DE3601748A1 - Keramische einbauten - Google Patents
Keramische einbautenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft keramische Einbauten gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Reflektoren in Kernreaktoren dienen dazu, Verluste durch
Abwandern von Neutronen zu verringern. Wie der Name be
reits andeutet, soll wenigstens ein Teil der nach außen
bewegten Neutronen in die Spaltzone des Reaktors, den
sogenannten Reaktorkern oder das Core, zurückgestreut
werden. Durch den am Rand der Spaltzone infolge der Re
flektorwirkung vergrößerten Neutronenfluß steigt die je
Masseeinheit des Spaltstoffs erzeugte Leistung und be
wirkt eine bessere Ausnutzung und damit einen sparsame
ren Verbrauch des Kernbrennstoffs. Mit Seitenreflektor
ist der seitlich angeordnete Reflektor bezeichnet im
Gegensatz zum Boden- oder Deckenreflektor.
Als Material für Reflektoren kommt bei gasgekühlten
Hochtemperaturkernreaktoren hochgereinigter Graphit zur
Anwendung. Der ist vergleichsweise billig, genügend fest
und läßt sich mechanisch bearbeiten. Darüber hinaus
zeigt er gute Feuerfestigkeit und Wärmeleitfähigkeit.
Nachteilig ist die durch Neutronen- und Gammastrahlung
verursachte Veränderung seiner kristallinen Struktur,
die sich in einer Festigkeits- und Volumenänderung
äußert.
Unter Einfluß von Temperatur und hohen Neutronenfluenzen
treten beim Graphit zunächst negative doch mit wachsen
der Fluenz ab einem Umkehrpunkt positive Dehnungen auf,
die über die ursprünglichen Dimensionen hinausgehen.
Dieser Ablauf verschiebt sich mit steigender Temperatur
zu niedrigeren Fluenzen.
Die Dehnungsdifferenzen innerhalb des Bauteils - ent
sprechend der Fluenzverteilung wollen sich zu Anfang der
Bestrahlung die oberflächennahen Blockschichten der
kernseitigen Stirnfläche infolge Schrumpfung relativ
stärker verkürzen als die tieferliegenden Schichten,
sind Ursache für die Entstehung von Eigenspannung. Zur
Reduzierung der Eigenspannungen sind Möglichkeiten für
den Spannungsabbau und Dehnungsausgleich vorzusehen.
Dies wird vorteilhaft durch geschlitzte Oberflächen
strukturen erreicht, was einer Maßreduzierung in Teilen
des Blockes gleichkommt.
Neuere Entwicklungen von gasgekühlten Hochtemperatur
kernreaktoren, insbesondere von solchen mit niedriger
Leistung (ca. 100 MWel) und dementsprechend kleinem
Coredurchmesser sehen vor, zur Reaktorabschaltung an
stelle von Absorberstäben, welche direkt in die Schüt
tung kugelförmiger Betriebselemente eingefahren werden,
kleine Absorberelemente in Kugelform zu verwenden, die
in entsprechenden Hohlräumen des Reflektors eingebracht
werden. Ähnlich wie es bereits vom AVR in Jülich her be
kannt ist, werden im Core sogenannte Nasensteine ange
ordnet, welche durchgehende vertikale Hohlräume aufwei
sen, die hier allerdings zur Aufnahme der Abschaltele
mente vorgesehen sind. Die Nasensteine sind quaderförmi
ge Graphitblöcke, welche radial vom Seitenreflektor aus
gehend, mit dem sie mechanisch verbunden sind, über die
gesamte Höhe des Reaktorkerns in diesen hineinragen.
