DE3600719A1 - An der oberseite ablesbares bandmass - Google Patents
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Description
THE STANLEY WORKS
New Britain, Connecticut o6o5o V.-St. A.
New Britain, Connecticut o6o5o V.-St. A.
An der Oberseite ablesbares Bandmaß
An der Oberseite ablesbare Bandmaße nehmen ständig an Beliebtheit zu aufgrund der Einfachheit und Bequemlichkeit, mit der
Innenabmessungen damit gemessen werden können. Es ist bei einem solchen Bandmaß sehr wichtig, daß das Meßband eine im
wesentlichen gerade Lage einnimmt, wenn es unter dem in der oberen Wand vorgesehenen Fenster durchläuft, so daß die abgelesenen
Maße genau sind. Dies bedingt wiederum gewisse Beschränkungen hinsichtlich der Innenkonstruktion, mit der das
Meßband geführt wird, da an den Übergangsstellen zu und von
dem Bahnabschnitt, der das Fenster quert, relativ starke Richtungsänderungen erfolgen müssen.
Bei der Auslegung des Meßbandleit- und -abstützsystems müssen
außerdem weitere Faktoren in Betracht gezogen werden. Selbstverständlich ist es überaus wichtig, daß die Systemkomponenten
die erzeugte Reibung so gering wie möglich halten, um einen zu hohen Verschleiß des Meßbands zu vermeiden und eine gleichmäßige
und störungsfreie Betätigung des Bandmaßes zu gewährleisten. Dies wird durch die Verwendung von kleinen Leitrollen
erreicht, die im Gehäuse an Übergangsstellen entlang der Meßband-Bewegungsbahn gehaltert sind und die im allgemeinen aus
einem Kunstharz mit niedrigem Reibungsbeiwert bestehen; um die
Bewegung zu erleichtern, wurden auch schon Festschmierstoff-Überzüge
auf den Meßbandoberflächen angewandt.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Größe des Bandmaßgehäuses. Es ist nicht nur vom Gesichtspunkt der Herstellungs- und
Versandkosten erwünscht, das Bandmaß möglichst kompakt zu gestalten (in Übereinstimmung mit praktischen Gesichtspunkten
und bequemer Handhabbarkeit), sondern es hat sich auch gezeigt, daß die Verbraucher hinsichtlich der Griffigkeit des
Instruments eine unbewußte Erwartungshaltung entwickelt haben; infolgedessen traf selbst eine geringe Vergrößerung des
Gehäuses auf einen gewissen Widerstand seitens der Verbraucher.
An der Oberseite ablesbare Bandmaße (sowie andere Aufroll-Bandmaße)
können zwar so ausgelegt sein, daß das Meßband von Hand ausgezogen und wieder auf die Spule gewickelt wird, in
vielen Fällen ist jedoch eine mechanische Rückholvorrichtung vorzuziehen. Das Meßband und die inneren Bauteile solcher
V Bandmaße unterliegen jedoch erheblichen Stößen infolge des Auftreffens des Hakens auf das Gehäuse, wenn das Meßband vollständig
zurückgezogen wird. Daher ist es nicht nur erforderlich, die Teile des Bandmaßes so zu konstruieren, daß sie den
auftretenden Kräften standhalten, sondern es wurde auch erkannt, daß die Gefahr des Knickens des Meßbands besteht, wenn
die Bewegung des Meßbands unter der Einwirkung der starken Feder plötzlich angehalten wird; dies gilt insbesondere für an
der Oberseite ablesbare Bandmaße aufgrund der scharfen Richtungsänderungen,
die das Meßband ausführen muß, um gerade unter dem Fenster durchzulaufen.
Es wurde festgestellt, daß diese Knicktendenz auf mehreren
Faktoren beruht. Einer davon ist natürlich die Kraft, mit der das Meßband durch die starke Feder beaufschlagt wird, da diese
wiederum die Trägheit des Meßbands sowie die beim Auftreffen abzuleitende Energie bestimmt. Auch die Konstruktion des Meßbands
selbst ist ein wesentlicher Bestimmungsfaktor; wenn das
Meßband relativ breit ist und/oder aus einem Werkstoff mit hoher Kaltstreckgrenze besteht (also die Tendenz hat, einer
plastischen Verformung bei Verwindung standzuhalten) , wird die Knickgefahr entsprecnend verringert. Ein dritter wesentlicher
Faktor ist der Grad der Durchbiegung, dem das Meßband im gespannten Zustand unterliegt. Dies ist von besonderer Wichtigkeit
an der Stelle entlang der Bewegungsbahn, die der Spule zunächstliegt, da das Meßbandsegment in diesem Bereich den
höchsten Energiepegel aufweist, wenn die Bewegung angehalten wird.
