DE3610113A1 - Vorrichtung zur durchfuehrung einer gegenstromextraktion - Google Patents
Vorrichtung zur durchfuehrung einer gegenstromextraktionInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Durchführung
einer Gegenstromextraktion von Stoffen aus einem schütt
fähigen Feststoff mittels einer Flüssigkeit, wobei in
der Vorrichtung kontinuierlich Feststoff und Flüssigkeit
im Gegenstrom zueinander unter gegenseitiger Durch
mischung geführt sind.
Vorrichtungen der genannten Art sind als sogenannte
Naßabscheider bekannt und werden insbesondere zur Auf
bereitung mineralischer Rohstoffe in Schüttgutform ver
wendet. Naßabscheider bestehen im wesentlichen aus einer
geneigten, feststehenden, nach oben offenen Rinne, in
welcher in Längsrichtung eine Schnecke drehbar angeord
net ist. Durch die Drehung der Schnecke wird das am
unteren Ende der Rinne aufgegebene Schüttgut, z.B.
Sand, entlang der Rinne aufwärts befördert und an deren
oberem Ende ausgeworfen. Zugleich wird die Rinne an
ihrem oberen Ende mit einer Flüssigkeit, im allgemeinen
Wasser, beschickt, das darauf im Gegenstrom zum Schütt
gut über und durch dieses hindurch zum unteren Ende der
Rinne strömt. Dabei werden bestimmte Komponenten des
Schüttgutes, insbesondere lösliche sowie feine Teile,
von der Flüssigkeit aus dem aufgegebenen Schüttgut ex
trahiert. Das Schüttgut steht nach dem Extraktionsvor
gang in gereinigter Form zur weiteren Verarbeitung zur
Verfügung. Die Flüssigkeit sowie die von dieser extra
hierten Teile können anschließend in geeigneter Weise
voneinander getrennt oder auch zusammen weiterverarbei
tet werden.
Nachteilig ist bei den bekannten Vorrichtungen der ein
gangs genannten Art, daß als Extraktionsflüssigkeiten
lediglich solche verwendet werden können, von denen
keine Gefahr für die Umwelt ausgeht und die in Gegenwart
von Luft nicht brennbar oder explosiv sind. Dies bedeu
tet, daß im wesentlichen nur Wasser oder wässrige Lösun
gen und schwache Säuren oder Laugen infrage kommen.
Andere Flüssigkeiten, die an sich für bestimmte Extrak
tionsaufgaben besser geeignet wären, können dagegen
wegen Bedenken bezüglich ihrer Umweltverträglichkeit
oder Handhabungssicherheit nicht verwendet werden. Ein
weiterer Nachteil ist darin zu sehen, daß die bekannten
Vorrichtungen, abgesehen von einer Regelung der Durch
flußmenge der Flüssigkeit aufgrund ihrer einfachen Aus
führung keine Möglichkeiten zur Anpassung an unter
schiedliche Eigenschaften des zu verarbeitenden Schütt
gutes bieten. Dadurch ist die Anwendbarkeit der bekann
ten Vorrichtungen in unerwünschter Weise stark einge
schränkt.
Es stellt sich daher die Aufgabe, eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, die die aufgeführten
Nachteile vermeidet und die für vielfältige Anwendungen
mit den verschiedensten Flüssigkeiten und Schüttgütern
ohne Gefahr für Umwelt und Sicherheit verwendbar ist.
Weiterhin soll eine Anpassung der Vorrichtung an unter
schiedliche Erfordernisse infolge unterschiedlicher Ei
genschaften von Schüttgut und Flüssigkeit in einem wei
ten Bereich möglich sein.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß durch
eine Vorrichtung der eingangs genannten Art, bei der die
Extraktionsvorrichtung eine geneigt gelagerte, um ihre
Längsachse drehbare, langgestreckte hohlzylinderförmige
Trommel aufweist, an deren unterer Stirnseite eine Ein
gabevorrichtung für den Feststoff und ein Auslaß für die
Flüssigkeit und an deren oberer Stirnseite eine Entnah
mevorrichtung für den Feststoff und ein Einlaß für die
Flüssigkeit angeordnet sind, und in deren Innerem Mittel
zur kontinuierlichen Förderung und Umwälzung des Fest
stoffes vorhanden sind.
In der beschriebenen Trommel können aufgrund der ge
schlossenen Form weitestgehend beliebige Flüssigkeiten
und Feststoffe verarbeitet werden, da weder die Flüssig
keit oder Dämpfe davon unkontrolliert nach außen gelan
gen noch Luft in die Trommel hineingelangt. Damit sind
als Extraktionsflüssigkeit auch giftige oder zusammen
mit Luft brennbare oder explosive Flüssigkeiten verwend
bar, ohne daß eine Gefährdung der Umwelt auftritt. Zu
gleich wird unabhängig von der verwendeten Flüssigkeit
der Wirkungsgrad der Extraktion wesentlich verbessert,
da im Unterschied zum Stand der Technik der Feststoff
nicht nur gefördert sondern zudem auch infolge der Trom
meldrehung gründlich umgewälzt wird. Damit ist sicherge
stellt, daß alle Teilchen des Feststoffes in innigen
Kontakt mit der Flüssigkeit kommen und daß eine er
schöpfende Extraktion erfolgt.
