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DE3604068A1 - Hydropneumatische, unter mitwirkung eines gasbehaelters und eines verdichters niveauregelnde und ein stuetzmoment aufbringende federung, insbesondere fuer kraftfahrzeuge - Google Patents

Hydropneumatische, unter mitwirkung eines gasbehaelters und eines verdichters niveauregelnde und ein stuetzmoment aufbringende federung, insbesondere fuer kraftfahrzeuge

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DE3604068A1
DE3604068A1 DE19863604068 DE3604068A DE3604068A1 DE 3604068 A1 DE3604068 A1 DE 3604068A1 DE 19863604068 DE19863604068 DE 19863604068 DE 3604068 A DE3604068 A DE 3604068A DE 3604068 A1 DE3604068 A1 DE 3604068A1
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Germany
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gas
spring
compressor
oil
pressure
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DE19863604068
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English (en)
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DE3604068C2 (de
Inventor
Franz Dr Ing Tuczek
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Individual
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Priority to US07/011,300 priority patent/US4815751A/en
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Publication of DE3604068C2 publication Critical patent/DE3604068C2/de
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine hydropneumatische Fede­ rung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein in diesem definiertes Federelement trägt eine Traglast gleich dem Produkt von aufs Rad bezogener Federkolbenfläche und Gasdruck im Gaspolster und ist stationär durch eine Stand­ last belastet, die einer anteiligen Aufbaulast entspricht, quasistationär in von waagerechten Massenkräften beeinfluß­ ten Fahrzuständen durch eine Zusatzlast zusätzlich belastet oder durch eine Minderlast entlastet, wobei Zusatzlast und Minderlast in zwei eine Federgruppe bildenden Federelementen wechselweise auftreten, entgegengesetzt gerichtet und aus Gleichgewichtsgründen gleich groß sind. Eine Zusatzlast tritt beim Bremsen in Fahrtrichtung vorne auf, beim Beschleunigen hinten, bei Kurvenfahrt auf der Kurvenaußenseite. Eine Minder­ last tritt beim Bremsen hinten auf, beim Beschleunigen vorne, bei Kurvenfahrt auf der Kurveninnenseite. Außerdem sind die Federelemente durch Aufbau- und Radschwingungen dynamisch be­ lastet.
Das von einer Trennwand in seiner Mittellage begrenzte Gas­ volumen eines Gaspolsters wird Niveauvolumen genannt. Wird eine Trennwand aus dem Gaspolster heraus verschoben, ist das Gaspolster gleich dem Niveauvolumen vermehrt um ein Aus­ federvolumen, wird sie in das Gaspolster hinein verschoben, ist das Gasvolumen gleich dem Niveauvolumen vermindert um ein Einfedervolumen. Die in einem Gaspolster enthaltene Gasmenge ist nach den Gesetzen der Thermodynamik proportio­ nal dem Gasvolumen und dem Gasdruck und umgekehrt proportio­ nal der Gastemperatur. Die eine Standlast bei Niveau tragende, im Niveauvolumen enthaltene Gasmenge eines Federelements wird Standmenge genannt. In jedem Federelement einer Federgruppe befindet sich eine Einzelmenge, in der Federgruppe eine Grup­ penmenge als Summe der Einzelmengen.
Eine aus einem Federelement transportierte und ebenso eine in ein Federelement zurückfließende Gasmenge wird Trimm-Menge ge­ nannt, analog zum Trimmen eines Schiffes bezüglich Tiefgang und Schwerpunktslage.
Bei der aus der Offenlegungsschrift DE 34 27 902 A1 bekannten Federung nach Art des Oberbegriffs sind die Gasquelle ein Hoch­ druckbehälter und die Gassenke ein Niederdruckbehälter, der mit dem Hochdruckbehälter durch einen Verdichter verbunden ist, und ist vorgesehen, daß in durch Massenkräfte beeinflußten Fahrzu­ ständen mittels einer Gaspumpe eine Gasströmung aus dem Gaspol­ ster des entlasteten Federelements über eine Gasaustauschlei­ tung in das des zusätzlich belasteten Federelements erfolgt. Die Ablaßleitungen der beiden Federelemente sind durch eine Leitung verbunden, von der eine Steuerleitung zu dem Nieder­ druckbehälter und eine Abzweigleitung zu einer Eintritts­ kammer einer Gaspumpe - äquivalent einem Verdichter - führen. Die Speiseleitungen sind durch eine Leitung verbunden, von der eine Steuerleitung zu einem Hochdruckbehälter und eine Abzweigleitung zu der Austrittskammer der Gaspumpe führen. In den Steuerelementen sind sperrbare Regelelemente vorge­ sehen, in den Abzweigleitungen Regelelemente, die auf Durch­ laß schaltbar sind.
Bei dieser bekannten Federung sind in aufwendiger Weise eine Vielzahl von Hilfsmitteln in Form von zwei Gasbehältern, zwei Verdichtern, zwei Regelelementen in den Steuerleitungen und zwei Regelelementen in den Abzweigleitungen angeordnet, um die im Oberbegriff genannten Wirkungen zu erreichen.
Die Erfindung befaßt sich mit der Aufgabe, diese und andere Wirkungen mit einfachen Mitteln zu erzielen. Diese Aufgabe ist durch die in den Kennzeichen der Ansprüche 1, 2 und 3 genannten Merkmale gelöst. An vergleichbaren Hilfsmitteln sind nur ein Gasbe­ hälter, ein Verdichter und ein bzw. zwei Sperreinrichtungen erforderlich.
