DE3626115A1 - Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines luftreifens - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines luftreifensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vor
richtung zum Herstellen eines Luftreifens.
Bei der herkömmlichen Herstellung von Radialkar
kassenreifen wird eine Lage aus parallelem gummier
tem Kord auf eine Trommel oder eine Wickelschablone
mit axial zur zylindrischen Wickelschablone verlaufen
dem Kord über eine innere Auskleidung gelegt und
werden die Wulstdrahtanordnungen axial im Abstand
voneinander und koaxial zueinander um diese Lage her
um angeordnet. Anschließend wird die Lage in eine In
eingriffnahme mit den Wulstdrahtanordnungen ausein
andergezogen und werden die axial äußeren Teile der
Lage um die Wulstdrahtanordnungen herum gelegt, um
sogenannte Umschläge zu bilden die bei dem geformten
und fertiggestellten Reifen über eine beträchtliche
Strecke von den Wulstdrahtanordnungen radial nach
außen verlaufen können.
Durch die Erfindung sollen ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum Herstellen eines Reifens geschaffen
werden, bei denen die Wulstumschläge erheblich ver
kleinert werden können.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungs
gemäße Vorrichtung eignen sich insbesondere zum
Herstellen eines Reifens mit einer Karkassenlage, die
mit einem Verfahren und einer Vorrichtung hergestellt
wird, wie sie in der GB-PS 21 59 185 A beschrieben sind.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Herstel
len eines Luftreifens wird ein Verstärkungskord um
zwei beabstandete Elemente gewickelt, um eine Lage
aus einem endlosen Verstärkungskord mit einer Reihe
von Schlingen neben den Rändern der Lage zu bilden,
wird der Kord gummiert, um eine verstärkte elastomere
Lage zu bilden, wird wenigstens eines der Halteelemte
in Schlingen an jedem Rand der Lage so angeordnet,
daß ringförmige Halteelemente an jedem Lagenrand
gebildet sind, wird die Lage in eine zylindrische Form
gebracht, wird eine Wulstdrahtanordnung koaxial zur
zylindrischen Lage zusammen mit den Halteelementen
angeordnet und werden die Halteelemente in jede je
weilige Wulstdrahtanordnung eingelegt, um die Kord
schlingen mit jeder jeweiligen Wulstanordnung zu ver
ankern.
Die Haltelemente können Drähte sein, die zu Ringen
gebildet sind, deren Enden miteinander verbunden sein
können oder nicht. Die Halteelemente können in einem
Stück mit dem Wulstdraht ausgebildet sein, der durch
die Schlingen auf jeder Seite der Lage geht, und an
schließend ringförmig ausgebildet werden, so daß sie
einen Teil der Wulstanordnung bilden, der gebündelte
Drahtringe umfaßt.
Beim Einbau in einen Reifen können andererseits die
Halteelemente auch kreisförmig gemacht und ver
schweißt und so an den Wulstdrahtanordnungen ange
bracht werden, daß sie die Kord-Schlingen sicher veran
kern. Jede Wulstdrahtanordnung kann mit einer Nut
vorgeformt sein, die an einer geeigneten Stelle so ange
bracht ist, daß der zugehörige Haltedraht aufgenommen
werden kann.
Die erfindungsgemäße Reifenherstellungsschablone
umfaßt eine Reihe von drehbaren Scheiben zum Halten
einer Reifenkarkasse auf deren Außenflächen, wobei
wenigstens eine Scheibe so angeordnet ist, daß sie eine
Reifeninnenauskleidung trägt, die als Wicklung darauf
ausgebildet ist, und während des Wickelvorgangs von
einer Stelle an einem Ende der Schablone zu einer Stelle
am anderen Ende der Schablone wandert.