Eine vorteilhafte Ausführung der Vorrichtung sieht als
Mittel zur Förderung und Umwälzung des Feststoffes we
nigstens eine auf der Innenseite der Mantelwandung der
Trommel angeordnete, stegartig in das Trommelinnere
vorragende Förderwendel vor. Eine solche Wendel sorgt
zum einen für eine kontinuierliche Förderung des Fest
stoffes und zum anderen durch teilweises Mitnehmen der
Feststoffpartikel während der Trommeldrehung für dessen
gründliche Umwälzung und Durchmischung mit der Flüssig
keit, die aufgrund des Gefälles der Trommel im Gegen
strom zum Feststoff fließt.
Um dafür zu sorgen, daß die Flüssigkeit durch das Fest
stoff-Schüttgut hindurch und nicht zum großen Teil nur
darüber hinwegströmt, sind in der Förderwendel angeord
nete, einen Durchfluß der Flüssigkeit erlaubende Öffnun
gen oder Bohrungen geringen Querschnitts vorgesehen.
Abhängig von der Teilchengröße des bearbeiteten Fest
stoffes sind die Bohrungen so zu bemessen, daß sie im
wesentlichen undurchlässig für den Feststoff sind.
Weiterhin ist vorgesehen, daß die Höhe der Förderwendel
im unteren Teil der Trommel größer ist als im oberen
Teil der Trommel. Dieser Höhenunterschied im Förderwen
del dient dazu, das am unteren Ende der Trommel aufgege
bene Gut möglichst rasch zunächst einmal aus dem Ein
gabebereich abzutransportieren, um eine ungehinderte
Aufgabe von weiterem Feststoff sicherzustellen. Die
Wendelhöhe an sich richtet sich nach den Eigenschaften
des zu bearbeitenden Feststoffes, der Flüssigkeit und
des Gemisches von beiden, wie z.B. Dichte, Korngröße,
Schüttwinkel usw.
Neben der Höhe der Wendel bzw. Wendeln ist auch deren
Steigung variabel. Vorteilhaft ist diese im oberen Teil
der Trommel kleiner als im unteren Teil, denn hierdurch
wird im oberen Teil der Trommel, d. h. im Bereich des
Zutritts frischer Flüssigkeit, der Feststoff besonders
intensiv umgewälzt. Dabei fällt der Feststoff zum Teil
über den oberen Rand der Wendel wieder um ein Niveau
nach unten, was die Verweildauer des Feststoffes im
oberen Teil der Trommel in gewünschter Weise verlängert.
Zur Erleichterung der Entnahme der Flüssigkeit aus dem
unteren Teil der Trommel ist ein im Abstand von der
unteren Stirnseite der Trommel in deren Innerem ange
ordneter, den unteren Abschluß der Förderwendel bilden
der Siebboden vorgesehen. Dieser Siebboden sorgt dafür,
daß aufgegebenes Feststoff-Schüttgut nicht in den Trom
melbereich unmittelbar vor deren unterer Stirnseite
gelangt, sondern daß sich dort die Flüssigkeit, gegebe
nenfalls mit Feinschlamm befrachtet, separat sammelt und
so einfacher abgezogen werden kann.
Da im Inneren der Trommel während der Drehung eine
ständige Reibung zwischen dem darin befindlichen Fest
stoff und der Innenseite der Mantelwandung der Trommel
auftritt, ist diese zur Erzielung einer möglichst langen
unterbrechungsfreien Betriebszeit mit einer verschleiß
festen Beschichtung, z.B. aus Hartmetallplatten, verse
hen.
Eine vorteilhafte Ausführung der Vorrichtung sieht vor,
daß die Trommel auf mehreren, an der Außenseite des
Mantels anliegenden, versetzt zueinander angeordneten
drehbaren Rollen gelagert ist, die ihrerseits selbstver
ständlich an einer entsprechenden Tragkonstruktion gela
gert sind. Diese Art der Trommellagerung erlaubt eine
relativ leichte Ausführung der Trommel, da eine tragende
Unterstützung an mehreren Stellen des Umfanges erfolgt,
und ist einfach und kostengünstig in der Herstellung.
Ein weiterer Vorteil ist der auf sehr einfache Weise
mögliche Austausch der Trommel durch Abheben nach oben.
Wegen der vorgesehenen Neigung der Trommel, d. h. einer
geneigt verlaufenden Längsachse, die zugleich Drehachse
ist, weist die Vorrichtung wenigstens eine axiale Lasten
der Trommel aufnehmende, im Randbereich der unteren
Stirnseite an dieser anliegende drehbare Rolle mit ra
dial zur Drehachse der Trommel verlaufender Drehachse
auf. Diese ist zweckmäßig zusammen mit den anderen Rol
len an der bereits erwähnten Tragkonstruktion gelagert.
Bei einer derartigen Lagerung bleiben die Stirnseiten
der Trommel zugänglich und frei für die Anordnung von
Eingabe- und Entnahmevorrichtungen sowie Ein- und Aus
lässen für Feststoff und Flüssigkeit. Als kostengünstige
und verschleiß- und geräuscharme Ausführung der Rollen
bieten sich druckluftgefüllte Pneus an. Zur Erzeugung
der Drehung der Trommel ist vorgesehen, daß wenigstens
eine der Rollen mit einem drehzahlvariablen Antrieb
versehen ist. Diese Antriebsweise erfordert einen gerin
gen technischen Aufwand, ist sehr funktionssicher und
erlaubt eine flexible Anpassung der Drehzahl der Trommel
an das zu bearbeitende Gut.