Es ist bekannt, daß die in Bandmaßen dieser Art verwendeten, in Querrichtung gewölbten Metallmeßbänder eine sogenannte
"Eigenkrümmung" aufweisen, wenn sie in Längsrichtung um sich selbst umgebogen werden, wobei der Krümmungsradius vom Grad
der Durchbiegung im wesentlichen unabhängig ist; diese Charakteristik ist z. B. in der US-PS 3 494 038 beschrieben. Solange
das Meßband keiner Durchbiegung unterworfen wird, die stärker als der Radius der Eigenkrümmung ist, wird selbstverständlich
kein Knicken auftreten. Jede derartige Tendenz könnte also bei einem Bandmaß durch Verwendung von Leitrollen mit ausreichend
großem Radius vermieden werden.
Wie bereits gesagt, verbieten jedoch räumliche Beschränkungen die Verwendung von zu großen Rollen, und dies gilt insbesondere
dann, wenn im Gehäuse noch weitere Elemente aufzunehmen sind, etwa die verschiebbaren Arretierorgane, die in großem
Umfang verwendet werden, um das Meßband in Ausfahrstellungen zu fixieren. In gleicher Weise ist auch die Verwendung einer
Serie relativ kleiner Rollen, die so angeordnet sind, daß sie das Meßband auf eine Bahn zwingen, die die Eigenkrümmung simuliert
(ebenfalls in der vorgenannten US-PS angegeben), nicht durchführbar aufgrund der Abweichungen von der üblichen Gehäusegröße
und -auslegung, die dafür notwendig wären, und weil die zusätzlichen Rollen eine übermäßig hohe Reibung erzeugen.
Außer der bereits genannten US-PS können noch die folgenden US-PS'en hinsichtlich des vorliegenden Gegenstands von Interesse
sein:
Die US-PS 2 207 277 zeigt die Verwendung von Rippen, die als
Leitflächen in einer aufrollbaren Meßvorrichtung dienen. Die US-PS 3 255 531 zeigt ein an der Oberseite ablesbares Bandmaß,
bei dem Kugellager, die in gebogenen Platten sitzen, Mittel zum Leiten des Meßbands durch das Gehäuse bilden. Die US-PS
3 281 943 zeigt ein an der Oberseite ablesbares Bandmaß, das einen geraden Zapfen zum leichteren Messen von unregelmäßig
geformten Gegenständen verwendet.
Die US-PS 3 493 190 zeigt eine Vielzahl Leitelemente für das Meßband eines an der Oberseite ablesbaren, mechanisch rückholbaren
Bandmaßes. Die Rollen wirken mit einer Rippe zusammen, um das Meßband entlang einer gleichbleibenden "Bahn" zu
führen; zwei kontinuierliche Rippen zu beiden Seiten des Meßbands sowie verschiedene weitere Elementkombinationen können
ebenfalls verwendet werden. Schließlich weist die an der Oberseite ablesbare, mechanisch rückholbare Meßvorrichtung gemäß
der US-PS 3 731 389 eine damit einstückige Markierung auf und verwendet zur Meßbandführung gebogene Platten.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines neuen, an der Oberseite ablesbaren, mechanisch rückholbaren
Bandmaßes, bei dem die Gefahr eines Knickens des Meßbands bei plötzlichem Anhalten der Rückholbewegung im wesentlichen beseitigt ist; dies soll erreicht werden, ohne daß das
Gehäuse vergrößert oder die auf das Meßband wirkende Reibung erhöht wird; ferner soll dabei keine wesentliche Kostensteigerung
oder Erschwerung der Fertigung auftreten.
