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DE3628168C2 - - Google Patents

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Publication number
DE3628168C2
DE3628168C2 DE19863628168 DE3628168A DE3628168C2 DE 3628168 C2 DE3628168 C2 DE 3628168C2 DE 19863628168 DE19863628168 DE 19863628168 DE 3628168 A DE3628168 A DE 3628168A DE 3628168 C2 DE3628168 C2 DE 3628168C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
warp beam
roller
thread
displacement
driving position
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19863628168
Other languages
English (en)
Other versions
DE3628168A1 (de
Inventor
Karl Denzler
Alfred Dipl.-Ing. Boehm (Fh), 8674 Naila, De
Alfred 8671 Schwarzenbach De Wirth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Liba Maschinenfabrik 8674 Naila De GmbH
Original Assignee
Liba Maschinenfabrik 8674 Naila De GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Liba Maschinenfabrik 8674 Naila De GmbH filed Critical Liba Maschinenfabrik 8674 Naila De GmbH
Priority to DE19863628168 priority Critical patent/DE3628168A1/de
Publication of DE3628168A1 publication Critical patent/DE3628168A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3628168C2 publication Critical patent/DE3628168C2/de
Granted legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02HWARPING, BEAMING OR LEASING
    • D02H3/00Warping machines
    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02HWARPING, BEAMING OR LEASING
    • D02H13/00Details of machines of the preceding groups
    • D02H13/02Stop motions
    • D02H13/04Stop motions responsive to breakage, slackness, or excessive tension of threads, with detectors for individual threads or small groups of threads

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Warping, Beaming, Or Leasing (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schären oder Zetteln, bei dem zum Aufrechterhalten einer bestimmten Fadenspannung die Fadenschar während des kontinuierlichen Betriebs S-förmig durch eine in einer Mitnahmelage befind­ liche Walzenanordnung schlupffrei gegenüber den Walzen hindurchgeführt und auf einem Kettbaum aufgewickelt wird, und bei dem zum Stillsetzen des Schär- oder Zettelvorganges der Kettbaum abgebremst und gleichzeitig eine der Walzen aus der Mitnahmelage radial in von der Fadenschar wegweisender Rich­ tung in eine die Schlupffreiheit der Fadenschar aufhebende Verschiebungslage verschoben ist. Darüber hinaus betrifft die Erfindung eine Schär- und Zettelanlage mit einer Vorrichtung zur Aufrechterhaltung einer erforderlichen Fadenspannung.
Ein derartiges Verfahren ist aus der DE-OS 31 49 082 bekannt.
Eine solche Anlage muß aus dem laufenden Betrieb stillgesetzt werden, wenn sich z. B. ein Fadenbruch ergibt oder eine Fluse (Bruch eines Filaments des Fadens) festgestellt wird. Für die Feststellung derartiger Fehler sind in bekannter Weise Überwachungsgeräte vorgesehen. Im Falle der Feststellung eines Fehlers muß die betreffende Anlage so schnell stillgesetzt werden, daß die Fehlerstelle nicht auf den Kettbaum aufläuft. Aus diesem Grunde muß der Vorgang des Stillsetzens besonders kurzfristig erfolgen, z. B. in einem Zeitrum von weniger als einer Sekunde.
Bei den geschilderten Fehlern handelt es sich um solche, die in der Regel nur einen einzigen Faden aus einer Viel­ zahl von Fäden, z. B. 1000 Fäden, betreffen, so daß es erforderlich ist, die betreffenden Fehler individuell zu beheben, um danach den Schärvorgang weiterlaufen zu lassen. Dabei darf jedoch das Fadenmaterial beim Stillsetzen keine Schädigung erfahren. Es ist sogar besonders wünschenswert, daß sich auf dem Kettbaum im Bereich des Fehlers praktisch keine Änderung des Wickelaufbaus aufgrund des Stillsetzvor­ ganges ergibt, abgesehen von dem Fehler selbst, der bei­ spielsweise durch einen Knoten behoben wird. Ein solcher einzelner Knoten fällt im allgemeinen in der später herge­ stellten Ware nicht auf. Eine erhebliche Änderung des Wic­ kelaufbaus z. B. im Sinne kurzzeitig wesentlich erhöhter oder erniedrigter Fadenspannung aufgrund des Stillsetzvor­ ganges würde sich jedoch in der später hergestellten Ware als Streifen äußern, der das Gesamtbild der Ware stört. Insbesondere muß vermieden werden, daß durch das schnelle Stillsetzen eine so stark erhöhte Fadenspannung herbeige­ führt wird, daß in einer Anzahl von Fäden Schäden auftre­ ten, weil hierdurch der ursprünglich auf einen Faden be­ schränkte Fehler gewissermaßen vervielfacht werden würde. Es muß aber auch eine Verschlaffung der Fäden vermieden werden, da diese leicht zu einer Fadenverwirrung führt.