Allen Lösungen ist gemeinsam, daß bei eingeschalteter Verdich­ terfunktion und offenem Durchgang einer Sperreinrichtung eine Anpassung an eine erhöhte statische Traglast durch Zuspeisen von Gas aus dem Gasbehälter unmittelbar oder mittels des Ver­ dichters erfolgt, eine Anpassung an eine erniedrigte statische Traglast durch Ablassen von Gas in den Gasbehälter unmittelbar oder mittels des Verdichters. Bei der Lösung nach Anspruch 3 muß je nach Druck im Gasbehälter die jeweils andere Sperrein­ richtung gesperrt sein, da derselbe Gasbehälter nicht zugleich Gasquelle und Gassenke sein kann. Beide Sperreinrichtungen kön­ nen jedoch offen sein, wenn dafür gesorgt ist, daß bei Über­ druck des Gasbehälters gegenüber den Gaspolstern die erste Verbindungsleitung durch zusätzliche, auf den Überdruck an­ sprechende Mittel sperrbar ist und bei Unterdruck des Gasbe­ hälters die zweite Verbindungsleitung durch auf den Unterdruck ansprechende Mittel sperrbar ist. Nach erfolgter Anpassung der Federung an die jeweilige Traglast, die im Stillstand und auch beim Fahren möglich ist, kann die Verdichterfunktion ausgeschal­ tet werden, wobei die Sperreinrichtungen gesperrt sein müssen. Eine erneute Anpassung an die jeweilige Traglast ist außer bei geänderter Fahrzeugbeladung auch dann erforderlich, wenn durch Erhitzung oder Abkühlung des Gases das Gasvolumen des Gaspol­ sters in störendem Maße von dem Niveauvolumen abweicht. Die Schaltung der Verdichterfunktion und der Sperreinrichtung wird zweckmäßig durch einen Rechner und Sensoren vorgenommen, die die Lage der Trennwand oder das Gasvolumen in anderer Weise feststellen.
Nunmehr mögen die Sperreinrichtungen geschlossen sein. Dann werden bei zwei eine Federgruppe bildenden Federelementen in von Massenkräften beeinflußten Fahrzuständen die Trennwand des einen, des entlasteten Federelements aus der Mittellage heraus und die des anderen, des zusätzlich belasteten Feder­ elements aus der Mittellage in das Gaspolster hinein verscho­ ben, wobei das Gasvolumen in dem einen Federelement um das Maß des Ausfedervolumens und das in dem anderen Federelement um das Maß des Einfedervolumens vom Niveauvolumen abweicht.
Bei einer eingeschalteten Verdichterfunktion ist die Ablaß­ leitung des einen Federelements über die Eintrittskammer und die Austrittskammer des Verdichters mit der Speiseleitung des anderen verbunden. Dadurch kann mit Hilfe des Verdichters ein Gastransport vom entlasteten zum zusätzlich belasteten Feder­ element stattfinden, wobei das Gasvolumen des entlasteten Fe­ derelements in Richtung auf das Niveauvolumen abnimmt und das Gaspolster des zusätzlich belasteten Federelements in Rich­ tung auf das Niveauvolumen zunimmt. Es ist eine Eigenart der erfindungsgemäßen Federung, daß - gleiche Niveauvolumina in beiden Federelementen und isotherme Zustandsänderung des Gases vorausgesetzt - gleichzeitig in jedem Federelement das Niveauvolumen wieder erreicht wird, sobald eine Gasmenge transportiert ist, die durch den Minderdruck des einen, den diesem gleichen Zusatzdruck des anderen Federelements und die Größe des Niveauvolumens bestimmt ist, und Trimm-Menge ge­ nannt wird. Die Einzelmenge des entlasteten Federelements ist jetzt gleich der Standmenge vermindert um die Trimm-Menge und die des zusätzlich belasteten gleich der Standmenge vermehrt um die Trimm-Menge. Die Gruppenmenge ist gleich geblieben.
Bei einer polytropen Zustandsänderung kühlt sich das Gas im entlasteten Federelement ab und ist die Einzelmenge größer, erhitzt sich das Gas im zusätzlich belasteten Federelement und ist die Einzelmenge kleiner, ist die Trimm-Menge kleiner, alles gegenüber einer isothermen Zustandsänderung bei glei­ cher Minder- und Zusatzlast gesehen. Auch bei einer polytropen Zustandsänderung wird das Niveauvolumen in jedem Federelement nahezu gleichzeitig erreicht, sobald die Trimm-Menge transpor­ tiert ist. Wie durch eine entsprechende Rechnung ermittelt wurde, wird bei einem realistisch angenommenen Polytropen­ exponenten von 1,3 - in beiden Federelementen - das Niveau­ volumen im zusätzlich belasteten Federelement um einen ganz geringen Betrag früher erreicht als im entlasteten Federele­ ment, was funktionell unbedeutend ist und nicht durch ein Öffnen der Sperreinrichtungen korrigiert werden muß.
Nach Ende des genannten Fahrzustandes erfolgt bei Geradeaus­ fahrt ein Rückfluß der Trimm-Menge aus dem vorher zusätzlich belasteten Federelement in das vorher entlastete Federelement, wobei in beiden Federelementen wieder das Niveauvolumen er­ reicht wird.
Wenn Federelemente auf beiden Seiten einer Fahrzeugachse eine Federgruppe bilden, ist durch den angegebenen Gastransport ein Aufrichten des Aufbaus bis zur Niveaulage - im allgemei­ nen parallel zur Straße - erreichbar, so daß in der Kurve dieselben Ein- und Ausfederwege zur Verfügung stehen wie bei Geradeausfahrt. So können in vorteilhafter Weise Fahrsicher­ heit und Fahrkomfort erhöht werden.
Der Gastransport aus dem entlasteten in das zusätzliche bela­ stete Federelement kann mit geringem Energiebedarf so schnell erfolgen, daß der Aufbau in durch Massenkräfte beeinflußten Fahrzuständen praktisch parallel zur Straße bleibt. Dies sei an Hand des folgenden Beispiels erläutert, das auch in ande­ rer Weise für die erfindungsgemäße Federung charakteristisch ist.
Bei einer Fahrzeugachse mit zwei Rädern sei für jedes Rad ein volltragendes Federelement mit einer auf das Rad bezogenen Federkolbenfläche von 4 cm2 und einem Niveauvolumen von 100 cm3 vorgesehen. Das Aufbaugewicht betrage 800 kg und möge sich auf ein linkes Rad mit 360 kg und ein rechtes Rad mit 440 kg verteilen. Dadurch ist im linken Federelement ein Gasdruck von 90 bar und im rechten ein Gasdruck von 110 bar bedingt. Bei Geradeausfahrt beträgt die Standlast des linken Federele­ ments 3600 N, die des rechten 4400 N. In einer Linkskurve sei das erforderliche Stützmoment so groß, daß die Minderlast links und die Zusatzlast rechts je 1200 N betragen möge, woraus sich links eine Traglast von 2400 N und rechts eine Traglast von 5600 N ergeben, mit einem Gasdruck links von 60 bar und rechts von 140 bar. Ohne Gastransport würde - isotherm betrachtet - die Minderlast ein Ausfedern des linken Rades um 12,5 cm und die Zusatzlast ein Einfedern des rechten Rades um 5,4 cm be­ dingen, und damit wäre eine starke Kurvenneigung des Aufbaus verbunden. Durch ausreichend schnellen Gastransport soll nun weder links ein Ausfedern noch rechts ein Einfedern erfolgen und das Niveauvolumen in beiden Federelementen unverändert 100 cm3 bleiben. Isotherm ist nach den Gasgesetzen eine Gas­ menge analog dem Wert des Produktes Gasdruck × Gasvolumen. Bei Geradeausfahrt sind im Federelement links eine Einzel­ menge analog 9000 bar cm3 und rechts eine Einzelmenge analog 11 000 bar cm3, in beiden zusammen eine Gruppenmenge analog 20 000 bar cm3. Bei der angenommenen Kurvenfahrt sind im lin­ ken Federelement eine Einzelmenge analog 6000 bar cm3 und im rechten eine Einzelmenge analog 14 000 bar cm3, in beiden zu­ sammen die gleichgebliebene Gruppenmenge analog 20 000 bar cm3.
