DE3611263A1 - Verfahren zum steuern einer spulstelle und spulautomat mit einer steuerschaltung - Google Patents
Verfahren zum steuern einer spulstelle und spulautomat mit einer steuerschaltungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern einer Spülr
stelle einer Spulmaschine, sowie einen Spulautomaten gemäß den
überbegriffen der Patentansprüche 1 bzw. 4.
\ I An einer Feinspinnmaschine mit Fäden bewickelte Spinnspulen
werden üblicherweise an einem Spu 1 au tornaten umgespult, um die
feingesponnenen Fäden in einer Menge und einer Form, die für
eine nachfolgende Be- oder Verarbeitung geeignet sind, auf Auf 1 aufspu1 en umzuspulen. Während des Umspulens werden in
den Fäden vorhandene Fehlerstellen wie Nissen und Dickstellen
beseitigt. Hierbei läuft ein von einer Spinnspule abgezogener Faden durch einen Fadenspanner und einen Fadenwächter
wie einen Dickstellenfänger und wird auf eine Aufnahmehülse
aufgewickelt, wobei die Fadenlagen eine Changierwalze,
wie sie z.B. in der DE-OS 35 32 432 beschrieben ist, berühren und von dieser in Umlauf versetzt werden und der Faden von der
Changierwalze in Längsrichtung der Auflaufspule entlang ihres
Umfangs hin und her bewegt wird. Wenn die Länge des auf die Auflaufspule aufgewickelten Fadens oder der Durchmesser der
Auflaufspule einen vorbestimmten Wert erreicht, wird der Umspulvorgang
unterbrochen und die vo11bewiekel te Auflaufspule
ORIGINAL iHSrc
abgenommen.
Bei einem derartigen Spu1 automaten wird nach dem Erzeugen
eines das Vorliegen einer vollen Auflaufspule anzeigenden Signals die Verbindung zwischen der Changierwalze und ihrer
Antriebsquelle unterbrochen, so daß die Changierwalze zum
Stillstand korrmt. Der Fadenwächter oder Dickstellenfänger
wird außer Tätigkeit gesetzt, wenn die Faden 1 aufgeschwindigkeit
auf einen bestimmten Wert abfällt oder wenn das Signal, das das Vorliegen einer vo11bewicke1 ten Auflaufspule anzeigt,
erzeugt wird. Nach dem Stillstand der Changierwalze wird ein
Vorgang zum Abnehmen der vo11bewiekel ten Auflaufspule eingelei
tet.
Hierbei ergeben sich verschiedene Nachteile. Da nach dem Abgeben
des das Vorliegen einer vollen Auflaufspule anzeigenden Signals die Changierwalze aufgrund ihrer Trägheit eine Zeitlang
weiterläuft, wird vor dem Stillstand der Changierwalze
eine überschüssige und zu große Fadenlänge, die bei einigen
Spul automaten 100 bis 300 m betragen kann, zusätzlich auf die bereits vo11bewiekel te Auflaufspule aufgewickelt. Da ferner
während des trägheitsbedingten Auslaufens der Changierwalze
der Fadenwächter oder Dickstellenfänger außer Tätigkeit
bleibt, wird auf die vo11bewiekel te Auflaufspule eine Länge
BAD
eines ungeprüften Fadens, d.h. ein Faden, der möglicherweise
Fehlerstellen wie Dickstellen und Nissen enthält, aufgewickelt.
Demgemäß entstehen bei dieser üblichen Verfahrensweise Auf laufspuien mit unterschiedlichen Fadenmengen und
aufgewickelten, Fehlerstellen enthaltenden Fadenlängen.
Hinzu kommt, daß aufgrund des Stillstands des Antriebsrnotors
während des trägheitsbedingten Auslaufens der
Changierwalze eine Störeinrichtung gegen Bildwicklung außer
Betrieb gesetzt ist, so daß eine Bildwicklung oder Bildung von Profilen auf dem Umfang der vo11bewickelten Spule
ent steht.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steuerung des Aufwickelvorgangs
vorzusehen, die das Entstehen von vo11bewiekel ten
Auf 1 auf spu 1 en genauer vor bes t irrmter Größe, mit darauf aufgewickelten
fehlerfreien Fäden gewährleistet.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus
den Patentansprüchen.
