DE3618071A1 - Drehschneide fuer flachmaterial mit anschaerfvorrichtung - Google Patents
Drehschneide fuer flachmaterial mit anschaerfvorrichtungInfo
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Description
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GERBER SCIENTIFIC, INC-8OOO MÜNCHEN 22 · Wl D EN MAYE RSTRAS S E 49
BERLIN: DIPL.-ING. R. M Ü LLER-BÖRN E R
MÜNCHEN: DIPI ING. HANS-HEINRICH WEY
Berlin, den 29. Mai 1986
"Drehschneide für Flachmaterial mit Anschärfvorrichtung"
(Priorität: USA, Nr. 739 422 vom 30.05.85)
19 Seiten Beschreibung mit 14 Patentansprüchen, 3 Blatt Zeichnungen,
1 Seite Zusammenfassung mit Fig. 1
Ktz - 29 165
BERLIN: TELEFON (03O) 8312088 KABEL: PROPINDUS · TELEX: 1 84067
MÜNCHEN: TELEFON (O89) 22S585 KABEL: PROPINDUS · TELEX: 524244
Drehschneide für Flachmaterial mit Anschärfvorrichbung
Diese Erfindung bezieht sich auf Schneidgeräte zum Schnei den
von Stoff und anderen ähnlichen, auf eine Abstützfläche gespannten Flachmaterialien und behandelt insbesondere
derartige Schneidgeräte mit einer Drehschneide als Schneidwerkzeug und mit einem verbundenen, verbesserten
Anschärfmechanismus zum Anschärfen der Kante der Schneide, während die Schneide im Schneidgerät verbleibt.
In der deutschen Patentanmeldung "Vorrichtung und Verfahren zum Abstützen von und zum Arbeiten auf Flachmaterial"
vom 15. Mai 1986 hat die Anmelderin eine Schneidmaschine vorgeschlagen mit dem Typ von Schneidgerät, den diese Er
findung betrifft, und bezüglich weiterer Einzelheiten der Schneidmaschine und des Schneidsystems kann sich auf diese
Anmeldung bezogen werden. Was jedoch das Schneidgerät selbst anbetrifft, so benutzt es eine kreisförmige Schneide
von relativ kleinem Durchmesser, die mit relativ hoher
Geschwindigkeit um eine horizontale Achse gedreht und ent
lang den gewünschten Schneidlinien bezüglich des auf ei not
horizontalen Abstützfläche gespannten Arbeitsmaterials bewegt
wird, wobei die Schneide während dieser Bewegung auch um eine vertikale Theta-Achse gedreht wird, um sie tangential
an die Schneidlinie zu halten. Wenn die Schneidvorgänge zunehmen, wird die Schneidkante der Schneide unvermeidlich
verschlissen oder stumpf, und es ist daher wünsehenswert,
ein Mittel zum Anschärfen der Schneide von Zeit zu Zeit vorzusehen, ohne daß die Schneide zum Anschärfen
aus dem Schneidgerät entnommen werden muß, und vorzugsweise, ohne daß der Schneidvorgang für das Anschärfen
unterbrochen werden muß. Das heißt, es ist wünschenswert, das Anschärfen während des Betriebs vorzunehmen.
In der Vergangenheit wurden diverse Anschärfvorrichtungen
zum Anschärfen von drehenden Schneidwerkzeugen vorgeschlagen, jedoch waren diese im allgemeinen von relativ kompliziertem
Aufbau, oft sind sie nicht wirksam bzgl. eines guten Anschärfeffekts, und in den meisten Fällen sind sie
nicht gut geeignet zur Verwendung bei kleinen Schneiden mit einem Durchmesser der Größenordnung von einem Inch
oder weniger.
Das allgemeine Ziel der Erfindung ist es, eine Drehschneide
für Stoff oder ähnliche Flachmaterialien mit einer Anschärf
vorrichtung zum periodischen Anschärfen der Schneidkante
der Schneide zu liefern, wobei diese Anschärfvorrichtung von einfachem, preiswertem Aufbau, zuverlässig
im Betrieb, wirksam mit einem ausgezeichneten Anschärfeffekt und besonders gut für die Benutzung für dünne Schneiden
von kleinem Durchmesser geeignet ist.
Weitere Ziele und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung und aus den beigefügten Zeichnungen.