Wegen der bereits vorher erwähnten Volumenänderungen und
der dadurch bedingten Eigenspannungszustände in den be
strahlten Graphitblöcken sind deren coreseitige Oberflä
chen mit vertikalen und horizontalen Oberflächen
schlitzungen versehen, die eine Auflösung der ursprüng
lich großen Oberfläche in einzelne kleine Stollen dar
stellen. Zur Beherrschung der Spannungen in den Nasen
steinen sind die für die Aufnahme der Absorberelemente
vorgesehenen Hohlräume durch spaltähnliche durchgehende
Öffnungen mit dem Core verbunden. Durch diese Öffnungen
werden die eigentlichen Spannungen in den Nasensteinen
auf erträgliche Werte gemindert. Die bereits vorher er
wähnten Dehnungen führen jedoch im Laufe des Betriebs zu
derart großen Erweiterungen der Öffnungen, daß eine
Trennung von Absorbermaterial und Betriebselementen
nicht mehr gewährleistet ist und sowohl Absorberelemente
aus den Hohlräumen austreten als auch Betriebselemente
in die Hohlräume eintreten können. Durch geeignete Fest
legung der geometrischen Parameter der Verbindungsspalte
kann eine sichere Trennung der Absorberelemente von den
Betriebselementen erreicht werden. Allerdings besteht
hier die Möglichkeit, daß Kühlgas aus dem Core durch die
Spalte, die die Verbindung zwischen Hohlraum und Core
herstellen, sowie durch weitere Spalte, die sich im
Laufe der Betriebszeit zwischen den einzelnen Nasenstei
nen aufgrund von strahlungsinduzierten Materialverfor
mungen bilden, in die Hohlräume eintritt und infolge des
starken Gasstromes die Beschickung der Hohlräume mit Ab
sorberelementen stört oder verhindert. Solche Störungen
beruhen darauf, daß das Eigengewicht der Absorberelemen
te von dem Gasstrom überwunden wird und die Absorberele
mente in einen Schwebezustand gebracht werden.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe
der Erfindung Maßnahmen zur konstruktiven Ausgestaltung
der keramischen Einbauten anzugeben, die sowohl einfach
und kostengünstig realisierbar sind als auch im Dauer
betrieb zuverlässig die vorgenannten Mängel vermeiden.
Insbesondere soll die planmäßige Beschickung mit Absor
berelementen ohne Störung durch eintretendes Kühlgas
gewährleistet sein. Ebenso sollen die bekannten Maßnah
men zur Reduzierung der Eigenspannungen infolge neutro
neninduzierter Verformungen beachtet werden.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht in den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1.
Es ist danach vorgesehen, den zur Entlastung des Nasen
steins stirnseitig angeordneten Spalt als tiefen Schlitz
anzuordnen, der keine Verbindung zu dem unterhalb der
Stirnseite befindlichen Hohlraum im Nasenstein hat.
Außerdem ist vorgesehen, zwischen die einzelnen Lagen
der Nasensteine zur Vermeidung von Undichtheiten, die
auf Verformungen infolge Neutronenstrahlung zurückgehen,
Dichtleisten aus Graphit einzulegen. Diese Dichtleisten
dienen zur Abdichtung der Hohlräume gegen das Core und
bieten eine zusätzliche Gewähr dafür, daß kein Kühlgas
in die Hohlräume eintritt und die Beschickung mit Absor
berelementen beeinträchtigt.
Die vorstehend genannten Spalte, die abweichend von be
kannten Lösungen keine Verbindung mit dem Hohlraum im
Nasenstein haben, werden seitlich neben den Hohlräumen
außerhalb der Auflagenflächen von der Stirnseite des
Nasensteins her eingelassen und münden in Bohrungen, die
jeweils seitlich versetzt zu den Hohlräumen angeordnet
sind. Die erforderliche Tiefe der Spalte richtet sich
nach den auftretenden Strahlungsbeanspruchungen und wird
dementsprechend festgelegt.
Im Hinblick auf die mechanischen Beanspruchungen, die
aus der Schüttung der Betriebselemente resultieren und
auf die Nasensteine einwirken, kann gemäß der Erfindung
vorgesehen sein, die Hohlräume in Einzelräume zu unter
teilen. Hierzu wird jeder Nasenstein mit radial hinter
einander angeordneten Bohrungen versehen, die durch
Graphitstege voneinander getrennt sind und keinerlei
Verbindung miteinander haben. Die so geschaffenen Hohl
räume fluchten mit in den unterhalb und oberhalb an
schließenden Nasensteinen angeordneten gleichartigen
Hohlräumen.