Die erfindungsgemäße Steuerung des Aufwicke 1 Vorgangs eines
Spu1 automaten umfaßt Schritte, bei denen während des Umspulens
eines Fadens dieser aufgrund eines das Vorliegen einer vollen Auflaufspule anzeigenden Signals durchgeschnitten, ein Faoenverbindevorgang durchgeführt und ein Spulen-
BAD
. 3611253
abnehmesignal abgegeben wird, das einen zum Spulenabnehmen
vorgesehenen Mechanismus in Tätigkeit setzt.
ß Anhand der Figuren wird die Erfindung an einer bevorzugten
Ausfunrungsforrn näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Schaltbild einer Sequenzschaltung einer Auführungsforrn
einer Steuerschaltung eines erfindungsgernäßen
Spu ί au tomaten;
Fig. 2 eine Seitenansicht auf einen Senkrechtquerschnitt
durch eine Spulstelle eines Spu1 automaten zur Darstellung
des allgemeinen Aufbaus; und
Fig. 3 ein Bl ockd i agramrn einer für eine Spulstelle vorgesehenen
Steuerschaltung zürn Übertragen von Steuers
i gna1 en.
An der in der Fig.2 dargestellten Spulstelle 1 eines typischen
Spu1 automaten wird ein von einer Spinnspule 2 abgezogener
Faden Y durch einen Ballonbrecher 3, einen Fadenspanner und einen Fadenwächter oder Dickste11 en fänger 5 geführt und
auf eine von einer Changierwalze 6 in Umlauf versetzte Auflaufspule
7 aufgewickelt. Die Spulstelle 1 ist mit einer Fadenverbinoeeinrichtung
8, einem schwenkbaren Saugarm 9 und
BAD
einem schwenkbaren Zwischensaugarm 10 versehen. Der Saugarm
und der Zwischensaugarm 10 führen die getrennten Enden eines
mit der Spinnspule 2 bzw. eines mit der Auflaufspule 7 verbundenen
Fadens in die Fadenverbindeeinrichtung S. Hierbei wird
das Fadenende des mit der Auflaufspule 7 verbundenen Fadens
vom Saugarm 9 angesaugt und der Faden durch Verschwenken des an einem Lager 11 drehbar gelagerten Saugarms 9 zur Fadenverbindeeinrichtung
8 gebracht. Das Ende des mit der Spinnspule 2 verbundenen Fadens wird vom Zwischensaugarm 10 angesaugt
und der Faden durch Verschwenken des an einem Lager 12 drehbar gelagerten Zwischensaugarms IQ zur Fadenverbindeeinrichtung
S gebracht. Sobald der Faden Y in ausreichender Menge auf die Auflaufspule 7 aufgewickelt worden ist, leuchtet
aufgrund eines das Vorliegen der vollen Auflaufspule 7 anzeigenden Signals eine Anzeigelampe 22 auf, wobei das
Durchführen eines Spu1enabnehmevorgangs angefordert wird
Beim Feststellen einer Fehlerstelle, wie eine Dickstelle, im,
Faden Y durch den Fadenwächter oder Dickstellenfänger 5 erzeugt
dieser ein Feh 1 erste 11 ensignal und betätigt eine getrennte
Fadenschneideinrichtung, die im Fadenwächter oder
Dicksteilenfänger 5 eingebaut oder daran vorgesehen ist, um
den Faaen Y durchzuschneiden. Der Fadenwächter oder Dickstellenfänger
3 ist auch dazu ausgebildet, das Vorhandensein des
Fadens Y im Faden laufweg zu erfassen. Es können selbstverständlich
auch zum Feststellen von Fehlerstellen im Faden Y,
zum Durchschneiden des Fadens Y und zum Erfassen des Vorhandenseins
des Fadens Y jeweils getrennte Mittel vorgesehen
sein. Bei erfindungsgemäßen Ausführungsformen kann das Vorhandensein
des Fadens Y im Fadenlaufweg vom Fadenwächter oder Dickstellenfänger 5 elektrisch oder optisch erfaßt werden. Ii.s
ist jedoch auch möglich, hierzu einen mechanischen Detektor mit einem im Fadenlaufweg angeordneten bewegbaren Fadenfühler
vorzusehen, der infolge der Spannung eines im Fadenlaufweg vorhandenen Fadens Y in einer bestimmten Stellung im Fadenlaufweg
gehalten und beim plötzlichen Fehlen des Fadens Y irr, Fadenlaufweg unter Schwerkraftwirkung aus dem Fadenlauiweg
heraus nach unten fällt.
