DE3618559A1 - Vorrichtung zur entnahme von dosierten fluessigkeitsmengen - Google Patents
Vorrichtung zur entnahme von dosierten fluessigkeitsmengenInfo
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- G01F11/28—Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it with stationary measuring chambers having constant volume during measurement
- G01F11/286—Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it with stationary measuring chambers having constant volume during measurement where filling of the measuring chamber is effected by squeezing a supply container that is in fluid connection with the measuring chamber and excess fluid is sucked back from the measuring chamber during relaxation of the supply container
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung der
im Oberbegriff des Patentanspruch 1 genannten Art.
Insbesondere im pharmazeutischen Bereich ist es wich
tig, die einem Patienten verschriebenen Medikamente
genau zu dosieren. Wenn diese Medikamente die Form
von Flüssigkeiten aufweisen, die eingenommen werden
sollen, wird beispielsweise auf die Verwendung von
Meßeinrichtungen wie z.B. geeichte Meßbecher, Löffel
oder Tropfenzähler zurückgegriffen. ln vielen Fällen
muß der Patient seine Medikamente selbst dosieren
und wenn es sich um ältere, kranke, geschwächte oder
behinderte Personen handelt, stellt ein derartiger
Vorgang, der auf den ersten Blick einfach zu sein
scheint, Schwierigkeiten bei der Handhabung dar. Wenn
es sich weiterhin um die Zählung von Tropfen handelt,
ist der Patient nicht immer aufmerksam genug oder
fähig genug, sich an die vorgeschriebene Anzahl der
Tropfen zu halten, was schwerwiegende Folgen bei der
Verschreibung von besonders wirkungsvollen Medikamen
ten haben kann, beispielsweise bei kardiotonischen
Medikamenten. Derartige Probleme treten im übrigen
nicht nur im Bereich von Medikamenten auf.
Im Handel werden Flaschen aus Kunststoffmaterial mit
elastischen Wänden verwendet, deren Hals zu einem
Becher mit vorgegebenem Volumen verlängert ist, in
dessen Inneres eine Kanüle mündet, die zum Boden
des Behälters oder der Flasche hin verlängert ist.
Durch manuellen Druck kann die in dem Behälter ent
haltene Flüssigkeit zum Aufsteigen in der Kanüle ge
bracht werden, wobei der Überschuß an Flüssigkeit,
die in den Becher aufgestiegen ist, von der Kanüle
angesaugt wird, sobald der manuelle Druck beseitigt
wird. Eine derartige Flasche kann jedoch nur für
eine Verwendung und eine vorgegebene Dosierung aus
gebildet werden, weil der Becher einstückig mit der
Flasche ausgebildet und einstückig mit dieser aus
geformt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vor
stehend genannten Nachteile zu beseitigen und eine
Vorrichtung zu schaffen, die sehr einfach an Fla
schen oder Behälter mit elastischen Wänden anpaßbar
ist, wie sie im Handel erhältlich sind, ohne daß
irgendeine Modifikation der Herstellungskette er
forderlich ist. Weiterhin soll hierbei das Volumen
der zu entnehmenden Flüssigkeitsmenge nach Wunsch
und mit jeder erforderlichen Genauigkeit einstell
bar sein.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil
des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist ohne weiteres
an Laschen oder Behälter mit elastischen Wänden an
paßbar, wie sie derzeit verwendet werden, ohne daß
irgendeine Modifikation der Herstellungskette er
forderlich ist. Weiterhin ist bei der erfindungs
gemäßen Vorrichtung das Volumen der zu entnehmenden
Flüssigkeitsmenge nach Wunsch einstellbar, wobei
diese Flüssigkeitsmenge mit hoher Genauigkeit ent
nommen werden kann.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen noch
näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Vor
richtung;
Fig. 2 eine Schnittansicht einer zweiten Aus
führungsform der Vorrichtung, die in
einem Behälter angebracht ist;
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform der Vor
richtung.