Das an der Oberseite ablesbare, mechanisch rückholbare Bandmaß
nach der Erfindung mit einem Gehäuse aus gegenüberliegenden Seitenwänden, einer oberen, einer unteren, einer Vorder- und
einer Rückwand, wobei das Gehäuse in seiner oberen Wand ein
Fenster und nahe dem Fuß der Vorderwand eine Meßbandaustrittsöffnung
hat, mit einer Spuleneinheit, umfassend eine im Gehäuse um eine quer verlaufende Achse zwischen den Seitenwänden
drehbar angeordnete Spule und eine mit dem Gehäuse betriebsmäßig verbundene Kraftrückholfeder zum Drehen der Spule, mit
einem auf die Spule gerollten, aus dem Gehäuse ausziehbaren und in das Gehäuse rückholbaren Meßband, dessen äußeres Ende
außerhalb der Öffnung liegt und in einem Organ endet, das zur Anlage am Gehäuse ausgebildet ist und ein vollständiges Zurückziehen
des Meßbands in das Gehäuse verhindert, wobei das innere Ende des Meßbands zum Aufrollen auf die Spule betriebsmäßig
mit der Rückholfeder verbunden ist und wobei ein Zwischenabschnitt des Meßbands auf einer Bahn innerhalb des Gehäuses
liegt, die aus einem nach rückwärts verlaufenden Abschnitt entlang der unteren Wand, einem nach oben verlaufenden
Abschnitt entlang der Rückwand, einem nach vorn verlaufenden, im wesentlichen geradlinigen Abschnitt entlang der oberen Wand
unter dem Fenster und einem nach unten verlaufenden Abschnitt entlang der Vorderwand zu der Spule verläuft, wobei das Meßband
so ausgelegt ist, daß es bei Biegung in Längsrichtung um sich selbst zu einer natürlichen Krümmung mit gegebenem Radius
tendiert, ist gekennzeichnet durch eine Mehrzahl Rollen, die am Gehäuse um die Spule an den Übergangsstellen zwischen den
verschiedenen Bahnabschnitten zum Stützen und Führen des Zwischenabschnitts des Meßbands entlang der Bahn angeordnet sind,
wobei wenigstens eine Rolle so positioniert ist, daß sie den Übergang des Meßbands von dem nach vorn verlaufenden zu dem
nach unten verlaufenden Abschnitt bewirkt, und der Spule entlang der Bahn zunächstliegt und eine erheblich kleinere Krümmung
als der gegebene Radius aufweist, wobei durch die Eigenwölbung des Meßbands und die relativen Positionen der Rollen
und der Spule das Meßband bei Normalbewegung zwischen der einen Rolle und der Spule eine konvex gewölbte Konfiguration
nach außen von einer dazwischen verlaufenden geradlinigen Tangente weg annimmt, und durch eine quer verlaufende, stoßdämpfende
Rippe, die am Gehäuse zwischen der einen Rolle und der Spule innerhalb des durch das konvex gewölbte Meßband und die
geradlinige Tangente beschriebenen Bereichs positioniert ist, wobei die Rippe normalerweise außer Kontakt mit dem Meßband
liegt, jedoch von der genannten Tangente ausreichend weit entfernt ist, so daß das Meßband, wenn es zu der Tangente hin
mechanisch gespannt ist, die Rippe kontaktiert und dadurch einen wesentlichen Anteil der Spannenergie auf diese überträgt,
wobei die dem Meßband zugewandte Oberseite der Rippe einen gewölbten Abschnitt erheblicher Fläche mit einem Radius,
der wesentlich größer als derjenige der einen Rolle ist, aufweist und die Rippe keine Abschnitte hat, die eine wesentlich
stärkere Krümmung des gespannten Meßbands bewirken wurden, und wobei die Rippe die Funktion hat, den auf die eine Rolle übertragenen
Energieanteil zu verringern und die Durchbiegung des Meßbands im um die Rolle gespannten Zustand zu vermindern, so
daß ein Knicken des Meßbands um die eine Rolle, wenn die Rückholbewegung unter der Wirkung der Federkraft plötzlich etwa
durch Anlage des Organs am Gehäuse unterbrochen wird, im wesentlichen ausgeschlossen ist.
In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der gegebene Eigenkrümmungsradius des Meßbands ca. 15,2 mm
beträgt, daß der Radius des Flächenabschnitts der Rippe ca. 10,2 mm beträgt und daß die eine Rolle einen Radius von weniger
als ca. 5,08 mm hat. Dabei ist ferner vorgesehen, daß die Lage der Rippe und der Krümmungsradius ihres gewölbten Flächenabschnitts
ein Durchbiegen des gespannten Meßbands um diesen bewirken, wobei zwischen dem Vorlauf- und dem Abwickelsegment
ein Winkel von ca. 145-170° eingeschlossen ist; besonders bevorzugt liegt dieser Winkel zwischen 160° und 165°.
