DE3625119A1 - Befestigungselement fuer biegeelastische, laengliche konstruktionselemente - Google Patents
Befestigungselement fuer biegeelastische, laengliche konstruktionselementeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Befestigungselement für biegeelastische,
längliche Konstruktionselemente, wie Kabel oder Schläuche gemäß Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
Gattungsgemäße Befestigungselemente sind im Stand der Technik in vielerlei
Variationen bekannt und dabei in Anlehnung an den speziellen Verwendungszweck
ausgestaltet. Damit diese auf flächigen Gegenständen befestigt werden können,
ist es beispielsweise bekannt, auf den Gegenstand aufzuklebende Haltemittel
zu verwenden (DAS 21 59 974). Weitaus geläufiger allerdings ist aber die
Befestigung mittels sperater in entsprechende Durchbrüche des flachigen
Gegenstandes eingesetzter Klammern, die Aufnahmen für das Konstruktionselement
aufweisen.
So ist beispielsweise aus der DE-AS 19 03 060 eine einstückige Federklammer
zum Halten von Rohren oder Schläuchen bekannt geworden. Diese ist als Feder
blech ausgebildet und weist einen in ein Loch einer Abstützung einsteckbaren
Teil zur Befestigung der Klammer und einen Kopfteil zur Aufnahme des Kon
struktionselementes auf.
Ein im Prinzip ähnlich aufgebautes Befestigungselement für Kabel ist bei
spielsweise der GB-PS 10 75 301 zu entnehmen.
Diese sowie weitere konstruktiv meist ähnlich aufgebaute Befestigungselemente
weisen den Nachteil auf, daß aufgrund ihrer komplexen Formgebung die Her
stellung relativ aufwendig ist und diese Bauteile darüber hinaus die Teile
vielfalt des Gesamtsystems zusätzlich erhöhen. Soll je nach den gegebenen
Erfordernissen ein solches Befestigungselement überdies geeignet sein, das
Konstruktionselement auch gegen Axialkräfte, z. B. Zugkräfte zu sichern,
das heißt diese Axialkräfte aufzunehmen, so wird deren Herstellung noch
aufwendiger werden.
Von diesem Stand der Technik ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung
die Aufgabe zugrunde, ein Befestigungselement für biegsame, längliche
Konstruktionselemente zu schaffen, mit dem einwirkende Axialkräfte, ins
besondere Zugkräfte aufgenommen werden können, das ferner preisgünstig her
stellbar ist und letztendlich eine Erhöhung der Teilevielfalt entbehrlich
macht.
Diese Aufgabe wird durch Verwendung eines Befestigungselementes gelöst,
welches durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gekennzeichnet ist.
Einer der besonderen Vorteile dieses Befestigungselementes liegt darin,
daß dieses bereits bei der Herstellung des flächigen Gegenstandes ohne größeren
Aufwand als unverlierbarer Bestandteil desselben entsteht. Zur Aufnahme
von Zugkräften werden ohne zusätzlichen Aufwand in geschickter Weise die
auftretenden Reibkräfte ausgenutzt, die durch die Führung (Krümmungen mit
zweimaliger Richtungsänderung) des Konstruktionselementes entstehen. Dessen
konstruktive Gestalt wird dabei in besonders vorteilhafter Weise dafür ausge
nutzt, die Wirkung, das heißt die Haltekraft des Befestigungselementes zusätz
lich zu erhöhen. Weitere Vorteile ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie
der nachstehenden Figurenbeschreibung.
Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung beschrieben.
Dabei zeigt
Fig. 1 ein aus einem flächigen Gegenstand herausgearbeitetes
Befestigungselement in seiner Ausgangslage,
Fig. 2 das Befestigungselement in der Gebrauchslage zum Halten
eines Kabels,
Fig. 3 ein im Randbereich eines flächigen Gegenstandes vorgesehenes
Befestigungselement in seiner Ausgangslage,
Fig. 4 das gleiche Befestigungselement in der Gebrauchslage zur
Halterung eines Kabels.
