DE3622035A1 - Vorrichtung zur kondensation von unter druck stehendem wasserdampf und seine anwendung zum abkuehlen eines kernreaktors nach einem stoerfall - Google Patents
Vorrichtung zur kondensation von unter druck stehendem wasserdampf und seine anwendung zum abkuehlen eines kernreaktors nach einem stoerfallInfo
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- Structure Of Emergency Protection For Nuclear Reactors (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Konden
sation von Wasserdampf mit einem Druck, der sehr viel
höher als der Atmosphärendruck ist, wie z. B. der
Wasserdampf, der von einem Dampferzeuger eines Druck
wasserkernreaktors während dessen Abkühlung nach
einem Störfall, erzeugt wird.
Es sind Vorrichtungen bekannt, mit denen ein
Druckwasserkernreaktor nach einer Abschaltung infolge
eines Störfalls abgekühlt werden kann. Solche Vorrich
tungen weisen, jeweils verbunden mit den Schleifen
des Primärkreises des Reaktors einen entsprechenden
Hilfsspeisekreis des Dampferzeugers auf. In dem
Hilfskreis ist ein Kondensator angeordnet, der an
den Ausgang des Dampferzeugers einerseits und an
Speisewasserversorgung in dem Dampferzeuger andererseits
angeschlossen ist. Während der Hilfskreis in Betrieb ist,
empfängt der Kondensator den Dampf des Dampferzeugers
und bewirkt dessen Kondensation. Der Kondensator des
Hilfskreises muß auf einem höheren Pegel angeordnet
sein als der Wasserspiegel des Wassers, das in dem
Dampferzeuger enthalten ist, so daß das
Kondensat durch schwerkraftbedingte Zirkulation in den
Dampferzeuger zurückgeschickt werden kann.
Der aus dem Dampferzeuger während des Abkühlens
des Reaktors austretende Dampf hat eine hohe Temperatur
und einen hohen Druck, die sich während des Abkühlens
ändern. Diese Temperatur und dieser Druck betragen
300°C bzw. 86 · 105 Pa zu Beginn der Abkühlung und
160°C und 5,8 · 105 Pa am Ende des Kühlvorgangs, gerade
vor dem Einschalten des Kühlkreises bei einer Reaktor
abschaltung. Die herkömmlichen derzeit verwendeten
Kondensatoren, die z. B. am Ausgang der Turbinen
der Stromgeneratoren angeordnet sind, sind für die
Abkühlung eines solchen Dampfes mit einer so hohen
Temperatur und einem so hohen Druck nicht ausgelegt.
Es wurden deshalb andere Vorrichtungen vorgeschlagen,
wie z. B. in eine großvolumige Wassermasse eingetauch
te Kondensatoren. Diese Kondensatoren bestehen aus
einer Einheit zum Verteilen und Austauschen von Wärme
mit einer Rohreinheit, in der Dampf zirkuliert. Die
Abkühlung und Kondensation dieses Dampfes erfolgt
aufgrund der Abkühlung der in die Wassermasse einge
tauchten Rohre. Diese Wassermasse besteht aus einem
oder mehrerer Becken, die innerhalb der Gebäudestruktur
an den Sicherheitsbehälter des Reaktors angrenzend
auf einer Höhe angeordnet ist, die oberhalb des Dampf
erzeugers liegt.
Diese Anordnung verkompliziert in bemerkenswerter
Weise die Gebäudekonzeption des Kernkraftwerks und
bei bestimmten Kernkraftwerkstypen ist es sogar un
möglich, solche Becken in einer gewissen Höhe vorzu
sehen.
Andererseits reicht der Austausch zwischen den
Rohrwandungen und der Wassermasse, in der diese
Rohre eintauchen, nicht immer aus, obwohl eine
lokale Blasenbildung in der Wassermasse, die in
Kontakt mit den Rohren steht, diesen Austausch
dank des gebildeten Dampfes favorisiert.