Im folgenden werden anhand der zugehörigen Zeich
nung besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele der
Erfindung näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Karkassenlage und Halteele
mente zur Verwendung gemäß der Erfindung, wobei
gleichzeitig eine vergrößerte Einzelheit dargestellt ist,
Fig. 2 eine andere Karkassenlage und Wulstanord
nungen, die gleichfalls gemäß der Erfindung verwandt
werden können, wobei ebenso eine vergrößerte Einzel
heit dargestellt ist,
Fig. 3 bis 11 in schematischen Axialschnittansichten
die Stufen der Herstellung einer Reifenkarkasse und
ihren Einbau in eine Reifenlaufflächenanordnung,
Fig. 12 in einer schematischen axialen Stirnansicht
mehr im einzelnen die in Fig. 7 dargestellte Herstel
lungsstufe,
Fig. 13 eine Axialansicht derselben Herstellungsstufe,
Fig. 14 bis 20 in ähnlichen Ansichten wie in Fig. 1 bis 9
ein anderes Verfahren, wobei Einzelheiten der Herstel
lungsschablone im Querschnitt nur über der Mittellinie
der Schablone dargestellt sind,
Fig. 21 bis 23 mehr in einzelnen die in Fig. 14 bis 20
dargestellte Schablone, und
Fig. 24 einen anderen Herstellungsschritt der die in
Fig. 2 dargestellte Karkassenlage verwendet.
Die Abfolge der Arbeitsschritte bei der Herstellung
eines Luftreifens ergibt sich anhand der Fig. 3 bis 11 in
der folgenden Weise:
Fig. 3 bis 5 zeigen ein Verfahren zur Vorbereitung
einer inneren Gummiauskleidung 27 aus einem schma
len Streifen 10, der von einer Vorratsrolle oder vorzugs
weise von einem kleinen Kalander neben einer Reifen
herstellungsschablone 11 zugeführt wird, die eine Reihe
von koaxialen, axial beweglichen Scheiben 15, 16, 17, 18
und 19 umfaßt. Die Scheiben 15 bis 19 haben jeweils
eine zylindrische Außenfläche zum Halten einer Reifen
karkasse oder eines Teils der Reifenkarkasse an den
verschiedenen Stufen ihrer Herstellung. Die Schablone
11 hat einen Durchmesser, der größer als der Wulst
durchmesser des darauf herzustellenden Reifens ist.
Wie es in Fig. 3 dargestellt ist, wird die innere Aus
kleidung 27 dadurch gebildet, daß der Streifen 10 als
eine endlose, schraubenförmige und axial verlaufende
Wicklung aufgewickelt wird, indem am Anfang die
Scheiben 15, 17 und 19 gedreht werden, die an einem
Ende der Schablone 11 gruppiert sind, und eine Druck
rolle 25 dazu benutzt wird, den Streifen auf die Scheiben
zu legen und die Wicklung durch eine axiale Bewegung
der Rolle 25 von links nach rechts fortschreitet, um eine
Lage mit nahtlosem Übergang oder eine zusammenge
fügte Lage zu bilden. Normalerweise werden zwei
Schichten des Streifens 10 gewickelt, wobei die Verbin
dungsstellen der zweiten Schicht relativ zu den Verbin
dungsstellen der ersten Schicht versetzt sind.
Fig. 4 zeigt den Abschluß des Aufwickelvorganges
zur Bildung der inneren Auskleidung 27. Da die Wick
lung schraubenförmig verlegt ist, müssen die Enden be
schnitten werden, was nicht dargestellt ist, woraufhin
die Scheiben 15 und 16 axial entfernt werden, so daß die
Auskleidung 27 auf den Scheiben 17, 19 und 18 in der in
Fig. 4 dargestellten Weise gehalten bleibt. Während des
Aufwickelvorganges bleiben die Scheiben 17 und 18
axial ortsfest, während die Scheibe 19 von der Stellung
neben der Scheibe 17 in Fig. 3 zu der Stellung neben der
Scheibe 18, die in ausgezogenen Linien in Fig. 4 darge
stellt ist, am gegenüberliegenden Ende der Wickel
schablone wandert. Die Scheibe 19 bewegt sich axial
derart, daß sie zum Streifen ausgerichtet bleibt, so daß
sie den Streifen hält, während er quer über die Wik
kelschablone gewickelt wird. Dadurch ist es möglich,
eine hohle Wickelschablone zu verwenden und somit
alle Arbeitsvorgänge zum Herstellen des Reifens, ein
schließlich der Formgebung, auf derselben Wickelsch
ablone auszuführen. Nach dem Aufwickeln der inneren
Auskleidung kehrt die Scheibe 19 in die durch gestri
chelte Linien in Fig. 4 dargestellte Lage im mittleren
Bereich der Wickelschablone zurück.
Fig. 5 zeigt die nach unten, d. h. radial nach innen
gegen die Endflächen der Scheiben 17 und 18 umge
schlagenen Endabschnitte 28 und 29 der Auskleidung
Die innere Auskleidung ist nun in einem geeigneten
Zustand zur Aufnahme einer Karkassenverstärkungsla
ge 30, wie es in Fig. 6 dargestellt ist.
