DE3621922A1 - Verfahren zur herstellung von 6,6'-dihydroxy-3,3,3',3'-tetramethyl-1,1'-spirobiindan - Google Patents
Verfahren zur herstellung von 6,6'-dihydroxy-3,3,3',3'-tetramethyl-1,1'-spirobiindanInfo
- Publication number
- DE3621922A1 DE3621922A1 DE19863621922 DE3621922A DE3621922A1 DE 3621922 A1 DE3621922 A1 DE 3621922A1 DE 19863621922 DE19863621922 DE 19863621922 DE 3621922 A DE3621922 A DE 3621922A DE 3621922 A1 DE3621922 A1 DE 3621922A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- hydroxyphenyl
- propane
- bis
- dihydroxy
- tetramethyl
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C35/00—Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring
- C07C35/22—Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring polycyclic, at least one hydroxy group bound to a condensed ring system
- C07C35/44—Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring polycyclic, at least one hydroxy group bound to a condensed ring system with a hydroxy group on a condensed ring system having more than three rings
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C37/00—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
- C07C37/11—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by reactions increasing the number of carbon atoms
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C2602/00—Systems containing two condensed rings
- C07C2602/02—Systems containing two condensed rings the rings having only two atoms in common
- C07C2602/04—One of the condensed rings being a six-membered aromatic ring
- C07C2602/08—One of the condensed rings being a six-membered aromatic ring the other ring being five-membered, e.g. indane
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C2603/00—Systems containing at least three condensed rings
- C07C2603/93—Spiro compounds
- C07C2603/94—Spiro compounds containing "free" spiro atoms
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung
von 6,6′-Dihydroxy-3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spirobiindan.
Insbesondere betrifft sie ein Verfahren zur Herstellung
von 6,6′-Dihydroxy-3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spirobiindan,
bei dem man 2,2′-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan in Anwesenheit
eines Harzes vom superaciden Typ oder einer Perfluoralkansulfonsäure
wärmebehandelt.
6,6′-Dihydroxy-3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spriobiindan
ist eine als Material für Harze sehr wertvolle Substanz.
Bekannte Verfahren zur Herstellung von 6,6′-Dihydroxy-
3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spriobiindan umfassen z. B. die
Behandlung von 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan in etwa
dem Zweifachen seiner Menge an Schwefelsäure bei 140°C
während 6 h (US-PS 32 71 465), die Behandlung von 2,2-
Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan in einem großen Überschuß
an Bromwasserstoffsäure unter Rückfluß während 7 h
(J. Chem. Soc., 415, 1962) und die Behandlung von 2,2-
Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan mit konzentrierter Chlorwasserstoffsäure
in einem Autoklaven bei 100°C während
24 h (US-PS 32 71 465).
Die industrielle Praxis dieser Methoden ist nicht
rationell, da die Ausbeute niedrig ist, die Verwendung
einer großen Menge an Schwefelsäure oder Bromwasserstoffsäure
die Volumeneffizienz vermindert, ein Verfahren
zur Behandlung der Abwässer und zu deren Befreiung von
Verunreinigungen erforderlich ist oder eine Ausrüstung
mit Korrosionsbeständigkeit notwendig ist.
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung eines neuen
Verfahrens zur Herstellung von 6,6′-Dihydroxy-3,3,3′,3′-
tetramethyl-1,1′-spirobiindan.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung
eines Verfahrens zur Herstellung der vorstehenden Verbindung
in guter Ausbeute.
Ein anderes Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung
eines industriellen Verfahrens zur Herstellung der vorstehenden
Verbindung, das eine Lösung der genannten
Probleme des Stands der Technik, wie die Verunreinigung
und die Verwendung spezieller Reaktionsausrüstungen,
ermöglicht.
Die vorliegenden Erfinder arbeiten intensiv daran,
diese Ziele zu erreichen und fanden, daß 6,6′-Dihydroxy-
3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spirobiindan rationell und
effizient erhalten werden kann, indem man 2,2-Bis-(4-
hydroxyphenyl)-propan als Ausgangsmaterial in Anwesenheit
eines Harzes vom superaciden Typ oder einer Perfluoralkansulfonsäure
wärmebehandelt.