Ein weiterer Parameter zur Anpassung der Vorrichtung an
unterschiedliche zu bearbeitende Güter ist der Grad der
Neigung der Trommel. Deshalb weist die Vorrichtung
zweckmäßig Mittel auf, mit welchen die Neigung der
Trommel durch Heben oder Senken wenigstens eines der
Enden der Trommel veränderbar ist. Diese erlauben eine
schnelle und einfach durchführbare Anpassung der Trom
melneigung an die Eigenschaften des jeweiligen Gutes,
das in der Trommel bearbeitet wird. Die Einstellung der
Neigung beeinflußt den Durchsatz und die Intensität der
Extraktion und richtet sich im Einzelfall nach den Er
gebnissen und Erfahrungen mit Probeläufen unterschied
licher Neigung. Die Mittel können dabei z.B. ein oder
mehrere hydraulisch oder pneumatische betriebene Kolben-
Zylinder-Anordnungen sein, die sich auf einer Unterlage
abstützten und an dem einen oder an beiden Enden der
Tragkonstruktion der Trommel angreifen.
Zur Erzielung eines hohen Durchsatzes der Vorrichtung
ohne bei der Trommel zu schwierig handhabbaren und kaum
transportablen Abmessungen zu kommen, können mehrere
Trommeln in einer Vorrichtung zueinander parallelge
schaltet sein. Zudem können hierbei die meisten Teile
der Vorrichtung in einfacher Anzahl beibehalten werden,
so daß eine Vermehrung der Trommeln keinen wesentlichen
Kostennachteil gegenüber einer Vergrößerung der Trommeln
nach sich zieht.
In einer bevorzugten Ausführung der Extraktionsvorrich
tung ist deren Aufgabevorrichtung für das Feststoff-
Schüttgut ein konzentrisch zur Drehachse der Trommel
verlaufender, drehdicht durch die untere Stirnseite und
den Siebboden hindurch in den unteren Teil der Trommel
hineinragender Schneckenförderer. Da der Schneckenförde
rer eine runde äußere Umrißform hat, kann er auf einfa
che Weise unter Zwischenlage einer ringförmigen Gleit
dichtung zentral und lagefest in die Stirnseite der
Trommel eingesetzt werden. Mit dem Schneckenförderer
wird eine kontinuierliche und gleichmäßige Beschickung
der Trommel gewährleistet und damit für einen gleich
bleibenden Extraktionsgrad gesorgt.
Zwecks einer exakten Dosierbarkeit des aufgegebenen
Feststoffes und einer weitestgehenden Trennung des Inne
ren der Trommel von der Außenluft ist zweckmäßig in der
Aufgabevorrichtung eine Dosierschleuse angeordnet, wobei
diese bevorzugt eine Zellenradschleuse ist. Als weitere
Sicherheitsmaßnahme gegen ein Eindringen von Luft in die
Trommel bzw. ein Austreten von Flüssigkeitsdämpfen aus
der Trommel kann die Schleuse mit einer Schutzgasspülung
ausgestattet sein. Mit dieser kann beispielsweise Stick
stoffgas in die Schleuse eingeleitet werden, um Luft
oder Flüssigkeitsdämpfe am Durchgang durch die Schleuse
zu hindern.
Bezüglich des Abzuges der Flüssigkeit aus der Trommel
ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrich
tung vorgesehen, daß der Flüssigkeitsauslaß am unteren
Ende der Trommel durch einen im tiefsten Teil des Zwi
schenraumes zwischen der unteren Stirnseite der Trommel
und dem Siebboden endenden Saugrohrstutzen gebildet ist,
der mit einem Filterkopf versehen ist und der stirnsei
tig lagefest aus der drehbaren Trommel herausgeführt
ist. Bei dieser Ausführung wird ein einfacher Aufbau
ohne komplizierte Dichtungen und ein vom aufgegebenen
Feststoff-Schüttgut unbehindertes Abziehen der Flüssig
keit mit den extrahierten Stoffen erreicht. Vorteilhaft
ist hierzu das Gehäuse des Schneckenförderers für die
Feststoffaufgabe im Bereich seines Eintrittes in die
Trommel auf seiner Außenseite mit einem Gleitring von
einer für die Durchführung des Absaugstutzens ausrei
chenden Dicke versehen.
Zur Entnahme des Feststoffes nach dem Durchlaufen der
Trommel bietet sich eine Entnahmevorrichtung an, die ein
am oberen Ende der Trommel angeordneter Schneckenförde
rer ist, der konzentrisch zur Drehachse der Trommel
verläuft und der drehdicht durch eine Öffnung in der
oberen Stirnseite mit dem Inneren der Trommel in Ver
bindung steht. Hierdurch ergeben sich vorteilhaft wie an
der Feststoffaufgabeseite der Trommel eine einfach ge
genüber der Trommel abdichtbare Einführung des Förderers
in die Trommel sowie eine kontinuierliche Entnahme des
Feststoffes. Um sicherzustellen, daß der Feststoff aus
der Trommel sicher in den Entnahme-Schneckenförderer -
auch bei einem kleineren Durchmesser gegenüber dem der
Trommel - gelangt, ist vorgesehen, daß dem trommelseiti
gen Ende des entnahmeseitigen Schneckenförderers im
Inneren der Trommel ein gegensinnig zur Trommel dreh
bares, den Feststoff aus der Trommel in den Schnecken
förderer beförderndes Schrägschaufelrad vorgeschaltet
ist. Hierzu ist das Schaufelrad zweckmäßig so ausgebil
det, daß es mit seinen Schaufeln in deren jeweils tief
ster Stellung Feststoff-Schüttgut aufnimmt und dieses
etwa eine halbe Umdrehung aufwärts fördert, worauf dann
das Schüttgut aufgrund der Schrägstellung der Schaufeln
in einer etwa axialen Richtung in den Schneckenförderer
rutscht. Schneckenförderer und Schaufelrad können dabei
über einen gemeinsamen Antrieb, aber auch über getrennte
Antriebe verfügen.