Gemäß der DE-OS 31 49 082 wird dieser Problematik dadurch begegnet, daß mit der Stillsetzung der Vorrichtung die eine der Walzen aus der Fadenschar so weit in eine Außenlage (Verschiebungslage) herausgeschwenkt wird, daß die Fäden an dieser Walze mit Abstand vorbeilaufen, so daß mangels Um­ schlingung der Walzen diese praktisch keine Reibung mehr auf die Fäden ausüben können. Um bei diesem Vorgang eine Mindestfadenspannung aufrechtzuerhalten, müßte dafür ge­ sorgt werden, daß während der Verschwenkung der Walze der Kettbaum zunächst weiterläuft und erst dann zum Stillstand kommt, wenn bei der Verschwenkung der Walze keine Fadenlän­ ge mehr freigegeben wird, was dann der Fall ist, wenn die Walze die Fäden nicht mehr berührt. Um bei stillstehendem Kettbaum und in die Außenlage verschwenkter Walze weiterhin für eine Mindestfadenspannung zu sorgen, ist für jeden Faden eine individuelle Stopbremse vorgesehen, die mit der Ver­ schwenkung der Walze betätigt wird.
Ein Problem stellt eine notwendig werdende Stillsetzung während des Anfahrens der Anlage dar. Wegen der Stopbremsen bei der Anlage gemäß DE-OS 31 49 082 muß bezüglich dieser Anlage davon ausgegangen werden, daß eine die Stopbremsen betätigende verschwenkbare Walze vor dem Anfahren sich in ihrer Mitnahmelage befindet, so daß beim Anfahren die Fa­ denschar die Walzen S-förmig umschlingt.
Es ist nun eine häufig beobachtete Erscheinung, daß ein eine Stillsetzung einer solchen bekannten Anlage auslösen­ der Fehler, z. B. ein Fadenbruch, mehrfach auftritt, wobei jedoch nicht alle Fehler gleichzeitig entdeckt werden. Weiterhin entstehen häufig beim Beseitigen eines Fehlers, z. B. beim Verknoten eines abgerissenen Faden, Folgeschäden an anderen Fäden im Nachbarbereich des ermittelten Fehlers, z. B. eine Verwirrung. Wenn dann nach Beseitigung eines Fehlers ein weiterer noch irgendwo vorhanden ist und die Anlage angefahren wird, dann ergibt sich aufgrund des nun­ mehr festgestellten weiteren Fehlers sofort eine weitere notwendige Stillsetzung der Anlage. In dieser Betriebsphase des Anfahrens dreht sich der Kettbaum zunächst noch mit relativ geringer Geschwindigkeit, so daß er aus dieser schneller stillgesetzt wird, als die verschwenkbare Walze aus ihrer Mitnahmelage in ihre Außenlage übergeht. Es kommt dann zu der Situation, daß die Fäden keinerlei Faden­ spannung mehr unterliegen und sogar durchhängen, was be­ kanntlich regelmäßig zu einem Verwirren der Fäden führt, wodurch der weitere Schärvorgang sehr stark behindert, wenn nicht sogar gänzlich unterbrochen wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem gattungs­ gemäßen Verfahren zum Schären oder Zetteln nach einem z. B. aufgrund auftretender Fehler erforderlichen Stillsetzvorgang den nachfolgenden Anfahrvorgang so zu gestalten, daß eine Än­ derung des Wickelaufbaus aufgrund einer zu hohen Fadenspannung oder eines Fadendurchhanges verhindert wird, um so einer Strei­ fenbildung in der später herzustellenden Ware entgegenzuwirken.
Die Aufgabe wird durch das im Anspruch 1 angegebene Verfahren gelöst.