Nachstehend wird der Funktionsablauf während eines normalen
Fadenumspulvorgangs anhand der Fig. 3 beschrieben. Nachdem
während des normalen Urnspulens des Fadens Y das Vorhandensein
einer Fehlerstelle wie einer Dickstelle in dem von der Spinnspule 2 abgezogenen Faden Y festgestellt worden ist,
übermittelt der Fadenwächter oder Dickstellenfänger 5 ein
Fehlerstel1 ensigna1 23 an eine Steuerschaltung 14. Diese übermittelt
daraufhin ein Fadenschneidsignal 13 an die Fadenschneideinrichtung 15, um diese zur Durchführung eines Fadenschneidvorgangs
zu betätigen. Nachdem das Vorbei laufen des Endes des mit der Auflaufspule 7 verbundenen, durchgesciin i ttenen
Fadens Y vorn Fadenwächter oder Di ck s t e 11 enf anger 5,
BAD ö«iGlNAL
z.B. mittels eines Fadenfühlers, festgestellt worden ist,
übermittelt der Fadenwächter oder Dickste 11enfängsr 5 ein
Fadenfehlersignal 16 an die Steuerschaltung 14, die daraufhin
einem die Changierwalze 6 in Umlauf versetzenden Motor 17 ein Abstoppsignal IS, z.B. ein Ausscha1tsignal, erteilt, um das
Antreiben der Changierwalze 6 abzustoppen. Nach dem Stillstand
der Changierwalze 6 erteilt die Steuerschaltung 14 ein Fadenverbindesignal
19, um die Fadenverbindeeinrichtung 8 zum Fadenverbinden
zu betätigen. Nach Beendigung des Fadenverbindevorgangs
wird der die Changierwalze 6 antreibende Motor 17
wieder in Tätigkeit gesetzt oder eingeschaltet, damit der Fadenumspu1
vor gang wieder aufgenommen wird.
Wenn der auf die Auflaufspule 7 aufgewickelte Faden Y eine
vorbest irrmte Länge oder der Durchmesser der Fadenlagen auf
der Auflaufspule 7 einen vorbest iirmten Wert erreicht, wird
ein Spu1stoppsigna1 20, das das Vorliegen der vollen Auflauf
spule 7 anzeigt, an die Steuerschaltung 14 übermittelt, die
daraufhin ein Fadenschneidsignal 13 zum Betätigen der Fadenschnei
de i nr i cn tung 15 abgibt. Somit wird durch das Erzeugen
des Spulstoppsignals 20 der Faden Y durchgeschnitten, der die
Changierwalze 6 antreibende Motor 17 abgestoppt und die ChangierwaJze
6 zum Stillstand gebracht. Demgemäß wird während des trägheitsbedingten Auslaufens der Changierwalze 6 keine
weitere Länge des Fadens Y auf die Auflaufspule 7 aufge-
wickelt, so daß während des Auslaufens der Changierwalze fe
der Faden Y nicht mehr von der Spinnspule 2 abgezogen und keine überschüssige und nicht überprüfte Fadenlänge auf die
Auflaufspule 7 aufgewickelt wird.