Die in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsform
der Erfindung weist ein Gefäß 1 auf das so ausgebil
det ist, daß es in den Hals 2 eines Behälters 3 ein
setzbar ist und jedes Ausfließen der Flüssigkeit aus
diesem Hals verhindert. Das Gefäß 1 ist im allgemein
sten Fall aus Kunststoffmaterial hergestellt und kann
so dimensioniert sein, daß das Einsetzen in den Hals
2 nur eine geringe Eindrückkraft erfordert. Die Ab
dichtung an der Berührungsstelle mit dem Hals 2 kann
durch Außenringe 11 verstärkt werden, die einstückig
mit dem Gefäß ausgebildet sind. Am oberen Teil kann
das Gefäß weiterhin mit einem Ring 12 versehen sein,
der sich auf dem Hals 2 abstützt und ggf. eine Dich
tung bildet, sobald der Verschlußstopfen des Behäl
ters angebracht ist.
Bei einer speziellen Ausführungsform der Vorrichtung
kann das Gefäß 1 mit einem Deckel 10, beispielsweise
einem Klappdeckel versehen sein, der den Verschluß
stopfen des Behälters ersetzt. Die oben erwähnten
Elemente, wie z.B. der Ring 12 und der Deckel 10 kön
nen von dem Gefäß 1 getrennt oder einstückig mit
diesem ausgeformt sein.
Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung eine Kanüle
oder einen Schlauch 4 auf, der in das Gefäß 1 mün
det, wobei ein vorgegebener Teil 5 des oberen Ab
schnittes der Kanüle in dem Gefäß 1 angeordnet ist.
Bei einer speziellen Ausführungsform der Vorrich
tung bildet der Teil 5 der Kanüle einen Teil des
Gefäßes 1 und er kann einstückig mit diesem ausge
bildet sein (Fig. 2) oder mit dem eigentlichen Ge
fäß nach dessen Ausformung im Verlauf der Herstel
lung verbunden werden. Der Teil 5 der Kanüle 4 kann
weiterhin ggf. in Berührung mit der Wand des Ge
fäßes 1 stehen.
Weiterhin ist erfindungsgemäß die Länge des ver
bleibenden Teils 6 der Kanüle (außerhalb des Gefäßes)
so bemessen, daß sein unteres Ende 7 gegen den Bo
den 8 des Behälters anstößt. Bei einer speziellen
Ausführungsform der Vorrichtung ist die Kanüle 4
durch einen weichen Schlauch gebildet, der allge
mein aus Kunststoffmaterial hergestellt ist und
dessen Länge dann größer als die minimale Länge
ist, die erforderlich ist, damit das untere Ende
7 gegen den Boden des Behälters anstößt.
Bei einer speziellen Ausführungsform der Vorrichtung
kann das Gefäß 1 derart ausgebildet sein, daß der
Teil 5 der Kanüle nach Wunsch im inneren des Ge
fäßes 1 verschiebbar ist (Fig. 3). Auf diese Weise
ist es möglich, für einen vorgegebenen Querschnitt
des Gefäßes nach Wunsch das Nutzvolumen dieses Ge
fäßes dadurch einzustellen, daß die Höhe des Teils
5 der Kanüle geändert wird, die sich in dem Gefäß
1 befindet. Sofern erforderlich, kann dieser Teil
5 der Kanüle Markierungen oder Meßteilungen aufwei
sen, die die Eichung des Gefäßes erleichtern.
Bei einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung
kann bei einer vorgegebenen Höhe des Teils 5 der
Kanüle der Innenquerschnitt des Gefäßes 1 verändert
werden, beispielsweise während der Formvorgänge,
indem nach Wunsch die Dicke der Wände eingestellt
wird. Ggf. ist es weiterhin möglich, eine oder meh
rere Hülsen aus Kunststoffmaterial in das Gefäß 1
einzusetzen, die den Querschnitt weiter verringern.
im allgemeinsten Fall wird das Nutzvolumen des Ge
fäßes für eine vorgegebene Anwendung bei der Her
stellung der Form bestimmt.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung
kann der Teil 5 der Kanüle einen oder mehrere seit
liche Längsschlitze 9 am Ende aufweisen. Die Länge
dieser Schlitze ist selbstverständlich derart be
messen, daß sie im wesentlichen kleiner als die
Länge des Teils 5 der Kanüle ist. Eine derartige
Ausbildung ermöglicht es, das Herausspritzen der
Flüssigkeit aus dem Gefäß zu verhindern, wenn ein
zu starker Druck ausgeübt wird, weil in diesem
Fall die Flüssigkeit ausströmt, bevor sie das obe
re Ende der Kanüle erreicht hat.