Wenn dann während des Hochlaufens des Kettbaums aufgrund eines festgestellten Fehlers eine Stillsetzung der Anlage erfolgt, dann führt dies zu einem besonders schnellen Stillsetzen des Kettbaums, da dieser in dem betrachteten Fall seine Betriebs­ drehzahl (Kettbaum hochgelaufen) noch nicht erreicht hat. Auf diesen schnellen Stillsetzvorgang kann jedoch die verschieb­ bare Walze ebenfalls schnell reagieren, da sie sich entweder noch in der Verschiebungslage bzw. Zwischenstellung oder erst auf dem Wege zur Mitnahmelage befindet, d. h. die verschieb­ bare Walze muß in dem betrachteten Fall nur über einen kurzen Weg verschoben werden, um die Verschiebungslage wieder zu erreichen, in der keine Gefahr für die Fäden während des Stillsetzvorganges bestehen.
Vorteilhaft wird nach der Stillsetzung des Kettbaums die Ver­ schiebung der verschiebbaren Walze teilweise bis zu der Zwichenstellung rückgängig gemacht, aus der das Anfahren der Anlage erfolgt und erst nach dem Hochlaufen des Kettbaums die verschiebbare Walze in die Mitnahmelage zurückgeführt wird.
Aufgrund dieser teilweisen Rückgängigmachung der Veschie­ bung, bei der die verschiebbare Walze also eine Zwischen­ stellung zwischen der Verschiebungslage und der Mitnahmelage einnimmt, ergibt sich einerseits ein gewisser Zug auf die stillstehende Fadenschar und damit deren Straffung, was einem Durchhängen der Fadenschar entgegenwirkt, andererseits eine der Verschiebungslage benachbarte Lage, aus der die betreffende Walze sehr schnell in die Verschiebungslage verschoben werden kann, so daß bei einem Stillsetzen während des Anfahrens der Anlage trotz des dann realtiv schnellen Stillsetzens des Kettbaums die verschiebbare Walze rechtzeitig ihre Verschiebungslage erreichen kann. Nach Hochlaufen des Kettbaums wird dann die verschiebbare Walze in die Mitnahmelage zurückgeführt, so daß im wesentlichen erst nach Erreichen der vollen Geschwindigkeit des Kettbaums auch die verschiebbare Walze ihre für den Betrieb der Anlage normale Lage, nämlich die Mitnahmelage, eingenommen hat. Während des Hochlaufens des Kettbaums, während dessen aus den obenerwähnten Gründen eine erneute Stillsetzung gefährlich ist, kann also die verschiebbare Walze schnell aus der Zwischenlage in die Verschiebungslage überführt werden.
Eine andere Art der Beseitigung des vorstehend erwähnten Problems beim Anfahren der Anlage besteht darin, daß das Anfahren der Anlage aus der Verschiebungslage bzw. Zwischenstellung erfolgt, aus der die verschiebbare Walze mit einer der Geschwindigkeitszunahme des Kettbaums angepaßten Geschwindigkeit in die Mitnahmelage verschoben wird.
In diesem Falle wird zunächst die Verschiebungslage bzw. Zwischenstellung bzw. eine benachbarte Lage bewußt aufrechterhalten, um die Fadenschar bei Stillsetzung der Anlage während des Hochlaufens des Kettbaums nicht zu gefährden. Damit jedoch die für den Betrieb der Anlage erforderliche Mitnahmelage schnell erreicht wird, erfolgt die Verschiebung der verschiebbaren Walze aus der betreffenden Lage in die Mitnahmelage mit einer der Geschwindigkeits­ zunahme des Kettbaums angepaßten Geschwindigkeit, d. h. daß bei einem Stopp während des Hochfahrens des Kettbaums die verschiebbare Walze immer noch in einer Stellung steht, aus der sie relativ schnell in die Verschiebungslage überführt werden kann. Da sich mit dem Hochlaufen des Kettbaums dessen Geschwindigkeit ständig erhöht, kann sich auch die verschieb­ bare Walze während des Hochlaufens immer mehr der endgültigen Lage, nämlich der Mitnahmelage, annähern, so daß schließlich nach Erreichen der vollen Geschwindigkeit des Kettbaums die verschiebbare Walze ihre Mitnahmelage eingenommen hat.
Bei der nach dem vorstehend erläuterten Verfahren arbeitenden Schär- bzw. Zettelanlage wird von einer aus der DE-OS 31 49 082 bekannten Vorrichtung zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Fadenspannung ausgegangen, die parallel zueinander angeordnete Walzen aufweist, von denen die eine bis zu einer Verschiebungslage verschiebbar angeordnet ist.