Somit betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung von 6,6′-Dihydroxy-3,3,3′,3′-tetramethyl-
1,1′-spirobiindan, das dadurch gekennzeichnet ist, daß
man 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan in Anwesenheit eines
Harzes vom superaciden Typ oder in Anwesenheit einer
Perfluoralkansulfonsäure wärmebehandelt.
Die gewünschte Verbindung kann auf einfache Weise hergestellt
werden, indem man 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan
in Anwesenheit eines Harzes vom superaciden Typ oder in
Anwesenheit einer katalytischen Menge einer Perfluoralkansulfonsäure
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wärmebehandelt.
Wird das Harz vom superaciden Typ verwendet,
kann es einfach aus der Reaktionsmischung durch ein
Filtrationsverfahren zurückgewonnen und bei der nächsten
Umsetzung verwendet werden. Demzufolge erfordert das
erfindungsgemäße Verfahren keine Abwasserbehandlung und
kann die gewünschte Verbindung rationell und effizient
liefern. Es handelt sich um ein sehr vorteilhaftes
industrielles Verfahren zur Herstellung von 6,6′-Dihydroxy-
3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spirobiindan.
Das gewünschte Endprodukt, das nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren erhalten wird, ist 6,6′-Dihydroxy-3,3,3′,3′-
tetramethyl-1,1′-spirobiindan der folgenden Formel
Das bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete
Ausgangsmaterial ist 2,2′-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann ein Lösungsmittel
verwendet werden. Beispiele für das Lösungsmittel
umfassen aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzol, Toluol,
Xylol, Ethylbenzol, Trimethylbenzol, Chlorbenzol, Brombenzol,
Anisol, Naphthalin, Biphenyl- und Diphenylether
und halogenierte Kohlenwasserstoffe wie 1,1′-Dichlorethan,
Tetrachlorkohlenstoff, 1,2-Dichlorethan, 1,1,1-Trichlorethan,
1,1,2-Trichlorethan, 1,1,1,2-Tetrachlorethan,
1,1,2,2-Tetrachlorethan, 1,2-Dichlorethylen, Trichlorethylen
und Tetrachlorethylen. Die verwendete Lösungsmittelmenge
unterliegt keiner speziellen Einschränkung.
Gewöhnlich reichen Mengen, die dem eins- bis zehnfachen
des Gewichts des Ausgangsmaterials entsprechen, aus.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird in Anwesenheit eines
Harzes vom superaciden Typ bzw. vom Typ einer Supersäure
oder in Anwesenheit einer Perfluoralkansulfonsäure
durchgeführt.
Ein Harz vom Typ einer Perfluorsulfonsäure, Nafion H
(Produkt von Du Pont), bestehend aus Sulfonylfluoridvinylether
und Tetrafluorethylen-Copolymeren, ist ein
Beispiel für ein Harz vom superaciden Typ, das bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren verwendet wird. Dieses
Harz vom superaciden Typ (Nafion H) besitzt eine Wärmebeständigkeit
von 200°C oder mehr und kann wiederverwendet
werden. Das Harz vom superaciden Typ wird in einer Menge
von 1 bis 200 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 50 Gew.-%, bezogen
auf das Gewicht des 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propans,
verwendet. Die Menge des Harzes vom superaciden Typ ist
jedoch nicht auf diese Mengen begrenzt, und die optimale
Menge kann in geeigneter Weise bestimmt werden, indem
man die Menge an erzieltem Produkt und die Wirtschaftlichkeit
in Betracht zieht. Das bei der Reaktion verwendete
Harz vom superaciden Typ wird aus der Reaktionsmischung
durch ein Filtrationsverfahren zurückgewonnen und kann
bei der anschließenden Reaktion entweder als solches oder
nachdem es regeneriert worden ist, verwendet werden.
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete
Perfluoralkansulfonsäure ist eine Sulfonsäure der
allgemeinen Formel C n F2n+1SO3H, worin n eine ganze Zahl
von 1 bis 8 darstellt. Spezielle Beispiele umfassen
Trifluormethan-sulfonsäure (CF3SO3H), Pentafluorethan-
sulfonsäure (C2F5SO3H), Heptafluorpropan-sulfonsäure
(C3F7SO3H), Nonafluorbutan-sulfonsäure (C4F9SO3H),
Undecafluorpentan-sulfonsäure (C5F11SO3H), Tridecafluorhexan-
sulfonsäure (C6F13SO3H), Pentadecafluorheptan-
sulfonsäure (C7F15SO3H) und Heptadecafluoroctan-sulfonsäure
(C8F17SO3H). Die Perfluoralkansulfonsäure wird in
einer Menge von etwa 0,05 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise
etwa 0,1 bis 10 Gew.-%, insbesondere etwa 0,1 bis
1 Gew.-% verwendet.
Die Reaktionstemperatur beträgt gewöhnlich 50 bis 200°C,
vorzugsweise 60 bis 160°C. Die Reaktionsdauer beträgt
1 bis 20 h.