Bei der Ausführung mit voneinander getrennten Hohlräumen
kann es zweckmäßig sein, die Beschickung der Hohlräume
mit Absorberelementen getrennt und unabhängig voneinan
der vorzusehen und so eine Redundanz der Abschaltsysteme
zu schaffen.
Die vorgenannten Graphitabdichtungen sind bei länglichen
Hohlräumen als Leisten, die aus Spannungsgründen auch
unterteilt sein können, ausgebildet und in Nuten ge
führt, welche jeweils in die unteren Auflageflächen der
Nasensteine eingeformt sind, und liegen auf den unteren
Nasensteinen lose auf.
Bei zylindrischen Hohlräumen ist zur Abdichtung der zwi
schen den Nasensteinen entstehenden Spalte vorgesehen,
zylindrische Ringe in die Ober- und Unterseite der auf
einanderliegenden Nasensteine einzusetzen. Es kann je
doch auch vorteilhaft sein, eine umlaufende Nut zur Auf
nahme von Dichtleisten aus Graphit vorzusehen entspre
chend der Ausgestaltung bei Hohlräumen mit länglichem
Querschnitt.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, die
Bohrungen in den Nasensteinen komplett mit Hülsen zu
versehen, in welche die Absorberelemente eingefüllt wer
den. Diese Hülsen können aufeinandergesetzt oder in ein
ander gesteckt werden, wobei die Trennstellen jeweils in
der Mitte der Nasensteine liegen, so daß die zwischen
den Nasensteinen bestehenden Spalte überdeckt sind. Die
bereits vorstehend angesprochenen Spalte, welche von der
kernseitigen Stirnfläche ausgehend in die Nasensteine
eingeformt sind, und zur Minderung der Eigenspannungen
in den Nasensteinen dienen, haben gemäß der Erfindung
einen geradlinigen Verlauf und sind außerhalb der Aufla
gefläche parallel zum Hohlraum angeordnet.
Gemäß einer anderen Ausgestaltung ist insbesondere im
Hinblick auf eine Entlastung der die Hohlräume begren
zenden Wandstruktur vorgesehen, den Spaltverlauf abge
winkelt anzuordnen. Hierdurch werden Kräfte aus der
Schüttung der Betriebselemente von den Hohlräumen fern
gehalten.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestal
tung mit voneinander getrennten Hohlräumen in den Nasen
steinen anstelle eines einzigen gemeinsamen Hohlraums
beruht darauf, daß hiermit eine voneinander unabhängige
Beschickung der Hohlräume mit Absorbermaterial erfolgen
kann. Abgesehen davon, daß hiermit auch die Absorber
leistung variiert werden kann, erhält man mit dieser
Ausgestaltung auch eine sicherheitstechnisch bedeutsame
Redundanz für das Abschaltsystem des Reaktors.
Diese und weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfin
dung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Anhand der Zeichnung, in der einige Ausführungsbeispiele
der Erfindung gezeigt sind, sollen die Erfindung, vor
teilhafte Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung
näher erläutert und beschrieben werden.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Core mit keramischen Einbauten unter
schiedlicher Gestaltung,
Fig. 2 Seitenansicht eines Nasensteins,
Fig. 3 Draufsicht eines Nasensteins mit ungeteiltem
Hohlraum und geradlinigem Entlastungsspalt,
Fig. 4 Draufsicht eines Nasensteins mit unterteilten
Hohlräumen und abgewinkeltem Entlastungsspalt,
Fig. 5 Draufsicht eines Nasensteins mit zylindrischen
Hohlräumen und geradlinigem Entlastungsspalt,
Fig. 6 Draufsicht eines Nasensteins mit zylindrischen
Hohlräumen und abgewinkeltem Entlastungsspalt.
