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DE3604015A1 - Kuestenschutzvorrichtung - Google Patents

Kuestenschutzvorrichtung

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Publication number
DE3604015A1
DE3604015A1 DE3604015A DE3604015A DE3604015A1 DE 3604015 A1 DE3604015 A1 DE 3604015A1 DE 3604015 A DE3604015 A DE 3604015A DE 3604015 A DE3604015 A DE 3604015A DE 3604015 A1 DE3604015 A1 DE 3604015A1
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DE
Germany
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cliff
foot
hose
coastal
laid along
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE3604015A
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Dipl Chem Dr Blaicher
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Priority to DE3604015A priority Critical patent/DE3604015A1/de
Publication of DE3604015A1 publication Critical patent/DE3604015A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B3/00Engineering works in connection with control or use of streams, rivers, coasts, or other marine sites; Sealings or joints for engineering works in general
    • E02B3/04Structures or apparatus for, or methods of, protecting banks, coasts, or harbours
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B3/00Engineering works in connection with control or use of streams, rivers, coasts, or other marine sites; Sealings or joints for engineering works in general
    • E02B3/04Structures or apparatus for, or methods of, protecting banks, coasts, or harbours
    • E02B3/12Revetment of banks, dams, watercourses, or the like, e.g. the sea-floor
    • E02B3/122Flexible prefabricated covering elements, e.g. mats, strips
    • E02B3/127Flexible prefabricated covering elements, e.g. mats, strips bags filled at the side

