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DE3607269A1 - Verfahren zur gleichzeitigen entschwefelung und entstickung von rauchgasen - Google Patents

Verfahren zur gleichzeitigen entschwefelung und entstickung von rauchgasen

Info

Publication number
DE3607269A1
DE3607269A1 DE19863607269 DE3607269A DE3607269A1 DE 3607269 A1 DE3607269 A1 DE 3607269A1 DE 19863607269 DE19863607269 DE 19863607269 DE 3607269 A DE3607269 A DE 3607269A DE 3607269 A1 DE3607269 A1 DE 3607269A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
catalyst
flue gases
flue gas
denitration
simultaneous
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19863607269
Other languages
English (en)
Inventor
Eberhard Dipl Chem Dr Lassmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Linde GmbH
Original Assignee
Linde GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Linde GmbH filed Critical Linde GmbH
Priority to DE19863607269 priority Critical patent/DE3607269A1/de
Publication of DE3607269A1 publication Critical patent/DE3607269A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34Chemical or biological purification of waste gases
    • B01D53/74General processes for purification of waste gases; Apparatus or devices specially adapted therefor
    • B01D53/86Catalytic processes
    • B01D53/8637Simultaneously removing sulfur oxides and nitrogen oxides
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J23/00Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00
    • B01J23/70Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of the iron group metals or copper
    • B01J23/74Iron group metals
    • B01J23/745Iron
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02CCAPTURE, STORAGE, SEQUESTRATION OR DISPOSAL OF GREENHOUSE GASES [GHG]
    • Y02C20/00Capture or disposal of greenhouse gases
    • Y02C20/10Capture or disposal of greenhouse gases of nitrous oxide (N2O)