Fig. 1 zeigt den Querschnitt durch ein Core 14, das von
einem kreiszylindrischen Reaktordruckbehälter 10 und
einem thermischen Seitenschild 11, an welchem sich kera
mische Einbauten als Seitenreflektor 12 anschließen, be
grenzt wird und in welches vier jeweils paarweise gegen
überliegende Vorsprünge 13 radial hineinragen.
Die Vorsprünge 13 sind aus einzelnen, aufeinander ge
setzten Nasensteinen 30, 40, 50, 60 gebildet, die form
schlüssig in den Seitenreflektor 12 eingebunden sind.
Die Vorsprünge 13, die ebenso wie der Seitenreflektor 12
aus Graphit bestehen, weisen mehrere vertikal angeord
nete Hohlräume 16 auf, die einen ovalen oder länglichen,
parallel zu den äußeren dem Core 14 zugewandten Ober
flächen 21 verlaufenden Querschnitt haben. Während das
Core 14 zur Aufnahme von Betriebselementen 15 vorgesehen
ist, dient der vertikal angeordnete Hohlraum 16 zur Auf
nahme von Absorberelementen 19.
In Fig. 2 ist ein einzelner Nasenstein 30, 40, 50, 60 in
Seitenansicht gezeigt. Die in das Core 14 ragende Ober
fläche 21 des Nasensteins 30, 40, 50, 60 ist mit raster
mäßig angeordneten vertikalen und horizontalen oberflä
chennahen schlitzartigen Einformungen 22 versehen, die
zur Aufteilung der durch Neutronenstrahlung beanspruch
ten äußeren Oberfläche des Nasensteins 30, 40, 50, 60 in
kleine Oberflächenbereiche im Hinblick auf ausreichende
Möglichkeit zum Ausgleich von neutroneninduzierten
Volumenänderungen dienen.
Von der mit Schlitzen 22 versehenen seitlichen und
stirnseitigen Wand 21 des Nasensteins 30, 40, 50, 60 sind
mittels Stufen 25 die unteren und oberen Auflageflächen
23, 24 abgesetzt, mit der der Nasenstein 30, 40, 50, 60 je
weils nach unten und oben an den nächsten Nasenstein
30, 40, 50, 60 bzw. an den Boden- oder Deckenreflektor an
schließt.
Die Höhe der Stufe 25 entspricht der halben Breite eines
Oberflächenschlitzes 22, so daß bei aufeinandergesetzten
Nasensteinen 30, 40, 50, 60 auch im Bereich der aneinander
grenzenden Auflagenflächen 24 ein Schlitz 22 entsteht.
Im rückwärtigen Teil des Nasensteins 30, 40, 50, 60, der im
Seitenreflektor 12 eingebunden ist, ist zu seiner Ver
ankerung in die seitliche Oberfläche 26 eine Nut 28 ein
geformt, in die der Seitenreflektor 12 formschlüssig
eingreift. Die ansonsten glatte ungeschlitzte Oberfläche
26 schließt bündig an die geschlitzte Oberfläche 21 an.
Die Fig. 3 bis 6 zeigen die Oberseite von symmetrisch
gestalteten Nasensteinen 30, 40, 50, 60, wobei es zur aus
reichenden Information genügt, jeweils nur eine entlang
der Symmetrieachse geschnittene Ansicht zu zeigen. Die
nicht dargestellte Hälfte ist spiegelbildlich jeweils
gleich gestaltet.
Fig. 3 zeigt in Draufsicht einen Nasenstein 30, der
einen von seitlich und stirnseitig mit Schlitzen 22 ver
sehenen Wänden 21 umschlossenen Hohlraum 36 mit läng
lichem Querschnitt aufweist, der entlang der Längsachse
des Nasensteins 30 angeordnet ist. Die Oberfläche 26 im
rückwärtigen Bereich des Nasensteins 30 schließt sich
bündig an die Seitenwände 21 an und weist beiderseits je
eine vertikal geführte Nut 28 auf, die zur formschlüssi
gen Verankerung des Nasensteins 30 im Seitenreflektor 12
dient.