Die Erfindung beruht auf einem Schneidgerät für Flachmaterial mit einer um eine erste Achse drehbaren Drehschneide
und mit einem drehenden Anschärfelement, wie zum Beispiel
einer Scheibe, mit einer im wesentlichen radialen, um eine zweite Achse drehbaren Anschärffläche. Die beiden
Achsen sind so angeordnet, daß die Anschärffläche des Anschärf elements in Anschärfeingriff mit der Schneide gebracht
werden kann, indem das Anschärfelement im wesentlichen
axial entlang seiner Drehachse bewegt wird. Ein einziger Antriebsmotor dreht kontinuierlich sowohl die
Schneide als auch das Anschärfelement, und ein zugehöriges
Betätigungsmittel bewegt das Anschärf el einent periodisch
in Eingriff mit der Schneide, um die Schneidkante der
Schneide periodisch zu schärfen. Die der Schneide vom Antriebsmotor erteilte Drehbewegung wird zum Schneiden
von Flachmaterial benutzt, und ein Anschärfvorgang kann
vorkommen, während die Schneide ohne Unterbrechung einen
Schneidvorgang ausübt, sowie ohne Verlangsamung oder eine
sonstige Störung des Schneidvorgangs.
Die Erfindung beruht auch im Aufbau des Mittels zum An
treiben der Schneide und des Anschärfelements und in weiteren besonderen, durch die Ansprüche definierten Merkmalen.
Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer Tuchschneidmaschine mit einem Schneidgerät gemäß der vorliegenden
Erfindung.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Schneidgeräts nach Fig.
1 im wesentlichen entlang von Pfeil 2 von Fig. 1.
Fig. 3 ist eine Vorderansicht des Schneidgeräts nach Fig. 1 im wesentlichen entlang Pfeil 3 von Fig. l.
Fig. 4 ist eine Ansicht entlang Linie 4-4 von Fig. 2, in der die Neigung zwischen den Achsen der schneide und der
Anschärfscheibe gezeigt ist.
In Fig. 1 ist eine Drehschneide 48 gemäß der Erfindung gezeigt als Teil einer Vorrichtung 14, die zum Schneiden
entweder einer einzelnen Lage oder einer Übereinanderlagerung
von auf einer Arbeitsfläche aufgespannten Flachmaterials
vorgesehen ist. Mit ihren Hauptkomponenten besteht diese Vorrichtung aus einem Schneidtisch 16, einem
Schneidmechanismus 18, einem Luftsystem 20 und einem numerischen
Steuergerät 22.
Tisch 16 hat eine längliche, rechteckige, horizontale
und nach oben weisende Arbeits-Abstützflache 24, die im
dargestellten Fall zum Abstützen einer einzelnen Lage
von Tuch 26 als Arbeitsmaterial in gespanntem Zustand
benutzt wird. Arbeits-Abstützflache 24 ist mit einem Borstenbett
110 mit einer großen Anzahl von luftdurchlässigen
/ίθ
Durchgängen versehen, die sich vertikal erstrecken, um so den Durchtritt von Luft zwischen der Arbeits-Abstützflache
24 und hohlen Kammern unter Fläche 24 als Teil eines Systems zum Erzeugen eines Vakuums über einem ausgewählten
Bereich von Fläche 24 zu erlauben und beim Festhalten von Material 26 beim Schneiden behilflich zu sein, sowie möglichst
auch zum Erzeugen eines positiven Luftdrucks über der gesamten Ausdehnung von Fläche 24, um beim Bewegen
von Material 26 auf Fläche 24 oder von ihr herunter behilflich zu sein.
Sehneidmechanismus 18 beinhaltet einen X-Schlitten 28,
der oberhalb von Stützfläche 24 angeordnet und in der dargestellten X-Koordinatenrichtung relativ zu Tisch 16 beweglich
ist. Er wird an seinen Enden durch (nicht dargpstellte)
geeignete Lager abgestützt, die mit nach oben ragenden Wänden 30, 30 an den entgegengesetzten Längsseiten
des Tischs in Eingriff bringbar sind. An der Aui3enseite jeder Wand befindet sich eine sich längs erstreckende
Schiene 32. Eine Antriebswelle 34 mit einem an ihrer rechten Seite befestigten Getriebe 36 erstreckt sich, wie aus
Fig. 1 ersichtlich, durch Schlitten 28 und hat einen (nicht gezeigten) Ritzel an jedem Ende, der mit der zugehörigen
Schiene 32 in Eingriff bringbar ist, um so den Schlitten in X~Richtung bei Drehung von Getriebe 36 und
Antriebswelle 34 zu bewegen. Von einem auf der rechten Seite des X-Schlittens befestigten Service-Modul 40 wird,
wie in Fig. l ersichtlich, ein (nicht dargestellter) X-Motor
getragen, der einen zu Getriebe 36 passenden Abtriebsritzel aufweist.