Normalerweise weist das Bandmaß eine zweite und eine dritte
Rolle jeweils mit einem Radius auf, der erheblich kleiner als derjenige des gewölbten Flächenabschnitts der Rippe ist,
wobei die dritte Rolle so angeordnet ist, daß sie den Übergang des Meßbands von dem nach oben verlaufenden zu dem nach vorn
verlaufenden Bahnabschnitt bewirkt, und die zweite Rolle zwischen der ersten und der dritten Rolle positioniert ist und
mit der ersten Rolle zusammenwirkt, so daß sie den Übergang zwischen dem nach vorn verlaufenden zu dem nach unten verlaufenden
Bahnabschnitt bewirkt, und wobei die erste und die zweite Rolle so positioniert sind, daß das Meßband ein Vorlauf-
und ein Abwickelsegment zu bzw. von jeder Rolle hat, wobei diese Segmente im um die Rollen gespannten Zustand einen
Winkel von ca. 135-145° einschließen. Normalerweise umfaßt das Bandmaß ein zusätzliches Arretierglied zum Festlegen des Meßbands
in aus dem Gehäuse ausgezogenen Stellungen, wobei das Gehäuseinnere entlang der Vorderwand zur gleitenden Aufnahme
des Arretierglieds ausgebildet ist.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Perspektivansicht des Bandmaßes gemäß der
Erfindung, wobei das Meßband geringfügig aus dem Gehäuse ausgezogen ist;
Fig. 2 eine Seitenansicht des Bandmaßes von Fig. 1 in
vergrößertem Maßstab, wobei die zunächstliegende der beiden Gehäusehälften abgenommen ist, so daß
die Innenkonstruktion ersichtlich ist; und
Fig. 3 eine schematische Teildarstellung des Bandmaßes nach den Fig. 1 und 2, wobei das Meßband um die
Innenkomponenten gespannt ist und der Haken am Gehäuse anliegt.
Die Zeichnung zeigt ein Bandmaß; dieses ist vollständig in Fig. 1 gezeigt, und in den beiden anderen Figuren ist die
zunächstliegende Gehäusehälfte jeweils entfernt und die übrige Gehäusehälfte mit 10 bezeichnet. Mit Ausnahme geringfügiger
Unterschiede (die nicht wichtig sind) sind die Gehäusehälften im wesentlichen spiegelbildlich ausgebildet und bilden gemeinsam
ein Gehäuse, in dem das in Querrichtung gewölbte metallische Meßband 12 aufgenommen ist. Die Gehäusehälfte 10 umfaßt
ein unteres Wandelement 14, ein Rückwandelement 16, ein oberes Wandelement 18 sowie ein Vorderwandelement 20, wobei am Unterende
des Vorderwandelements 20 eine Öffnung 22 zum Durchtritt des Meßbands 12 ausgebildet ist. Zwei sich seitlich erstrekkende
gewölbte Flanschelemente 24, 26 begrenzen kurze Kanäle 28, 30, in denen ein manuelles Arretierglied 32 verschiebbar
sitzt; die Betätigung des Arretierglieds zum Angriff am Meßband und Halten desselben in seinen Auszugstellungen ist konventionell
und ohne weitere Erläuterungen ersichtlich. Im oberen Wandelement 18 ist eine Vierecköffnung 34 ausgebildet
und hat einen Rand 36, in dem ein durchsichtiges Fenster 38 gehalten ist.
Das Bandmaß weist eine übliche Aufrollspuleneinheit auf, bestehend aus einer Spule 40, die auf Nabenelementen des
Gehäuses drehbar gelagert ist und auf die das Meßband 12 gerollt ist, sowie einer starken Feder 42, die am inneren Endabschnitt
des Meßbands befestigt ist, um die Spule 40 anzutreiben und das Meßband in das Gehäuse zurückzuziehen (es ist
nur der innere Endabschnitt der Feder sichtbar, und die Verbindung mit dem Meßband 12 sowie die Nabenelemente des Gehäuses
sind nicht gezeigt). Ein Mittelzapfen 44 springt in Querrichtung von der Gehäusehälfte 10 vor und ist bei 46 diametral
geteilt zur Aufnahme und Festlegung des Endes der Feder 42; ferner bildet der Zapfen eine Axialbohrung 48, in die eine
selbstschneidende Schraube 49 eingreift, um den Gürtelhalter 51 festzulegen und die Gehäusehälften zusammenzuhalten.