Um die Differenz der Einzelmengen, die Trimm-Menge analog 3000 bar cm3 zu transportieren, ist - verlustlos und isotherm gerechnet - eine mit einem Verdichtungsverhältnis von 90 bar auf 110 bar anfangende und mit einem Verdichtungsverhältnis von 60 bar auf 140 bar endende Verdichterarbeit von 15 000 Ncm oder 150 Nm erforderlich. Die entsprechende Verdichterleistung ist, wenn beispielsweise ½ Sekunde für den Einlauf in die Kurve angenommen wird, 300 Nm/s oder 300 Watt. Die effektiv aufzubringende, mit Verlusten behaftete Verdichterleistung ist wohl größer, aber so klein, daß ihr Anteil an der Antriebs­ leistung eines Fahrzeugmotors nur mit einem geringen Prozent­ satz zu berücksichtigen ist. Auf den Kraftstoffverbrauch hat die Verdichterarbeit einen kaum nennenswerten Einfluß, da sie bei einer Fahrt auf normalen Straßen lediglich in größeren Intervallen auftritt. Die Verdichterarbeit kann an sich ver­ mindert werden, wenn der Antrieb des Verdichters mit Energie aufnehmenden und abgebenden Mitteln, beispielsweise in Form einer Schwungmasse versehen ist, die beim Gasrückfluß Energie speichern und beim Gastransport abgeben können.
Bei einer Zusammenfassung von mehr als zwei Federelementen zu einer Federgruppe, beispielsweise bei einem volltragend mit einer Federung nach der Erfindung ausgerüsteten Vierradfahr­ zeug bleibt die Tatsache bestehen, daß die Gruppenmenge gleich der Summe aller Einzelmengen ist. Daher können die Ablaßlei­ tungen aller Federelemente gemeinsam an die Eintrittskammer eines Verdichters und die Speiseleitungen gemeinsam an die Austrittskammer angeschlossen und mit Sperreinrichtungen ver­ sehene Verbindungsleitungen zu einem Gasbehälter nach den An­ sprüchen 1 bis 3 vorgesehen sein, wobei in allen durch Massen­ kräfte beeinflußten Fahrzuständen, sowohl bei Kurvenfahrt wie auch beim Bremsen oder Beschleunigen der Aufbau in der be­ schriebenen Weise bis zur Lage parallel zur Straße aufge­ richtet werden kann oder parallel bleibt, indem die jeweils erforderliche Trimm-Menge aus den entlasteten Federelementen entnommen und den zusätzlich belasteten Federelementen zuge­ führt wird, bzw. wieder zurückfließt, alles betrachtet bei geschlossenen Sperreinrichtungen.
An sich kann auch bei offenen Sperreinrichtungen in den genann­ ten Fahrzuständen Gastransport und Gasrückfluß stattfinden. Jedoch ist damit ein ständiger Gasaustausch mit dem Gasbehälter verbunden, der nicht gewollt ist und weit mehr Verdichtungs­ arbeit erfordert als bei geschlossenen Sperreinrichtungen.
Wenn die Trennwände aller Federelemente ihre Mittellage er­ reicht haben und keine Trimm-Menge benötigt wird, kann ein Ver­ dichter, der mit einem entsprechend großen, das Verdichtungs­ verhältnis begrenzenden schädlichen Raum ausgerüstet ist, auch ständig laufen. Zum Zweck einer gestoppten Gasförderung bei laufendem Verdichter können auch andere, aus dem Verdichterbau bekannte Mittel vorgesehen werden.
Vorzugsweise wird die Federung nach der Erfindung volltragend angewendet und wird der Aufbau nicht zusätzlich von Druckfedern anderer Art getragen, die das jeweils erforderliche, durch die Gasdrücke im Gasbehälter und in den Federelementen bestimmte Verdichtungsverhältnis erhöhen würden. Dieses Verdichtungsver­ hältnis kann durch Einbau zusätzlicher Zugfedern erniedrigt werden, was für ein Fahrzeug mit einer sehr großen Zuladung im Vergleich zur Leerlast erforderlich werden kann. Zugfedern kön­ nen auch durch als Stufenkolben ausgebildete Federkolben verwirk­ licht werden, deren Ringseiten mit einem gesonderten druckbe­ lasteten Ölspeicher zusammenarbeiten.
In vorteilhafter Weise kann bei einer volltragenden Anwendung der Erfindung für eine Achse oder für alle Achsen bzw. Räder eines Fahrzeuges auf in der Kurve oder beim Bremsen wirksame, stabilisierende Federmittel, beispielsweise in Form von Tor­ sionsstäben verzichtet werden, wenn durch entsprechend schnel­ len Transport und Rückfluß einer Trimm-Menge in diesen Fahrzu­ ständen keine oder nur eine geringe Neigung des Aufbaus ein­ tritt. In weiterhin vorteilhafter Weise kann so auch eine Ver­ härtung der Einzelradfederung durch stabilisierende Federmittel vermieden werden.
Da die erforderlichen Trimm-Mengen verhältnismäßig klein und bei Gas ohnehin die Widerstandsziffern einer Gasströmung ge­ ring sind, können die zugehörigen Gasleitungen mit kleinem Querschnitt ausgeführt werden, beispielsweise für ein Perso­ nenkraftfahrzeug in den Abmessungen der üblichen Bremsleitungen einer hydraulischen Bremsanlage.
