DE3608510A1 - Aus zwei teilelementen bestehendes verkleidungselement fuer eine dachkehle - Google Patents
Aus zwei teilelementen bestehendes verkleidungselement fuer eine dachkehleInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verkleidungselement für eine
Dachkehle, das aus zwei plattenförmigen Teilelementen
besteht, welche an einer gemeinsamen Längskante nach Art
eines Scharniers gegeneinander winkelbeweglich in der
Dachkehle vereinigt sind, wobei jedes Teilelement im
Bereich der Dachkehle mit einer Ablaufrinne ausgebildet
ist, die den winkelbeweglichen Vereinigungsbereich der
Teilelemente in der Dachkehle umfaßt, nach Patent (Anmeldung
Nr. P 35 11 089.9).
Gegenstand der Hauptpatentanmeldung P 35 11 089.9 ist
ein mit Längsrippen versehenes Verkleidungselement für
eine Dachkehle gemäß zitiertem Oberbegriff des Hauptanspruches.
Das Verkleidungselement nach dem Hauptpatent löst das
Problem des Dacheindeckens im Bereich einer Dachkehle
mit einem Verkleidungselement, welches unter den Witterungseinflüssen
des Daches stabil bleibt und einfach und
sicher zu verlegen ist, eine problemlose Integrierung
mit den Dachpfannen der benachbarten Dachflächen ermöglicht
und dabei eine flexible Anpassung an unterschiedliche
Dachkehlenwinkel problemlos zuläßt. Bei
diesem Verkleidungselement sind im verlegten Zustand die
beiden Teilelemente über die Bereiche ihrer Ablaufrinnen
miteinander verbunden bzw. im Eingriff. Wasser, das auf
die in der Kehle etwa V-förmig angeordneten Flächen der
Teilelemente auftrifft, wird zur Ablaufrinne hin abgeleitet
und in der Rinne zur Traufe abgeführt. Dabei ist
im Überlappungsbereich ein Dichtstreifen eingelegt, der
ein Eindringen von Wasser in den sich im Überlappungsbereich
ergebenden Kapillarspalt der beiden Teilelemente
verhindert. Bei einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung
besteht die Ablaufrinne eines Teilelementes aus
zwei parallel verlaufenden Laschen, zwischen die die
Ablaufrinne des anderen Teilelementes einschiebbar ist.
Die hiermit angegebenen Ausgestaltungen des Verkleidungselementes
nach dem Hauptpatent lassen sich indessen
noch weiter fortbilden, d. h. vereinfachen und verbessern.
Bei dem Dichtstreifen besteht immerhin unter Witterungseinfluß
mit Temperaturwechseln und Langzeiteinwirkung
die Möglichkeit einer Versprödung und damit
einer Undichtigkeit. Die Ausbildung der Ablaufrinne
eines Teilelementes aus zwei parallel verlaufenden Laschen
ist vergleichsweise aufwendig und erfordert hohe
Genauigkeit.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Gegenstand
des Hauptpatentes fortzubilden. Es soll ein Verkleidungselement
für eine Dachkehle angegeben werden, welches
ohne einen Dichtungsstreifen und weiterhin ohne
zwei parallel verlaufende Laschen auskommt, dabei eine
sehr wirtschaftliche Herstellbarkeit ermöglicht und eine
sehr einfache und mit wenigen Handgriffen zu bewerkstelligende
Montage ermöglicht und zuverlässig das Eindringen
von Feuchtigkeit in die Dachkehle verhindert.
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt bei einem,
vorzugsweise mit Längsrippen versehenen Verkleidungselement
für eine Dachkehle, das aus zwei plattenförmigen
Teilelementen besteht, gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches,
bei dem jedes Teilelement an der gemeinsamen
Längskante von der Dachkehle nach aufwärts gebogene
Randprofile aufweist, die miteinander einen im Dachkehlenwinkel
gelegenen rohrförmigen Kanal bilden.