Bei einer allgemeinen Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens werden 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan
und das Harz vom superaciden Typ oder die Perfluoralkan-
sulfonsäure gegebenenfalls in Anwesenheit eines Reaktionslösungsmittels
wärmebehandelt. Der Endpunkt der Reaktion
kann bestimmt werden, indem man die Abnahme des Ausgangsmaterials
durch Hochleistungs-Flüssigkeitschromatographie
überwacht.
Nach der Umsetzung wird eine wäßrige Lösung eines Alkali
zu der Reaktionsmischung zugegeben. Dies erfolgt entweder
nach Entfernung des Harzes vom superaciden Typ durch
Filtration, wenn es verwendet wird, oder unmittelbar,
wenn die Perfluoralkansulfonsäure verwendet wird. Als
Ergebnis fällt das Produkt in Form eines Alkalimetallsalzes
aus. Alternativ wird das gegebenenfalls verwendete
Lösungsmittel verdampft und das Nebenprodukt Phenol durch
Destillation unter vermindertem Druck entfernt, wonach
eine wäßrige Lösung eines Alkali zu der Reaktionsmischung
zugegeben wird, um das Produkt in Form eines Alkalimetallsalzes
auszufällen. Das ausgefällte Alkalimetall wird
dann mit einer Mineralsäure neutralisiert, um eine rohe
Form des gewünschten Produktes zu ergeben. Die Umkristallisation
des Rohprodukts ergibt das Endprodukt in gereinigter
Form.
Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße
Verfahren eingehender.
Ein 1 l-Scheidekolben wurde mit 250 g (1,1 Mol) 2,2′-Bis-
(4-hydroxyphenyl)-propan und 1 g Trifluormethan-sulfonsäure
versehen, und diese wurden 5 h bei 140 bis 150°C erhitzt.
Nach der Reaktion wurde das Nebenprodukt Phenol durch
Destillation unter vermindertem Druck zurückgewonnen.
Die Reaktionsmischung wurde abgekühlt, und es wurden 150 ml
Isopropanol zugegeben, um die Reaktionsmischung zu lösen.
Hiernach gab man 510 g 9%iger wäßriger Natriumhydroxidlösung
zu, um Kristalle des Natriumsalzes des Produkts
auszufällen, woran sich eine Filtration anschloß. Der
Filtrationskuchen wurde bei 80 bis 83°C mit 300 mg einer
25%igen wäßrigen Isopropanollösung während 30 min wärmebehandelt,
abgekühlt und filtriert. Der Filtrationskuchen
wurde mit Chlorwasserstoffsäure in einer 15%igen wäßrigen
Isopropanollösung neutralisiert. Die ausgefallenen
Kristalle wurden durch Filtrieren abgetrennt, mit Wasser
gewaschen, getrocknet, azeotrop in Benzol dehydratisiert,
filtriert und getrocknet um 81,5 g 6,6′-Dihydroxy-
3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spirobiindan in Form weißer
Kristalle zu ergeben.
Fp: 215-217°C
Elementaranalyse (%): MS: 308 (M⁺), 293 (M-CH3)⁺
Elementaranalyse (%): MS: 308 (M⁺), 293 (M-CH3)⁺
Ein 1 l-Scheidekolben wurde mit 125 g (0,55 Mol) 2,2′-
Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan, 1,2 g Trifluormethan-sulfonsäure
und 375 ml Toluol beschickt, und diese wurden 9 h
unter Rückfluß erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde
abgekühlt und unmittelbar darauf wurde Toluol abgedampft.