Auf X-Schlitten 28 wird zur relativen Bewegung in der dargestellten
Y-Richtung wird ein Y-Schlitten 46 abgestützt,
der den Drehschneidkopf 48 sowie eine sich hin- und herbewegende Schneide 50 trägt. Wie im folgenden im Detail erklärt
wird, hat Kopf 48 eine um eine im wesentlichen horizontaie
Achse drehbare Schneide, um Material 26 entlang einer gegebenen Schneidlinie zu schneiden, wenn Kopf 48
■Jf.
entlang solch einer Linie gesteuert vom Steuergerät
22 durch die kombinierten Bewegungen von X-Schlitten
28 und Y-Schlitten 46 in den X- und Y-Koordinatenrichtungen
bewegt wird. Während solch einer Bewegung ist der die Drehschneide tragende Teil von Kopf 48
um eine vertikale Theta-Achse 54 bewegbar, um die Schneide tangential an Schneidlinie 52 zu halten, und
die sich vertikal erstreckende, hin- und herbewegte Schneide 50 ist in gleicher Weise um eine vertikale
Theta-Achse 55 bewegbar. Im allgemeinen wird Schneidkopf 48 zum Schneiden von Musterstücken aus Material
26 verwendet, wobei ein derartiges Musterstück zum Beispiel bei 56 gezeigt ist. Kopf 50 hat eine vertikal
bewegbare Schneide und kann zum Schneiden von Kerbmarkierungen in den vom Schneidkopf 48 geschnittenen
Musterstücken benutzt werden. Er kann ebenso zum Schneiden einiger Teile der die Musterstücke definierenden
Schneidlinien benutzt werden, wie z.B. der Teile dieser Linien mit Krümmungen kleiner als
sie vom Drehschneidkopf 48 leicht geschnitten werden können.
Y-Schlitten 46 wird in Y-Koordinatenrichtung durch ein über scheiben an den Enden von χ-Schlitten 28
laufendes Band bewegt. Die rechte einer dieser schei ben, wie aus Fig. 1 ersichtlich, wird von einem
(nicht dargestellten) im Service-Modul 40 angeordneten
Y-Motor mit einem Ritzel 60 angetrieben, wobei dieser Ritzel mit Getriebe 62 in Eingriff steht,
welches wiederum antriebsmäßig mit der rechten
Scheibe des Bandes verbunden ist.
Die Versorgung und elektrische Steuerbefehle für den Betrieb der X- und Y-Motoren im Service-Modul 40
und für den Betrieb der Schneidkopfe 48 und 50 werden
über eine in einem Leitungsgehäuse 64 geführte Flach
leitung zugeführt, wobei dieses Leitungsgehäuse ent-
JZ
lang der rechten Seite des Tischs verläuft und einen
sich längs erstreckenden. Zugang zur Leitung bietenden Schlitz aufweist. Ein Ende der Leitung ist mit
einem eine Leitung tragenden Arm 68 am X-Schlitten 28, und das andere Ende ist mit dem numerischen Steuergerät
22 über eine Anschlußleitung 70 verbunden,
die eine Verlängerung der in Gehäuse 64 enthaltenen Leitung sein kann.
Das numerische Steuergerät 22, das, wie dargestellt,
in Reaktion auf auf Magnetband 72 aufgezeichnete Befehle arbeiten kann, liefert die Leistung und die
zum Betrieb des Schneidtischs 16 benötigten Befehle, und insbesondere zur Bewegung von Schneidkopf 48 entlang
den gewünschten Schneidlinien auf Arbeitsmaterial 26.
Luftsystem 20 ist mit dem Tisch über eine Versorgungsleitung 74 verbunden und arbeitet so, daß selektiv
entweder ein Vakuum oder positiver Luftdruck auf diese Leitung aufgebracht wird. Im dargestellten
Fall wird das Verteilungssystem als ähnlich zu dem
angenommen, das in meiner gleichzeitig eingereichten US-Patentanmeldung mit dem Titel "VORRICHTUNG MIT
BANDVENTIL-VAKUUMSYSTEM ZUM ARBEITEN AUF ARBEITSMATERIAL"
beschrieben und dargestellt ist, wobei auf diese Anmeldung hierin Bezug genommen wird und weitere
Details von dort übernommen werden können.