Schließlich ist das Regeln des Betriebs in
Becken größeren Volumens eingetauchter Kondensatoren
schwierig zu bewerkstelligen.
Es sind andererseits Kondensatoren bekannt, die
einen Wasserbehälter aufweisen, in dem eine große An
zahl von Wärmetauscherrohren angeordnet ist, die im
wesentlichen vertikal verlaufen und jeweils an ihrem
oberen Ende an einem Dampfsammler und an ihrem unteren
Ende an einem Kondensatsammler angeschlossen sind.
Das Wasser des Behälters, das in Kontakt mit den
Rohren verdampfen kann, wird in dem Behälter er
setzt. Ein solcher Kondensator hat indessen nur einen
mittelmäßigen Wirkungsgrad und die thermischen Aus
tauschprozesse, die durch den Kontakt der Außenfläche
der Rohre stattfinden,werden durch eine intensive
Zirkulation nicht favorisiert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Kondensationsvorrichtung für Wasserdampf, der unter
einem wesentlich höheren Druck als der Atmosphären
druck steht, anzugeben, die aufweist: Einen Wasser
behälter, eine Einheit zur Verteilung und zum Wärme
tausch, die im Inneren des Behälters befestigt ist
und aus einer Gruppe von Wärmetauscherrohren be
steht, die im wesentlichen vertikal verlaufen und
jeweils an ihrem oberen Ende an einen Dampfkollektor
und an ihrem unteren Ende an einen Kondensatkollektor
angeschlossen sind und eine Wasserzufuhr für den Was
serbehälter, wobei die Vorrichtung einen sehr großen
Wirkungsgrad aufgrund des effizienten Wärmeaustausches
hat und dabei nur eine begrenzte Kühlwassermenge in
der Anordnung selbst benötigt.
Diese Aufgabe wird anspruchsgemäß gelöst. Er
findungsgemäß ist der obere Teil des Behälters mit
einem Dampfabzug mit natürlicher Entlüftung verbun
den und ein im wesentlichen horizontal angeordnetes
Beruhigungsgitter ist innerhalb des Behälters oberhalb
des Austauschelements vorgesehen, um ein Mitreißen von
Wasser mit dem Dampf in den Abzug zu verhindern. Die
Vorrichtung weist einen Boilerkondensator auf, der
derart funktioniert, daß das mit der Außenfläche der
Rohre in Kontakt stehende Fluid aus einer zweiphasigen
Mischung aus Wasser und Wasserdampf besteht, wobei
ausgehend von dem Wasser des Behälters, der Konden
sationswärme des unter Druck stehenden Dampfes und
der Wärme des Kondensats die Zirkulation der zwei
phasigen Mischung durch den Dichteeffekt und durch
den Zug des Abzugs beschleunigt wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand der
Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1: einen Vertikalschnitt längs der Linie A-A
aus Fig. 2, durch eine erfindungsgemäße
Kondensationsvorrichtung,
Fig. 2: einen Ebenenschnitt längs der Linie B-B
in Fig. 1,
Fig. 3: einen Schnitt längs der Linie C-C in Fig. 1,
Fig. 4: eine Seitenansicht eines Elements der
Verteilungs- und Austauscheinheit der
Kondensationsvorrichtung und
Fig. 5: einen Schnitt längs der Linie V-V in Fig. 4.
Fig. 1 zeigt einen Sockel 1, der einen Teil der
Struktur eines Gebäudes des Kernkraftwerks bildet,
das an den Sicherheitsbehälter des Reaktors angrenzt.
Der Sockel 1 liegt auf einem höheren Niveau als der
Dampferzeuger.