Eine bevorzugte Ausführung der Vorrichtung, betreffend
die Einleitung der Flüssigkeit in die Trommel, besteht
darin, daß der Flüssigkeitseinlaß am oberen Ende der
Trommel durch ein konzentrisch zur Drehachse der Trommel
zentral durch den dort vorhandenen Schneckenförderer und
das Schaufelrad verlaufendes, in die Trommel ragendes
Rohr gebildet ist. Bei entsprechender Länge des in die
Trommel hineinragenden Teiles des Rohres gelangt die
frisch zuströmende Flüssigkeit erst jenseits des Schau
felrades auf das Feststoff-Schüttgut, so daß im Bereich
des Schaufelrades selbst bereits eine weitgehende Ab
scheidung der mit dem Feststoff mitgeförderten Flüssig
keit erfolgt. Zusätzlich kann das Rohrende in der Trom
mel mit einem die Flüssigkeit in der Breite verteilenden
Kopfstück versehen sein, um eine gleichmäßige Benetzung
und Durchspülung des Feststoff-Schüttgutes mit frischer
Flüssigkeit vor der Entnahme des Feststoffes zu gewähr
leisten.
Da das entnommene Feststoff-Schüttgut noch mit Flüssig
keitsresten behaftet ist, ist der Entahmevorrichtung
zweckmäßig eine Vorrichtung zur Abtrennung der Flüssig
keitsreste nachgeordnet. Diese Abtrennvorrichtung kann
eine Vibrationsrinne oder auch eine kontinuierlich be
schick- und entladbare Zentrifuge, jeweils mit getrenn
ten Abführungen für Feststoff und Flüssigkeit, sein.
Hiermit wird einerseits ein weitgehend oder sogar voll
ständig flüssigkeitsfreies Feststoff-Schüttgut als ein
Ausgabeprodukt erhalten und andererseits die Flüssigkeit
weitestgehend bis vollständig zurückgewonnen, was je
nach verwendeter Flüssigkeit aus Umweltschutz- und/oder
Kostengründen sinnvoll oder erforderlich sein kann. Um
auch im Bereich der Feststoff-Abführung einen Austritt
von Flüssigkeitsdämpfen und einen Eintritt von Luft zu
verhindern, ist auch hier eine Schleuse vorgesehen, die
wiederum vorzugsweise eine mit einer Schutzgasspülung
ausgestattete Zellenradschleuse ist. Zwischen der Ein
gabe für den Feststoff in die Trommel und der Abführung
für den Feststoff aus der Vibrationsrinne bzw. Zentri
fuge ist die gesamte Extraktionsvorrichtung gegenüber
der Umgebung mittels der beschriebenen Mittel dicht ausge
führt, womit ein abgeschlossenes, umweltfreundli
ches und sicheres System besteht.
Je nach Art der verwendeten Flüssigkeit, der Eigenschaf
ten der mit dieser mitgeschwemmten und in dieser ge
lösten Stoffe und dem weiteren vorgesehenen Verwendungs
und Bearbeitungszweck der Stoffe ist eine Auftrennung
von Flüssigkeit und darin enthaltenen Stoffen sinnvoll
oder erforderlich. Eine bevorzugte Ausführung der Vor
richtung sieht hierfür vor, daß der Flüssigkeitsauslaß
am unteren Ende der Trommel und die Flüssigkeitsabfüh
rung an der Vibrationsrinne oder Zentrifuge mit einem
Absetzbecken verbunden sind, das wenigstens eine becken
bodennahe Abzugsöffnung für abgesetzte Feststoffpartikel
und einen mit einem Rückschlagventil gesicherten Über
lauf zu einem Flüssigkeitstank aufweist. Hiermit können
feste Bestandteile gesondert abgezogen werden. Die da
nach eventuell noch in der Flüssigkeit enthaltenen ge
lösten Stoffe können durch weitere Bearbeitungsschritte,
die aber nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung
sind, abgetrennt werden. In diesem Fall besteht die Mög
lichkeit einer Rückführung der wieder sauberen Flüssig
keit in die Trommel, wodurch sich ein geschlossener Flüs
sigkeitskreislauf ergibt. Verluste an Flüssigkeit sind
z.B. durch Nachschub aus einem Vorratstank ersetzbar.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird
im folgenden anhand einer Zeichnung näher erläutert. Die
Figuren der Zeichnung zeigen im einzelnen:
Fig. 1 eine teilweise schematische Darstellung einer
Vorrichtung gemäß der Erfindung, teils im
Vertikalschnitt, teils in Seitenansicht,
Fig. 2 einen Schnitt durch eine Dosierschleuse entlang
der Linie II-II in Fig. 1 und
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung gemäß Fig.