Die Lage 30 wird zweckmäßigerweise mittels einer
Vorrichtung hergestellt, die ähnlich der Vorrichtung ist,
die in der GB-PS 21 59 185 A beschrieben ist, und zwei
in Längsrichtung verlaufende drehbare Spindeln, die
parallel im Abstand zueinander angeordnet sind und
von denen jeweils eine für jeden Rand des Stoffes der
Lage bestimmt ist, einen Kordwickelkopf und eine Ein
richtung umfaßt, die den Wickelkopf um das Spindel
paar dreht, um eine Kordwicklung zu bilden, die um
beide Spindeln geht und fortschreitend axial durch
schraubenförmige Elemente koaxial zu den Spindeln an
den Spindeln entlang bewegt wird, und um den Wickel
kopf in die zur Richtung der Spindeldrehung entgegen
gesetzte Richtung zu drehen, damit die Wicklung syn
chron an beiden Spindeln entlangbewegt wird.
Die mit der oben beschriebenen Vorrichtung gebilde
te Kordlage umfaßt eine Endloskordverstärkung 31 mit
einer Reihe von Schlingen 36 neben den Rändern der
Lage. Das ist in Fig. 1 dargestellt.
Die Herstellung der Karkassenlage umfaßt weiterhin
das Aufbringen dünner Schichten von nicht vulkanisier
tem Rohgummi auf die obere und untere Außenfläche
der Kordwicklung, während diese von den Spindeln
kommt, um dadurch eine gummierte Parallelkordlage
zu bilden, bei der die Ränder nicht gummierte Kord
schlingen aufweisen, die von den Rändern des gummier
ten Kordgewebes vorstehen.
Halteelemente 32 und 33, vorzugsweise Drahtele
mente, wobei auch andere Materialien, wie aromatische
Polyamide, Nylon oder Polyester in Frage kommen,
werden anschließend durch die Schlingen 36 hindurch
an jedem Rand der Lage angeordnet, um ringförmige
Halteelemente an jedem Rand der Lage zu bilden, wenn
diese zylindrisch geformt wird.
Die Halteelemente können in den Schlingen nach der
Gummierung der Kordlage oder vor der Gummierung
der Kordlage angeordnet werden.
Ein Verfahren zum Einbringen der Drähte in die
Schlingen besteht darin, jeden Halteelementdraht durch
die Mitte der jeweiligen Spindel so zu führen, daß die
Kordschlingen an den Halteelementen gehalten sind,
während sie von der Spindel abgenommen werden.
Das oben erwähnte Verfahren liefert ein durchgehen
des Stück einer elastomeren Verstärkungslage, das dann
auf die geeignete Länge geschnitten werden muß, die
benötigt wird. Wenn die Halteelemente sich bereits an
ihrer Stelle befinden, ist es notwendig, sowohl den Ver
stärkungskord als auch die Haltedrähte zu schneiden.
Die Kordlage und die Halteelemente werden zylin
drisch mit den ringförmig umschlossenen Halteelemen
ten an jedem Ende geformt.
Eine Lage 30, wie sie in Fig. 6 dargestellt ist, umfaßt
somit eine zylindrische Schicht aus gummiertem Kord
material 31, in der der Kord in axialer Richtung verläuft
und die Schlingen 36 aufweist, die um die Haltedrähte
32, 33 herumführen. Nach der kreisförmigen Ausbildung
der Haltedrähte um die Wickelschablone werden deren
Enden verschweißt, wobei benachbarte Kordschlingen
getrennt werden, um Schweißelektroden einführen zu
können, ohne das Gewebe zu beschädigen, woraufhin
die kreisförmigen Haltedrähte gebogen oder gefaltet
werden, damit die Enden 34 und 35 der Lage radial nach
unten gegen die Enden der Wickelschablone geschlagen
werden können, wie es in Fig. 7 dargestellt ist. Die Aus
bildung des Haltedrahtes 32 in einen gefalteten Zustand
ist im einzelnen in Fig. 12 dargestellt in der auch die
Schweißstelle 38 gezeigt ist, an der die Enden des Drah
tes 32 aneinander befestigt sind und die gleichfalls die
Wulstdrahtanordnung 40 zeigt, die anschließend in ihre
Lage neben dem entsprechenden Ende der Wickel
schablone gebracht wird, wie es in Fig. 8 dargestellt ist.