Die erfindungsgemäße Kondensationsvorrichtung 2
ruht auf dem Sockel 1 mittels Trägern 3, die einen
Teil der widerstandsfähigen Struktur der Vorrichtung 2
bilden. Diese widerstandsfähige Struktur 2 weist eine
Gruppe von senkrecht angeordneten Stützen auf, die
mit der Außenwand des Behälters fest verbunden sind,
dessen mechanisches Verhalten und dessen Steifigkeit
sie gewährleisten. Der Behälter 6 hat die Form eines
Parallelepipeds und weist einen Boden 6 a aus dickem
Blech auf das mit den Seitenwänden verschweißt ist.
Die Seitenwände werden durch die Stützen 5 und einen
abnehmbaren Deckel 6 b versteift. Letzterer ruht auf
dem oberen Teil des Behälters und weist einen Dampf
abzugskamin 7 auf. Dampftrockner sind im Inneren des
Kamins 7 angeordnet, um ein Mitreißen von Wasser
tröpfchen durch den Dampf, der aus dem Behälter 6
austritt, zu verhindern. Wie Fig. 3 zeigt, hat der
Deckel 6 b eine Struktur, die Versteifungselemente
aufweist.
Die innere Struktur des Behälters 6 ist in den
Fig. 1 bis 3 sichtbar. Diese innere Struktur weist
eine Innenwand 10 auf, die auf der Innenseite des
Behälters 6 mittels Abstandhaltern 12 befestigt ist.
Die Struktur weist ferner ein Beruhigungsgitter 13
auf, das im wesentlichen horizontal verläuft und
auf den Abstandshaltern 12 ruht. Ferner enthält die
Struktur eine Trägerplatte 14, die auf dem Boden 6 b
ruht und die Verteiler- und Austauscheinheit 15
trägt, die in dem Wasser des Behälters eingetaucht
ist, dessen Pegel 16 im wesentlichen der Höhe des
Beruhigungsgitters 13 entspricht.
Die Einheit 15 ruht auf der Platte 14 mittels
des unteren Teils 18 a eines Schlittens 18, der eben
falls einen oberen Teil 18 b und seitliche Streben 18 c
aufweist, die das Zusammenfügen der Teile 18 a und 18 b
gewährleisten.
Die Verteilungs- und Austauscheinheit weist
sieben identische Elemente 19 auf, die parallel
zueinander im Inneren des Schlittens 18 angeordnet
sind.
Wie man in den Fig. 4 und 5 erkennt, weist
jedes Element 19 einen oberen Kollektor 20 für
den ankommenden Dampf und einen unteren Kollektor 22
zum Ablassen des Kondensats und eine Gruppe von Rohren 24
auf, die entlang dreier paralleler Reihen zwischen den
Kollektoren 20 und 22 angeordnet sind. Die Rohre 24 ver
laufen im wesentlichen vertikal und sind über ihre
oberen Teile mit dem Dampfkollektor 20 und ihre unteren
Teile mit dem Kondensatkollektor 22 verbunden.
Die geradlinigen Kollektoren 20 sind hintereinander
angeordnet, wobei sich ihre parallelen Achsen auf den
oberen Teil 18 b des Schlittens 18 stützen. Auf die
gleiche Weise sind die Kollektoren 22 mit parallelen
Achsen hintereinander angeordnet und stützen sich auf
dem unteren Bereich 18 a des Schlittens 18 ab und werden
auf dem Schlitten mittels Flanschen gehalten.
Jeder der Dampfkollektoren 20 ist an eine wärme
isolierte Versorgungsleitung 21 angeschlossen, wobei die
Leitungen 21 mit ihrem anderen Ende an einer Dampf
verteilerlleitung 23 angeschlossen sind, die horizontal
im unteren Teil der Einheit 15 angeordnet ist und selbst
wiederum an eine Leitung 35 angeschlossen ist, die den
Boden 6 a des Behälters 6 dicht durchquert, mittels einer
Balkdichtung 25, die andererseits die Ausdehnungsdifferen
zen zwischen der Leitung 35, die den unter hohem Druck
stehenden Dampf aufnimmt und der Wandung des Behälters 6
ausgleicht.