1, mit einer angedeuteten Erweiterung um zwei
Trommeln.
Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, besteht das darge
stellte Ausführungsbeispiel der Extraktionsvorrichtung 1
im wesentlichen aus einer geneigt gelagerten zylindri
schen Trommel 2 mit einer Aufgabevorrichtung 3 für Fest
stoffe an ihrem unteren Ende sowie einer Entnahmevor
richtung 4 für den Feststoff an ihrem oberen Ende, mit
einem Flüssigkeitseinlaß 91, 91′ am oberen Ende, einem
Flüssigkeitsauslaß 71 am unteren Ende und einer Vibra
tionsrinne 6 zur Trennung von Flüssigkeit und Feststoff.
Die Trommel 2 besitzt eine langgestreckte, zylindrische
Form mit einer Mantelwandung 21, einer unteren Stirn
seite 22 und einer oberen Stirnseite 23. Auf der Innen
seite 21′ der Mantelwandung 21 ist eine stegartig in das
Innere 20 der Trommel 2 vorragende Förderwendel 24 an
geordnet. Im unteren Teil 20′ des Inneren 20 der Trommel
2 ist die Höhe der Wendel 24 größer als im übrigen Teil
20, 20′′ des Inneren 20 der Trommel 2. Im unteren und
mittleren Teil 20′, 20 des Inneren der Trommel 2 ist die
Steigung der Wendel 24 etwa gleichbleibend, während sie
im oberen Teil 20′′ der Trommel deutlich geringer ist. In
der Wendel können - wie unter Bezugsziffer 24′ angedeu
tet - Bohrungen geringen Durchmessers angeordnet sein.
Die Trommel 2 ist um ihre Längsachse 27 drehbar und zu
diesem Zweck auf an der Außenseite 21′′ des Mantels 21
anliegenden Rollen 51, 52 und 53 gelagert. Im darge
stellten Ausführungsbeispiel sind die Rollen 51 bis 53
druckluftgefüllte Pneus. Zur gleichmäßigen Verteilung
der auftretenden Lasten auf die verschiedenen Rollen
sind die Rollen 52 im oberen Teil der Trommel 2 als
Zwillingsrollen ausgebildet, die Rollen 51 im unteren
Teil der Trommel als Drillingsrollen und die Rolle 53 an
der Stirnseite 22 der Trommel 2 als Einfachrolle ausge
bildet. Die Rollenanordnungen 51 und 52, die an der
Außenseite 21′′ des Mantels 21 der Trommel 2 anliegen,
sind auf dem Umfang versetzt paarweise vorhanden, so daß
eine stabile Lage der Trommel 2 ohne weitere Lagerungs
mittel erreicht wird. Bei nicht zu steilen Neigungen der
Trommel 2 gegenüber der Horizontalen genügt zur Aufnahme
der axialen Kräfte eine einzelne Rolle 53 an der Stirn
seite 22. Zur Erzeugung der Drehbewegung der Trommel 2
weist die Rollenanordnung 51 am unteren Teil des Mantels
21 einen Antrieb auf, der aus einem Motor 54 mit nachge
schaltetem Getriebe 55 besteht. Vom Motor 54 wird die
Drehbewegung über das Getriebe 55 und die Rollenanord
nung 51 auf die Trommel 2 übertragen.
Die am unteren Ende der Trommel 2 angeordnete Aufgabe
vorrichtung 3 für Feststoff-Schüttgut besteht im we
sentlichen aus einem trichterförmigen Vorratsbunker 31,
einer unter diesem angeordneten Dosierschleuse 32 und
einem konzentrisch zur Längsachse 27 der Trommel 2 an
geordneten Schneckenförderer 34. Vor der Dosierschleuse
32 ist eine Schutzgasspülung 33 angeordnet, mittels
welcher die Schleuse z.B. mit Stickstoff beschickbar
ist. Zur Betätigung weist die Schleuse 32 einen An
triebsmotor 32′ auf. Der Schneckenförderer 34 weist ein
im Querschnitt kreisrundes Gehäuse 35 auf, an dessen
einem Ende ein Antriebsmotor 36 angeordnet ist, und
dessen anderes Ende unter Abdichtung durch eine dreh
dichte Ringdichtung 26 durch die Stirnseite 22 der Trom
mel 2 in deren unteren Teil 20′ hineinragt. An seinem
trommelseitigen Ende 34′ weist der Schneckenförderer 34
eine nach unten weisende Öffnung 35′ auf, durch welche
das Feststoff-Schüttgut in den unteren Teil 20′ des
Trommelinneren 20 gelangt. Von dort wird es bei entspre
chender Drehung der Trommel 2 durch die Förderwendel 24
nach oben, d. h. in Richtung zur Entnahmevorrichtung 4
gefördert. Den unteren Abschluß der Wendel 24 bildet ein
Siebboden 25, der die Form eines gelochten Kreisringes
hat und im Abstand zur unteren Stirnseite 22 der Trommel
2 angeordnet ist. Der Siebboden 25 ist dabei so gestal
tet, daß er für das Feststoff-Schüttgut weitestgehend
undurchlässig ist, während Flüssigkeit durch ihn hin
durchtreten kann. Zwischen dem Siebboden 25 und der
unteren Stirnseite 22 der Trommel 2 wird somit ein
Flüssigkeitssammelraum 28 gebildet.