Mit einem bekannten automatischen Spu 1 enabnehrner wird ein
automatisches Spulenabnehmen und -wechseln nur dann durchgeführt,
wenn sich der Faden Y kontinuierlich zwischen der
Spinnspule 2 und der Auflaufspule 7 erstreckt. 1st der Spulautomat mit einem derartigen bekannten automatischen Sputenabnehmer
ausgestattet, wird erfindungsgemäß vor dem Spulensbnehmen
ein Fadenverbindevorgang durchgeführt. Nach dem
Beenden des Fadenverbindevorgangs wird ein Spu 1 enabnehrns i gna 1
zum Anfordern eines Spu1enabnehmvorgangs abgegeben. Das Vorliegen eines derartigen Spu1enabnehms igna1s wird von der an
der Spulstelle 1 vorgesehenen Anzeigelampe 22 angezeigt,
wobei das Aufleuchten der Anzeigelampe 22 von einem optischen Sensor erfaßt wird, der auf einem entlang einer Reihe von
Spulstellen 1 fahrbaren, den Spulenabnehmer tragenden Wagen
vorgesehen ist.
In der Fig. 1 ist ein Beispiel einer Steuerschaltung 14 zum
Steuern der vorstehend beschriebenen Funktionsabläufe dargestellt.
Beim Übermitteln eines Spu1stoppsigna1s 20 an die
Steuerschaltung Ik wird ein zürn Betätigen eines Relais RDA
BAD
11263
vorgesehener Kontakt RDKl geschlossen, wonach ein einmal wirkender
Schaltkreis, bestehend aus einem Widerstand R und einem Kondensator C, das Relais RDA kurzzeitig erregt, um
einen normalerweise offenen Kontakt RDAl des Relais RDA zu
schließen, wodurch ein Fadenschneidsignai 13 zum Betätigen
der Fadenschneideinrichtung 15 an diese übermittelt wird. Als
Fadenschneideinrichtung 15 ist in zweckmäßiger Weise eine von
einem Solenoid betätigbare Schneide vorgesehen.
Beim Erzeugen des Spu1stoppsigna1s 20 wird ein weiterer,
normalerweise offener Kontakt RDK2 geschlossen, um ein Relais
RDl zu erregen, wodurch ein normalerweise geschlossener Kontakt
RDIa des Relais RDl geöffnet wird, um ein Relais MC des Motors 17 zu enterregen, so daß der die Changierwalze 6 antreibende
Motor 17 von seiner Stromquelle getrennt wird. Wahrend des trägheitsbedingten Urnlaufens der Changierwalze 6
wird ein Relais RDlO enterregt wenn der Fadenfühler FW seine
Stellung ändert und sich ausschaltet, wodurch ein Kontakt RDlOa des Relais RDlG seine Stellung ändert und die in
der Fig.l mit durchgezogener Linie dargestellte Stellung
einnimmt. Währenddessen befindet sich die Changierwalze 6 immer noch trägheitsbedingt in Umlauf, wobei das fortgesetzte
Umlaufen der Changierwalze 6 von einem UmI aufdetektor 21
erfaßt und ein UmI aufdetektor schalter Sl geschlossen gehalten
wira. Während des t r äglic i t sbed i ngten Urnlaufens der Changier-
walze 6 wird demgemäß ein Relais RD5 erregt, ein normalerweise offener Kontakt RD5a des Relais RD5 geschlossen gehalten,
ein normalerweise geschlossener Kontakt RD5b des
Relais RD5 geöffnet und das Relais RDl ent er regt. Obwohl der
normalerweise geschlossene Kontakt RDIa des Relais RDl zum
Verbinden des Motors 17 mit seiner Stromquelle geschlossen
ist, ändert sich die Stellung des Kontakts RDlGa des Relais
RDlO in die mittels einer durchgezogenen Linie dargestellte Stellung, wodurch ein Relais RD2 enterregt wird= Somit wird
ein normalerweise offener Kontakt RD2a des Relais RD2 geöffnet
und das Relais .VlC des Motors 17 nicht erregt.
Da ein normalerweise geschlossener Kontakt RDIb des Relais
RDl für das Fadenverb indesignal 19 geschlossen ist, wird ein
Solenoid SOl erregt, um einen Fadenverbindevorgang einzuleiten.