Auf die gleiche Weise ist jeder der Kollektoren 22
mit einer Kondensatablaßleitung 26 verbunden, wobei die
Leitungen 26 mit einem Kondensatkollektor 27 ver
bunden sind, der horizontal in dem unteren Teil der
Einheit 15 angeordnet ist und an eine Kondensatab
laßleitung angeschlossen ist, die den Boden 6 a des Be
hälters dicht durchquert. Die Kollektoren 23 und 27
sind auf Schlitten angeordnet, die auf der Trägerplatte 14
im Inneren des Behälters 6 ruhen.
Die Gesamtheit der Einheit 15 ist im Inneren des
Behälters 6, mit dem sie eine modulare Einheit bildet,
befestigt. Diese Einheit kann auf einem Sockel 1 des
an den Sicherheitsbehälter des Reaktors angrenzenden
Gebäudes auf einer Höhe angebracht werden, die höher
liegt als der Wasserpegel des in dem Dampferzeuger
enthaltenen Wassers. Die Leitung 35 und 28, durch
die der Dampf eintritt bzw. das Kondensat austritt,
sind also an ein Leitungssystem angeschlossen, das
den Dampf am Ausgang des Dampferzeugers aufnimmt
bzw. den Dampferzeuger speist.
Andererseits ist der Schlitten 18, der die Ein
heit 15 trägt, ebenfalls mit einem Handhabungsring 29
fest verbunden, der es ermöglicht, diese Einheit 15
mit einer Hebemaschine anzuheben und so von dem Be
hälter zu trennen, wobei der Deckel 6 b und das Gitter 13
vorher entfernt worden sind und die Anschlüsse der
Leitungen 35 und 28 vorher abmontiert wurden. Auf die
se Weise kann die Installation, die Reparatur und
Wartung der Kondensationsvorrichtung 2 ohne Schwierig
keit bewerkstelligt werden.
Eine Kühlwasserleitung 30 mündet im unteren Teil
des Behälters 6. Diese Leitung ist ebenfalls an einen
Kreis oder jede andere Kühlwasserspeisung 31 ange
schlossen. Diese Leitung 30 kann ebenfalls in dem
Behälter 6 an einem anderen Punkt münden, der unter
halb der Höhe des Beruhigungsgitters 13 liegt.
Insbesondere kann der Kreis 31 vollkommen passiv
ausgelegt sein wie das in der Parallelanmeldung der
Fa. FRAMATOME mit gleichem Altersrang wie diese An
meldung beschrieben ist. Ein solcher passiver Kreis
weist einen Sammelbehälter für Speisewasser auf,
das mit einem Druckgas beaufschlagtes Wasser ent
hält. Das Gaszufuhrventil oberhalb des Speisewassers
wird durch den Druck des Kühlwassers im Behälter 6
gesteuert, was es ermöglicht, zusätzliches Wasser
in den Behälter zu speisen, um einen konstanten Pegel
zu halten, z.B. um den Pegel in der in Fig. 1 gezeigten
Lage 16 zu halten.