Die geschlitzten Wände 21 sind durch eine Stufe 25 von
der unteren Auflagefläche 24 abgetrennt, mit der der
Nasenstein 30 an den darunterliegenden Nasenstein 30 an
schließt. Eine zwischen der Stufe 25 und dem Hohlraum 36
in die untere Auflagefläche 24 eingeformte Nut 37, die
den Hohlraum 36 vollständig einfaßt, dient zur Aufnahme
von Graphitdichtungen. Solche Graphitdichtungen, die im
geradlinigen Bereich in Form von Dichtleisten eingesetzt
werden, sorgen dafür, daß während des Reaktorbetriebs
die Hohlräume 36 gasdicht gegen das Core 14 abgeschottet
sind.
In die Stirnseite 17 ist jeweils auf einer Hälfte ein
geradliniger tiefer Spalt 38 eingelassen, der in einer
vertikalen Bohrung 39 endet. Der Spalt dient der Span
nungsentlastung des Nasensteins 30 und ist im Bereich
der seitlichen geschlitzten Wand 21 parallel zur Stufe
25 geführt.
Die Bohrung 39 dient zur Verringerung von Kerbspannungen
im Auslauf des Spaltes, der üblicherweise mittels Sägens
eingebracht wird.
Fig. 4 zeigt in Draufsicht einen Nasenstein 40, der ähn
lich gestaltet ist wie der Nasenstein 30 in Fig. 3. Ab
weichend von diesem jedoch sind beim Nasenstein 40 an
stelle eines gemeinsamen Hohlraums mittels Querstegen
45 voneinander getrennte Hohlräume 46 vorgesehen, die -
wie zuvor - von einer in die untere Auflagefläche 24
eingeformten Nut 47 gemeinsam eingefaßt sind.
Auch hier ist die untere Auflagefläche 24 mittels einer
Stufe 25 von der seitlich und stirnseitig befindlichen
mit Schlitzen 22 versehenen Wand abgehoben.
Abweichend von der in Fig. 3 gezeigten Anordnung ist ein
zur Minderung der neutroneninduzierten Eigenspannungen
im Nasenstein 40 vorgesehener Spalt 48 nicht paarweise
vorgesehen, sondern mittig von der Stirnseite 17 her in
den Nasenstein 40 eingelassen bis zu einer ersten Boh
rung 43, wo sich der Spalt 48 gabelt und jeweils quer
zur Mittelachse nach außen fortsetzt zu einer zweiten
Bohrung 44. Von hier verläuft der Spalt 48 parallel zur
Stufe 25 zu einer dritten Bohrung 49. Die Bohrungen
43, 44, 49, die jeweils vertikal angeordnet sind, dienen
allesamt zur Beseitigung von Kerbwirkungen, die aus dem
unsteten Verlauf des Spalts 48 und seinem infolge Säge
schnitt scharfkantigen Querschnitt resultieren. In die
rückwärtigen Seitenflächen 26 des Nasensteins 40 sind
Nuten 28 eingeformt, die zur Verankerung des Nasensteins
40 im Seitenreflektor 12 dienen.
Fig. 5 zeigt in Draufsicht eine ähnliche Anordnung, wie
sie aus den vorstehenden Figuren bereits bekannt ist.
Ein Nasenstein 50 weist in seinem Inneren eine Anzahl
von hintereinander auf der Mittelachse angeordneten
zylindrischen Hohlräumen 56 auf, die zur Aufnahme von
Absorbermaterial dienen und mittels Querstegen 55 von
einander getrennt sind.
Anstelle einer die Hohlräume 56 gemeinsam einfassenden
Nut zur Aufnahme von Graphitdichtungen ist jeder Hohl
raum 56 einzeln mit einer Ringnut 57 eingefaßt, in wel
che ein Graphitdichtring 54 eingesetzt ist.