Zylindrische Stifte 50 an drei der vier "Ecken" des Gehäuses sitzen in entsprechenden, in der gegenüberliegenden Gehäusehälfte
ausgebildeten Gegenbohrungen und bilden gemeinsam damit Öffnungen für die Befestigungsschrauben 53.
Sechs Achsschenkel 52 bzw. kurze Stifte erstrecken sich in Querrichtung an den Übergangsstellen des Meßbands 12 von
dessen nach rückwärts verlaufendem Bewegungsbahn-Abschnitt entlang dem unteren Wandelement 14 zum nach oben verlaufenden
Abschnitt entlang dem Rückwandelement 16, dann zu einem im
wesentlichen geraden Abschnitt entlang dem oberen Wandelement 18 und schließlich zu einem nach unten verlaufenden Abschnitt
entlang dem Vorderwandelement 20 und auf die Spule 40. Wie ersichtlich ist, sind an jeder Übergangsstelle zwei solche
Achsschenkel 52 vorgesehen, und auf jedem ist eine kleine Kunststoffrolle 54 angebracht (selbstverständlich weist die
andere Gehäusehälfte in gleicher Weise angeordnete Achsschenkel auf, und die Achsschenkel bilden gemeinsam die Achsen, auf
denen die Rollen 54 umlaufen). Die Rollenpaare 54 wirken zusammen, um das Meßband um die im wesentlichen rechtwinkligen
Eckwendepunkte zu führen; infolgedessen schließen das Vorlauf- und das Abwickelsegment des Meßbands beim Laufen über die Rollen
einen Winkel "c" von ca. 135 zwischen sich ein.
Es ist wichtig zu beachten, daß die Rollen 54 das Meßband entlang einer krummlinigen Bahn führen, die kein Segment aufweist,
dessen Nennradius kleiner als ungefähr der natürliche Krümmungsradius des Meßbands ist (und normalerweise sind diese
Nennradien etwas größer als dieser Wert), und daß der Radius jeder Rolle erheblich kleiner als derjenige der natürlichen
Krümmung ist. Wegen der dem quer gewölbten metallischen Meßband eigenen Tendenz, einen geradlinigen Zustand aufrechtzuerhalten,
tendiert das Meßband dazu, sich von geradlinigen Tangenten mit den Stutzkomponenten auswärts oder konvex zu
wölben, wenn es entlang einer Kreisbahn zwangsgeführt ist. Dieser Zustand ist in dem Abschnitt zwischen der Spule 40 und
der Rolle 54', die entlang der Bewegungsbahn dem Meßband am nächsten liegt, am stärksten ausgeprägt. Es ist ersichtlich,
daß das dazwischen befindliche Meßbandsegment einem geometrischen Ort von Punkten folgt, der von der in Fig. 2 mit Z
bezeichneten geradlinigen Tangente nach außen abweicht.
Eine stoßdämpfende Rippe bzw. ein Zapfen 56 ist an der Gehäusehälfte
10 ausgebildet und springt davon im Bereich zwischen der Spule 40 und der Rolle 54" in Querrichtung vor (an der
anderen Gehäusehälfte ist ein entsprechendes Element ausgebildet, so daß die Rippe die Meßbandkanten abstützt). Wie
ersichtlich ist, weist die Rippe 56 einen gewölbten oder
krummlinigen Flächenabschnitt 58 auf, der in dem Bereich liegt, der durch den von dem Meßband beschriebenen geometrischen
Ort von Punkten und der gedachten Tangente Z beschrieben ist; dieser Radius ist vorteilhafterweise dem natürlichen
Krümmungsradius des Meßbands angenähert und ist in jedem Fall erheblich größer als derjenige der Rolle 54'.