Das Nebenprodukt Phenol wurde durch Destillation unter
vermindertem Druck zurückgewonnen. Der Rückstand wurde
nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 aufgearbeitet,
um 39 g 6,6′-Dihydroxy-3,3,3′,3′-tetramethyl-
1,1′-spirobiindan in Form weißer Kristalle mit einem
Fp. von 215 bis 217°C zu ergeben.
Ein 1 l-Scheidekolben wurde mit 125 g (0,55 Mol) 2,2′-
Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan, 1,2 g Trifluormethan-sulfonsäure
und 375 ml Tetrachlorethylen beschickt, und diese
wurden 7 h unter Rückfluß erhitzt. Die Reaktionsmischung
wurde nach dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 2 aufgearbeitet,
um 40 g 6,6′-Dihydroxy-3,3,3′,3′-tetramethyl-
1,1′-spirobiindan in Form weißer Kristalle mit einem
Fp. von 215 bis 217°C zu ergeben.
Ein 500 ml-Scheidekolben wurde mit 125 g (0,55 Mol)
2,2′-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan und 0,5 g Pentafluorethan-
sulfonsäure beschickt, und diese wurden 6 h bei
140 bis 150°C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde nach
dem gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 aufgearbeitet, um
42 g 6,6′-Dihydroxy-3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spirobiindan
mit einem Fp. von 215 bis 217°C zu ergeben.
Ein 500 ml-Scheidekolben wurde mit 125 g (0,55 Mol)
2,2′-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan und 0,5 g Perfluorheptan-
sulfonsäure beschickt, und diese wurden 5 h bei
140 bis 150°C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde in
der gleichen Weise wie in Beispiel 1 aufgearbeitet, um
40 g 6,6′-Dihydroxy-3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spirobiindan
in Form weißer Kristalle mit einem Fp. von 215 bis 217°C
zu ergeben.
Ein 2 l-Scheidekolben wurde mit 500 g (2,2 Mol) 2,2′-
Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan und 0,5 g Trifluormethan-
sulfonsäure beschickt, und diese wurden 8 h bei 150 bis
160°C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde nach dem
gleichen Verfahren wie in Beispiel 1 aufgearbeitet um
160 g 6,6′-Dihydroxy-3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spirobiindan
in Form weißer Kristalle mit einem Fp. von 215 bis 217°C
zu ergeben.
50 g Nafion K (im Handel erhältlich als K⁺-Form von
Du Pont) und 40 ml 4N-Chlorwasserstoffsäure wurden 4 h
bei Raumtemperatur gerührt. Die Mischung wurde filtriert,
mit destilliertem Wasser gewaschen bis sie neutral war.
Dieses Verfahren wurde 4 weitere Male wiederholt, und das
Produkt wurde bei 80 bis 90°C unter vermindertem Druck von
10 mmHg getrocknet, um ein Nafion H-Harz vom supersauren
Typ zu ergeben.
Man beschickte einen 1 l-Trennkolben mit 250 g (1,1 Mol)
2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan und 12,5 g des Nafion H-
Harzes und rührte diese 5 h bei 140 bis 150°C.
Nach der Reaktion wurde das Nafion H durch Filtrieren aus
der Reaktionsmischung bei 60°C abgetrennt und mit einer
geringen Menge Toluol gewaschen. Das Toluol wurde aus
der Mischung des Filtrats und des Waschwassers abgedampft,
und das Nebenprodukt Phenol wurde hieraus durch Destillation
unter vermindertem Druck zurückgewonnen. Der Rückstand
wurde dann abgekühlt, und man gab 150 ml Isopropanol
zu, um ihn zu lösen. Die Lösung wurde dann in 510 g einer
9%igen wäßrigen Natriumhydroxidlösung gegossen, um
Kristalle des Natriumsalzes des Produkts auszufällen.
Die Mischung wurde abfiltriert und der Filterkuchen wurde
mit 300 ml einer 25%igen wäßrigen Isopropanollösung
während 30 min bei 80 bis 83°C wärmebehandelt, abgekühlt
und filtriert. Der Filterkuchen wurde mit wäßrigem
Ammoniak in einer 15%igen wäßrigen Isopropanollösung
neutralisiert. Die ausgefallenen Kristalle wurden durch
Filtrieren abgetrennt, mit Wasser gewaschen, getrocknet
und azeotrop in Benzol dehydratisiert, abfiltriert und
getrocknet, um 79 g 6,6′-Dihydroxy-3,3,3′,3′-tetramethyl-
1,1′-spirobiindan in Form weißer Kristalle zu ergeben.
