DE3608862A1 - Einrichtung zur vorbereitung von spinnkopsen fuer den spulvorgang - Google Patents
Einrichtung zur vorbereitung von spinnkopsen fuer den spulvorgangInfo
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- D01H1/38—Arrangements for winding reserve lengths of yarn on take-up packages or spindles, e.g. transfer tails
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Vorbereitung der Spinn
kopse für den nachfolgenden Spulvorgang.
Im allgemeinen werden Fäden, die auf einer Spinnmaschine, und ins
besondere auf einer Ringspinnmaschine hergestellt wurden, anschlie
ßend einem Spulvorgang unterzogen, um Fadenfehler zu entfernen oder
um die Fäden zu Spulen mit einer Größe und einem Aufbau umzuspulen,
die bzw. der für den nachfolgenden Arbeitsgang geeignet ist.
Ehe nun ein Spinnkops einer Spulstelle einer Spulmaschine zugeführt
wird, muß das Fadenende des Schußfadens, den ein Spinnkops üb
licherweise aufweist, aufgemacht bzw. gelöst werden, damit im nach
folgenden Spulprozeß das Ende des Spinnkopsfadens aufgegriffen werden
kann. Die Spinnkopsvorbereitung erfolgt üblicherweise in Vorbereitungs
einrichtungen zum Ausfindigmachen des Fadenendes, damit dieses Faden
ende an den Spulstellen erfaßt und mit dem Faden der Spule an der
Spulmaschine verbunden werden kann. Diese Kopsvorbereitungseinrich
tungen sind üblicherweise entweder jeweils an einer Spulmaschine an
gebracht oder zur Beschickung mehrerer Spulmaschinen als separates
Aggregat vor den Spulmaschinen eingerichtet. Die Kopsvorbereitungs
einrichtungen müssen in ihrer Zahl und Verarbeitungskapazität so
beschaffen sein, daß die Menge der ihnen von den Spinnmaschinen zu
geführten Spinnkopse so zügig verarbeitet wird, daß vor der Kopsvor
bereitungsvorrichtung auf Dauer kein Spinnkopsstau entsteht.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Einrichtung vorzuschlagen,
die unter Ausnutzung der Arbeitsbewegungen der Elemente der üblicher
weise verwendeten automatischen Spinnkopsabziehvorrichtungen an den
Spinnmaschinen die Fadenenden an den Spinnkopsen löst und in eine
für die Weiterverarbeitung geeignete Position bringt. Die Einrichtung
ist an jeder Spinnstelle der Spinnmaschine angebracht, und die Verwen
dung dieser Einrichtung macht die üblicherweise eingesetzten Kopsvor
bereitungseinrichtungen überflüssig.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Zeichnungen näher erläu
tert. Es zeigt
Fig. 1 das obere Teil der üblicherweise an Spinnmaschinen verwendeten
Spindel mit einer Ausführung der erfindungsgemäßen Einrichtung,
Fig. 2 einen bewickelten, auf der Spindel der Spinnmaschine stec
kenden Spinnkops, auf dem der Verlauf des Schlußfadens
gezeigt ist,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Spinnkops und die Spindel in
einer Phase des Kopsabzuges.
Fig. 1 zeigt das Oberteil einer Spinnspindel mit der erfindungsge
mäßen Einrichtung (1; 2), bestehend aus einem konischen unteren Teil (1)
und einem oberen Teil (2), dessen größter Durchmesser größer ist
als der kleinste Durchmesser des unteren Teils (1).
Fig. 2 verdeutlicht den Verlauf des Schlußfadens eines bewickelten
Spinnkopses. Die fadenführenden Elemente der Spinnmaschine führen
den Schlußfaden vor dem üblichen Abspinnen oberhalb der Spinnkops
hülse (7) auf den konischen Teil (1) der Einrichtung, so daß dieser
konische Teil mehrmals umwunden wird (4), bevor der Schlußfaden (5)
beim üblichen Abspinnen spiralförmig um den Spinnkops abwärts geführt
wird, um üblicherweise mehrmals um eine unterhalb der Spinnhülse befind
liches Teil der Spindel gewunden zu werden. Nach diesem Vorgang sind
die Spinnkopsbewicklung und der Abspinnvorgang beendet und der Spinn
vorgang unterbrochen. Anschließend wird der bewickelte Spinnkops
von der Spindel abgezogen.
Fig. 3 zeigt den bewickelten Spinnkops, im Längsschnitt dargestellt,
in einer Phase der von der automatischen Abziehvorrichtung bewerkstel
ligten Aufwärtsbewegung. Der schematisch im Schnitt dargestellte, den
Spinnkops umfassende übliche Außengreifer der Abziehvorrichtung
klemmt den spiralförmig um den Spinnkops gewundenen Schlußfaden
zwischen sich und der Spinnkopsoberfläche ein. Während der Aufwärts
bewegung des Spinnkopses reißt der Schlußfaden auf der Strecke
zwischen dem Außengreifer und der Stelle der im unteren Bereich der
Spindel befindlichen Fadenumwindungen.
Gleichzeitig werden die Fadenwindungen auf dem unteren Teil (4) der
erfindungsgemäßen Einrichtung durch die Aufwärtsbewegung des Spinn
kopses nach oben abgezogen (8). Der kugelförmige oder ballige Teil (2)
der Einrichtung hält die Windungen (4) vorübergehend von der Aufwärts
bewegung zurück und zieht sie in den inneren Hohlraum der Spinnkops
hülse.