Die Rippe 56 hat die Funktion, ein Knicken des Meßbands 12 wie folgt zu verhindern: Wenn das Meßband 12 zurückgezogen wird,
gelangt der Anschlag 60 an seinem äußersten Ende (bei dem Ausführungsbeispiel
ein Haken) schließlich in Anlage am Gehäuse und unterbricht die Bewegung abrupt; derselbe Vorgang kann
auch durch Betätigung des Arretierglieds 32 bewirkt werden. Jedenfalls tendieren die resultierenden Trägheitskräfte dazu,
das Meßband bei weiterlaufender Spule nach innen zu schnappen, wodurch sich die Tendenz ergibt, sämtliche die Stützpunkte
überspannenden Segmente geradezurichten. Der Haupteffekt wird in dem Segment zwischen der Spule 40 und der angrenzenden
Rolle 54' erzeugt, und sich stetig vermindernde Energiemengen
werden auf die Segmente übertragen, die zum freien Ende des Meßbands hin positioniert sind. Infolgedessen ist die Gefahr
des Auftretens eines Knicks an der Rolle 54' am größten, und
die Rippe 56 ist also so positioniert, daß sie ihre größte Wirksamkeit hat. Wenn das nichtgestützte Segment des Meßbands
zwischen der Spule 40 und der Rolle 54' zur Tangente Z hin nach innen schnappt, wird es auf den Flächenabschnitt 58 der
Rippe 56 gedrückt. Dadurch wird die Schärfe der Meßbandbiegung um die Rolle 54' auf einen Wert begrenzt, der niedriger als
der zum Knicken uruter der Krafteinwirkung der Feder benötigte Wert ist. D. h., die Krümmung des Meßbands um die Rolle 54'
wird ausreichend weit vermindert, so daß die Kaltstreckgrenze des Metalls nicht erreicht wird.
Da ferner der Kontaktflächenbereich 58 der Rippe 56 einen
relativ großen Radius X hat, werden die Stoßkräfte in ausreichendem
Maß verteilt, um auch dort ein Knicken zu unterbinden.
Es ist zu beachten, daß der Vorder- und der Hinterabschnitt der Rippe praktisch jede Konfiguration oder Krümmung aufweisen
können, solange sie keine ausreichend großen Kontaktflächen für das Meßband bilden, um ein Knicken hervorzurufen und
dadurch die Wirkung der Rippe aufheben.
Wie am besten aus Fig. 3 ersichtlich ist, teilt die Rippe 56 in wirksamer Weise den Winkel, der sonst zwischen dem Vorlauf-
und dem Abwickelsegment des Meßbands 12 über der Rolle 54'
vorhanden wäre, in zwei weniger große Winkel (die Supplementwinkel "a" und "b" sind in Fig. 3 gezeigt). Vorteilhaft liegt
der Winkel "a" zwischen 35° und 10° (selbstverständlich ist
der Supplementwinkel der Winkel zwischen dem Vorlauf- und dem Abwickelsegment über der Rippe mit einem Wert von 145-170°);
der Winkel "b" liegt normalerweise zwischen ca. 35° und 45°. Obwohl dies nicht besonders gezeigt ist, ist zu beachten, daß
der entsprechende Winkel relativ zur nächsten Rolle 54" normalerweise ebenfalls ca. 35-45° beträgt.
Bandmaße der gezeigten Art verwenden charakteristisch ein Meßband mit einer Breite von z. B. 19,05 mm, das einen Eigenkrümmungsradius
von ca. 15,88 mm hat, und Leitrollen mit einem Durchmesser von ca. 9,53 mm. Eine Rippe mit einem Kontaktflächenradius
X von 10,2 mm, die einen Winkel "a" von ca. 17-18° bildet, hat sich als sehr wirksam erwiesen.
Die Rollen 54 sollten zwar der Bewegung des Meßbands möglichst wenig Widerstand bieten, die Kontaktfläche 58 der Rippe 56
kann jedoch einen relativ hohen Reibungsbeiwert aufweisen, da sie das Meßband normalerweise nicht kontaktiert. Es ist sogar
wichtig sicherzustellen, daß die Fläche 58 einen erheblichen Anteil der Kraft des einwärts gezogenen Meßbands absorbiert,
um dadurch die Energieübertragung auf die Rolle 54' und das
Hervorrufen von Knickstellen auf dieser zu minimieren.
Es ist zu beachten, daß eine Rolle mit großem Durchmesser zwar ähnlich wie die Rippe 56 wirken könnte; räumliche Beschrän-
kungen machen die Verwendung einer solchen Komponente bei dem
angegebenen Bandmaß jedoch impraktikabel, während gleichzeitig die erwünschte Kompaktheit und das den Kunden ansprechende
äußere Erscheinungsbild erhalten bleiben und die Kosten minimiert werden sollen. Da das Bandmaß vorteilhafterweise das
verschiebbare Arretierglied 32 aufweist, ist der verfügbare Raum sogar noch beschränkter, als dies sonst der Fall wäre.
Selbstverständlich müssen die Rollen 54 aus den gleichen Gründen einen relativ kleinen Radius aufweisen; normalerweise sind
sie sämtlich identisch ausgebildet.