Die erfindungsgemäße Anlage gestaltet man zweckmäßig so, daß für die verschiebbare Walze ein steuerbarer Verschiebungs­ antrieb vorgesehen ist, der bei Anfahren der Anlage die verschiebbare Walze aus der Zwischenstellung gesteuert vom Hochlaufen des Kettbaums in die Mitnahmelage verschiebt. Mit Hilfe des steuerbaren Verschiebungsantriebs läßt sich die Lage der verschiebbaren Walze kontinuierlich in Anpassung an das Hochlaufen des Kettbaums ändern, bis schließlich bei voller Drehzahl des Kettbaums die verschiebbare Walze die Mitnahmelage erreicht hat. Die Steuerung des Verschiebungs­ antriebs kann man z. B. durch elektrische Messung der Drehzahl des Kettbaums und Umwandlung des so gewonnenen elektrischen Signals in ein entsprechendes Steuersignal für den Verschiebungsantrieb der verschiebbaren Walze herbeiführen.
Um die Anlage an unterschiedliche Betriebsbedingung anpassen zu können, gestaltet man die Zwischenstellung zweckmäßig wahlweise einstellbar.
In den Figuren sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine Schäranlage in prinzipieller Darstellung mit einer zwei Walzen umfassenden Vorrichtung,
Fig. 2 die Konstruktion der die beiden Walzen enthaltenden Vorrichtung und eine den Kettbaum tragende Wickel­ maschine,
Fig. 3 in prinzipieller Darstellung die Lage der Walzen in der Vorrichtung gemäß den Fig. 1 und 2 im norma­ len Betrieb und im Falle der Bremsung,
Fig. 4 die betreffende Vorrichtung mit drei Walzen im normalen Betrieb,
Fig. 5 die gleiche Vorrichtung mit verschobener mittlerer Walze im Falle der Abbremsung.
Die in der Fig. 1 dargestellte Schär- bzw. Zettelanlage enthält das Spulengatter 1, das so viele Spulen enthält, wie einzelne Fäden 2 auf dem Kettbaum 3 zu schären sind. Die Fäden 2 werden durch das Riet 4 hindurchgeleitet, das die einzelnen Fäden 2 zu einer Fadenschar 5 ordnet, in der die einzelnen Fäden 2 in gleichmäßiger Teilung nebeneinan­ der verlaufen. Die Fadenschar 5 gelangt sodann zu der Vorrichtung 6 mit den beiden Walzen 7 und 8, die von der Fadenschar 5 in einer S-Form umschlungen werden. Anstelle dieser S-Form ist natürlich auch eine spiegelbildliche Durchführung möglich. Aufgrund dieser S-förmigen Führung um die Walzen 7 und 8 ergibt sich deren schlupffreie Mitnahme, wobei entweder die Fadenschar 5 die Walzen 7 und 8 mitnimmt oder aufgrund eines sogenannten positiven Antriebs der Walzen 7 und 8 diese die Fadenschar 5 mitnehmen.
Nach Verlassen der Vorrichtung 6 gelangt die Fadenschar 5 zu dem Flusenwächter 9, der das Vorhandensein einer Fluse signalisiert und damit die Anlage gegebenenfalls stillsetzt. Derartige Flusenwächter sind bekannt. In der Fig. 1 ist weiterhin der Fadenspeicher 10 in schematischer Darstellung wiedergegeben, der im Falle der Stillsetzung der Anlage aufgrund eines Fadenfehlers und Rückspulung des Kettbaumes zur Auffindung des Fehlers gefüllt wird. Derartige Speicher sind bekannt. Ein solcher Speicher ist beispielsweise in der DE-PS 25 53 943 offenbart. Es sei ergänzend darauf hingewiesen, daß die Anlage auch ohne den Speicher 10 voll funktionsfähig ist. Nach dem Speicher 10 wird die Faden­ schar 5 über die Präparationseinrichtung 11 geleitet, in der die einzelnen Fäden beispielsweise mit einem Ölfilm versehen werden. Eine derartige Präparationseinrichtung ist ebenfalls bekannt. Sie besteht normalerweise aus einer Walze, über die die Fadenschar hinweggeleitet wird, und die sich in einer Präparationsflüssigkeit dreht. Die Fadenschar 5 gelangt schließlich zu der Aufwickelmaschine 12 mit dem Schärriet 13 und dem Kettbaum 3, auf den in bekannter Weise die Fadenschar 5 aufgewickelt wird.