Wendet man sich nun zu Fign. 2, 3 und 4 zwecks einer detaillierteren Beschreibung von Schneidkopf 48, so
besteht dieser Schneidkopf aus einer oberen Platte und einer unteren Platte 80, die miteinander über
zwei sich vertikal erstreckende Führungsstäbe 82 verbunden sind, von denen in Fig. 2 nur einer gezeigt
ist und die zwecks Klarheit aus Fig. 3 weggelassen sind. Die Führungsstäbe 82 werden in Lagern 84, 84
gehalten, die am Y-Schlitten 46 mit der Möglichkeit des vertikalen
Gleitens befestigt sind. In Fign. 2 und 3 wird Schneidkopf 4-8 in seiner untersten Position relativ zu Y-Schlitten
46 gezeigt, und von dieser Position aus kann er durch einen geeigneten (nicht gezeigten1» Motor angehoben werden,
bis er außer Schneideingriff mit Fl arhmater in 1 2f>
ist .
Unmittelbar zwischen den Ober- und Unterteilen 78 und 8n, die
relativ zu Y-Schlitten 46 nicht drehbar sind, ist. ein Schneidgerät-Körper 86 angeordnet, der zwecks Drehung relativ
zu Teilen 78 und 80 um Theta-Achse 54 abgestützt wird. Dieser Körper umfaßt einen nach oben weisenden Schaft 88, der mit
Oberteil 78 über ein Kugellager 90, einen Zwischenrahmen 92
und ein kreisförmiges Unterteil 94 verbunden ist, das drehbar mit Unterteil 80 über eine Kugellagereinheit 96 verbunden
ist. Mit der Unterseite des kreisförmigen Teils 94 ist
ein Anpreßfuß 95 verbunden, dessen Unterseite auf der Oberseite von Flachmaterial 26 während eines Schneidvorgangs
aufliegt.
Körper 86 wird um die Theta-Achse mittels eines Servo-Motors
96 gesteuert vom Steuergerät 22 gedreht, wobei dieser Motor einen Abtriebsiitzel 98 aufweist, der mit einem an Schaft 88
befestigten Getriebe lOO in Eingriff steht. Ebenso ist an
Schaft 88 ein weiteres Getriebe 102 befestigt, das mit einem an der Abtriebswelle eines Resolvers 106 befestigten Getriebe
104 in Eingriff steht, wobei der Resolver 106 dazu dient. Signale über die Position von Körper 86 relativ zu Theta-Achse
54 an Steuergerät 22 zu liefern. Am oberen Ende von Schaft 88 ist eine Reihe von elektrischen Schleifringen angebracht,
die dazu dienen, elektrische Leistung an die diversen elektrisch betriebenen Teile des auf Körper 86 montierten
Schneidgeräts zu übertragen.
Ebenso ist an Schaft 88 eine Zahnscheibe 110 angebracht, die mit einem Zahnriemen 112 zusammenwirkt, der auch über eine an
Welle 116 des auf dem Y-Schlitten 46 montierten Schneidknpfs
50 befestigte Zahnscheibe 114 gezogen wird. Auf diese Weise
positioniert daher der einzige Servo-Motor 96 sowohl Schneidkopf
48 als auch Schneidkopf gleichzeitig gemeinsam um ihre jeweiligen Theta-Achsen 54 und 55. Der Aufbau von
Schneidkopf 50 kann ähnlich zu dem in der gleichzeitig eingereichten
Patentanmeldung vom 23. Mai 1985 mit dem Titel "KERB- UND/ODER BOHRWERKZEUG MIT ANPRESSFUSS", auf welche
sich bzgl. weiterer Details bezogen werden kann, sein.
Gemäß der Erfindung ist das Schneidwerkzeug von Schneidkopf
48 eine Drehschneide 118, die austauschbar an einer Antriebs welle 120 montiert ist, welche zur Drehung um eine horizontale, relativ zum unteren drehbaren Teil 94 von Körper 86
feste Achse 122 angeordnet ist, wobei Welle 120 von geeigneten
Lagern für eine derartige Drehung in einem an Teil 94
befestigten Lagerblock 124 getragen wird. Am anderen Ende des Lagerblocks 124, von Schneide 118 aus gesehen, erstreckt
sich Welle 120 aus dem Block heraus und hat an ihr eine Antriebsscheibe 126 befestigt, die von einem Band 128 angetrieben
wird, das auch über eine an Welle 132 von Antriebsmotor
134, der von Körper 86 getragen wird, befestigte Antriebsscheibe 130 läuft.
Drehschneide 118 ist vorzugsweise von relativ kleinem Durchmesser, wie z.B. ein Inch oder weniger, wobei Schneide 118
im gegenwärtig dargestellten Fall einen Durchmesser von 3/4
Inch hat. Sie ist vorzugsweise auch ziemlich dünn, im dargestellten Fall ist eine maximale Dicke von 5/1000 Inch angenommen.