Bei der erfindungsgemäßen Federung erfolgt eine primäre Niveau­ regelung mittelbar durch die Rückführung der Trennwände in ihre Mittellage, und das Niveau selbst ist durch die Größe der Öl­ volumina in den Arbeitszylindern der Federelemente bestimmt. Um Änderungen des Ölvolumens durch Wärmeausdehnung oder andere Einflüsse zu berücksichtigen und ein exaktes Niveau einhalten zu können, kann vorgesehen werden, daß mittels einer zwischen Aufbau und Rad angeordneten und durch Radschwingungen betätig­ ten Ölpumpe Öl aus dem Ölvolumen mit einem druckbelasteten ge­ sonderten Ölspeicher ausgetauscht wird und das geförderte Öl durch vom Rad gesteuerte Drosselöffnungen zurückfließt. Um dies zu erreichen können die Federelemente als bekannte selbstpumpen­ de niveauregelnde Federelemente ausgebildet sein. Dabei erfolgt eine sekundäre Niveauregelung durch eine Korrektur des Ölvo­ lumens und sind die Nachteile von selbstpumpenden Federelemen­ ten vermieden, bei denen das Niveau erst nach einer gewissen Fahrstrecke erreicht wird, nachdem die vom Rad betätigte Pumpe entsprechend lange Öl gefördert hat.
Nachdem in von Massenkräften beeinflußten Fahrzuständen eine Aufrichtung des Aufbaus bis zur Lage parallel zur Straße er­ reicht ist oder bei entsprechend schnellem Transport der Trimm- Menge der Aufbau parallel geblieben ist, kann eine Schrägstel­ lung des Aufbaus in Richtung der Resultierenden von Schwerkraft und Massenkraft durch geeignete Mittel herbeigeführt werden, die die Mittellagen der Trennwände oder die Ölvolumina in den Arbeitszylindern einer Federgruppe in entsprechendem Maße ver­ ändern. Eine Schrägstellung kann auch dadurch realisiert wer­ den, daß eine Rohrleitung die Ölvolumina von zwei Federelemen­ ten verbindet und durch eine in beiden Richtungen fördernde Pumpeinrichtung unterbrochen ist, die durch auf Massenkräfte ansprechende Mittel so geschaltet wird, daß Öl durch die Rohr­ leitung in der Richtung vom entlasteten zum zusätzlich belaste­ ten Federelement und nach Aufhören der Massenkräfte in der ande­ ren Richtung gefördert wird, wodurch der Aufbau in von Massen­ kräften beeinflußten Fahrzuständen in Richtung der Resultieren­ den von Schwerkraft und Massenkraft geneigt und danach wieder aufgerichtet wird. In vorteilhafter Weise sind hierbei keine das Niveau abgreifende Mittel erforderlich.
Zusätzlich zu dieser Maßnahme werden bei der oben beschriebenen Verwendung gesonderter Ölspeicher und vom Rad gesteuerter Dros­ selöffnungen zweckmäßig die Ölspeicher miteinander durch eine Ölleitung verbunden, wenn jedes der beiden Federelemente einer Federgruppe einen gesonderten Ölspeicher aufweist. Dadurch kön­ nen die über die Pumpeinrichtung und die Drosselöffnungen von dem einen in das andere Federelement gelangenden Ölmengen von dem anderen in das eine Federelement zurückfließen, wobei die Ölleitung sehr eng sein kann und wenig Aufwand erfordert.
In der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Er­ findung wird auf die Zeichnung bezuggenommen. Es zeigen:
Fig. 1 eine Federgruppe mit zwei Federelementen, die mit einem Gasbehälter von gleichem oder niederem Druck als dem der Gaspolster korrespondieren, mit Trennwänden in der Mit­ tellage,
Fig. 2 die Federgruppe nach Fig. 1 im Ausschnitt mit durch eine Lasterhöhung eingefederten Trennwänden und einer offenen Sperreinrichtung,
Fig. 3 die Federgruppe nach Fig. 1 im Ausschnitt mit durch eine Lastminderung eingefederten Trennwänden und offener Sperreinrichtung,
Fig. 4 die Federgruppe nach Fig. 1 im Ausschnitt in von Massen­ kräften beeinflußten Fahrzuständen mit einer eingefeder­ ten und einer ausgefederten Trennwand und einer gesperr­ ten Sperreinrichtung,
Fig. 5 eine Federgruppe mit zwei Federelementen anderer Art, die mit einem Gasbehälter von beliebigem Druck korrespondie­ ren, mit durch eine Lasterhöhung eingefederten Trenn­ wänden und offenen Sperreinrichtungen, wobei der Druck im Gasbehälter niedriger ist als in den Gaspolstern,
Fig. 6 die Federgruppe nach Fig. 5 im Ausschnitt mit durch eine Lastminderung ausgefederten Trennwänden und offe­ nen Sperreinrichtungen, wobei der Druck im Gasbehälter höher ist als in den Gaspolstern.
In allen Figuren sind zwei Federelemente einer Federgruppe dar­ gestellt, die beispielwweise als ein linkes und ein rechtes Federelement einer Fahrzeugachse aufzufassen sind. Für gleiche Teile gelten links und rechts dieselben Hinweiszeichen. Wenn eine Unterscheidung erforderlich ist, sind die Hinweiszeichen auf der rechten Seite mit einem Strich versehen.