Die heute verwendeten Schär- bzw. Zettelanlagen laufen mit Geschwindigkeiten von ca. 1000 m/min. Wenn nun bei diesen hohen Geschwindigkeiten von dem Flusenwächter 9, der bei­ spielsweise auch zur Meldung eines Fadenbruchs ausgestattet sein kann, ein Fehler gemeldet wird, so muß die Anlage nach Möglichkeit so schnell stillgesetzt werden, daß die Fehler­ stelle vor dem Schärriet 13 stehenbleibt. In seltenen Fäl­ len läßt sich dies jedoch nicht erreichen, so daß die Fehlerstelle auf den Kettbaum 3 aufgewickelt wird. In die­ sem Fall muß bei stillgesetzter Anlage der Kettbaum 3 in rückwärtiger Richtung abgewickelt werden, wobei dann der Speicher 10 mit einer entsprechenden Länge der Einzelfäden der Fadenschar 5 gefüllt wird, bis die Fehlerstelle sicht­ bar wird und entsprechend behandelt werden kann.
Bei dem Abwickeln des Kettbaums 3 und dem Füllen des Spei­ chers 10 handelt es sich um einen zeitraubenden Vorgang, durch den die Effektivität der Schäranlage beeinträchtigt wird. Man ist daher bestrebt, im Falle der Meldung eines Fehlers die Anlage so schnell stillzusetzen, daß die Feh­ lerstelle vor dem Schärriet 13 stehenbleibt und hier sofort beseitigt werden kann. Dies macht eine entsprechend schnel­ le Abbremsung des Kettbaums 3 und der beiden Walzen 7 und 8 erforderlich. In der dargestellten Anlage wird nun im Falle der Abbremsung die Walze 7 aus ihrer dargestellten, als Mitnahmelage 51 (siehe auch Fig. 2, 3) bezeichneten Lage so hochgeschwenkt, daß sich für die Fadenschar gegenüber der S-Form eine gestrecktere Form ergibt, was weiter unten anhand der Fig. 2 und 3 näher erläutert wird. Aufgrund dieser Führung der Fadenschar 5 läßt sich diese unter Schlupf über die Walzen 7 und 8 führen, so daß ein gegen­ über dem Lauf der Walzen 7 und 8 längerer Weiterlauf des Kettbaumes 3 zu keiner schädlichen Fadenspannung in der Fadenschar 5 führen kann, da nämlich in diesem Falle auf­ grund des Schlupfes der Fadenschar 5 gegenüber den Walzen 7 und 8 der zunächst weiterlaufende Kettbaum 3 die Fadenschar 5 über die abgebremsten Walzen 7 und 8 ziehen kann. Es handelt sich dabei natürlich um Vorgänge im Bereich von Bruchteilen einer Sekunde, die jedoch für die Funktion der Anlage entscheidend sein können. Insbesondere nimmt die erwähnte Verschwenkung der Walze 7 Rücksicht auf die Mas­ senträgheit des Kettbaums 3, die insbesondere bei vollge­ wickeltem Kettbaum 3 wesentlich größer ist als diejenige der Walzen 7 und 8.
Die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung 6 besteht aus der Grundplatte 14 mit den Seitenplatten 15 und 16, in denen die Walze 8 drehbar gelagert ist. Die Walze 8 dreht sich um die Achse 17, auf der die beiden Schwenkarme 18 und 19 drehbar gelagert sind. Die Schwenkarme 18 und 19 tragen die Achse 20, auf der die Walze 7 drehbar gelagert ist. Die beiden Schwenkarme 18 und 19 sind mit den Zahnsegmenten 21 und 22 versehen, in die die Zahnräder 23 und 24 eingreifen, die starr auf der Welle 25 gelagert sind. Die Welle 25 ist drehbar in den Seitenplatten 15 und 16 gelagert. Aufgrund dieser über die Zahnräder 23 und 24 und der Welle 25 beste­ henden Verbindung zwischen den Zahnsegmenten 21 und 22 ist gewährleistet, daß sich die beiden Schwenkarme 18 und 19 stets um den gleichen Winkel drehen. Das Zahnrad 23 ist mit dem Antriebszahnrad 26 gekoppelt, das von dem Antriebsmotor 27 angetrieben wird. Mit der Einschaltung des Antriebsmo­ tors 27 werden über die Zahnräder 26 und 23 die Schwenkarme 18 und 19 und damit die Walze 7 verschwenkt, und zwar in die in Fig. 2 strichpunktiert eingezeichnete Lage, in der die Fadenschar 5 in weitgehend gestreckter Form über die Walzen 7 und 8 geführt wird, so daß die Fadenschar 5 unter Schlupf gegenüber den Walzen 7 und 8 an diesen vorbeiglei­ ten kann.