Die Schneide kann aus diversen unterschiedlichen Materialien
bestehen, beispielsweise aus M2-Stahl. In Fällen, wenn die Schneide zum Schneiden von vinyl oder anderen klebrigen
Materialien benutzt werden soll, ist es wünschenswert, die Schneide aus einem Material geringer Reibung herzustellen,
wie z.B. Polyond - ein aus einer Kombination von Nickel
und Polytetrafluoräthylen bestehendes Material.
Die Geschwindigkeit der Drehschneide kann variieren, aber
bevorzugterweise wird sie unter relativ hoher Geschwindigkeit
angetrieben, z.B. größer als 15.000 Upm.
Ebenso gemäß der Erfindung ist Schneide 118 ein einfaches,
aber wirksames Anschärfmittel für die kreisförmige Kante
136 der Schneide in periodischer Weise, während die Schnei de auf Welle 120 verbleibt, und, falls gewünscht, während
Schneide 118 in Schneideingriff mit dem zu schneidenden Flachmaterial 26 verbleibt.
Wie in Fign. 2, 3 und 4 gezeigt, umfaßt dieses AnschärfmiΓΙΟ
tel ein Anschärfelement 138, das zur Drehung um eine horizontale Achse 140 gehalten wird, die oberhalb der Schneidenachse
122 angeordnet und relativ zu Achse 122 in einem kleinen Winkel geneigt ist, wie z.B. in einem Winkel zwischen
5 und 10°, wie bei D in Fig. gezeigt, in einer horizontalen Ebene gesehen. Anschärfelement 138 kann verschiedene Formen
annehmen, besteht jedoch vorzugsweise, wie dargestellt, aus einer Scheibe 142 mit einer Anschärffläche 144. Anschärfflache
144 ist vorzugsweise leicht konisch und bildet, wie in Fig. 4 gezeigt, mit einer Linie 146 senkrecht zu Achse
140 einen Winkel zwischen 5 und 20°.
Anschärfscheibe 142 ist austauschbar an einer Welle 148 getragen,
die zur Drehung um Achse 140 durch einen Lagerblock 150 mit geeigneten Lagern abgestützt ist. Am der Scheibe
entgegengesetzten Ende von Lagerblock 150 ragt Welle 148 vom Block nach außen und hat an sich eine Antriebsscheibe
152 befestigt, die mit einem Antriebsband 154 zusammenwirkt, welches auch über eine an Welle 132 von Antriebsmotor 134
befestigte Scheibe 156 läuft. Motor 134 hat kraftgebende und nicht-kraftgebende Zustände. Im ηient-kraftgebenden 7u -stand
befindet sich Motorwelle .132 in Ruhe, und weder Schnei de 118 noch Anschärfscheibe 142 werden gedreht. Wenn ander
erseits Motor 134 kraftgebend ist, wird seine Welle 132 kontinuierlich angetrieben, wodurch beide Scheiben l>ü und
156 sowie kontinuierlich und gleichzeitig sowohl Schneid··
bad
118 als auch Anschärf scheibe 14.2 durch die betreffenden
Bänder 128 und 154 angetrieben werden.
Wie am besten in Fig. 2 gezeigt, kann Band 154 über seine
Scheiben 156 und 152 in der durch die durchgezogenen Linien von Fig. 2 dargestellten Art gezogen werden, wobei es in
diesem Fall die Anschärfscheibe in einer Drehrichtung bzgl.
Schneide 118 antreibt, oder es kann auch über Scheiben 152 und 156 gezogen werden, wie durch die unterbrochenen Linien
von Fig. 2 gezeigt, wobei es in diesem Fall nun die Anschärfscheibe 142 in entgegengesetzter Richtung bzgl.
Schneide 118 antreibt. Etwas unterschiedliche Anschärfwirkungen
werden durch jede der beiden möglichen Drehrichtungen der Anschärfscheibe relativ zur Schneide erzeugt, und
jede Anschärfwirkung kann für das Schneiden bestimmter Materialien
besser geeignet als die andere sein. Die dargestellte Anordnung erlaubt daher ein leichtes Tauschen der
Drehrichtungen der Anschärfscheibe relativ zur Schneide,
um für das zu schneidende Material am besten geeignet zu sein. In gleicher Weise ist Motor 134 vorzugsweise reversierbar,
so daß Abtriebswelle 132 in beiden Drehrichtungen gedreht werden kann, um mit der Drehrichtung von Schneide
118 zum zu schneidenden Material übereinzustimmen. Das heißt, die Schneide kann entweder im oder gegen den Uhrzeigersinn
gedreht werden, wie aus Fig. 2 ersichtlich, wobei die Wahl im allgemeinen davon abhängt, welche Drehrichtung
besser für das bestimmte, zu schneidende Material geeignet ist.
