DE3602193A1 - Bodenantrieb fuer eine vereinzelungseinrichtung - Google Patents
Bodenantrieb fuer eine vereinzelungseinrichtungInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C19/00—Arrangements for driving working parts of fertilisers or seeders
- A01C19/04—Arrangements for driving working parts of fertilisers or seeders by a ground-engaging wheel
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- A01C7/046—Pneumatic seed wheels with perforated seeding discs
Landscapes
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Description
Die Erfindung betrifft einen Bodenantrieb für eine Vereinzelungseinrichtung
für in Reihen abzulegendes Saatgut.
Für eine gleichmäßige Ausbringung von Saatgut sind wegabhängige
Antriebe gängige Lösungen. Es wird hierbei mindestens ein auf dem
Boden abwälzendes Rad mit der Vereinzelungseinrichtung verbunden
und durch gezielte Zuordnung von deren Ausbringung zum Weg der gewünschte
Saatabstand in der Reihe eingestellt. Zur Schlupfminderung
des Antriebsrades sind schon bei kleinen abgeforderten Antriebsleistungen
merkliche Gewichte bzw. Anpressungen des Rades erforderlich.
Für den Transport zwischen Feld und Hof sowie auf dem
Feld muß zusätzlich zu dem Gerätegewicht vom Schlepper auch noch
das Saatgut getragen werden. Bei breiten Reihenabständen, wie z. B.
bei Mais oder Zuckerrübe lassen sich trotzdem ohne Überschreitung
der Schleppertragfähigkeit große Arbeitsbreiten aus derartigen Geräten
zusammenstellen.
Anders liegen die Dinge bei sehr engen Reihenabständen bis herunter
zu 7 cm bei Getreideaussaaten. Auch hier kann durch eine gezielte
Standraumzumessung ein Mehrertrag erzielt werden. Bei 12
oder 15 Reihen je laufenden Meter Arbeitsbreite verbietet sich
die Anwendung der bekannten Arbeitstechnik wegen der dadurch entstehenden
Gewichtsanhäufung, die die Schleppertragfähigkeit überschreitet.
Ein weiteres Problem ist die unvermeidliche Mindestbaubreite der
bekannten Lösungen. Zur Abstützung ihrer Gewichte sind ausreichend
breite Tragreifen, besonders bei den notwendigen Schlappreifen,
erforderlich. Dazu kommt die Baubreite der Antriebe vom Reifen
zur Vereinzelungsvorrichtung. Hieraus ergeben sich so große Mindestbreiten
je Reihe, daß schmale Reihenabstände betriebsicher nur in
mehrfacher Staffelung der Drillgeräte in Fahrtrichtung erreicht
werden. Die sich hieraus ergebende Verlagerung des Geräteschwerpunktes
verschärft die Belastungsfragen für den Schlepper.
Es wurde daher nach einem Weg gesucht, diese Schwierigkeiten zu vermeiden.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, unter äußerster Gewichtsminderung
einen sicheren Antrieb der Vereinzelungsvorrichtung zu
bieten. Enge Reihenabstände müssen betriebssicher auch unter rauhen
Bedingungen erreichbar sein.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Bodenantrieb
der Vereinzelungseinrichtung über ein durch Schrägstellung
zur Fahrtrichtung und Eingriff in die Bodenoberfläche mit dem Boden
kraftschlüssig verbundenes drehbar gelagertes Antriebsglied, bevorzugt
einem Scheibenschar erfolgt, das gleichzeitig die Saatfurche
öffnet.
Neben dem Vorteil, ein äußerst schmal bauendes Teil als wirkungsvollen
Antrieb zu verwenden, zieht dieses Teil gleichzeitig auch bei
sehr rauher Ackeroberfläche ohne Vorräumer sicher eine Saatfurche
und bietet damit eine sehr leichte Gesamtlösung für Furche und Antrieb
an. Höhere Fahrgeschwindigkeiten vergrößern die Anpressung
an den Boden und verbessern dadurch den Antrieb, während bei höheren
Fahrgeschwindigkeiten Räder "leicht" werden, d. h. durch die Fahrdynamik
eine verkleinerte nutzbare Anpressung an den Boden und damit
eine verringerte Antriebsleistung für die Vereinzelungsvorrichtung,
bei deren ansteigendem Bedarf angeboten wird.
Als Folge der Forderung sowohl nach äußerst schmaler Bauweise zur
Verwirklichung enger Reihenabstände als auch der Gleichgewichtsfragen
am Schlepper wird es häufig unumgänglich sein, daß Saatgut aus
einem dicht an der Schlepper-Stützachse liegenden Hauptbehälter
über einen an der Vereinzelungseinrichtung angebauten Zwischenbehälter
dieser zuzuführen. Hierzu kann vorgesehen sein, daß die vom
Bodenantrieb angetriebene Vereinzelungsvorrichtung sich an diesen
räumlich anschließt und unmittelbar von ihm angetrieben wird und
die Saatgutzuleitung zur Vereinzelungseinrichtung den Zwischenbehälter
bildet.