In der Fig. 2 ist noch das Schärriet 13 und die Wickelma­ schine 12 mit dem Antriebsmotor 28 eingezeichnet, die den Kettbaum 3 in bekannter Weise trägt und antreibt.
Die Walze 8 und der Kettbaum 3 sind je mit den Bremsen 29 und 30 versehen, die aufgrund eines von dem Flusenwächter 9 gemeldeten Fehlers in bekannter Weise elektrisch betätigt werden, wobei gleichzeitig die Abschaltung des Antriebsmo­ tors 28 und die Einschaltung des Antriebsmotors 27 erfolgt, so daß die Walze 7 aus der Mitnahmelage 51 in die strich­ punktiert gezeichnete Verschiebungslage 37 verschwenkt wird. Der Antriebsmotor 27 wird dabei in unten beschriebe­ ner Weise nach Erreichen der Verschiebungslage 37 abge­ schaltet. Die von der Bremse 29 ausgeübte Bremskraft, die zunächst auf die Walze 8 wirkt, wird von dieser über die strichpunktiert angedeuteten Zahnräder 31 und 32 auf die Walze 7 übertragen. Die auf dem Schwenkarm 19 gelagerten Zahnräder 31 und 32 greifen in entsprechende Verzahnungen der Walzen 8 und 7 ein. Diese Bremskraftübertragung bleibt erhalten, unabhängig davon, in welche Lage die Walze 7 verschwenkt worden ist, da die Verschwenkung der Walze 7 auf einem Kreisbogen um die Achse 17 erfolgt.
In Fig. 2 sind weiterhin die an den Zahnsegmenten 21 und 22 angebrachten Schaltnocken 38 und 39 dargestellt, von denen der Schaltnocken 38 die Verschiebungslage 37 definiert. Beim Verschwenken der Walze 7 in die Verschiebungslage 37 trifft nämlich der Schaltnocken 38 auf den an der Seiten­ platte 15 angebrachten Endschalter 40 und betätigt dabei dessen Kontaktstößel 41, wodurch der Antriebsmotor 27 aus­ geschaltet wird. Der Schaltnocken 38 ist mittels des Lang­ loches 42 verschiebbar an dem Zahnsegment 21 befestigt, wodurch sich eine wahlweise Einstellbarkeit der Verschie­ bungslage 37 ergibt. Mittels des Schaltnockens 39 wird die Mitnahmelage der Walze 7 definiert, wie diese mit durchge­ henden Linien in Fig. 2 eingezeichnet ist. Der Schaltnocken 39 betätigt den Kontaktstößel 43 des Endschalters 44, der an der Seitenplatte 16 befestigt ist. Mittels des Endschal­ ters 44 wird der Antriebsmotor 27 abgeschaltet, wenn die Walze 7 von der Verschiebungslage 37 in ihre Mitnahmelage 51 zurückbewegt wird. Auch diese Mitnahmelage 51 ist mit­ tels des Langloches 45 wahlweise einstellbar. Im Zusammen­ hang mit dem Antriebsmotor 27 sei noch darauf hingewiesen, daß es sich dabei um einen sogenannten Bremsmotor handelt, der mit seiner Abschaltung auf kurzem Wege stehen bleibt. Auf diese Weise wird erreicht, daß mit Abschaltung durch die Endschalter 40 und 44 die betreffende Verschwenkbewe­ gung der Walze 7 sofort beendet wird.
In Fig. 3 ist die Mitnahmelage der Walze 7 in zwei wahl­ weise einstellbaren Positionen schematisch durch strich­ punktierte Linienführung angedeutet. Daraus ergibt sich gegenüber der Mitnahmelage 51 mit S-förmiger Führung der Fadenschar 5 eine gestrecktere Führung der Fadenschar, die ein Hindurchführen der Fadenschar 5 durch die Walzen 7 und 8 unter Schlupf gegenüber den Walzen 7 und 8 ermöglicht.
In Fig. 4 ist eine Abwandlung der Vorrichtung 6 gemäß der Fig. 1 dargestellt. Die in Fig. 4 gezeigte Vorrichtung 33 weist die drei Walzen 34, 35 und 36 auf, die nach Art einer doppelten S-Form geführt werden und dabei schlupffrei von den Walzen 34, 35, 36 mitgenommen werden bzw. diese mitneh­ men. Im Falle der Stillsetzung der Anlage läßt sich die Walze 35 aus ihrer Mitnahmelage 51 in die in Fig. 5 darge­ stellte Verschiebungslage 37 überführen, in der die Faden­ schar 5 in einer gestreckteren Form geführt wird, so daß die Fadenschar 5 an die Walzen 34, 35, 36 unter Schlupf vorbeigeführt werden kann.