Die Spinnkopse werden nach dem Abziehen von der Spindel zu den Spul
maschinen befördert, an deren Spulstellen üblicherweise Vorrichtungen
sind, die den jeweiligen Schlußfaden der Spinnkopse in der durch
die erfindungsgemäße Einrichtung fixierten Position erfassen.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin,
daß zur Vorbereitung der Spinnkopse auf den Spulvorgang keine besonders
für diesen Vorgang eingerichtete Vorrichtung zwischen den Spinnstellen
und den Spulstellen angeordnet zu werden braucht. Die üblicherweise
verwendete Kopsvorbereitungsvorrichtung muß in ihrer Produktions
kapazität jeweils der Produktion der zugeordneten Spinnmaschinen
angepaßt sein. Da mit der erfindungsgemäßen Einrichtung die Spinn
kopse an jeder Spinnstelle vorbereitet werden, entfällt die Notwendig
keit der Kapazitätsanpassung.
Die Einrichtung benutzt die Organe und Arbeitsbewegungen der üblicher
weise verwendeten Kopsabziehvorrichtung für die Ausführung eigener
Funktionen. Die üblicherweise verwendeten Kopsabziehvorrichtungen mit
Außengreifern können ohne bauliche Veränderungen oder Ergänzungen
in Verbindung mit der erfindungsgemäßen Einrichtung eingesetzt werden.
Die Einrichtung benötigt im Gegensatz zur üblicherweise verwendeten Kops
vorbereitungsvorrichtung keinen zusätzlichen Platz im Produktionsbetrieb
und ist kostengünstiger herzustellen als die üblicherweise verwendete
Vorrichtung.
Claims (8)
1. Einrichtung zur Vorbereitung von Spinnkopsen für den Spulvorgang,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorbereitung nicht wie üblicherweise
an den Spulmaschinen oder den den Spulmaschinen vorgeschalteten Aggre
gaten erfolgt, sondern an jeder einzelnen Spinnstelle der Spinnmaschi
nen durch Einziehen des Schlußfadens des Spinnkopses in den inneren
Hohlraum der Spinnkopshülsen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
erfindungsgemäße Einrichtung fest mit dem oberen Teil der Spindel (3)
der Spinnmaschine verbunden ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ein
richtung als oberer Teil der Spindel der Spinnmaschine gestaltet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung ganz oder teilweise aus dem oberen Ende der Spinnkops
hülse herausragt, wenn sich diese während des oder nach dem Spinn
vorgang in Arbeitsstellung befindet (Fig. 2).
5. Einrichtung nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der
untere zylindrisch, konisch, bi-konisch oder ballig gestaltete Teil (1) der
Einrichtung mit Fadenumwindungen (4) versehen werden kann, die durch ent
sprechende Steuerung der fadenführenden Elemente, üblicherweise durch
die Ringbank, verlegt werden.
6. Einrichtung nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der
untere Teil der Einrichtung zur besseren Aufnahme der Fadenwindungen
gerillt oder stufenförmig gestaltet ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Kopf am oberen Teil (2) der Einrichtung in seinem Durchmesser größer ist
als der kleinere Durchmesser des unteren Teils (1), um zu bewirken, daß
während des Abhebens des Spinnkopses von der Spindel die Fadenwindungen
über den Kopf der Einrichtung gezogen und dabei von diesem zurückge
halten und in den inneren Hohlraum der Spinnkopshülse verlegt werden (8).
8. Einrichtung nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der
in Anspruch 7 bezeichnete Kopf entfällt und durch in den Aufwindeteil
eingebrachte Rillen, Absätze oder Stufen ersetzt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863608862 DE3608862A1 (de) | 1986-03-17 | 1986-03-17 | Einrichtung zur vorbereitung von spinnkopsen fuer den spulvorgang |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863608862 DE3608862A1 (de) | 1986-03-17 | 1986-03-17 | Einrichtung zur vorbereitung von spinnkopsen fuer den spulvorgang |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3608862A1 true DE3608862A1 (de) | 1987-09-24 |
Family
ID=6296557
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863608862 Withdrawn DE3608862A1 (de) | 1986-03-17 | 1986-03-17 | Einrichtung zur vorbereitung von spinnkopsen fuer den spulvorgang |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3608862A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4424462A1 (de) * | 1994-07-12 | 1996-01-18 | Schlafhorst & Co W | Vorrichtung zum Bereitlegen des Fadenendes an Spinnkopsen für den nachfolgenden Abspulprozeß an einer Spulmaschine |
| DE102014017818A1 (de) * | 2014-12-03 | 2016-06-09 | Saurer Germany Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur Herstellung und Weiterverarbeitung eines Spinnkopses |
-
1986
- 1986-03-17 DE DE19863608862 patent/DE3608862A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4424462A1 (de) * | 1994-07-12 | 1996-01-18 | Schlafhorst & Co W | Vorrichtung zum Bereitlegen des Fadenendes an Spinnkopsen für den nachfolgenden Abspulprozeß an einer Spulmaschine |
| US5556046A (en) * | 1994-07-12 | 1996-09-17 | W. Schlafhorst Ag & Co. | Apparatus for prepositioning a yarn end on spinning cops for subsequent unwinding in a bobbin winding machine |
| DE102014017818A1 (de) * | 2014-12-03 | 2016-06-09 | Saurer Germany Gmbh & Co. Kg | Verfahren zur Herstellung und Weiterverarbeitung eines Spinnkopses |
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