DE3619118A1 - Ski - Google Patents
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- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63C—SKATES; SKIS; ROLLER SKATES; DESIGN OR LAYOUT OF COURTS, RINKS OR THE LIKE
- A63C5/00—Skis or snowboards
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- A63C5/075—Vibration dampers
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Description
Die Erfindung betrifft einen Ski, aufgebaut aus mehreren
Lagen, die einen Unterski mit Skispitze und Skiende und
einen mit dem Unterski verbundenen Oberski bilden.
Es sind zahlreiche Aufbauten von Skiern bekannt, die dazu
dienen, gute elastische Eigenschaften des Skis zu erzielen.
Hierzu wird auf die Biegelinie des Skis zwischen den Auflage
punkten im vorderen Bereich und im Bereich des Skiendes in
vielfacher Weise Einfluß genommen.
Durch einen als "Bionic-Ski" der Firma Atomic ist es be
kannt, einen Unterski und einen Oberski aufzubauen, die
unterschiedliche Eigenschaften haben. Dabei ist der Unter
ski relativ weich ausgebildet und erstreckt sich über die
gesamte Länge des Skis. Der Oberski befindet sich nur im
mittleren Bereich, der etwa 50% der Länge des Skis aus
macht. Der Oberski besteht im wesentlichen aus relativ har
tem Holz und ist mit dem Unterski über den größten Teil
seiner Länge flächig verleimt. Das vordere und hintere
Ende des Oberskis ist als Elastomer ausgebildet, das auf
dem Unterski verklebt ist. Das Elastomer fängt Schwingun
gen ab, die im Unterski erzeugt werden und verhindert
somit deren Übertragung auf den Oberski.
Wie bei anderen bekannten Skiaufbauten wird auch bei diesem
Ski der angestrebte Federungskomfort dadurch begrenzt, daß
der Ski zur Erhaltung der Biegelinie eine gewisse Mindest
härte aufweisen muß, um die gewünschten Fahreigenschaften
zu gewährleisten. Die Federung des Skis allein aufgrund
der Biegelinie führt daher notwendigerweise zu Kompromissen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Ski
der eingangs erwähnten Art so auszubilden, daß der er
zielte Federungskomfort unabhängig von der für die Fahr
eigenschaften wesentlichen Biegelinie des Skis ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
Unterski und Oberski im Bereich der Skispitze und des Ski
endes miteinander fest verbunden sind und daß Unterski und
Oberski im mittleren Bereich durch eine stoßdämpfende,
eine relative vertikale Bewegung zwischen Oberski und Unter
ski erlaubende elastische Anordnung miteinander verbunden
sind.
Der wesentliche Gedanke der vorliegenden Erfindung besteht
darin, Oberski und Unterski im mittleren Bereich vonein
ander zu trennen und eine relative vertikale Bewegung
zwischen Oberski und Unterski zu ermöglichen. Die relative
vertikale Bewegung zwischen Oberski und Unterski wird
durch eine elastische Anordnung in der gewünschten Weise
gedämpft. Durch eine auswechselbare elastische Anordnung
kann dabei der Ski verschiedenen Körpergewichten oder ver
schiedenen Fahrkünsten oder Fahrstilen angepaßt werden.
Je nach Ausbildung der elastischen Anordnung kann es vor
teilhaft sein, wenn Unterski und Oberski bezüglich einer
horizontalen relativen Bewegung starr miteinander verbunden
sind. Dadurch wird gewährleistet, daß bei der Einfügung
einer elastischen Anordnung zwischen Unterski und Oberski
eine gute Seitenführung gewährleistet ist, die beispiels
weise für den Kantengriff oder eine Drehschwungauslösung
erforderlich ist, um die entsprechende Kraft von dem Ski
stiefel auf den Unterski zu übertragen.
Die starre Verbindung bezüglich einer horizontalen relativen
Bewegung kann dadurch hergestellt sein, daß der Unterski
und der Oberski jeweils zueinander zeigende Ansätze aufwei
sen, die in horizontaler Richtung aneinanderliegen, sich je
doch jeweils nicht bis zum Oberski bzw. Unterski erstrecken.
Die Ansätze bilden zueinander quasi eine Teleskopführung.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Ansätze durch
einen Bolzen einerseits und eine Hülse andererseits ge
bildet, wobei der Außendurchmesser des Bolzens etwa dem
Innendurchmesser der Hülse entspricht. Bei einer derartigen
Anordnung kann die elastische Anordnung dadurch realisiert
sein, daß die relative Bewegung des Bolzens zu der Hülse
durch ein in die Hülse eingelegtes elastisches Teil abge
bremst wird.
Vorzugsweise sind die Ansätze mit einer Kunststoffschaum
schicht umhüllt, um die gegeneinander in vertikaler Rich
tung bewegbaren Ansätze vor Witterungseinflüssen und Ver
schmutzung zu schützen.
In einer sehr vorteilhaften Ausführungsform kann die
elastische Anordnung durch eine elastische Kunststoff
schaumschicht gebildet sein, die für den Fall, daß die
teleskopartigen Ansätze vorgesehen sind, zugleich eine
Schutzschicht für diese Ansätze darstellen kann.