Fig. 1 zeigt einen Bereich eines flächigen Gegenstandes (1), der beispiels
weise ein Karosserie- oder Ausstattungselement von Kraftfahrzeugen darstellen
könnte. Dabei käme als Anwendungsfall die Befestigung diverser Elektrokabel
an verdeckt liegenden und nach Einbau nur noch schwer zugänglichen Bereichen
der Armaturentafel in Frage. Denn gerade dort ist es von besonderer Wichtig
keit, daß die einmal verlegten und befestigten Kabel sich später nicht selbst
tätig lösen können, um beispielsweise im Fahrbetrieb des Kraftfahrzeuges
durch die dabei auftretenden Erschütterungen und Vibrationen zusätzliche
Klappergeräusche zu verursachen. Selbstverständlich sind auch andere Anwen
dungsgebiete denkbar, beispielsweise bei der Verlegung von Schläuchen zu
oder von diversen Funktionseinheiten eines Kraftfahrzeuges oder in sonstigen
Bereichen der Technik. Der flächige Gegenstand (1) ist dabei aus einem
relativ biegeelastischen bzw. biegeweichen, das heißt insbesondere nicht
spröden und daher nicht leicht brechenden Werkstoff gefertigt.
Das erfindungsgemäße Befestigungselement wird durch den flächigen Gegenstand
(1) selbst gebildet und setzt sich dabei aus einer Lasche (2) sowie einem
dieser zugeordneten Durchbruch (3) zusammen. Sowohl die Lasche (2) als auch
der Durchbruch (3) sind vorzugsweise rechteckförmig mit aufeinander senkrecht
stehenden Längsachsen (10, 11) ausgebildet und entstehen in dem in Fig.
1 dargestellten Ausführungsbeispiel durch den Einsatz entsprechender, auf
den flächigen Gegenstand (1) aufgesetzter Stanzwerkzeuge. Ist der flächige
Gegenstand aus Kunststoff, so können die Funktionsflächen des Befestigungs
elementes äußerst kostengünstig durch die besondere Formgebung in einem
Spritzgußwerkzeug hergestellt werden. Ein noch verbleibender Übergangsbereich
(9) zwischen der Lasche (2) und dem flächigen Gegenstand (1) bildet quasi
ein Gelenk, so daß die Lasche (2) um eine so gebildete Biegeachse (4) ge
klappt, d. h. gebogen werden kann. In diesem Bereich ergibt sich eine plastische
Verformung. Dieser Zustand ist in Fig. 2 dargestellt und verdeutlicht gleich
zeitig die Gebrauchslage des Befestigungselementes (2, 3). Zwecks Befestigung
des länglichen Konstruktionselementes, in diesem Falle eines Elektrokabels
(5), bildet man mit diesem eine Schlaufe, die dann von der einen Seite (6)
des flächigen Gegenstandes (1) durch den Durchbruch (3) etwas hindurchgesteckt
wird. Sodann kann die Lasche (2) umgeklappt werden, an die sich dann beim
Straffen des Elektrokabels (5) dasselbe anlegt und somit sicher gehalten
wird. Aufgrund der dabei entstehenden Krümmungen (zweimaliger Richtungswech
sel) entstehen insbesondere beim Auftreten von Zugkräften (F) an der Verbindungs
stelle höhere Reibungskräfte, die den Zugkräften (F) entgegenwirken und das
Elektrokabel (5) sicher halten. Ein eventuell bereits aufgesetzter Kabelstecker
stört bei der Herstellung der Verbindung nicht.
Für das einwandfreie Funktionieren dieser Befestigung ist es erforderlich,
die Abmessungen von Lasche (2) und Durchbruch (3) im Hinblick auf die Abmessungen
(Querschnitt) des Elektrokabels (5) miteinander in Einklang zu bringen.
So weist die vorzugsweise rechteckig ausgeführte Lasche (2) eine Länge (l)
auf, die größer ist als die Summe aus dem Abstand (a) zum Durchbruch (3)
und dessen Breite (y). Es ergibt sich die Beziehung (l < a + y).
Des weiteren weist der ebenfalls vorzugsweise rechteckförmig ausgeführte
Durchbruch (3) eine Länge (x) auf die größer ist als die Summe aus der Breite
(b) der Lasche (2) und dem zweifachen Querschnitt (d) des Elektrokabels
(5). Es ergibt sich somit die Beziehung (x < b + 2 × d). Damit beläßt die
Lasche (2) beim Überdecken über ihre linke und rechte Längskante (12, 13)
hinaus offene Bereiche des Durchbruches (3) für den Durchtritt des Elektro
kabels (5). Selbstverständlich ist der Durchbruch (3) auch in seiner Breite
(y) derart bemessen, damit das Elektrokabel (5) hindurchgeführt werden kann.