Eine Federgruppe nach Fig. 1 weist zwei Federelemente 1 und 1′ auf, mit Anschlußpunkten in Form von Befestigungsstiften 14 und 15, mit einem in einem Arbeitszylinder 2 eingeschlossenen Ölvo­ lumen 3, in dem ein in dem Arbeitszylinder 2 verschieblicher und aus diesem durch einen mit einer Dichtung 8 versehenen Zylinder­ deckel 9 nach außen tretender Federkolben 4 Öl verdrängt und auf der dem Federkolben 4 abgewandten Seite ein durch eine be­ wegliche Trennwand 5 dicht von dem Ölvolumen 3 abgetrenntes, in einem Gehäuse 6 mit einem Boden 19 eingeschlossenes Gaspol­ ster 7 bzw. 7′ das verdrängte Öl aufnimmt, wobei das Ölvolumen 3 durch eine Zwischenwand 50 mit der Schwingungsdämpfung dienen­ den Drosselquerschnitten 54 unterteilt ist; mit einem an der Trennwand 5 mittels einer Steuerstange 40 gehaltenen Geber in Form eines Steuerschiebers 21, der gegenüber einem Empfänger in Form einer Steuerhülse 22 verschieblich ist, die sich in dem mit dem Boden 19 verbundenen Befestigungsstift 14 befindet. Die Steuerhülse 22 ist mit einer oberen Steueröffnung 24 ver­ sehen, in die eine Ablaßleitung 12 bzw. 12′ mündet, und mit einer unteren Steueröffnung 25, in die eine Speiseleitung 13 bzw. 13′ mündet und hat einen oberhalb des Steuerschiebers 21 angeordneten Freiraum 57, der mit dem Gaspolster 7 durch einen Kanal 56 in der Steuerstange 40 verbunden ist. Die Ab­ laßleitungen 12 und 12′ der beiden Federelemente 1 und 1′ sind gemeinsam an eine Eintrittskammer 26 eines Verdichters 16 und die Speiseleitungen 13 und 13′ gemeinsam an eine Austrittskam­ mer 27 des Verdichters 16 angeschlossen, der ein Einlaßventil 35, ein Auslaßventil 36 und einen Kompressionsraum 37 hat. Ein Gasbehälter 10 von gleichem oder niederem Druck als dem der Gaspolster 7 und 7′ ist an die Eintrittskammer 26 des Ver­ dichters 16 über eine mit einer Sperreinrichtung in Form eines Drehschiebers 17 versehene Verbindungsleitung 38 angeschlossen, wobei der Drehschieber 17 offenen Durchgang hat. Die Trennwände 5 befinden sich links und rechts in ihrer Mittellage, in der die Steueröffnungen 24 und 25 beide durch den Steuerschieber 21 abgedeckt sind, so daß kein Gasaustausch der Gaspolster 7 und 7′ mit dem Gasbehälter 10 möglich ist.
Wenn nach Fig. 2 die Trennwände 205 und 205′ eingefedert sind, werden die unteren Steueröffnungen 225 und 225′ vom Steuer­ schieber 221 freigegeben und besteht eine Verbindung der Gas­ polster 207 und 207′ beider Federelemente 201 und 201′ über die Speiseleitungen 213 und 213′, die Austrittskammer 227, das Aus­ laßventil 236, den Kompressionsraum 237, das Einlaßventil 235, die Eintrittskammer 226 und den offenen Drehschieber 217 mit dem Gasbehälter 210. Bei laufendem Verdichter 216 fungiert die Austrittskammer 227 als Gasquelle und kann eine Rückführung der Trennwände 205 und 205′ in die Mittellage nach Fig. 1 in be­ liebiger Reihenfolge und eine primäre Niveauregelung durch eine Erhöhung der Einzelmengen in den Gaspolstern 207 und 207′ er­ folgen.
Wenn nach Fig. 3 die Trennwände 305 und 305′ ausgefedert sind, werden die oberen Steueröffnungen 324 und 324′ vom Steuerschie­ ber 321 freigegeben und besteht eine Verbindung der Gaspolster 307 und 307′ über die Ablaßleitungen 312 und 312′, die Eintritts­ kammer 326 und den offenen Drehschieber 317 mit dem Gasbehälter 310, der als Gassenke fungiert, und so kann eine Rückführung der Trennwände 305 und 305′ in die Mittellage nach Fig. 1 in beliebiger Reihenfolge und eine primäre Niveauregelung durch Vermindern der Einzelmengen in den Gaspolstern 307 und 307′ erfolgen.
Wenn nach Fig. 4 die linke Trennwand 405 eingefedert und die rechte 405′ ausgefedert sind, beispielsweise in einer Rechts­ kurve durch eine Zusatzlast des Federelementes 401 und eine Minderlast des Federelementes 401′, werden links die untere Steueröffnung 425 und rechts die obere Steueröffnung 424′ frei­ gegeben und besteht eine Verbindung des Gaspolsters 407 links mit dem Gaspolster 407′ rechts über die linke Speiseleitung 413, den Verdichter 416 und die rechte Ablaßleitung 412′, wo­ bei der Drehschieber 417 nach einer Niveauregelung der Trag­ last gemäß Fig. 2 oder 3 gesperrt sei, wie gezeichnet, und keine Verbindung zum Gasbehälter 410 besteht. Nunmehr kann eine Rückführung der Trennwände 405 und 405′ in die Mittel­ lage durch Förderung der Trimm-Menge mit Hilfe des Verdichters 416 von rechts nach links aus dem Gaspolster 407′ dessen Ein­ zelmenge vermindert wird, in das Gaspolster 407, dessen Ein­ zelmenge erhöht wird, und eine Aufrichtung des dazugehörigen Aufbaus bis zur Niveaulage erfolgen. Wenn nach der Rechtskurve eine Zusatzlast des Federelements 401 und eine Minderlast des Federelements 401′ fortfallen, dreht sich die Lage der Trenn­ wände 405 und 405′ um und besteht eine Verbindung des linken Gaspolsters 407 mit dem rechten 407′ über die linke Ablaßlei­ tung 412, den Verdichter 416 und die rechte Speiseleitung 413′. Nunmehr kann eine Rückführung der Trennwände durch Rückfluß der Trimm-Menge mit oder ohne Hilfe des Verdichters 416 von links nach rechts aus dem Gaspolster 407, dessen Einzelmenge wieder bis zur Standmenge vermindert wird, in das Gaspolster 407′ erfolgen, dessen Einzelmenge wieder bis zur Standmenge erhöht wird.
Nach Fig. 1 sind die Federkolben 4 und 4′ mit einem Kolben­ kopf 41 versehen, der in dem Arbeitszylinder 2 geführt und gegenüber diesem durch eine Gleitdichtung 42 gedichtet ist, und bilden mit dem Arbeitszylinder 2 einen ringförmigen Pum­ penraum 43, dessen Pumpenkolben die Ringfläche 53 des Kolben­ kopfes 41 ist.
Zwischen dem Zylinderdeckel 9 und der Zwischenwand 50 befindet sich ein den Arbeitszylinder 2 umgebender und von einem Außen­ rohr 20 umhüllter gesonderter Ölspeicher 46, der in seinem unte­ ren Teil eine Ölfüllung 48 und in seinem oberen Teil eine unter Druck stehende Gasfüllung 47 aufweist, wobei zwischen Ölfüllung 48 und Gasfüllung 47 ein freier Ölspiegel 49 besteht. Der Pum­ penraum 43 ist mit der Ölfüllung 48 durch ein Saugventil 44 und mit dem Ölvolumen 3 durch ein Druckventil 45 verbunden und außer­ dem mit dem Ölvolumen 3 durch eine den Arbeitszylinder 2 durch­ brechende und vom Kolbenkopf 41 gesteuerte Drosselöffnung 31, die in der gezeichneten Stellung zur Hälfte vom Kolbenkopf 41 freigegeben ist. Bei Schwingbewegungen des Federkolbens 1 wird Öl aus dem gesonderten Ölspeicher 46 gesaugt und in das Ölvolumen 3 gefördert und strömt Öl aus dem Ölvolumen 3 in den Ölspeicher 46 durch die Drosselöffnung 31 zurück, sobald der Kolbenkopf 41 bei einem Ausfedern des Federkolbens 4 die Dros­ selöffnung 31 frei gibt. Dabei stellt sich ein Gleichgewicht ein und wird eine sekundäre Niveauregelung bewirkt, wobei das geregelte Niveau der gezeichneten Stellung des Federkolbens 4 entsprechen möge. Die durch den Pumpenraum 43 geleistete Arbeit stellt eine lastabhängige Dämpfung dar und verbessert die Däm­ pfungseigenschaften der erfindungsgemäßen Federung.