Der Boden 6 a des Behälters 6 wird von einer Ent
leerungsleitung 32 durchquert, die es ermöglicht, den
Behälter vollständig zu entleeren oder das Wasser
dieses Behälters einer chemischen Behandlung zu
unterziehen und zwar auf eine diskontinuierliche
oder eine kontinuierliche Weise. Das behandelte Wasser
wird dabei über den Kreis 31 und die Leitung 30 wieder
eingelassen. Der Kreis 31 kann durch eine einfache
Einspritzpumpe ersetzt werden, die von einem Wasser
pegelfühler im Behälter 6 gesteuert wird.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt: Nach der
Notabschaltung des Reaktors infolge eines Störfalls
wird der Dampf des Dampferzeugers, an den der Konden
sator 2 angeschlossen ist, in die Leitung 35 geschickt
mittels Ventilen, die in dem Hilfsversorgungskreis des
Dampferzeugers vorgesehen sind. Der Dampf wird durch
den Kollektor 23 und die Leitung 21 auf die verschie
denen Kollektoren 20 der Einheiten 19 verteilt. Die
Wärmedämmung der Leitungen 21 durch ein metallisches
Dämmaterial ermöglicht es, die Dampfkondensation zu
verhindern, bevor der Dampf in die Kollektoren 20 ein
tritt und somit zu verhindern, daß während eines Leistungs
betriebs des Reaktors die von dem Dampf zu den Turbinen
hin mitgenommene Wassermenge ein störendes Ausmaß er
reicht. Der Dampf wird anschließend in die Rohre 24 ver
teilt, wo er kondensiert, durch Wärmeaustausch über
die Wände der Rohre. Das Kondensat 34 rieselt entlang
der Rohre und vereinigt sich im unteren Teil dieser
Rohre 24 und schließlich in den Kollektoren 22, bevor
es in den Speisekreis des Dampferzeugers über die
Leitung 28 zurückgeführt wird. Das im Behälter 6 bis
zu einem Niveau 16 enthaltene Wasser, in das die Rohre
24 eingetaucht sind, siedet und steht in Kontakt mit
den Rohrwänden, wobei der Dampf nach oben geführt wird
und das Kühlwasser solange durchquert, bis es das
Beruhigungsgitter durchtritt, welches es erlaubt,
das Mitreißen von Wasser durch den Dampf zu begrenzen
und dieses Wasser an die Basis des Austauscherelements 15
über eine absteigende Zirkulation in den Raum 11 zurück
zuführen, der zwischen der Innenwand 10 und der Seiten
wand des Behälters 6 angeordnet ist. Das in den unteren
Bereich der Tauschereinheit 15 gelangende Wasser beginnt
Dampf zu bilden, was die Dichte des Fluids, das mit
den Außenwandungen der Rohre 24 in Kontakt steht, ver
mindert. Dieses Fluid besteht aus einer Wasser-Dampf-
Mischung. Es steigt daher sehr schnell durch den Dich
teeffekt entlang der Rohre, deren Abkühlung es gewähr
leistet auf. Gleichzeitig wird dadurch die Kondensa
tion des in diesen Rohren unter Druck zirkulierenden
Dampfes sichergestellt. Es stellt sich somit eine
kontinuierliche Kühlfluidzirkulation entlang der Rohre 24
von unten nach oben ein, mit einer Rückführung des
Fluids, dessen Dampf durch den peripheren Teil des
Behälters 6 entfernt worden ist. Die Zirkulation und
die Erneuerung des Kühlfluids erfolgt umso schneller,
je kleiner die Wassermenge in dem Behälter 6 ist im
Verhältnis zum Volumen der Kühleinheit, aufgrund des
geringen thermischen Austauschs im Verhältnis zum
Volumen von Kühlbecken von Kondensatorelementen nach
dem Stand der Technik. Der in Kontakt mit den Rohren
24 gebildete Dampf, der an dem im Behälter schnell
zirkulierenden Fluid durch das Gitter 13 abgetrennt
wurde, wird über den Kamin 7, abgezogen, wobei die
Dampftrockner 8 es ermöglichen, die noch in diesem
Dampf enthaltenen Wassertropfen zurückzuführen. Der
natürliche Durchzug des Kamins 7 erlaubt es, die
Wasserdampfzirkulation und somit die Zirkulation
des zweiphasigen Wasser-Dampffluids entlang der
Austauschrohre 24 zu beschleunigen. Das in Dampf
form über den Kamin 7 in die Atmosphäre geschickte
Wasser wird im Behälter 6 durch Ergänzungswasser
mittels einer Wasserspeisung 30 ergänzt. Es kann
ein relativ hoher Wassererneuerungsdurchsatz im Be
hälter 6 vorgesehen werden, was eine schnelle Zir
kulation und eine intensive Abkühlung in Kontakt mit
den Rohren 24 favorisiert. Die Vorrichtung arbeitet
also wie ein Kondensatorboiler, wobei das Kühlwasser
in Kontakt mit der thermischen Austauschoberfläche
zum Sieden gebracht wird.