Sollte es unter Umständen zweckmäßig sein, Lasche (2) und Durchbruch (3)
anders als rechteckförmig zu gestalten, so sind obige Gesetzmäßigkeiten
in entsprechend abgewandelter Form zu berücksichtigen.
Die Fig. 3 und 4 zeigen in einer Ausgangslage bzw. in einer Gebrauchslage
ein mehr im Randbereich eines flächigen Gegenstandes (1) gelegenes Befestigungs
element. Eine Lasche (7) ist in diesem Falle als Fortsatz an eine äußere
Kante (8) des flächigen Gegenstandes (1) ausgeführt. Diese Kante (8) bildet
dabei dann auch in diesem Bereich die Biegeachse. Bezüglich der Abmessungen
und Zuordnung von Lasche (7) und Durchbruch (3) sind die zur Ausführungsform
nach den Fig. 1 und 2 getroffenen Festlegungen entsprechend übertragbar.
Zum Erzeugen einer exakt definierten Biegelinie und zur Vermeidung von Kerb
spannungsspitzen ist es sinnvoll, beidseitige nach innen gerichtete Radien
(15) vorzusehen. Dies könnte auch bei der Ausführungsform nach den Fig.
1 und 2 Anwendung finden.
Claims (6)
1. Befestigungselement für biegeelastische, längliche Konstruktionselemente,
wie Kabel oder Schläuche auf einem flächigen Gegenstand, insbesondere
zur Befestigung von Schläuchen oder Elektrokabeln an Karosserie- oder
Ausstattungselementen von Kraftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß
das Befestigungselement durch den flächigen Gegenstand (1) selbst gebildet
wird, dergestalt, daß ein Flächenbereich als vorzugsweise längliche Lasche
(2, 7) ausgebildet ist, der ein ebenfalls vorzugsweise länglicher Durch
bruch (3) zugeordnet ist, wobei der Übergangsbereich (9) zwischen Lasche
(2, 7) und dem übrigen Flächenbereich des Gegenstandes (1) eine Biegeachse
(4, 8) für die Lasche (2, 7) bildet, die, entsprechend gebogen, den Durch
bruch (3) überlappend überdeckt und dabei über ihre linke und rechte
Längskante (12, 13) hinaus offene Bereiche für den Durchtritt des Konstruk
tionselementes (5) beläßt.
2. Befestigungselement nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
Lasche (2, 7) und Durchbruch (3) rechteckförmig ausgebildet sind und
ihre Längsachsen (10, 11) aufeinander senkrecht stehen.
3. Befestigungselement nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
Lasche (2) und Durchbruch (3) sich aus Ausstanzungen des flächigen Gegen
standes (1) ergeben.
4. Befestigungselement nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lasche (7) als Fortsatz einer äußeren Kante (8) des flächigen Gegen
standes (1) ausgeführt ist und sowohl Lasche (7) als auch Durchbruch
(3) sich entsprechend dem verwendeten Werkstoff aus einer Ausstanzung
oder als besondere Formgebung in einem Spritzgußwerkzeug ergeben.
5. Befestigungselement nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lasche (2, 7) eine Länge (l) aufweist, die größer ist als die Summe
aus dem Abstand (a) zum Durchbruch (3) und dessen Breite (y).
6. Befestigungselement nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Durchbruch (3) eine Länge (x) aufweist, die größer ist als die Summe
aus der Breite (b) der Lasche (2) und dem zweifachen Querschnitt (d)
des länglichen Konstruktionselementes (5).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863625119 DE3625119A1 (de) | 1986-07-25 | 1986-07-25 | Befestigungselement fuer biegeelastische, laengliche konstruktionselemente |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19863625119 DE3625119A1 (de) | 1986-07-25 | 1986-07-25 | Befestigungselement fuer biegeelastische, laengliche konstruktionselemente |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3625119A1 true DE3625119A1 (de) | 1988-01-28 |
| DE3625119C2 DE3625119C2 (de) | 1988-04-21 |
Family
ID=6305927
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863625119 Granted DE3625119A1 (de) | 1986-07-25 | 1986-07-25 | Befestigungselement fuer biegeelastische, laengliche konstruktionselemente |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3625119A1 (de) |
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- 1986-07-25 DE DE19863625119 patent/DE3625119A1/de active Granted
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Also Published As
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| DE3625119C2 (de) | 1988-04-21 |
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