Eine ähnliche Wulstdrahtanordnung 41 wird an dem ge
genüberliegenden Ende der Wickelschablone angeord
net. Die Wulstdrahtanordnung umfaßt vorzugsweise ei
ne Vielzahl von ringförmigen Windungen eines endlo
sen Drahtes, die in eine geeignete Wulstform, beispiels
weise eine rechteckige, hexagonale, kreisförmige und
ähnliche Wulstform, gebündelt sind.
Die Wulstanordnungen 40 und 41 sind so ausgebildet,
daß eine Drahtwindung an der axial außen liegenden
Seite des Wulstbündels in der radial außen liegenden
Drahtschicht fehlt, so daß eine leere Stelle in der Wulst
drahtformation in der äußeren Schicht der Wulstanord
nung vorhanden ist.
Eine Vorrichtung zum Falten der Haltedrähte 32, 33
in der in den Fig. 7, 8, 12 und 13 dargestellten Form ist
nicht gezeigt, sie kann jedoch aus einer Reihe von ko
axial verlaufenden Fingern bestehen, die am Anfang um
zwei Teilkreise mit verschiedenen Durchmessern ange
ordnet sind und axial zur Wickelschablone jeweils radial
innen und radial außen von dem Draht 32 oder 33 be
wegt werden. Die Finger werden dann zusammengezo
gen, wobei die äußeren Finger radial nach innen stärker
als die inneren Finger gezogen werden, um den Halte
draht in der in Fig. 2 dargestellten Weise zu verformen.
Dadurch wird wirksam der Durchmesser der Haltedräh
te verringert, so daß die Wulstdrahtanordnungen 40, 41
an die nach unten geschlagenen Teile 34, 35 der Lage
gepaßt werden können, wie es in Fig. 8 dargestellt ist.
Die axial verlaufenden Finger werden dann axial nach
außen abgezogen und freigegeben, damit die Halte
drähte 32, 33 ihre natürliche Kreisform wieder einneh
men können.
Fig. 9 zeigt den Zustand der teilweise aufgebauten
Reifenkarkasse anschließend an das Freigeben der Hal
tedrähte. Ein weiterer Arbeitsvorgang, der in Fig. 10
dargestellt ist, dient dann dazu, die Haltedrähte in einen
Ineingriff mit den geeigneten ringförmigen Nuten 43, 44
oder Zwischenräumen zu drücken, die vorher in der
Wulstdrahtanordnung ausgebildet sind, wie es im Vor
hergehenden beschrieben wurde.
Die fertige Karkassenlage, die Auskleidung und die
Wulstanordnungen werden vereinigt, wie es in Fig. 10
dargestellt ist, und die Karkassenlage wird dadurch ge
spannt, daß die Scheiben 17 und 18 etwas voneinander
wegbewegt werden. Die anderen Reifenbauteile, wie
beispielsweise die Wulstfüller, die Verschleiß- oder
Scheuerstreifen usw., können in dieser Phase angeord
net werden.
Die nächste Phase ist eine Formgebung, die in Fig. 9
dargestellt ist und bei der das Innere des Reifens über
eine geeignete herkömmliche Einrichtung aufgeblasen
wird, und die Scheiben 17 und 18 aufeinander zu bewegt
werden, um dadurch der Reifenkarkasse eine toroidale
Form zu geben. Zweckmäßigerweise erfolgt die Form
gebung in einem Laufflächenträgerring 50, in dem eine
vorher geformte Lauffläche und eine Zwischenlage 51
um die Karkasse herum angeordnet werden, so daß die
Zwischenlage und die Lauffläche genauso zusammenge
setzt werden können, daß die Zwischenlage und die
Lauffläche symmetrisch zur Umfangsmittellinie der
Karkasse verlaufen. Der Laufflächenträgerring 50 kann
eine Form bilden, und die Seitenwände können im vor
geformten Zustand dadurch zusätzlich ausgebildet wer
den, daß sie auf geeigneten Seitenwandformplatten ge
halten sind, um ein endgültiges Aushärten oder Vulkani
sieren zu ermöglichen, wie es in der GB-Patentanmel
dung 21 34 439 A beschrieben ist.