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
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  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Exhaust Gas Treatment By Means Of Catalyst (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur gleichzeitigen Entschwefelung und Entstickung von SO2 und NO/NOx ent­ haltenden Rauchgasen.
Industrie- und Kraftwerksabgase enthalten je nach Art des eingesetzten Brennstoffes unterschiedliche Mengen an Schwefeloxiden und Stickoxiden neben anderen Schad­ stoffen, wie z.B. Schwermetallen. Es ist bekannt, daß diese Schadstoffe zu einem erheblichen Teil für das Phänomen des Waldsterbens verantwortlich sind, weshalb es aufgrund gesetzlicher Vorschriften erforderlich ist, ihre Emissionen im Rauchgas auf zulässige Werte zu be­ grenzen.
Es gibt demgemäß eine Reihe von bekannten Verfahren, die es gestatten, einerseits Schwefeloxide, andererseits Stickoxide aus Gasen zu entfernen.
Die bekannten Verfahren arbeiten dabei teils als Naß-, teils als Trockenreinigungsverfahren und bedürfen ent­ weder eines chemisch oder physikalisch wirkenden Wasch­ mittels, das die Schadstoffbestandteile aus dem Gas löst oder einer Trockenreinigungsmasse oder eines Adsorptions­ mittels, das die Schadstoffbestandteile aus dem Gas adsorp­ tiv entfernt. In beiden Fällen sind relativ große Mengen an Chemikalien oder Adsorptionsmitteln bereitzustellen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Da diese Mittel in der Regel relativ teuer sind, ist eine Regenerierung zum Zwecke der Wiederverwendung ein wirtschaftliches Gebot.
Bei einem neueren bekannten Verfahren (DE-OS 34 12 870) werden Schwefeloxide und Stickoxide in einem Verfahrens­ zug aus Rauchgas entfernt. Hierzu wird das Rauchgas zu­ nächst mit einem physikalisch wirkenden Lösungsmittel von SO2 befreit, wonach es zur Entfernung von Stickoxiden mit NH3 versetzt und zur Umwandlung der Stickoxide über einen geeigneten Katalysator geleitet wird.
Auch dieses bekannte Verfahren bedarf zur SO2-Entfernung eines Waschmittels und zur NOx-Entfernung eines sich dabei verbrauchenden Reduktionsmittels, nämlich NH3, so daß auch bei diesem Verfahren der Chemikalienverbrauch nachteilig in Erscheinung tritt.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Ver­ fahren zu schaffen, das es ermöglicht, Rauchgase gleich­ zeitig von Schwefel- und Stickoxiden zu befreien, ohne daß hierzu dem Rauchgas Chemikalien zugegeben werden müssen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Rauchgas bei einer Temperatur zwischen 120 und 350°C über einen Katalysator geleitet wird, der eine Umsetzung zwischen SO2 und NO/NOx unter Bildung von SO3 und N2 bzw. N2O beschleunigt.
Als geeignete Katalysatoren haben sich Mischkatalysatoren aus Eisen- und Kupferoxiden, z.B. aus etwa 95 Gew-% Eisen- und 5 Gew-% Kupferoxid, erwiesen. Desgleichen können auch Edelmetallkatalysatoren, z.B. Platinkatalysatoren, auf einem inerten Träger, z.B. in einer Konzentration von 0,02 bis 0,1 Gew-% auf Tonerdegel angewendet werden.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren laufen folgende Reaktionen ab:
2 NO + 2 SO₂ → N₂ + 2 SO₃
2 NO + SO₂ → N₂O + SO₃
Das erfindungsgemäße Verfahren ist demzufolge überall dort mit Erfolg einsetzbar, wo Rauchgase gleichzeitig Schwefel­ oxide und Stickoxide enthalten. Und zwar ist die Wirksam­ keit des erfindungsgemäßen Verfahrens in weiten Grenzen unabhängig vom Verhältnis der Mengen an NO und SO2 im Rauchgas, da bei einem NO-Überschuß vorzugsweise die zweite Reaktion, bei etwa gleichen Mengen NO und SO2 vorzugsweise die erste Reaktion abläuft.
Eine Abkühlung der Rauchgase vor Anwendung des erfindungs­ gemäßen Verfahrens ist nicht notwendig, da dieses im Bereich von 120 bis 350°C arbeitet.
Zum Schutz der Katalysatoren ist es lediglich notwendig, das Rauchgas zuvor einer Vorreinigung zu unterziehen und dabei Staub und Ruß sowie gegebenenfalls HF oder HCl abzu­ trennen.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat gegenüber den bekann­ ten Verfahren den außerordentlichen Vorteil, daß dem Rauch­ gas keine Fremdchemikalien zugesetzt werden müssen, um irgendwelche Schadstoffe daraus abzutrennen. Es gelingt vielmehr auf eine überraschend einfache Weise, die beiden Hauptschadstoffe, nämlich Stickoxide und Schwefeloxide, gleichzeitig aus Rauchgasen zu entfernen, indem sie durch die Wirkung der erfindungsgemäßen Katalysatoren mitein­ ander zur Reaktion gebracht und in unschädliche Bestand­ teile umgewandelt werden.
Das bei der erfindungsgemäßen Umsetzung durch Oxidation aus dem SO2 entstehende SO3 läßt sich aus dem behandelten Rauchgas in einfacher Weise mit Hilfe einer Wasserwäsche entsprechend
SO₃ + H₂O ⇄ H₂SO₄
entfernen. Desgleichen wird mit dieser Wasserwäsche naturgemäß auch im Rauchgas von Haus aus gegebenenfalls enthaltenes SO3 mit ausgewaschen. Das dabei entstehende Produkt, nämlich Schwefelsäure, läßt sich, nach Erreichen einer bestimmten Konzentration, sogar gewinnbringend verkaufen.
Der Erfolg des erfindungsgemäßen Verfahrens kann durch die Wahl geeigneter Feuerungsmaterialien beeinflußt werden. Wird z.B. ein schwefelarmes Öl verfeuert, das bei seiner Verbrennung zu wenig SO2 im Sinne der obigen Gleichungen liefern würde, kann dieser Nachteil durch Zumischen eines an Schwefelverbindungen reichen Öles ausgeglichen werden. Umgekehrt ist es natürlich auch möglich, eine im Vergleich zu den Stickoxiden zu große Menge an SO2 durch Einsatz schwefelärmerer Ölsorten auszugleichen.

Claims (6)

1. Verfahren zur gleichzeitigen Entschwefelung und Ent­ stickung von SO2 und NO/NOx enthaltenden Rauchgasen, dadurch gekennzeichnet, daß das Rauchgas bei einer Temperatur zwischen 120 und 350 °C über einen Katalysator geleitet wird, der eine Umsetzung zwischen SO2 und NO/NOx unter Bildung von SO3 und N2 bzw. N2O beschleunigt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator ein Mischkatalysator aus Eisen­ und Kupferoxiden ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator aus etwa 95 Gew-% Eisen- und 5 Gew-% Kupferoxid besteht.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator aus Platin besteht.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator aus 0,02 bis 0,1 Gew-% Platin auf Tonerdegel besteht.
6. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß das Rauchgas nach der Umsetzung einer Wasserwäsche unterzogen wird.
DE19863607269 1986-03-05 1986-03-05 Verfahren zur gleichzeitigen entschwefelung und entstickung von rauchgasen Withdrawn DE3607269A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN115646084A (zh) * 2022-09-28 2023-01-31 江苏宝辰环保科技有限公司 一种燃煤锅炉尾气低温脱硫脱硝净化装置

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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