Die im Bereich der oberen Stirnseite 23 der Trommel 2
angeordnete Entnahme-Vorrichtung 4 für das Feststoff-
Schüttgut setzt sich zusammen aus einem ebenfalls kon
zentrisch zur Rotationsachse 27 der Trommel 2 verlaufen
den Schneckenförderer 42 sowie einem trommelseitig im
oberen Teil 20′′ des Trommelinneren 20 angeordneten
Schaufelrad 41. Der Schneckenförderer 42 weist ebenfalls
ein im Querschnitt kreisrundes Außengehäuse 43 auf, das
wiederum unter Zwischenlage einer drehdichten Ringdich
tung 26′ durch die obere Stirnseite 23 der Trommel 2
geführt ist. Das in der Trommel 2 aufwärts geförderte
Feststoff-Schüttgut wird mittels des Schaufelrades 41
durch Anheben in das trommelseitige Ende 42′ des
Schneckenförderers befördert und gelangt von dort durch
eine Öffnung 43′ an der Unterseite des Gehäuses 43 des
Schneckenförderers 42 in ein Fallrohr 45. Der Antrieb
des Schneckenförderers 42 und des Schaufelrades 41 er
folgt im dargestellten Ausführungsbeispiel durch einen
gemeinsamen Antriebsmotor 44.
Die zur Durchführung einer Gegenstromextraktion mit der
Vorrichtung erforderliche Flüssigkeit gelangt durch ein
zentral durch den Antriebsmotor 44, den Schneckenförde
rer 42 und das Schaufelrad 41 mit seinem Ende 91′ in den
oberen Teil 20′′ des Trommelinneren 20 in die Trommel 2
hinein. Im Inneren 20 der Trommel 2 wird das kontinuier
lich nach oben geförderte Feststoff-Schüttgut intensiv
mit der unter dem Einfluß der Schwerkraft nach unten
strömenden Flüssigkeit vermengt und unter gegenseitiger
Durchmischung umgewälzt. Nach dem Durchströmen des Inne
ren 20 der Trommel 2 und des Siebbodens 25 sammelt sich
die Flüssigkeit im Sammelraum 28 zwischen dem Siebboden 25
und der unteren Stirnseite 22 der Trommel 2. In diesem
Bereich ist ein durch die Ringdichtung 26 geführter
Auslaß 71 für die Flüssigkeit angeordnet. Dieser besteht
aus einem Rohrstutzen 72, der - mit einem Filterkopf 73
versehen - im tiefsten Teil des Sammelraumes 28 endet.
Der aus der Trommel 2 mittels der Entnahmevorrichtung 4
herausgeförderte Feststoff ist nach seiner Entnahme noch
Mit Flüssigkeit behaftet. Um diese abzutrennen, gelangt
das Feststoff-Schüttgut nach dem Durchlaufen des bereits
erwähnten Fallrohres 45 auf eine Vibrationsrinne 6.
Diese weist einen Exzenterantrieb 61 auf, mittels wel
cher die Vibrationsrinne 6 in Schwingung versetzt wird.
Hierdurch wird der Feststoff kompaktiert und in Richtung
zu einer Feststoffabführung 65 transportiert. Die abge
trennte Flüssigkeit gelangt durch eine am anderen Ende
der Vibrationsrinne 6 angeordnete Abführleitung 66 zu
einem Absetzbecken 81. In das Absetzbecken 81 mündet
weiterhin eine Leitung 74, die mit dem Auslaß 71 für die
aus der Trommel 2 abgezogene Flüssigkeit verbunden ist.
Zur Förderung der Flüssigkeit von der Trommel 2 bzw. aus
dem Sammelraum 28 in der Trommel 2 zum Absetzbecken 81
ist in der Leitung 74 eine Saugpumpe 75 angeordnet. Von
der Vibrationsrinne 6, die vorzugsweise auf einem Trag
rahmen 62 mittels elastischer Gummielemente 62′ gelagert
ist, gelangt der von Flüssigkeitsresten befreite Fest
stoff durch die bereits erwähnte Abführung 65 zu einer
Schleuse 63. Diese weist ebenfalls eine Schutzgasspülung
64 auf. Nach dem Durchtritt durch die Schleuse 63 ge
langt der Feststoff auf ein Förderband 68, über welches
der Feststoff aus der Vorrichtung endgültig abgeführt
wird. Ein weiteres Förderband 37 sorgt im dargestellten
Ausführungsbeispiel für eine Zufuhr von Feststoff-
Schüttgut zum Bunker 31.
Das Absetzbecken 81 verfügt im bodennahen Bereich über
eine Bodensatz-Abzugsöffnung 82, durch welche die im
Becken 81 abgesetzten, von der Flüssigkeit aus der Trom
mel 2 dorthin beförderten Partikel abgezogen werden
können. Über einen mit einer Rückschlagklappe 83′ gesi
cherten Überlauf 83 gelangt die Flüssigkeit in einen
zweiten Behälter 84. Dort erfolgt eine weitere Behand
lung der Flüssigkeit, die aber nicht Gegenstand der
vorliegenden Anmeldung ist. Zum Abzug von verbrauchter
Flüssigkeit weist der Behälter 84 einen bodennahen Abzug
84′ auf. Über eine Pumpe 85 und eine Rohr- bzw.