Nach Beenden des Fadenverbindevorgangs wird ein
Schalter WS2 geschlossen, der die Changierwalze 6 in Umlauf
versetzt, das Relais RD2 enterregt, ein normalerweise offener
Kontakt RD2a des Relais RD2 einer iVtotorant r i ebsscha 11 ung geschlossen
und das Relais iViC erregt, um die Changierwalze 6 in
Umlauf zu setzen.
Nach einem erfolgreichen Verlauf des Fadenverbindevorgangs
η inrmt der Fadenfühler FVV seine Ei nschal t s te 1 1 ung ein und es wird das Relais RL)IO erregt. Hierbei nirrint aer Kontakt klJlüa
'"" : *~" =36Ή2·63
des Relais RDlO seine mittels einer unterbrochenen Linie
dargestellte Stellung ein. Folglich wird das Relais RD5 enterregt, der normalerweise geschlossene Kontakt RD5b des
Relais RD5 geschlossen, das Relais RDl erregt und der normalerweise
geschlossene Kontakt RDIa des Relais RDl im Motorschaltkreis geöffnet, um das Relais MC zu enter regen, so daß
der die Changierwalze 6 antreibende Motor 17 sofort abgestoppt
wird- Da der Motor 17 abgestoppt wird, ehe die Changierwalze
6 ihre normale Umlaufgeschwindigkeit erreicht,
kommt die Changierwalze 6 sofort zum Stillstand. Bei diesem
Stilstand der ChangierwaI ze 6 erstreckt sich der Faden Y
kontinuierlich zwischen der Spinnspule 2 und der Auflaufspule
7. Danach wird ein Signal zum Anfordern eines Spulenabnehrnvorgangs
abgegeben.
Das Vollwerden einer Auflaufspule läßt sich mit Detektormitteln
feststellen, bei denen ein Arm einer die Auflaufspule halternden schwenkbaren Trageinrichtung einen Mikroschalter
betätigt und ein Anzeigesignal oder Spu1stoppsigna1
20 abgibt, wenn der Drehwinkel des Traggestells einen bestirrrnten
Wert erreicht oder mit Detektormitteln, die mittels
eines Irnpu 1 szähl er s die Anzahl der Umdrehungen der Changierwalze
6 zählen und bei Erreichen einer vorgegebenen Anzahl ein Arize i ges i gna 1 oder Spu 1 s topps i gna 1 20 abgeben.
Die zum Fadenverbinden erforderliche Fadenlänge beträgt ungefähr
1 m an einer Auflaufspule 7 und ungefähr 10 rn an einer Spinnspule 2. Da jedoch ein Fadenverbindevorgang versagen
kann, wird es bevorzugt, eine maximal drei Meter betragende Fadenlänge, die für drei Fadenverbindevorgänge ausreicht, zusätzlich
auf eine volle Auflaufspule 7 aufzuwickeln. Hierdurch
ergibt sich eine erhebliche Verbesserung gegenüber üblichen Steuerungen, bei denen überschüssige Fadeniängen von
100 bis 300 m auf eine volle Auflaufspule 7 aufgewickelt werden
.
