DE3627351A1 - Atemgasbefeuchter - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Atemgasbefeuchter mit
einem Wasserbehälter, der zur Nachfüllung einer
gleichbleibenden Vorratsmenge mit einer in einem
Gehäuse aufgenommenen inneren Kammer verbunden ist, in
welche das Atemgas von einer diese umgebenden äußeren
Kammer kommend hineinleitbar und nach seiner
Anfeuchtung aus einem Atemgasauslaß abführbar ist.
Ein derartiger Atemgasbefeuchter ist aus der
DE-PS 25 12 607 bekanntgeworden.
Bei dem bekannten Atemgasbefeuchter sind die Böden
beider Kammern mit einem Wasservorrat bedeckt, wobei
die Nachfüllung des verbrauchten Wassers aus dem
Wasserbehälter in die innere Kammer erfolgt, von der
sie in die äußere Kammer übertreten kann. Das trockene
Atemgas tritt in die äußere Kammer über eine Vielzahl
von Durchtrittsöffnungen ein, welche so angeordnet
sind, daß sie stets unterhalb des Wasserspiegels der
Vorratsmenge einmünden. Somit wird das anzufeuchtende
Atemgas in kleinen Luftbläschen durch das Wasser
gedrückt und tritt danach aus einem Atemgasauslaß zum
Verbraucher.
Bei dem bekannten Atemgasbefeuchter ist es von
Nachteil, daß größere Luftmengen nur unzureichend
angefeuchtet werden, da die Aufteilung des
Atemgasstromes in kleine Luftbläschen eine natürliche
Begrenzung für den maximal anfeuchtbaren Atemgasstrom
darstellt. Man müßte eher entweder die
Anfeuchterkammern erheblich vergrößern oder die Größe
der Luftblasen, welche das Wasser durchsetzen sollen,
deutlich erhöhen, was jedoch einer effektiven
Anfeuchterleistung entgegenwirkt.
Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe
zugrunde, einen Atemgasbefeuchter der genannten Art so
zu verbessern, daß eine großflächigere und dadurch
wirkungsvollere Anfeuchtung des Atemgases erzielt
wird, wobei die äußeren Abmessungen möglichst gering
bleiben sollen.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt dadurch, daß die
Wandflächen der Innenkammer und der Außenkammer mit
Dochtbahnen versehen sind, die in die Vorratsmenge
eintauchen, die Atemgaszuführung in die Außenkammer
mündet und der Atemgasauslaß von der Innenkammer
abgeht, wobei der Wasserbehälter von der Innenkammer
umschlossen ist.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Erfindung ist darin zu
sehen, daß durch eine erhebliche Vergrößerung der an
der Verdunstung mitwirkenden Wasseroberfläche eine
deutliche Verbesserung der Atemgasbefeuchtung erzielt
wird. Das Verhältnis zwischen befeuchtender Oberfläche
und anzufeuchtendem Atemgasvolumen wird merklich
zugunsten der Oberfläche erhöht. Dieses günstige
Verhältnis wird noch dadurch verbessert, daß der
Wasserbehälter im wesentlichen das Volumen der
Innenkammer ausfüllt, wodurch ein zwangsläufiges
Verdrängen der anzufeuchtenden Atemluft an die
Dochtoberflächen erzielt wird. Außerdem wird dadurch
eine möglichst kompakte Bauform des Atemgasbefeuchters
erreicht.
Weil die Zufuhr des Atemgases in den mit Dochten
ausgekleideten Raum der Außenkammer erfolgt, tritt
eine unverzügliche Anfeuchtung des trockenen Atemgases
sofort bei Eintritt in den Atemgasbefeuchter ein.
Um zu verhindern, daß während des Betriebes des
Atemgasbefeuchters Tröpfchen oder Spritzwasser aus dem
Atemgasauslaß autreten, wird dieser mit einem
Spritzwasserschutz versehen.
Der Wasserbehälter kann vorteilhafterweise in einem
Wasserauslaufstück am Boden der Innenkammer
aufgenommen werden.
Zweckmäßigerweise ist das Wasserauslaufstück mit
Kanälen durchsetzt, durch die bei geöffnetem
Wasserbehälter die Flüssigkeit auf den Boden der
beiden Kammern austreten kann. Die Höhe der Mündungen
der Kanäle von dem Boden bestimmt die Höhe des
Wasserspiegels der Vorratsmenge.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn das
Wasserauslaufstück derart mit dem Flaschenverschluß
kombiniert ist, daß nach begrenztem Lösen des
Verschlusses Auslaufwege für das Anfeuchtungswasser
freigegeben werden. In diesem Fall kann der
Wasserbehälter mit gelöstem Verschluß als
Vorratsflasche in die Innenkammer eingesetzt werden,
wobei sie in ihrer Position beispielsweise durch eine
nichtdargestellte Feder zwischen Flaschenboden und
Deckel gehalten ist.
Zum bequemen Tragen des Atemgasbefeuchters z. B. am
Gürtel des Geräteträgers ist an dem Gehäuse eine
Befestigungslasche vorgesehen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand
einer Zeichnung schematisch dargestellt und im
folgenden näher erläutert.