Schlauchleitung 86 sowie eine weitere Bearbeitungs
station 89 für die Flüssigkeit gelangt diese wiederum
zum Rohr 91, das in die Trommel 2 hineinführt, so daß
ein geschlossener Flüssigkeitskreislauf vorliegt. Zu
sätzlich besteht eine Leitungsverbindung 67 zwischen dem
Inneren der Vibrationsrinne 6 und der Bearbeitungssta
tion 89. Zum Ersatz von Flüssigkeitsverlusten ist
schließlich noch ein Vorratsbehälter 87 vorgesehen, der
mittels einer Pumpe 87′ und einer Leitung 88 mit dem
Rohr 91 verbunden ist. Zum Schutz der Vorrichtung gegen
äußere Einflüsse ist die Vorrichtung abgesehen vom Bun
ker 31 sowie vom äußeren Ende des Förderbandes 68 und
des Förderbandes 37 von einem Gehäuse 10 umgeben.
Als ein Detail der Vorrichtung zeigt Fig. 2 einen
Querschnitt durch die Dosierschleuse 32 entlang der
Schnittlinie II-II in Fig. 1. Wie aus Fig. 2 er
sichtlich ist, ist die Dosierschleuse 32 so ausgebildet,
daß zwischen dem Bunker 31 und dem Schneckenförderer 34
kein freier Durchgang für Luft, Dämpfe oder Gase be
steht. Darüber hinaus ist aus der Figur noch die Rundung
des Gehäuses 35 des Schneckenförderers 34 sowie der
Verlauf der gemeinsamen Rotationsachse 27 von Schnecken
förderer 34 und Trommel 2 ersichtlich.
Fig. 3 schließlich zeigt eine Draufsicht auf die Ex
traktionsvorrichtung 1. Im rechten Teil der Figur ist
das Zufuhrförderband 37, hier mit einem Aufgabetrichter
37′ an seinem freien Ende versehen, sowie das Abfuhr
förderband 68 zu erkennen. Das Förderband 37 mündet in
die Aufgabevorrichtung 3, an welche sich die Trommel 2
mit der zugehörigen, am anderen Ende angeordneten Ent
nahmevorrichtung 4 anschließt. Als eine Möglichkeit zur
Vergrößerung des Durchsatzes der Vorrichtung 1 sind
neben der Trommel 2 zwei weitere Trommeln 2′ und 2′′
durch gestrichelte Linien angedeutet. Diese können bei
entsprechender Gestaltung der Aufgabevorrichtung 3 ge
meinsam von dieser mit Feststoff beschickt werden.
Andererseits können die drei Trommeln 2, 2′ und 2′′ auch
mit einzelnen peripheren Vorrichtungen, wie z.B. drei
getrennten Entnahmevorrichtungen 4, 4′ und 4′′ ausgestat
tet sein.
Claims (26)
1. Vorrichtung zur Durchführung einer Gegenstromextrak
tion von Stoffen aus einem schüttfähigen Feststoff
mittels einer Flüssigkeit, wobei in der Vorrichtung
kontinuierlich Feststoff und Flüssigkeit im Gegen
strom zueinander unter gegenseitiger Durchmischung
geführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Ex
traktionsvorrichtung eine geneigt gelagerte, um ihre
Längsachse (27) drehbare, langgestreckte hohlzylin
derförmige Trommel (2) aufweist, an deren unterer
Stirnseite (22) eine Eingabevorrichtung (3) für den
Feststoff und ein Auslaß (71) für die Flüssigkeit
und an deren oberer Stirnseite (23) eine Entnahme
vorrichtung (4) für den Feststoff und ein Einlaß
(91, 91′) für die Flüssigkeit angeordnet sind, und
in deren Innerem (20) Mittel (24) zur kontinuierli
chen Förderung und Umwälzung des Feststoffes vorhan
den sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
wenigstens eine auf der Innenseite (21′) der Mantel
wandung (21) der Trommel (2) angeordnete, stegartig
in das Trommelinnere (20) vorragende Förderwendel
(24).
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, gekenn
zeichnet durch in der Förderwendel (24) angeordnete,
einen Durchfluß der Flüssigkeit erlaubende Öffnungen
oder Bohrungen (24′) geringen Querschnitts.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Höhe der Förderwendel (24)
im unteren Teil (20′) der Trommel (2) größer ist als
im oberen Teil (20′′) der Trommel (2).
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steigung der Förderwendel
(24) im oberen Teil (20′′) der Trommel (2) kleiner
ist als im unteren Teil (20′).
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekenn
zeichnet durch einen im Abstand von der unteren
Stirnseite (22) der Trommel (2) in deren Innerem
(20, 20′) angeordneten, den unteren Abschluß der
Förderwendel (24) bildenden Siebboden (25).
