellenformverarbeitungsschaltung nach
Fig. 2A aus folgender Gleichung:
H(ω) ={(1+K 2) - 2K cos(ωτ)}1/2
Darin ist K der Dämpfungsfaktor des Dämpfungsgliedes 6.
In Fig. 3 ist die Übertragungsfunktion durch die gestrichelte
Kurve A dargestellt. Wie sich aus dieser Kurve A ergibt,
hat die Übertragungsfunktion ein Minimum E an einem
Punkt λ τ = v · τ. Als Folge davon wird für λ τ =λ g (Anmerkung:
Die Aufzeichnungswellenlängenwerte sind in abfallender Folge
längs der Aufzeichnungswellenlängen-Achse aufgetragen) die
reproduzierte Spannung im Bereich C-D für die Aufzeichnung
und Wiedergabe verringert, was zur Verschlechterung der Auflösung
und des Signal/Rauschverhältnisses bzw. des Rauschabstands
(Signal-to-Noise Ratio/SNR) führt und damit einen
Anstieg des Zeit-Jitters eines beim Magnetisierungsübergang
reproduzierten Impulse hervorruft. Um λ τ auf eine Basis
rechts von D zu setzen, wie es in Fig. 3 gezeigt ist,
d. h. um eine hochgenaue Informationswiedergabe zu erzielen,
muß die Konstante des Verzögerungselements so gewählt
werden, daß sie der Bedingung λ τ ≦ λ g oder v · τ ≦ g genügt.
Selbst wenn λ τ auf eine Stelle links von der Linie C in
der Fig. gesetzt wird, werden rechts von der Senke E und
im Bereich C-D (nicht gezeigte) weitere Senken bzw. Minima
erzeugt, so daß sich nicht einfach eine hochgenaue Informationswiedergabe
erzielen läßt.
Die Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
der Erfindung erfolgt unter Bezugnahme auf die anliegenden
Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen
Fig. 1A ein schematisches Blockdiagramm zur Verdeutlichung
eines Ausführungsbeispiels der Erfindung;
Fig. 1B eine vereinfachte Darstellung der Quermagnetisierung
eines Aufzeichnungsmediums im Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1A;
Fig. 1C bis 1E grafische Darstellungen der Signalwellenformen
an bestimmten Stellen des Ausführungsbeispiels;
Fig. 2A ein schematisches Schaltbild einer früher vorgeschlagenen
Wellenformverarbeitungsschaltung;
Fig. 2B bis 2E grafische Darstellungen der Signalwellenformen
an bestimmten Stellen der Schaltung nach
Fig. 2A;
Fig. 3 eine grafische Darstellung einer Übertragungsfunktion
(gestrichelte Kurve A) der Wellenformverarbeitungsschaltung
nach Fig. 2A und der Wiedergabekennlinie
(durchgezogene Kurve B) eines Ringkopfes;
Fig. 4 eine tabellarische Darstellung der charakteristischen
Werte von in Kombination verwendeten Aufzeichnungsmedien
und Ringköpfen;
Fig. 5 eine grafische Darstellung der Beziehung zwischen
der Bitverschiebung und dem Verhältnis λ τ /λ g ; und
Fig. 6 eine grafische Darstellung der Beziehung zwischen
dem Rauschabstand SNR und dem Verhältnis λ τ /λ g .
Eine Ausführungsform der Erfindung wird unter Bezugnahme
auf die Fig. 1A bis 1E beschrieben. Fig. 1A zeigt
ein schematisches Schaltbild, nach dem die vorliegende Erfindung
auf ein Laufwerk mit einer 5,25-Inch-Floppy Disk
mit hoher Dichte Anwendung findet, in dem ein magnetisches
Co-Cr-Einschicht-Aufzeichnungsmedium sowie ein Ringkopf verwendet
werden. Ein Ringkopf 11 ist über eine Aufzeichnungs-
und Wiedergabe-Auswahlschaltung 50 mit einer Aufzeichnungsschaltung
22 oder einem Verstärker 12 verbunden. Beim Aufzeichnen
von Information ist der Ringkopf 11 mit der Aufzeichnungsschaltung
22 verbunden, um eine Quer- oder Senkrecht-
Magnetaufzeichnung der Information auf dem magnetischen
Co-Cr-Einschicht-Aufzeichnungsmedium 10 (Fig. 1B) zu bewirken.
Bei der Informationswiedergabe ist der Ringkopf 11
mit dem Verstärker 12 verbunden, um über diesen Verstärker
12 das durch den Ringkopf 11 reproduzierte Signal 1 (Fig. 1C)
einer Wellenformverarbeitungsschaltung 113 zuzuführen.
Diese Wellenformverarbeitungsschaltung 113 korrigiert die
in dem durch den Ringkopf 11 reproduzierten Signal vorliegende
Asymmetrie und erzeugt dadurch ein korrigiertes
Signal 4 (Fig. 1D). Eine Nulldurchgang-Erfassungsschaltung
20 verarbeitet das Signal 4 und erzeugt unter Anwendung
des Nulldurchgangspunktes der Wellenform des Signals 4
einen reproduzierten Impuls 21 beim Magnetisierungsübergang
(Fig. 1E). Für die Aufzeichnungs- und Wiedergabe-
Auswahlschaltung 50, die Aufzeichnungsschaltung 22 und den
Verstärker 12 können bekannte Schaltungen verwendet werden.