Es ist somit ersichtlich, daß durch die Erfindung ein neues, an der Oberseite ablesbares, durch mechanischen Antrieb rückziehbares
Bandmaß angegeben wird, bei dem die Gefahr eines Knickens des Meßbands bei plötzlichem Anhalten der Aufrollbewegung
im wesentlichen beseitigt ist. Knicken wird vermieden,
ohne daß deshalb das Gehäuse vergrößert oder die das Meßband beaufschlagende Reibung erhöht wird, und diese Merkmale
und Vorteile werden erreicht, ohne daß die Kosten erhöht oder die Herstellung erschwert werden.
Claims (5)
1.An der Oberseite ablesbares, mechanisch rückholbares Bandmaß mit:
a. einem Gehäuse aus gegenüberliegenden Seitenwänden, einer oberen, einer unteren, einer Vorder- und einer Rückwand,
wobei das Gehäuse in seiner oberen Wand ein Fenster und nahe dem Fuß der Vorderwand eine Meßbandaustrittsoffnung
hat;
b. einer Spuleneinheit, umfassend eine im Gehäuse um eine quer verlaufende Achse zwischen den Seitenwänden drehbar angeordnete
Spule und eine mit dem Gehäuse betriebsmäßig verbundene Kraftrückholfeder zum Drehen der Spule;
c. einem auf die Spule gerollten, aus dem Gehäuse ausziehbaren und in das Gehäuse rückholbaren Meßband, dessen äußeres
Ende außerhalb der Öffnung liegt und in einem Organ endet, das zur Anlage am Gehäuse ausgebildet ist und ein vollständiges
Zurückziehen des Meßbands in das Gehäuse verhindert, wobei das innere Ende des Meßbands zum Aufrollen auf
die Spule betriebsmäßig mit der Rückholfeder verbunden ist und ein Zwischenabschnitt des Meßbands auf einer Bahn innerhalb
des Gehäuses liegt, die aus einem nach rückwärts verlaufenden Abschnitt entlang der unteren Wand, einem nach
oben verlaufenden Abschnitt entlang der Rückwand, einem nach vorn verlaufenden, im wesentlichen geradlinigen Abschnitt
entlang der oberen Wand unter dem Fenster und einem nach unten verlaufenden Abschnitt entlang der Vorderwand zu
0126-SWT-1029-GE-Schö
BAD ORIGINAL
der Spule verläuft, wobei das Maßband so ausgelegt ist, daß es bei Biegung in Längsrichtung um sich selbst zu einer
natürlichen Krümmung mit gegebenem Radius tendiert, gekennzeichnet durch
d. eine Mehrzahl Rollen (54, 54', 54"), die am Gehäuse (10) um
die Spule (40) herum an den Übergangsstellen zwischen den verschiedenen Bahnabschnitten zum Stützen und Führen des
Zwischenabschnitts des Meßbands (12) entlang der Bahn angeordnet sind, wobei wenigstens eine Rolle (541) so positioniert
ist, daß sie den Übergang des Meßbands von dem nach vorn verlaufenden zu dem nach unten verlaufenden Abschnitt
bewirkt und der Spule (40) entlang der Bahn zunächstliegt und eine erheblich kleinere Krümmung als der gegebene
Radius aufweist, wobei durch die Eigenwölbung des Meßbands (12) und die relativen Positionen der Rollen und der Spule
das Meßband bei Normalbewegung zwischen der einen Rolle (541) und der Spule (40) eine konvex nach außen gewölbte
Konfiguration von einer dazwischen verlaufenden geradlinigen Tangente (Z) weg annimmt; und
e. eine quer verlaufende, stoßdämpfende Rippe (56), die am Gehäuse zwischen der einen Rolle (541) und der Spule (40)
innerhalb des durch das konvex gewölbte Meßband (12) und die geradlinige Tangente (Z) beschriebenen Bereichs positioniert
ist, wobei die Rippe (56) normalerweise außer Kontakt mit dem Meßband (12) liegt, jedoch von der genannten
Tangente ausreichend weit entfernt ist, so daß das Meßband, wenn es zu der Tangente (Z) hin mechanisch gespannt
ist, die Rippe (56) kontaktiert und dadurch einen wesentlichen Anteil der Spannenergie auf diese überträgt, wobei
die dem Meßband zugewandte Oberseite der Rippe (56) einen gewölbten Abschnitt (58) großer Fläche mit einem Radius,
der wesentlich größer als derjenige der einen Rolle (54*) ist, aufweist und die Rippe keine Abschnitte hat, die eine
wesentlich stärkere Krümmung des gespannten Meßbands (12) bewirken würden, und wobei die Rippe (56) die Funktion hat,
den auf die eine Rolle (541) übertragenen Energieanteil zu
verringern und die Durchbiegung des Meßbands im um die
Rolle gespannten Zustand zu vermindern, so daß ein Knicken des Meßbands um die eine Rolle (54*), wenn die Rückholbewegung
unter der Wirkung der Federkraft plötzlich etwa durch Anlage des Organs (60) am Gehäuse (10) unterbrochen
wird, im wesentlichen ausgeschlossen ist.
