DE3601749A1 - Graphit-seitenreflektor - Google Patents
Graphit-seitenreflektorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Graphit-Seitenreflektor in
Blockbauweise eines gasgekühlten Hochtemperaturkernreak
tors mit einem mit kugelförmigen Betriebselementen ge
füllten Reaktorkern mit nasenartigen Vorsprüngen, soge
nannten Nasensteinen, die aus aufeinander gesetzten Gra
phitblöcken gebildet radial in den Reaktorkern ragen,
auf ihrer innenseitigen Oberfläche rastermäßig angeord
nete schlitzartige Einformungen in regelmäßigem Abstand
zueinander und an ihrer Stirnseite einen durchgehenden
Spalt aufweisen, durch den der Reaktorkern mit einem
vertikal im Nasenstein angeordneten Hohlraum, der zur
Aufnahme von Absorbermaterial dient, verbunden ist.
Reflektoren in Kernreaktoren dienen dazu, Verluste durch
Abwandern von Neutronen zu verringern. Wie der Name be
reits andeutet, soll wenigstens ein Teil der nach außen
bewegten Neutronen in die Spaltzone des Reaktors, den
sogenannten Reaktorkern oder Core, zurückgestreut wer
den. Mit Seitenreflektor ist der seitlich angeordnete
Reflektor bezeichnet im Gegensatz zum Boden- und Decken
reflektor.
Als Material für Reflektoren kommt bei gasgekühlten
Hochtemperatur-Kernreaktoren hochgereinigter Graphit zur
Anwendung, der durch Neutronenstrahlung eine Veränderung
seiner kristallinen Struktur erfährt, die sich in einer
Festigkeits- und Volumenänderung äußert.
Unter Einfluß von Temperatur und hohen Neutronenfluenzen
treten beim Graphit zunächst negative doch mit wachsen
der Fluenz ab einem Umkehrpunkt positive Dehnungen auf,
die über die ursprünglichen Dimensionen hinausgehen.
Dehnungsdifferenzen innerhalb des Bauteils infolge
unterschiedlicher Fluenz- und Temperaturverteilung über
den Querschnitt sind Ursache für die Entstehung von
Eigenspannungen. Um die Eigenspannungen in beherrsch
baren Grenzen zu halten, sind Möglichkeiten für den Deh
nungsausgleich vorzusehen. Dies wird vorteilhaft durch
geschlitzte Oberflächenstrukturen erreicht.
Neuere Entwicklungen von gasgekühlten Hochtemperatur
kernreaktoren, insbesondere von solchen mit niedriger
Leistung (ca. 100 MWel) und dementsprechend kleinem Core
durchmesser sehen vor, zur Reaktorabschaltung anstelle
von Absorberstäben, die direkt in die Schüttung kugel
förmigen Betriebselemente eingefahren werden, kleine Ab
sorberkugeln zu verwenden, die in entsprechende Hohl
räume des Seitenreflektors eingebracht werden. Hierzu
werden im Kern sogenannte Nasensteine angeordnet, welche
durchgehende vertikale Hohlräume aufweisen, die zur Auf
nahme der Abschaltkugeln vorgesehen sind. Die Nasenstei
ne sind quaderförmige Graphitblöcke, welche radial vom
Seitenreflektor ausgehend, in den sie mechanisch einge
bunden sind, über die gesamte Höhe des Reaktorkerns in
diesen hineinragen.
Wegen der vorher bereits erwähnten Volumenänderungen und
der dadurch bedingten Eigenspannungszustände in den be
strahlten Graphitblöcken sind deren kernseitige Oberflä
chen mit vertikalen und horizontalen Oberflächen
schlitzungen versehen, die eine Auflösung der ursprüng
lich großen Oberfläche in einzelne kleine Stollen dar
stellt. Zur Beherrschung der Spannungen in den Nasen
steinen sind die für die Aufnahme der Kleinabsorberku
geln vorgesehenen Hohlräume durch schmale spaltähnliche
durchgehende Öffnungen mit dem Core verbunden. Durch
diese Öffnungen werden die Spannungen in den Nasenstei
nen auf erträgliche Werte gemindert. Die bereits vorher
erwähnten Dehnungen (sogenannte Wigner-Dehnungen) führen
jedoch im Laufe des Betriebs zu so großen Änderungen der
Spaltbreite, daß eine Trennung von Absorbermaterial und
Betriebselementen nicht mehr gewährleistet ist und so
wohl Kleinabsorberkugeln aus den Hohlräumen austreten
als auch Betriebselemente in die Hohlräume eintreten
können.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe
der Erfindung eine konstruktive Lösung vorzuschlagen,
die einfach und kostengünstig herstellbar und betriebs
sicher ist und die vorgenannten Mängel vermeidet.