In der einzigen Figur ist ein zylindrisches Gehäuse
(1) des Atemgasbefeuchters dargestellt, welches von
einem Deckel (2) abgeschlossen wird. Im Gehäuse (1)
ist eine weitere zylindrische innere Kammer (3)
konzentrisch zu der Wandung des Gehäuses (1)
angebracht, so daß das Gehäuse (1) eine ringförmige
Außenkammer (17) bildet, in deren Raum eine
Atemgaszuführung (4) mündet, welche über einen
Einlaßstutzen (5) mit einer nicht dargestellten
Atemgasquelle verbindbar ist. Die Atemgaszuführung (4)
kann gleichzeitig in Form eines Schalldämpfers,
beispielsweise aus gesinterter Keramik, ausgebildet
sein. Die Innenflächen der Außenkammer (17) sowie die
Wandfläche der Innenkammer (3) sind mit Dochtbahnen
(6) ausgekleidet. Die Gasströmungsverbindung von der
Außenkammer (17) zur Innenkammer (3) stellt ein
Durchbruch (7) in der Innenkammer (3) dar. In der
Innenkammer (3) ist ein Wasserbehälter (8) mit seiner
Öffnung in einem Wasserauslaufstück (9) gehalten, das
sich am Boden der Innenkammer (3) befindet. Im Deckel
(2) führt ein Atemgasauslaß (10) von der Innenkammer
(3) zu einem ebenfalls nicht dargestellten
Verbraucher. Vor der Öffnung des Atemgasauslasses (10)
innerhalb der Innenkammer (3) ist ein
Spritzwasserschutz (11) in Form eines zum Innenraum
hin gewölbten, die Öffnung des Atemgasauslasses (10)
überdeckenden Abweisbleches angebracht. Ebenfalls im
Deckel (2) angeordnet ist ein Überdruckventil (13). An
dem Deckel (2) ist eine Befestigungslasche (12)
vorgesehen, durch deren Öffnung beispielsweise ein
nicht dargestellter Haltegurt gezogen werden kann.
Im Betrieb tritt aus dem gefüllten Wasserbehälter (8)
Wasser durch Kanäle (14) des Wasserauslaufstücks (9)
auf den Boden sowohl der Innenkammer (3) als auch der
Außenkammer (17) aus. Die Höhe des Wasserspiegels der
Vorratsmenge (15) steigt so lange an, bis die Kanäle
(14) bedeckt sind. Die Dochtbahnen (6) saugen sich mit
Wasser voll, wobei Öffnungen (16) im Bodenbereich der
Innenkammer (3) vorgesehen sind, so daß der
Wasservorrat auch in die Außenkammer (17) eindringen
kann. Das trockene Atemgas wird über die
Atemgaszuführung (4) in die Außenkammer (17) geleitet
und dort angefeuchtet, wonach es über den Durchbruch
(7) in die Innenkammer (3) und von dort zum
Atemgasauslaß (10) geführt wird. Da die Innenkammer
(3) mit dem Wasserbehälter (8) ausgefüllt ist, wird
die Atemluft zwangsläufig entlang der Dochtbahnen (6)
geführt, wodurch eine intensive Anfeuchtung möglich
wird.
Claims (6)
1. Atemgasbefeuchter mit einem Wasserbehälter, der
zur Nachfüllung einer gleichbleibenden
Vorratsmenge mit einer in einem Gehäuse
aufgenommenen inneren Kammer verbunden ist, in
welche das Atemgas von einer diese umgebenden
äußeren Kammer kommend hineinleitbar und nach
seiner Anfeuchtung aus einem Atemgasauslaß
abführbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wandflächen der Innenkammer (3) und der
Außenkammer (17) mit Dochtbahnen (6) versehen
sind, die in die Vorratsmenge (15) eintauchen,
die Atemgaszuführung (4) in die Außenkammer (17)
mündet und der Atemgasauslaß (10) von der
Innenkammer (3) abgeht, wobei der Wasserbehälter
(8) von der Innenkammer (3) umschlossen ist.
2. Atemgasbefeuchter nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß dem Atemgasauslaß (10) ein
Spritzwasserschutz (11) vorgelagert ist.
3. Atemgasbefeuchter nach einem der Ansprüche 1
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Boden der
Innenkammer (3) ein Wasserauslaufstück (9) für
den Wasserbehälter (8) vorgesehen ist.
4. Atemgasbefeuchter nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Wasserauslaufstück (9)
von Kanälen (14) zur Nachfüllung der
Vorratsmenge (15) durchsetzt ist.
5. Atemgasbefeuchter nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Wasserauslaufstück (9)
als begrenzt lösbarer Flaschenverschluß
ausgebildet ist.
6. Atemgasbefeuchter nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gehäuse
(1) eine Befestigungslasche (12) vorgesehen ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863627351 DE3627351A1 (de) | 1986-08-12 | 1986-08-12 | Atemgasbefeuchter |
| NL8701112A NL8701112A (nl) | 1986-08-12 | 1987-05-11 | Ademgasbevochtiger. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863627351 DE3627351A1 (de) | 1986-08-12 | 1986-08-12 | Atemgasbefeuchter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3627351A1 true DE3627351A1 (de) | 1988-02-18 |
Family
ID=6307236
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863627351 Withdrawn DE3627351A1 (de) | 1986-08-12 | 1986-08-12 | Atemgasbefeuchter |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3627351A1 (de) |
| NL (1) | NL8701112A (de) |
Cited By (7)
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- 1987-05-11 NL NL8701112A patent/NL8701112A/nl not_active Application Discontinuation
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| US10682488B2 (en) | 2015-01-09 | 2020-06-16 | Bmc Medical Co., Ltd. | Humidification device, humidifier and ventilator |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL8701112A (nl) | 1988-03-01 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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| 8130 | Withdrawal |