Die Kühlleistung der Austauscheinheit 15 kann
dadurch eingestellt werden, daß der Durchsatz der
Speisung des Dampferzeugers mit Kondensat am Ausgang
dieses Austauschelements 15 eingestellt wird. Die
Änderung dieses Durchsatzes erlaubt es, den Konden
satpegel 34 in den Rohren 24 zu ändern. Die Kühllei
stung der Austauscheinheit 15 ist praktisch proportional
zur Länge der von Kondensat leeren Rohren, in denen sich
die Kondensation abspielt. Diese Länge der von Konden
sat freien Rohre kann mittels eines Regelorgans für
den Durchfluß der Dampferzeugerspeisung mit Kondensat
eingestellt werden. Eine passive Regelvorrichtung,
die diesem Prinzip entspricht, ist in der Patentan
meldung der Fa. FRAMATOME mit dem selben Altersrang
wie diese Anmeldung beschrieben, die auf eine Kühl
vorrichtung eines Kernreaktors nach einem Störfall,
gerichtet ist. Es ist zu bemerken, daß die Lage der
Grenzschicht, die den Dampf von dem Kondensat 34
in Rohren 24 trennt, nicht allein vom Kondensatdurch
satz durch den Speisekreis des Dampferzeugers abhängt,
sondern auch von dem thermodynamischen Kennwerten des
in den Kondensator 2 geschickten Dampfs.
Die wesentlichen Vorteile der erfindungsgemäßen
Vorrichtung liegen darin, eine vereinfachte Installa
tion der Vorrichtung zu ermöglichen, da ihr Volumen
reduziert ist und die Vorrichtung einen sehr großen
Kühlwirkungsgrad und einen Kondensationswirkungsgrad
hat, aufgrund einer schnellen Zirkulation des Kühl
fluids, das in Kontakt mit den Rohren steht, was
alleine durch passive Mittel erhalten wird. Die
Sicherheit dieser Vorrichtung ist daher sehr hoch.
Außerdem werden nur geringe Wassermengen mit dem
Dampf mitgerissen, trotz einer aufsteigenden Dampf
zirkulation mit hoher Geschwindigkeit. Außerdem
erlaubt die Kondensationsvorrichtung eine exzellente
Steuerung der abgeführten Leistung, da die Erzeugung
der Dampfblasen, die in Kontakt mit den Rohren stehen,
steigt, wenn die durch den Dampf zugeführte Leistung
steigt und die Dichte des mit den Rohren in Kontakt
stehenden Fluids daher sinkt. Der Dichteunterschied
zwischen diesem Fluid und dem von oben nach unten
in dem Raum 11 zirkulierenden Wasser steigt, was
die Antriebskraft, die die Zirkulation des Kühlfluids
bewirkt und somit den Fluiddurchsatz erhöht.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die oben
beschriebenen Ausführungsformen.
Es ist vorstellbar, die Verteilungs- und Aus
tauscheinheit in einer anderen Form zu verwirkli
chen, mit einer verschiedenen Anzahl von Austausch
elementen und von Rohrreihen in jedem dieser Aus
tauschelemente, als dies in der oben stehenden Be
schreibung ausgeführt ist. Die Rohre können im
Inneren des Behälters mehr oder weniger geneigt
angeordnet sein.
Gleichermaßen kann der Behälter eine andere
Form aufweisen. Die Wasserspeisung für den Behälter
zu dessen Wiederauffüllung kann ebenfalls durch
einen passiven Kreis realisiert werden wie durch
eine geregelte Einheit, die aktive Elemente, wie
z.B. Pumpen, enthält.