Bei der Federgruppe nach Fig. 5 sind im Bereich der Trennwände 505 und 505′ die Teile der Federgruppe nach Fig. 1 übernommen und nur im Bedarfsfall mit Hinweiszeichen versehen. Ein Gasbe­ hälter 510, in dem der Druck niedriger sei als in den Gaspolstern 507 und 507′, ist über eine mit einem ersten Drehschieber 517 versehene erste Verbindungsleitung 538 an eine Eintrittskammer 526 eines Verdichters 516 und über eine mit einem zweiten Dreh­ schieber 518 versehene zweite Verbindungsleitung 539 an die Aus­ trittskammer 527 des Verdichters 516 angeschlossen. Die Ver­ bindungsleitung 538 mündet über einen durch ein Ventil 561 ver­ schließbaren Einlaßkanal 560 in eine Ventilkammer 564, die mit dem Gasbehälter 510 in offener Verbindung steht. Eine Ventil­ feder 563 bewirkt, daß zwischen Einlaßkanal 560 und Ventil 561 ein Ventilspalt 562 besteht, und so kann bei offenem Dreh­ schieber 517, wie gezeichnet, eine Rückführung der Trennwände 505 und 505′ erfolgen, genau wie bei der Federgruppe nach Fig. 2 beschrieben. Die Verbindungsleitung 539 mündet über eine Aus­ laßöffnung 572 in eine Ventilkammer 570, die mit einer Halte­ rung 571 für ein Ventil 567 versehen ist, und über einen durch das Ventil 567 verschließbaren Auslaßkanal 566 in den Gasbe­ hälter 510 führt. Eine Ventilfeder 569 ist so schwach bemes­ sen, daß bei dem gegebenen Überdruck der Gaspolster 505 und 505′ das Ventil 567 den Auslaßkanal 566 geschlossen hält, und so kann trotz des offenen Drehschiebers 518, wie gezeichnet, und des Unterdrucks im Gasbehälter 510 eine Rückführung der Trennwände 507 und 507′ über die Speiseleitungen 513 und 513′ erfolgen. Wenn der Fall eintritt, daß der Druck im Gasbehälter 510 höher ist als in den Gaspolstern 507 und 507′, kann der Ventilspalt 562 unter dem Einfluß der Ventilfeder 563 offen bleiben, wird das Ventil 567 durch den Überdruck im Gasbe­ hälter 510 aufgestoßen und kann eine Erhöhung der Gasmengen in den Gaspolstern 507 und 507′ direkt aus dem Gasbehälter 510 über den jetzt offenen Auslaßkanal 566 erfolgen.
Bei der Federgruppe nach Fig. 6 erfolgt ein Ablassen von Gas aus den Gaspolstern 607 und 607′ über die Ablaßleitungen 612 und 612′, den laufenden Verdichter 616, den offenen Drehschie­ ber 618 und die Ventilkammer gegen den Überdruck des Gas­ behälters 610, wobei unter Wirkung der Ventilfeder 569 zwischen der Ventilkammer 570 und dem Auslaßkanal 566 ein Ventilspalt 568 besteht. Der Überdruck im Gasbehälter 610 hält den Ein­ laßkanal 560 mittels des Ventils 561 gegen die entsprechend schwach bemessene Federkraft der Ventilfeder 563 geschlossen, und so kann trotz des offenen Drehschiebers 517 und des Über­ drucks im Gasbehälter eine Rückführung der Trennwände 607 und 607′ über die Ablaßleitungen 612 und 612′ erfolgen.
Nach Fig. 5 sind die Federkolben als ein in einem Arbeits­ zylinder 502 geführter und durch eine Dichtung 542 gedich­ teter Stufenkolben 504 ausgebildet, dessen Kolbenstange 552 aus einem mit einer Dichtung 508 versehenen Zylinderdeckel 509 nach außen tritt. Die große Kreisfläche 541 des Feder­ kolbens verdrängt Öl aus dem in dem Arbeitszylinder 502 eingeschlossenen Ölvolumen 503, das durch eine Zwischenwand 550 mit Drosselquerschnitten 554 unterteilt ist. Die Kolbenstange 552 bildet mit dem Arbeitszylinder 502 einen Ringraum 528, aus dem die Kreisringfläche 559 Öl in einen den Arbeitszylinder 502 umgebenden gesonderten Ölspeicher 546 über Öffnungen 523 im Bereich des Zylinderdeckels 509 verdrängt, wobei der Öl­ speicher 546 in seinem unteren Teil eine Ölfüllung 548 und in seinem oberen Teil eine unter Druck stehende Gasfüllung 547 aufweist und zwischen beiden Füllungen ein freier Ölspiegel 549 besteht. Die vom Druck der Gasfüllung 547 auf die Kreis­ ringfläche 559 ausgeübte Kraft wirkt für die Kolbenstange 552 als Zugkraft, so daß die Federelemente 501 und 501′ eine Trag­ last gleich der auf die große Kreisfläche 541 vom Gaspolster 507 ausgeübten Druckkraft abzüglich der Zugkraft der Kreis­ ringfläche 559 ist. Die hohl ausgeführte Kolbenstange 552 bildet einen Pumpenraum 543, in den eine mittels eines Kugel­ gelenks 558 an der Zwischenwand 550 befestigte Pumpenstange 551 eindringt, durch eine Dichtung 529 gedichtet. Der Pumpen­ raum 543 ist mit dem Ringraum 528 durch ein Saugventil 544 und mit dem Ölvolumen 503 durch ein Druckventil 545 verbunden und außerdem mit dem Druckspeicher 546 durch eine vom Stufen­ kolben 504 gesteuerte Drosselöffnung 531 im Arbeitszylinder 502. Pumpenstange 551 und Pumpenraum 543 haben dieselben, oben beschriebenen Wirkungen wie Ringfläche 59 und Pumpen­ raum 43 der Federelemente 1 nach Fig. 1. Die Ölvolumina 503 der Federelemente 501 und 501′ sind durch eine Ölleitung 573 verbunden, die von einer in beiden Richtungen fördernden Pump­ einrichtung 574 unterbrochen ist. Die Pumpeinrichtung 574 ist mittels eines Steuerkastens 575 schaltbar und kann Öl aus einem entlasteten Federelement, beispielsweise dem Federele­ ment 501 in das zugeordnete zusätzlich belastete Federelement, im Beispiel in das Federelement 501′ fördern und umgekehrt, wodurch - wie weiter oben beschrieben - der Aufbau in Rich­ tung der Resultierenden von Schwerkraft und Massenkraft ge­ neigt und wieder aufgerichtet werden kann. Die gesonderten Ölspeicher 546 und 546′ sind ölseitig durch eine Leitung 576 verbunden, durch die ein Ölaustausch zwischen den beiden Öl­ speichern 546 und 546′möglich ist.