Diese Aufgabe wird gelöst durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1. Es ist danach vorgesehen, in
die spaltähnliche Öffnung ein Verschlußteil einzusetzen,
das formschlüssig in dem Nasenstein verankert ist und
den Durchtritt von Absorbermaterial und Betriebselemen
ten verhindert.
Erfindungsgemäß ist eine formschlüssige Verankerung des
Verschlußteils im Nasenstein gewählt, um den mit der
spaltähnlichen Öffnung angestrebten Zweck des Spannungs
abbaus durch Dehnungsausgleich auch weiterhin zu gewähr
leisten. Hierzu ist vorteilhafterweise eine doppelte,
das heißt sich gegenüberliegende, Nut- und Feder-Verbin
dung vorgesehen.
Alternativ kann anstelle einer doppelten Nut- und
Feder-Verbindung auch eine Keilnut-Verbindung (Schwal
benschwanz-Führung) vorgesehen sein.
Bei allen in Frage kommenden formschlüssigen Verbin
dungen zwischen Nasenstein und Abschlußteil ist die
durch Neutronenfluenz bedingte Volumenänderung einzu
beziehen.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Er
findung ist vorgesehen, die Stirnfläche des Nasensteins
durch das Abschlußteil deckelähnlich zu überdecken. Die
im Reaktorkern befindlichen kugelförmigen Betriebsele
mente pressen auf diese Weise das Abschlußteil gegen den
Nasenstein und verhindern so eine ungewollte, gegebenen
falls den Reaktorbetrieb störende Lageänderung des Ab
schlußteils. Gleichzeitig wird das Entstehen eines
großen Spaltes zwischen Langloch und Kern verhindert,
durch das bei Druckunterschieden große Gasströme fließen
können, die als Bypaß wirken und zu Problemen bei der
Vermischung führen können. Das Anschlußteil wirkt als
selbsttätigende Dichtung sowohl bei höherem Druck im
Langloch als auch bei Überdruck im Kern. Diese und wei
tere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der
Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Anhand der Zeichnung in der Ausführungsbeispiele der Er
findung gezeigt sind soll die Erfindung, vorteilhafte
Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung näher
erläutert und beschrieben werden.
Bei den in der nachfolgenden Figurenbeschreibung erläu
terten Fig. 1 bis 6 handelt es sich jeweils um einen
Längsschnitt durch den stirnseitigen Teil eines Nasen
steins mit eingesetztem Abschlußteil, dessen Verankerung
im Nasenstein jedoch unterschiedlich ausgestaltet ist.
Es zeigen:
Fig. 1 Verankerung mit Rechtecknut im Nasenstein,
Fig. 2 Verankerung mit Rechtecknut im Abschlußteil,
Fig. 3 Verankerung mit Keilnut im Nasenstein,
Fig. 4 Verankerung mit Keilnut im Abschlußteil,
Fig. 5 Verankerung mit Zylindernut im Nasenstein,
Fig. 6 Verankerung mit zylindrischer Säule,
Fig. 7 Seitenansicht des Nasensteins mit eingesetztem
Abschlußteil mit niedrigem Deckelteil,
Fig. 8 Seitenansicht des Nasensteins mit eingesetztem
Abschlußteil mit Stütznocken.
In Fig. 1 ist ein horizontal geführter Längsschnitt
durch einen Nasenstein 10 mit eingesetztem Abschlußteil
20 gezeigt. Der Nasenstein 10 weist zwei parallel zuein
ander angeordnete Wangen 11 auf, die zwischen sich einen
länglichen Hohlraum 12 begrenzen und in deren Außenflä
chen 13 in Abstand zueinander befindliche schlitzartige
Nuten 14, die zum Abbau von dehnungsbedingten Eigenspan
nungen dienen, eingeformt sind.