Schließlich kann die erfindungsgemäße Kondensa
tionsvorrichtung nicht nur verwendet werden, in einem
Hilfsspeisekreis eines Dampferzeugers, der eine
Sicherheitskühlvorrichtung eines Kernreaktors dar
stellt, sondern ebenfalls in jedem Fall, in dem
es notwendig ist, Dampf, der unter einem wesentlich
höheren Druck als der Atmosphärendruck steht, zu
kondensieren.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Kondensation von Wasserdampf, dessen
Druck deutlich größer ist als der Atmosphärendruck
mit einem Wasser enthaltenden Behälter (6), einer
Verteiler- und Wärmeaustauscheinheit (15), die im
Inneren des Behälters (6) befestigt ist und eine
Gruppe im wesentlichen senkrechter Austauschrohre (24),
die jeweils an ihrem oberen Ende an einem
Dampfeintrittskollektor (20) und an ihrem unteren Ende
an einem Kondensatkollektor (29) angeschlossen sind
und die eine Wasserspeisung (30, 31) für den Behäl
ter (6) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
der obere Teil des Behälters (6) an einem Dampfabzugs
kamin (7) angeschlossen ist, der mit natürlichem Abzug
arbeitet und daß ein im wesentlichen horizontal ange
ordnetes Beruhigungsgitter (13) in dem Behälter (6)
oberhalb des Austauschelements (15) angeordnet ist,
um ein Mitreißen von Wasser mit dem Dampf im Kamin (7)
zu verhindern, wobei die Vorrichtung einen Boiler
kondensator bildet, der derart funktioniert, daß
das mit der Außenfläche der Rohre (24) in Kontakt
stehende Fluid aus einer zweiphasigen Mischung aus
Wasser und Dampf besteht, die aus den von dem im
Behälter (6) enthaltenen Wasser durch die Kondensa
tionswärme des unter Druck stehenden Dampfes und
durch die Wärme des Kondensats gebildet wird und die
Zirkulation der zweiphasigen Mischung durch den
Dichteeffekt und durch den Zug des Kamins (7) be
schleunigt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Behälter (6) eine Innenwand (10) auf einem Teil
seiner Höhe aufweist, die einen Raum (11) für die
Zirkulation des Kühlwassers von oben nach unten und
seine Rückführung in den unteren Teil des Austausch
elements (15), zwischen der Wandung (10) und der
Innenfläche des Behälters (6) begrenzt.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Wasserspeisung für den Behälter (6) aus einem
passiven Kreis (30, 31) besteht, der eine mit Druck
gas beaufschlagte Wasserreserve und eine Druckgas
reserve aufweist, die mit dem Gas in Verbindung steht,
mit dem das Wasser des Behälters beaufschlagt ist,
über ein Ventil, das durch den Wasserdruck, der auf
dem Grund des Behälters (6) herrscht, gesteuert wird.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Kamin des Behälters (6) Dampftrockenmittel (8)
umfaßt, die die Mitnahme von Wassertröpfchen durch
den aus dem Kamin (7) austretenden Dampf begrenzen.
5. Anwendung einer Kondensierungsvorrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 4 bei der Kondensation von Dampf,
der durch einen Dampferzeuger eines Druckwasserkern
reaktors nach dessen Notabschaltung infolge eines Stör
falls erzeugt wird, wobei die Dampfkondensationsvor
richtung in einem Hilfsversorgungskreis des Dampferzeu
gers angeordnet ist.
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|---|---|---|---|
| FR8510022A FR2584227B1 (fr) | 1985-07-01 | 1985-07-01 | Dispositif de condensation de vapeur d'eau sous pression et son application au refroidissement d'un reacteur nucleaire apres un incident. |
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| DE19863622035 Withdrawn DE3622035A1 (de) | 1985-07-01 | 1986-07-01 | Vorrichtung zur kondensation von unter druck stehendem wasserdampf und seine anwendung zum abkuehlen eines kernreaktors nach einem stoerfall |
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