Einer Abstimmung von Federung und Dämpfung dienen Drosselöff­ nungen 54 oder 554 nach Fig. 1 oder 2 in den Zwischenwänden 50 oder 550, die geschwindigkeitsabhängige Dämpfungskräfte erzeu­ gen. Lastabhängige Dämpfungskräfte sind bei selbstpumpenden Federelementen in bekannter Weise durch die Pumparbeit der Ringfläche 59 des Kolbenkopfes 41 nach Fig. 1 oder der Pumpen­ stange 551 nach Fig. 5 gegeben und durch die Größe der jeweili­ gen Pumpenfläche oder auch durch Drosselwiderstände der Saug- und Druckventile 43 und 44 oder 543 und 544 veränderbar. Bei der erfindungsgemäßen Federung hat auch die gasseitige Verbin­ dung der Federelemente, insbesondere bei niederfrequenten Auf­ bauschwingungen einen Einfluß auf die Dämpfungskräfte. Wenn nämlich bei wechselseitigen Schwingungen (vgl. Fig. 4) eines Aufbaus oder bei gleichsinnigen Schwingungen (vgl. Fig. 2 und Fig. 3) in den Gaspolstern zusammengehöriger Federelemente Druckunterschiede vorliegen und ein Gastransport von einem zu einem anderen Federelement erfolgt, werden dadurch die Trag­ lasten der Federelemente geändert und Differenzkräfte erzeugt, die als Dämpfungskräfte in Erscheinung treten. Dieser Umstand kann für die Abstimmung von Federung und Dämpfung benutzt wer­ den, insbesondere auch dadurch, daß die Schwingungen ohne Gas­ transport festlegende Ansprechempfindlichkeit bei der Rückfüh­ rung der Trennwände in die Mittellage verändert wird, indem beispielsweise die Überdeckungen von Steuerschieber 21 und Steueröffnungen 24 und 25 entsprechend groß gewählt werden. Hierdurch kann auch verhindert werden, daß bei größeren Druck­ unterschieden zusammengehöriger Federelemente in störender Weise viel Gas aus den Gaspolstern höheren Drucks in die Gas­ polster niederen Drucks abfließt. Um die zu beeinflussen, können auch Drosseleinrichtungen in den Speiseleitungen oder Abflußleitungen vorgesehen sein.
Wenn bei einem Kraftfahrzeug mit mehr als drei Rädern, bei­ spielsweise vier Rädern eine Verteilung des Aufbaugewichts auf vier volltragende hydropneumatische Federelemente er­ folgt und alle Federelemente unabhängig voneinander mit je einem Höhenregler ausgerüstet sind, kann ein gefährlicher Gleichgewichtszustand eintreten, bei dem zwei einander diagonal gegenüberliegende Federelemente das Aufbaugewicht alleine oder nahezu alleine tragen und die zu den anderen beiden Federelementen gehörenden Räder keine oder nur eine geringe Bodenhaftung haben. Dieser Fahrzustand wird bei be­ kannten hydropneumatischen volltragenden Federungen meist in der Weise ausgeschlossen, daß zwei Federelemente einer Achse ölseitig verbunden sind und nur drei Höhenregler verwendet werden. Bei der erfindungsgemäßen Federung sind die Gaspol­ ster der einzelnen Federelemente bei Aufbauschwingungen immer wieder miteinander verbunden, so daß der angegebene, mit einem Verlust der Bodenhaftung verbundene Gleichgewichtszustand nicht eintreten kann. Vielmehr wird in vorteilhafter Weise von der Federung bei der jeweiligen Schwerpunktslage automatisch eine optimale Verteilung des Aufbaugewichts auf alle vier Räder eingestellt, indem Druckunterschiede in den Gaspolstern der Federelemente bis zu einem kleinstmöglichen Druckunterschied ausgeglichen werden, wobei immer ein Federelement als letztes das Niveauvolumen erreicht.
Wenn die Standlasten zusammengehöriger Federelemente sehr ver­ schieden sind, beispielsweise die einer Vorderachse und einer Hinterachse, oder auch aus anderen Gründen Federkolbenflächen von unterschiedlicher Größe gewählt werden, verhalten sich die Niveauvolumina zweckmäßig proportional den Federkolbenflächen, da in diesem Falle Trimm-Mengen derartiger Federelemente gleich groß sind.