Mit Vorteil verhindern die von der Dachkehle aufwärts
gebogenen Randprofile ein Absickern von Fallwasser in
die Dachkehle. Weil die damit gebildeten Ablaufkanäle im
Dachkehlenwinkel oberhalb dieses Winkels gelegen ist,
benötigen die in ihm vereinigten Randprofile zur Abdichtung
mit Vorteil weder einen Dichtstreifen noch eine
aus zwei parallel verlaufenden Laschen gebildete Labyrinthdichtung.
Mit Vorteil sieht eine Ausgestaltung vor, daß die von
den Teilelementen gebildeten Schenkel des Dachkehlenwinkels
tangential von der Unterseite des rohrförmigen
Ablaufkanals ausgehend angeordnet bzw. ausgebildet sind.
Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Vorrichtung sind
entsprechend den Merkmalen der Ansprüche 3 bis 11 vorgesehen.
Die Erfindung wird in schematischen Zeichnungen in zwei
bevorzugten Ausführungsformen gezeigt, wobei aus den
Zeichnungen weitere Einzelheiten der Erfindung entnehmbar
sind. Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht des erfindungsgemäßen Verkleidungselementes,
bei dem die beiden Teilelemente mit
ihren Randprofilen unmittelbar ineinandergreifen,
Fig. 2 einen Querschnitt des erfindungsgemäßen Verkleidungselementes,
bei dem die beiden Teilelemente
von einem darübergeschobenen Schlitzrohr beweglich
zusammengehalten sind.
Wie in Fig. 1 gezeigt ist, weist jedes Teilelement 1, 2
an der gemeinsamen Längskante 3 von der Dachkehle nach
aufwärts gebogene Randprofile 4, 5 auf, die miteinander
einen im Dachkehlenwinkel 6 vom Winkelbetrag α gelegenen
rohrförmigen Ablaufkanal 7 bilden.
Mit großem Vorteil wird bei dieser Ausbildung eine Abdichtung
des Verkleidungselementes in der Dachkehle ohne
Zuhilfenahme eines Dichtstreifens oder einer Labyrinthdichtung
erzielt. Gegebenenfalls im Drehspalt zwischen
dem Teilelement 1 und 2 einsickerndes Wasser wird sicher
im Ablaufkanal 7 abgeleitet und kann nicht in das Dachgebälk
eindringen. Weiterhin sind die beiden Verkleidungselemente
sehr leicht ineinanderschiebbar.
Die von den Teilelementen 1, 2 gebildeten Schenkel 8, 9
des Dachwinkels 6 bzw. α sind tangential von der Unterseite
des rohrförmigen Ablaufkanals 7 ausgehend angeordnet
bzw. ausgebildet. Diese Ausbildung hat den Vorteil,
daß das eine der Teilelemente 1 zu einem Randprofil 4 in
Form eines etwa 5/8-Teil-Kreises einwärts, daß d. h.
beim rechtsseitigen Teilelement 1 rechtsdrehend, aufgerollt
und mit einem endständigen Steg 10 ausgebildet und
das andere Teilelement 2 ein Randprofil 5 aufweist,
welches zunächst im rechten Winkel aus dem Schenkel 9
hochgekantet und am Ende, ebenfalls rechtsdrehend, zu
einem Vollkreis aufgerollt und mit einem endständigen
Steg 11 ausgebildet und derart dimensioniert ist, daß es
über das Profil 4 des ersteren Teilelementes 1 darüberschiebbar
ist. Wie gesagt, ergibt sich mit der erfindungsgemäßen
Ausbildung Dichtheit bei einfachster Montage
durch gegenseitiges Einschieben der Teilelemente
ineinander, und das so ausgebildete Verkleidungselement
kann nach Art eines Scharniers einem beliebigen Winkel
einer Dachkehle angepaßt werden.