Die Fig. 14 bis 20 zeigen ein zweites Ausführungsbei
spiel des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Herstel
len eines Luftreifens, wobei gleichfalls die Wickelscha
blone mehr im einzelnen dargestellt ist.
Fig. 14 zeigt einen Aufwickelvorgang, bei dem eine
Auskleidung dadurch gebildet wird, daß fortschreitend
schraubenförmig ein Streifen um eine Wickelschablone
gewickelt wird, wie sie im Vorhergehenden anhand der
Fig. 1 bis 9 beschrieben wurde. Die Wickelschablonen
anordnung 100 umfaßt drei drehbare Scheiben 101, 102
und 106, wobei ihre Arbeitsweise im wesentlichen ähn
lich der ist, die oben in Verbindung mit den Fig. 3 bis 5
beschrieben wurde, allerdings mit der Ausnahme, daß
nur drei Scheiben benutzt werden. Das Aufwickeln be
ginnt auf zwei Scheiben 101 und 102, von denen die
Scheibe 102 nach rechts bewegt wird, während die Aus
kleidung 103 so, wie sie gewickelt wird, unter einer sich
bewegenden Rolle 104 gehalten wird, und endet auf der
Scheibe 106. Die drei koaxialen Scheiben 101, 102 und
106 sitzen auf einer Hohlwelle 130 und sind axial durch
innere Stangen 131 und 132 bewegbar. Die Stange 131
weist mit einem Gewinde versehene Abschnitte mit ent
gegengesetzter Gewinderichtung auf, um die Scheiben
101 und 106 aufeinander zu und voneinander weg zu
bewegen, wie es an sich bekannt ist.
Fig. 15 zeigt die Scheibe 102 in ihrer mittleren Lage
und die innere Auskleidung 103, die durch scheibenför
mige Messer 135 zugeschnitten wird.
Fig. 16 zeigt die Zugabe der Karkassenverstärkungs
lage 30, die im unteren Teil in dieser Figur fehlt, wobei
die Teile, die die Haltedrahtelemente 108, 109 enthalten,
über den Rand der Wickelschablone vorstehen. Bei die
sem Ausführungsbeispiel ist der Gesamtdurchmesser
der Wickelschablone, der Auskleidung 103 und der Läge
30 etwas kleiner als der Innendurchmesser der Wulst
drahtanordnungen 115, 116 (siehe Fig. 17), die zur Rei
fenkarkasse zusammenzusetzen sind. Die Haltedrähte
108, 109 können als ein unterbrochener Ring ausgebil
det sein, bei dem die Enden des Drahtstückes nicht mit
einander verschweißt sind, sondern etwas überlappen,
um die kreisförmigen Halteringe im Durchmesser vor
dem Schweißen auf den endgültigen Durchmesser aus
dehnen zu können, der benötigt wird, damit sie in die
erforderliche Position an der Wulstdrahtanordnung
passen.
Fig. 17 zeigt die Wulstdrahtanordnungen 115, 116 in
ihrer Lage über der Auskleidung und der Karkassenver
stärkungslage auf der Wickelschablone 100 und Fig. 18
zeigt die Ausdehnung der Scheiben 101 und 106, um die
Wulstdrahtanordnungen 115, 116 über die Karkassen
verstärkungslage zu erfassen. Die Scheiben 101 und 106
haben radial gleitend verschiebbare Segmente 136, 137
mit schrägen Kurvenflächen 138 an ihren radial innen
liegenden Endabschnitten, die mit einer konischen
Scheibe 140 in Eingriff bringbar sind, die gleitend ver
schiebbar an der Welle 130 angebracht ist. Die Halte
drähte 108 und 109 werden auf ihren erforderlichen
Durchmesser, d. h. mit aneinander anliegenden Enden,
ausgedehnt. Die Enden der Drähte 108, 109 können
dann zusammengeschweißt werden, um nicht mehr
dehnbare Ringe zu bilden, die in Fig. 19 dargestellt sind,
und dann über eine geeignete Einrichtung in eine Inein
griffnahme mit den entsprechenden Nuten 118, 119 ge
drückt werden, die jeweils in den Wulstdrahtanordnun
gen 115, 116 ausgebildet sind, wie es im Vorhergehen
den beschrieben wurde. Wie bei dem zuerst genannten
Ausführungsbeispiel können in dieser Phase Wulstfüll
stoffstreifen und Verschleiß- oder Abriebstreifen zu
sätzlich vorgesehen werden. Die Karkassenverstär
kungslage wird dann durch eine Auswärtsbewegung der
Scheiben 101, 106 gespannt. Die Karkasse wird dann in
eine Ineingriffnahme mit der Lauffläche und der Zwi
schenlage 125 gebracht, die in einem Laufflächenform
ring 126 gehalten sind, wie es in Fig. 20 dargestellt ist.