Übereinstimmend mit den vorstehend gezeigten Anordnungen
ist die Abstufung der unteren Auflagefläche 24 mittels
einer Stufe 25 gegenüber der seitlichen und frontsei
tigen mit Schlitzen 22 versehenen Wand 21. Die bündig
anschließende rückwärtige Seitenwand 26 ist beiderseits
mit einer vertikalen Nut 28 versehen, die zur Veranke
rung im Seitenreflektor 12 dient.
Ein von der Stirnseite 17 her geradlinig symmetrisch in
den Nasenstein 50 eingeformter Spalt 58, der in einer
vertikalen Bohrung 59 endet, dient zur Minderung der
Eigenspannungen im Nasenstein 50.
In Fig. 6 ist ein Nasenstein 60 ähnlich dem aus Fig. 5
bekannten gezeigt mit einer Anzahl von hintereinander
auf der Mittelachse angeordneten Zylinderbohrungen 62,
in welche zylindrische Graphithülsen 67 eingesetzt sind,
die einerseits Hohlräume 66 zur Aufnahme von Absorber
material begrenzen und andererseits zur Abdichtung von
zwischen den aufeinandergesetzten Nasensteinen 60 ent
stehenden gasdurchlässigen Spalten dienen. Hierzu ragen
die Zylinderhülsen 67 zur Hälfte in die jeweilige Boh
rung 62 hinein, während die andere Hälfte übersteht. Je
nach Ausgestaltung sind die Zylinderhülsen 67 stumpf
aufeinandergesetzt oder die Enden sind konisch ange
formt, so daß die Hülsen 67 ineinandersteckbar sind,
z.B. wie ein Ofenrohr.
Ähnlich wie in Fig. 4 gezeigt dringt ein Spalt 68 mittig
von der Stirnseite 17 her in den Nasenstein 60 ein. An
einer Bohrung 63 verzweigt sich der Spalt 68 symmetrisch
und setzt sich fort zu einer seitlich angeordneten Boh
rung 64, von wo aus er parallel zur Stufe 25 zu einer
Bohrung 69 verläuft. Die Stufe 25 trennt die untere Auf
lagefläche 24 von der geschlitzten Seitenwand 21, die
bündig an die rückwärtige Wand 26 anschließt, die je
weils eine Nut 28 zur Verankerung des Nasensteins 60 im
Seitenreflektor 12 aufweist.
Die dargestellten und beschriebenen Beispiele schließen
nicht andere Kombinationen von Spalt- und Hohlraumkonfi
gurationen aus, so kann z.B. sehr wohl auch die Hohl
raumgestaltung nach Fig. 4 mit der Spaltgeometrie gemäß
Fig. 3 kombiniert werden, ohne daß hierdurch Nachteile
zu befürchten sind.
Claims (12)
1. Keramische Einbauten aus Graphit, eingesetzt als
Reflektor in Blockbauweise in einem mit kugelförmigen
Betriebselementen gefüllten Core eines gasgekühlten
Hochtemperaturkernreaktors, mit nasenartigen, radial in
das kreiszylindrische Core hineinragenden Vorsprüngen,
die aus aufeinandergesetzten Graphitblöcken, sogenannten
Nasensteinen, gebildet sind, wobei jeder Nasenstein
wenigstens einen vertikalen Hohlraum enthält, der mit
dem darüberliegenden fluchtet und zur Aufnahme von Ab
sorberelementen dient, mit oberflächennahen Schlitzen
auf den dem Core zugewandten Oberflächen die zur Min
derung von neutroneninduzierten Eigenspannungen in den
Nasensteinen dienen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Nasenstein (30, 40, 50, 60) mit wenigstens einem vertikalen
durchgehenden Spalt (38, 48, 58, 68) versehen ist, der von
der Stirnseite (17) des Nasensteins (30, 40, 50, 60) senk
recht in den Nasenstein (30, 40, 50, 60) eindringt, daß je
der Nasenstein (30, 40, 50, 60) auf seiner unteren Auflage
fläche (24) eingeformte Nuten (37, 47, 57, 67) aufweist zur
Führung von Graphitformteilen (31, 41, 51, 61), die zur
gasdichten Abdichtung der Hohlräume (36, 46, 56, 66) gegen
das Core (14) dienen und zwischen den aufeinanderge
setzten Nasensteinen (30, 40, 50, 60) im Betrieb entstehen
de Leckstellen überdecken.