Die Wellenformverarbeitungsschaltung 113 weist eine Verzögerungsleitung
105, ein Dämpfungsglied 106 und einen
Differentialverstärker 123 auf. In diesem Ausführungsbeispiel
wird als Verzögerungsleitung 105 eine Verzögerungsleitung
für logische Schaltungen verwendet, als Dämpfungsglied
106 dient ein Widerstandsteilernetzwerk, und als
Differentialverstärker 123 wird ein Operationsverstärker
verwendet. Wenn eine Verzögerungsleitung für logische
Schaltungen als Verzögerungsleitung 105 Anwendung findet,
soll der Ausgang des Verstärkers 12 ein niedrige Impedanz
zeigen wie der Ausgang eines Emitterfolgers. Die Wellenformverarbeitungsschaltung
113 kann so aufgebaut werden,
daß sie im Verstärker 12 integriert ist. Mit einem Co-Cr-
Einschicht-Aufzeichnungsmedium nach Fig. 4 wurde der Zeit-
Jitter des beim Magnetisierungsübergang reproduzierten
Impulses für D50-Werte verschiedener Kombination gemessen
(D50: Aufzeichnungsdichte, bei der die durch den Ringkopf
reproduzierte Spannung 50% der Spannung für die niedrige
Dichte beträgt), wobei die Relativgeschwindigkeit auf
v = 2,2 ms-1 eingestellt war. Dadurch wurde die Wirkung
der Verzögerungskonstante τ der Wellenformverarbeitungsschaltung
untersucht. In Fig. 4 geben H c und M r /M s
die
Koerzitivkraft bzw. die Rechteckigkeit in senkrechter
Richtung an. Fig. 5 ist eine grafische Darstellung, die
die Wirkung von τ auf eine Verschiebung bezüglich der
Zeit der Impulsposition (als "Bitverschiebung" oder "Bitshift"
bezeichnet) des beim Magnetisierungsübergang
reproduzierte Impulse angibt. Die Bitverschiebung ist
in dieser Fig. als ein relativer Wert für den Fall angegeben,
in dem ein Zwei-Bit-Signal aufgezeichnet und
die Spitzenwerterfassung unter idealen Bedingungen durchgeführt
wird (d. h. das durch den Ringkopf reproduzierte
Signal 1 durchläuft nicht die Wellenformverarbeitungsschaltung,
die Probleme bezüglich des Rauschabstands und der
Spitzenwertverschiebung hat). Das Intervall zwischen den
Spitzenwerten der Wellenform des reproduzierten Signals 1
wird mit einem Oszilloskop beobachtet. Fig. 6 zeigt in
einer grafischen Darstellung die Wirkungen von τ auf den
Rauschabstand SNR als Beziehungen unter Verwendung des
Relativwertes bezüglich des Rauschabstandes SNR an einm Eingangspunkt
der Wellenverarbeitung. Wie den Fig. 5
und 6 zu entnehmen, gilt: relative Bitverschiebung = 1
und relativer Rauschabstand = 0 dB, wenn λ τ /λ g höchstens 1
ist. Wird beispielsweise im Falle des Aufzeichnungs- und
Wiedergabesystems, in dem die Kombination II nach Fig. 4
Anwendung findet, λ τ so gewählt, daß es der Bedingung
λ τ = v · τ ≦ λ g = 0,27 genügt, d. h. λ ≦ 120 ns, werden die
Bitverschiebung und der Rauschabstand SNR nicht verschlechtert.
Den Fig. ist weiterhin zu entnehmen, daß
selbst für die Aufzeichnungs- und Wiedergabesysteme, in
denen die Kombinationen I und III nach Fig. 4 Anwendung
finden, bei denen der Ringkopf unterschiedliche Spaltlängen
hat, eine Beeinträchtigung der Bitverschiebung und
des Rauschabstandes SNR vermieden werden kann, indem τ so
gewählt wird, daß die Beziehung λ τ ≦ λ g erfüllt wird.
Nach vorliegender Erfindung kann der Zeit-Jitter des
beim Magnetisierungsübergang reproduzierten Impulses minimiert
werden, wodurch in einem Quer-Magnetaufzeichnungssystem
mit einem Quer-Magnetaufzeichnungsmedium und einem
Ringkopf eine hochgenaue Informationswiedergabe ermöglicht
wird.
Claims (1)
- Schaltung für den Empfang eines von einem Ring-Magnetkopf (11), der einen Spalt vorgegebener Länge hat und die Magnetisierung eines Quermagnetisierungs-Aufzeichnungsmediums (10) wiedergibt, gelieferten Signals und für die Verarbeitung der Wellenform des Signals zur Diskriminierung einer Position des Magnetisierungsübergangs auf Grundlage der Wellenform des Signals, gekennzeichnet durch eine Verzögerungseinrichtung (105) für die Verzögerung des Signals (1) um eine vorgegebene Zeit, eine Einstelleinrichtung (106) für die Einstellung einer Amplitude des Signals (1) und einen Differentialverstärker (123), der eine Ausgabe (2) von der Verzögerungseinrichtung (105) und eine Ausgabe (3) von der Einstelleinrichtung (106) als Eingangssignale empfängt, wobei die Verzögerungseinheit τ der Verzögerungseinrichtung (105) der Bedingung v · τ ≦ ggenügt, in der v die Relativgeschwindigkeit zwischen dem Aufzeichnungsmedium (10) und dem Magnetkopf (11), und g die Spaltlänge des Magnetkopfes (11) angibt.
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