Alle Bestandteile der beschriebenen Ausführungs
formen können mit Hilfe von üblichen Techniken wie
z.B. der Ausformung von Kunststoffmaterialien her
gestellt werden, wie z.B. aus Polyäthylen, Poly
propylen oder Polyvinylchlorid. Wie dies weiter
oben erwähnt wurde, können die einzelnen Elemente
entweder getrennt hergestellt und dann zusammen
gebaut werden oder sie können einstückig ausge
formt werden.
Wenn die beschriebene Vorrichtung im Hals 2
eines Behälters 3 angebracht wurde, so wird sie
wie folgt verwendet:
Durch Ausüben eines manuellen Druckes auf die
elastischen Wände des Behälters 3 ruft der Be
nutzer einen Überdruck im Inneren des Behälters
hervor, der die Flüssigkeit durch die Kanüle 4
in das Gefäß aufsteigen läßt. Der Benutzer wieder
holt den vorstehend beschriebenen Vorgang so oft
wie erforderlich, damit die auf diese Weise ent
nommene Flüssigkeit die maximale Höhe erreicht
hat, die durch den Teil 5 der Kanüle festgelegt
ist, wobei der letztere Teil einen Siphon bildet,
wenn ein Überschuß an Flüssigkeit entnommen wurde.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Entnahme von dosierten
Flüssigkeitsmengen einer Flüssigkeit, die
in einem Behälter mit elastischen Wänden
enthalten ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung ein Gefäß (1) aufweist,
das so ausgebildet ist, daß es in den Hals
(2) des Behälters (3) einsetzbar ist und
jedes Ausfließen der Flüssigkeit aus dem
Hals (2) verhindert, und daß eine Kanüle
(4) in das Innere des Gefäßes (1) mündet
und einen vorgegebenen Abschnitt (5) am obe
ren Teil aufweist, der sich in dem Gefäß
(1) befindet, wobei die Länge des verblei
benden Teils (6) der Kanüle derart bemessen
ist, daß das untere Ende (7) der Kanüle (1)
auf den Boden (8) des 8ehälters (3) stößt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kanüle (4) eine weiche Kanüle ist,
und daß die Länge des Teils (6) größer ist
als die minimale Länge, die erforderlich
ist, damit das untere Ende (7) in Anlage
an den Boden (8) des Behälters (3) kommt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der obere Teil (5) der Kanüle (4) im
Inneren des Gefäßes (1) in seiner Höhe auf
einen gewünschten Wert einstellbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der lnnenquerschnitt des Gefäßes (1)
für eine vorgegebene Höhe des Teils (5) der
Kanüle (4) in Abhängigkeit von dem Volumen
der zu entnehmenden Flüssigkeitsmenge ein
stellbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Ende des Teils (5) der Kanüle (4)
zumindestens einen seitlichen Längsschlitz
(9) aufweist, dessen Länge kleiner als die
Länge des Teils (5) der Kanüle (4) ist, der
sich in dem Gefäß (1) befindet.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gefäß (1) mit einem Deckel (10) ver
sehen ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863618559 DE3618559A1 (de) | 1986-06-03 | 1986-06-03 | Vorrichtung zur entnahme von dosierten fluessigkeitsmengen |
| CH209887A CH672471A5 (de) | 1986-06-03 | 1987-06-02 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863618559 DE3618559A1 (de) | 1986-06-03 | 1986-06-03 | Vorrichtung zur entnahme von dosierten fluessigkeitsmengen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3618559A1 true DE3618559A1 (de) | 1987-12-10 |
Family
ID=6302140
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863618559 Ceased DE3618559A1 (de) | 1986-06-03 | 1986-06-03 | Vorrichtung zur entnahme von dosierten fluessigkeitsmengen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH672471A5 (de) |
| DE (1) | DE3618559A1 (de) |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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Legal Events
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