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 25, dadurch
gekennzeichnet, daß die Innenseite (21′) der Trommel
(2) mit einer verschleißfesten Beschichtung versehen
ist.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Trommel (2) auf mehreren, an
der Außenseite (21′′) des Mantels (21) anliegenden,
versetzt zueinander angeordneten, drehbaren Rollen
(51, 52, 53) gelagert ist.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, gekenn
zeichnet durch wenigstens eine axiale Lasten der
Trommel (2) aufnehmende, im Randbereich der unteren
Stirnseite (22) an dieser anliegende drehbare Rolle
(53) mit radial zur Drehachse (27) der Trommel (2)
verlaufender Drehachse.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rollen (51 bis 53) druck
luftgefüllte Pneus sind.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch ge
kennzeichnet, daß wenigstens eine der Rollen (51-53)
zur Erzeugung der Drehung der Trommel (2) mit einem
drehzahlvariablen Antrieb (54, 55) versehen ist.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorrichtung Mittel aufweist,
mit welchen die Neigung der Trommel (2) durch Heben
oder Senken wenigstens eines der Enden der Trommel
(2) veränderbar ist.
13. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß mehrere Trommeln (2, 2′, 2′′)
zueinander parallelgeschaltet sind.
14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die Aufgabevorrichtung (3) für
den Feststoff ein konzentrisch zur Drehachse (27)
der Trommel (2) verlaufender, drehdicht durch die
untere Stirnseite (22) und den Siebboden (25) hin
durch in den unteren Teil (20′) der Trommel (2)
hineinragender Schneckenförderer (34) ist.
15. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Aufgabevorrichtung (3)
eine Dosierschleuse (32) angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß die Dosierschleuse (32) eine
Zellenradschleuse ist.
17. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schleuse (32) mit einer
Schutzgasspülung (33) ausgestattet ist.
18. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitsauslaß (71) am
unteren Ende (20′) der Trommel (2) durch einen im
tiefsten Teil des Zwischenraumes (28) zwischen der
unteren Stirnseite (22) der Trommel (2) und dem
Siebboden (25) endenden Saugrohrstutzen (72) gebil
det ist, der mit einem Filterkopf (73) versehen ist
und der stirnseitig lagefest aus der drehbaren Trom
mel (2) herausgeführt ist.
19. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß die Entnahmevorrichtung (4) ein
am oberen Ende (20′) der Trommel (2) angeordneter
Schneckenförderer (42) ist, der konzentrisch zur
Drehachse (27) der Trommel (2) verläuft und der
drehdicht durch eine Öffnung in der oberen Stirn
seite (23) mit dem Inneren (20, 20′′) der Trommel (2)
in Verbindung steht.
20. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß dem trommelseitigen Ende (42′)
des entnahmeseitigen Schneckenförderers (42) im
Inneren (20′) der Trommel (2) ein gegensinnig zur
Trommel (2) drehbares, den Feststoff aus der Trommel
(2) in den Schneckenförderer (42) beförderndes
Schrägschaufelrad (41) vorgeschaltet ist.
21. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitseinlaß (91, 91′)
am oberen Ende (20′′) der Trommel (2) durch ein
konzentrisch zur Drehachse (27) der Trommel (2)
zentral durch den dort vorhandenen Schneckenförderer
(42) und das Schaufelrad (41) verlaufendes, in die
Trommel (2) ragendes Rohr (91, 91′) gebildet ist.
22. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 21, dadurch
gekennzeichnet, daß der Entnahmevorrichtung (4) für
den Feststoff eine Vibrationsrinne (6) zur Trennung
von Feststoff und Flüssigkeit mit getrennten Abfüh
rungen (65; 66, 67) für Feststoff und Flüssigkeit
nachgeordnet ist.
23. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 21, dadurch
gekennzeichnet, daß der Entnahmevorrichtung (4) für
den Feststoff eine kontinuierlich beschick- und
entladbare Zentrifuge zur Trennung von Feststoff und
Flüssigkeit mit getrennten Abführungen für Feststoff
und Flüssigkeit nachgeordnet ist.
24. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 23, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abführung (65) für den
Feststoff mit einer Schleuse (63) versehen ist.
25. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 24, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schleuse (63) in der Abfüh
rung (65) für den Feststoff eine mit einer Schutz
gasspülung (64) ausgestattete Zellenradschleuse ist.
26. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 25, dadurch
gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitsauslaß (71) am
unteren Ende (20′) der Trommel (2) und die Flüssig
keitsabführung (66) an der Vibrationsrinne (6) oder
Zentrifuge mit einem Absetzbecken (81) verbunden
sind, das wenigstens eine beckenbodennahe Abzugs
öffnung (82) für abgesetzte Feststoffpartikel und
einen mit einem Rückschlagventil (83′) gesicherten
Überlauf (83) zu einem Flüssigkeitstank (84) auf
weist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863610113 DE3610113C3 (de) | 1986-03-26 | 1986-03-26 | Vorrichtung zur Durchführung einer Gegenstromextraktion |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863610113 DE3610113C3 (de) | 1986-03-26 | 1986-03-26 | Vorrichtung zur Durchführung einer Gegenstromextraktion |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3610113A1 true DE3610113A1 (de) | 1987-10-01 |
| DE3610113C3 DE3610113C3 (de) | 1994-07-28 |
| DE3610113C2 DE3610113C2 (de) | 1994-07-28 |
Family
ID=6297264
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863610113 Expired - Fee Related DE3610113C3 (de) | 1986-03-26 | 1986-03-26 | Vorrichtung zur Durchführung einer Gegenstromextraktion |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3610113C3 (de) |
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| DE3610113C3 (de) | 1994-07-28 |
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