DE3618849A1 - Verfahren und vorrichtung zur stoerungsfreien foerderung von profilen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur stoerungsfreien foerderung von profilenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren sowie
eine Vorrichtung zur Förderung bzw. zum Transport von
Profilen, insbesondere in Adjustageanlagen bzw. dem
Transport zu Übergabestationen vor Stapelanlagen in
Fein- oder Mittelstahlwalzwerken.
Moderne Stapelanlagen in Fein- oder
Mittelstahlwalzwerken sind im allgemeinen nach dem
Baukastenprinzip konstruiert, was eine optimale
Auslegung für das jeweilige Walzprogramm ermöglicht.
Durch Aneinanderreihen gleichartiger Baueinheiten
können die Anlagen für jede Materiallänge eingerichtet
werden. Bei den genannten Materialien handelt es sich
um Profile, Winkel, Stangen oder Flachmaterialien, die
zusammen als Profile bezeichnet werden.
Die im allgemeinen über einen Rollgang nach einer
Schere kommenden Profillagen mit zumeist mehreren
Paketlagen, werden bekanntermaßen an einem geraden
Anschlag quer zur Längsförderrichtung gestoppt und
dann einer Stapelanlage quer zugeführt. Dadurch
ergeben sich kürzeste Beschickungszeiten unabhängig
von der Profillänge. Die Lagen werden im Quertransport
der Stapelanlage mit Hilfe von Stopperreihen in
Teillagen unterteilt.
Vor der Bildung von Teillagen im Quertransport müssen
die Profile parallel zu den Stopperreihen im
Quertransport liegen. Dazu ist ein Ausrichten der vom
Rollgang kommenden Profillage erforderlich. Bei
schiefliegenden Profillagen besteht die Gefahr, daß
während des Ausrichtens die Profile übereinander
klettern. Bei dieser Störung muß der automatische
Stapelvorgang abgebrochen und die Störung von
Hand beseitigt werden.
Es ist deshalb zweckmäßig, bereits die von der Schere
kommende Profillage parallel zur Rollgangsachse
auszurichten. Einrichtungen zum Ausrichten der Profile
während des Längstransportes sind nicht bekannt.
Auch eine Vereinzelung der Profile während des
Längstransportes wird bisher nicht vorgenommen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und
eine Vorrichtung vorzustellen, mittels derer die
genannten Nachteile vermieden und die Schwierigkeiten
ausgeräumt werden können. Insbesondere soll vermieden
werden, daß die Materialien, wenn sie über Rollen
gegen einen Anschlag geschoben werden, ihre
Lage zueinander unkontrolliert verändern und
übereinander klettern.
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt
erfindungsgemäß dadurch, daß die Profile in
Längsrichtung gegen einen in der Förderebene, gegenüber
der Förderrichtung geneigten Anschlag gefördert und
vorvereinzelt werden, wonach eine genaue Ausrichtung
der Profile auf einen vorgewählten gleichen Abstand
zueinander in der Weise erfolgt, daß die Profile
zwischen Abstandshaltern hindurch weitergefördert
werden.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach
der Erfindung sieht vor, daß beim Transport der
Profile in Längsrichtung ein in der Förderebene
gegenüber der Förderrichtung geneigter Anschlag
vorgesehen ist, der in Wirkungsverbindung mit einem
quer zur Förderrichtung verfahrbaren Schieber steht,
wobei der Schieber Abstandshalter aufweist, die
parallel zum Anschlag in geneigter Stellung in einer
Reihe und mit gleichem Abstand zueinander angebracht
sind.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist mit
Vorteil vorgesehen, daß der Anschlagwinkel in etwa 30
bis 70 Grad beträgt. In diesem Einstellbereich können
die meisten gängigen Profile vereinzelt werden.
Ferner kann der Anschlagwinkel in etwa 45 Grad
betragen.
Mit Vorteil ist bei einer anderen Ausgestaltung nach
der Erfindung vorgesehen, daß der Anschlagwinkel fest
eingestellt und der Anschlag senkrecht zur Förderebene
versenkbar ausgebildet ist. Hierdurch verringert sich
der apparative Aufwand.