2. Bandmaß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der gegebene Eigenkrümmungsradius des Meßbands (12) ca. 15,2 mm beträgt, daß der Radius des Flächenabschnitts (58) der Rippe (56) ca. 10,2 mm beträgt und daß die eine Rolle (541) einen Radius von weniger als ca. 5,08 mm hat.
dadurch gekennzeichnet, daß der gegebene Eigenkrümmungsradius des Meßbands (12) ca. 15,2 mm beträgt, daß der Radius des Flächenabschnitts (58) der Rippe (56) ca. 10,2 mm beträgt und daß die eine Rolle (541) einen Radius von weniger als ca. 5,08 mm hat.
3. Bandmaß nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lage der Rippe (56) und der Krümmungsradius ihres gewölbten B'lächenabschnitts (58) ein Durchbiegen des gespannten Meßbands (12) um diesen bewirken, wobei zwischen dem Vorlauf- und dem Äbwickelsegment ein Winkel von ca. 145-170 eingeschlossen ist.
dadurch gekennzeichnet, daß die Lage der Rippe (56) und der Krümmungsradius ihres gewölbten B'lächenabschnitts (58) ein Durchbiegen des gespannten Meßbands (12) um diesen bewirken, wobei zwischen dem Vorlauf- und dem Äbwickelsegment ein Winkel von ca. 145-170 eingeschlossen ist.
4. Bandmaß nach Anspruch 3,
gekennzeichnet durch eine zweite und eine dritte Rolle jeweils mit einem Radius, der erheblich kleiner als derjenige des gewölbten Flächenabschnitts (58) der Rippe (56) ist, wobei die dritte Rolle so angeordnet ist, daß sie den Übergang des Meßbands von dem nach oben verlaufenden zu dem nach vorn verlaufenden Bahnabschnitt bewirkt, und die zweite Rolle zwischen der ersten und der dritten Rolle positioniert ist und mit der ersten Rolle zusammenwirkt, so daß sie den Übergang zwischen dem nach vorn verlaufenden und dem nach unten verlaufenden Bahnabschnitt bewirkt, und wobei die erste und die zweite Rolle so positioniert sind, daß das Meßband (12) ein Vorlauf- und ein Abwickelsegment zu bzw. von jeder Rolle hat, wobei diese Segmente im um die Rollen gespannten Zustand einen Winkel (c) von ca. 135-145O einschließen.
gekennzeichnet durch eine zweite und eine dritte Rolle jeweils mit einem Radius, der erheblich kleiner als derjenige des gewölbten Flächenabschnitts (58) der Rippe (56) ist, wobei die dritte Rolle so angeordnet ist, daß sie den Übergang des Meßbands von dem nach oben verlaufenden zu dem nach vorn verlaufenden Bahnabschnitt bewirkt, und die zweite Rolle zwischen der ersten und der dritten Rolle positioniert ist und mit der ersten Rolle zusammenwirkt, so daß sie den Übergang zwischen dem nach vorn verlaufenden und dem nach unten verlaufenden Bahnabschnitt bewirkt, und wobei die erste und die zweite Rolle so positioniert sind, daß das Meßband (12) ein Vorlauf- und ein Abwickelsegment zu bzw. von jeder Rolle hat, wobei diese Segmente im um die Rollen gespannten Zustand einen Winkel (c) von ca. 135-145O einschließen.
5. Bandmaß nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
ein zusätzliches Arretierglied (32) zum E'estlegen des Meßbands
(12) in aus dem Gehäuse (10) ausgezogenen Stellungen, wobei das Gehäuseinnere entlang der Vorderwand zur gleitenden Aufnahme
des Arretierglieds (32) ausgebildet ist.
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