In einer alternativen Ausführungsform kann die elastische
Anordnung durch wenigstens ein Blattfederelement gebildet
sein. Ein Blattfederelement, das mit seiner Längsrichtung
in der Längsrichtung des Skis liegt, hat den Vorteil, daß
eine Nachgiebigkeit in vertikaler Richtung, nicht aber in
horizontaler Richtung gegeben ist. Das Blattfederelement
kann daher, wenn es torsionssteif genug ausgeführt ist, die
gewünschte Federung ausführen und dennoch Drehmomente vom
Stiefel auf den Unterski praktisch starr übertragen.
Zur Unterstützung der Übertragung von Drehmomenten kann
das Blattfederelement mit wenigstens einer Durchgangsöffnung
versehen sein, die eine Buchse für einen Bolzen bildet, so
daß mit diesem Blattfederelement die oben beschriebene
Führung in einfacher Weise realisierbar ist.
Die Länge des mittleren Bereichs, in dem also Oberski und
Unterski nicht fest sondern über die elastische Anordnung
miteinander verbunden sind, beträgt vorzugsweise 35-50%
der Länge des Skis. Die übrige Länge des Skis teilt sich
dabei vorzugsweise auf den vorderen Teil und auf den hin
teren Teil des Skis, in denen also Oberski und Unterski
fest miteinander verbunden sind, im Verhältnis von etwa
4:3 auf.
Die Erfindung soll im folgenden anhand von in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Skis mit einem im
mittleren Bereich vom Unterski getrennten
Oberski, wobei zwischen Oberski und Unterski
Federn eingesetzt sind,
Fig. 2 in einer Querschnittsdarstellung zwei Extrem
stellungen für den Abstand von Oberski und
Unterski,
Fig. 3 eine Seitenansicht für eine alternative Aus
führungsform zu Fig. 1, bei der die
elastische Anordnung durch einen elastischen
Kunststoffschaum gebildet ist,
Fig. 4 einen vergrößerten Detailschnitt durch eine
Bolzen-Buchsen-Anordnung zur Verbindung von
Oberski und Unterski,
Fig. 5 eine schematische Darstellung von drei Fahr
zuständen in einer Querschnittsdarstellung
für den Ski gemäß Fig. 3.
Fig. 1 zeigt einen Ski, der aus einem Unterski 1 und einem
Oberski 2 gebildet ist, die im Bereich der Skispitze 3 und
im Bereich des Skiendes 4 fest miteinander verleimt sind.
In einem mittleren Bereich 5 sind Oberski und Unterski
durch einen Zwischenraum 6 voneinander getrennt. In dem
Zwischenraum sind Federelemente 7 angeordnet, die die ver
tikale relative Bewegung von Oberski 2 zu Unterski 1 auf
grund ihrer Federcharakteristik dämpfen.
In der Zeichnung sind die Federelemente 7 als Metallfedern
dargestellt die auswechselbar sind und in ihrer Stärke dem
jeweiligen Gewicht des Skifahrers, seinem Fahrkönnen und
seinem Fahrstil angepaßt werden können.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch den Ski im mittleren
Bereich 5. Fig. 2a charakterisiert die Normalstellung, in
der Oberski und Unterski einen relativ großen Abstand von
einander aufweisen und die als Spiralfeder dargestellte
Metallfeder 7 relativ stark gedehnt ist.
Fig. 2b charakterisiert den Zustand, in dem durch den Ski
eine Bodenwelle abgefangen wird, so daß der Zwischenraum 6
zwischen Oberski 2 und Unterski 1 stark verkleinert worden
und das Federelement 7 stark komprimiert worden ist. Das
Federelement wirkt als Stoßdämpfer und absorbiert einen
wesentlichen Teil der Stoßenergie, die somit nicht von den
Gelenken des Fahrers aufgenommen werden muß.
Der erfindungsgemäße Ski führt auch zu einer verbesserten
Bodenhaftung des Unterski 1 am Boden und damit zu ausgewo
generen Fahreigenschaften.
Eine alternative Ausführungsform ist in Fig. 3 dargestellt.
In dieser Ausführungsform ist die elastische Anordnung
zwischen Oberski 2 und Unterski 1 im mittleren Bereich 5
durch eine elastische Kunststoffschicht 8 gebildet, die den
Zwischenraum 6 zwischen Oberski 2 und Unterski 1 ausfüllt.
Zur seitlichen Stabilisierung der Verbindung zwischen Ober
ski 2 und Unterski 1 sind Führungsanordnungen 9 vorgesehen,
die jeweils aus einem Bolzen 10 und einer Buchse 11 be
stehen (Fig. 4). Der Innendurchmesser der Buchse 11 ent
spricht dem Außendurchmesser des Bolzens 10. In vertikaler
Richtung überlappen die Längen von Bolzen 10 und Buchse 11,
so daß die Buchse 11 den Bolzen 10 teilweise ringförmig um
schließt. Die Länge des Bolzens 10 ist so dimensioniert,
daß er sich im Normalzustand des Ski nicht bis auf den
Grund der Buchse 11 erstreckt. Die Höhe der Buchse 11 ist
so dimensioniert, daß sie in demselben Zustand nicht gegen
den Oberski 2 stößt, wenn die Buchse 11 am Unterski 1 und
der Bolzen 10 am Oberski 2 befestigt sind.