Lagerblock 150 für Anschärfscheibe 142 wird zur Bewegung
im wesentlichen entlang Achse 140 der Anschärfscheibe getragen,
um das Hinein- und Herausbewegen aus dem Anschärfeingriff mit Schneide 118 zu erlauben.
Das Abstütz- und betreffende Betätigungsmittel für Lagerblock
150 besteht aus einem nach oben weisenden Vorsprung 158, der an Block 150 befestigt ist und zwei Ohren 160, 160
ausweist, die verschiebbar auf einer an Körper 86 befestigten Führungsstange 162 aufgenommen sind, sowie ein nach unten
weisendes Ohr 163, das verschiebbar auf einer anderen, ebenfalls an Körper 86 befestigten Führungsstange 164 aufgenommen
ist. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, drückt eine Feder 166 Lagerblock 150 nach rechts in eine Position, in der
Anschärfscheibe 142 außer Anschärfeingriff mit Schneide
118 ist. Aus dieser Position ist der Lagerblock nach links in eine Anschärfposition bewegbar, in der Anschärffläche
144 der Anschärfscheibe an Schneide 118 anliegt. Die Bewegung
von Lagerblock 150 nach links und in Anschärfeingriff mit der Drehschneide wird durch einen Drehmagneten 16S mit
einem Betätigungsarm 170 bewirkt, der über eine Feder 172 mit Lagerblock 150 verbunden ist und in Richtung von Pfeil
B von Fig. 3 bewegbar ist. Das heißt, wenn der Magnet nicht,
erregt ist, befindet sich der Arm in rechter Position, wie aus Fig. 3 ersichtlich, und wenn der Magnet erregt ist, bewegt
sich der Betätigungsarm in einer Richtung entgegen dem
Uhrzeigersinn und zieht Lagerblock 150 gegen die Kraft von
Feder 166 in Anschärfeingriff mit Schneide 118, und, nachdem dieser Eingriff hergestellt ist, erlaubt Feder 172
etwas Überhub für Betätigungsarm 170, bis er seine Endlage entgegen dem Uhrzeigersinn erreicht.
In Fign. 2 und 3 sind aus Zweckmäßigkeitsgründen der Darstellung
die Führungsstäbe 162 und 164 sowie die ihnen zugeordneten Teile entlang Linien parallel zu Achse 122 von
Schneide 118 dargestellt. Vorzugsweise, jedoch nicht notwendigerweise sind, wie in Fig. 4 gezeigt, Führungsstange
162 ebenso wie Führungsstange 164 und die zugeordneten Teiie
parallel zu Achse 140 von Anschärfscheibe 142 angeordnet.
Das heißt, wie erwähnt sind Achse 122 von Schneide und Achse 140 von Anschärfscheibe 142 unter einem Winkel D
zueinander angeordnet, wie in horizontaler Ebene ersichtlich, wobei dieser Winkel im Bereich zwischen 5 und 10° ist,
und der Lagerblock bewegt sich entlang Achse 140.
Anschärfscheibe 142 kann von diversen verschiedenen Größen
sein, aber vorzugsweise hat sie einen Durchmesser in etwa gleich dem oder etwas größer als der von Schneide 118. Im
dargestellten Fall, wo die Schneide mit einem Durchmesser
von 3/4 Inch angenommen ist, hat die Anschärfscheibe einen
Durchmesser von 1 Inch. Auch das Material der Anschärfscheibe kann variieren, aber in einem beispielhaften Fall besteht
die Scheibe aus einem Grundkörper aus Metall wie z.B. Stahl, wobei Anschärffläche 144 mit einer Beschichtung
aus Schi eifpartikein wie z.B. Borazonpartikeln versehen ist.
Aus der vorhergehenden Besehreibung des Aufbaus von Schneidkopf
48 versteht man, daß der Betrieb des Anschärfgeräts in Zusammenarbeit mit dem Schneidgerät wie folgt ist. während
des normalen Schneidbetriebs wird Schneidkopf 48 gesenkt,
um Anpreßfuß 95 zum Aufliegen auf Flachmaterial 26 zu bringen, und in dieser Position dringt das Unterteil von Schneide
118 durch Flachmaterial 26 hindurch und in Borstenbett 110 ein. Antriebsmotor 134 wird in Kraft gesetzt und dreht
Schneide 118, und das Schneidgerät wird entlang einer Schneidlinie 52 bewegt, wobei Servo-Motor 96 den Körper 86
des Schneidgeräts um die Theta-Achse 54 positioniert, um
die Schneide tangential an Linie 52 zu halten. Zur gleichen Zeit dreht Antriebsmotor 134 auch Anschärfscheibe 142.