Wird angenommen, daß die auf einer Spinnspuie 2 aufgewickelte
Fadenmenge 5000 m und die bei einer Steuerung üblicher Art nach dem Feststellen des Vorhandenseins einer vollen Auflaufspule
7 während des trägheitsbedingten Auslaufens der Changierwalze
6 auf die Auflaufspule 7 au f genoirrnene Fadenrnenge
200 m beträgt, dann ist die Wahrscheinlichkeit eines Aufbrauchens
des auf der Spinnspule 2 aufgewickelten Fadens
200:5000 oder 4 96. Wird angenommen, daß bei der beschriebenen
erfindungsgemäßen Ausiührungsform die nach dem Feststellen
des Vor 1 i egens der vollen Auflaufspule 7 auf genorrmene Fadenrnenge
2 m beträgt, dann ist die Wahrscheinlichkeit 2:5000
oder 0,04 % oder ungefähr 0, so daß nach dem Erfassen des
Vorliegens einer vollen Auflaufspule 7 die Wahrscheinlichkeit
eines Vorhandenseins eines kontinuierlichen Fadens Y zwischen
BAD
^ "36Ϊ1263
der Spinnspule 2 und der vollen Auflaufspule 7 nach dem Stillstand der Changierwalze 6 praktisch 100 % beträgt.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung hervorgeht, wird erfindungsgemäß
aufgrund eines abgegebenen Spu1stoppsίgnals ein
Fadenschneidvorgang durchgeführt, wonach ein Signal zum Anfordern
eines Spu1enabnehmevorgangs erzeugt wird. Somit wird
nur ein geprüfter Faden Y auf eine volle Auflaufspule 7 einer genauen Größe aufgewickelt und das Aufnehmen einer ungeprüften
und Fehlerstellen enthaltenden Fadenmenge auf die volle
Auflaufspule 7 vermieden. Da ein Fadenverbindevorgang sofort
nach dem Fadenschneidvorgang durchgeführt wird, läßt sich
ein Spulenabnehmen unmittelbar danach durchführen.
Es wird in zusätzlicher Weise nach dem Feststellen des Vorliegens einer vollen Auflaufspule eine aufgrund einer Außerbetriebsetzung
eines Störgeräts gegen Bildwicklungen erfolgende
Bi1dwiekelbi1 dung verhindert, weil nach dem Feststellen
des Vorliegens der vollen Auflaufspule eine nur kurze Fadenlänge zusätzlich auf die volle Auflaufspule aufgewickelt wird.
Somit wird er f i ndungsgernäß nur ein guter und fehlerfreier Faden
in genauer Menge und einwandfreier Form auf die Auflaufspule
aufgewickelt, die keinen Fehler wie eine Bildwicklung
au fwe ist.
BAD
Claims (1)
- Patentanwalt DipL-Phys. Gerhard Lied! 361126Steinsdorfstraße 21-22 · D-8000 München 22 · Telefon: (089)"22 94 41 · Telex: 5 22 208 · Telefax: Ur. 2 + 3 (089) 22 9411457 3/LeKAISHAPatentansprüche:1. Verfahren zum Steuern einer Spulstelle einer Spulmaschine, bei dem ein umzuspulender Faden auf Fehlerstellen geprüft wird, wobei nach dem Erreichen einer vorbes t iirmten, auf eine Auflaufspule aufgewickelten Fadenrnenge der Antrieb einer die Auflaufspule berührenden und diese kraft Schluss ig in LÄnlauf versetzenden Changierwalze außer Betrieb gesetzt und nach einem trägheitsbedingten Auslaufen der Changierwalze ein Abnehmen und Wechseln der Auflaufspule, das das Vorhandensein des sich zwischen einer Ablaufspule und der Auflaufspule kontinuierlich erstreckenden Fadens erfordert, durchgeführt wird,dadurch gekennzeichnet, daß sofort oder kurz nach dem Erreichen der vorbestimmten Fadenmenge auf der Auflaufspule der laufende Faden durchgeschnitten und nach dem Stillstand der Changierwalze und vor dem Spulabnehmen und -wechseln die Enden des durchgeschnittenen Fadens miteinander verbunden werden.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch Se~ kennze i chnet , daß das Durchschneiden des laufenden Fadens nach dem Aufwickeln einer zusätzlichen Fadenmenge, die zum Ausführen von 1 bis 3 Fadenverbindevorgängen ausreicht, auf die mit der vorbes t irrmten Fadenmenge versehene Auflaufspule durchgeführt wird«3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurchg e k ennzeichnet, daß nach dem Verbinden der Enden des Fadens und vor dem Spulenabnehmen und -wechseln die Changierwalze zum Einbringen des Fadens in seinen normalen Fadenlaufweg in der Weise in Urilauf gesetzt wird, daß nach einem erneuten Außer betriebsetzen des Antriebs der Changierwalze diese sofort zum Stillstand kommt.