Schließlich werden vorgeformte Seitenwände, die an
geeigneten Seitenwandformplatten gehalten sind, ange
ordnet, und wird die gesamte Anordnung ausgehärtet
oder vulkanisiert, wie es in der GB-Patentanmeldung
21 34 439 A beschrieben ist.
Die Fig. 21, 22 und 23 zeigen mehr im einzelnen die
Abfolge der Arbeitsvorgänge zum Ausdehnen der
Scheibe 101, um die Karkassenverstärkungslage 30 und
eine Auskleidung 103 mit doppelter Stärke mit der
Wulstdrahtanordnung 115 in Eingriff zu bringen. Die
Wickelschablone 100 enthält eine Hülse 120 aus einem
flexiblen Kunststoffmaterial, die sich von einem Ende
der Schablone zum anderen erstreckt und auf den radial
ausdehnbaren Segmenten 136 und 137 gehalten ist.
Wenn die Arbeitsvorgänge der Fig. 14 und 15 ausge
führt werden, besteht der Zweck der Hülse 120 darin,
die Auskleidung 103 zu halten, während sich die beweg
liche Scheibe 102 die in einer Linie mit der Rolle 104
ausgerichtet gehalten ist, in der Hülse 120 über die
axiale Breite der Wickelschablone zwischen den Schei
ben 101 und 106 bewegen kann. Die Hülse 120 besteht
aus einem Material mit niedriger Reibung, damit die
Scheibe 102 frei darin gleiten kann und wirkt der Nei
gung zu einer Axialbewegung der Scheibe 102 entge
gen, die diese sonst hätte, um die Windungen auseinan
derzuziehen, während sie sich quer bewegt.
Fig. 22 zeigt die Scheibe 101 und die Segmente 136
und 137 im auseinandergezogenen Zustand, um die
Wulstanordnung 115 zu ergreifen und in Stellung zu
bringen, wobei die Expansion der Segmente 137 eine
Schulter liefert, um die Wulstdrahtanordnung genau in
Stellung zu bringen.
In Fig. 23 ist die Formgebung der Reifenkarkasse mit
den nun vorgesehenen Füllstoffstreifen 122 dargestellt,
wobei bei diesem Arbeitsvorgang der mittlere Teil der
Hülse 120 durch den Aufblasdruck radial nach innen
abgebogen wird, was zu seiner Aufrechterhaltung dient,
indem die inneren Teile der Wickelschablone abgedich
tet werden.
Wie es in den Fig. 2 und 24 dargestellt ist, können bei
alternativen Verfahren die Halteelemente in Form eines
einzigen Drahtringes ausgebildet werden, der ein Teil
eines Endlosdrahtes der Wulstdrahtanordnungen ist. Je
der Wulst 215 kann aus einer Vielzahl von Drahtwick
lungen bestehen, wobei ein Teil dieses Drahtes in den
Schlingen 36 an dem jeweiligen Rand der Lage 30 ange
ordnet werden kann derart, daß die Halteelemente 232
und 233 für die Schlingen tatsächlich von einer einzigen
Wicklung der Wulstanordnung 215 gebildet werden.
Wie es in Fig. 24 dargestellt ist, werden die Wulstan
ordnungen 215 somit gleichzeitig mit dem Wickeln der
Lage 30 auf die Wickelschablone 100 ausgebildet. Die
Arbeitsweise der Wickelschablone 100 setzt sich, wie
oben beschrieben, fort.