Die Führungsanordnung 9 kann eine reine Führungsfunktion
ausüben, wenn die vorzugsweise aus einem Kunststoffschaum
gebildete Kunststoffschicht 8 allein aufgrund ihrer
elastischen Eigenschaften für die Stoßdämpfung zwischen
Oberski 2 und Unterski 1 verantwortlich ist. Es ist aber
auch möglich, die Führungsanordnung 9 selbst mit einer stoß
dämpfenden Eigenschaft auszustatten. Hierzu kann beispiels
weise in der Buchse 11 ein elastisch komprimierbares Kissen
12 eingelegt sein, das die Bewegung des Bolzens 10 in der
Hülse 11 elastisch abbremst und damit die Stoßdämpfung be
wirkt. In diesem Fall ist es möglich, die Kunststoffschicht
8 in erster Linie als Schutzschicht auszubilden und deren
elastische Eigenschaften nicht für die Stoßdämpfung auszu
nutzen. Selbstverständlich ist es auch möglich, die
elastischen Eigenschaften der Kunststoffschicht 8 und des
elastischen Kissens 12 in Kombination zur Stoßdämpfung aus
zunutzen.
Fig. 5 verdeutlicht noch einmal schematisch in einer Quer
schnittsdarstellung die Wirkungsweise einer elastischen
Kunststoffschicht 8, die im Ruhezustand in Fig. 5a darge
stellt ist, in Fig. 5b aufgrund geringerer Stöße teilweise
komprimiert ist und in Fig. 5c aufgrund heftiger Stöße
eine maximale Kompression erfahren hat.
In allen Fällen beträgt die Länge des mittleren Bereichs 5
vorzugsweise 35-50% der Gesamtlänge des Skis. Die übrige
Länge verteilt sich auf den vorderen Bereich 3 und auf den
hinteren Bereich 4 vorzugsweise im Verhältnis 4:3, so daß
der mittlere Bereich 5 aus der Mitte des Skis etwas nach
hinten verrückt ist.
Claims (11)
1. Ski, aufgebaut aus mehreren Lagen, die einen Unterski
(1) mit Skispitze (3) und Skiende (4) und einen mit dem
Unterski (1) verbundenen Oberski (2) bilden,
dadurch gekennzeichnet, daß
Unterski (1) und Oberski (2) im Bereich der Skispitze
(3) und des Skiendes (4) miteinander fest verbunden
sind und daß Unterski (1) und Oberski (2) im mittleren
Bereich (5) durch eine stoßdämpfende, eine relative
vertikale Bewegung zwischen Oberski (2) und Unterski
(1) erlaubende elastische Anordnung (7; 8; 10, 11, 12) mit
einander verbunden sind.
2. Ski nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß Unter
ski (1) und Oberski (2) bezüglich einer horizontalen
relativen Bewegung starr miteinander verbunden sind.
3. Ski nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Unter
ski (1) und Oberski (2) jeweils zueinander zeigende
Ansätze (10, 11) aufweisen, die in horizontaler Richtung
aneinanderliegen, sich jedoch jeweils nicht bis zum
Oberski (2) bzw. Unterski (1) erstrecken.
4. Ski nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ansätze durch einen Bolzen (10) einerseits und eine
Hülse (11) andererseits gebildet sind, wobei der Außen
durchmesser des Bolzens (10) etwa dem Innendurchmesser
der Hülse (11) entspricht.
5. Ski nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
relative Bewegung des Bolzens (10) zur Hülse (11) durch
ein in die Hülse (11) eingelegtes elastisches Teil (12)
abgebremst wird.
6. Ski nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die elastische Anordnung durch eine
elastische Kunststoffschaumschicht (8) gebildet ist.
7. Ski nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Ansätze mit einer Kunststoffschaum
schicht (8) umhüllt sind.
8. Ski nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die elastische Anordnung durch wenigstens
ein Blattfederelement gebildet ist.
9. Ski nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Blattfederelement wenigstens eine Durchgangsöffnung
aufweist, die eine Buchse für einen Bolzen (10) bildet.
10. Ski nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Länge des mittleren Bereichs (5)
zwischen 35 und 50% der Länge des Skis beträgt.
11. Ski nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
übrige Länge des Skis auf den vorderen Teil (3) und
den hinteren Teil (4) des Skis im Verhältnis von etwa
4:3 aufgeteilt ist.
Priority Applications (1)
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| DE19863619118 DE3619118A1 (de) | 1986-06-06 | 1986-06-06 | Ski |
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Publications (1)
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| DE3619118A1 true DE3619118A1 (de) | 1987-12-10 |
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| DE19863619118 Ceased DE3619118A1 (de) | 1986-06-06 | 1986-06-06 | Ski |
Country Status (1)
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