In die vom Hohlraum 12 gebildete stirnseitige Öffnung 19
des Nasensteins 10 ist ein Abschlußteil 20 eingesetzt,
das aus einem Deckelteil 20 und einem Schließteil 22 ge
bildet ist. Das Deckelteil 23 überdeckt die Stirnseite
16 des Nasensteins 10 über die gesamte Breite, während
das mittig an das Deckelteil 23 anschließende Schließ
teil 22 in den Hohlraum 12 eingeführt ist.
An seinen Seitenflächen 25 weist das Schließteil 22 An
formungen 24 mit Rechteckquerschnitt auf, die in ent
sprechend geformte Nuten 18 in den Wangen 11 des Nasen
steins 10 greifen und das Abschlußteil 20 formschlüssig
fixieren. Die Nuten 18 und die als Federn anzusehenden
Anformungen 24 sind maßlich so aufeinander abgestimmt,
daß die so gestaltete Verankerung ausreichend beweglich
ist und keine zusätzlichen Spannungen im Nasenstein 10
induziert.
Die in Fig. 2 gezeigte Darstellung entspricht weitest
gehend der in Fig. 1 gezeigten Konstruktion. Gleiche Be
zugsziffern bezeichnen daher gleiche Teile. Abweichend
jedoch ist die Gestaltung der Verankerung vorgesehen.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Konstruktion sind in die
Seitenflächen 35 des mittig an das Deckelteil 33 an
schließenden Schließteils 32 Nuten 36 mit Rechteckquer
schnitt eingeformt, in welche an die Wangen 11 des
Nasensteins 10 angeformte Anformungen 27 greifen und
damit das Abschlußteil 30 verankern, das in den Nasen
stein 10 eingesetzt ist.
Die in Fig. 3 gezeigte Darstellung ist mit Ausnahme der
Verankerung ebenfalls identisch mit der bereits aus Fig. 1
bekannten Konstruktion. Abweichend von dieser sind in
die Wangen 11 des Nasensteins 10 vom Hohlraum 12 aus in
Nähe der Stirnseite 16 Nuten 38 mit Dreieckquerschnitt
eingeformt, in welche entsprechende, an das in den Hohl
raum 12 eingeführte Schließteil 42 des Abschlußteils 40,
das wiederum mittig an das Deckelteil 43 anschließt, an
gepaßte Anformungen 44 greifen und das Abschlußteil 40
sichern.
Die in Fig. 4 gezeigte Variante unterscheidet sich von
der in Fig. 3 gezeigten Konstruktion dadurch, daß die
Wangen 11 des sonst gleichartig gestalteten Nasensteins
10 auf der den Hohlraum 12 begrenzenden Seite unmittel
bar an der Stirnseite 16 befindliche Anformungen 47 mit
Dreiecksquerschnitt aufweisen, die in Nuten 56 greifen,
die in das in den Hohlraum 12 eingeführte Schließteil 52
des Abschlußteils 50 eingeformt sind und so das Ab
schlußteil 50 am Nasenstein 10 verankern. Wie auch bei
der gemäß Fig. 3 vorgesehenen Verankerung ist durch ent
sprechende Maßabstimmung der Nuten und Anformungen aus
reichende Beweglichkeit des Abschlußteils 50 gewährlei
stet.
Die in Fig. 5 gezeigte Konstruktion, die ebenfalls nahe
zu identisch mit der vorher bereits erläuterten Kon
struktion ist, ausgenommen die Verankerung, weist an den
stirnseitigen Enden der Wangen 11, des Nasensteins 10
vom Hohlraum 12 ausgehende kreissegmentförmige, das
heißt zylindrische, Nuten 58 auf, die zur Aufnahme ent
sprechender am Schließteil 62 des Abschlußteils 60 be
findlicher Anformungen 64 dienen.
Das Schließteil 62, das ebenfalls mittig an das Deckel
teil 63 anschließt, sichert somit ausreichende Beweg
lichkeit die Verankerung des Abschlußteils 60 am Nasen
stein 10.
Abweichend von der in Fig. 5 gezeigten Variante ist in
Fig. 6 eine Verankerung dargestellt, bei der das
Schließteil 72 als Halbzylinder geformt ist, der an
einer Sekantenfläche mittig an das Deckelteil 73 an
schließt und mit dem Deckelteil 73 eine Ausnehmung 76
begrenzt. In diese Ausnehmung 76 greifen entsprechend
gewölbte Anformungen 67, die nahe der Stirnseite 16 in
den Hohlraum 12 ragend an den Wangen 11 des Nasensteins
10 angeformt sind.
