DE3611365C2 - - Google Patents
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-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02G—INSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
- H02G1/00—Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines
- H02G1/12—Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines for removing insulation or armouring from cables, e.g. from the end thereof
- H02G1/1202—Methods or apparatus specially adapted for installing, maintaining, repairing or dismantling electric cables or lines for removing insulation or armouring from cables, e.g. from the end thereof by cutting and withdrawing insulation
- H02G1/1248—Machines
- H02G1/1265—Machines the cutting element rotating about the wire or cable
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- Removal Of Insulation Or Armoring From Wires Or Cables (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Abisoliergerät für elektrische
Leiter, insbesondere von Koaxialkabeln mit konzentrischen
Abschirmungen, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Die Technik des Abisolierens von elektrischen Leitern wird in
der Praxis mit unterschiedlichen Gerätschaften ausgeführt: Mit
handbetätigbaren oder automatisch arbeitenden Geräten werden
jeweils die Isoliermäntel und Abschirmungen eingeschnitten und
abgezogen. Für abgeschirmte Koaxialkabel werden dabei beispielsweise
drei Schneidwerkzeuge benötigt, mit denen im Abstand
die äußere Isolierung, die metallische Abschirmung und die
innere Isolierung abgetrennt werden. Wesentlich ist dabei,
daß das Schneiden bis zu jeweils genau vorgegebener Tiefe erfolgt
und daß insbesondere die nächstfolgende innere Leiter-
bzw. Kunststoffschicht nicht beschädigt wird.
Aus der EP-OS 00 81 865 ist ein Abisoliergerät bekannt, bei dem
eine hohlzylindrische Aufnahmeeinheit mit mehreren Schneidwerkzeugen
um den Leiter gedreht wird. Dieses Gerät ist sowohl zur
Abisolierung von einfachen Leitern wie aber auch Koaxialkabeln
vorgesehen, wobei es allerdings nur für solche Leiter geeignet
ist, die einen kreisrunden Querschnitt haben. Bei Abweichen von
der Kreissymmetrie können beim Abisolieren Unregelmäßigkeiten,
d.h. ungleiche Schnittiefen, auftreten.
Darüber hinaus wird in der US-PS 41 17 749 ein Handwerkszeug
für das Abisolieren von abgeschirmten Leitungen beschrieben,
bei dem in einem ersten Verfahrensschritt ein erster Satz von
zwei gegenüberliegenden Messern mit der Hand in den Leiter
eingedrückt und um die Leiterachse gedreht werden und anschließend
in einem zweiten Verfahrensschritt ein zweiter Satz
von zwei gegenüberliegenden, axial ausgerichteten Messern im
Leitermantel und längs des Leiters relativ verschoben werden.
Die Handhabung dieses Gerätes ist vergleichsweise schwierig
und das Arbeitsergebnis von der Sorgfalt der Bedienperson abhängig.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, ein Gerät zu schaffen,
mit dem Leiter ohne besonderen Aufwand durch die Bedienperson
auch bei unrundem und/oder ungleichmäßigem Querschnitt
reproduzierbar abisoliert werden können. Ein solches Gerät soll
auch für mehrfach abgeschirmte Leiter modifizierbar sein.
Die Aufgabe wird durch die Gesamtheit der Merkmale des Patentanspruches
1 gelöst. Vorzugsweise Weiterbildungen sind in den
Unteransprüchen angegeben. Wesentlich ist beim Gerät nach der
Erfindung, daß durch eine ausweichfähige Anordnung des Werkzeugträgers
gegenüber der drehbaren Aufnahmeeinheit gewährleistet
ist, daß der Werkzeugträger bei Erreichen der Schnittiefe
als Referenzfläche auf der Leiteroberfläche zu liegen
kommt, so daß dann eindeutig definierte Verhältnisse vorliegen.
Auch bei mehrfach abgeschirmten Leitern können dementsprechend
mehrere Werkzeuge mit unterschiedlichen Schnittiefen
hintereinander im Schneidabstand angeordnet sein, wobei wieder
jeweils die Werkzeugträger im Ergebnis auf dem Leiter als
Referenzfläche aufliegen.
Beim Gerät gemäß der Erfindung ist vorteilhaft, daß durch das
federnde Abstützen des oder der Werkzeugträger am äußeren
Leitermantel immer eine exakt gleichmäßige Schnittiefe erreicht
wird, auch wenn der Querschnitt ungleichförmig ist, ohne daß
besondere Maßnahmen durch eine Bedienperson notwendig sind. Bei
der vorzugsweisen Ausgestaltung des Gerätes ist besonders vorteilhaft,
daß durch die kreisbogenförmig ausgebildeten Messerschneiden
der Schneidwerkzeuge während der Bearbeitung eines
Leiters nur geringe Torsionskräfte erzeugt werden, da zwischen
Leiter und jedem Werkzeug jeweils lediglich eine Linienberührung
besteht. Das Gerät gemäß der Erfindung ist in eine automatisch
arbeitende Einrichtung integrierbar und auch am gestreckten,
d.h. nicht auf Länge abgeschnittenen Leiter einsetzbar.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung eines Ausführungsbeispiels.