Normalerweise wird die Anschärfscheibe außer Kontakt mit
Schneide 118 gehalten, aber sie kann periodisch in Eingriff und nach einer kurzen Zeit wieder außer Eingriff mit Schneide
118 bewegt werden, um so die Schneidkante 136 der Schneide zu schärfen oder zu erneuern, indem der Lagerblock nach
links und dann nach rechts verschoben wird, wie in Fig. 3
j50 zu sehen. Während des Anschärfvorgangs werden Schneide 118
und Anschärfscheibe 142 formschlüssig zueinander angetrieben,
und da Scheibe 142 oberhalb der Schneidzone von Schneide HS angeordnet ist, kann das Anschärfen erfolgen, ohne
daß Schneide 118 vom Material 26 zurückgenommen werden muß und ohne daß in irgendeiner anderen Weise der laufende
Schneidvorgang gestört wird. Die Zeitabläufe des Anschärfvorgangs werden von Steuergerät 22 gesteuert und können z.B.
/5
so sein, daß jedesmal, wenn dip Srhnnkl^ ei η η vnrci^noi-,,·:,..
Schneidlänge auf Material 26 geschnitten hat;, ein ScIhhm.I
Vorgang stattfindet.
Ktz - 29 165
ßAD
-10-
Leerseite
Claims (14)
1. Schneidgerät für Flachmaterial mit einer kraftbetriebenen
Drehschneide, gekennzeichnet durch die Kombination:
einer um eine erste Achse (122) drehbaren Drehschneide (118),
einem um eine zweite Achse (140) drehbaren Anschärf r-! ^-
ment (142) mit einer Anschärffläche (144).
'einem einzigen Antriebsmotor (134) mit: kraftgebendon und
nicht-kraftgebenden Zuständen,
Mitteln (128, 154) zum antriebsmäßigen Verbinden sowohl
besagter Drehschneide als auch besagten drehbaren Ansei":.:rf
elements mit besagtem einzigen Antriebsmotor, um zu b>?w;rken,
daß sowohl besagte Schneide als auch besagtes Anscriärfelement
kontinuierlich um besagf.e erste bzw. zweite Achse
gedreht werden, wenn besagter Antriebsmotor sich in seinem
kraftgebenden Zustand befindet, und
Mitteln (168) zum periodischen Bewegen besagten Anschärfelements
relativ zu besagter Schneide, um zuerst besagte Anschärf fläche in Anschärfeingriff und dann wieder außer Anschärf
eingriff mit besagter Schneide zu bringen, während besagter einziger Antriebsmotor in seinem kraftgebenden Zustand
verbleibt und sowohl besagte Schneide als auch besagtes Anschärfelement um besagte erste bzw. zweite Achse antreibt.
2. Schneidgerät nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet,
daß besagte erste und zweite Achse (122. 140) zueinander in einer ersten und einer zweiten horizontalen Ebene angeordnet
sind, die vertikal in Abstand liegen, wobei besagte erste und zweite Achse in einer horizontalen Ebene gesehen
zueinander geneigt sind.
3. Schneidgerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Mittel
(160. 162, 163, 164) zum Abstützen besagten Anschärfelaments
zwecks Bewegung relativ zu besagter Schneide und entlang besagter zweiten Achse, und wobei besagte Mittel zum
periodischen Bewegen besagten Anschärfelements Mittel (168,
170, 172, 168) sind, die besagtes Anschärfelement vor und zurück entlang besagter zweiten Achse bewegen, um besagte
Anschärffläche in und außer Eingriff mit besagter Schneide zu bringen.
4. Schneidgerät nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch besagte
erste und zweite Achse (122, 140), die zueinander in einer ersten und einer zweiten horizontalen Ebene angeordnet sind,
die sich vertikal in Abstand voneinander befinden, und wobei besagte erste und zweite Achse in einer horizontalen
Ebene gesehen gegeneinander geneigt sind.
5. Schneidgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß besagte erste und zweite Achse (122, 140) in einer horizontalen Ebene gesehen gegeneinander unter einem Winkel
zwischen 5 und 10° geneigt sind.
6. Schneidgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß besagte Anschärf fläche (144.) bezüglich besagter zwei ten Achse konisch ist und einen Winkel zwischen 5 und 20°
bezüglich einer senkrecht zu besagter zweiten Achse stehenden Linie aufweist.