Claims (9)

1. Hydropneumatische, unter Mitwirkung eines Gasbehälters und eines Verdichters niveauregelnde und ein Stützmoment aufbringende Federung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit Federelementen mit Anschlußpunkten zum Einbau zwischen gefederten und ungefederten Fahrzeugteilen, insbesondere zwischen Aufbau und Rad, mit einem in einem Arbeitszylinder eingeschlossenen Ölvolumen, in dem auf einer Seite ein in dem Arbeitszylinder verschieblicher und aus diesem nach außen tretender Federkolben Öl verdrängt und auf einer anderen Seite ein durch eine bewegliche Trennwand von dem Ölvolumen abgetrenntes, in einem Gehäuse eingeschlossenes Gaspolster das verdrängte Öl aufnimmt, wobei die Federkraft durch die elastische Spannung des Gases erzeugt wird und veränderlich ist, indem der Gasdruck der jeweiligen Fahr­ zeuglast und/oder dem jeweiligen Fahrzustand durch Zu­ speisen von Gas aus einer Gasquelle oder Ablassen von Gas in eine Gassenke zum Zwecke einer Niveauregelung angepaßt wird, wobei ein an der Trennwand angebrachter Geber und ein an einem Teil des Gaspolstergehäuses angebrachter, gegenüber dem Geber verschieblicher Empfänger bei Last­ änderungen mit der Gasquelle und der Gassenke derart zu­ sammenarbeiten, daß bei einer Verschiebung der Trennwand aus einer durch die gegenseitige Stellung von Geber und Empfänger festgelegten Mittellage in das Gaspolster hinein eine Verbindung des Gaspolsters durch eine Speise­ leitung mit der Gasquelle und bei einer Verschiebung aus dem Gaspolster heraus eine Verbindung des Gaspolsters durch eine Ablaßleitung mit der Gassenke bestehen, wo­ durch eine Lastanpassung durch eine Rückführung der Trennwand in die Mittellage erfolgt und der Federkolben mittelbar in eine mittlere Federkolbenstellung zurückge­ führt wird, wobei bei einer Anordnung von mindestens zwei Federelementen, die in einem durch Massenkräfte beein­ flußten Fahrzustand eine ein Stützmoment aufbringende Federgruppe bilden, die Ablaßleitungen der Federelemente gemeinsam an eine Eintrittskammer eines Verdichters und die Speiseleitungen gemeinsam an eine Austrittskammer des Verdichters angeschlossen sind, wobei in dem genannten Fahrzustand ein Gastransport aus dem Gaspolster des ent­ lasteten Federelements mit Hilfe des Verdichters in das des zusätzlich belasteten Federelements erfolgt und nach dem Aufhören des Fahrzustandes ein Gasrückfluß aus dem Gaspolster des vorher zusätzlich belasteten Federelements in das des vorher entlasteten Federelements stattfindet, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gas­ behälter (10) von gleichem oder niederem Druck als dem der Gaspolster (7 und 7′) über eine mit einer Sperrein­ richtung (Drehschieber 17) versehene Verbindungsleitung (38) an die Eintrittskammer (26) des Verdichters (16) an­ geschlossen ist, wobei bei offener Sperreinrichtung (17) eine Lastanpassung erfolgt, und die Gasquelle die Aus­ trittskammer (27) des Verdichters (16) und die Gassenke der Gasbehälter (10) sind.
2. Federung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß ein Gasbehälter von gleichem oder höhe­ rem Druck als dem der Gaspolster Über eine mit einer Sperr­ einrichtung versehene Verbindungsleitung an die Austritts­ kammer des Verdichters angeschlossen ist, wobei bei offe­ ner Sperreinrichtung eine Lastanpassung erfolgt und die Gasquelle der Gasbehälter und die Gassenke die Eingangs­ kammer des Verdichters sind.
3. Federung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß ein Gasbehälter (510) von beliebigem Druck über eine mit einer ersten Sperreinrichtung (Dreh­ schieber 517) versehene erste Verbindungsleitung (538) an die Eintrittskammer (526) des Verdichters (516) und eine mit einer zweiten Sperreinrichtung (Drehschieber 518) versehene zweite Verbindungsleitung (539) an die Austritts­ kammer (527) des Verdichters (516) angeschlossen sind, wobei eine Lastanpassung bei niederem Druck des Gasbehälters (510) gegenüber dem eines Gaspolsters (507 oder 507′) bei offener erster Sperreinrichtung (517) und geschlossener zweiter Sperreinrichtung (518) erfolgt und bei höherem Druck als dem eines Gaspolsters (507 oder 507′) bei ge­ schlossener erster Sperreinrichtung (517) und offener zwei­ ter Sperreinrichtung (518), wobei der Gasbehälter (510) ein­ mal Gassenke und das andere Mal Gasquelle ist.
4. Federung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Lastanpassung beide Sperreinrichtungen (517 und 518) offen sind und bei Überdruck des Gasbehälters (510) gegenüber den Gaspolstern (507 oder 507′) die erste Verbindungsleitung (538) durch zusätzliche auf den Überdruck ansprechende Mittel (Ventil 561) sperrbar ist und bei Unterdruck des Gasbehälters (510) gegenüber den Gaspolstern (507 oder 507′) die zweite Verbindungsleitung (539) durch auf den Unterdruck ansprechende Mittel (Ventil 567) sperrbar ist.
5. Federung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeich­ net, daß der Antrieb des Verdichters mit Energie aufnehmen­ den und abgebenden Mitteln, beispielsweise in Form einer Schwungmasse versehen ist, die beim Gasrückfluß Energie speichern und beim Gastransport abgeben.
6. Federung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeich­ net, daß mittels einer zwischen Rad und Aufbau angeordne­ ten und durch Radschwingungen betätigten Ölpumpe (Ring­ fläche 53, Pumpenstange 551) Öl aus dem Ölvolumen (3, 503) mit einem druckbelasteten gesonderten Ölspeicher (46, 546) ausgetauscht wird und das geförderte Öl durch vom Rad ge­ steuerte Drosselöffnungen (31, 531) zurückfließt.
7. Federung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeich­ net, daß eine Rohrleitung (573) die Ölvolumina (503) von zwei Federelementen, die eine Federgruppe bilden, verbin­ det und durch eine in beiden Richtungen fördernde Pumpein­ richtung (574) unterbrochen ist, die in von Massenkräften beeinflußten Fahrzuständen so geschaltet wird, daß Öl durch die Rohrleitung in der Richtung vom entlasteten zum zusätz­ lich belasteten Federelement und nach Aufhören des genann­ ten Fahrzustandes in der anderen Richtung gefördert wird, wodurch der Aufbau in den genannten Fahrzuständen in Rich­ tung der Resultierenden von Schwerkraft und Massenkraft geneigt und danach wieder aufgerichtet wird.
8. Federung nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeich­ net, daß die gesonderten Ölspeicher miteinander durch eine Ölleitung (576) verbunden sind, wenn jedes der beiden Federelemente (501, 501′) unabhängig voneinander einen gesonderten Ölspeicher aufweist.
9. Federung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeich­ net, daß die Federelemente innerhalb eines durch Druck- und Zuganschläge begrenzten Hubbereichs der Federkolben einen Fahrzeugaufbau voll tragen und in von Massenkräften beeinflußten Fahrzuständen stabilisieren, wobei dieser Hubbereich frei oder nahezu frei von anderen Federmitteln ist.
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