2. Keramische Einbauten nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die vertikalen Spalte (38, 58) symme
trisch zur Mittelachse des Nasensteins (30, 50) sind.
3. Keramische Einbauten nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Nasenstein (40, 60) einen mit
tig in die Stirnseite (17) eintretenden Spalt (48, 68)
aufweist, der sich an einer Bohrung (43, 63) gabelt, nach
außen zu einer weiteren Bohrung (44, 64) fortsetzt und
von dort parallel zur seitlichen Wand (21) zu einer
dritten Bohrung (49, 69) geführt ist.
4. Keramische Einbauten nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bohrungen (43, 44, 49, 63, 64, 69)
zur Kerbentlastung dienen.
5. Keramische Einbauten nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Nasenstein (30) einen unge
teilten Hohlraum (36) aufweist, der länglichen Quer
schnitt hat und zur Mittelachse angeordnet ist.
6. Keramische Einbauten nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Nasenstein (40) wenigstens
zwei mittels eines Quersteges (45) voneinander getrennte
längliche Hohlräume (46) aufweist, die auf der Mittel
achse liegen.
7. Keramische Einbauten nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Nasenstein (50, 60) wenigstens
zwei auf der Mittelachse liegende zylindrische Hohlräume
(56, 66) aufweist.
8. Keramische Einbauten nach Anspruch 1 und 7, da
durch gekennzeichnet, daß jeder zylindrische Hohlraum
(56) auf der unteren Auflagefläche (24) des Nasensteins
(50) von einem in einer nutähnlichen Ausnehmung (57) ge
führten Graphitdichtring (51) eingefaßt ist.
9. Keramische Einbauten nach Anspruch 1 und 7, da
durch gekennzeichnet, daß jeder zylindrische Hohlraum
(66) eine zylindrische Graphithülse (61) aufnimmt, die
zur Aufnahme der Absorberelemente (19) dient sowie zur
Abdichtung des Hohlraums (66) gegen das Core (14).
10. Keramische Einbauten nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Höhe der zylindrischen Graphit
hülse (61) mit der Höhe des Nasensteins identisch ist
und die Hülse (61) in dessen zylindrischen Hohlraum (66)
von unten bis zur Hälfte eingesteckt ist.
11. Keramische Einbauten nach Anspruch 9 und 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die zylindrischen Graphit
hülsen (61) mit ihrem nach unten überstehenden Ende in
den Hohlraum des unterhalb angeordneten Nasenteins (60)
greift und stumpf an die dort vorhandene Graphithülse
(61) anschließt.
12. Keramische Einbauten nach Anspruch 9 und 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der zylindrischen
Graphithülsen konisch angeformt sind und so ineinander
steckbar sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863601748 DE3601748A1 (de) | 1986-01-22 | 1986-01-22 | Keramische einbauten |
| US07/005,585 US4830818A (en) | 1986-01-22 | 1987-01-21 | Ceramic installations |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863601748 DE3601748A1 (de) | 1986-01-22 | 1986-01-22 | Keramische einbauten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3601748A1 true DE3601748A1 (de) | 1987-07-23 |
| DE3601748C2 DE3601748C2 (de) | 1992-12-03 |
Family
ID=6292339
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863601748 Granted DE3601748A1 (de) | 1986-01-22 | 1986-01-22 | Keramische einbauten |
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|---|---|
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| DE (1) | DE3601748A1 (de) |
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| CN103697165A (zh) * | 2013-12-23 | 2014-04-02 | 陈焕祥 | 一种热泵油槽的可调式密封油环 |
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1987
- 1987-01-21 US US07/005,585 patent/US4830818A/en not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
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