^. Spulautomat mit einer Steuerschaltung, dessen Spulstellen jeweils eine Ablaufspule, eine Auf 1 aufspu1e, eine einen Antrieb antreibbare Changierwalze, die dieAuflaufspule berührt und kraftsch 1üssig antreibt, einen UmI aufdetektor, der den Stillstand der ChangierwaJ ze der Steuerschaltung meldet, eine in der Nahe des Fadenlaufwegs vorgesehene Fadenverbindeeinrichtung mit Mitteln zum Einbringen eines mit der Ablaufspule und eines mit der Aui~ laufspule verbundenen Fadens in die FadenverDindeeinrichtung, einen Fadenwächter, der beim Erfassen einer Fehlerstelle im laufenden Faden und beim Feststellen des Fehjens eines Fadens im Fadenlaufweg ein Feh 1 erste j 1 ensignai bzw. ein Fadenfehlsigna1 an die Steuerschaltung übermittelt; eine in der Nähe des Fadenwächters angeordnete Fadenschne ι deinrichtung zum Durchschneiden des Fadens im Fadenlaufweg und Mittel, die beim Feststellen des Erreichens einer vorbest irrroten Fadenrnenge auf der Auflaufspule ein Spu 1 s topps i gna 3 an die Steuerschaltung übermitteln, aufweisen, wobei die Steuerschaltung bei Erhalt eines Feh 1 erste 11 ensigna1s ein Fadenschneidsignal zum Durchschneiden des laufenden Fadens an die Fadenschneideinrichtung übermittelt, bei Erhalt eines darauffolgenden Fadenfeh 1signa1s ein Abstoppsigna1 zum Außer betrieosetzen des Antriebs der Changierwalze abgibt, bei Erhalt einer .Vieldung, die den Stillstand der Changierwalze nach ihrem Auslaufen anzeigt, der Fadenverbindeeinricn tung ein Fadenverbindesignal zum Durchführen eines Fadenverbindevorgangs übermittelt, und nach Erhalt eines Spu1stoppsigna 1 s den Antrieb der Changierwalze außer Betrieb setzt und nach dem darauf-BADr^ 7folgenden Stillstand der Changierwalze ein Signal abgibt, das das Durchführen eines Spulenabnehmens und -wechselns anfordert, dadu rch gekennze i chnet , daß die Steuerschaltung (14) in der Weise ausgelegt ist, cjaß sie zum Außerbetriebsetzen des Antriebs der Changierwalze (fa) sofort oder kurz nach dem Erhalt eines Spu1stoppsignals (20) ein Fadenschneidsignal (13) zum Durchschneiden des laufenden Fadens (Y) an die Fadenschneideinrichtung (15) übermittelt, nach dein darauffolgenden Stillstand der Changierwalze (6) ein Fadenverb indesignal (19) zum Verbinden der Enden des durchgeschnittenen Fadens (Y) an die Fadenverbadeeinrichtung (8) übermittelt, und nach dem Ausbleiben des FadeniehIsigna1s (16) das Signal, das das Durchführen eines Spulenabnehmens und -wechselns anfordert, abgibt.5. Spulautomat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung (14) das Fadenschneidsignal (13) nach dem Aufwickeln einer zusätzlichen Fadenrnenge, die zum Ausführen von 1 bis 3 Fadenverbindevorgängen ausreicht, auf die mit der vorbest irrmten Fadenmenge versehene Auflaufspule (7) an die Fadenschneideinrichtung (15) übermittelt.6. Spulautomat nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung (14)~s ' 361126nach dem Verbinden der Enden des durchgeschnittenen Fadens
(Y) und dem Ausbleiben des Fadenfeh 1signa1s (16) den Antrieb der Changierwalze (6) während einer nur kurzen Zeitdauer zum Einbringen des Fadens (Y) in seinen normalen Fadeniaufweg ir, Betrieb setzt, in der die Changierwalze (6) eine nur geringe Umlaufgeschwindigkeit erreicht, aus der sie bei einem nachfolgenden Außerbetriebsetzen ihres Antriebs soiort zum
Stillstand kommt.BAD
Applications Claiming Priority (1)
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ID=13482010
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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