Moderne Drillmaschinen haben zum Teil pneumatisch arbeitende
Verteil- und Zuführeinrichtungen für das Saatgut zu den einzelnen
Scharen. Zu einer sicheren Übernahme des Saatgutes von der
Vereinzelungsvorrichtung kann es Bestandteil der Ausführung sein, daß
der an den Bodenantrieb angrenzende Zwischenbehälter in einem von
der Saatgutzuleitung räumlich getrennten Bereich als Windsichter
ausgebildet wird.
In Abb. 1 wird im Schnitt und in der Ansicht ein Bodenantrieb
mit pneumatischer Beschickung des Zwischenbehälters gezeigt.
An das Scheibenschar (1) ist die Vereinzelungsvorrichtung (2)
angeflanscht. Diese wird mit Saatgut (6) beschickt über die Saatgutzuleitung
(3), die gleichzeitig den Zwischenbehälter (3) bildet.
Das durch den Förderschlauch (4) in den Fliehkraftwindsichter (5)
eingetragene und von diesem vom Luftstrom getrennten Saatgut (6)
fällt durch die Trennglieder (7) in den Zwischenbehälter (3), während
die Luft zum größten Teil durch die Löcher (8) entweicht.
Der Rest der Luft dient zur Erzeugung eines Überdruckes im Behälter
(3). Bei seinem Entweichen durch die Öffnung (10) zwischen
Zwischenbehälter (3) und Vereinzelung (2) bzw. Scheibenschar (1) drückt
es das Saatgut (6) an die Vereinzelung (2) an, wodurch dieses von
den Aussparungen (11) zur Abwurfstelle (12) mitgenommen wird.
Zur Vermeidung störender Einflüsse durch das vom Windsichter (5)
frisch abgeschiedene Saatgut (6) ist dieser Bereich durch die Trennwand
(13) und die Trennglieder (7) vom Windsichteraustritt (14)
abgeteilt. Zur Begrenzung des Luftstroms in diesem Bereich ist vor
dem Austritt (15) eine Verengung (16) vorgesehen. Hinter dieser
Verengung (16) entfällt der Anpreßdruck, und das Saatgut (6) fällt
in die von Scheibenschar (1) gezogene Saatfurche (17) in der
Bodenoberfläche (20).
Durch die Strebe (18) werden Scheibenschar (1) und Zwischenbehälter
(3) mit dem Tragrahmen verbunden. Die Drehlagerung des Scheibenschares
(1) befindet sich im Gehäuse (19).
Die pneumatische Vereinzelung kann durch eine rein mechanische
ersetzt werden.
Abb. 2 zeigt ebenfalls einen Bodenantrieb mit pneumatischer
Beschickung.
Die Saatgutabscheidung wird hier über einen sehr einfachen Windsichter
(5) gelöst. Der Luftstrom wird in diesem Beispiel im wesentlichen
durch Rückstau umgelenkt zu den Austrittslöchern (8),
während das Saatgut (6) sich weiter in den Zwischenbehälter (3)
bewegt. Dort wird es in gleicher Weise wie in Abb. 1 der Vereinzelungs
vorrichtung (2) zugeführt und ausgetragen.
Claims (3)
1. Bodenantrieb für eine Vereinzelungseinrichtung für in Reihen
abzulegendes Saatgut, dadurch gekennzeichnet, daß der Bodenantrieb
der Vereinzelungseinrichtung (2) über ein durch
Schrägstellung zur Fahrtrichtung und Eingriff in die Bodenoberfläche
(20) mit dem Boden kraftschlüssig verbundenes,
drehbar gelagertes Antriebsglied (1), bevorzugt einem Scheibenschar
(1), erfolgt, das gleichzeitig die Saatfurche (17)
öffnet.
2. Bodenantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
vom Bodenantrieb (1) angetriebene Vereinzelungsvorrichtung
(2) sich an diesen räumlich anschließt und unmittelbar von
ihm angetrieben wird und die Saatgutzuleitung (3) zur
Vereinzelungseinrichtung (2) den Zwischenbehälter (3) bildet.
3. Bodenantrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der an den Bodenantrieb (1) angrenzende Zwischenbehälter (3)
in einem von der Saatgutzuleitung (3) räumlich getrennten
Bereich als Windsichter (5) ausgebildet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863602193 DE3602193A1 (de) | 1986-01-25 | 1986-01-25 | Bodenantrieb fuer eine vereinzelungseinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863602193 DE3602193A1 (de) | 1986-01-25 | 1986-01-25 | Bodenantrieb fuer eine vereinzelungseinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3602193A1 true DE3602193A1 (de) | 1987-07-30 |
Family
ID=6292591
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863602193 Withdrawn DE3602193A1 (de) | 1986-01-25 | 1986-01-25 | Bodenantrieb fuer eine vereinzelungseinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3602193A1 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3418176C2 (de) * | 1984-05-16 | 1986-11-13 | Accord-Landmaschinen Heinrich Weiste & Co Gmbh, 4770 Soest | Einscheibensäschar |
-
1986
- 1986-01-25 DE DE19863602193 patent/DE3602193A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3418176C2 (de) * | 1984-05-16 | 1986-11-13 | Accord-Landmaschinen Heinrich Weiste & Co Gmbh, 4770 Soest | Einscheibensäschar |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| DE-Prospekt: Fa. Franz Kleine Maschinenfabrik, "Einkorndrille IR 2", Druckvermerk IR 63 P 4 * |
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