Darüberhinaus kann der Anschlag aber auch um den
Anschlagwinkel schwenkbar und senkrecht zur
Förderebene versenkbar ausgebildet sein. Eine
derartige Ausgestaltung gestattet den nachträglichen
Einbau in bestehende Anlagen.
Eine weitere Ausgestaltung sieht vorteilhaft vor, daß
der Anschlag eine aufgerauhte Oberfläche aufweist,
vorzugsweise eine gleichmäßige Riffelung an der
den ankommenden Profilen zugewandten Seite.
Vorteilhaft wird so ein seitliches Abrutschen der
Profile am Anschlag vermieden.
Zweckmäßigerweise sind die Abstandshalter als Bolzen
ausgebildet, die mit dem Schieber fest verbunden sind.
Die Abstandshalter können auch als dreieckförmige
Flacheisenstücke ausgebildet und auf dem Schieber
parallel zueinander in Förderrichtung angeordnet sein.
Hierdurch ergibt sich eine verbesserte Lagestabilität
der Profile während ihrer weiteren Förderung zwischen
den Abstandshaltern hindurch.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die
Abstandshalter hinsichtlich ihres Abstandes zueinander
verstellbar ausgebildet. Auf diese Weise kann der
Abstand optimal eingestellt werden. Zweckmäßigerweise
geschieht dies durch Auswechselung unterschiedlich starker
Abstandshalter.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der
Erfindung geben sich aus der nachstehenden Erläuterung
eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten
Ausführungsbeispieles.
Es zeigen:
Fig. 1 die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen
Vereinzelungsvorrichtung in Draufsicht
beim Antransport der Profile
Fig. 2 wie Fig. 1, jedoch während der Aus
richtung der Einzelprofile beim Weiter
transport.
Fig. 1 zeigt einen von einer Schere kommenden
Rollgang (1), der beispielsweise Profile zu einem nicht
dargestellten Quertransport vor einer Stapelanlage
fördert. Die einzelnen Rollen (2) des Rollgangs (1) sind
in Führungsleisten (3) gelagert. Auf dem Rollgang (1), der
eine gedachte Förderebene aufspannt, werden
Winkelprofile (4) in Förderrichtung (F) transportiert. Ein
Anschlag (10), der in Förderrichtung (F) um einen
Anschlagwinkel (11) geneigt werden kann, stoppt in der
Arbeitsposition (10′) den Lauf der Profile (4). Die
aufgeraute Oberfläche (12) des Anschlages (10) sorgt für
eine Vorausrichtung bzw. Vorvereinzelung der Profile
(4). Nachdem eine Profillage von im allgemeinen acht
Einzelprofilen auf diese Weise vorvereinzelt wurde,
wird der Anschlag (10) aus seiner Wirkungsposition
(10′) in Förderrichtung (F) in die Ruhelage (10′′)
geschwenkt und dann abgesenkt, um den Weg für den
Schieber (20) freizumachen, der quer zur
Förderrichtung (F) in diese verschiebbar angeordnet
ist. Der Schieber (20) ist mit Abstandshaltern (21)
versehen, die in einer Reihe und mit gleichem Abstand
zueinander, parallel zum Anschlag (10) in seiner
geneigten Stellung (10′) angebracht sind. Beim
Verfahren des Schiebers (20) aus seiner Ausgangslage
(20′) in Pfeilrichtung (22) in die Endlage (20′′, vgl.
Fig. 2) werden die Winkelprofile (4) auf einen exakt
gleichen Abstand zueinander ausgerichtet, wobei
jeweils ein Bolzen (21) ein Winkelprofil (4) seitwärts
verschiebt, bis der Abstand der Profile zueinander
gleich ist. Während dieser Ausrichtung werden die
Profile (4) nicht in Förderrichtung (F) transportiert.
Fig. 2 zeigt sodann den Weitertransport der
Winkelprofile (4) in Förderrichtung (F), wobei die Profile
(4) zwischen den Bolzen (21) hindurchgefördert und einer
üblichen Stapelanlage, beispielsweise auch im
Quertransport zugeführt werden. Der Schieber (20) wird
danach aus seiner Richtlage (20′′) wieder in die
Ruhelage (20′) zurückverschoben und der Anschlag (10) von
der Position (10′′) in die Position (10′) gebracht, wonach
erneut die Vereinzelung und exakte Ausrichtung über
den Rollgang (1) ankommender Profile (4) gemäß Fig. 1
erfolgt.