Es sei noch darauf hingewiesen, daß die erwünschte Wirkung der Verschwenkung der einen Walze 7 bzw. 35 in die Ver­ schiebungslage 37 auch dann eintritt, wenn die betreffende Anlage von Hand stillgesetzt wird. Auch in diesem Falle wird durch die erwähnte Verschwenkung der Walze 7 bzw. 35 dafür gesorgt, daß ein längerer Auslauf des Kettbaums 3 nicht zu einer Überlastung der Fadenschar 5 führt.
In der Fig. 2 sind die Mittel dargestellt, die dazu dienen, dem Problem zu begegnen, daß sich aufgrund einer Stillset­ zung des Kettbaums 3 ergibt, wenn dieser sich noch im Hochlaufen befindet, also seine Betriebsdrehzahl noch nicht erreicht hat. Wie obenerwähnt, wird hierzu die Verschiebung der Walze 7 aus der Verschiebungslage 37 bis zu einer Zwischenstellung rückgängig gemacht, die in Fig. 2 durch das gestrichelt gezeichnete Walzenende mit dem Be­ zugszeichen 46 angedeutet ist. Mit 46 ist also die Zwi­ schenstellung bezeichnet. Der Übergang von der vorher ein­ genommenen Verschiebungslage 37 in die Zwischenstellung 46 geht folgendermaßen vor sich:
Bei Verschwenkung der Walze 7 aus der mit durchlaufenden Linien gezeichneten Mitnahmelage 51 in die Verschiebungs­ lage 37 werden die Zannsegmente 21 und 22 verdreht, bis der Schaltnocken 38 auf den Kontaktstößel 41 des Endschalters 40 trifft, womit der die Verschwenkung bewirkende Motor 27 stillgesetzt wird. Durch eine in diesem Zusammenhang nicht interessierende elektrische Steuerung wird dann nach Still­ stand des Kettbaums 3 der Motor 27 erneut in entgegenge­ setzter Richtung eingeschaltet und dreht die Segmente 21, 22 zurück, bis der Schaltnocken 38 auf den Schaltkontakt 47 trifft, der mit dieser Betätigung den Motor 27 stillsetzt, so daß mit dem Ende dieser Verschwenkungsbewegung die Walze 7 die Zwischenlage 46 einnimmt. Durch eine entsprechende elektrische Steuerung wird dafür gesorgt, daß der Schalt­ kontakt 47 beim Überlaufen durch den Schaltnocken 38 aus der Mitnahmelage 51 in die Verschiebungslage 37 nicht wirk­ sam wird. Es kann dann nach Beseitigung des die Stillset­ zung des Kettbaums 3 bewirkenden Fehlers der Motor 28 für das Hochlaufen des Kettbaums 3 wieder eingeschaltet werden. Wenn nun während des Hochlaufens ein Fehler festgestellt wird, so ergibt sich eine erneute Stillsetzung des Kett­ baums 3, die relativ schnell erfolgt, insbesondere wenn sich der Kettbaum noch im Anfangsstadium seines Hochlaufens befand. Diese schnelle Stillsetzung des Kettbaums 3 erfor­ dert nun eine entsprechend schnelle Rückkehr der Walze 7 in die Verschiebungslage 37, was dadurch gewährleistet ist, daß die Walze nur aus der Zwischenlage 46 in die Verschie­ bungslage 37 zu verschwenken ist, also über einen relativ kurzen Weg. Erreicht beim Hochlaufen des Kettbaums 3 dieser schließlich seine Betriebsdrehzahl, so wird mittels einer in diesem Zusammenhang nicht interessierenden elektrischen Steuerung die Walze 7 durch Einschaltung des Motors 27 in die Mitnahmelage 51 rückgeführt, in der, wie oben erläu­ tert, der Motor 27 durch den Schaltnocken 39 bei seinem Auftreffen auf den Kontaktstößel 43 des Endschalters 44 abgeschaltet wird.