Allen gezeigten Varianten ist gemeinsam die große ge
lenkartige Beweglichkeit des Abschlußteils
20, 30, 40, 50, 60, 70 bei gleichzeitig sicherer Verankerung,
die ein selbsttätiges Herauslösen aus dem Nasenstein 10
sicher ausschließt und relativ dicht ist, so daß nur ein
geringer Gasstrom von innen nach außen bzw. von außen
nach innen auftreten kann.
Darüber hinaus wirkt das eingesetzte Abschlußteil
20, 30, 40, 50, 60, 70 auch als Dichtung, die bei Druckunter
schieden zwischen dem Hohlraum und dem Reaktorkern
selbsttätig einen Druckausgleich weitgehend unterbindet.
Aus der in Fig. 7 gezeigten Darstellung eines Nasen
steins 10 mit eingesetztem Abschlußteil 20 geht deutlich
die rastermäßige Anordnung von schlitzartigen Nuten 14
auf den Seitenflächen 13 des Nasensteins 10 hervor. Dar
gestellt sind der obere und untere Bereich des Nasen
steins 10, die den gleichen Aufbau aufweisen wie der
ausgesparte, mit Bruchlinien deutlich gemachte mittlere
Bereich.
Der Deckelteil 23 des Abschlußteils 20 weist gegenüber
dem Nasenstein eine geringere Höhe auf. Das Mittelteil
22 schließt sich jeweils mit einem kleinen Absatz 21 an.
Hierdurch wird bei aufeinandergesetzten Nasensteinen 10
eine schlitzartige Nut erzeugt, die dem aus Graphit be
stehenden hohen Neutronenfluenzen ausgesetzten Deckel
teil 23 des Abschlußteils 23 gestattet, die hierdurch
verursachten Volumenveränderungen und damit bedingten
Eigenspannungen abzubauen.
In Fig. 8 ist eine ähnliche Anordnung dargestellt wie in
Fig. 7. Auch hier ist eine Seitenansicht eines Nasen
steins 10 mit eingesetztem Abschlußteil 20 gezeigt, das
aus einem Deckelteil 23 und einem Schließteil 22 gebil
det ist. Die Seitenfläche 13 des Nasensteins 10 weist
rastermäßig angeordnete schlitzartige Nuten 14 auf, die
zum Abbau dehnungsbedingter Spannungen im Nasenstein 10
dienen. Das Schließteil 22 schließt bündig an das
Deckelteil 23 an. Beide haben eine gegenüber dem Nasen
stein 10 geringere Höhe. Zum Ausgleich dieses Unter
schiedes sind Stütznocken 26 vorgesehen, die dazu die
nen, zwischen aufeinander gesetzten Abschlußteilen 20
einen spaltartigen Zwischenraum herzustellen, der den
Abschlußteilen 20 gestattet die durch die Neutronen
fluenz bedingten Volumenänderungen abzutragen.
Wesentliches Merkmal der Erfindung ist der spannungs
freie Abschluß des stirnseitig geschlitzten Nasensteins
10, der so verhindert, daß in dem im Nasenstein 10 ange
ordneten Hohlraum 12 befindliche Kleinabsorberkugeln in
den Kern austreten und sich dort mit den Betriebselemen
ten vermischen können. Ebenso wird verhindert, daß Be
triebselemente durch die Öffnung in den Hohlraum 12 ein
treten können und das durch die Kleinabsorberkugeln ge
bildete Abschaltsystem unwirksam machen.
Claims (14)
1. Graphit-Seitenreflektor in Blockbauweise eines
mit kugelförmigen Betriebselementen gefüllten Reaktor
kerns eines gasgekühlten Hochtemperatur-Kernreaktors mit
nasenartigen Vorsprüngen, die aus aufeinander gesetzten
aus Graphit bestehenden Nasensteinen gebildet radial in
den Reaktorkern ragen, auf ihrer dem Reaktorkern zuge
wandten Oberfläche rastermäßig angeordnete schlitzartige
Nuten und an ihrer Stirnseite eine durchgehende von Wan
gen begrenzte spaltförmige Öffnung aufweist, durch den
der Reaktorkern mit einem im Nasenstein vertikal ange
ordneten Hohlraum, der zur Aufnahme von Absorbermaterial
dient verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein in
die Öffnung (19) eingesetztes und formschlüssig ver
ankertes Abschlußteil (20, 30, 40, 50, 60, 70) den Durchtritt
von Absorbermaterial und Betriebselementen verhindert
und als selbsttätige Dichtung den Austausch größerer
Gasmengen zwischen dem Hohlraum (12) und dem Reaktorkern
unterbindet.