Die erfindungsgemäßen Maßnahmen sind nicht auf das in
den Zeichnungsfiguren dargestellte Ausführungsbeispiel
beschränkt. So kann beispielsweise, ohne den Rahmen
der Erfindung zu verlassen, auch der Schieber drehbar
ausgebildet sein, wobei die Reihe der Abstandshalter
immer parallel zum Anschlag in dessen geneigter
Stellung ausgerichtet wird. Auch kann die Vereinzelung
nach der Erfindung unmittelbar vor der Stapelanlage
auf einem separaten Rollgang oder einer Kette in
Längsrichtung erfolgen.
Claims (10)
1. Verfahren zur störungsfreien Förderung bzw. zum
Transport von Profilen, insbesondere in
Adjustageanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die
Profile in Längsrichtung gegen einen in der
Förderebene, gegenüber der Förderrichtung geneigten
Anschlag gefördert und vorvereinzelt werden, wonach
eine genaue Ausrichtung der Profile auf einen
vorgewählten gleichen Abstand zueinander in der Weise
erfolgt, daß die Profile zwischen Abstandshaltern
hindurch weitergefördert werden.
2. Vorrichtung zur störungsfreien Förderung bzw. zum
Transport von Profilen, insbesondere in
Adjustageanlagen, zur Durchführung des Verfahrens nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Transport
der Profile (4) in Längsrichtung ein in der
Förderebene gegenüber der Förderrichtung (F) geneigter
Anschlag (10) vorgesehen ist, der in
Wirkungsverbindung mit einem quer zur Förderrichtung
(F) verfahrbaren Schieber (20) steht, wobei der
Schieber (20) Abstandshalter (21) aufweist, die
parallel zum Anschlag (10) in geneigter Stellung (10′)
in einer Reihe und mit gleichem Abstand zueinander
angebracht sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlagwinkel (11) in
etwa 30 bis 70 Grad beträgt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlagwinkel (11) in
etwa 45 Grad beträgt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlagwinkel (11)
fest eingestellt und der Anschlag (10) senkrecht zur
Förderebene versenkbar ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (10) um den
Anschlagwinkel (11) schwenkbar und senkrecht zur
Förderebene versenkbar ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (10) eine
aufgerauhte Oberfläche aufweist, vorzugsweise eine
gleichmäßige Riffelung (12) an der den ankommenden
Profilen (4) zugewandten Seite.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandshalter (21)
als Bolzen ausgebildet sind, die mit dem Schieber (20)
fest verbunden sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandshalter (21)
als dreieckförmige Flacheisenstücke ausgebildet und
auf dem Schieber (20) parallel zueinander in
Förderrichtung (F) angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandshalter (21)
hinsichtlich ihres Abstandes zueinander verstellbar
ausgebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863618849 DE3618849A1 (de) | 1986-06-04 | 1986-06-04 | Verfahren und vorrichtung zur stoerungsfreien foerderung von profilen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19863618849 DE3618849A1 (de) | 1986-06-04 | 1986-06-04 | Verfahren und vorrichtung zur stoerungsfreien foerderung von profilen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3618849A1 true DE3618849A1 (de) | 1987-12-10 |
Family
ID=6302301
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863618849 Withdrawn DE3618849A1 (de) | 1986-06-04 | 1986-06-04 | Verfahren und vorrichtung zur stoerungsfreien foerderung von profilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3618849A1 (de) |
Citations (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2180075A (en) * | 1938-05-20 | 1939-11-14 | Earl B Stout | Rail spacing apparatus |
| DE2111381A1 (de) * | 1971-03-10 | 1972-09-14 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Vorrichtung zum geordneten Einfuehren von Staeben in eine Bearbeitungsmaschine |
| US3724648A (en) * | 1971-04-14 | 1973-04-03 | Sundstrand Engelberg | Bar feeder apparatus |
| DE2204090B2 (de) * | 1971-01-28 | 1976-03-25 | Barry-Wehmiller Co., Des Pere, Mo. (V .St. A.) | Vorrichtung zum bilden paralleler reihen von behaeltern aus einer ungeordneten behaeltermenge |
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-
1986
- 1986-06-04 DE DE19863618849 patent/DE3618849A1/de not_active Withdrawn
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