Es zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 in vergrößertem Maßstab eine Darstellung der Werkzeuganordnung
über einen Leiter, was einem axialen
Schnitt in Fig. 1 entspricht und
Fig. 4 in vergrößertem Maßstab eine Darstellung des
Messerbereiches.
Zur besseren Übersichtlichtkeit ist in Fig. 1 die Werk
zeuganordnung nicht dargestellt, wobei hierzu auf
Fig. 3 verwiesen wird. Die Figuren werden teilweise
gemeinsam beschrieben.
In Fig. 1 ist eine Aufnahmeeinheit 1 gezeigt, die im
wesentlichen aus einer Zylinderglocke 2 mit einem
inneren Verstellring 3 und einem äußeren Verstellring 4
besteht. Rückseitig ist ein Aufnahmeflansch 5 angeord
net, von dem ein zentraler Bolzen 6 ausgeht, der an
einen Antrieb angekoppelt werden kann. Beispielsweise
kann der Bolzen 6 in eine Drehbank eingespannt werden.
Aus der Schnittdarstellung nach Fig. 2 wird die Anordnung
von Zylinderglocke 2 mit innerem Verstellring 3 und
äußerem Verstellring 4 deutlich. Es ist ersichtlich, daß
zwei Einhängestifte 7 und 8 vorhanden sind, von denen
der Stift 7 an der Zylinderwand 2 fixiert ist und der
Stift 8 den inneren Verstellring 3 mit dem äußeren Ver
stellring 4 verbindet. Zur Führung sind im inneren Ver
stellring 3 bzw. in der Zylinderwand 2 Längsschlitze 9
und 10 vorhanden. Die beiden Einhängestifte 7 und 8
sind über eine Schraubenfeder 11 mit geeigneter Rück
holkraft miteinander verbunden.
In der Aufnahmeeinheit 1 ist zentrisch ein Auflager 13
angeordnet, welches spezifische Bearbeitungseinsätze 14,
die auf unterschiedlich aufgebaute elektrische Leiter
abgestimmt sein können, aufnimmt. Parallel dazu, aber
exzentrisch ist ein Bolzen 15 als Widerlager für Werk
zeugträger dargestellt, von denen in Fig. 2 beispiels
weise der Werkzeugträger 20 ersichtlich ist. Der Bol
zen 15 trägt eine Scheibe 16 als Abschluß.
Aus Fig. 2 ist insbesondere Aufbau und Anordnung der
Werkzeugträger ersichtlich, wozu aber auch auf Fig. 3
verwiesen wird. Der Werkzeugträger 20 ist am Bolzen 15
angelenkt. Auf der gegenüberliegenden Seite ist eine
Blattfeder 21 über ein Spannblättchen 22 befestigt,
welche in eine entsprechende Längsnut 17 des inneren
Verstellringes 3 eingreift. Das eigentliche Schneid
werkzeug ist als Messer 23 erkennbar, welches über eine
Stellschraube 24 in seiner Schnittiefe veränderbar ist;
28 bedeutet das zugehörige Spannelement für das Messer
23. Es ist weiterhin eine Anschlagschraube 25 für den
Werkzeugträger 20 sowie ein Distanzring 26 auf dem
Bolzen 15 vorhanden, mit dem die gewünschten Abstände
der Abisolierschnitte vorgegeben werden können.
Beispielsweise für ein Koaxialkabel 100 gemäß Fig. 3
müssen drei Werkzeugeinheiten vorhanden sein. Das Ko
axialkabel 100 besteht aus einem Innenleiter 101, der
von einer Isolierung 102 umgeben ist. Konzentrisch
darum befindet sich eine schlauchartige metallische Ab
schirmung 103, welche von einer weiteren äußeren Iso
lierung 104 umhüllt ist. In Fig. 3 sind drei Werkzeug
träger 20, 30 und 40 im Abstand angedeutet, welche
jeweils entsprechend Fig. 2 aufgebaut sind und je ein
Messer 23, 33 und 43, zugehörige Stellschrauben 24, 34
und 44 sowie Spannelemente 28, 38 und 48 aufweisen. Es
wird deutlich, daß die Werkzeugträger 20, 30 und 40 auf
dem Leiter 100 aufliegen, wodurch dessen Umfang die
Referenzfläche für die in unterschiedliche Schnittiefe
eingestellten Messer 23, 33 und 43 bildet.
Die Messer 23, 33 und 43 haben vorteilhafterweise kreis
bogenförmig ausgebildete Schneiden, wodurch bei der
Bearbeitung die Torsionskräfte zwischen Leiter und
Messer minimiert werden können. Die Zuordnung eines
Messers zum im Bearbeitungseinsatz 14 eingelegten Lei
ter 100 ist aus Fig. 4 ersichtlich. Aufgrund der spe
ziellen Schneidengeometrie besteht lediglich eine
Linienberührung zwischen Schneidenfläche und Leiter 100,
welche bei Rotation um den Leiter 100 umläuft.