In der Fig. 2 sind auch in prinzipieller Weise die Mittel dargestellt, mit denen bei Anfahren der Anlage im Falle einer von der Mitnahmelage 51 abweichenden Lage, also der Verschiebungslage 37, die verschiebbare Walze 7 mit einer der Geschwindigkeitszunahme des Kettbaums 3 angepaßten Geschwindigkeit in der Mitnahmelage 51 verschoben wird. Hierzu dient das elektrische Steuergerät 48, dem über die Meßleitung 49 ein die Drehzahl des Motors 28 und damit die Geschwindigkeit des Kettbaums 3 repräsentierendes Signal übermittelt wird und das aus diesem Signal eine Steuerspan­ nung erzeugt, die über die Steuerleitung 50 dem Motor 27 zugeführt wird. Der Motor 27 erfolgt damit hinsichtlich seiner Drehzahl der von dem Steuergerät 48 abgeleiteten Steuerspannung, die das Steuergerät 48, wie gesagt, von der Drehzahl des Motors 28 ableitet. Bei dem Steuergerät 48 handelt es sich um eine bekannte elektrische Schaltung, auf die es in diesem Zusammenhang nicht ankommt, da sich die Erfindung nicht auf diesen elektrischen Teil der Anlage bezieht. Die über die Steuerleitung 50 dem Motor 27 zuge­ leitete Steuerspannung sorgt dabei im wesentlichen dafür, daß zu der jeweiligen Drehzahl des Kettbaums 3 die Walze 7 eine bestimmte Lage zwischen der Verschiebungslage 37 und der Mitnahmelage 51 einnimmt, was sich dadurch erreichen läßt, daß die Steuerspannung 50 den Motor 27 mit einer Geschwindigkeit laufen läßt, aufgrund deren die Walze 7 bei ihrer Verschwenkung aus der Verriegelungslage 37 in die Mitnahmelage 51 dem Hochlaufen des Kettbaums 3 gerade folgt.

Claims (5)

1. Verfahren zum Schären oder Zetteln, bei dem zum Aufrechterhalten einer bestimmten Fadenspannung die Fadenschar während des kontinuierlichen Betriebs S-förmig durch eine in einer Mitnahmelage befindliche Walzenanordnung schlupffrei gegenüber den Walzen hindurchgeführt und auf einem Kettbaum aufgewickelt wird, und bei dem zum Stillsetzen des Schär- oder Zettelvorganges der Kettbaum abgebremst und gleichzeitig eine der Walzen aus der Mitnahmelage radial in von der Fadenschar wegweisender Richtung in eine die Schlupffreiheit der Fadenschar aufhebende Verschiebungslage verschoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Anfahren der Anlage aus der Verschiebungslage (37) oder einer Zwischenstellung (46) heraus erfolgt, aus der die verschiebbare Walze (7, 35) in die Mitnahmelage (51) derart zurückgeführt wird, daß diese Mitnahmelage (51) erst dann erreicht wird, wenn der Kettbaum (3) weitgehend hochgelaufen ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Stillsetzen des Kettbaums (3) die Verschiebung der verschiebbaren Walze (7, 35) teilweise bis zu der Zwischen­ stellung (46) rückgängig gemacht wird, aus der das Anfahren der Anlage erfolgt und erst nach dem Hochlaufen des Kettbaums (3) die verschiebbare Walze (7, 35) in die Mitnahmelage (51) zurückgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Anfahren der Anlage aus der Verschiebungslage (37) bzw. der Zwischenstellung (46) erfolgt, aus der die verschiebbare Walze (7, 35) mit einer der Geschwindigkeitszunahme des Kettbaums (3) angepaßten Geschwindigkeit in die Mitnahmelage (51) verschoben wird.
4. Schär- bzw. Zettelanlage mit einer Vorrichtung zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Fadenspannung, die parallel zueinander angeordnete Walzen aufweist, von denen die eine bis zu einer Verschiebungslage verschiebbar angeordnet ist, zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für die verschiebbare Walze (7, 35) ein steuerbarer Verschiebungsantrieb (27) vorgesehen ist, der bei Anfahren der Anlage die verschiebbare Walze (7, 35) aus der Zwischenstellung (37, 46) gesteuert vom Hochlaufen des Kettbaums (3) in die Mitnahmelage (51) verschiebt.
5. Schär- bzw. Zettelanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenstellung (37, 46) wahlweise einstellbar ist.
DE19863628168 1986-08-20 1986-08-20 Schaer- bzw. zettelanlage mit einer vorrichtung zur aufrechterhaltung einer erforderlichen fadenspannung Granted DE3628168A1 (de)

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