Fp: 215-217°C
Elementaranalyse (%): MS: 308 (M⁺), 293 (M-CH3)⁺
Elementaranalyse (%): MS: 308 (M⁺), 293 (M-CH3)⁺
Ein 500 ml-Trennkolben wurde mit 125 g (0,55 Mol) 2,2-
Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan und 6,3 g Nafion H, das im
Beispiel 7 verwendet und zurückgewonnen wurde, beschickt,
und diese wurden 5 h bei 140 bis 150°C behandelt. Die
Reaktionsmischung wurde nach dem gleichen Verfahren wie
in Beispiel 7 aufgearbeitet, um 39,5 g 6,6′-Dihydroxy-
3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spirobiindan in Form weißer
Kristalle mit einem Fp. von 215 bis 217°C zu ergeben.
Ein 1 l-Scheidekolben wurde mit 125 g (0,55 Mol) 2,2′-
Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan, 500 ml Toluol und 12,5 g
Nafion H beschickt, und diese wurden unter Rühren 10 h
unter Rückfluß behandelt. Nach der Umsetzung wurde die
Reaktionsmischung abgekühlt und filtriert, um Nafion H abzutrennen.
Der Rückstand wurde mit einer geringen Menge
Toluol gewaschen und dann nach dem gleichen Verfahren
wie in Beispiel 7 aufgearbeitet, um 39 g 6,6′-Dihydroxy-
3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spirobiindan in Form weißer
Kristalle mit einem Fp. von 215 bis 217°C zu ergeben.
Ein 1 l-Scheidekolben wurde mit 125 g (0,55 Mol) 2,2′-
Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan, 500 ml Toluol und 12,5 g
Nafion H, das in Beispiel 9 verwendet und zurückgewonnen
wurde, beschickt, und diese wurden unter Rückfluß während
10 h unter Rühren behandelt. Nach der Umsetzung wurde
die Reaktionsmischung abgekühlt und filtriert, um
Nafion H zu entfernen. Der Rückstand wurde nach dem
gleichen Verfahren wie in Beispiel 7 aufgearbeitet, um
39 g 6,6′-Dihydroxy-3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spirobiindan
in Form weißer Kristalle mit einem Fp. von 215 bis 217°C
zu ergeben.
Ein 1 l-Scheidekolben wurde mit 125 g (0,55 Mol) 2,2′-
Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan, 500 ml Trichlorethylen und
12,5 g Nafion H beschickt, und diese wurden unter Rückfluß
6 h unter Rühren behandelt. Nach der Umsetzung wurde
die Reaktionsmischung abgekühlt und filtriert, um Nafion H
zu entfernen. Der Rückstand wurde nach dem gleichen
Verfahren wie in Beispiel 7 aufgearbeitet, um 40 g
6,6′-Dihydroxy-3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spirobiindan
in Form weißer Kristalle mit einem Fp. von 215 bis 217°C
zu ergeben.
Ein 1 l-Scheidekolben wurde mit 125 g (0,55 Mol) 2,2′-
Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan, 500 ml 1,2-Dichlorethan
und 12,5 g Nafion H beschickt, und diese wurden unter
Rühren 8 h unter Rückfluß behandelt. Nach der Umsetzung
wurde die Reaktionsmischung abgekühlt und zur Entfernung
des Nafion H filtriert. Der Rückstand wurde nach dem
gleichen Verfahren wie in Beispiel 7 aufgearbeitet, um
37 g 6,6′-Dihydroxy-3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spirobiindan
in Form weißer Kristalle mit einem Fp. von 215 bis 217°C
zu ergeben.
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung von 6,6′-Dihydroxy-
3,3,3′,3′-tetramethyl-1,1′-spirobiindan der Formel (I)
dadurch gekennzeichnet, daß man 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-
propan in Anwesenheit eines Harzes vom superaciden Typ
oder einer Perfluoralkansulfonsäure wärmebehandelt.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmebehandlung in einem organischen Lösungsmittel
durchgeführt wird.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Harz vom superaciden Typ ein Harz vom
Perfluorsulfonsäuretyp ist.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Perfluoralkansulfonsäure eine Verbindung
der Formel C n F2n+1SO3H ist, worin n eine ganze
Zahl von 1 bis 8 darstellt.
5. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmebehandlungstemperatur 50 bis 200°C
beträgt.
6. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Menge der Perfluorsulfonsäure 0,05 bis 20 Gew.-%
bezogen auf das 2,2′-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan beträgt.
7. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Menge der Perfluorsulfonsäure 0,1 bis 10 Gew.-%
bezogen auf das 2,2′-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan beträgt.
8. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Menge der Perfluorsulfonsäure 0,1 bis 1 Gew.-%,
bezogen auf das 2,2′-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan beträgt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP60140406A JPH0678255B2 (ja) | 1985-06-28 | 1985-06-28 | 6,6▲’▼−ジヒドロキシ−3,3,3▲’▼,3▲’▼−テトラメチル−1,1▲’▼−スピロビインダンの製造方法 |
| JP60149166A JPH0678254B2 (ja) | 1985-07-09 | 1985-07-09 | 6,6′−ジヒドロキシ−3,3,3′,3′−テトラメチル−1,1′−スピロビインダンの製造方法 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3621922A1 true DE3621922A1 (de) | 1987-01-29 |
| DE3621922C2 DE3621922C2 (de) | 1989-09-28 |
Family
ID=26472924
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863621922 Granted DE3621922A1 (de) | 1985-06-28 | 1986-06-30 | Verfahren zur herstellung von 6,6'-dihydroxy-3,3,3',3'-tetramethyl-1,1'-spirobiindan |
Country Status (9)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4701567A (de) |
| KR (1) | KR880000111B1 (de) |
| AU (1) | AU594348B2 (de) |
| CA (1) | CA1247135A (de) |
| CH (1) | CH670822A5 (de) |
| DE (1) | DE3621922A1 (de) |
| FR (1) | FR2584067B1 (de) |
| GB (1) | GB2178033B (de) |
| NL (1) | NL8601684A (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4791234A (en) * | 1986-10-10 | 1988-12-13 | General Electric Company | Substantially pure spirobiindane bisphenols and method for their preparation |
| DE69619575T2 (de) * | 1995-04-13 | 2002-09-12 | Mitsui Chemicals, Inc. | Epoxyacrylatharze und ihre Verwendungen |
| US7214834B2 (en) * | 2004-07-20 | 2007-05-08 | Eastman Kodak Company | Process for preparing enantiomerically pure 1,1′-spirobiindane-6,6′-diol derivatives |
Family Cites Families (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2979534A (en) * | 1957-04-15 | 1961-04-11 | American Cyanamid Co | Novel process for preparing substituted dihydric indane derivatives |
| US3271463A (en) * | 1962-03-23 | 1966-09-06 | Dow Chemical Co | Preparation of indanols |
| DE2645020A1 (de) * | 1976-10-06 | 1978-04-13 | Bayer Ag | Verfahren zur herstellung von dihydroxyspirobisindanen |
| US4103096A (en) * | 1977-10-13 | 1978-07-25 | Stauffer Chemical Company | Preparation of meta-alkylphenols |
| US4339613A (en) * | 1980-03-14 | 1982-07-13 | Pcuk Produits Chimiques Ugine Kuhlmann | Superacid catalyzed preparation of resorcinol from meta-diisopropylbenzene |
| US4423254A (en) * | 1980-03-14 | 1983-12-27 | Pcuk Produits Chimiques Ugine Kuhlmann | Superacid catalyzed preparation of resorcinol from meta-isopropylphenol |
| US4605789A (en) * | 1985-12-23 | 1986-08-12 | The Dow Chemical Company | Process for preparing spirobiindanols |
-
1986
- 1986-06-25 AU AU59227/86A patent/AU594348B2/en not_active Ceased
- 1986-06-26 NL NL8601684A patent/NL8601684A/nl not_active Application Discontinuation
- 1986-06-26 US US06/878,687 patent/US4701567A/en not_active Expired - Lifetime
- 1986-06-27 CA CA000512623A patent/CA1247135A/en not_active Expired
- 1986-06-27 CH CH2601/86A patent/CH670822A5/de not_active IP Right Cessation
- 1986-06-27 GB GB08615712A patent/GB2178033B/en not_active Expired
- 1986-06-28 KR KR1019860005227A patent/KR880000111B1/ko not_active Expired