2. Graphit-Seitenreflektor nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Abschlußteil (20, 30, 40, 50, 60, 70)
ein Deckelteil (23, 33, 43, 53, 63, 73) und mit diesem ein
stückig verbunden ein Schließteil (22, 32, 42, 52, 62, 72)
aufweist und aus Graphit besteht.
3. Graphit-Seitenreflektor nach einem der vorheri
gen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die form
schlüssige Verbindung von Nasenstein (10) und Abschluß
teil (20, 30, 40, 50, 60, 70) als Nut- und Federverbindung
vorgesehen ist.
4. Graphit-Seitenreflektor nach einem der vorheri
gen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut
(18, 38, 58) vom Hohlraum (12) aus in die Wangen (11) des
Nasensteins (10) nahe seiner Stirnseite (16) eingeformt
sind und die Feder als Anformung (24, 44, 64) an das
Schließteil (22, 42, 62) vorgesehen ist.
5. Graphit-Seitenreflektor nach einem der vorheri
gen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut
(36, 56, 76) in das Schließteil (32, 52, 72) eingeformt ist
und die Feder als Anformung (27, 47, 67) an die stirnsei
tigen Enden der Wangen (11) des Nasensteins (10) den
Hohlraum (12) einengend angeformt sind.
6. Graphit-Seitenreflektor nach einem der vorheri
gen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten
(18, 36) und Federn (24, 47) rechteckigen Querschnitt auf
weisen.
7. Graphit-Seitenreflektor nach einem der vorheri
gen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten
(38, 56) und Federn (44, 47) Dreiecksquerschnitt aufwei
sen.
8. Graphit-Seitenreflektor nach einem der vorheri
gen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Nut (58)
und die Feder (64) zylindrisch geformt sind.
9. Graphit-Seitenreflektor nach einem der vorheri
gen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schließ
teil (72) als halbzylindrische Säule ausgestaltet ist,
die an einer Sekantenfläche an das Deckelteil (73) an
schließt, und von Anformungen (67), die an den Wangen
(11) des Nasensteins (12) angeformt sind und den Hohl
raum (12) einengen, gehalten ist.
10. Graphit-Seitenreflektor nach einem der vorheri
gen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschluß
teil (20, 30, 40, 50, 60, 70) mit seinem Deckelteil
(23, 33, 43, 53, 63, 73) die Stirnseite (16) des Nasensteins
(10) über dessen ganze Breite vollständig abdeckt.
11. Graphit-Seitenreflektor nach einem der vorheri
gen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des
Deckelteils (23, 33, 43, 53, 63, 73) des Abschlußteils
(20, 30, 40, 50, 60, 70) kleiner ist als die Höhe des Nasen
steins (10), jedoch das zugehörige Schließteil
(22, 32, 42, 52, 62, 72) gleiche Höhe wie der Nasenstein (10)
aufweist.
12. Graphit-Seitenreflektor nach einem der vorheri
gen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschluß
teil (20, 30, 40, 50, 60, 70) mit seinem Schließteil
(22, 32, 42, 52, 62, 72) mit seinem Deckelteil
(23, 33, 43, 53, 63, 73) geringere Höhe aufweist als der
Nasenstein (10) und, daß zum Ausgleich dieses Höhen
unterschiedes das Deckelteil (23, 33, 43, 53, 63, 73) auf
seinen oberen und unteren Stirnflächen Stütznocken (26)
aufweist.
13. Graphit-Seitenreflektor nach einem der vorheri
gen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die form
schlüssige Verbindung zwischen Abschlußteil
(20, 30, 40, 50, 60, 70) und dem Nasenstein (10) als Spiel
passung ausgeführt ist.
14. Graphit-Seitenreflektor nach einem der vorheri
gen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß beim Aufein
andersetzen von Nasensteinen (10) mit eingesetzten Ab
schlußteilen (20, 30, 40, 50, 60, 70) an deren oberen und
unteren Stirnflächen horizontale Nuten entstehen, deren
Tiefe bis zu dem Nasenstein (10) reicht.
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