7. Schneidgerät nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet,
daß besagte Mittel zum Bewegen besagten Anschärfelements in
und außer Eingriff mit besagter Schneide einen Lagerblock
(150), eine Antriebswelle (148), die von besagtem Lagerblock zwecks Drehung um besagte zweite Achse (140) relativ
zu besagtem Lagerblock abgestützt wird und deren axiale Bewegung relativ zu besagtem Lagerblock verhindert ist, Mittel zum Befestigen besagten Anschärfelements and besagter
Antriebswelle, Gleitmittel (160, 162, 163, 164) zum Abstützen
besagten Lagerblocks zwecks verschiebens parallel zu be-
sagter zweiten Achse relativ zu besagter Schneide (118), Federmittel (166) zum Vorspannen besagten Lagerblocks in
einer ersten Position relativ zu besagter Schneide, wobei in dieser ersten Position besagte Anschärffläche von besagtem
Anschärfelement außer Eingriff mit besagter Schneide ist
und der Bewegung besagten Lagerblocks in eine zweite Position in elastischer Weise entgegengerichtet ist, wobei in
dieser zweiten Position besagte Anschärffläche in Eingriff
mit besagter Schneide ist, und Betätigungsmittel (168)
umfassen, die kraftgebende und nicht-kraftgebende Zustände haben und beim Schalten vom nicht-kraftgebenden in den kraftgebenden
Zustand besagten Lagerblock von besagter ersten Position gegen die Vorspannung besagten Federmittels (166)
in besagte zweite Position bewegen, um somit besagte Anschärf fläche (144) in Anschärfeingriff mit besagter Schneide
(118) zu bringen.
8. Schneidgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß besagte Mittel zum antriebsmäßigen Verbinden sowohl
besagter Schneide (118) als auch besagten Anschärfelements
(138) mit besagtem einzigen Antriebsmotor besagten einzigen Antriebsmotor (134) mit einer Abtriebsdrehwelle (132),
eine erste Antriebswelle (120) zum Abstützen besagter Drehschneide
zwecks Drehung um besagte erste Achse, eine zweite Antriebswelle (148) zum Abstützen besagten Anschärfelements
zwecks Drehung um besagte zweite Achse, erste und zweite Scheiben (130, 156), befestigt an besagter Abtriebswelle,
eine dritte Scheibe (126), befestigt an besagter ersten Antriebswelle (120), eine zweite Scheibe (152), befestigt an
besagter zweiten Antriebswelle (148), ein erstes Antriebsband (128), gezogen über besagte erste und dritte Scheibe
zum antriebsmäßigen Verbinden besagten Motors mit besagter Drehschneide (118), und ein zweites Antriebsband (154) umfassen,
gezogen über besagte dritte und vierte Scheibe zum antriebsmäßigen Verbinden besagten Motors mit besagtem Anschärfelement
(138).
9. Schneidgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens eines der besagten ersten und zweiten Bänder (128, 154) reversierbar bezüglich der beiden Scheiben ist,
über die es gezogen wird, um die Drehrichtung besagter Drehschneide relativ zu besagtem Anschärfelement umzukehren.
10. Schneidgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß besagter einziger Antriebsmotor (134) reversierbar ist, um die Richtung umzukehren, in der besagte Drehschneide
um besagte erste Achse dreht.
11. Schneidgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß besagte Mittel zum antriebsmäßigen Verbinden sowohl
besagter Schneide als auch besagten Anschärfelements mit besagtem einzigen Motor besagten einzigen Motor (134) mit
einer Abtriebsdrehwelle (132), eine Antriebswelle (120)
zum Abstützen besagter Drehschneide (118) zwecks Drehung um besagte erste Achse (122), erste und zweite Scheiben (130,
156), befestigt an besagter Abtriebswelle (132) von besagtem Antriebsmotor (134), eine dritte Scheibe (126), befestigt
an besagter Antriebswelle (120) zum Abstützen besagter Schneide (118>, eine vierte Scheibe (152), befestigt an besagter
Antriebswelle (148) zum Abstützen besagten Anschärfelements
(138), ein erstes Antriebsband (128), gezogen über besagte erste und dritte Scheiben (126, 130) zum antriebsmäßigen
Verbinden besagten Motors (134) mit besagter Schneide (118), und ein zweites Antriebsband (154) umfassen,
gezogen über besagte zweite und vierte Scheiben (156, 152) zum antriebsmäßigen Verbinden besagten Motors (134)
mit besagtem Anschärfeiement (138).
12. Schneidgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß besagtes Anschärfelement (138) aus einem Sockel teil und einer Schleifschicht gebildet wird, die von besagtem
Sockel teil getragen wird und besagte Anschärffläche definiert.
13. Schneidgerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet ,
daß das Schleifmittel der besagten Schleifschicht Borazen
ist.
14. Schneidgerät nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet,
daß besagte Drehschneide <118) aus Polyond hergestellt ist.
Ktz - 29 165
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