Claims (10)
1. Verfahren zum Herstellen eines Luftreifens, da
durch gekennzeichnet, daß ein Verstärkungskord
um zwei beabstandete Elemente gewickelt wird,
um eine Lage aus einem endlosen Verstärkungs
kord mit einer Reihe von Schlingen neben den Rän
dern der Lage zu bilden, der Kord gummiert wird,
um eine verstärkte elastomere Kordlage zu bilden,
wenigstens ein Halteelement in den Schlingen an
jedem Rand der Lage angeordnet wird, um ringför
mig umschlossene Halteelemente an jedem Lagen
rand auszubilden, die Lage in eine zylindrische
Form gebracht wird, Wulstdrahtanordnungen ko
axial zur zylindrischen Lage zusammen mit den
Halteelementen angeordnet werden, und die Halte
elemente in jede jeweilige Wulstdrahtanordnung
eingebracht werden, um die Kordschlingen mit je
der jeweiligen Wulstanordnung zu verankern.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß dünne Schichten aus nicht vulkani
siertem Rohgummi auf die obere und untere Au
ßenfläche der Kordlage aufgebracht werden, wenn
diese von den beiden beabstandeten Elementen
kommt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Halteelemente dadurch zu
Ringen gebildet werden, daß sie kreisförmig ge
macht und an ihren Enden miteinander verbunden
werden, und daß die Lage um eine Wickelschablo
ne mit einem Durchmesser gewickelt wird, der grö
ßer als der der Wulstdrahtanordnungen ist, wobei
die kreisförmigen Halteelemente anschließend ge
faltet werden, um ihren Durchmesser zu verrin
gern, die Wulstdrahtanordnungen dann über die
Halteelemente mit verringertem Durchmesser ge
führt werden, die anschließend freigegeben wer
den, damit sie ihre natürlich Kreisform wieder ein
nehmen und dann in einen Ineingriff mit den jewei
ligen Wulstdrahtanordnungen gedrückt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Lage um eine ausdehnbare
Wickelschablone bei einem Durchmesser kleiner
als dem Innendurchmesser der Wulstdrahtanord
nungen gewickelt wird, die Wulstdrahtanordnun
gen dann um die Lage herum angeordnet werden,
die Wickelschablone auseinandergezogen wird, um
die Wulstdrahtanordnungen über die Lage zu er
greifen und die Enden der Halteelemente dann auf
dem Durchmesser aneinander befestigt werden,
der benötigt wird, damit sie an die Wulstdrahtan
ordnungen passen.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß eine innere Ausklei
dung für die Lage dadurch gebildet wird, daß fort
laufend schraubenförmig ein Streifenmaterial um
eine Wickelschablone gewickelt wird, die eine Rei
he von sich drehenden Scheiben umfaßt, wobei we
nigstens eine Scheibe axial während des Wickelvor
gangs von einer Stelle an einem Ende der Wik
kelschablone zu einer Stelle am anderen Ende der
Wickelschablone läuft derart, daß sie axial mit ei
nem Teil des Streifenmaterials ausgerichtet bleibt,
das auf die Trommel gewickelt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß jede Wulstdrahtanordnung eine
Vielazhl von zusammengebündelten Endlosdraht
ringen umfaßt, und daß das Halteelement aus we
nigstens einem Ring des Endlosdrahtes gebildet
wird, der in den Schlingen an den jeweiligen Lagen
rändern angeordnet wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 3, 4, 5 oder
6, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteelemente
durch die Mitte jedes der beabstandeten Elemente
beim Aufwickeln der Kordlage geführt werden, um
die Schlingen der Kordlage zu halten, wenn diese
von den beabstandeten Elementen kommt.
8. Im wesentlichen zylindrische Wickelschablone,
gekennzeichnet durch wenigstens drei drehbare
koaxiale Scheiben zum Halten einer Reifenkarkas
se an ihren radialen Außenflächen, wobei eine
Scheibe jedem axialen Endabschnitt der Wickel
schablone zugeordnet ist und die andere innere
Scheibe so angeordnet ist, daß sie sich zwischen
den beiden Endabschnitten der Wickelschablone
bewegen kann, um einen Teil einer elastomeren
Lage zu halten, die von einem Streifen aus darum
gewickelt wird.
9. Wickelschablone nach Anspruch 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Hülse aus einem flexiblen
Material zwischen den beiden Scheiben verläuft,
die den Endabschnitten der Schablone zugeordnet
sind, und daß die innere Scheibe innerhalb der Hül
se axial bewegbar ist.
10. Wickelschablone nach Anspruch 8 oder 9, da
durch gekennzeichnet, daß die den beiden Endab
schnitten der Schablone zugeordneten Scheiben
sich simultan aufeinander zu und voneinander weg
bewegen können, und daß jede Scheibe radial aus
dehnbare Segmente hat, um eine Karkassenlage
gegen eine Wulstanordnung zu drücken, die um die
Lage herum angeordnet ist.
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