Wie aus der Darstellung nach Fig. 1 ersichtlich, weisen
die endständigen Stege 10, 11 der Randprofile 4, 5 eine
Breite auf, die etwa 1/3 des Durchmessers des kreisförmigen
Randprofils beträgt. Weiterhin sind die Stege 10,
11 jeweils gegen das Zentrum des kreisförmigen Profils
4, 5 gerichtet abgekantet. Diese Stege dienen einerseits
einer gewissen Stabilisierung der kreisförmig aufgerollten
Randprofile 4, 5 und sind andererseits sehr zweckmäßig
beim Aufrollen dieser Randprofile, indem nämlich
zunächst das noch ungerollte Blech mit dem Steg abgekantet
und dieser in den Schlitz eines Rolldornes eingeschoben
und durch Drehung des Rolldornes dann das kreisförmige
Profil 4, 5 mit einem sehr geringen Arbeitsaufwand
problemlos hergestellt werden kann. Somit dienen
diese Stege 10, 11 vorzugsweise der unkomplizierten
Herstellbarkeit des aufgerollten Profilbereiches mit
Hilfe eines einen Schlitz aufweisenden Wickeldornes, wie
dies an sich bekannt ist. Dies gilt insbesondere für
die Herstellung der Teilelemente aus einer verformbaren
Metallplatte. Wenn jedoch, was ebenfalls möglich ist,
die Teilelemente als Strangpreßprofile hergestellt werden,
kann der Steg 10, 11 an sich entfallen.
Eine andere Ausgestaltung der Teilelemente zeigt Fig.
2. Bei dieser sind die beiden Teilelemente 1, 2 mit
gegengleichen, einander Rücken 12 an Rücken 13 abgewandt
und jeweils nach einwärts gegenläufig drehenden Randprofilen
4, 5 in Form von halben Kreisen mit endständigen
Stegen 14, 15 ausgebildet und diese Profile 4, 5 von
einem darübergeschobenen Schlitzrohr 16 beweglich zusammengehalten.
Das Schlitzrohr 16 bildet zusammen mit den
beiden Randprofilen 4, 5 der Teilelemente 1, 2 den in
der Dachkehle 6 gelegenen Ablaufkanal 7. Das Schlitzrohr
16 kann mit Muffen 17 zusammenschiebbare Rohrstücke 16′,
16′′ aufweisen. Die Teilelemente 1, 2, insbesondere in
der Ausgestaltung nach Fig. 2, können als Abschnitte
von Kunststoffstrangpreßprofilen hergestellt sein.
Vorteilhafterweise kann das Schlitzrohr 16 aus handelsüblichem
Rohrmaterial mit durch Fräsen oder Sägen spanabhebend
hergestelltem Schlitz 18 ausgebildet sein; es
kann aber auch aus einem hochwitterungsbeständigen,
vergleichsweise harten, federnde Eigenschaften aufweisenden
Kunststoffmaterial hergestellt werden.
Wie die Zusammenschau der Fig. 1 und 2 zeigt, sind
die erfindungsgemäß ausgebildeten Teilelemente 1 bzw. 2
in der Dachkehle 6 sehr einfach und zweckmäßig ausgebildet
und bestens für eine unkomplizierte und einfache
Montage geeignet. Das gleiche gilt für die Herstellbarkeit.
Weiterhin ergeben sich mit der Erfindung keine
Dichtungsprobleme im Bereich der Dachkehle.
Claims (11)
1. Verkleidungselement für eine Dachkehle, das aus zwei
plattenförmigen Teilelementen besteht, welche an
einer gemeinsamen Längskante nach Art eines Scharniers
gegeneinander winkelbeweglich in der Dachkehle
vereinigt sind, wobei jedes Teilelement im Bereich
der Dachkehle mit einer Ablaufrinne ausgebildet ist,
die den winkelbeweglichen Vereinigungsbereich der
Teilelemente in der Dachkehle umfaßt, nach Patent
(Anmeldung Nr. P 35 11 089.9),
dadurch gekennzeichnet, daß jedes Teilelement (1, 2)
an der gemeinsamen Längskante (3) von der Dachkehle
nach aufwärts gebogene Randprofile (4, 5) aufweist,
die miteinander einen im Dachkehlenwinkel (6)
gelegenen rohrförmigen Kanal (7) bilden.
2. Verkleidungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die von den Teilelementen (1, 2) gebildeten
Schenkel (8, 9) des Dachkehlenwinkels (6)
tangential von der Unterseite des rohrförmigen Ablaufkanals
(7) ausgehend angeordnet sind.
3. Verkleidungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das eine der Teilelemente (1) zu einem
Randprofil (4) in Form eines (etwa 5/8) Teil-Kreises
einwärts, d. h. beim rechtsseitigen Teilelement (1)
rechtsdrehend, aufgerollt und mit einem Steg (10)
endständig ausgebildet, und das andere Teilelement
(2) ein Randprofil (5) aufweist, welches zunächst im
rechten Winkel aus dem Dachkehlenwinkel-Schenkel (9)
hochgekantet und am Ende, ebenfalls rechtsdrehend,
zu einem Vollkreis aufgerollt und mit einem endständigen
Steg (11) ausgebildet und derart dimensioniert
ist, daß es über das Profil (4) des ersteren Teilelementes
(1) schiebbar ist.
4. Verkleidungselement nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die endständigen Stege
(10, 11) der Randprofile (4, 5) eine Breite aufweisen,
die etwa 1/3 des Durchmessers des kreisförmigen
Randprofils (4, 5) beträgt.
5. Verkleidungselement nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (10, 11)
jeweils gegen das Zentraum des kreisförmigen Profils
(4, 5) gerichtet abgekantet sind.
6. Verkleidungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Teilelemente (1, 2) mit
gegengleichen, einander Rücken (12) an Rücken (13)
abgewandt und jeweils nach einwärts gegenläufig
drehenden Randprofilen (4, 5) in Form von halben
Kreisen mit endständigen Stegen (14, 15) ausgebildet
und diese Profile (4, 5) von einem darübergeschobenen
Schlitzrohr (16) beweglich zusammengehalten
sind.
7. Verkleidungselement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schlitzrohr (16) zusammen mit den
beiden Randprofilen (4, 5) der Teilelemente (1, 2)
den in der Dachkehle (6) gelegenen Ablaufkanal (7)
bildet.
8. Verkleidungselement nach den Ansprüchen 6 und 7,
dadurch gekennzeichnet, das das Schlitzrohr (16) mit
Muffen (17) zusammenschiebbare Rohrstücke (16, 16′′)
aufweist.
9. Verkleidungselement nach einem der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilelemente (1,
2) Abschnitte von Kunststoffstrangpreßprofilen sind.
10. Verkleidungselement nach einem der Ansprüche 6 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß das Schlitzrohr (16)
aus handelsüblichem Rohrmaterial mit durch Fräsen
oder Sägen spanabhebend hergestelltem Schlitz (18)
ausgebildet ist.
11. Verkleidungselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitzrohre (16) vorzugsweise
aus einem hochwitterungsbeständigen, vergleichsweise
harten, federnde Eigenschaften aufweisenden Kunststoffmaterial
hergestellt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863608510 DE3608510A1 (de) | 1984-10-24 | 1986-03-14 | Aus zwei teilelementen bestehendes verkleidungselement fuer eine dachkehle |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19848431180 DE8431180U1 (de) | 1984-10-24 | 1984-10-24 | Verkleidungselement fuer eine dachkehle |
| DE19853511089 DE3511089A1 (de) | 1984-10-24 | 1985-03-27 | Verkleidungselement fuer eine dachkehle |
| DE19863608510 DE3608510A1 (de) | 1984-10-24 | 1986-03-14 | Aus zwei teilelementen bestehendes verkleidungselement fuer eine dachkehle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3608510A1 true DE3608510A1 (de) | 1987-09-17 |
Family
ID=27192939
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863608510 Ceased DE3608510A1 (de) | 1984-10-24 | 1986-03-14 | Aus zwei teilelementen bestehendes verkleidungselement fuer eine dachkehle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3608510A1 (de) |
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