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Küstenschutzvorrichtung zur Verhütung von durch Sturmfluten auftretenden Schäden an gefährdeten Kliffs und Badestränden auf Abrasionsplatten.
Schutz gegen Sturmfluten ist bisher nur durch Deichbau er­ folgreich, wobei bei abrasiver Brandung auch da noch eine umfangreiche Betonierung unvermeidlich ist. Dies bedeutet aber einen sehr rigorosen Eingriff in die Natur. Ein solcher Schutz ist daher für Kliffs und Badestrände auf Abrasions­ platten nicht denkbar, da mit einer Eindeichung das gewach­ sene Landschaftsbild und damit der Erholungswert der Land­ schaft vernichtet würde.
Mildere Küstenschutzmaßnahmen verfehlten bisher ausnahmslos ihr Ziel. So waren Molen ein früher Versuch, der aber wegen Unwirksamkeit aufgegeben wurde. Die bekannten Beton-Tetra­ poden enthalten zu wenig Beton, um einen wirksamen Schutz sicherzustellen. Versuche, durch etwa 4 m hohe aufgeschüt­ tete Sand-Terrassen Badestrände zu schützen, schlugen fehl, da diese schon nach einer einzigen Sturmflut von tiefen Schluchten eingeschnitten und teilweise vollkommen unbrauch­ bar waren. Millionen Kubikmeter Sand verschwanden in wenigen Stunden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Küstenschutzvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die vor zu erwarten­ den Sturmfluten eingesetzt werden kann und die ausreichend flexibel ist, um die bei Sturmfluten durch Brandung auftreten­ den Kräfte aufzufangen, zu verteilen und dabei deren zer­ störende Wirkung zunichte zu machen.
Diese Aufgabe wird durch eine Küstenschutzvorrichtung der eingangs genannten Art gelöst, die aus einem auf der Abra­ sionsplatte entlang des Fußes eines Kliffs verlegbaren, flexiblen, viskosen, großdimensionierten, langgestreckten Körper besteht.
Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Bevorzugt wird ein aufblähbarer Schlauch, der mittels Pumpen mit Luft und/oder Wasser füllbar und der an beiden Enden ge­ schlossen oder dicht verschließbar ist.
Die einzige Figur ist eine schematische Darstellung von Schläuchen 1, die mit Wasser 2 gefüllt und zwischen dem Meer M und dem Kliff K hintereinander verlegt sind. Der Durchmesser des langgestreckten Körpers bzw. des Schlauches 1 muß natur­ gemäß groß sein, um durch ausreichende Höhe und Volumen der Brandung den nötigen Widerstand entgegensetzen zu können. Die Dimension läßt sich etwa durch die schematisch angedeu­ teten Menschen erkennen.
Bei einem aufblähbaren Schlauch 1 kann die Höhe, bzw. das Volumen des Körpers dem Bedarf angepaßt werden, um der zu erwartenden Aufprallkraft der Brandung einen entsprechenden Widerstand entgegenzusetzen. So kann bei besonders heftiger Sturmflut die Gesamthöhte des "Wasserwalles" durch Zugabe von Wasser und/oder Luft vergrößert werden.
Die Körper bzw. Schläuche 1 werden so verlegt, daß zum Meer hin keine Lücke frei bleibt. Jeder Schlauch 1, dessen Durch­ messer vorzugsweise rund ist, wird mit Luft und/oder Wasser vollgepumpt. Ein Luftpolster im Schlauch 1 über der Ober­ fläche des eingepumpten Wassers 2 steigert die Wirkung des viskosen Systems.
Der aufblähbare Schlauch 1 bietet sich aus praktischen Grün­ den für die Küstenschutzvorrichtung an, da dieser im unge­ füllten Zustand im wesentlichen flach liegt und folglich nicht nur leicht weggeräumt, sondern auch ebenso leicht wieder in Arbeitsstellung gebracht werden kann. Bei Nichtgebrauch wird der flache Schlauch aufgerollt und bei Gebrauch wird er ent­ rollt. Der flach aufgerollte Schlauch nimmt bei der Lagerung und beim Transport einen geringstmöglichen Raum ein. Das Ver­ legen der Schläuche, d. h. der Küstenschutzvorrichtung, erfolgt ja erst vor Beginn der gefährlichen Herbststürme, nicht in der Badesaison, in der Sturmfluten seltener und weniger heftig sind.
Das Ausbringen des Schlauches bereitet keine Schwierigkeiten, da er sich selbst entrollt, während er mit Meerwasser voll­ gepumpt wird. Die beiden Enden eines jeden Schlauches können verschlossen und der Schlauchmantel mit entsprechenden Öffnun­ gen versehen sein, durch die Wasser eingepumpt und wieder ent­ leert werden kann. Andererseits können die Enden des Schlau­ ches 1 zum Befüllen und Entleeren des Schlauches offen, aber wasserdicht verschließbar sein. Wegen der erheblichen Kräfte, die auf den Schlauch wirken, muß das Material des Schlauchman­ tels neben ausreichender Stabilität und Ermüdungsfreiheit auch noch eine genügende Flexibilität aufweisen, um den auf­ treffenden Kräften ausweichen zu können. Eine zweckmäßige Maßnahme kann daher eine Verstärkung des Schlauchmantels durch ein entsprechendes Gewebe oder Geflecht sein.
Gegen einen solchen nachgiebigen aber trägen wasser- oder luftgefüllten, vorzugsweise Wasser-Luft-gefüllten Schlauch rennt die Brandung wie gegen einen riesigen Pudding an. Dieser gibt nach und die Stoßenergie teilt sich innerhalb des Schlau­ ches in zwei Druckwellen entgegengesetzter Richtung, die sich nun nicht mehr auf die Küste zu bewegen, sondern reflektiert von den Schlauchinnenwänden in Richtung der Schlauchenden und damit parallel zur Küste gezwungen werden. Infolge der Rei­ bung und der gedämpften Expansion und Kontraktion, also der Deformation des Schlauches, werden die Druckwellen innerhalb des Schlauches absorbiert oder an den Schlauchenden reflek­ tiert und von neuen Druckwellen teils kompensiert teils ad­ diert. Die kinetische Energie der Brandung wird demnach in entgegengesetzter Richtung geteilt und praktisch vollständig in unschädliche Energie, insbesondere Reibungsenergie verwan­ delt. Es wird also keine Energie aus dem Schlauch an die Um­ gebung hinter dem Schlauch abgegeben, so daß ein sicherer Schutz der Küste gewährleistet ist. Eventuell über den Schlauch schwappende Brandung ist ohne Bedeutung, da sie den größten Teil ihrer kinetischen Energie beim Aufprall auf den Schlauch eingebüßt hat.
Das Füllen des Schlauches kann mittels Pumpen erfolgen, die unmittelbar am Einsatzort installiert werden. Das Füllen mit Wasser ist absolut problemlos, denn Wasser ist nur wenige Meter entfernt im Meer reichlich vorhanden. So kann die Kü­ stenschutzvorrichtung für den Bedarfsfall entsprechend ein­ gerichtet und eingestellt und dadurch ernsthafte Schäden an Abrasionsplatten vollkommen oder zumindest weitgehend ver­ mieden werden. Durch die erfindungsgemäße Küstenschutzvor­ richtung sind keine die Landschaft beeinträchtigenden Maß­ nahmen erforderlich.

Claims (4)

1. Küstenschutzvorrichtung zur Verhütung von durch Sturmfluten auftretenden Schäden an gefährdeten Kliffs und Badestränden auf Abrasionsplatten, gekennzeichnet durch einen auf der Abrasions­ platte entlang des Fußes eines Kliffs verlegbaren, flexiblen, viskosen, großdimensionierten, langgestreckten Körper.
2. Küstenschutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich­ net, daß der Körper einen runden oder ovalen Querschnitt auf­ weist.
3. Küstenschutzvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der Körper aus einem aufblähbaren Schlauch (1) besteht, der mittels Pumpen mit Luft und/oder Wasser füllbar und an seinen Enden geschlossen oder dicht verschließ­ bar ist.
4. Küstenschutzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Oberfläche des Körpers, bzw. der Mantel des Schlauches (1) durch ein Gewebe oder Geflecht verstärkt ist.
DE3604015A 1986-02-08 1986-02-08 Kuestenschutzvorrichtung Withdrawn DE3604015A1 (de)

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