Zum Betrieb des beschriebenen Abisoliergerätes wird die
komplette Aufnahmeeinheit 1 mit dem rückwärtigen Bolzen
6 beispielsweise in das Futter einer Drehbank als An
trieb eingespannt. Das Ende eines Leiters 100 wird durch
das Mundstück des Bearbeitungseinsatzes 14 bis gegen
einen Anschlag geführt und gegen Verdrehung von Hand
gehalten. Durch manuelles Abbremsen des äußeren Verstell
ringes 4 wird der Innenring 3 gegen die Hohlzylinder
glocke 2 um ca. 15° gegen die Drehrichtung verschoben.
Dabei werden alle Federelemente entsprechend Blattfeder
21 des Werkzeugträgers 20 soweit verstellt, bis die Werk
zeugträger 20, 30 und 40 einschließlich der darauf an
geordneten Messer 23, 33 und 43 radial angestellt sind.
Nach einer Einwirkzeit von ca. 3 Sek. wird die Brems
kraft des Außenringes 4 gelöst. Sämtliche Stellelemente
werden durch die Vorspannung der Rückholfeder 11 in die
Ausgangslage zurückbewegt. Der Leiter 100 kann dann aus
der Aufnahmeeinheit 1 gezogen werden.
Durch diese Bearbeitung sind in dem Leiter 100 umlaufen
de Einschnitte mit der gewünschten unterschiedlichen
Schnittiefe, die auf die verschiedenen Isolierungen und
die diesbezügliche Abschirmung abgestimmt sind, einge
bracht. Die Abschnitte können manuell oder automatisch
axial abgezogen werden.
Das Gerät gemäß der Erfindung kann auch für das Abiso
lieren an einem gestreckten, nicht auf Länge abgeschnit
tenen elektrischen Leiter modifiziert werden.
Claims (9)
1. Abisoliergerät für elektrische Leiter, insbesondere
von Koaxialkabeln mit konzentrischen Abschirmungen, mit
einer rotationssymmetrischen Aufnahmeeinheit, die ein
Auflager für einen Leiter und wenigstens ein Schneidwerkzeug
enthält, welches auf einem Werkzeugträger in
seiner Schnittiefe verstellbar angeordnet ist, wobei von
der Aufnahmeeinheit einschließlich Werkzeugträger und
Schneidwerkzeug bei Rotation eine Relativbewegung
gegenüber einem festgehaltenen Leiter ausführbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß beim
Abisoliervorgang der Werkzeugträger (20, 30, 40) gegenüber
der rotierenden Aufnahmeeinheit (1) ausweichfähig
angeordnet ist, so daß bei fest vorgegebener Schnittiefe
der Schneidwerkzeuge (23, 33, 43) auch bei sich änderndem
Querschnitt und/oder Dicke des Leiters (100) jeweils
eine gleichmäßige Bearbeitung erfolgt.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Werkzeugträger (20, 30, 40)
über ein elastisches Federelement, vorzugsweise eine
Blattfeder (21), mit der Aufnahmeeinheit (1) verbunden
ist.
3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufnahmeeinheit (1) aus einer
an einem Drehantrieb ankoppelbaren hohlzylindrischen
Glocke (2) besteht, welche innen und außen relativ
verdrehbare Verstellringe (3, 4) trägt.
4. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstellringe (3, 4) über
einen in einen Längsschlitz (9) der Zylinderglocke (2)
geführten Stift (7) verbunden sind und über eine Rück
holfeder (11) mit einem feststehenden Stift (8) der
Zylinderglocke (2) gekoppelt sind.
5. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß konzentrisch in der Zylinder
glocke (2) als Auflager für den Leiter (100) ein aus
tauschbarer Bearbeitungseinsatz (13, 14) angeordnet
ist, der an den Querschnitt des Leiters (100) angepaßt
ist.
6. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß parallel zum Bearbeitungsein
satz (13, 14) für den Leiter (100) ein Bolzen (15)
als Widerlager für Werkzeugträger (20, 30, 40) ange
ordnet ist.
7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß mehrere, vorzugsweise drei, Werk
zeugträger (20, 30, 40) im vorgegebenen Abstand paral
lel am Lagerbolzen (15) angelenkt sind.
8. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der innere Verstellring (3) auf
der dem Lagerbolzen (15) abgewandten Seite eine axial
verlaufende Nut (17) für den Eingriff des elastischen
Elementes (21) aufweist.
9. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Schneidwerkzeuge (23, 33,
43) kreisbogenförmige Messer vorgesehen sind, die eine
Linienberührung mit dem Leiter (100) ermöglichen.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Families Citing this family (6)
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|---|---|---|---|---|
| US4117749A (en) * | 1976-08-09 | 1978-10-03 | The United States Of America As Represented By The Administrator Of The National Aeronautics And Space Administration | Wire stripper |
| DE3149426A1 (de) * | 1981-12-14 | 1983-06-23 | C.A. Weidmüller GmbH & Co, 4930 Detmold | "abisoliergeraet" |
-
1986
- 1986-04-04 DE DE19863611365 patent/DE3611365A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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