- 1986-06-30 FR FR868609452A patent/FR2584067B1/fr not_active Expired
- 1986-06-30 DE DE19863621922 patent/DE3621922A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB2178033B (en) | 1988-10-05 |
| KR870001138A (ko) | 1987-03-11 |
| US4701567A (en) | 1987-10-20 |
| FR2584067A1 (fr) | 1987-01-02 |
| FR2584067B1 (fr) | 1989-03-03 |
| CH670822A5 (de) | 1989-07-14 |
| AU594348B2 (en) | 1990-03-08 |
| NL8601684A (nl) | 1987-01-16 |
| AU5922786A (en) | 1987-01-08 |
| KR880000111B1 (ko) | 1988-03-12 |
| DE3621922C2 (de) | 1989-09-28 |
| CA1247135A (en) | 1988-12-20 |
| GB8615712D0 (en) | 1986-08-06 |
| GB2178033A (en) | 1987-02-04 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1193510B (de) | Verfahren zur Herstellung von Brom-derivaten des Diphenyls, Diphenylaethers, Diphenylphenylaethers oder Di-, Tri- bzw. Tetraphenylmethans mit 4 und mehr Bromatomen je Molkuel | |
| EP0279387B1 (de) | Verfahren zur Isolierung von 4,4'-Dichlordiphenylsulfon | |
| DE1942264C3 (de) | Polyfluorsulfonsäuren und deren Sulfonate, Verfahren zur Herstellung der Polyfluorsulfonate, sowie Verwendung der genannten Verbindungen als oberflächenaktive Mittel | |
| DE69636402T2 (de) | Reagenz und Verfahren zur Synthese von organischen oxysulfierten und fluorinierten Derivaten | |
| DE3306597C2 (de) | ||
| DE69116895T2 (de) | Verfahren zur herstellung von dinitrotoluol | |
| DE2831966A1 (de) | Verfahren zur herstellung von 2-amino- 1-naphthalinsulfonsaeure | |
| EP0175919B1 (de) | Verfahren zur Abtrennung und Reindarstellung von Salzen der Diphenylphosphinphenyl-m-sulfonsäure, Phenylphosphin-di-(m-phenylsulfonsäure) und/oder Triphenylphosphin-tri(m-sulfonsäure) | |
| DE3621922A1 (de) | Verfahren zur herstellung von 6,6'-dihydroxy-3,3,3',3'-tetramethyl-1,1'-spirobiindan | |
| EP0018541B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von 4-Nitrotoluol-2-sulfonsäure | |
| EP0031299B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-1-naphthalinsulfonsäure | |
| DE2413444A1 (de) | Verfahren zur unterdrueckung der bildung unerwuenschter sekundaerverbindungen bei der sulfonierung und sulfatierung von organischen aromatischen verbindungen | |
| DE1123663B (de) | Verfahren zur Herstellung von hochchlorierten Arylsulfiden | |
| DE4212086C2 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von C¶1¶¶0¶-C¶2¶¶2¶-Alkan-alkalisulfonaten | |
| DE2648054C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Dichlornitroanilinen | |
| EP1272462B1 (de) | Semikontinuierliches verfahren zur herstellung von 4,4'-dihydroxydiphenylsulfon | |
| DE3880902T2 (de) | Verfahren zur herstellung von hydroxybenzoesaeure. | |
| DE2244172C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von besonders reinen Tetrachlorbisphenolen | |
| DE3128007C2 (de) | Verfahren zur selektiven Seitenkettenchlorierung von mono- und polyalkylaromatischen Kohlenwasserstoffen | |
| EP0218005B1 (de) | Eintopfverfahren zur Herstellung von 2-Acetaminonaphthalin-6-sulfonsäure hoher Reinheit | |
| WO1991006524A1 (de) | Verfahren zur herstellung von 1,4-bis-(4-hydroxybenzoyl)-benzol | |
| DE2332064C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von 2-Hydroxy-naphthalin-3-carbonsäure | |
| DE954873C (de) | Verfahren zur Herstellung von Diaethylisonitrosomalonat | |
| DE3731424A1 (de) | Verfahren zur herstellung von phosphanen | |
| DE963509C (de) | Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren halogenhaltiger carbocyclischer Verbindungen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: MITSUI CHEMICALS, INC., TOKIO/TOKYO, JP |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |